Legasthenie: Jedes zehnte Kind ist betroffen! Was sich dagegen unternehmen lässt

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BONN. Wer immer rätselt, ob und wo bei Rhythmus oder Legasthenie das «h» kommt, ist nicht gleich Legastheniker. Wirklich Betroffene sind aber weder dumm noch faul, sondern von einem Gendefekt betroffen.

Legasthenie und Dyskalkulie können Kinder überfordern, wenn die Schule darauf nicht eingeht. Illustration: Shutterstock

Mal endet der Hund auf «t», mal auf «dt» und dann plötzlich taucht in der Mitte ein doppeltes «nn» auf: Wenn das Kind einen Rechtschreibfehler bei einem Wort immer wieder an verschiedenen Stellen setzt, sollten Eltern stutzig werden. «Das ist ein typisches Zeichen für eine Rechtschreibstörung», sagt Annette Höinghaus vom Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL).

Damit unterscheidet sich das Kind von einem anderen, das die Maschine immer wieder mit «ie» schreibt und etwa bedingt durch eine Trennung der Eltern, einem längeren Krankheitsausfall oder einem Schulwechsel eine Schreibschwäche entwickelt hat.

«Die Rechtschreibstörung beruht dagegen darauf, dass der Arbeitsspeicher im Kopf nur sehr schwer Wörter abspeichern kann», erklärt Höinghaus. Das Kind müsse sich ein Wort immer wieder neu erarbeiten.

Wenn die ganze Energie ins Lesen investiert wird

Viel Energie verpulvere ein Kind auch, wenn es unter der Lesestörung leidet. «Da haben die Kinder Schwierigkeiten, aus Buchstaben Silben zu bilden», sagt Höinghaus. Eltern merken das, wenn das Kind sehr langsam und stockend liest und den Sinn des Textes gar nicht erfassen kann, zählt die Expertin Anzeichen auf. Wenn die ganze Kraft ins Lesen investiert wurde, ist keine mehr da, um den Text zu verstehen.

Doch was passiert dabei im Kopf des Kindes? Hirnareale im Sprachzentrum springen nicht richtig an, sodass sich die Synapsen nicht ausreichend vernetzen können. «So wird das Gelesene nicht abgespeichert. Die Ursache ist eine neurobiologische Störung durch einen Gendefekt», erklärt Annette Höinghaus. Man müsse sich das wie eine Farbblindheit vorstellen.

Wer Stolperzeichen bei seinem Kind beim Lesen oder Schreiben beobachtet, sollte das bei psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendpsychiatern abklären lassen, empfiehlt die BVL-Sprecherin.

So werde entsprechend dem Alter und der Klassenstufe abgeklopft, ob das Handicap nicht andere Ursachen haben kann, etwa Probleme im Umfeld wie Scheidung oder Mobbing. Auch eine Hör- oder Sehbeeinträchtigung oder Konzentrationsprobleme durch ADHS können Ursachen für «normale» Flüchtigkeitsfehler sein.

Vermeidungsstrategie: Kind lässt sich lieber vorlesen

Das Problem an einer Lese- und/oder Rechtschreibstörung ist auch, dass sie oft zu spät erkannt wird. «Wenn Kinder nur langsam in einen flüssigen Leseprozess kommen, fehlt der Lesespaß. «Dann vermeiden sie, überhaupt zu lesen», so Höinghaus. Typisch für die Vermeidungsstrategie sei, dass Kinder sich gerne vorlesen lassen, aber nicht selber lesen wollen – höchstens die Bilder anschauen.

Betroffen von Legasthenie sind gar nicht so wenige Schülerinnen und Schüler: «Insgesamt gehen wir von 10 bis 12 Prozent aus, davon sind etwa 5 Prozent betroffen von isolierter Lesestörung, nochmal 5 Prozent von isolierter Rechtschreibstörung und der Rest ist von einer kombinierten Störung betroffen», sagt Annette Höinghaus.

Die gute Nachricht ist allerdings: Mit einer individuellen Förderung braucht es circa zwei Jahre, bis die meisten Kinder mit entsprechenden Störungen an den Klassendurchschnitt herankommen. «Leider findet das nur selten statt – entweder fehlen Lehrkräfte oder Lehrkräfte haben dafür keine Zeit beziehungsweise nicht die notwendige Förderkompetenz», bedauert die Verbandssprecherin.

Sie hat aber Tipps, was betroffenen Kinder einer Lese- beziehungsweise Rechtschreibstörung helfen kann.

6 Tipps zur Hilfe bei einer Lesestörung:

1. Bücher sollten eine groß gedruckte Schrift haben, mindestens Punkt 14, keine Serifenschriften mit horizontalen Endstrichen wie Times New Roman und Garamond. Und der Abstand zwischen den Zeilen sollte mindestens 1,5 betragen. «Anderenfalls verrutscht man oft in der Zeile.

2. Eltern sollten sich mit Lehrkräften besprechen, ob sie Texte nicht dementsprechend aufbereiten können. So sollten Arbeitsblätter nicht mit Texten überfüllt sein und vielleicht noch verschiedene Sachen auf einer Seite zusammenkopiert werden.

Höinghaus: «Das verursacht bei betroffenen Kindern schon Stress beim bloßen Ansehen.» Eine eng beschriebene A4-Seite motiviere nicht. «Ganz im Gegenteil: Sind Blätter überfrachtet, denkt das Kind: Das schaffe ich sowieso nicht.»

3. Lehrkräfte sollten helfen, damit nicht alles von der Tafel abgeschrieben werden muss. Sonst können die Kinder dem Unterricht nicht folgen, weil sie durch das Abschreiben «blockiert» werden. Auch die Hausaufgaben von der Tafel abschreiben – das schaffen Kinder mit Legasthenie oft nicht ohne weiteres. Wenn es nicht anders geht, sollte es diesen Kindern erlaubt sein, das Tafelbild mit dem Handy abzufotografieren oder der Lehrer verschickt es als E-Mail.

4. In Zeiten der Digitalisierung sollten Arbeitsblätter aufs Tablet geschickt werden. Da kann man sich die Schrift passend machen. «Wenn das alle Schüler in der Form bekommen, fällt das Kind mit Legasthenie gar nicht als Sonderling auf», schlägt Annette Höinghaus vor.

5. Um Lesespaß zu entwickeln, kann man bestehende Hobbys nutzen. Wenn das Kind etwa Pferde liebt, Detektiv- oder Fußballspielen, könnten Eltern mit dem Kind Bücher zu diesen Themen gemeinsam lesen. «Am besten immer abwechselnd – die Eltern einen größeren Teil, das Kind einen kleinen», rät Höinghaus. So bekomme das Kind auch mit, um was es in dem Buch geht.

6. Kommt das Kind an eine weiterführende Schule, kann man auch ein Vorlesesoftware nutzen.

3 Tipps zur Hilfe bei einer Rechtschreibstörung:

1. Sind sich die Kinder bei der Schreibweise unsicher, hilft oft der Plural-Trick. Etwa um herauszufinden, ob Kamm mit einem oder zwei «m» richtig ist. Die Mehrzahl-Form Kämme führt hier schneller ans Ziel. So funktioniert das auch beim Wort Hund. Eigentlich klingt das am Ende nach einem «t», aber in der Mehrzahl Hunde hört man das «d» viel eindeutiger.

2. Es hilft auch, Worte laut vorzusprechen. «Das ist allerdings ein Problem, wenn regional mit Dialekt gesprochen wird. Deshalb sollten Eltern versuchen, hochdeutsch zu sprechen», rät die Expertin.

3. Wenn Fremdsprachen hinzukommen, kommt die nächste Hürde. Weil die geschriebene Sprache oft enorm von der gesprochenen abweicht, kann man die Lehrkraft bitten, die Vokabeln bei Betroffenen mündlich zu prüfen. «Dann sieht man: Das Kind hat ja geübt und die Wörter nach dem Klangbild abgespeichert», sagt Annette Höinghaus. Sind Lehrkräfte für andere Prüfungsformen nicht offen, mache das die Lernsituation kaputt und das Kind wird mit doppelt schlechten Noten bestraft.

Beratung und Tipps finden Betroffene unter www.bvl-legasthenie.de.

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Autobahnabfahrt
3 Monate zuvor

Die 3 Tipps finde ich aber „niedlich“.

Der erste Tipp gehört sozusagen zur Grundausstattung des Deutschunterrichts. Das wird genau so beigebracht, aber vieles wird beigebracht und geübt und beim Schreiben nicht angewendet. Wie kann man die Anwendung des Gelernten verstärken?

Den zweiten Tipp finde ich hochproblematisch. Wir wollen ja in den allermeisten Fällen gerade nicht, dass die Kinder so schreiben, wie sie sprechen. 🙂 Da kämen sonst sehr ulkige (für uns) Schreibweisen heraus, die nicht mal unlogisch sind. Unlogisch ist da eher unsere Rechtschreibung aus Kindersicht zumindest oder besser vielfach inkonsequent (Farat statt Fahrrad).

Bei den Fremdsprachen gelten plötzlich viele mühsam beigebrachte und mühselig geübte Rechtschreibregeln doch wieder nicht. Kinder können oft nicht erkennen, dass das jetzt ein Fremdwort ist, bei dem die gelernten Regeln nicht anzuwenden sind (liken, nicht „leiken“). Das erschwert alles noch mehr.

Biene
3 Monate zuvor

Mir sind inzwischen auch einige untergekommen, die ihre LRS wie ein Schild vor sich hertragen und quasi mit ihren „Sonderrechten“ angeben.
Auch nicht richtig. Solche Spezialisten sorgen unnötiger Weise dafür, dass andere LRSler nicht für voll genommen werden und dann mit Häme und Spott überzogen werden.

RSDWeng
3 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Ein Extremfall dazu: Ein Schüler prahlte damit, kein Legatheniker zu sein, er habe aber halt gewusst, wie er sich beim Test anstellen musste, um zu den Vorteilen bei Leistungserhebungen zu kommen.

Konfutse
3 Monate zuvor

Wieso kommt das Üben so aus der Mode? Ich hatte in 23 Jahren Dienst eine Schülerin, die hochgradig Legasthenikerin war. Man konnte ihre Texte nicht entschlüsseln. Zudem schrieb sie in Druckschrift, was für ihren Schreibfluss erschwerend hinzu kam. Sie zerriss dadurch Wörter.
Das besagte Kind hatte 2x pro Woche 2 Stunden Schreibnachhilfe und hat zusätzlich Abschreibaufgaben, die ich erteilte, erledigt. Das ging über Jahre. Irgendwann ging sie auch mal auf den Tipp ein, auf Schreibschrift umzustellen. Was richtig für sie war. In der 10 Klasse erhielt sie eine respektable Note in Deutsch (und in den anderen Fächern auch), bekam sogar ein Lob im Abschlusszeugnis. Der Kommentar blieb im Abschlusszeugnis, da sie in der Prüfung mehr Zeit bekam. Kein Problem! Ich denke auch, mit einem so guten Zeugnis auch kein Thema!
Durch Disziplin, Fleiß und Mühe hat sie dies alles geschafft.

Herbstzeitlose
3 Monate zuvor
Antwortet  Konfutse

Mit einem konsequent durchgeführten Schreibschrifttraining habe auch ich sehr gute Ergebnisse hinsichtlich der Rechtschreibung meiner Schülerinnen und Schüler erreicht . Ich konnte dabei auf ein Arbeitsheft zurückgreifen , das die Übungsbeispiele in Schreibschrift abgedruckt hat (Elefantenbuch). Dadurch waren die Kinder motiviert, ebenfalls die Aufgaben in Schreibschrift zu erledigen . Leider gibt es nach meinem Wissen solche Arbeitshefte mittlerweile nicht mehr .

Animah
3 Monate zuvor

Lesestörung oder Leseschwäche?

Man sollte in diesem Bericht zwischen Lesestörung und Leseschwäche unterscheiden. 

Im Artikel heißt es:
„Die gute Nachricht ist allerdings: Mit einer individuellen Förderung braucht es circa zwei Jahre, bis die meisten Kinder mit entsprechenden Störungen an den Klassendurchschnitt herankommen.“ 

Mir wäre es sehr lieb, wenn man in diesem Absatz nicht von Störung, sondern von entsprechender Schwäche schreiben würde. 
Eine Leseschwäche kann mit einer individuellen Förderung abgebaut werden. 
Bei der Lesestörung handelt es sich um eine neurobiologische Störung durch einen Gendefekt. Mit viel Übung wird man im Lesen etwas schneller, was allerdings nicht heißt, dass man den Text dadurch auch erfassen kann. Trotz jahrelanger Lerntherapie wird einem die Störung höchstwahrscheinlich das ganze restliche Leben begleiten. 

ysnp
3 Monate zuvor
Antwortet  Animah

In Bayern unterscheidet man nicht mehr zwischen einer Störung und einer Schwäche. Entweder hat man eine Störung oder nicht. Bei einer Störung gibt es Notenschutz (i.d.R. im Rechtschreiben) oder Nachteilsausgleich (i.d.R. im Lesen).
Bei diagnostizierten Störungen in der Grundschule geht man in Bayern nicht mehr davon aus, dass es keine Fortschritte mehr gibt. Wie mir die Schulpsychologin mitteilte, haben dies die neueren Forschungen ergeben. Deswegen werden die Störungen alle 2 Jahre und beim Übertritt auf eine weiterführende Schule überprüft, ob diese noch relevant sind und der Notenschutz bzw. der Nachteilsausgleich noch gerechtfertigt ist.

Wenn die Lerntherapie wirklich an den konkreten Schwierigekeiten arbeitet, dann ist das sinnvoll.
Die Eltern meiner Schüler machten die Erfahrung, dass es bei einer anerkannten und vom Jugendamt bezahlten Legasthenietherapie eher um die Stärkung des Selbstbewusstseins ging und weniger um das richtige Einüben von Rechtschreib- und Lernstrategien, in meinen Augen der falsche Weg. Der Ansatz, der schwerpunktmäßig an den „Schwach“punkten arbeitet, den halte ich für am sinnvollsten.
Ich bin überzeugt, dass man zumindest in der Grundschule durch gezieltes Üben noch einiges erreichen kann. Das erfahre ich bei Schülern immer wieder. Vielleicht schließt sich irgendwann das Fenster, wenn man den richtigen Zeitpunkt verpasst. Im Lesen sind übrigens Fortschritte besser zu erzielen als im Rechtschreiben.

Lisa
3 Monate zuvor

Wir hatten eine Leseschule am Ort. Frage, ob es die nicht überall gibt? Der Unterricht fand in Kleingruppen (maximal 6 Kinder) statt, der Leselernprozess wurde neu aufgebaut. Die Kinder waren für etwa 3 Monate dort und in dieser Zeit nicht in ihrer GS. Bei vielen wurden dann doch Wahrnehmungsstörungen festgestellt, die eben einen längeren Beobachtungszeitraum erfordern. Ansonsten galt aber, dass Selberschreiben entgegen des oberen Artikels doch auch ein Teil des Lernens ist, nämlich des Lernkanals ‚ Be – Greifen ‚ , also alles am Tablet ist eher kontraproduktiv. Tafelbilder abschreiben ist sogar recht beliebt, vermutlich weil es Erfolgserlebnisse gibt. Ich werde eigentlich ständig gefragt: Sollen/ dürfen wir das abschreiben?

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Wahrnehmungsstörungen verschiedener Art habe ich auch bei vielen meiner Schülr mit LRS oder Dyskalkulie festszellen können. Eine weitere Beobachtung meinerseits: Viele dieser Kinder hatten auch Probleme mit Grob- und/oder Feinmotorik, vor allem beim Überkreuzen der Körper-Mittellinie, bei Körperkoordination und Gleichgewicht.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ja, seufz. Das nimmt leider auch immer mehr zu.

ExLehrerin
3 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Leseschule klingt gut. Wissen Sie zufällig welche Rechtsform sie hatte und in welchem Bundesland es war? Warum gibt es die Schule nicht mehr? Nun gibt’s in Deutschland eine Schulpflicht und die Leseschule darf nicht anstatt Grundschule besucht werden. Ich würde gern so eine Schule bei uns gründen.

Science2ThePeople
3 Monate zuvor

Nach längerer Pause ist die Prosodiya-Lernapp für Schüler:innen mit Lese-/Rechtschreibschwäche wieder online und sogar kostenfrei verfügbar. Prosodiya trainiert vor allem die Betonungswahrnehmung und auf dieser Basis auch die Rechtschreibung. Kleine, bunte Kugellichter führen durch die Spiele, so dass auch Grundschüler:innen die App schon alleine nutzen können.

Soeben sind auch die Ergebnisse der Förderstudie in ‚Learning and Instruction‘ erschienen: Diese zeigen, dass das Training mit Prosodiya sowohl Betonungswahrnehmung als auch Rechtschreibung deutlich verbessert. Hier meine Zusammenfassung der Studienergebnisse: https://science2thepeople.info/de/prosodiya_de/

Ich selbst bin weder in die Entwicklung der App noch in die Studie involviert, sondern bin aus der Beratungspraxis heraus einfach ein großer Fan der App, da sie allen gleichermaßen eine Fördermöglichkeit bietet, vor allem wenn die Übernahme von Kosten für individuelle Förderung nicht gewährleistet werden kann.

ysnp
3 Monate zuvor

Eine Bemerkung zum ersten Tipp (Bildung der Mehrzahl):
Bei der Auslautverhärtung (d-t, g -k, b-p) ist eine Verlängerung des Wortes sinnvoll, weil man dann die wirkliche Schreibweise des Auslautes hört.
Bei einer Verdoppelung aber nicht. Bei dem Beispiel „Kamm“ ändert sich die Sprechweise im Singular und Plural nicht. Die Schüler, die nicht wissen, wie man das Wort schreibt oder den kurzen Vokal nicht hören*und die daraus resultierenden Regeln nicht verinnerlicht haben, trennen gerne mal Kä-mme, statt Käm-me oder schreiben gleich Käme.
Was man aber bei diesem Wort gut herleiten kann, ist, dass aus einem a der Umlaut ä wird. Wenn man weiß, dass die Einzahl von Kämme „Kamm“ ist, kann man auch regelgerecht die Mehrzahl zumindest mit ä schreiben.

*Kinder mit einer Rechtschreibstörung können oft lang und kurz nicht hörend unterscheiden und haben nach meiner Erfahrung mehrheitlich ein schlechtes Rhythmusgefühl, wie ich im Musikunterricht meiner eigenen Klassen feststellen konnte.