Lehrermangel: Bundesland will unterrichtsferne Abordnungen von Lehrkräften einschränken

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POTSDAM. Seit Jahren steigt die Zahl der Lehrkräfte in Brandenburg, die außerhalb des Unterrichts tätig sind. Bisherige Versuche, mehr Pädagogen an die Schulen zu bringen, zeigten wenig Erfolg. Wird es nun mit dem neuen Institut für die Lehrerbildung gelingen?

Der letzte Tropfen… Foto: Shutterstock

Mit der Neuausrichtung des Landesinstituts für Schule und Medien (Lisum) will Brandenburg künftig mehr Lehrer aus der Fachausbildung im Schulunterricht einsetzen. Zugleich sollten Serviceleistungen an den Schulen nicht mehr durch Pädagogen erbracht werden, kündigte das Bildungsministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der CDU-Landtagsfraktion an. Auch im vergangenen Schuljahr waren wieder geringfügig mehr Lehrkräfte als im Jahr zuvor außerhalb des Unterrichts eingesetzt worden.

Wie aus den Angaben des Ministeriums hervorgeht, waren im Schuljahr 2022/23 insgesamt 674 Beamte und Tarifbeschäftigte ganz oder teilweise in anderen Dienststellen oder bei einem anderen Dienstherren tätig. Das waren zwei Lehrkräfte mehr als im vorangegangenen Schuljahr und acht mehr als im Schuljahr 2020/21.

Die Zahl der sogenannten Abminderungsstunden, in denen die Lehrkräfte unterrichtsferner Tätigkeiten nachgingen, stieg in den vergangenen drei Schuljahren von rund 6980 auf 7110. Dabei handelte es sich laut Ministerium unter anderem um die Mitarbeit in bildungspolitischen Projekten etwa bei Gedenkstätten, oder in Organisationen der Gesundheitsförderung oder der Jugendhilfe. Zu den Tätigkeiten zählt beispielsweise auch eine Haupt- und Fachseminarleitung in der Lehramtsausbildung.

Brandenburg hatte Mitte Juli den Ausstieg aus der gemeinsamen Lehrerbildung mit Berlin erklärt und einen eigenen Weg bei der Lehrkräftebildung, Unterrichtsentwicklung und Qualitätssicherung angekündigt. Das Lisum war 2007 von Brandenburg und Berlin gegründet worden. Zuvor unterhielten beide Länder eigene Landesinstitute.

Mit der neuen pädagogischen Einrichtung sollen laut Bildungsministerium Synergiepotentiale gehoben und die Zahl der abgeordneten Lehrkräfte in der Ausbildung verringert werden. Messbare Effekte würden mit dem Konzept für das neue Landesinstitut im kommenden Jahr erwartet. News4teachers / mit Material der dpa

Lehrermangel: Bildungsminister will Anreiz setzen, damit Lehrkräfte später in Rente gehen

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madame Teutorad
7 Monate zuvor

mehr homeschooling machen

Manfred
7 Monate zuvor
Antwortet  madame Teutorad

Nein. Homeschooling ist schlecht für alle. Das haben alle Lehrer während Corona laut beklagt. Homeschooling können die Lehrer nicht vorbereiten und nicht nachbereiten. Wenn Lehrer Homeschooling sagen meinen sie „Eltern, beschult eure Kinder selbst. Ich kümmere mich um meinem Garten“

Ich_bin_neu_hier
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

„Eltern, beschult eure Kinder selbst. Ich kümmere mich um meinem Garten“ – Entschuldigung, bitte: Was sollen dann eigentlich die Lehrkräfte machen, die gar keinen Garten besitzen? Nur so eine Frage…

…die sie einfach nur darauf hinweisen soll, dass Sie aus meiner Sicht Stereotypen und Vorurteile verbreiten.

Ale
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Woher haben Sie diese Informatione? Ich bin Lehrer und behaupte das nicht und beklage mich auch nicht.

Manfred
7 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Wenn homeschooling bedeutet: „Sollen die Kinder doch Hausaufgaben machen oder sonst was lernen“ kann ich Ihnen sofort glauben, dass Sie das nicht behaupten oder sich nicht beklagen.
Homeschooling hat zumeist so ausgesehen: die Lehrer haben den Kindern gesagt, sie sollen bitte 10000 Seiten im Buch lesen. Hierzu gab es keine Anleitung, keine Aufgabenstellungen und vor allem keine Rückmeldung zu den Ergebnissen.
Klar, für Lehrer kann so Homeschooling super funktionieren: dann können die Eltern mit den Kindern schauen, was sie nicht verstanden haben uns sich den Mist dann selbst zusammensuchen. Dann ist der Lehrer natürlich fein raus. Dann soll das aber nicht Homeschooling heißen, sondern „selbständiges Lernen“ (was noch größerer Mist ist).

Ich_bin_neu_hier
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

„Homeschooling hat zumeist so ausgesehen:“ – Bitte Nachweis/Quellenangabe.

Ansonsten ist das einfach eine unbewiesene Behauptung ohne Relevanz für eine sinnvolle Diskussion. Nennt sich auch „Lehrerbashing“.

447
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Diese Bildungsdrohne HAT Fernunterricht gegeben.

Und ja, das war GENIAL.

Aber nicht aus den Gründen, die Sie vermuten..

1. Die (bei uns) 1-5% pro Klasse/Kurs, die unter dem gängigen System ohnehin (leider!) nie was werden, da sie sich Bildung aktiv verweigern – muten, rausschmeissen, 6 eintragen. –> und siehe, schon blühen die stillen, guten, leistungsfähigen auf!

Woran einen sonst Schülerversteher, Hippies und die Schulgesetze hindern, das war hier friedlich, jedoch zu 100% konsequent möglich: Störer und Provokateure abschalten.

2. Endlich mal Unterricht mit den INTERESSIERTEN SuS!

3. Endlich mal zu jeder Stunde ein Protokoll plus virtuelle Tafel als PDF danach für alle SuS – das lieferte diese Bildungsdrohne gleich mit, SuS können lernen und arbeiten, statt hektisch abzuschreiben oder ihre Energie für Tafelabschriebe wie anno 1872 zu verschwenden.

4. Man kann selbst und ohne ständiges Störfeuer seinen Unterricht mit allen gewünschten Medien und Apps machen – keine Klötze am Bein, kein dummer Mist wie Vertretungen und Aufsichten…es gibt nur EINEN Faktor: Man selbst! Also funktioniert von breakout-room bis zum Video, von der virtuellen Tafel bis zum Textchat für Leute ohne Mikro ALLES.
Denn es ist ja kein Schulmüll, sondern man kann es selbst machen.

Also ja, homeschooling war GEIL.
Und massiv entstresster auch.

Lena Hauenstein
7 Monate zuvor
Antwortet  447

Ich hatte auch richtig Spass. Das Grammatikrennen 5 gegen 7, flipgrid mit der amerikanischen Schule, … das war schon toll. Bis dann die Datenschutzregeln kamen und wir Padlet, zu dem es am selben Tag 3 Fortbildungen für Lehrer vom Land gab, nicht mehr nutzen durften.

Wutbürger
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Homeschooling hat zumeist so ausgesehen: die Lehrer haben den Kindern gesagt, sie sollen bitte 10000 Seiten im Buch lesen. Hierzu gab es keine Anleitung, keine Aufgabenstellungen und vor allem keine Rückmeldung zu den Ergebnissen.

Dann sage ich Ihnen mal etwas dazu, wie es bei uns an der Schule ausgesehen hat.

„Heute kam der Erlass, dass ab nächster Woche die Schule geschlossen bleibt. Sie sind doch Informatiklehrer, überlegen Sie sich etwas!“

Ich bin mir sicher, dass es nicht nur an unserer Schule so war. Was erwarten Sie denn eigentlich, wie so etwas dann werden wird?

GriasDi
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Quatsch

AlexZ
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Hatte mein Referendariat während Corona mit drei Schulpflichtigen Kindern. 2 Tage Seminare 2 Tage Notbetreuung und einen Tag zu Hause wo ich für Deutsch 3h , Mathe 3h und Nawi 12h vorbereiten musste. Das Problem war zum einen den Schülern hinterherzurennen, wegen der Abgaben. Bei Nawi habe ich immer unrichtige Aussagen in einer Mail korrigiert In Mathe die Lösungen eingestellt. und 4 Seiten einscannen aus dem Nawi Buch und selbst Aufgaben stellen und Protokolle erstellen hat Zeit gekostet, gleichzeitig musste ich meine 3 Kinder motivieren und deren Aufgaben kontrollieren und hochladen. In den Seminaren bekam ich HA Aufgaben mit Bearbeitungszeiten von 30-120 min je Seminar. Arbeitszeit-Netto pro Woche waren ca. 100h. Online war bei mir nicht möglich, da meine Kiddies auch gleichzeitig in den anderen Zimmern Online waren.
Wer wirklich wenig zu tun hatte waren die reinen Schwimm- und Sportlehrer.
Deutsch und Naturwissenschaftliche Fächer sind sehr korrekturintensiv. Die ganzen Ausdrucke von den Schülern und für mich als Lehrer und Elternteil haben mich ca 400 gekostet.

Manfred
7 Monate zuvor
Antwortet  AlexZ

Sie geben mir also Recht, dass Lehrer kein Homeschooling machen wollen?

vhh
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Billiger Trick. Was kommt bei ja? Dass die auf diese Aussage folgenden Unverschämtheiten dann wohl auch richtig waren?

Melusine
7 Monate zuvor
Antwortet  madame Teutorad

Das würde vor allem in der Grundschule viel Entlastung bringen, wenn man sich nicht mehr mit den ganzen verhaltensauffälligen Schülern herumschlagen müsste. Dass die Kinder dann noch schlechter lesen und rechnen ist ja nicht so wichtig.

Dirk Meier
7 Monate zuvor
Antwortet  madame Teutorad

Den Präsenzunterricht sichern, Homeschooling ist der letzte Mist!

Wer keinen Bock auf Unterricht und Schüler hat, sollte sich vielleicht lieber einen anderen Job suchen.

Ich_bin_neu_hier
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

„Wer keinen Bock auf Unterricht und Schüler hat, sollte sich vielleicht lieber einen anderen Job suchen.“ – Mit solchen Aussagen wäre ich persönlich ja etwas vorsichtiger: Stellen Sie sich mal vor, die Lehrkräfte würden auf Sie hören und das praktisch umsetzen – und das, wo wir sowieso schon massiven Lehermangel haben (warum wohl…): Was machen Sie dann?

Permantes, ununterbrochenes Homeschooling, ohne jede Pause?
Mal sehen: Wie lange halten Sie das durch?

Ale
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Schon mal Homeschooling oder online Unterricht erteilt?

Tom
7 Monate zuvor
Antwortet  Ale

wie im homeoffice einen Mix anbieten…..3 Tage vor Ort, wo alle lange hinpendeln und 1-2 in Gruppen, Projekten oder im homeschooling.
Flexibel denken, flexibel machen und verändern.

So wird es in der Wirtschaft auch getätigt!

Bei vielen klappt homechooling und in Amerika und Australien sowieso

Dirk Meier
7 Monate zuvor
Antwortet  Tom

Kinder und Jugendliche sind aber nicht mal ansatzweise mit normalen Arbeitnehmern zu vergleichen (die im Homeoffice auch deutlich weniger arbeiten, weshalb viele Arbeitgeber das Experiment bereits rückabwickeln).

Homeschooling in Australien und den USA wird praktiziert. Wie die Ergebnisse sind, kann ich nicht beurteilen. Für einen Job in der Landwirtschaft oder im Bergbau reicht es sicherlich.

Manfred
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Ist das so, dass AN im homeoffice weniger arbeiten? Wollen deshalb so viele Lehrer homeoffice?
Aber ja, es stimmt, Firmen gehen zurück zur Präsenz. Warum auch immer.
Ich bin für Büroarbeitsplätze für Lehrer an den Schulen. Und für geregelte gleichmäßige Arbeitszeiten. Und die 40 Tagewoche. Bei 24 Tagen Urlaub (gesetzlicher Anspruch) und ggf. bei ausreichender Finanzlage oder Ausstattung 6 zusätzlich gewährte Urlaubstage.

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Die 40 – Tage – Woche? Glaub ich gern. Im ÖD gibts übrigens 30 Tage Urlaub, und mehr haben auch Lehrer nicht. Einen Büroarbeitsplatz hätte ich auch gern in der Schule, und würde dann auch gern die 40h pro Woche bzw. 38,5h für Angestellte dort arbeiten, selbstredend auch in der unterrichtsfreien Zeit. Allerdings bin ich nicht bereit, in der Klausur- und Abiturzeit wöchentlich 20 Überstunden wie bislang anzuhäufen. Dauert dann eben was länger.

Manfred
7 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Eben. Aber warum wird vorrangig mehr Geld gefordert, anstatt vernünftige Arbeitsplätze? Das eine wie das andere ist teuer und vermutlich schwer durchzusetzen. Aber die Prioritäten lieben bei Lehrern Eben nicht auf den Rahmenbedingungen sondern auf der Bezahlung.

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Weil in den allermeisten Schulen Deutschlands die Raumnot so groß ist, dass es keinen Platz für richtige Lehrerarbeitsplätze gibt. Für 100 Kollegen brauchen Sie da etlichen Platz. Ich muss sämtliche Materialien, Schulbücher, Arbeitshefte, Ablage etc. dort unterbringen können: daheim sind das (ich unterrichte 3 Fächer in der SEK II/I) 4qm Schreibtisch, zwei Monitore und sicher 30m Regalbretter. Im Unterrichtsraum kann man so einen Lehrerarbeitsplatz nicht unterbringen, da der auch von anderen Kollegen genutzt wird, Schüler sich dort unbeaufsichtigt aufhalten (beim Raumwechsel z.B.), und somit zu korrigierende Arbeiten von Unbefugten eingesehen werden können usw.
Bleibt nur Neubau. Viele meiner Kollegen im echten Leben hätten gern den Arbeitsplatz in der Schule, einen 7.30 – 16 Uhr Job und dann wirklich Feierabend und freie Wochendenden. Letzteres kenne ich außerhalb der Sommerferien gar nicht mehr. Also ich würde sofort den Arbeitsplatz in der Schule nehmen!

Pete
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Warum nicht beides. Reallohnverlust ist bei Lehrern nicht gerade gering…

Kami
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

An dieser Stelle sollten wir daran denken, dass es sich um Tarifverhandlungen des gesamten ÖD der Länder handelt und damit nicht nur wir Lehrer gemeint sind. Es gibt Gehaltsgruppen bzw. Lohngruppen, für die der finanzielle Aspekt von deutlich höherer Bedeutung als für uns ist. Allerdings bin ich durchaus auch der Meinung, dass das Argument ‚Lehrer bekommen sowieso schon genug‘ nicht ewig für niedrige Abschlüsse herhalten darf. Und während die Arbeitgeber im ÖD schon die 10,5% für zu teuer halten und NICHTS zu bieten haben, rückt die Bahn bereits vor der ersten Verhandlung mit einem elfprozentigen Angebot plus Inflationsprämie an. Da fühle ich mich doch glatt voll und ganz wertgeschätzt. Die Homeoffice – Diskussion anderer Kommentare passt hier meiner Meinung nach nicht ganz – eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ergibt sich daraus absolut nicht, mehr Schüler können von einem Lehrer damit auch nicht versorgt werden und zumindest im ländlichen Brandenburg sind die technischen Voraussetzungen immer noch knapp über Nullkommanichts. Privat haben wir Glasfaser, aber auch längst nicht in allen Haushalten und an den Schulen würde einen einzelne Videokonferenz oft immer noch zum Totalausfall führen.

Wutbürger
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Aber warum wird vorrangig mehr Geld gefordert, anstatt vernünftige Arbeitsplätze?

Weil ich angemessen bezahlt werden möchte. Weil es eine Inflation gibt. Weil ich meine Überstunden und Wochenendarbeit nicht bezahlt bekommen. Weil sich Leistung immer weniger lohnt.

Vernünftige Arbeitsplätze? Warum ist soll ich auf mein mir zustehendes Gehalt verzichten, nur weil der Arbeitgeber die Arbeitsplätze verlottern lässt? Es ist nicht eben weder meine Aufgabe, noch muss ich es mit meinem Gehalt bezahlen, dass sich der Arbeitgeber an die Arbeitsschutzgesetze hält.

Noah
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Wo die Schulen zu weit weg (Australien) oder schlecht und gefährlich sind (USA), wird homeschooling erfolgreich von Eltern betrieben, die ihre Kinder bestmöglich bilden wollen. Ich kenne drei Familien, die das machen, und die Ergebnisse sind überaus gut. Auch in der Lockdown-Zeit in D gab es Familien und Schüler, die ohne allzu große Schäden durch diese 1,5 Schuljahre hindurch gekommen sind, weil die Kinder intelligent, pflichtbewusst und nicht internetsucht-gefährdet waren. Aber das sind weniger als 20% des Jahrgangs. Bei den anderen reparieren wir jetzt noch an den Folgen.

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Noah

So wie Sie sagen: von Eltern, die Ihre Kinder bestmöglich bilden wollen. Die „Buschschule“ setzt sehr hohes Engagement der Eltern und der Kinder voraus, ansonsten funktioniert das häusliche Lernen nämlich nicht. Übrigens gibt es da eine 1:6 – Relation: eine Lehrkraft betreut 6 (und nicht 30) Kinder.
Die wenigen Wochen Zuhauselernen während der Pandemie haben gezeigt, dass die wenigsten Eltern und Kinder dieses Engagement aufbringen können. Die anderen Kinder fallen dann also einfach hinten runter?
Ich verlinke Ihnen hier mal einen Beitrag des DLF zur Outbackschule in Australien.

https://www.deutschlandfunk.de/alleine-lernen-im-outback-100.html

Fakten sind Hate
7 Monate zuvor
Antwortet  Tom

Das machen die Lehrerinnen doch auch. Sind vielleicht vier Tage in der Schule und einen Tag zuhause. Ich behaupte mal, das handhaben ca. 50% der Lehrerinnen in jedem Kollegium so. Ok. Nennt sich Teilzeit. Aber am freien Tag arbeiten sie auch. Sagen sie. Also doch Homeworking, oder so.

Und die Bäckerfachverkäufer haben auch Homeoffice. Ansonsten würden sich die Brötchen nicht von selbst verkaufen.

Riesenzwerg
7 Monate zuvor
Antwortet  Tom

Das sind ja auch keine Kinder….

mama51
7 Monate zuvor
Antwortet  Tom

Ich wiederhole mich ungern!

Beispiel:

60 Kinder (bei angenommener 3- Zügigkeit mit je 20 „wahrgenommenen“ fast noch Kleinkindern) der 1. Klasse im „…im homeoffice einen Mix anbieten…..3 Tage vor Ort,...“ Lesen lernen und Schreiben, Sozialverhalten in der Gruppe, Arbeitsverhalten…
Mit leider doch vielen Eltern, die ihren Nachwuchs JETZT schon nicht betreut und/oder erzogen bekommen…???????
Bitte selbst „fertig denken“!

Oder soll die 4- Tage/ 3-Tagewoche nur für SEK 1/ SEK 2 gelten?
Zweiklassengesellschaft GS gegen den pädagogischen Rest?

Dirk Meier
7 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Natürlich. Es war ein riesiger Aufwand. Die SuS haben mir jedes Mal andere Gründe genannt, weshalb die Webcam nicht angeschaltet werden kann. Abgabeaufgaben haben die SuS abgeschrieben und ich musste das dann bewerten, weil ein Nachweis quasi unmöglich ist.

Zwei Jahre nach dem Online Unterricht haben mir meine Abiturienten gesagt, dass sie fünf Minuten vor der Videokonferenz aufgestanden sind. Während der Konferenz lagen sie im Bett. Die anschließenden Klassenarbeiten in der Schule waren eine Katastrophe. Jetzt studiert ein Teil dieser SuS auch noch.

Homeschooling mag mit intrinsisch motivierten Schülern gut funktionieren. Mit meiner Klientel ist das ein absolutes no-go. Wenn ich denen nicht regelmäßig in den Ar*** trete, passiert bei vielen gar nichts. Die bräuchten eher noch eine verbindliche Hausaufgabenbetreuung/Nachhilfeunterricht als irgendwelche wie auch immer gearteten Formen des selbstgesteuerten Lernens.

Ihre Erfahrungen mit dem Distanzunterricht scheinen deutlich positiver zu sein. Ich hoffe, dass dies auch in zentralen Vergleichsarbeiten und im anschließenden Studium bestätigt wurde.

Manfred
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Das mit der Webcam kennen wir auch. Aber von den Lehrern. „Datenschutz“ war der Grund weshalb sie das Bild verweigert haben.
Bei den Lehrern, die die erste Stunde erteilt haben war regelmäßig das Internet kaputt. Zu anderen Zeiten gings.
Neee neee. Das alles war ein netter Versuch. Aber man muss wohl leider konstatieren: die meisten wollen oder können nicht. Oder wollen nicht können.
Dann bitte in der Schule. Und ausgestattete Büroarbeitsplätze für Lehrer in der Schule, damit sie ihre Tätigkeiten in einem regelmäßigen und geregelten Rahmen ausführen können.

GriasDi
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Zitat:
„die meisten wollen oder können nicht. Oder wollen nicht können“
Wie in der „freien“ Wirtschaft vorgemacht. 1/5 Hat innerlich gekündigt, 2/3 Machen nur noch Dienst nach Vorschrift.

Ich_bin_neu_hier
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

„Das mit der Webcam kennen wir auch. Aber von den Lehrern. ‚Datenschutz‘ war der Grund weshalb sie das Bild verweigert haben.“ – Äh, ja, Überraschung; Lehrkräfte sind Menschen wie andere auch, übrigens mit denselben Rechten wie andere Menschen auch…
Haben Sie mal erlebt, was manche Schülerinnen und Schüler so ins Internet stellen? Ich schon!

#EsReicht!

Christabel
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Stellen Sie sich doch in eine Klasse und lassen Sie sich filmen. Da brauchen Sie schon jeden Tag eiserne Nerven, oder? Oder macht es Ihnen nichts aus, in lustigen Filmchen der Star zu sein? Vor allem dann, wenn der Dienstherr Sie in einem solchen Fall NULL unterstützt? Nur zu, melden Sie sich ruhig an die digitale Front, seien Sie keine Spaßbremse!
Ich will auch keinen Arbeitsplatz in der Schule, ich brauche gutes Licht zum Korrigieren, einen vernünftigen Stuhl, meine Arbeitsmaterialien, nach 8 Stunden im Siff will ich auch eine saubere Toilette und guten Kaffee, habe schließlich keine Mittagspause gehabt. Im Lehrerzimmer geht das alles nicht, hauptsächlich, weil es dort nie ruhig ist und nach 60 Sekunden ohne Bewegung immer das Licht ausgeht, ist halt von der Stadt so eingestellt.
In der dunklen Jahreszeit ist es sehr unheimlich in so einer verlassenen Schule und erst recht auf dem Parkplatz, wird ja kein Gedanke an Sicherheit des Personals verschwendet.

Tabea
7 Monate zuvor
Antwortet  Christabel

ja, mehr im homeoffice und nicht 5 Tage vor Ort sein, nö

Riesenzwerg
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Mist – wir wurden ertappt!

Haben dieselben Tricks wie die Schüler angewandt und sind doch aufgeflogen!

Sind wohl nicht nur faule, sondern auch dumme Säcke.

Gähn..

Manfred
7 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Am besten wäre es, wenn alle Lehrer vernünftige Büroarbeitsplätze in der Schule hätten. Dann können sie ihre Arbeit dort – im Büro oder im Klassenzimmer – verrichten.

Ich_bin_neu_hier
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

„…wenn alle Lehrer vernünftige Büroarbeitsplätze in der Schule hätten“ – Selten so gelacht. Würde ich selbstverständlich sofort machen. Die Kultusminister:innen aber nicht. Dafür müssten die nämlich JEDE EINZELNE Schule in Deutschland umbauen, weil da kein Platz für solche Lehrerarbeitsplätze vorhanden ist. (Wenigstens wäre die deutsche Bauindustrie überglücklich, gerettet und auf zehn Jahre hinaus vollbeschäftigt…)

Einzige andere Lösung: Wir schmeißen einen Teil der Schülerschaft raus, um Platz zu schaffen.
Die Effekte von Beschulung werden bekanntlich sowieso überschätzt, sodass Beschulung (kein Wunder bei dem Leerkörper…) genau so gut völlig folgenlos unterbleiben kann – wie die Pandemie ja zur Genüge gezeigt hat. Oder?

Manfred
7 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Naja. Bei dieser „Lösungsorientiertheit“ ist schon klar, dass sich nichts ändert.

Kami
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Ganz schön herablassend, Ihr Kommentar.

dickebank
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Im Klassenzimmer – ja, das würde dann Schichtbetrieb bedeuten.
Morgens die SuS und nach 16:00 Uhr die Lehrkräfte. Besser erst nach 19:00 Uhr, damit die Kommunen als Sachaufwandsträger keine nachtzuschläge für das reinigungspersonal zahlen müssen. Das Abstellen der heizung bzw. Runterfahren nach 16:00 Uhr darf dabei auf keinen Fall verändert werden, die kommunalen Haushalte müssen geschont werden.

Canishine
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Ich wäre auch dafür zu haben – bei geregelter Arbeitszeit z.B. von 7:30 bis 16:00 Uhr, danach Feierabend und Wochenende (!).
Aaah, keine Info- oder Elternabende, Sprechtage oder Konferenzen bis 19:00 Uhr, nach Klassenfahrten Urlaubsausgleich. Und ich glaube, mit Unterrichtsvorbereitung und Korrekturen ist die Zeit am Nachmittag gut gefüllt, alles andere wird mir vermutlich nicht fehlen.

Fräulein Rottenmeier
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

„Am besten wäre es, wenn alle Lehrer vernünftige Büroarbeitsplätze in der Schule hätten. Dann können sie ihre Arbeit dort – im Büro oder im Klassenzimmer – verrichten.“

Nein, könnten sie auch dann nicht. Wir haben genau das: für jeden Jahrgang einen Vorbereitungsraum mit Schränken für alle Materialien, großen Tischen und PC bzw. Laptops. Und trotzdem kann man da nicht arbeiten. Der Lärmpegel ist unerträglich. Alle Räume sind zum Schulhof ausgerichtet…..und nach Schulschluss bevölkern bei jedem Wetter 150 Kinder den Schulhof……auch bei geschlossenen Fenstern geht das gar nicht…..
Im Schulgebäude Horden von Kindern, die Freizeitlärm verbreiten…. Geht nicht, niemand kann sich da länger konzentrieren…..
Auch ich als SL habe mit meiner Konrektorin zusammen ein Büro…..selbes Dilemma…..geht nicht…..sie und ich werden wahnsinnig…..also Arbeiten bis mittags ist okay und dann verlassen auch wir fluchtartig das Gebäude und arbeiten zuhause weiter…..

JoS
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Den Ratschlag beherzigen auch immer mehr Lehrkräfte. Am Ende gibt’s dann aus der Not heraus tatsächlich nur noch Homeschooling.

Tabea
7 Monate zuvor
Antwortet  JoS

warum auch nicht?

Lanayah
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Genau das passiert ja schon. Daher der oben beschriebene Lehrermangel.

Dirk Meier
7 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Es gibt Lehrermangel, weil es keinen Distanzunterricht gibt? Das ist eine ziemlich steile These. Da würden mir spontan 100 Gründe einfallen, die wichtiger wären.

Ich habe in unserem Kollegium (ca. 100 Personen) noch niemanden gehört, der sich Distanzunterricht wünscht. Für mich wäre das eher ein Grund kürzer zutreten. Ich bin Lehrer geworden, weil ich den Kontakt mit den SuS mag.

Corona und die damit verbundenen Lernrückstände zeigen eher, dass der Distanzunterricht der völlig falsche Weg ist. Eigentlich hätten wir danach flächendeckenden Samstagsunterricht benötigt, um die Defizite wieder halbwegs aufzuholen. Dafür ist Deutschland aber mittlerweile zu faul und deshalb wird unser Nachwuchs international auch immer weiter abgehängt.

Tamara
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

glaube sie kapieren das nicht Meier, es geht hier wohl nicht um 5 Tage homeoffice wie bei erinem großen dt. Autobauer, sondern um 2 Tage flexibel und 3 Tage präsenz.

Du bekommst in Zukunft keine Leute mehr rein, wenn du unattraktiver bist als der Rest der Jobs in D. und da wird die 4 Tage W und homeoffce propagiert und gewählt

Gen Z

Dirk Meier
7 Monate zuvor
Antwortet  Tamara

Wo haben Sie nur solche Manieren gelernt? Ich hoffe nur, dass Sie keine Lehrkraft sind.

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Nö, hier sind inzwischen lauter Nervnasen unterwegs, die versuchen, das Lehrerbild weiter in den Dreck zu ziehen, indem sie Lehrkräfte als geldgierig und schülerphobisch darstellen (s. Homeschoolingforderungen, Homeofficeforderungen etc). Jeder echte Kollege weiß, dass bei voller Stelle eine Aufteilung „4 Tage Schule, 1 Tag Büro“ für ein komplettes Kollegium nicht machbar ist: bedeutet das bei einer Unterrichtsverpflichtung von 25h/Woche doch, 6 bzw. 7h pro Schultag zu unterrichten. Aufgrund der Verdichtung von 25h auf 4 Tage ein Ding der Unmöglichkeit für den Stundenplaner, dies für ein ganzes Kollegium abzubilden. Das bedeutet dann I.d.R. Unterricht von der 1. bis zur 8. Stunde mit entsprechenden Freistunden. Weiterhin sind (insbesondere mit zunehmendem Alter) 6 bzw. 7 Unterricht am Stück enorm anstrengend, und der Tag wird irre lang, da ja der Unterricht für den Folgetag mit 6 oder 7h vorbereitet sein will. Den freien Tag kann man für Korrekturen und das Vorbereiten von Klassenarbeiten etc. nutzen, aber ich persönlich wäre nach 4 Tagen mit je 6 oder 7h Unterricht einschließlich Vorbereitungen so platt, dass ich den freien Tag zum Erholen bräuchte.
„3 Tage Schule, 2 Tage daheim“ ist noch alberner: bedeutete dies doch, dass die Schüler regelmäßig 8 oder 9 Stunden hätten (das versucht man tunlichst bis zur 9. Klasse zu vermeiden), da die Lehrkräfte ja auf ihre 25h in 3 Tagen kommen müssen. Und das heißt dann viele Freistunden für die Schüler, abgesehen davon, dass Unterricht zu so später Zeit maximal sinnlos ist.

Hier schreiben immer mehr Sinnfrei – Trolls mit. Macht keinen Spaß mehr, sich hier auszutauschen. Ich vermisse Leute wie pit2020.

Manfred
7 Monate zuvor
Antwortet  Tamara

Homeoffice bedeutet übrigens auch Arbeiten. Die logische Konsequenz ist onlineunterricht. Eben Arbeit von Zuhause. Das will aber doch niemand.
Homeoffice bedeutet bei anderen AN: online Meetings, Telefonate, synchrone Bearbeitung von Dateien am Rechner. Und nicht „ungestörte Stillarbeit“.
Ich bin für ausreichen gut ausgestattete Büroarbeitsplätze für Leher an den Schulen!

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Manfred

Erklären Sie mir doch bitte, was Sie unter Onlineunterricht verstehen, damit ich nachvollziehen kann, was genau Sie damit meinen. Videokonferenzen? (Wo ist da der Vorteil für die SuS bzw. Lehrkräfte gegenüber Unterricht in Präsenz?) Aufgaben für zuhause mitgeben und hoffen, dass die SuS die Aufgaben bearbeiten? Wie soll da die Bearbeitung und das Verständnis sichergestellt werden (unter Beachtung der Tatsache, dass insgesamt beide Methoden – also Vermittlung in Präsenz und „Aufgabenunterricht einschließlich Auswertung/Ergebnissicherung“ – zeitlich denselben Umfang haben müssen)?
Unter „Onlineunterricht“ versteht jeder was anderes: bitte teilen Sie mir doch Ihre Vorstellung davon mit und erläutern Sie die Vor- und Nachteile für den Lerneffekt der SuS und die Arbeitserleichterung bei den Lehrkräften.
Vielen Dank, Mika

447
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Corona deckte nur auf, wie schlecht die Lernmoral und Durchsetzungsfähigkeit der aktuellen Verwahr-und-Betreuungsschule ist, die bei SuS und Eltern irgendwo zwischen Burger King und „mach mal ey!“ rangiert.

Lanayah
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Haben Sie Ihren Schülern Samstagsunterricht angeboten?

Sportlerin
7 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Sie bekommen wirklich keine jungen Bewerber, wenn sie ihre 40 Std. Woche hochalten.

Bei der Bahn wollen sie 32!

Tabea
7 Monate zuvor
Antwortet  Sportlerin

jo, sehe ich auch

Lanayah
7 Monate zuvor
Antwortet  Sportlerin

40 Std. Woche wäre ziemlich gut. Leider liegen wir drüber

Dirk Meier
7 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Warum sollte ich?

Lanayah
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Ich habe Ihren obigen Post so verstanden, dass Sie dies für nötig gehalten haben.

447
7 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Ich habe da einen super Vorschlag für Gutmenschen-Lehrer wie Sie:
Die „““Schüler“““ kommen zu Ihnen, die normalen Schüler die (im normalen Maß oder besser) lernen wollen kommen zu mir.

Deal?

ACH, das passt Ihnen nicht?
Ihre Moralmaßstäbe gelten also nicht für sie selbst?
Na, ganz große Überraschung…

P.S.: Ich bin LEHRER geworden, nicht SOZIALARBEITER oder Suchttherapeut oder Clown/Entertainer.

Dirk Meier
7 Monate zuvor
Antwortet  447

Scheinbar darf man in diesem Forum gezielt andere Teilnehmer beleidigen, ohne dass die Moderation eingreift.

447
7 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Da gebe ich Ihnen völlig recht – so ist das im Internet, mit den Reaktionen anderer muss ich dann wohl leben.

Riesenzwerg
7 Monate zuvor
Antwortet  447

Ich komme mit dem Zynismus prima klar.

Einfach köstlich 🙂

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  447

Inwiefern ist denn Dirk Meier ein „Gutmenschen-Lehrer“ (was genau soll das eigentlich sein?)?
Und was haben seine Argumente mit „ich bin Lehrer, kein Sozialarbeiter, …“ zu tun?
Ich finde seine Überlegungen eigentlich sehr vernünftig.

Wutbürger
7 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Und weil die Argumente von Drohne 447 😉 so unvernünftig sind (das wollten Sie doch eigentlich sagen), bekommt er auch regelmäßig so viele Daumen hoch… Wieviele bekommt eigentlich Meierchen?

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Wutbürger

Erstens sind mir die Daumen Wumpe, weil ich lieber selbst denke anstatt mich einer eventuellen Mehrheitsmeinung anzuschließen, zweitens habe ich zu den Argumenten der Drohne 447 überhaupt nichts geäußert, drittens sind Sie grottenschlecht im Erraten ungesagter Sätze und viertens: was hat Ihr Post mit meiner Frage an Drohne 447 zu tun?

Alexander
7 Monate zuvor
Antwortet  madame Teutorad

Homescooling verlangt ähnlich wie Homeoffice von den zu Hause lernenden/arbeitenden ein höheres Maß an Selbstkontrolle sowie Selbstorganisation.

Im Bereich der Oberstufe kann das als Methode/Hilfsmittel durchaus sinnvoll sein.

Aber mal ehrlich, welcher Mensch unter 14/15 hat diese notwendige Fähigkeiten?
Ich arbeite mit Älteren (bis 40) im Bildungsbereich zusammen, und selbst dort hat ca. die Hälfte nicht die notwendigen Fähigkeiten.

Abgesehen davon merkt man im Homescooling noch sehr viel mehr, das Klassengrößen von 12+ für eine signifikante Verschlechtung der Inhaltsvermittlung sorgt.

Vor den Lockdowns habe ich Homescooling sehr viel positiver gesehen. Inzwischen bin ich da, wie sagt man, ernüchtert.

Melusine
7 Monate zuvor

Es wäre interessant zu wissen, wie viele Lehrer für die Mitarbeit in bildungspolitische Projekten Anrechnungsstunden bekommen. Ich vermute einmal, dass es sich überwiegend um Seminarleiter für die Referendare handelt. Aber die Aufgabe können Lehrer ja auch nebenbei erledigen. Ich lese immer wieder, dass Lehrer von unterrichtsfernen Tätigkeiten entlastet werden sollen. In der Praxis sehe ich aber genau das Gegenteil. Es kommen immer wieder zusätzliche Aufgaben hinzu ohne jegliche Entlastung.

Beate
7 Monate zuvor

Wenn man Lehrer aus-, weiter-, fortbilden will, braucht man Ausbilder. Erfahrene Bäcker bilden den Bäckernachwuchs aus, erfahrene Lehrer den Lehrernachwuchs. Ausbilder müssen bezahlt werden. Das geschieht über Anrechnungsstunden. Viele Anrechnungsstunden sind ein Anzeichen dafür, dass viel aus- und weitergebildet wird. Eigentlich alles in Ordnung. Man muss nur akzeptieren, dass man nicht beides haben kann: Lehrer, die ausbilden und zugleich Schüler unterrichten. You can’t eat your cake and have it.

Brasilero
7 Monate zuvor
Antwortet  Beate

Sie eine Ausbildung vergessen. Die Ausbildung von Eltern. Niemand fragt und verlangt nach einer Qualifikation um ein Kind zu erziehen. Das Ergebnis sehen wir täglich in den Schulen. Kinder ohne Respekt, die bei jeder Kleinigkeit losschicken, die mit Messern auf Andere einstechen.
Das sind die bildungsfernen, beratungsresistenten KINDERPRODUZENTEN, die die Bezeichnung ELTERN nicht verdient haben.

Bjoern
7 Monate zuvor
Antwortet  Beate

Grundsätzlich ja, allerdings 2 kleine Aber:

Ein Teil der Anrechnungsstunde ist zweifelsohne in der Ausbildung des Nachwuchses gut aufgehoben. Aber auch hier ist Masse ungleich Klasse. Ich durfte vor kurzem einen Fachseminarleiter nach dem UB sagen hören, dass es ja nicht schlimm ist, wenn die Referendarin nicht so im Thema (ihres UBs!) stecke. Es ging um ein NaWi-Fach in der Mittelstufe…

Auch sind Abminderungsstunden nicht nur in den Seminaren drin. Ein nicht unerheblicher Teil steckt auch in den Ministerien. Und auch dort in Teilen nicht wegen einer bestimmten gefragten Qualifikation und deshalb besonders kompetent, sondern auch weil weggelobt oder „Irgendwas muss die Person ja tun wenn wir sie schon bezahlen“…

Ohne konkrete Zahlen (diverse Politiker lieben das) bleibt aber unklar, wohin die Stunden verschwinden.

E.RÜCKERT
7 Monate zuvor

Ich bin seit 48 Jahren ,ja genau,als Grundschullehrerin tätig und kann mir ein reales Bild machen von der gegenwärtigen Situation. Erst wenn wir ein fachkompetentes und engagiertes Bildungsministerium haben,wird sich die Situation ändern .Wir Lehrer sind nicht Spielball der Politiker!!! Das Bildungswesen gehört in die Hände von Wissenschaftlern. Wir haben davon hervorragende Leute.Nur Bauingenieure sind hier eine Fehlbesetzung.

Konfutse
7 Monate zuvor

Ich frage mich immer wieder, warum es nicht möglich ist, aus den Ministerien Mitarbeiter mit Lehrbefähigung wieder zurück in die Schule zu bringen? Da gibt es so manche Kandidaten in den RP, die wieder zurück in die Schule könnten. Mit diesen Lehrern könnte man bestimmt einigen Bedarf decken.

mama51
7 Monate zuvor
Antwortet  Konfutse

Ich frage mich immer wieder, warum es nicht möglich ist, aus den Ministerien Mitarbeiter mit Lehrbefähigung wieder zurück in die Schule zu bringen?

Naaaja!
Leider habe ich schon häufig die Erfahrung machen müssen, dass eben JENE nicht ohne Grund im SSA oder KM beschäftigt werden:
Es sind die „Wanderpokale“, die bereits an verschiedenen Schulen (zwangsversetzt) unterrichtet haben und erfahrungsgemäß eben nicht im normalen Unterricht eingesetzt werden können, weil sie nach Beurteilung durch die SL, das SSA, …tatsächlich einfach schlechte LK sind, die wirklich niemand im Unterricht braucht.
Sorry, aber es muss auch mal deutlich gesagt werden und nicht immer nur hinter vorgehaltener Hand … SOWAS GIBT ES, öfter, als man glaubt! 🙁 LEIDER!!!

Bjoern
7 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Aber sind diese Menschen denn an den Entscheidungsstellen wirklich besser aufgehoben? Oder macht man den Bock zum Gärtner.

mama51
7 Monate zuvor
Antwortet  Bjoern

Grins! Nein! Die, die ich kenne sind keineswegs an „Entscheidungsstellen“ eingesetzt… Meine Erfahrung!

Wutbürger
7 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Leider habe ich schon häufig die Erfahrung machen müssen, dass eben JENE nicht ohne Grund im SSA oder KM beschäftigt werden:
Es sind die „Wanderpokale“, die bereits an verschiedenen Schulen (zwangsversetzt) unterrichtet haben und erfahrungsgemäß eben nicht im normalen Unterricht eingesetzt werden können, weil sie nach Beurteilung durch die SL, das SSA, …tatsächlich einfach schlechte LK sind, die wirklich niemand im Unterricht braucht.

Könnten Sie eine kurze Anleitung geben, wie einem das gelingt ohne gefeuert oder disziplinar geahndet zu werden? Frage für einen Freund.

447
7 Monate zuvor
Antwortet  Wutbürger

Schliesse mich der Frage an.

Ach, halt Stop!
Irgendwer muss ja die echte Arbeit machen…obwohl…muss ich das sein?

Fragen über Fragen…

Wutbürger
7 Monate zuvor
Antwortet  447

Ihr Freund, 447, ihr Freund…nicht Sie!

mama51
7 Monate zuvor
Antwortet  Wutbürger

Eine Kurzanleitung gibt’s leider nicht…Darüber könnte ich ein Buch schreiben,… Es ist ein langwieriges Prozedere, dauert ggf Monate/ Jahre, man muss das Schulrecht sowie das Personalvertretungsgesetz gut kennen / studieren, braucht einen langen Atem, privat viel Zeit und, und,… In einem Fall, bei dem ich involviert war, habe ich meine gesamten Entlastungsstunden für den PR innerhalb eines Jahres bis zu meiner Pensionierung ( da waren es noch 12 Jahre…) quasi aufgebraucht.
Die Dame ist immer noch im
Staatsdienst…

Lisa
7 Monate zuvor

Schulpflicht aufheben und in eine Unterrichtspflicht verwandeln. Geht in Österreich doch auch, und die dortigen Kinder sind nicht ungebildeter als die hiesigen. Dann werden auch Stühle frei.

Esreicht
7 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Sehe ich auch so! Es gibt sicherlich Eltern, die privat zahlen können und wollen. Für die, die nicht selbst zahlen können, aber permanent im Unterricht stören, kommt eine extra Lehrkraft und macht 1zu1 Beschulung oder in einer kleinen Gruppe. Für deren Eltern-Bürgergeldempfänger wäre eine verpflichtende Arbeit notwendig. Das Geld geht in die Schulkasse oder für Privatlehrer. Die Kinder sind vom Grundbedürfnis her wissbegierig und brauchen Lernen. Hab ich schon mehrmals erlebt. Ein Störenfried im Fördern macht alles mit und kommt gerne wieder.

Alexander
7 Monate zuvor
Antwortet  Lisa

Wenn ich mir so die Wahlergebnisse anschaue und auch die aktuellen Demonstrationen, finde ich unsere Schulpflicht ziemlich gut.

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  Alexander

Ganz Ihrer Ansicht. Insbesondere völkische Siedler und andere dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnende Gruppierungen wie etliche Reichsbürgergruppierungen (unter anderem das Königreich Deutschland) versuchen, die allgemeine Schulpflicht durch eine Bildungspflicht ersetzen zu lassen, um ihre Kinder fern jeder Beeinflussung durch die Außenwelt ganz im völkischen Sinne zu erziehen. Das Trommeln hier im Forum dafür zeigt umso mehr, wo diese Strömungen überall ihre Krakenarme hin ausstrecken.

Wutbürger
7 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Sie kennen also all die Leute, die hier schreiben und ihre Motive? Also ich bin bestimmt nicht bescheiden, aber so vermessen sicher auch nicht.

Also ich finde es eher geistig arm, wenn man sich so erdreistet die Leute in Schubladen einzusortieren, anstatt ihnen, egal, ob man für oder gegen sie ist, argumentativ zu begegnen.

447
7 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Diese „völkischen Siedler“ (die als kaum messbare Deppenminderheit, von jedem verachtet, noch nicht einmal ihre komischen Dörfchen „frei“ von Leuten halten können, die dort aus Provokation/Aktivismus hinziehen, siehe ARD/ZDF) – DAS ist natürlich das Problem.
Die gerade deutschlantweit auftretetenden völkischen, vermummten und ein „göttliches Reich“ fordernden „Neulandbesiedler“ dagegen – DAS ist wiederum ganz was anderes.
Einfach, weil die äussere Erscheinung anders ist. Deswegen ist das eine eine total große Gefahr – das andere dagegen eher so ein „Ooopsi!“-Glitch und nichts hat mit nichts zu tun.

Witzig ist auch ihre Vorstellung, das staatliche Schulsystem im heutigen Zustand (zersetzt und kastriert bis zum Gehtnichtmehr) könnte echt extremen Minderheiten (echte Neo-NSler, Radikalchristen, strenggläubige Moslems) auch nur IRGENDWAS entgegensetzen … selbst bei Gewalttaten (gegen Mit-SuS oder Lehrkräfte) können Sie niemanden und nichts „rausschmeissen“, durchgreifen oder ähnliches.
Kinder, die einfach „nur“ dasitzen, nicht bombenfest belegbar einfach nur rafikal/extrem sind (bei uns z.B.: die Mädchen gehen Punkt 16 Jahre ab, sind Punkt 18 verheiratet, Punkt 18 Jahre und 9 Monate = erstes Kind) … da macht Schule garnix.

Die schon mehrfach hier gepostete Liste der „Begründungen“ erspare ich uns allen mal – Lehrkräfte kennen das Gelaber/System, Aussenstehende glauben es erfahrungsgemäß eh nicht.

Schule ist willentlich und wissentlich aus linker Ideologie heraus handlungsunfähig gemacht worden – einzige APO-Perspektive war „Autorität=böse, Schule zersetzen, um Staat anzugreifen, Schüler hat moralisch immer recht, Lehrer=böse.“

Jetzt ernten wir fleissig die faulen Früchte – … und gleichzeitig wird sich darüber beschwert…kann man sich nicht ausdenken.

Mika
7 Monate zuvor
Antwortet  447

Sie schreiben entweder in absoluter Ahnungslosigkeit oder mit dem Ziel, Anastasia-Bewegung, Fitzek und Konsorten zu unterstützen. Die versuchen nämlich aktiv, ihre Kinder dem Schulsystem zu entziehen, um sie stramm rechts, völkisch rein und antidemokratisch zu erziehen. Googeln Sie mal „Schetininschule“. Jede reguläre Schule, so grottig sie auch sein mag, bietet den betroffenen Kindern Kontakt mit vielerlei Weltbildern, und genau deshalb ist die Schulpflicht so wertvoll. Unterhalten Sie sich doch mal mit Aussteigern aus der rechten Szene über ihre Kindheit und Jugend, und welche Rolle Schule dabei gespielt hat. Sie wollen keine Parallelgesellschaften? Dann müssen Sie absoluter Verfechter der Schulpflicht sein.

Lehrer_X
7 Monate zuvor

Tja. Finde auch vieles an meiner Schule (und noch viel mehr am System) bescheiden. Probiere deswegen jetzt eine Privatschule aus … das warum und wie und überhaupt und wie man gegensteuern könnte, das fand ich bereits in anderen Kommentaren.

ExLehrerin
7 Monate zuvor
Antwortet  Lehrer_X

Probieren kann man immer. Ich hatte zwei Bekannte, die aus der privaten Schule gegangen sind, weil dort die Eltern Kunden sind und zahlen. Der Kunde ist König und der Lehrer nicht. Das heißt Notenstreit ist vorprogrammiert. Viel Glück. Vielleicht klappt es ja bei Ihnen.

Sandrina
7 Monate zuvor
Antwortet  ExLehrerin

Der Lehrer sollte nirgends König sein.
Und ich hoffe auch, das ist nicht die Erwartungshaltung oder das Selbstverständnis von Lehrern.