„Das ist fast eine kleine Revolution“: Erstes Bundesland geht die Erfassung der Arbeitszeit von Lehrkräften an

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BREMEN. Wie viel arbeiten Lehrkräfte? So ganz genau weiß das niemand. Denn die Arbeitszeit im Schuldienst wird bislang nicht aufgezeichnet. Das soll sich ändern – im ersten Bundesland jedenfalls: Der Stadtstaat Bremen will mit ausgewählten Pilotschulen an einem Projekt der Telekom Stiftung zur Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte teilnehmen. Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Arbeitszeiterfassung.

Auch die Arbeit von Lehrkräften zu Hause muss erfasst werden. Illustration: Shutterstock

„Unsere Lehrerinnen und Lehrer leisten tolle Arbeit. Jeden Tag. Bei der Frage der Arbeitszeiterfassung gibt es Nachholbedarf, weil der Beruf der Lehrerin und des Lehrers längst nicht mehr dem tradierten Rollenverständnis entspricht“, sagt Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD). „Für unsere multiprofessionellen Teams an Schule brauchen wir moderne Arbeitszeitmodelle, die gerecht und flexibel sind. Das ist fast eine kleine Revolution.“

Der Bremer Senat hat in seiner Sitzung den Vorstoß der Senatorin für Kinder und Bildung zur Arbeitszeiterfassung begrüßt, gemeinsam mit den Interessenvertretungen neue Arbeitszeitmodelle in Schulen zu entwickeln und einzuführen.

Aus der Perspektive des Senats besteht aus unterschiedlichen Gründen ein Anpassungsbedarf. Zum einen aufgrund der veränderten Rechtslage infolge der europäischen Rechtsprechung. Zum anderen aber vor allem auch deshalb, da Schule sich in den letzten Jahren sehr stark verändert hat und weiter verändern wird. „Ganztag, Inklusion, multiprofessionelle Teams, Digitalisierung und KI sind Begriffe, die tiefgehende Veränderungsprozesse illustrieren“, so heißt es in einer Pressemitteilung.

„Wie mit Blick auf den bundesweiten Lehrkräftemangel ein neues, zeitgemäßes Modell aussehen könnte, ist eine wesentlich schwierigere Frage“

Das derzeit eingesetzte Deputationsmodell orientiere sich im Grunde aber nur an der Zahl der erteilten Unterrichtsstunden und hat sich im Prinzip und im Gegensatz zum schulischen Alltag seit 150 Jahren kaum verändert. „Dass hier Raum für Innovation besteht, erschließt sich auf den ersten Blick. Wie aber auch mit Blick auf den bundesweiten Lehrkräftemangel ein neues, zeitgemäßes Modell aussehen könnte, ist eine wesentlich schwierigere Frage. Trotzdem – oder gerade deshalb – wird Bremen hier vorangehen und in einem transparenten und partizipativen Prozess gemeinsam mit den Interessenvertretungen eine Lösung erarbeiten“, so heißt es weiter. Die länderübergreifende Kommunikation sei dabei für ein möglichst gemeinsames Vorgehen der Bundesländer wichtig, „ein Bremer Sonderweg ist nicht geplant“.

Die Frage, inwieweit das Urteil des EuGH zur Arbeitszeiterfassung auch auf Lehrkräfte anzuwenden ist, werde aktuell in der Kultusministerkonferenz noch kontrovers diskutiert, so Aulepp. Die KMK hatte im vergangenen Jahr einen Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geschrieben, Lehrkräfte von der geplanten Regelung auszunehmen. Sie war damit zwar abgeblitzt. Auf die Umsetzung der Pflicht zur Arbeitszeiterfassung warten Lehrkräfte in ganz Deutschland aber noch immer – obwohl das Bundesarbeitsgericht das EuGH-Urteil mittlerweile bestätigt hat.

Deshalb sei Aulepp mit den Interessenvertretungen der Schulbeschäftigten im Gespräch, um bis zum Sommer einen Projektauftrag zur Lehrerarbeitszeiterfassung abzustimmen und möglichst zum nächsten Schuljahr zu starten. „Bereits in der Vergangenheit haben erste Schulen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ein Arbeitszeitmodell zu erproben, das bei der Aufteilung der Arbeitszeit der Lehrer und Lehrerinnen eher von den Jahresarbeitszeiten der Lehrer und Lehrerinnen ausgeht. Die jeweiligen Arbeitszeitmodelle orientieren sich an den Vorgaben der Präsenzzeitverordnung, was vor allem eine weitgehende Verlagerung der Arbeitszeit von Lehrkräften in die Schule bedeutet“, so heißt es in der Pressemitteilung.

Die Telekom Stiftung hatte im vergangenen Jahr eine Expertise des Strategieberaters und früheren Berliner Staatssekretär für Bildung Mark Rackles herausgegeben. Ergebnis: Das in Deutschland vorherrschende Arbeitszeitmodell für Lehrkräfte ist ungerecht, unflexibel, ineffizient und tendenziell überlastend (News4teachers berichtete). News4teachers

Zwei Lehrkräfte ziehen vor Gericht, weil sie zu lang arbeiten müssen – ihr Ziel: Eine Erfassung der Arbeitszeit im Schuldienst

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Realist
4 Monate zuvor

Komisch, was im „wirtschaftlichen schwachen“ Bundesland Bremen so alles geht: Digitale Endgeräte für alle und jetzt sogar Arbeitszeiterfassung. Sollten sich andere Bundesländer einmal eine dicke Scheibe von abschneiden: Subventionierung der Wirtschaft und Prestigeprojekte sind nicht alles…

dauerlüfterin
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Von deren Ergebnissen in den Schulvergleichsstudien möchte sich wohl kein Bundesland eine Scheibe abschneiden…

Mariechen
4 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Woran man sieht, dass Vergleichsstudien schwierig einzuordnen sind (siehe Pisa).

Mariechen
4 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Auch die Daten, die aus PISA gewonnen werden, sind nicht so einfach vergleichbar.
Hat aber mit dem Thema des Artikels nichts zu tun.

ed840
4 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Das BIP pro Kopf ist m.W. in Bremen höher als im „wohlhabenden Flächenland“ Bayern. An Finanzmitteln pro Kopf stehen Bremen nach Durchführung des Länderfinanzausgleichs auch deutlich mehr EUR zur Verfügung als Bayern.

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Und wer soll jetzt vom Starnberger See an die Unterweser umgesiedelt werden?

ed840
4 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Das sagt u.a. aus, dass die Politik in Bremen pro Einwohner wesentlich mehr Geld investieren kann als es in Bayern der Fall ist. Beim Medianeinkommen liegt Bremen im Bundesländerranking auf Rang 7 noch vor RLP, NS, SH usw. .

Unfassbar
4 Monate zuvor

Ich prognostiziere den Verlauf:

Die Erhebung läuft wie geplant durch
Die zuständigen Politiker kriegen Ohrenschlackern
Die zuständige Politiker definieren „Arbeit“ bei Lehrer so streng, dass sich nicht viel ändern wird, beispielsweise durch sehr knappe Korrekturzeiten (Leistungskursklausur in 20-30 Minuten, was selbst in Mathematik kaum machbar ist).

Zack fertig, Arbeitszeiterfassung ohne Mehrkosten umgesetzt

Anne
4 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich prognostiziere weiter: die Arbeitsbelastung der Kollegen wird sich keinesfalls verbessern durch die Erfassung. Wenn ich schon „Arbeitszeitmodell“ lese, kann das nichts Gutes bedeuten.

Antonialt686@gmail.com
4 Monate zuvor
Antwortet  Anne

Was ich hier nicht verstehe
So viele jammern , es wäre in der freien Wirtschaft besser
Warum sind die dann Lehrer?
Es gibt derzeit genug Stellen, bei denen es Zeiterfassung gibt und in denen man geregelter arbeiten kann

Ich nehme Überstunden gerne in Kauf, weil ich sie daheim machen kann und weitestgehend nur für meinen Unterricht und Vertretung da sein muss
Das einzige was man regeln sollte, wäre die Begrenzung von Vertretungen
Wir arbeiten bei uns nämlich nur für die Statistik
Da werden Stunden gedreht und geschoben, nur das man am Ende sagen kann, es hat kein Ausfall gegeben
Und das ist organisatorisch oft eine enorme Mehrbelastung und nützt niemandem etwas

Mariechen
4 Monate zuvor

Was ich nicht verstehe
So viele jammern, es wäre besser als Beamter
Warum sind die dann keine Lehrer, sondern in der freien Wirtschaft?
Und was ich auch nicht verstehe: warum streiken aktuell so viele Menschen? Sollen die doch einfach den Job wechseln…
Liebe Antonia, man kämpft für bessere Arbeitsbedingungen und Gerechtigkeit im Job.

Egvina
4 Monate zuvor

Ganz ernstgemeint hoffe ich für Sie, dass das wirklich nur ein Nick ist und Sie nicht Ihre Mailadresse bei E-Mail und Nick eingegeben haben.

JoS
4 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Sie haben schon verstanden, dass es hier nicht um ein Modell Hamburg 2.0 geht, sondern um eine Erfassung der realen Arbeitszeit?

Anne
4 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Nein, es geht darum, mit Hilfe der Arbeitszeiterfassung „gemeinsam mit den Interessenvertretungen neue Arbeitszeitmodelle in Schulen zu entwickeln und einzuführen.“

JoS
4 Monate zuvor
Antwortet  Anne

Falsch. Basis muss immer die individuelle Arbeitszeiterfassung sein, das ist rechtlich vollkommen klar. Es mag ein bisschen dauern, bis dieser Anspruch juristisch durchgesetzt wird, aber darauf läuft es unweigerlich hinaus.

Antonialt686@gmail.com
4 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Die individuelle Arbeitszeit kann man gar nicht erfassen
Dann würde es Menschen geben, die unzählige Überstunden hätten, nur weil sie einfach sehr lange für alles brauchen

Wenn die Politik handelt, verspricht sie sich was davon
Daher finde ich diesen Optimismus so unangebracht
Super ich darf in Zukunft wahrscheinlich noch daran denken jede meiner Arbeit zeitlich zu erfassen
Und was zählt eigentlich dazu
Als Wirtschafts- und Politiklehrer muss man ja ständig auf dem Laufenden sein
Also ist Zeitung lesen und Berichte ansehen ja keine Freizeit oder etwas doch?
Der Geschichtslehrer der Recherche betreibt, macht das ja eigentlich auch nicht in seiner Freizeit
Damit wird es ständige Rechtfertigungen geben und am Ende wird die Stunde im Unterricht mit ein wenig Vorbereitungszeit das einzige sein, was wir erfassen dürfen
Dann bleibt auch noch Luft, damit wir am Ende statt 25 Stunden , 30 Stunden unterrichten dürfen
Und dann am Ende bitte nicht jammern

Anne
4 Monate zuvor

Die individuelle Arbeitszeit kann man gar nicht erfassen.“ Hm, da frage ich mich doch, wie das all die Firmen in der berühmten freien Wirtschaft so hinkriegen. Oder wie die Arbeitszeiterfassung in jedem x-beliebigen Verwaltungsbüro funktioniert.

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  Anne

Anwesenheit wird oft mit Arbeitszeit verwechselt…

Ich frage mich, wie das in den obersten Führungsebenen laufen würde….

Auch bei unseren KuMis!

JoS
4 Monate zuvor

Ich kann Ihre Ausführungen nicht nachvollziehen. In praktisch jedem abhängigen Beschäftigungsverhältnis wird die individuelle Arbeitszeit erfasst und selbstverständlich gibt es auch da „Highperfomer“ und „Lowperformer“ und alles dazwischen.
Auch Ihre Schwierigkeiten bei der Definition von Arbeitszeit sind an den Haaren herbeigezogen. Wenn ich als Deutsch-Lehrkraft eine Lektüre lese, die im nächsten Abiturjahrgang behandelt wird, ist das selbstverständlich Arbeitszeit. Wenn ich ein Buch aus privatem Interesse lese, das in keinem KC auftaucht und auch nicht im Jahresarbeitsplan meiner Schule steht, dann ist das Privatvergnügen.
Ähnlich in Fächern wie Politik oder Geschichte: Suche ich gezielt nach einem Text für eine Klausur, ist das doch etwas anderes, als wenn ich aus Eigeninteresse die Zeit lese.

Herbert Klein
4 Monate zuvor

Die individuelle Arbeitszeit kann man gar nicht erfassen

Komischerweise zeigen viele Unternehmen und Behörden, dass das möglich ist.

Dann würde es Menschen geben, die unzählige Überstunden hätten, nur weil sie einfach sehr lange für alles brauchen“

Das sind/wären keine Ausreden, die man nur im Bereich Schule gelten lassen kann, sondern in allen Bereichen des beruflichen Lebens; Ganz offensichtlich wird das Argument bei anderen Unternehmen und Behörden auch nicht gelten gelassen

Als Wirtschafts- und Politiklehrer muss man ja ständig auf dem Laufenden sein

Nach ihren bisherigen Einwürfen zu urteilen: wow, einfach nur wow. Wenn das stimmen sollte, wow. Ich bin sprachlos (und das ist nicht als Kompliment gemeint).

Herbert Klein
4 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Es mag ein bisschen dauern, bis dieser Anspruch juristisch durchgesetzt wird“

Juristisch ist das bereits geklärt. Man muss sich eher fragen was für ein Schweinesystem (Schulsystem als Arbeitgeber) es ist, wenn man versucht den rechtlichen Anspruch seiner Mitarbeiter (für die man eine Fürsorgepflicht! hat) durch mutwillige juristische Verschleppung zu verzögern.

Wie würden Behörden wohl reagieren, wenn ein Unternehmen sich erdreisten würde, das mit seinen Mitarbeitern und den vorenthaltenen Sozialbeiträgen und Steuern (z.B. durch nicht angerechnete Überstunden) zu wagen. Da würden vermutlich sogar die Handschellen klicken.

JoS
4 Monate zuvor
Antwortet  Herbert Klein

Geklärt bedeutet nicht durchgesetzt. Aber ja, ich bin ansonsten vollkommen bei Ihnen.

Blau
4 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Mit welchen Konsequenzen ?

Der Zauberlehrling
4 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Beziehen sich die 20-30 Minuten auf den kompletten Satz oder auf eine Arbeit?

Es liegt an uns, wie wir Klausuren gestalten. 60 Minuten reichen auch.

Probeabiturklausuren im Abiturumfang? Abgelehnt. Kann jeder selbst daheim veranstalten.

dauerlüfterin
4 Monate zuvor

Nur blöd, wenn genau diese Probeabiturklausuren in der entsprechenden Verordnung verpflichtend festgelegt sind…

JoS
4 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Die schicken wir dann einfach an die vorgesetzte Schulbehörde oder das KM, vielleicht findet sich dort auch jemand zum Korrigieren.

dauerlüfterin
4 Monate zuvor
Antwortet  JoS

So viele können dort bestimmt nicht korrigieren. Sind doch auf Parteiticket dort reingekommen. Mit Master Politikwissenschaft und so.
Ist aber, nachdem ja schon A15er, die im KM um Auskunft nachsuchen, eins aufs Haupt kriegen, von wegen Dienstweg nicht eingehalten, eine lustige Idee:
Dienstweg über Schulleitung würde für so einen Korrekturstapel flachfallen, das geht nicht weiter. Also postalisch direkt ans KM und den Minister, mit der Bitte um Korrektur und Rückgabe mit Deadline. Der Minister kriegt das nie zu Gesicht. Ginge dann wohl an die Fachabteilung, die mit Begleitschreiben zurückschickt und sanktioniert bzw. Sanktionen in Auftrag gibt. Habe keine Idee, was so eine Sanktion sein könnte. Allzu gravierend wird es wohl nicht sein können, wenn man das das erste mal macht weil Verhältnismässigkeit. 😉

Hans Malz
3 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Immer an die Schulpolitiker der jeweiligen Opposition schicken. Die werden das schon in den Landtag einbringen.

Der Zauberlehrling
4 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Ja, das ist dann blöd. Blöd, weil gewollt

Realist
4 Monate zuvor

Geht ja nicht nur um das „Probeabitur“.

Alleine die aktuellen Durchführungen des Abiturs inkl. Korrekturen und nebenbei noch voll eingesetzt im Unterricht sind ein andauernder Verstoß gegen zulässige Arbeitshöchstzeiten. Und da kann man sich auch nicht mit „Unvorhersehbarkeit“ herausreden, ist ja praktisch jedes Jahr so. Eigentlich müssten diejenigen, die Abitur korrigieren komplett vom Untericht freigestellt werden in dieser Zeit, d.h. man müsste die Schüler nach Hause schicken, ist ja keienr da, der Arbeitszeit übrig hätte zu vertreten.

dauerlüfterin
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Völlig richtig. Hinzu kommt: seit in einzelnen Fächern in vielen Bundesländern Poolaufgaben zum Einsatz kommen und daher die Abiturtermin teilweise verschoben werden mussten, kann realtistisch eigentlich gar nicht mehr ohne Durcharbeiten an Feiertagen und Wochenende dieses Abitur korrigiert werden. Gleichzeitige Weisung vom KM: keine Korrekturtage.
So verheizt man Leute!

JoS
4 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Die Zentralisierung des Abiturs ist auf so viele Weisen problematisch, dass ich absolut nicht nachvollziehen kann, wieso eine Menge Lehrkräfte diesen Irrweg vehement verteidigen.

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Eine ehemalige Kollegin wurde in der Korrekturzeit „krank“.

So konnte sie das schaffen.

dauerlüfterin
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Ergänzung: was ich daran, ebenso wie Sie, so erschrecken finde: da wird sehenden Auges die Überlastung eingeplant.

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Nicht nur beim Abitur!

In der GemScwird stundenlang versucht herauszufinden, was der/die AutorIn mit dem Gekrakel aussagen möchte.

Keine Punkte, keine vollständigen Sätze…. vieles ohne irgendeinen Bezug …. Und es soll natürlich keine schlechten Noten geben.

Ceterumcenseo
3 Monate zuvor

Es genügen exakt 21 Minuten. Bis 20 Minuten ist es nur ein Test.
🙂
Also jeder selber schuld und Arbeitszeit muss ja nicht erfasst werden, oder wie habe ich ihren Kommentar zu verstehen?
Ich freue mich auch schon auf die Multiple Choice Klausur nach amerikanischem Vorbild.
Auf ein ähnliches Bildungsniveau bewegen wir uns zu!!
Ceterum Censeo alle KMs UND Wissenschaftler nur noch mit Fachleuten besetzen, die Ahnung von ihrem Zeugs haben!

Antonialt686@gmail.com
4 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich vermute auch, dass es hier nicht darum geht, die tatsächliche Arbeitszeit herauszufinden, sondern Lücken, um uns am Ende ein paar Stunden mehr zu geben

Jede Stunde mehr bedeutet bei mir (Berufsschule) eine Prüfung mehr, dank neuer Prüfungsnodalitäten inzwischen oft sogar zwei Prüfungen mehr
Und es ist schon Stress ständig innerhalb von zwei bis drei Jahren Schüler auf Prüfungen vorzubereiten
Je mehr, desto stressiger wird es
Im Prinzip kann ich mir Krankheit nicht leisten
Verschleppe alles in die Ferien
Da hilft mir auch keine Zeiterfassung
Im Gegenteil, ich befürchte es wird ein politisches Instrument

JoS
4 Monate zuvor

Selbstverständlich hilft Ihnen die Zeiterfassung genau dabei. Nach 40/41 Stunden (bzw. 46 wenn die Ferien frei sein sollen) ist dann nämlich Schicht im Schacht. Oder anders gesagt: Wenn Sie in diesem Schuljahr jede Woche 2 Stunden Mehrarbeit hatten, müssen Sie im nächsten Schuljahr entsprechend entlastet werden, da Urlaubsausgleich oder Vergütung der Überstunden ja in der Regel nicht möglich sein dürften.

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Zwei Stunden Mehrarbeit pro Woche?

Meinen Sie Vertretungsunterricht? (Der ja auch so gar nicht vorbereitet werden muss…)

Bei uns derzeit und an allen Tagen …. täglich!

Und ich meine damit: Elterngespräche, morgens, mittags, abends, Elternsprechtage vor den Zeugnissen und dierekt danach, Schülergespräche, die auch immer mehr zunehmen, Teamsitzungen, Präsentationstag und dessen Vor- und Nachbereirung, Klassenkonferenzen, Vorbereitung von Ausflügen, der Ausflug selbst, Lehrerkonferenzen, Besprechungen mit der Schulsozialarbeiterin, Materialsichtung, damit das individuelle Lernen möglich ist, keider müssen auch diese umgearbeitet werden, da sie nicht eins zu eins eingesetzt werden können, das Erstellen von Klassenarbeiten und Tests auf drei Niveaustufen, mit unterschiedlichen Hilfen, ……. Rest fehlt – kennt jeder, der Lehrkraft ist.

Da zunehmend – seit Jahren und immer noch – die pädagogische Arbeit mit Eltern und Schülern zunimmt (damit sind z.B. regelmäßige Gesprächestermine gemeint), sollte die Stundenverpflichtung runtergeschraubt werden.

Oft muss noch abends was geklärt werden, weil die Eltern arbeiten – das wäre dann meine Erholzeit, die ich benötige.

Seit Wochen bin ich kaum vor 16.00/17.00 Uhr zu Hause (nein, kein Käffchen mit Kollegen in netter Runde, munterem Shoppen oder gar Yoga für die Gesundheit) und fange mit den Vorbereitungen für den kommenden Tag an. Oder kontrolliere, was die Schüler bisher lernthekentechnisch (zu meiner Vorbereitungsentlastung) geschafft haben…..

Das System ist marode, kaputt und immer noch nicht vor die Wand gefahren.

Unfassbar!

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Wissen Sie, was ein Beispiel ist?

Clara
4 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ihre Prognose leuchtet ein. Da ich dienstliche Vorschriften penibel einzuhalten pflege, wird dann die Korrektur innerhalb der definierten Zeit erledigt. Um die 200 Korrekturzeichen pro Aufsatz sind dann eher nicht mehr möglich, aber was soll’s?

447
4 Monate zuvor

Ist halt die Frage:

Option 1: Durch Einvernahme über Quasi-staatliche Stiftungen/“Gewerkschafter“ und „Einbetten“ von Akteuren soll kooptiert und unterwandert werden Richtung „Klausur = 15 Minuten“, Deoutatsmodell und Co.

Option 2:
Es ist ehrlich gemeint.

Ich persönlich kann mir da noch kein Urteil bilden, mal abwarten was rauskommt.

Rainer Zufall
4 Monate zuvor
Antwortet  447

Sind das die einzigen Möglichkeiten?

JoS
4 Monate zuvor
Antwortet  447

Option 1 ist rechtlich nicht möglich, da die Arbeitszeit individuell erfasst werden muss.

447
4 Monate zuvor
Antwortet  JoS

1) Im Worte verdrehen und neu „framen“ (=lügen mit der Wahrheit) sind „die“ ja erfinderisch.

2) Soziale Berufe sind notorisch konfliktscheu – wie lange zahlten Lehrer Klassenfahrten? Wie oft liest man (selbst hier oder in anderen Lehrerforen!) haarsträubende Sätze wie „Der Schulkeuter erlaubt es nicht, X anzuzeigen“ (z.B. bei Übergriffen auf Lehrer)?

Da geht noch einiges beim Tischtennisspielen mit Lehrern.

Also…nicht mehr mit mir…aber so lange da kein Kobfliktwille aufkommt in der Masse…trifft es halt andere.
Die dann Sachen z.B. „freiwillig“ (sic!) machen.

Rainer Zufall
4 Monate zuvor

Spannend! Persönlich habe ich große Vorbehalte, aber vielleicht hilft es ja sogar etwas beim Nachwuchsgewinn, wenn die Arbeitsbedingungen bekannt werden 😉

Der Zauberlehrling
4 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

https://www.telekom-stiftung.de/sites/default/files/files/Lehrkraeftearbeitszeit%20-Expertise.pdf

Die Expertise steht im Netz.

Die Arbeitsbedingungen sind durch die verpflichtenden Schulpraktika bekannt.

GriasDi
4 Monate zuvor

Praktika zeigen so gut wie nichts. Kein Elternabend, keine Korrekturen usw. Erst im Referendariat bekommt man langsam eine Ahnung.

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  GriasDi

Sie zeigen die „herausfordernden und verhaltensoriginellen“ Schüler und unsere rechtlich möglichen „Konsequenzen“.

Reicht oft schon.

Dorothee
4 Monate zuvor

Beteiligen sie sich auch am Projekt 32 Stunden Woche mit Homeschoolingmöglichkeit ?

Hier wird jede Sekunde umgedreht, woanders gibt es Wertschätzung und Flexibilität pur.

Sorge, dass die Leute abhauen bzw. andere Studiengänge wählen? 🙁

Sepp
4 Monate zuvor
Antwortet  Dorothee

Laden Sie doch Ihre Kurse zu sich nach Hause ein und nennen es „homeschooling“!

Zumindest an unserer Schuke kenne ich niemanden, der sich homeschooling wie zu Corona-Zeiten zurück wünscht. Denn Unterricht lebt von Beziehungsarbeit, gerade bei jüngeren Schülern…

Paul D.
4 Monate zuvor
Antwortet  Sepp

Bei uns im Kolleg. sind viele sauer, weil sich nichts ändert und die Arbeit gleich bleibt.

Ein Teil Homeschooling und eine 32 Stunden Woche wäre auf alle Fälle ein Angebot und würde die schwierige Situation mit Fachkräftemangel lindern.
Die SuS mögen auch gerne Freiheit. Sepp, das sehe ich nicht so. Sie können nicht einfach so weitermachen!

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  Paul D.

Weiß ich nicht – die meisten unserer (auch Abschlussschüler) – machen im Homeoffice frei.

Beneidenswert, diese Einstellung zur work-life-Balance!

Dil Uhlenspiegel
4 Monate zuvor

Wie soll man beispielsweise denn beurteilen können, ob es eine Stunde war, wenn ein Lehrer 60 Minuten gearbeitet hat. Das ist schwierig. Das kann man nicht einfach mit anderen Berufen mit Arbeitszeiterfassung vergleichen.

Issjanichtwahr
4 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Wieso? Verstehe ihre Aussage nicht! Mglw. das ? Amtseid verpflichtet zur wahrheitsgemäßer Aufzeichnung und verpflichtet zu beiderseitig Vertrauen.

Anne
4 Monate zuvor
Antwortet  Issjanichtwahr

Ich fürchte, Sie haben Dils Ironie nicht erkannt.

Dil Uhlenspiegel
4 Monate zuvor
Antwortet  Anne

Ich fürchte auch. 🙂

Walter Hasenbrot
4 Monate zuvor

Mit einem Pilotprojekt will Bremen die Lehrkräfte doch nur veräppeln.

Lehrkräfte haben heute schon ein Recht darauf, dass ihre Arbeitszeit erfasst und damit wirkungsvoll begrenzt wird.

Das geht in allen anderen Berufen, in denen im Homeoffice gearbeitet wird schließlich auch. Das muss nicht erst erprobt werden, als wäre das etwas ganz Neues.

Das Einrichten eines Pilotprojekte ist nur ein Spielen auf Zeit, weil man der Fürsorgeverpflichtung eigentlich nicht nachkommen will.

Canishine
4 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Gab es nicht auch schon Untersuchungen zur Lehrerarbeitszeit? Macht jetzt jedes Bundesland seine eigene Studie?

Anne
4 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

Natürlich macht jedes Bundesland seine eigene Studie. Nur so kann man doch die korrekte Erfassung möglichst lang hinauszögern.

Antonialt686@gmail.com
4 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Begrenzung der Arbeitszeit?
Also jeder den ich kenne, der in der freien Wirtschaft arbeitet, erfasst einfach nur unzählige Überstunden.
Die darf man dann irgendwann nehmen

Die müssen dann in der folgenden Woche alles aufarbeiten , was liegen geblieben ist
Und lachen erneut Überstunden
Das ist die Realität der Zeiterfassung
Mag in Konzernen mit Gewerkschaften anders sein, aber für viele sieht die Realität so aus

Anne
4 Monate zuvor

Aber immerhin werden Überstunden erfasst und dürfen abgebummelt werden bzw. werden bezahlt. Das wäre z.B. bei Klassenfahrten schon mal ein Anfang.

JoS
4 Monate zuvor

Und da sehen Sie nicht den Vorteil gegenüber dem Modell bei Lehrkräften, nämlich dass man ständig Überstunden macht und diese niemals abbummeln kann oder gar ausgezahlt bekommt?

447
4 Monate zuvor

Großes Pikachugesicht:
In der Wirtschaft versuchen tatsächlich AGs IMMER, über ihr Personal den nächsten Porsche (oder wenigstens Elektro-Lada für Kleinkapitalisten) zu finanzieren? Es geht also quasi um Profit?
Und der ERSTE VERSUCH ist es immer, über gefakte soziale Normen ANs freiwillig dazu zu bewegen?
Ja neeeiiiin, wer hätte das denn gedacht? 🙂

Wer es als AN mit sich machen lässt…in der freien Wirtschaft kann auch der AN kündigen, krank werden oder schlicht wechseln.

Zu Unternehmen, die sich an geltendes Recht halten.
Die Erfahrung machen einige Unternehmen gerade minimal – schon quaken sie alle vom (diesmal garantiert echten) „Fachkräftemangel“.

dauerlüfterin
4 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Es gäbe auch noch die Option, so wie in den Anfängen der Industrialisierung, frei zu definieren, wie lange eine Stunde dauert. 😉

Dil Uhlenspiegel
4 Monate zuvor

„Wie aber auch mit Blick auf den bundesweiten Lehrkräftemangel ein neues, zeitgemäßes Modell aussehen könnte, ist eine wesentlich schwierigere Frage.“

Dass hier akuter Lehrermangel und die Ausgestaltung eines Arbeitszeiterfassungsmodells in einem Satz genannt werden, als gäbe es da „wesentlich schwierigere“ Zusammenhänge?

Mika
4 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Ist doch das eindeutige Eingeständnis, dass im Kultusministerium bekannt ist, dass Lehrkräfte mehr als die vertraglich vereinbarte Zeit arbeiten und man das gern zur Minderung des Lehrkräftemangels ausnutzt.
Ich verstehe deren Problem nicht, ehrlich. App zur Arbeitszeiterfassung und fertig. Vierteljährlicher Abgleich von Soll und Haben. Bei zu viel „Haben“ Entbindung von zusätzlichen Aufgaben oder Mitnahme von Ausgleichsstunden ins nächste Schuljahr oder Auszahlung der Überstunden. Bei zu wenig „Haben“ zusätzliche Aufgaben. Begründete Zweifel an der Korrektheit der erfassten Arbeitszeiten sind genauso zu händeln wie in anderen Branchen. Die SL hat dann die Aufgabe, bei der Einsatzplanung klug zu schätzen, wie hoch der Zeitaufwand des Kollegen für das kommende Schuljahr sein wird. Bedeutet dann z.B., dass ein überwiegend in der SEK 2 in Korrekturfächern eingesetzter Kollege weniger zu unterrichten hat als Kollegen, die z.B. nur in der SEK 1 arbeiten.

Antonialt686@gmail.com
4 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Aber dann wird der bestraft, der zügig arbeitet und die belohnt, die langsamer sind
Ich spreche da für mich
Ich lese schon schneller wie andere und brauche auch für meine Korrekturen wesentlich kürzer als die Kollegen
Zur Strafe darf ich dann mehr arbeiten
Dann würde ich mir natürlich auch mehr Zeit lassen und Arbeiten auch mal länger liegen lassen, damit genau das nicht passiert
So wird es nicht funktionieren

Mika
4 Monate zuvor

Empfehlung: chatbot auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung optimieren.

447
4 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Gibt es schon nen spezialisierten Bot für.
Wenn jetzt noch die Handschriftenerkennung… 😀

JoS
4 Monate zuvor

Aktuell werden diejenigen bestraft, die korrekturintensive Fächer haben und auch noch in der Oberstufe eingesetzt sind. Das ist ja wohl wesentlich problematischer. Eine Matheklausur lässt sich mit etwas Übung problemlos in 15-20 Minuten korrigieren. Wenn die Randbemerkungen ausführlich sein sollen, vielleicht ein paar Minuten länger. Eine Deutschklausur dauert mindestens eine Dreiviertelstunde, je nach Schrift und Ausdruck auch deutlich länger.

dauerlüfterin
4 Monate zuvor

„[…] brauche auch für meine Korrekturen wesentlich kürzer als die Kollegen“

Kein Wunder, wenn Sie so korrigieren wie sie hier schreiben.

447
4 Monate zuvor

Ich lese und korrigiere auch (wesentlich) schneller als andere.
Ich kann aber auch langsam – schon, weil man seinen Kollegen nicht in den Rücken fällt und keun Chefschleimer wird.

Problem gelöst.

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Und wer – bitte – definiert die „Haben“-Seite?

Und was machen Teilzeitkräfte?

Die kriegen nur weniger Geld – unteilbare Aufgaben …. machen sie zu 100% mit.

Teacher Andi
4 Monate zuvor

Da bin ich gespannt, wie das gehen soll. Ich denke, die Probleme liegen ganz woanders, und die müssen angegangen werden.

dauerlüfterin
4 Monate zuvor

„Was vor allem eine weitgehende Verlagerung der Präsenzarbeitszeit von Lehrkräften in die Schule bedeutet“.

Nachdem ich mir die Lachtränen abgewischt habe, folgende Frage: Die KuK sitzen dann mit 100 Personen im Lehrerzimmer und korrigieren auf einer Tischfläche von der Größe eines DIN-A4 Blattes z.B. LK-Abiturklausuren? Echt jetzt?

Der Zauberlehrling
4 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Jede Legehenne hat relativ zur Masse gesehen mehr Platz als ein Lehrer!

Außerdem hat Peta ein Auge auf die Legehennen.

Canishine
4 Monate zuvor

Ich wollt‘, ich wäre ein Huhn …

potschemutschka
4 Monate zuvor

… das gilt auch für Kita-Kinder und Schüler (Legehenne 2,5 Quadratmeter, Kita-Kind 3 Quadratmeter).

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wie kommen Sie auf die 3 qm?
Klassenräume haben in der regel eine Standardfläche von ca. 8 * 8 qm. 64 qm geteilt durch 28 SuS gibt dann ca. 2,3 qm/Kind. Davon geht aber noch das Mobiliar ab. Der Doppeltisch hat eine Fläche von 1,2 m * 0,6 m. Davon stehen bei 28 SuS 14 Stück plus ein Pult mit den gelichen Abmessungen im Raum. Das sind rund 11 qm, die durch das allernotwendigste Mobiliar ohne Schränke oder regale vorhanden sein müssen.

Von den 64 qm kann man also locker noch einmal 12 qm abziehen, so dass je Kind lediglich 1,8 qm übrig bleiben. In den entsprechenden Vorschriften wird von 1, 5 qm je Schüler ausgegangen. Sie sehen, wei gut es die Legehennen haben:(

potschemutschka
4 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Das stand vor kurzem in der „Berliner Zeitung“ und bezog sich auf Kitas. damals habe ich mich auch gefragt, ob die Größe der Räume mit oder ohne Mobiliar gerechnet wird. Bei den Legehennen bin ich mir sicher, dass da keine Möbel stehen 🙂 Ja, das ist Deutschland: Tierschutz und Kinderschutz sind zwei verschiedene Dinge. da braucht man nur die Zahl der Mitglieder im Kinderschutzbund mit denen des Tierschutzbundes vergleichen!

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Schuhkarton – maximal.

JoS
4 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Selbst wenn der Platz vorhanden wäre, wie schnell kommt man bei dem Geräuschpegel wohl voran? Ich schätze mal maximal eine Klausur am Tag ist so zu schaffen, wenn überhaupt.

Antonialt686@gmail.com
4 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Also ich könnte selbst mit einem Kollegen im Raum nicht arbeiten
Ich bin Lehrer geworden, weil ich so viel daheim arbeiten kann und da ist es mir ehrlich gesagt auch egal , ob ich 42 oder 43 Stunden arbeite

Sobald ich vor Ort korrigieren muss, kündige ich
Da findet man inzwischen gute Jobs im Homeoffice

Riesenzwerg
4 Monate zuvor

Punkte! Bitte Punkte setzen!

Ob 42 oder 43 (ein Träumchen!) ist mir auch völlig latte.

Aber – s.weiter oben!

Thorsten
4 Monate zuvor

Wenn die Folge davon ist, dass die Präsenzzeit verlängert wird, müssten auch entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, wo ungestört gearbeitet werden kann. Man kann sicher sein, dass dann zu Hause nicht mehr gearbeitet wird, also keinerlei Telefonate mit Eltern, Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen. Auch müssen dann die 24-Stunden-Dienste auf Klassenfahrten abgerechnet werden können. Weiterhin müssten Lehrer mit Deutsch und Englisch aufgrund der höheren Korrekturzeiten z.B. im Vergleich mit einem Lehrer der Sport und Religion hat anders behandelt werden, wenn die reine Arbeitszeit berücksichtigt werden soll. Ich bin sehr gespannt wie das alles aussehen soll und glaube nicht, dass sich die Länder damit einen Gefallen tun.

Issjanichtwahr
4 Monate zuvor
Antwortet  Thorsten

“…glaube nicht, dass sich die Länder damit einen Gefallen tun.“ Das ist doch keineswegs der Anlass für diese Arbeitszeiterfassung. Es ist vom Gesetzgeber Herr geboten, die Arbeitszeit aufzuzeichnen. Es gibt kein Ob, sondern nur ein Wann. Nach meinem Kenntnisstand wird auch bereits in anderen Bundesländern darüber nachgedacht, Kollegen bei einer Klage gegen das Land zu unterstützen. Es wäre das Schlimmste für den Arbeitgeber, wenn er von den Gerichten erneut vor sich her getrieben würde.

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  Thorsten

Es macht zudem noch jährlich einen Unterschied – mal habe ich zwei Klassen in Deutsch mit insgesamt 60 Schülern, dann habe ich (jahrelang gehabt) fünf Klassen in Deutsch. In unterschiedlichen Jahrgängen.

Dann habe ich Religion plötzlich und unerwartet in Klasse 10. Bis neun kann ich auf Material zurückgreifen, weil schon mal gemacht – trotzdem muss es immer wieder angepasst werden – wir sind ja sehr individuell in den Klassen unterwegs. Ein oder zwei FöS mit unterschiedlichen Schwerpunkten „schlucken“ auch bei „schon mal das Fach in dieser Klassenstufe unterrichtet“ einiges an Vorbereitungszeit.

Für 10 – ganz neu einarbeiten und Sichtung des Maerials.

Plötzlich Geschichte in 8. Super! Nicht studiert, nie unterrichtet.

Auch hier – Einarbeitung und Sichtung.

Dass dann Deutscharbeiten liegen bleiben…. müssen, wen wundert’s?

Es stört nur die Eltern, die eine sofortige Rückgabe erwarten.

Sagerino
4 Monate zuvor

Kann mir mal einer KURZ erklären, warum nach diesem einen Urteil die Zeiterfassung irgendwie gar nicht angegangen wird und das offensichtlich auch rechtlich ok ist, weil wie ich Lehrer kenne, hätte ja sonst schon einer bis zum EuGMH geklagt?

Kadee
4 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Es bleibt trotzdem nicht nachvollziehbar, weshalb man die Pflichterfüllung erst einklagen muss. In anderen Lebens- und Arbeitsbereichen muss diese Pflicht auch erfüllt werden. Und dass das so lange folgenlos bleibt… Ein Unding. Suggeriert die Idee, Lehrer*innen befänden sich außerhalb des Gleichbehandlungsanspruchs.

447
4 Monate zuvor
Antwortet  Kadee

Sie verstehen machiavellistische (Un)Logik nicht:

1. Wenn ich als politischer Beamte/Politiker was durchsetzen WILL: Mobilisierung aller „zivilgesellschaftlichen“ Lärmtröten, „Verbände“, „Gewerkschaften“ usw., selbst der kleinste Nebensatz im obskursten Paragraphendschungel reicht: „gesetzlich vorgeschrieben“,“Verpflichtung“, „jetzt“.

2. Wenn „man“ das NICHT WILL: „Prüfen, untersuchen, kein Populismus“, „Experten fragen“, „rechtliche Grundlagen prüfen“, „keine einfachen Lösungen“ und so weiter.

Beobachten Sie das mal, es sind immer die gleichen Spielzüge, langweilig schon fast.

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  Kadee

Arbeitsrechtlich, arbeitsschutzmäßig, gesundheitsrechtlich…. außerhalb des Gleichbehandlungsanspruchs.

Ja.

Da haben Sie Recht.

Das ist rechtlich zwar falsch, wird aber schon soooo lange so gehandhabt, dass es Tradition hat und allein aus Nostalgie (und anderen unhumanitären Gründen) möchte kein KuMi, dass es uns gut geht.

Ansprüche dürfen wir gar nicht stellen – ist besser so für unser Wohlbefinden.

Und dabei sind wir seit Corona systemrelevant!

Issjanichtwahr
4 Monate zuvor
Antwortet  Sagerino

Es wird, wie bereits angeführt, in anderen Ländern darüber nachgedacht, Kollegen bei der Klage zu unterstützen.

Der Zauberlehrling
4 Monate zuvor

2019: Urteil des EU-Gerichtshof zur Erfassung der Arbeitszeit2022: Bundesarbeitsgericht sieht verpflichtende Arbeitszeiterfassung
2023: KMK ersucht um Ausnahme für Lehrer und Hochschulen
2024: Bremen startet ein „Pilotprojekt“ zur Arbeitszeiterfassung.

Hoffentlich fängt jetzt nicht einer in Bremen an, ein Programm zur Arbeitszeiterfassung in BASIC zu schreiben. Es gibt genug Apps (datenschutzkonform und erprobt), die verwendet werden könnten. Aber das wiill vermutlich niemand so einfach tun, sonst hätte die KMK nicht um eine Ausnahmeregelung gebeten. Nicht einmal klassischen Lobbyismus kann die KMK.

Es besteht eine Pflicht zur Arbeitszeiterfassung und nur Bremen startet ein Pilotprojekt. Lachhaft.

Wie es in Schulen um ergonomische Arbeitsplätze steht, wissen wir alle. Daheim ist es viel schöner und effizienter.

Wie immer
4 Monate zuvor

Zum Thema Effizienz: Zuhause ist es eindeutig effizienter!!!! Ich bekomme in der Schule im Lehrerzimmer nichts fertig, entweder sind Kolleginnen zum Quatschen da oder ein Kind klopft oder ich muss eh vertreten oder es ist so ein Lautstärkepegel, sodass ich mich eh nicht konzentrieren kann. Da würde meine Arbeitszeit „explodieren“ um so alles fertig zu bekommen.

Blau
4 Monate zuvor

„Präsenzzeitverordnung, was vor allem eine weitgehende Verlagerung der Arbeitszeit von Lehrkräften in die Schule“
Lol, dafür braucht es in Schule vernünftige Arbeitsplätze das gesamte Material müsste vorhanden sein, richtige PCs für jeden, Telefon für jeden. Dafür haben die meisten Schulen weder den Platz noch das Geld!

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  Blau

Jaein – was ich gut finde (hier aber nicht so ganz zum Thema passt), ist eine Reduzierung der Unterrichtsstunden und dafür bezahlte Bürostunden.

Für Elterngespräche, Gespräche mit Schülern, Vorbereitung für Ausflüge und Klassenfahrten, den Präsentationstag, Nachrichten und Telefonate an Eltern, Vorbereitung, Korrekturen, Besprechungen für Projektpräsentationen, Nacharbeiter:innen, Inselstunden, …..

Für halt das ganze „Obenauf“ und nebenbei und vor allem – in der Erholungszeit.

uesdW
4 Monate zuvor

Fangen wir doch einfach mal ganz einfach an.
Die Lehrkräfte kommen an ihren Arbeitstagen von 07:00 – 16:30 an die Schule, stempeln ein und erledigen ihre Arbeiten auschschließlich in der Schule. Die Arbeitslätze sind entsprechend im Deskshareing-Verfahren (wie in vielen Unternehmen schon einfegführt) eingerichtet.
Elternabende, Klassenfahrten …. sind als Überstunden anzurechenen.
Urlaub ist in der unterrichtsfreien Zeit zu nehmen, sind die Urlaubstage aufgebraucht, ist man vor Ort an der Schule.
Zu Hause arbeiten ist „verboten“, wer es trotzdem tut, ist selber Schuld.
Währende dieser Zeit können die Arbeitszeitspezialisten die Arbeitsweisen vor Ort studieren und entsprechende Zeitansätze für die jeweiligen „Arbeitsgruppen (Deutschlehrer, Sportleher…. ) entwickeln.
Schulleitungen müssen dann die Arbeiten priorisieren, damit sie zeitgerecht erfüllt werden. Manche sinnfreie Tätigkeit wird dann eventuell in der Rundablage verschwinden.

Nun ja, soweit wird ja nicht kommen, weil ja viele Punkte sich vermutlich nicht umsetzen lassen.

dauerlüfterin
4 Monate zuvor
Antwortet  uesdW

„[…] kommen an ihren Arbeitstagen von 7:00 bis 16:30h an die Schule“.
„[…] sind die Urlaubstage aufgebraucht, ist man vor Ort an der Schule“

Ernsthaft?

Äh nein, aus ganz vielen Gründen. Viele stehen oben schon.

Ich halte die Nichtexistenz einer Anwesenheitsverpflichtung der normalen KuK über Unterricht und dienstliche Veranstaltungen hinaus für ein hohes Gut. Man ist extrem schlecht beraten, das aufs Spiel zu setzen.

Realist
4 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

7:00 bis 16:30 Uhr an der Schule?

Da komme ich auf 9,5 Stunden Arbeit pro Schultag, das sind bei 40 Wochen 1900 Stunden im Jahr. Damit wären die kompletten Ferien arbeitsfrei. Und zwar alle Ferien. Zudem wären 1900 Stunden schon einmal 100 Überstunden pro Jahr (bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden und 30 Tagen Urlauib und 5 gesetzlichen Feiertagen pro Jahr).

Und ich kenne KEINE Schule, die Pausen-/Rückzugs./Sozialräume für Lehrkräfte vorhält, die diesen Namen verdienen. Und auch eine „Vertretungsbereitschaft“ wäre in diesen Pausen nicht zulässig, denn dann wäre es Bereitschaft und keine Pause.

uesdW
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Dann machen wir halt um 16:00 Uhr Feierabend bzw. beginnen um 7:30.
Wenn die Arbeitzeit am Tag über 9 Std. liegt kommen nochmal 15 Pause dazu. Das Zeitmodell bekommen wir schon hin. Da wäre ja noch das Gleitzeitmodell möglich, mit dem man auf die 40Stunden Woche kommt. Dazu gehört allerdings auch, dass die max. Arbeitszeit am Tag bei 10 Std. liegt. Einer Vertretungsbereitschaft steht ja nicht weg, weil die Pausen flexibel gelegt werden können, bzw. die Mittagspause dann anfällt, wenn kein Unterricht stattfindet.

Und das mit den Räumen ist bis dahin schon geregelt.

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  uesdW

Ich glaube, ein bisschen wird die Erholungszeit gerade nach Unterricht in den herausfordernden Klassen mit den so lustigen verhaltensoriginellen Schülern vergessen…..

Und wie man bei Gleitzeit im L-Beruf (hä)?) auf 40 h kommt – Rätsel.

Wenn ich nach Hause komme, muss ich schlafen. Bevor ich mich an Korrektur, Vorbereitung, Materialsuche bzw. -Erstellung oder Elterngespräche machen muss.

Dauerhaft hochkonzentriert – schafft auch keine KI

Antonialt686@gmail.com
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Vor allem fallen meine Klassenarbeiten meist vor den Ferien an, da man ja nur eine bestimmte Menge in einer Woche schreiben darf
Dann dürfte ich theoretisch nach den Ferien frei nehmen
An dem Tag, wo ich täglich bis 16.30 anwesend sein müsste ,wäre der Job nichts mehr für mich

uesdW
4 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Ich bin da einfach in einem BrainStormingProzess.
Letzt endlich läuft das ganze auf eine Vertrauensarbeitzeit hinaus, mit einer Verlagerung an den Heimarbeitsplatz. P.S. das ist einer der Punkte, den ich an meinen Beruf sehr schätze.

Wenn es zu einer manuellen Zeiterfassung kommt, wird sich der ein oder andere gegenüber der SL erklären müssen, warum er soviel Zeit benötigt, insbesonders wenn es um Überstunden geht. Da werden sicherlich auch nicht alle glücklich sein.

Mika
4 Monate zuvor
Antwortet  uesdW

Ja klar, wenn ich mehr Schüler in der Klasse habe, brauche ich länger. Wenn ich mir eine neue Methode aneigne und darauf basierend Unterricht entwickle, brauche ich länger. Aber das gehört zu meinem Job!

Anne
4 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Genau das. Wenn ich mehrere Förderkinder oder Kinder ohne Deutschkenntnisse in meiner Klasse habe, dauert die Vorbereitung nun mal länger. Hab ich halt keine Zeit für andere außerunterrichtliche Aufgaben.

dauerlüfterin
4 Monate zuvor
Antwortet  Anne

Merken Sie, warum die das Thema scheuen wie der Teufel das Weihwasser?

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  Anne

Für meine Ukrainer suche ich auch ständig nach Material.

Das Bearbeitete muss korrigiert und dadurch auch wertgeschätzt werden.

Kostet zusätzlich Zeit.

Will kein KuMi wissen (oder honorieren oder gar wertschätzen).

Lessi
4 Monate zuvor
Antwortet  Mika

So ist es!

JoS
4 Monate zuvor
Antwortet  uesdW

Wie passt „alle sind von 07:00 Uhr bis 16:30 Uhr in der Schule“ (das entspricht übrigens bei einer halben Stunde Mittagspause 9 Stunden pro Tag, also 45 Stunden pro Woche, womit die unterrichtsfreie Zeit praktisch komplett frei sein müsste) zu Desksharing? Und wo werden dann das ganze Material und die PCs hingestellt? Ich habe an meiner relativ gut aufgestellten, modernen Schule einen halben Schreibtisch und ein 30×30 cm Fach, da passt das alles nicht im Leben hin.

Aber prinzipiell hätte ich mit diesen Präsenzzeiten kein Problem, wenn die entsprechenden Räumlichkeiten (maximal 4er Büros) und ergonomische Ausstattung zur Verfügung gestellt werden. Endlich am Wochenende keinen Gedanken mehr an Schule verschwenden klingt traumhaft. Nie mehr krank geschrieben mal nebenbei noch die liegengebliebene Klausur korrigieren, denn die liegt ja eh in der Schule. Und wenn die Korrektur dann 2-3 Monate dauert, so wie es in anderen Behörden eben krankheitsbedingt auch läuft, dann ist das halt so.

Bremer Jung
4 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Wer will heute noch präsenz von 7-17 Uhr?

Haben sie schon von Gen Z gehört.

3Tage von 8-15.30 ok.
2 Tage von zuhause

JoS
4 Monate zuvor
Antwortet  Bremer Jung

Das mag in anderen Jobs ja toll sein, als Lehrer arbeitet man zuhause aber tatsächlich völlig entgrenzt. Darauf würde ich tatsächlich gerne verzichten und meine Wochenenden und Ferien richtig genießen. Wobei natürlich vollkommen klar ist, dass das derzeitige Korrekturpensum etwa mit Deutsch in der Oberstufe in der Präsenzzeit nicht zu schaffen ist. Was das bedeutet, können Sie sich sicherlich denken.

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  Bremer Jung

Drei Stunden pro Tag bei vollem Lohnausgleich!

dauerlüfterin
4 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Realistisch betrachtet kriegen es die meisten Schulträger ja nicht mal hin, ihre Gebäude für den reinen Unterricht zu ertüchtigen und zu modernisieren. Lehrerarbeitsplätze für Kollegien von normalen weiterführenden Schulen (rund 100 KuK), auch in einem Desksharingmodell, halte ich da nicht für realistisch.
An meiner Schule können die A15er SL-Mitglieder von 4er Büros und adäquater Büro- und PC- Austattung nicht mal träumen.
Eine Anwesenheitszeit von 7.00 bis 16.30h kann kein Elternteil mit Kindern in der Betreuung leisten, das geben die Öffnungszeiten schlicht nicht her. Wäre also ein Anreiz, auf jeden Fall Teilzeit zu arbeiten.
Warum können LuL nicht schlicht im Homeoffice arbeiten, bei Zeiterfassung? Geht in anderen Berufen auch. Meiner Ansicht darf auch nicht unterschätzt werden, dass die Schulleitung ganz anderen Zugriff und Kontrolle über KuK hat, wenn diese verpflichtend anwesend sind.
Ich persönlich korrigiere krank keine Klausuren, dann dauert es eben, außer leisem Meckern nie Probleme gehabt.

JoS
4 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Mir ist das doch Recht, ich komme auch mit reiner Arbeitszeiterfassung klar. Ich hätte allerdings auch nichts dagegen, wenn ich kein Arbeitszimmer daheim mehr bräuchte. Rein finanziell wäre das eine gewaltige Erleichterung für ein Lehrerpaar.

uesdW
4 Monate zuvor
Antwortet  dauerlüfterin

Punkt Räume: Bin ich voll bei Ihnen
Punkt Anwesenheit: Kann ich nachvollziehen. Das ist das Problem von allen Arbeitnehmern mit Kindern. Wird hier meines Erachtens oft vergessen, wenn nach HomeOffice gerufen wird oder die Schule nur als Aufbewahrungsort bezeochnet wird.
Punkt SL: Das ist die Aufgabe eines Vorgesetzten. Die Guten bekommens hin, bei den Schlechten wird es zum Problem.
Punkt Krank: Krank ist krank. Auch das gehört zur Aufgabe der Vorgesetzten, entsprechende Schritte einzuleiten, um so etwas aufzufangen. Stellt halt ganz neue Herausforderungen da.

Issjanichtwahr
4 Monate zuvor
Antwortet  uesdW

Ich begrüße die Anwesenheitspflicht, da ich in Laufweite der Schule wohne und in den mir gesetzlich zustehenden Pausen nach Hause gehe. Gekniffen sind die, die sich den Luxus weiter Anfahrten leisten,

Paul D.
4 Monate zuvor

Entweder Bezahlung verbessern im Vergleich zu Heimarbeitsjobs oder den Arbeitsplatz attraktiver machen!

32 Stunden Woche wäre ein interessantes Angebot für alle.
Es muss flexibler werden und Jobs, die draußen sind <weite Fahrerei, Auto, Zeit etc.) besser gestellt werden als Heimarbeit mit all seinen Vorteilen.

mama51
4 Monate zuvor
Antwortet  Paul D.

„32 Stunden Woche wäre ein interessantes Angebot für alle.
Wirklich für ALLE?

Bei allem Respekt und den guten Gedanken und Vorschlägen hier:

Ich frage mich immer wieder (und zwar seit seit Mooonaaaten!) wie das Geschrei nach
einer 4-Tage-Woche in der GS und insb. in den ersten beiden Schuljahren umgesetzt werden könnte!
Die Eltern der Zwerge werden jubeln: „Hurra, mein Kind hat Freitags frei! – ICH nicht!“
🙁

Es sind doch nicht alle KuK in der SEK1 und/oder SEK2 tätig …

Vorschläge für die GS dazu habe ich noch keinen einzigen gelesen.Weder hier noch
sonstwo 🙁

Durchbruch
4 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Gruppenarbeit, Einzelarbeit mit Betreuern vor Ort?! Da ist jeder mal alle 2 Monate dran.
Viele werden zuhause arbeiten.

Gibt verschiedene Modelle -> wird für SuS und Lehrkräfte angenehmer
win-win?

Realist
4 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Vorschläge für die GS dazu habe ich noch keinen einzigen gelesen.Weder hier noch sonstwo“

Ist ja auch nicht Aufgabe der Lehrkräfte, solche „Vorschläge“ zu machen.

Die GdL macht der Bahn auch keine „Vorschläge“, wie diese die 35-Stunden-Woche für Lokführer umsetzen soll, ohne dass Züge gestichen werden…

mama51
4 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Joa, DAS hatte ich auch sooo nicht gemeint, dass Lk das erarbeiten.

Wie immer
4 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Schulen sind ja keine Betreuungseinrichtung…dafür gibt es ja Betreuungsmodelle wie OGS etc.

Egvina
4 Monate zuvor
Antwortet  mama51

4- Tage- Woche plus einen Homeofficetag für außerunterrichtliche Tätigkeiten für Lehrer muss mitnichten 4- Tage-Woche für Schüler bedeuten.

Brigitte Lehr. Liebling
4 Monate zuvor
Antwortet  Egvina

irgendwie schon! Es wird ein besseres Modelle für Lehrkräfte geben!
Modern, frei und flexibel

Lessi
4 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Warum nicht? So müssen die Helicopter nur an 4 Tagen ihr Kind überwachen. 😉

Riesenzwerg
4 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Und das sage ich hier seit Jahren – da ist auch und vor allem die Wirtschaft gefordert!

Ein Elternteil müsste dann eben freitags auch frei haben!

Punkt.

Ohne am Hungertuch zu nagen oder sich Sorgen um die Miete machen zu müssen!

Der Zauberlehrling
4 Monate zuvor

Noch etwas aus dem kultusministeriellen Aktenschrank in Baden-Württemberg:

https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP13/Drucksachen/3000/13_3642_D.pdf

Die Diskussion um die Arbeitszeit der Lehrer ist nicht neu.

Konfutse
4 Monate zuvor

Nein. Was mich aber jetzt hier konkret wundert ist, dass das ein Antrag der SPD ist, die dann 6 Jahre später das KM gestellt hat und sich null um die AZ der Lehrkräfte gesorgt hat. Im Gegenteil…

Antonialt686@gmail.com
4 Monate zuvor

Sorry es gibt wahrscheinlich mehr Lehrer, die das gar nicht wollen
In meinem Kollegium will das keiner

Wird wohl eher politisch vorangetrieben
Wer glaubt er hat dadurch einen Vorteil, ist in meinen Augen naiv
Bestraft werden am Ende alle, die schnell arbeiten
Denn lesen, korrigieren etc macht einfach jeder unterschiedlich schnell

Und vor allem wird nicht jeder Lust dazu haben in Zukunft jede Antwort einer Email zeitlich zu erfassen oder jeden Zeitungsartikel, den man liest, um politisch auf dem Laufenden zu bleiben, als Arbeitszeit zu erfassen

Ich freue mich drauf, wenn die Politiker Lücken in den Ferien finden, um den Lehrern dann mehr statt weniger Arbeit zuzuteilen
Geht sicher noch eine Stunde, immerhin fehlt es ja überall an Kräften

Ich freue mich drauf, wenn ich dann sagen kann
Ich habe es euch doch gesagt

Anne
4 Monate zuvor

Sorry, es wird Sie keiner fragen, ob Sie das wollen. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, und die KuMi drücken sich schon sehr lange darum. Fragen Sie sich mal, warum.

Riesenzwerg
4 Monate zuvor

Wir vergessen dabei – die Ergebnisse der Schüler:innen sind nicht alle gleich gut und schnell zu korrigieren. Es ist egal, wie schnell ich lese. Wenn ich mir mühsam einen Inhalt zusammenbasteln muss, nützt meine Lese-und Handklauen“schrift“erkennungskompetenz überhaupt nichts.

Soll ich nur noch Ankreuzaufgaben in Deutsch machen?

Der Erzieher M
4 Monate zuvor

Dummes Zeug diese Zeiterfassung.
Ich bin Erzieher und werde für 39h bezahlt. Ist egal wie gut ich meine Arbeit mache oder wie schnell und effizient.

Ich schaffe in der gleichen Zeit wie meine Kolleginnen 4mal so viele Portfolio Seiten und bin ungefähr 3 mal so schnell, eine Entwicklungsdokumentation anzufertigen.
Das liegt einfach daran, dass ich mir Systeme und Kniffe angeeignet habe wie z.B. den digitalen Beobachtungsbogen Kompik.

Ganz zu schweigen davon was chatGPT kann, wenn man es ordentlich beherrscht. (Vor hier jemand plärrt, ich gebe da alles anonym! ein und tausche ganz zum schluss Name und Geburtsdatum analog aus.)

Ich bin nun bei 10 Minusstunden und habe 2 Monate im voraus alles für meine Gruppe geplant. Ich gebe alles auch offen an meine Kolleginnen weiter. Jeder darf sich bedienen, denn die können nichts für diese urdeutsche Mentalität.

Die 10 Minusstunden kommen daher, dass ich zwar gehen kann wann ich will (wenn keine Kinder da sind) aber eben meine Zeit erfassen muss. Es findet sich keine Arbeit mehr der Keller ist aufgeräumt die Küche geputzt.

Ich werde dafür BESTRAFT weil ich gut und effizient bin!

Anne
4 Monate zuvor
Antwortet  Der Erzieher M

Dann trinken Sie Überflieger halt demnächst 10 Stunden Kaffee.

Realist
4 Monate zuvor
Antwortet  Der Erzieher M

Schon richtig, und die logische Schlussfolgerung ist, dass Sie im öffentlichen Dienst falsch sind. Sieht man ja auch sehr gut im Bereich der IT: Wer da ertwas wirklich drauf hat, ist nicht Angestellter im öffentlichen Dienst, sondern arbeitet freiberuflich und projektbezogen: Da kommen dann auch die Stundensätze von 200€ her. Währenddessen der IT-ler im ö.D. die Kaffeemaschine auffüllt…

Scherz beiseite: Natürlich wird man sich dann bzgl. des Arbeitstempo an den „Low-Performern“ orientieren: Die sind ja auch im öffentlichen Dienst praktisch unkündbar. Nur die Leute, denen man die Karotte „Karriere“ vor die Nase hält, die strengen sich dann noch an…

Kein Homeoffice, keine 4-Tage-Woche, praktisch keine sonstigen „Incentives“, dazu Bezahlung nach TVöD: Wer wird denn da noch Erzieher (oder Lehrer)? Die „Unbelehrbaren“, die Idealisten, die „Missionare“?

Lessi
4 Monate zuvor
Antwortet  Der Erzieher M

Erzieher aus Brandenburg?