Pisa – GEW spricht von beschämenden Ergebnissen für die Schulpolitik

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FRANKFURT/MAIN. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mahnt mit Blick auf die ernüchternden Pisa-Befunde dringend eine konsequente individuelle Förderung der Kinder und jungen Menschen an. Dafür müssten die Anstrengungen, den Lehr- und Fachkräftemangel effektiv zu bekämpfen, deutlich erhöht werden. Zudem schlägt die GEW einen Masterplan gegen Bildungsarmut und soziale Ungerechtigkeit vor. Dass sich die Abhängigkeit der schulischen Leistungen der Kinder und Jugendlichen vom Elternhaus seit über 20 Jahren nicht verringert hat, bezeichnet die Bildungsgewerkschaft als „Skandal“.

„Für die Schulpolitik beschämend“: Anja Bensinger-Stolze, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes, Organisationsbereich Schule (Foto: GEW)

„Die Pisa-Ergebnisse sind für die Lebens- und Berufschancen vieler Schülerinnen und Schüler sehr problematisch, für die Schulpolitik beschämend“, sagte Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandsmitglied Schule, am Dienstag in Frankfurt a.M. „Deutschland hat seit Jahrzehnten sowohl ein Leistungs- als auch ein eklatantes Gerechtigkeitsproblem. Fatal ist: Nach einigen leichten Verbesserungen in den Pisa-Runden in den 2000er-Jahren sind wir ungebremst wieder auf dem Niveau von vor 22 Jahren angekommen. Das ist eine schulpolitische Bauchlandung.“ Bensinger-Stolze schlug unter anderem eine durchgängige Förderung der Grundkompetenzen vor, die weder nach der Grundschule noch vor dem Schultor aufhöre, und verlangte, soziale Hürden im Schulsystem abzubauen.

„Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat – als Reaktion auf die erste PISA-Studie in 2001 – den Fokus zu sehr auf das Thema ‚Qualitätsentwicklung und Standardisierung‘ gelegt und viel zu wenig auf andere Handlungsfelder wie die Sprach- und Leseförderung, die wirksame Unterstützung benachteiligter Kinder und die Ganztagsschulentwicklung gesetzt“, erläuterte die GEW-Schulexpertin.

„Es sind massive Anstrengungen notwendig, um viel mehr Lehr- und Fachkräfte zu gewinnen: Das Thema gehört ganz oben auf die Agenda!“

„Anstatt immer wieder die Alarmglocken neu zu läuten und das ‚Scheitern‘ von Schülerinnen und Schülern zu beklagen, müssen wir die Fehler im System analysieren – und beheben“, betonte Bensinger-Stolze. Mit Blick auf die frühe Selektion, die sozial ungerechte Finanzierung des Schulsystems und den eklatanten Personalmangel unterstrich sie: „Der ‚Output‘ wird nicht besser, wenn der ‚Input‘ nicht stimmt. Die Schülerleistungen werden sich nie in der Breite verbessern, wenn wir die Kinder weiterhin so früh auf hierarchische Schulformen aufteilen. Es ist ein Fehler zuzulassen, dass sich soziale und personelle Probleme in bestimmten Schulen stark konzentrieren. Wer hier zu wenig unternimmt oder gar spart, muss sich nicht wundern, dass so viele Schülerinnen und Schüler durchs Netz fallen und später Fachkräfte fehlen“, sagte die GEW-Expertin. Das Startchancenprogramm der Bundesregierung sei nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“, wenn es nicht verstetigt und Teil des Systems werde.

Hintergrund: 4000 Schulen in Deutschland mit rund einer Million Schülerinnen und Schülern können in den kommenden Jahren mit spezieller staatlicher Förderung in Milliardenhöhe rechnen (News4teachers berichtete). Die nach monatelangen zähen Verhandlungen zwischen Bundesbildungsministerium und den Kultusministern erzielte Verständigung sieht vor, dass der Bund den Ländern ab Sommer 2024 zehn Jahre lang jährlich zusätzlich eine Milliarde Euro zur Verfügung stellt. Die Länder sollen diese Bundesförderung mit bestehenden oder zusätzlichen Mitteln in gleichem Umfang ergänzen. Zehn Prozent aller Schulen und Schülerinnen und Schüler könnten so durch bessere schulische Sozialarbeit, zusätzliche pädagogische Fördermaßnahmen und eine bessere Ausstattung der Schulen unterstützt werden, heißt es.

„Die unzureichenden Matheleistungen spiegeln den Lehrkräftemangel wider. Laut der in der Pisa-Studie befragten Schulleitungen hat sich der Anteil der Schulen, die über Lehrkräftemangel oder ungenügend ausgebildete Lehrkräfte klagen, seit 2018 deutlich erhöht“, hob Bensinger-Stolze hervor.

„Es sind massive Anstrengungen notwendig, um viel mehr Lehr- und Fachkräfte zu gewinnen: Das Thema gehört ganz oben auf die Agenda!“ Zudem müsse die Debatte über die Qualität von Schule über das Prüfen und Vergleichen von Leistungen hinausweisen. „Schulqualität muss genauer daraufhin untersucht werden, wie gut die Schule alle Kinder – unabhängig von deren sozialer Lage oder Wohnort – fördert, wie bedarfsgerecht Ressourcen und Personal verteilt und wie gut Lern- und Arbeitsbedingungen ausgestaltet sind. Gute Bildung und gute Arbeit sind zwei Seiten einer Medaille“, betonte die Schulexpertin. News4teachers

Neuer Pisa-Schock: Deutsche Schüler schneiden so schlecht ab wie nie – nicht nur wegen Corona

 

 

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Clara
2 Monate zuvor

Ich nehme den Artikel für den Deutschunterricht, um zu veranschaulichen, was eine Phrase ist.

Inselbegabung
2 Monate zuvor
Antwortet  Clara

Sehr gut.

JoS
2 Monate zuvor

Dass der Fokus zu sehr auf „Qualitätsentwicklung“ und Standardisierung gelegt wurde, wird wohl fast jeder gerne bestätigen, der im schulischen Bereich tätig ist. Ob noch mehr Ganztag die richtige Antwort sein kann, wenn wir jetzt schon einen gewaltigen Fachkräftemangel haben, sei mal dahingestellt.
Mein Vorschlag wäre, endlich mal die Lehrpläne zu entrümpeln und wieder weg von standardisierten Abschlussarbeiten zu gehen, um mehr individualisierte Förderung anstatt Bulimie-Lernen zu ermöglichen.

Konfutse
2 Monate zuvor
Antwortet  JoS

So lange ich als Lehrerin alles andere als Lehre und Bildung vermitteln muss, kann es nicht besser werden. Da helfen auch entrümpelte Lehrpläne nichts. Wir müssen uns endlich wieder auf unser Kerngeschäft konzentrieren dürfen und sollten eigentlich nicht auf den Nebenschauplätzen verheizt werden.

JoS
2 Monate zuvor
Antwortet  Konfutse

Sag ich ja: Unser Kerngeschäft ist Bildung und Erziehung, darauf würde ich mich gerne konzentrieren. Stattdessen muss man die Kinder ohne Rücksicht auf individuelle Unterschiede auf standardisierte Abschlussarbeiten trimmen. Das führt gleichzeitig zu Unter- und Überforderung.

Riesenzwerg
2 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Und in diesen Abschlussarbeiten wird – völlig unfassbar bei dem Gedanken an „Abholen“ und „nicht zurücklassen“ – jedem dieselbe, undifferenzierte Arbeit vorgesetzt!

NTA nur bei LRS-lern im Notenschutzsinn von Herausnahme der Rechtschreibleistung – keine Rede davon, dass der Text vorgelesen werden darf (da hatten sie ein Recht drauf – in a l l e n Fächern) oder einer verlängerten Bearbeitungszeit.

Manchmal kommt jemand vom Zentrum mit Förderschwerpunkt Sehen und kopiert die Arbeit auf A3. Hier darf auch länger geschrieben werden.

Manchmal ist eine Wörterliste dabei, damit Schüler mit Migrationshintergrund Gelegenheit haben, diese Wörter vorab zu übersetzen….

Inzwischen hat sich immerhin herumgesprochen, dass Texte, in denen es um Gefühle geht, für Autisten nicht verständlich sind.

Also ehrlich – Hut ab vor soviel keiner Differenzierung und den zugestandenen Nachteilsausgleichen.

Prima Vorbildfunktion – zum Kopfschütteln, versteht sich.

GriasDi
2 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Bulimielernen, wieder so eine Phrase. Ich kann es nicht mehr hören. Keine Lehrkraft verbietet den Kindern kontinuierlich zu lernen, im Gegenteil. Bulimielernen resultiert aus Faulheit. So lange es die Menschen gibt, so lange wird es Prokrastination und damit Bulimielernen geben, egal wie entrümpelt die Lehrpläne sind. Auch wenn die Lehrpläne auf 10% reduziert würden, würde es immer noch Bulimielernen geben.

JoS
2 Monate zuvor
Antwortet  GriasDi

Voll an meinem Punkt vorbei. Anstatt wie früher Bildung zu vermitteln, müssen wir die Kinder und Jugendlichen heute trotz vieler in den letzten Jahren dazugekommener Aufgaben mit genauso vollen Lehrplänen auf standardisierte Abschlussarbeiten trimmen. Die zusätzlichen Aufgaben werden nicht mehr so schnell verschwinden, also müssen wir auf der anderen Seite etwas wegnehmen.

Riesenzwerg
2 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Standardisierung und Individualisierung schließen sich aus.

Nur unsere hochbezahlten, bildungs- und realitätsfernen (emigrierten?!) KuMis haben das noch nicht verstanden.

Ob sie den Text lesen mussten? Oder wurde er ihnen vorgelesen?

Da wird bestimmt auch kräftig, aktiv und nachdrücklich weggehört.

Hans Malz
2 Monate zuvor

Die frühe Selektion und das gegliederte Schulsystem sind schuld – laaaangweilig!
Vielleicht ist das Geschwätz der GEW auch nicht ganz unbeteiligt.

Müllerin
2 Monate zuvor
Antwortet  Hans Malz

Dass so honorige Länder wie Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Norwegen, USA bei der Mathematik HINTER Deutschland rangieren und Neuseeland sowie Schweden ganz knapp davor, das interessiert ja auch niemanden von den Propagandisten. Alles Länder ohne gegliedertes Schulsystem. Und das reiche Land Norwegen mit geringen sozialen Gegensätzen ist dabei.

ed840
2 Monate zuvor
Antwortet  Müllerin

Schweden liegt vermutlich aber auch nur etwas besser, weil dort ca. dreimal so viele Schüler aus der Stichprobe aussortiert wurden wie in DE. In Neuseeland schneiden die Schüler mit Migrationshintergrund übrigens deutlich besser ab als die ohne.

Inselbegabung
2 Monate zuvor

Naja, da möchte ich aber auch die GEW mit ins Boot holen, die bei allen Schulreformen mit darauf gesetzt hat, dass Lernen Spaß machen soll und trotz aller Reformen macht es den meisten Kindern keinen Spaß, weil sie Dinge tun müssen, die sie in dem Moment gerade nicht tun wollen. So ist das nunmal in der Schule und später im Arbeitsleben ja auch. Ich kann aber auch etwas Gutes an diesem PISA-Schock finden. Nach dem ersten PISA ist soooo viel verändert worden an den Schulen und uns ist soooooooo viel gesagt worden, wie schlecht die alten Methoden seien und nun zeigt sich, all die neuen Methoden taugen auch nichts und die ganze „Spaßbetonung“ am Lernen führt auch nicht zu besseren Ergebnissen. Meiner Meinung muss nämlich einfach auch mal gelernt werden. Und geübt werden. Und das ganz viel. Corona hat damit sehr wenig zu tun! Das ist klar.

Tigerente
2 Monate zuvor

Die GEW steht dafür, dass nach der ersten PISA-Studie an den deutschen Schulen vieles umgekrempelt wurde, was sich alles nicht bewährt hat und zu nur noch schlechteren Lernergebnissen führte. Wann wachen die da endlich mal auf?!?

Lehrerin
2 Monate zuvor
Antwortet  Tigerente

Ob man aus ideologischen Grenzen und Theorien je aufwacht? Deshalb müssen die Lehrkräfte an der Basis aufwachen und sehen, dass diese GEWerkschaft so schnell als möglich verlassen müssen. Es gibt in den verschiedenen Schularten sehr wohl Alternativen, deren Ziele angemessener, deren Leistungen, was Versicherungen usw. angeht, gleichwertig und deren monatliche Beiträge nur gut halb so hoch sind wie bei der GEW! Jedes nicht ideologisch verblendete Mitglied sollte sich mal informieren, da gehen die Augen auf!

Wasserzeichen
2 Monate zuvor

Die GEW sagt einfach nur, was sie immer gesagt hat und sowieso gesagt hätte. Wir brauchen endlich eine andere Gewerkschaft !

Riesenzwerg
2 Monate zuvor
Antwortet  Wasserzeichen

Man kann auch selbst eine gründen….

Sepp
2 Monate zuvor

„Die Schülerleistungen werden sich nie in der Breite verbessern, wenn wir die Kinder weiterhin so früh auf hierarchische Schulformen aufteilen.“

Wenn wir Schüler NICHT nach Leistung aufteilen und ihren Kenntnissen entsprechend fördern, schwächen wir alle an sich guten Schüler und verlieren dennoch die sehr schwachen Schüler. Das sehen wir gerade.

Das bedeutet nicht, dass ein gemeinsames Unterrichten mit deutlicher Binnendifferenzierung nicht theoretisch möglich wäre. Das geht aber in der Praxis nur, wenn man kleine Klassen, Lernbegleiter, Sonderpädagogen und Unterricht im Tandem ermöglichen kann.

Olteho
2 Monate zuvor

2014 Einführung Inklusion (ohne vorher entsprechende personelle und konzeptionelle Voraussetzungen zu schaffen – der Regelfall: die Lehrkraft in der Klasse macht das irgendwie mit. Idee Schulpolitik: „ die Lehrer brauchen einfach mehr Fortbildung, damit Sie wissen wie es geht und dann wird das schon…“)
seit 2015 (Syrienkrieg) unkontrollierte Zuwanderung (keine Steuerung, schwache Konzepte, schulpflichtige Kinder werden auf die Schulen verteilt (Schulpflicht ‍♂️) – Regelfall: in vielen (an einigen Schulen in allen ) Stunden sind die Kinder einfach auch in den Klassen und sollen „im Rahmen eines sprachsensiblen Fachunterrichts in der Klasse gefördert“ werden. Idee der Schulpolitik: „die Lehrer müssen nur ausreichend fortgebildet werden, dann klappt das mit der Integration schon…“)
Um 2013: nahezu flächendeckende Nutzung von Smartphones oder Tablets ( scheint sich irgendwie negativ auszuwirken auf die Lernleistung…). Idee der Schulpolitik: „ die Schulen sollen mal Medienkonzepte erstellen – äh ja und natürlich die Lehrer in dem Bereich ausreichend fortbilden, dass sie da mal was tun können…“
Edle Aufgabe von Schulleitung: Schul- und Personalentwicklung so steuern, dass es dann irgendwie passt .
Ja – es gab dann 2020 auch Corona, aber da war der Kahn schon leckgelaufen und der Lehrermangel resultiert auch aus den Anforderungen der Schulpolitik an die Lehrer…

Lisa
2 Monate zuvor
Antwortet  Olteho

Corona legte den Finger in die Wunde: Nicht nur Bildungs – auch Gesundheitssystem.

Rüdiger Vehrenkamp
2 Monate zuvor

Von außen betrachtet hat doch all das Herumdoktorn an Schulen und Schulformen in den letzten Jahren den gegenteiligen Effekt gehabt: Nichts hat sich verbessert, die Leistungen werden von Studie zu Studie schlechter und Bundesländer wie BW mit einem einst guten Bildungssystem, werden seit Einführung der Gemeinschaftsschule unter grün-rot im Jahr 2012 auf die hinteren Plätze durchgereicht.

Da ich kein Lehrer bin, kenne ich diese Gewerkschaft hier nicht im Detail. Nur klingt es nicht so, als sei die „GEW-Bildungsexpertin“ jüngst an einer Schule gewesen. Da traue ich dem Mathelehrer meiner Tochter mehr zu, ein Bildungsexperte zu sein. Er muss täglich all den Käse umsetzen, den sich „Experten“ ausdenken… Wenn ich daran denke, wie meine Kinder in der Grundschule dem Schreiben nach Gehör ausgesetzt waren und uns die Grundschullehrerin fast anflehte, zuhause keine Rechtschreibung zu üben, um den Kindern den Spaß am Schreiben nicht zu nehmen… Ein Glück haben meine Frau und ich nicht auf sie gehört. Bei einem Klassenschnitt im Viererbereich bei Rechtschreibarbeiten, bringen keine Kinder 2er mit nach Hause.

Kaffeetasse
2 Monate zuvor
GS in SH
2 Monate zuvor
Antwortet  Kaffeetasse

Leider nur ein Teil eines guten Beitrags der Tagesschau.
Es fehlt z.B. dass die Lehrerin sagt, dass sehr großen Wert auf Leistung und Wettbewerb gelegt wird.
Dass Kinder, die die Klasse aufhalten, herausgezogen und getrennt unterrichtet werden.
Dass großen Wert auf häusliches „Büffeln“ gelegt wird. Kinder, bei denen das nicht klappt, kommen nachmittags zur Schule, wo sie dann unterstützt werden.

GriasDi
2 Monate zuvor

Zitat:
„Die Schülerleistungen werden sich nie in der Breite verbessern, wenn wir die Kinder weiterhin so früh auf hierarchische Schulformen aufteilen.“

Warum nicht? Bayern liefert den Gegenbeweis. Jetzt wird wieder um Strukturen gefeilscht. Laut Hattie spielen die gar keine große Rolle. Also wieder Energie in Diskussionen verschwenden, die wenig bringen. Es muss wieder ein anderes Verständnis von Schule her. Schule nicht nur als Betreuungsort sondern als Lernort, an dem es auch wieder normal wird und nicht als Unverschämtheit angesehen wird, dass Leistung gefordert wird. Mittlerweile wird es ja als Unverschämtheit angesehen, wenn Lehrkräfte auf die Erledigung von Aufgaben bestehen. Die Entschuldigung der Eltern bzw dere Vorwürfe, was man sich denn da erlaubt, wenn man etwas (Leistung, Hausaufgaben, …) einfordert, sprechen Bände.

GriasDi
2 Monate zuvor

Ich Frage mich, warum wir in Deutschland nicht auch mal aus den Erfahrungen in anderen Ländern lernen? Aber Nein, wir sind Deutschland, wenn wir etwas machen, machen wir es bestimmt besser als die, die mit verschiedenen Maßnahmen gescheitert sind.
Empfehlenswerte Literatur: Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen.

SoBitter
2 Monate zuvor

Wir brauchen eine echte Gewerkschaft für Lehrerinnen und Lehrer. Die GEW ist das nicht!

Lehrerin
2 Monate zuvor
Antwortet  SoBitter

Ich ergänze: Für Lehrkräfte, die auch lehren wollen, die Kindern Wissen vermitteln wollen statt leerer „Kompetenzen“! Die Ansicht, dass man Kinder – insbesondere jüngere – schon von Anfang an selbst bestimmen lassen soll, was sie heute wann wie wo lernen, ist eine totale Überforderung und Fehleinschätzung durch die Verfechter der „Lernbegleitung“ in Gemeinschaftsschulen: Woher sollte ein Kind denn überblicken können, was die Grundlage, das Fundament der schulischen Bildung darstellt? Was brauche ich, um darauf aufbauen zu können? Wieviele Pfeiler an Wissenschaft sind notwendig, um dann spezielle Kenntnisse daran vernetzen zu können? Jedes Netz ohne Haltepunkte bricht zusammen. Wir brauchen Lehrkräfte, die Kindern das Grundwissen vermitteln, auf das sie nicht verzichten können, und das muss sitzen, dazu gehört Üben und Wiederholen, Korrigieren und Überprüfen. Lauter Dinge, die nicht immer spaßig sind, aber seit Jahrhunderten erfolgreich! Aber die sogenannte “ Bildungsgewerkschaft“ lehnt das als vorgestrig ab. Kein Wunder, dass die Bildung immer mehr den Bach runter geht! Lesetipp: Konrad Paul Liessmann: „Theorie der Unbildung“, „Praxis der Unbildung“, „Bildung als Provokation“. Besser als in diesen Büchern wird die Haltung, die Zielrichtung dieser „Unbildungsgewerkschaft“ nirgends entlarvt… Diese Werke sollten Pflichtlektüre für alle Lehrkräfte sein

Tagträumerin
2 Monate zuvor

Sorry, aber die Abhängigkeit vom Elternhaus lässt sich nicht komplett lösen. Wer von Haus aus nicht lernt, dass man sich auch mal auf den Hosenboden setzen und Dinge tun muss, auf die man keine Lust hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit am Schulsystem und im Berufsleben scheitern.