Schulleiter verbietet gemischtgeschlechtliche Gruppe auf Klassenfahrt – Debatte

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UNNA. Die Aufteilung in lediglich zwei Geschlechter – Frau und Mann – ist im Jahr 2024 in Deutschland weiterhin Alltag. Auch im Schulbereich ist diese Trennung überaus präsent. Das macht es besonders für diejenigen schwierig, die nicht perfekt in das binäre System passen, so wie Gymnasiast Dario. Sein Fall, über den der WDR als erstes berichtete, wirft die Frage auf: Wie weit muss sich Schule von bisher üblichen Strukturen lösen, um gesellschaftlichen Veränderungen zu entsprechen?

Schüler Dario ordnet sich selbst keinem Geschlecht fest zu und wollte sich auf der anstehenden Stufenfahrt ein Zimmer mit seinen Freundinnen teilen. Symbolfoto: Shutterstock/sakaekrung

Dario ist 16 Jahre alt und Schüler eines Gymnasiums in Unna, Nordrhein-Westfalen. Er lebt offen homosexuell, ordnet sich selbst aber keinem Geschlecht fest zu. Nach außen bricht er mit männlichen Geschlechterklischees: Er mag Pink, trägt Röcke und Schmuck, sammelt Puppen – damit eckt er an. Regelmäßig wird Dario beleidigt, in der Schule und auf der Straße. „Leute haben mir gesagt, dass ich mich umbringen soll“, erzählt der 16-Jährige in der WDR-Lokalzeit.

Mit Klassenfahrten hat der 16-Jährige bislang schlechte Erfahrungen gemacht: Streit unter den Mitschülern, welche Gruppe sich ein Zimmer mit ihm teilen muss, Ausgrenzung vor Ort. Dieses Mal wollte er sich zugehörig fühlen – und sich daher auf der Stufenfahrt ein Zimmer mit seinen Freundinnen teilen. „Wir haben schon sehr oft alle zusammen übernachtet und das war jedes Mal lustig“, erzählt er dem „Hellweger Anzeiger“, der die Geschichte ebenfalls aufgegriffen hat. Seine Freundinnen und die Eltern waren einverstanden, hatten das auch schriftlich bestätigt. Das Problem: Zwar existiert keine gesetzliche Empfehlung zur Unterbringung, doch gemischtgeschlechtliche Zimmergruppen auf Klassenfahrt – das gab’s bislang nicht.

Empfehlung der Bezirksregierung

Ratsuchend wandte sich der Schulleiter des Gymnasiums deshalb an die Bezirksregierung Arnsberg, die riet von einer Ausnahme ab. Die möglichen Konsequenzen einer gemeinsamen Übernachtung seien wenig abschätzbar, zitieren der WDR und der Hellweger die Stellungnahme der Bezirksregierung. Die Schule folgte der Empfehlung, auch weil der Schulleiter laut „Hellweger Anzeiger“ fürchtete, einen Präzedenzfall zu schaffen und den Wunsch gemischtgeschlechtlicher Unterbringung im Sinne der Gleichbehandlung anderen Schüler*innen in Zukunft ebenfalls gewähren zu müssen. Für die Eltern von Dario ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar: „Für mich ist das ein Witz“, sagt Darios Mutter dem WDR. Im Jahr 2024 hätte sie von Deutschland mehr erwartet.

Alternativ stellte das Gymnasium Dario die Möglichkeit in Aussicht, in einem Einzelzimmer unterzukommen – mit eventueller finanzieller Unterstützung des Fördervereins der Schule, so schreibt der Hellweger. Doch Dario lehnte ab. Er wünscht sich „einfach mit seinen Freunden da zu sein“, abends im Zimmer mit ihnen noch quatschen zu können, berichtet der WDR. Deshalb verzichtet er nun lieber auf die Stufenfahrt, als sich vor Ort wieder nicht zugehörig zu fühlen. News4teachers

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Unfassbar
1 Monat zuvor

Der Schulleiter hat alles richtig gemacht. Wenn der Schüler sogar das Angebot des Einzelzimmers ohne Zusatzkosten ablehnt, ist ihm auch nicht weiter zu helfen.

Ingo
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Wie vorbildlich vom Schulleiter, Ausgrenzung zu fördern!

Thoralf Koß
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Eigentlich ist es unfassbar, was für Probleme (die doch gar keine sind) auf die Schulen abgeladen werden. Längst sind wir leider so weit, dass aus Akzeptanz für was auch immer für eine Lebensweise oder Religion die Pflicht geworden ist, permanent darauf einzugehen und Bevorzugungen für diejenigen zu schaffen, die sich für eine (nennen wir es mal ungewöhnliche) Lebensweise entschieden haben, mit der auch sie umgehen müssen, wenn sie auf Widerspruch dazu stoßen. Wäre es nicht auch einmal an der Zeit, von genau denjenigen Toleranz zu fordern, um solch problematische (in die mediale Öffentlichkeit gezerrte) Situationen zu vermeiden? Aber nein! Stattdessen redet man hier von Förderung der Ausgrenzung, was gar nicht der Fall ist. Schule lebt von Gemeinschaft (und Gemeinsamkeit), aber nicht davon, dass jeder nur seinen individuellen Lebensstil im eigensinnigen Blick hat.

Ingo
1 Monat zuvor
Antwortet  Thoralf Koß

 Schule lebt von Gemeinschaft (und Gemeinsamkeit), aber nicht davon, dass jeder nur seinen individuellen Lebensstil im eigensinnigen Blick hat.“

Und warum halten sich die Mobber nicht daran, die kein Zimmer mit ihm teilen wollen?
Und immer diese „Bevorzugungen“ und „Entscheidungen“.
Ist das zuviel verlangt, nicht gemobbt oder gar verprügelt zu werden?
In den USA artet dieser Widerspruch, den man doch bitteschön tolerieren soll, in psychische und physische Gewalt bis hin zum Totschlag aus, weil sich eine rechte Lobby dazu ENTSCHIEDEN hat, gegen diese Gruppe BEVORZUGT vorzugehen. Früher die Frauen, dann die Juden, dann die Ausländern, dann die Homosexuelle und nun das Thema trans.
Aber hey – das sollen die Betroffene doch bitteschön tolerieren.

Folko Menpiepe
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Getrennte Schlafzimmer sind also „Ausgrenzung“…?

Schäfer
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Das ist keine Ausgrenzung, das nennt sich Kompromiss. Rücksichtnahme ist nun mal keine Einbahnstraße und darf/ sollte von beiden Seiten eingefordert werden

Ingo
1 Monat zuvor
Antwortet  Schäfer

Genau, auf die Mobber soll auch Rücksicht genommen werden.
Der betroffene Schüler hat sicher nichts dagegen, dass die Mobber nicht homosexuell sind. Wie sieht es denn umgekehrt aus?

Schäfer
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Geht’s auch eine Nummer kleiner? Hier ist keine Rede von Mobbing. Bitte bleiben Sie sachlich

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich bin mir sicher, die Person würde sich freuen, wenn sie als „Schülerin“ anerkannt würde.
Weiter zu helfen, ist ihr leider wirklich nicht. Der Schulleiter kann die veralteten Regelungen nicht im Alleingang wuppen. Macht aber schon nachdenklich, dass diese „Sorge“ bei homosexuellen Schüler*innen keinerlei Hindernis darstellt. Klingt alles sehr altbacken

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Er lebt offen homosexuell, ordnet sich selbst aber keinem Geschlecht fest zu.“
Warum sollte man ihn doch gleich als „Schülerin“ anerkennen?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Weil das so in Mode ist.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Aber dann könnt man ihn doch auch als „Schüler“ anerkennen, wo er sich auch nicht zugehörig fühlt.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Leichtfertige, ahnungslose Bemerkung, die lediglich Oberflächlichkeit spiegelt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Wurde über Homosexualität auch behauptet, davor über den gleichen Wert von Frauen, davor über den gleichen Wert von Menschen anderer Hautfarbe.

Ich kann durchaus sehr falsch liegen, aber mich fasziniert die Selbstsicherheit jener Menschen, die immer falsch gelegen haben und sich trotzdem so verhalten, als hätten sie immer recht gehabt

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie „verhalte“ ich mich denn?
Wissen Sie doch garnicht.

Der SL hat alles OBJEKTIV richtig gemacht.

Die großen Vorreiter und Moralapostel sind gerne eingeladen:
1. Gegen anwaltlich geprüfte Versicherung/Deckungszusage
UND
2. Gegen VORAUSzahlung auf ein Treuhandkonto (nix Ausreden, nix Aktivistengelaber, CASH)

bei mir als Lehrkraft die Aussetzung von geltenden Vorschriften zu fordern – und sogar zu bekommen!

Junge und Mädchen „uff der Bude“?
447 liefert, Vorauszahlung Treuhandkonto bitte für Prozesskosten & Zwillingsschwangerschaft.

Klettertoureb, Bergwanderungen und Co.?
447 liefert das gerne ab, Bergungs-, Unfall-, Strafzahlungen, Diszi – ab aufs Treuhandkonto!

Na, wie steht es?
Haben wir ’nen deal?

Nein?
Dann Klappe zu, kkthxbye.

Alternativ:
Vorschrift ändern, so dass es erlaubt wird.
Habe ich NULL Probleme mit, von mir aus kann dann ne ganze Geschlechter-WG nächtelang ihre Orientierung diskutieren.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ich habe nicht und werde nie den Schulleiter angreifen. Unter den gegebenen Umständen alles korrekt gemacht. Meines Wissens bezweifelt dies niemand.

Meine Kritik gilt einer veralteten Vorschrift, die mit der heutigen Zeit nicht Schritt hält – zum Nachteil aller betroffenen.

Ich widerspreche Ihrer Annahme, dass es sich um eine Mode handelt.u

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Dafür kritisieren Sie die Kommentierenden hier, die sich auf die Vorschrift berufen, aber sehr vehement …

Die Sache mit der Mode wird sich zeigen, wenn die Zeiten mal wirklich hart werden. Und die sehe ich kommen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Zugegeben, Danke.
Gleichermaßen ist wohl auch „der Schüler“ nicht zutreffend… Vielleicht Schüler*in?

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Eigentlich ist alles nicht zutreffend. Darin liegt ja das Problem.

Wir hatten von einiger Zeit einen (jetzt ehemaligen) Jungen dabei. Die OP war noch nicht ganz vollzogen, aber sie sah sich eindeutig weiblich (Hormontherapie war in vollem Gange). Da war die Unterbringung in einem Mädchenzimmer (nach Absprache mit allen Beteiligten) auch kein Problem.

Aber wer sich nirgendwo zugehörig fühlt, bekommt dann eben ein Einzelzimmer. Ich weiß gar nicht, wo bei der Sache der Skandal liegt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Wo fühlte sich die besagte Person zugehörig?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Verzeihung, Schüler*in

Frank Bone
1 Monat zuvor

Er ordnet sich selbst keinem Geschlecht zu, möchte sich aber zu seinen „Freundinnen“ (weiblich) zugehörig fühlen.
Den Widerspruch verstehe ich nicht.
Biologisch und „chromosonisch“ ist er nun mal ein Mann, insofern ist m.E. die Entscheidung richtig. Die Schule könnte auch generell in Zukunft Zimmerkategorien für männlich,weiblich, divers anmieten. Dann würde er ein Zimmer in der Kategorie divers bekommen, was absolut korrekt wäre, denn er müsste sich ja theoretisch dieser Kategorie zugehörig fühlen.
Würde er aber auch nicht wollen, wetten?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Frank Bone

Wen würden Sie denn in das „diverse“ Zimmer stecken? Sobald durch die Belegung biologisch eine Schwangerschaft möglich ist, haben Sie im Ernstfall ein Problem.

Dem jungen Mann wurde ein Einzelzimmer angeboten, was er abgelehnt hat.

Ingo
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Genau, wer eine ausgrenzende Sonderbehandlung ablehnt, ist es selber schuld, gell? Unfassbar…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Dann gehen Sie doch ganz woke voran und legen eine(n) 16jährige(n) auf ein Zimmer mit Schülerinnen.

Nur zu.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Sollte man machen. Es sind ja ALLE BETROFFENEN dafür, aber das Schulgesetz gibt das derzeit nicht her

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Dann ändern Sie das Schulgesetz. Eine bessere Trumpfkarte als „LGTBQ-HDTV fühlt sich diskriminiert“ gibtves auf politischer Ebene aktuell kaum.

Mir könnte es nicht egaler sein – Freiheit und so.
Von mir aus kann jeder stehen worauf xir/xe will…nur nicht auf meine Rechnung.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Stimmt schon. Ich kann nur das Wohl der Schüler*innen, dass Einverständnis der Lehrkräfte (und vielleicht sogar die der Schulleitung) vorbringen…

Auf der anderen Seite haben wir eine veraltete Regelung, welche die jetzige Lebenswelt nicht berücksichtigt, keine Homosexualitat vorsieht und Geschlecht als einen An-Aus-Schalter vorsieht – verdammt seien die dazwischen und außerhalb

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie kann man in ihrem Modell das Geschlecht aussschalten?

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Warum nicht dann einfach unterteilen in zwei Zimmer: „divers, männlich“ und „divers, weiblich“?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Solange es sich an der Biologie orientiert, habe ich nichts dagegen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

… Also männlich, weiblich und divers?

Ich verstehe nicht ganz, wovor hier geschützt werden soll. Geht ausschließlich Gefahr von Hetero-sis-Männern und -Frauen aus?
Oder sind andere egal?

AA-Stiftung
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Divers ist nicht Biologie.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  AA-Stiftung

Sie sind auf der richtigen Spur.
Vielleicht… aber nur vielleicht ist es nicht die Biologie, die über Einkommen entscheidet oder über die Preise für „Frauenrasierer“. Vielleicht sind Unterschiede in Medizin und Schule gar nicht über die Biologie zu begründen, sondern … gesellschaftlich, als wäre Geschlecht auch eine Art „Soziales Konstrukt“, welches uns im Alltag sehr viel mehr und öfter betrifft als unsere Fähigkeit, Kinder zu gebären…

Hm, das würde Arbeit für uns bedeuten. Dann stehen da nicht mehr binär Männer und Frauen vor uns, sondern Menschen

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Topp-Lösung!!

Ich würde sogar noch weiter gehen und kategorische noch ein Zimmer für Einhörner mitbuchen.

Oder …. ich beim Arbeitsamt – mit der absoluten Forderung, dass ich ein Ausbildungs- und Arbeitsangebot zum Mammutjäger haben will.
Und wenn es das nicht gibt, dann meckere ich auf extrem hohem Niveau,was für eine Ungerechtigkeit das darstellt.

Shitstorms willkommen! … aber wir denken das bitte mal in der Kategorie „Alltag“ u d an die besonderen Bedürfnislagen eines jeden Individuums, die bei manchen als absolut und berechtigt und zu berücksichtigen wahrgenommen werden.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Der Alltag ist also, dass wildfremde Menschen sich in die Privatsphäre von Jugendlichen, um über deren Identität zu entscheiden – cool

Aber diese Personen wissen anscheinend so viel zum Thema wie über einhörnige Mammuts etc…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja, ganz recht.

Weil diese Personen die VERANTWORTUNG zu tragen haben.
Also sollten sie auch das Sagen haben.

Gesetzes-/Vorschriftenlage kann gerne geändert werden.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Nana, Sie tragen keine Verantwortung.
Die verantwortlichen Eltern und Lehrkrafte waren DAFÜR!

Der Schulleiter entschied sich (auch aus der Fürsorgepflicht für die Lehrkräfte) dagegen. Zu Recht!

Aber dies ist einer Gesetzgebung geschuldet, mit der offenbar alle Betroffenen unzufrieden sind.

Ihre persönliche Meinung läuft dem zuwider

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Ratio sagt: Halte Dich an die gültigen Vorschriften.

Mehr rationales Denken und weniger Emotionen in vielen Angelegenheiten würden das Leben für alle erheblich vereinfachen.

A.J. Wiedenhammer
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Also, ich bin für Einzelzimmer für ALLE. Oder – falls so zuviel soziale Komponente verloren geht – die ganze Klasse muss in einer einzigen großen, nicht unterteilten Schützenhalle nächtigen, und wir hoffen einfach, dass die allgegenwärtige Großgruppenkontrolle problematische Begebenheiten verhindert.

Bücherleser
1 Monat zuvor

„Ratio“ = Vernunft, Verstand?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Wahrscheinlich Kinder mit diversen Geschlecht…
Aber anders als es so manche Panikmache behauptet, gibt es nur sehr, sehr wenige betroffene Personen. Zu einer Klassenfahrt gehört eben mehr als ein Einzelzimmer, abgeschottet von den anderen

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Geht’s auch ne Nummer kleiner??

Abgeschottet ist völliger Blödsinn, denn wir alle wissen,dass bei Klassenfahrten die SuS nur zum Schlafen auf ihre eigenen Zimmer „genötigt“ werden.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Geht’s auch realistischer?
Waren Sie je auf einer Klassenfahrt?
Wie bedeutsam die Auswahl der Zusammenlegung für SuS ist, eben weil sie dort selbstverständlich nicht nur schlafen?

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Vielfach … und es war immer genau so, wie ich es geschildert habe.

vllt haben Sie ja einen anderen Blickwinkel auf die Vorkommnisse bzw. die „Gesetzmäßigkeiten“ bei Klassenfahrten.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Ich kenne kein Schulkind, welches auf Klassenfahrt gerne alleine in einem Zimmer übernachten will (sofern kein Krach, Ängste, usw.)
Meinen Sie nicht auch, dass es doch um Gemeinschaft geht, auch (vielleicht sogar besonders) nachts?

A.J. Wiedenhammer
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

So’n Quatsch! Es gibt viele, die ein Einzelzimmer als Privileg ansehen würden. Und meiner Erfahrung nach nicht zu Unrecht.
(Oder buchen Sie im Urlaub auch gerne das Mehrbettzimmer, der Gemeinschaft wegen?)
In einer Klasse sind viele Schüler zufällig zusammengesteckt, die sich außerhalb nicht unbedingt zusammenfinden würden. Wunderbares Gemeinschaftserlebnis (für alle!) ist rosarotes Wunschdenken.

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Eine Ausgrenzung als Privileg zu tarnen ist…

Ethan
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Die Eltern haben alle schriftlich bestätigt, dass sie damit einverstanden sind. Da kann niemand die Schule verklagen. Als ob es nicht auch bei getrennten Zimmern viele gibt die einfach trotzdem beim Freund/Freundin schlafen. Ich find gemischte Zimmer generell eine gute Idee, solange alle Kinder/Eltern damit einverstanden sind. War auch ein Drama als ich mir im Zeltlager das Zelt mit meiner besten Freundin teilen wollte. Wir waren 9, als ob da etwas passiert. Und selbst wenn, als ob getrennte Zelte von irgendwas abhalten. Solange die Kinder und Eltern unterschreiben dass sie damit einverstanden sind sehe ich das Problem nicht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Ethan

Danke für diese Erdung des etwas sehr in hätte-hätte-zugewandtem Diskurs

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Also im Falle einer Vasektomie hätte es keine Probleme gegeben?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn es eine juristisch saubere Regelung gibt, dass vasektomierte Jungs und Mädchen mit verschlossenen Eileitern in einem Zimmer einer Jugendherberge übernachten dürfen, gäbe es keine Probleme für mich als durchführender Lehrer. In diesem Sinne also ja.

Da es eine solche Regelung nicht gibt — und hoffentlich in der Form auch nie geben wird –, spielt meine Antwort auf Ihre Frage keine Rolle.

Marion, Erzieherin
1 Monat zuvor
Antwortet  Frank Bone

Ich denke mit „zugehörig fühlen“ ist eher gemeint, daß er sich insgesamt der Gemeinschaft zugehörig fühlen möchte. So wie ich das verstehe, wurde er früher ausgegrenzt. Jetzt hat er Freundinnen gefunden. Von den Jungs scheint er wohl immernoch eher Ablehnung zu erfahren, was ich mir in dem Alter durchaus gut vorstellen kann. Da ist man noch sehr mit Idenditätsfindung beschäftigt. Jungs müssen sich gegenseitig ihre „Männlichkeit“ beweisen. Jemand wie Dario, der Pink liebt, öfter Röcke trägt und Puppen sammelt wird da, milde ausgedrückt, eher nicht ernst genommen. Bei den Mädels kommt er mit seiner femininen Art wahrscheinlich schon eher an, weshalb er ja auch Freundinnen hat. Daß es für ihn deshalb nicht in Frage kommt, sich ein Zimmer mit den Jungs zu teilen, verstehe ich gut. Ebenso verstehe ich aber, daß er kein Einzelzimmer will, da ihn das von all dem ausschließt, was Klassenfahrt ja auch ausmacht. Bis spät abends im Zimmer mit den Freundinnen tratschen, kichern und über Jungs „lästern“. Ich kann nachvollziehen, daß er sich da in einem Einzelzimmer sehr ausgeschlossen fühlen würde.
Dennoch kann ich auch die Schulleitung verstehen. Schließlich trägt die Schule die Verantwortung, sollte doch „etwas passieren“.
Ob da die Erlaubnis der Eltern etwas daran ändern würde, weiß ich nicht.
Verzwickte Situation. Aber wie soll man sowas sonst handhaben?

Lisa
1 Monat zuvor

Ich kann aus eigener miterlebter Erfahrung berichten, dass das bei einer Studienfahrt der FU Berlin kein Problem war. Eine sich selbst so definierte Transfrau ( ich schreibe das so, weil sie nicht geschlechtsangleichend operiert war) teilte sich das Zimmer mit zwei Kommilitoninnen.
In der Schule scheint es eher darum zu gehen, dass die Schüler minderjährig sind. Aber wenn da die Eltern und alle Beteiligten grünes Licht geben, warum nicht? Und wenn weitere Fälle alle Bedingungen erfüllen wie die explizite Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten, wen tangiert es eigentlich?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Den Willen außenstehender Forumsteilnehmer*innen 😉

Aber auch das stumpfe, alte Schulgesetz. Zuerst sich selbst absichern, dann erst die Schutzbefohlenen. Zuweilen sehr frustrierend

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Er/Sie/Es fühlt sich aber keinem Geschlecht zugehörig. Also andere Lage.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Jetzt ganz roße Quizfrage :
Kann man sich menschlich zugehörig fühlen, obwohl man sich geschlechtlich nicht zugehörig fühlt?

Btw: Ich und Andere hier kritisieren gar nicht den Schulleiter oder streiten seine fehlenden Möglichkeiten ab.
Die Kritik gilt der fehlenden Empathie des Forums („.. Will nur Aufmerksamkeit, hat doch ein Einzelzimmer, was noch?…“)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Frank Bone

Die Schülerinnen im Zimmer haben nichts dagegen, deren Eltern haben nichts dagegen, vielleicht hat auch die Schulleitung nichts dagegen.
Es geht ums Schulrecht. Dies ist zutreffend und leider der einzige Grund, der diesen Menschen im Wege steht

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja, aber ehe sich die Gesellschaft bewegt und sich die Gesetze bewegen, lässt sich leichter empört kritisieren, wie einfach es sich die SL (und LuL?) gemacht haben.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Ich sehe da eher gesagt wenig Kritik, mehr Verständnis.

Was mir eher ins Auge fällt sind Menschen die sich persönlich mit geschlechtlicher Identität schwer tun und es öffentlich anderen absprechen/ verbieten möchten…

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wow!
Steile These von jemandem, der / die / das über die Forumsteilnehmenden noch weniger weiß als über Dario.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Soweit ich es sehe, stützen sich viele auf ein (meiner Meinung nach veraltetes) Schulgesetz sowie die Reduzierung von Menschen auf ihre Zeugungsfähigkeit, etc.
NICHT auf die Wünsche aller Beteiligten =/

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Klassenfahrten sind Schulveranstaltungen und kein Wunschkonzert.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Wer hat sich denn empört, wie einfach es sich SL und LuL machen? Der Vorwurf kam schon, bevor Kritik kam. Die Kritik richtete sich an „… Wenn er nicht mal das Einzelzimmer will, ist ihm auch nicht zu helfen.“, „.. Will nur Aufmerksamkeit“, „Die Diskriminierung sehe ich nicht“, ect.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Frank Bone

Das Einzelzimmer wäre ja das Zimmer der Kategorie „divers“. Es gab ja wohl nicht mehr. Also war doch alles korrekt. Er ordnete sich ja nicht dem weiblichen Geschlecht zu. Warum also zu den Mädchen?
Im Nachhinein so zu stänkern macht den Eindruck, dass jemand nur Aufmerksamkeit haben will. Gut das die WDR Lokalzeit immer ein offenes Ohr hat.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Danke!!
Genau mein Gedanke!!

„Seht her … ich bin besonders… und ich will auf Biegen und Brechen so gesehen werden.“

Übrigens: „Meldung an die Küche: ich ernähre mich übrigens lediglich von frisch geschnittener – direkt vom Baum gepflückter Ananas … natürlich verfeinert mit aufgeschlagener frischer Kokosmilch.
Wie? Gibt’s nicht? … gibt’s nicht gibt’s nicht!!
… ich erwarte,dass mir entgegengekommen wird … nur zwei Komponenten … das sitzt doch wohl drin – oder muss ich hier Vorbehalte gegen Veganer vermuten?“

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Ich hatte eher den Gedanken, dass diese Person vielleicht von seinen Mitschülern arg gequält wird. Und dass er mit seinen Peinigern nicht in seinem Zimmer schlafen möchte.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Jepp, genau so einen Fall haben wir aktuell in der Klasse und der S. würde es lieben, ein einzelnes Zimmer für sich zu haben.
Dazu kommt noch eine weitere S*, die mit dem AspergerSyndrom zu kämpfen hat. Die erträgt keine Unruhe, Lautstärke und keine übermäßige Nähe … auch die würde sich über ein Einzelzimmer freuen.

…und jetzt kommt mir nicht mit anekdotischer Evidenz … alle in Schulen Beschäftigten wissen, dass mittlerweile nahezu jede Klasse solche SuS hat.

Dario scheint diesbezüglich keine Einschränkungen zu haben … da geht es um was ganz anderes.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Sie meinen also, die (falsche) geschlechtliche Identität ist mit Autismus zu vergleichen?
Eine herausfordernde Annahme…

A.J. Wiedenhammer
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Die Evidenz geht sicherlich weit über Anekdoten hinaus.
Und meisten fährt so ein Kind/Jugendlicher dann ganz einfach gar nicht mit. Soviel zur „Ausgrenzung“. Ein Einzelzimmer zum Schlafen ist nicht dasselbe wie Isolationshaft, da sollte man die Kirche im Dorf lassen.
Mir kommt die Ablehnung des Einzelzimmers auch etwas bedenklich vor, geht in Richtung „Dramaqueen“.
Ein kleines bisschen Kompromissbereitschaft sollte bei Gruppenveranstaltungen doch angebracht sein.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Warum der Vergleich zu dem Wunsch nach veganen Essen und nicht zur Lebensmittelallergie? Passt genau so schlecht, aber warum nicht?

Warum beschweren Sie sich über eine persönliche, die Biogradie prägende Entscheidung, als ginge es um eine Essensbestellung? Sie können es soweit (nicht) verstehen, aber die Politik tat es. Können Sie sich bitte halbwegs an politischen Entscheidungen orientieren?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Für mich klingt es eher danach, dass sich das Kind eben nicht „den Jungen“ zuordnet. Aber wie schön, dass wir es in eines der beiden Geschlechter zwingen, um… tja, was eigentlich?

Die Mädchen haben offensichtlich kein Problem damit, aber das soll keine Erwachsenen davon abhalten, die Dario nie kennen gelernt haben und nie sehen werden…

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Er soll nicht in ein Geschlecht gezwungen werden.
Es soll nur kein Präzedenzfall für einen Anspruch auf gemischtgeschlechtliche Zimmer bei Klassenfahrten geben.

Ob die Schutzbefohlenen damit kein Problem haben hat damit wenig zu tun.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Danke!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Er soll nicht gezwungen werden, aber die Person muss sich entscheiden und eine der Möglichkeiten ist verboten…
Das sieht nach einem sehr schmalen Grad aus.
Ich bin davon, dass sich schulrechtlich DERZEIT nicht viel machen lässt, aber hier sollte der Anfang eines Prozesses stehen und keine zufriedene Rechtfertigung

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ganz ehrlich?
Wenn ich für jede Blume ein ganz besonderes Setting stellen muss, weil diese besondere Pflanze ganz individuell gesonderte Bedürfnisse anmeldet, dann kann ich die nicht alle im selben Beet anpflanzen.

Diese Überindividualisierung ist der Tod in Tüten für unsere Gesellschaft…wir ärgern uns über schwindendes Sozialgefüge in der Gesellschaft und Projekt dann für jedes Individuum ein ganz spezielles Setting – den jeweiligen -mittlerweile zahllosen – Ansprüchen gerecht.

…und das dann zu skandalisieren, wenn diese Extrawürste mal nicht genehmigt werden, ist wirklich die gezündete Lunte an der Sprengbüchse, die uns in alle vereinzelten Teile zerlegen wird.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Das tut mir leid. Wie viele hubderte Extrawürste mussten Sie bisher bearbeiten?

Habe eigentlich angenommen, es wären statistisch sehr wenige, aber wenn es wirklich so viele sind, sollten deren Rechte in Gesetz gegossen und Lehrkräfte klare Pläne vorgegeben werden 😉

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Gäbe es eine rechtssichere Zustimmungsmöglichkeit aller Beteiligten, die NICHT im Nachhinein wiederrufen werden kann – kann von mir aus auch offiziell jeder zu jedem aufs Zimmer.

Dann einfach diese Möglichkeit juristisch schaffen, Problem gelöst.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Danke. Ob so eine Möglichkeit kommen wird? Ich will es nicht hoffen, weil es selbst wenn erst noch viele Präzedenzurteile brauchen wird, bis eine (angeblich) rechtssichere Lösung tatsächlich rechtssicher ist.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Das kann ich mir ehrlichgesagt nicht vorstellen. Das Schulgesetz muss modernisiert werden

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Stimme zu.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Sie wünschen sich eine Anpassung des Schulgesetzes?

Warum habe ich diesen Beitrag erst so spät gescrollt? Freut mich, dass wir uns da einig sind 🙂

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Motivlage ist bei Ihnen und bei 447 aber gegensätzlich, weil da moralische Wünsche auf Gleichgültigkeit, solange erlaubt treffen.

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Jep, unbedingt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Wie würde sich Ihrer Meinung nach ein berechtigtes Anliegen sowie der Wunsch danach, nicht in einem Einzelzimmer von Mitschüler*innen zu sein, von dem Verhalten in diesem Fall unterscheiden?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Frank Bone

Wie unterscheiden Sie biologisch und „chromosomisch“?

SchnauzeVoll
1 Monat zuvor

Blöde Situation für Dario, zweifelsohne.
Wenn man allerdings die Gesamtsituation zuende denkt, kann es eigentlich nur bei der aktuellen Art der Handhabung bleiben. Schafft man einen Präzedenzfall, wie auch von der Schulleitung befürchtet, schmeißt man jegliche Argumente für eine wie auch immer geartete Regelung zur Zimmereinteilung über Bord. Das würde der Geburtenrate in Deutschland zwar gut tun, doch Teenagerschwangerschaften zu Hauf sind wirklich nicht erstrebenswert.
Also bleibt alles beim einzig objektivierbaren Kriterium, dem biologischen Geschlecht.

Ingo
1 Monat zuvor
Antwortet  SchnauzeVoll

Genau, einfach bei dieser Handhabung bleiben. Ob Betroffene die Schnauze voll von so einer ausgrenzenden Behandlung haben…egal. einfach weiter auf den Schulschwächsten einhauen, mit dem keiner ein Zimmer teilen will. Tolles Vorbild! Die Mobber werden dagegen noch honoriert und in ihrem Verhalten bestärkt!

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Man könnte das Bild allerdings weitergefasst so sehen, dass die SL (und LuL?) das schulschwächste Glied auf der Entscheiderseite darstellt, auf welche sehr leicht eingedroschen wird. Der SL hatte ja offenbar versucht eine Rückendeckung oder wenigstens eine belastbare Ansage von weiter oben zu kriegen. Es gab jedoch einen Rat, keine Ausnahme zu machen. Wäre es ein Nein oder ein Ja gewesen, hätte man dort die Verantwortung so oder so übernommen. Mit dem Rat blieb die Entscheidungsverantwortung beim SL, auch wenn sie durch „keine Ausnahme machen“ in eine Richtung angezeigt wurde.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Ach, die/der hat es Verdient? Dann darf draufgehauen werden! Gesetz des Schulhofes 😉

Manche platzen wahrscheinlich vor Stolz, weil sie noch nicht mal mit Steinen werfen

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Geht es vielleicht eine Nummer kleiner? Bei jeder Klassenfahrt können Freunde oder Freundinnen nicht die gewünschte Zimmerbelegung haben. Fünfer- und Dreiergruppen sind halt schwierig zu realisieren – Achtung Ausgrenzung, evt, eine(r) zu viel, und dann noch im gleichen Zimmer! Autismusspektrum, ADS, ADHS, Inklusion, Migrationshintergrund – alles Gründe, die die Zimmerbelegung beeinflussen und reine ‚Freundschaftszimmer‘ meist unmöglich machen. Die Kids haben oft gute Gründe für ihre Wünsche, wir sagen aus anderen guten Gründen ‚Nein‘ und hier? ‚Mein Grund ist aber ein anderer und darum zählt er mehr‘? Wer grenzt hier wen aus? Wer verlangt eine Sonderbehandlung? ‚Niemand zwingt dich, in ein Jungenzimmer zu gehen, darum wurde der Förderverein gefragt, ein Einzelzimmer angefragt…‘ Welch unglaublich böswilliges, diskriminierendes Verhalten, das reinste Mobbing!
Es ist übrigens nahezu egal, wie die Aufteilung aussieht, bis zum zweiten nächtlichen Rundgang sind die meisten sowieso noch in den Partyzimmern.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

So ist es!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Da haben Sie einen Punkt. Dann würde es auf das „Sonstige“-Zimmer hinauslaufen. Ich fände es sehr schade, habe Ihrer Argumentation aber nichts entgegen zu setzen.
Schade

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Zwischen reinen Freundschaftszimmern und isolierten Zimmern gibt es doch wohl einen Unterschied und dieser Mensch ist kein Autist, der sich übers alleine sein freut!

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  SchnauzeVoll

Zustimmung vom Biologielehrer!
Diejenigen Lebewesen, die die Samenzellen produzieren, sind männlich. Und die, welche die Eizellen produzieren, sind weiblich. Dabei ist es völlig egal, ob sie den Nachwuchs im Bauch tragen oder im Ei ausbrüten. Das ist die biologische Definition – nach der gibt es diese zwei Geschlechter und sonst keins.

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Joo, das biologische Geschlecht, naturwissenschaftlich definiert über die körperliche (zumindest grundsätzlich veranlagte, wenn auch nicht in jedem Individuum gegebene) Produktionsfähigkeit dieser oder jener Gametensorte, hilft uns aber nicht weiter bei der sozio-psychologischen, subjektiven Selbstidentifikation des Menschen und der jeweils aktuell schon vorliegenden und/oder akut herausgeforderten Bandbreite an Gruppenzugehörigkeiten innerhalb einer gegebenen sozialen bzw. teil-/kollektiven Sub-/Gruppe.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Sie haben die Defekten, Entarteten und von Gott vergessenen Menschen vergessen, die bspw. beide biologischen Merkmale tragen. Am besten ausgrenzen, operieren und irgendwie wieder „richtig“ machen.

Aber die Reduktion auf die Fortpflanzungsfähigkeit ist mit besonders bei Schüler*innen wichtig. Darum schlafen Mädchen, Jungs etc. vor der Pubertät zusammen und werden erst mit der Geschlechtsreife getrennt. Biologie! 😉

Kevin
1 Monat zuvor
Antwortet  SchnauzeVoll

Vermutlich ist die Situation genau so geworden, wie Dario es wollte und angestrebt hat.

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Kevin

Apropos Vermutung : Wer sich nicht in der traditionell überholten Norm einer rein biologisch definierten Zweigeschlechtlichkeit wiederfinden kann, wird so gesehen „natürlich“ ausgegrenzt. Selbstverschuldete Betroffenen streben verständlicherweise nach dieser ihnen zunehmend vertraut gewordenen Isolation, warum sollten sie also an einer schnöden Klassenfahrt teilnehmen wollen zumal mit Freund*innen?
Armselig, sonst nichts.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Wie die schwarzen Kinder, die nach Jim Crow endlich ihre eigenen Sitzreihen im Bus bekamen. Die wären bestimmt happy über die Sonderbehandlung 😀

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Kevin

Ich schätze, Dario wollte einfach nur auf Klassenfahrt. Stattdessen muss der Schule und der Öffentlichkeit Abbitte geleistet, seine geschlechtliche Identität widerrufen und die Person dem Spott des Pöbels überlassen werden.. Immer noch zu gut für das Kind, sage ich!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  SchnauzeVoll

Sie haben also die Sorge, Dario würde im großen Stil seine Freundinnen bei der Klassenfahrt (nicht bei den Übernachtungen davor) schwängern?

Und gleichgeschlechtlicher Sex, (oder gar schlimmstenfalls eine Vergewaltigung) stellt keinerlei Problem dar?
Vielleicht dann doch lieber das Verhüten lernen -___+

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Was die Jugendlichen in ihrer Freizeit machen, kann mir als Lehrer völlig egal sein. Eine Klassenfahrt ist keine Freizeit, ich habe die Aufsichtspflicht und ich mache so eine Fahrt unter den vom Land zugestandenen Bedingungen nicht freiwillig. Dann darf ich aber auch die Regeln festlegen, wobei Zimmerbelegung nach biologischem Geschlecht die Regel ist, in dem Fall ist das Einzelzimmer ein eigentlich schon viel zu weit entgegenkommendes Angebot.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Die Regel ist bekannt und von meiner Seite aus auch stark kritisiert. Spricht es nicht für eine überfällige Aktualisierung, wenn homosexuelle und lesbische Pärchen im gleichen Zimmer schalten und walten können, während wir uns bei sis-Kindern vor Kummer zerreißen?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Es geht um Schwangerschaften und die fehlende Erlasslage seitens des Dezernats. Die homosexuellen Schüler können doch in diesem Fall froh sein, die Nacht in einem Zimmer mit dem von ihnen präferierten Geschlecht zu verbringen. Oder definieren Sie das als dringend zu unterbindende positive Diskriminierung?

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nein, aber andere könnten den Anspruch erheben, ebenso bei den „Freundinnen“ schlafen zu können…und das ergäbe dann ein Rechtfertigungsproblem hinsichtlich einer Ablehnung.

Ich wundere mich sehr, warum halbwegs intelligente Leute nicht dazu in der Lage zu sein scheinen, diese Konsequenzen bis zum Ende durchzudenken.
Blockiert da die pseudointellektuelle ideologisch korrekte Grundhaltung das normale alltagsbezogene Denken?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Über diese Typen wundere ich mich auch – wer auch immer die seien mögen… 😀

Könnten, könnten und vielleicht könnte jemand gewollt haben! Ich sehe hier ein aus der Zeit gefallenes Festhalten an Regelungen, die nicht mehr die aktuelle Lage regeln, sondern bloße rechtliche Absicherung bieten – die Kinder sind egal.

Bitte aber nicht in drei Jahren rumweinen, wenn sich die Tochter in einem Raum voller Lesben umziehen muss. Oder schlimmer! Der Sohn vor Homosexuellen!

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das Problem wird sich mittelfristig von selbst lösen, weil die vielen homosexuellen Menschen keinen oder deutlich noch viel weniger Nachwuchs in die Welt setzen.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Großes Pikachugesicht…(nicht)…ich bin leider superstraight und habe komischerweise garkein Problem damit, mich im Fitnesstudio vor/bei LOCKER 10-15% homosexuellen Männern umzuziehen.

Denn da wir alle Erwachsene sind, passt das schon.

Würde(n) ich wir dann halt die „Orientierung“ oder das „Geschlecht“ (sic!) wechseln, wäre das in der Verantwortung der „Umkleidenden“ 🙂 und ich müsste das höchstens meiner Frau „erklären“.

Wenn ein 16jähriger sich noch nicht mal IRGENDEINES Geschlechtes sicher ist, da ist auf Klassenfahrt und bei Nacht alles möglich.

Vielleicht ist er ja auch heute noch homosexuell, bei der klugen Katharina aber auf einmal sapiosexuell? Oder bei Nicole „pan“, bei Sebastian wieder „homosexuell“ nach zwei Bier?

Ja tröt, VÖLLIG unkontrollierbare Situation. Eine Einladung zum Chaos.

Option A: Gesetze ändern. (Von mir aus, IDC)

Option B: Nix gemeinsame Zimmer.

Option „Is nich“: Auf berufliche Kosten der Lehrer seine sexuelle Identität ausleben/erkunden.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Dann bleibt der Schüler halt zuhause. Die Eltern können gerne jederzeit privat mit ihren Kindern einen Ausflug mit Übernachtungen machen. Dort können sie das so handhaben, wie alle/sie wollen.
Wir sind im Kontext Schule keine „Wünsch dir was“-Veranstaltung. Ganz einfach.
Wenn die Vorgabe ist, Klassenfahrten zu planen und zu machen. Dazu die Regelungen beachtet werden. Dann ist das in Ordnung. Ansonsten bitte generell per Gesetz eine gemischte Übernachtungssituation herstellen. Dann mit den möglichen Konsequenzen leben.
Oder Klassenfahrten generell von der „Dienstpflicht“ nehmen und im Bereich des Freiwilligen machen. Mal schauen, wie viele dann solche Situationen zustimmen oder eben den/die ein oder anderen SuS daheim lassen (lassen). Oder eben alle SuS.
Daher: Richtige Entscheidung der Schulleitung.

Als LuL übernachte ich auch nicht im Zimmer der SuS. Egal, wer da wie zustimmen würde. Durch ein Einzelzimmer fühle ich mich auch nicht ausgegrenzt. Und wenn ich mit einem (oder mehrere) gleichgeschlechtlichen Kollegen/LuL ein Zimmer teile, dann ist das auch okay. Anders eben nicht. Da kann ich mich fühlen und „verordnen“ wie ich will.

Muss man jetzt bei M/W/D ebenso die LuL so stellen? Hat jede Schule mit diversen SuS auch genug diverse LuL? Wie lösen „wir“ das?
Generell nur noch Klassenfahrten mit LuL aus M/W/D (außer GS, da gilt sowieso in bestimmten Bundesländer auch keine Männer als ok … Da Mangel).

Wie sieht es mit anderen Sachen aus, was die Eltern ok finden würden, allerdings per Verordnung und Gesetz nicht ok ist? Nehmen wir mal Alkohol und Rauchen.
Sind Sie da auch offen dafür? Ich meine … Wenn die Eltern dort einwilligen. Kein Problem, oder?

Mit solchen „Sonderregelungen“ machen wir die Büchse der Pandora auf.
Dann bitte die Dienstpflicht aussetzen und das zur Spaßveranstaltung machen. Können gerne die Eltern die Planung, Durchführung und Aufsichtpflicht übernehmen, welche das so locker sehen … Ob man dann mitkommt steht auf einem anderen Blatt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Da haben Sie wohl recht.. Wenn wir Schwule in unseren Schulen dulden, könnten Schwarze, Roma, Juden und sogar Frauen folgen… und Forderungen stellen

Die sollten lieber unter sich bleiben und eigene Ausflüge unternehmen, außerhalb der Gesellschaft, gelle?

Hans Hoffmann
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Kleiner haben Sie’s nicht?

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das lesen Sie jetzt genau wo raus? Bleiben Sie doch bitte mal auf dem Teppich: Dario will nicht bei den Jungs schlafen (die seinem biologischen Geschlecht entsprechen würden), ihm wird ein Einzelzimmer angeboten, dies will er auch nicht, weil er mit seinen Freundinnen zusammen nächtigen will (die nicht seinem biologischen Geschlecht entsprechen). Dario entscheidet, dass 7-8h Trennung von seinen Freundinnen während der Schlafenszeit für ihn unzumutbar ist und bleibt daheim. Mehr isses nicht. Es geht nicht um gruppenbezogene Ausgrenzung, sondern um eine Klassenfahrt, bei der eben die Fahrtenleiter die Verantwortung tragen und in diesem Rahmen Entscheidungen treffen, die auch die Schlafsituation betreffen. Würden Sie bei heterosexuellen Jungen, die so ein Fass aufmachen, weil sie nicht bei ihrer Freundin im Zimmer schlafen dürfen, ebenso mit Schaum vorm Mund von Ausgrenzung reden?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Gesellschaft ist mehr als nur Schule.
Leider scheint dieser Satz im Verständnis für viele nicht mehr zu gelten.
Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen. Der Rest ist ein sehr schlechter Strohmann Ihrerseits. Wenn Sie so denken, dann okay. Ihre Meinung. Ich habe das weder so geschrieben, noch so gemeint. Und das wissen Sie höchstwahrscheinlich auch. Ansonsten muss ich wirklich an Ihren geistigen Zustand zweifeln.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich wusste gar, dass…
– Hautfarbe
– symbolische Gruppenzugehörigkeit
– Religion
… dazu führt, dass Schwangerschaften entstehen. Aber hey, man lernt jeden Tag was neues. 🙂

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn Sie gerne rhetorische Spiele spielen wollen (mit den üblichen Totschlagkeulen):
Ok, weil wirkt eh nicht mehr:

Wenn die sich dabei so aufführen und do viel Ärger machen würden – ja.

Da dürfen sogar knall-heterosexuelle „Daniels“ oder krachledern-enthaltsame „Zensis“ gerne zu Hause bleiben.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Es reicht zu, wenn dann zu nachtschlafender Stunde doch Alkohol konsumiert wird, die lieben Kleinen immer mehr enthemmt sind und eine/r der Beteiligten mehr präsentiert als der/die anderen wollen. Dann haben wir es nämlich mit sexueller Belästigung oder schlimmerem zu tun, der die Lehrkraft durch die Zimmeraufteilung beigeholfen hat. Oder wenn die lieben Kleinen, leicht angetrunken, doch miteinander rummachen und upsi, es Folgen gibt. Und dann sagen Eltern auch ganz schnell: wir waren einverstanden, dass die in einem Zimmer schlafen, aber doch nicht mit sowas!
Ich kann mich übrigens nicht erinnern, dass es auf Klassenfahrten Probleme wg. einvernehmlichen gleichgeschlechtlichen Sex gegeben hätte. Der hat nämlich den Vorteil, keine Schwangerschaften zu produzieren.

unverzagte
1 Monat zuvor

Glorreiches Eigentor eines Schulleiters…die Thematik wird sich mit weiteren Ausschlüssen garantiert nicht in Wohlgefallen auflösen lassen.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Hätten Sie den jungen Mann also zu den Mädchen gesteckt? Sie würden also auch die Möglichkeit einer Schwangerschaft in Betracht ziehen und auch sämtliche Folgekosten tragen? __Ich__ würde das nicht wollen und damit zählt Zimmerbelegung nach biologischen Geschlechtern sortiert. Keine Diskussion.

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ihren Unwillen zur Diskussion mit Ihnen teile ich. Unterlassen Sie also bitte weitere Fragen an mich.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Schade, weil ich mich gerne argumentativ umstimmen lasse. Emotional oder moralisch ist bei mir erst einmal schwierig.

Ingo
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Unfassbar…. das ist vor allem Ihr Kommentar aus dem Jahr 1950….

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Solange das Schulrecht und die Haftung nicht anders geregelt ist, dürfen Sie gerne das Risiko eingehen. Ich tue es nicht.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Blödsinn!

Das ist ein Kommentar, der die juristische Wirklichkeit des Jahres 2024 abbildet.

Wer das so beharrlich ignoriert und andere mit Realitätsbezug verunglimpft ist faktisch leider kein ernstzunehmender Diskussionspartner

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Nur zu, wir warten alle gesoannt auf uhre rechtsverbindliche und durch Vorauszahlung abgesicherte Deckungszusage…

Ingo
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Genau, schwule Jugendliche tun nur so als ob und lassen sich ausgrenzen, beleidigen oder sogar verprügeln, weil sie es insgeheim nicht sind und das alles auf sich nehmen, um auf Klassenfahrten mit Mädchen ins Zimmer zu kommen, um die dann auch noch zu schwängern. Sie haben die Absichten homosexueller Jugendlucher und die konsequente Homophobie völlig erkannt!

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Wer sagt das?

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Es geht um die heterosexuellen Jungs – oder auch Mädels, die sich auf den Gleichheitsgrundsatz der Entscheidung berufen werden, um gemischtgeschlechtliche Zimmer auf Klassenfahrten durchzusetzen.

Scheint schwer vermittelbar zu sein, was?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Bleibt Ihnen demnach also weiterhin nur die konsequente Ausgrenzung von homosexuellen, diversen SuS… anno 2024 ein Armutszeugnis.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Homosexuelle/ Diverse werden ausgegrenzt, wenn sie nicht mit ihren gegengeschlechtlichen Freunden aufs Zimmer dürfen? Hm, eigentlich handelt es sich eher um Gleichbehandlung, da auch Heterosexuelle nicht mit ihren gegengeschlechtlichen Freunden ein Zimmer teilen dürfen. Sie halten es also für Ausgrenzung, wenn für alle, unabhängig von der sexuellen Orientierung, die gleichen Regeln gelten. Das ist ne steile These.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo

Emotionales Verständnis und rechtliches Verständnis muss man professionell eben trennen können. Manche können das nicht. Dann auf gut Glück.
Ansonsten bitte die rechtlich sicheren Rahmen – soweit diese vorhanden sind – anderen nicht unbedingt absprechen … Mit moralischem Gejammer.
Gesetze anpassen. Verordnungen anpassen. Go for it.
Hat nicht jede/-r unbedingt Lust in Teufels Küche zu landen.

Blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Die Eltern müssten jegliche Verantwortung übernehmen.
Abgesehen davon: Sex können sie auch tagsüber auf einer Fahrt an vielen Orten haben…

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Blau

Müssten ja, geht aber nicht und deshalb geben sie die Aufsichtspflicht an die begleitenden Lehrer ab.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Blau

Schonmal die gesetzlichen Rahmen dazu gelesen?
Dann klärt sich das (schnell) von selbst.
Nein, die Eltern haben keine Verantwortung diesbezüglich.
Das können Sie ihnen auch nicht abgeben. Auch nicht mit irgendwelche rechtlich nicht zu wertenden Schreibungen der Lehrkraft oder gar der SL/Schule. So einfach ist das nicht. Auch wenn sich manche das wohl so vorstellen …zum Glück wohl eher die Minderheit hier.
Auch keine Eltern, welche die Begleitung stellen (würden), würden diese Verantwort bekommen bzw. man könnte dies nicht übertragen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich habe den Eindruck, Sie haben den Fall nicht ganz durchdrungen. Die Personen ordnet sich keinem Geschlecht zu und hat homosexuelle Neigungen (Ja, leicht irritierend, ich gehe davon aus, der Artikel bezieht sich auf homosexuelle Männer).

Es wäre also dieser Person, nach deren eigenen Entwicklungswegen, Gedanken, Gefühlen, Freunden und Familie, (stundenlanger) Beratung und z.T. sogar Widerstände durch intolleranten Hass von Menschen, die ihr niemals begegnen werden, respektvoll gegenüber, sie angemessen anzusprechen.
Daher würde sie sich bestimmt freuen, wenn Sie den Menschen Dario als „Schülerin“ bezeichnen würden 🙂

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Würde das die Sache ändern? Das Mädchenzimmer würde über Nacht, wenn ich das zu entscheiden hätte, trotzdem tabu bleiben.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wer sich also keinem Geschlecht zuordnet ist eine „sie“?

Haben Sie ihre Ideologie durchdrungen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Touché. Fühlte mich beim Schreiben jedoch sicher, die Person würde sich nicht den Jungen zuordnen. Fragen kann ich nicht und im Artikel steht es leider nicht

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Oder wir nennen „ihn/sie“ einfach Dario?
Wäre doch vermessen, wenn Dario doch als Schüler gelesen wird und Sie ihn dann als Schülerin bezeichnen?
Auch andersrum …
Also beim Namen nennen … 😉

Und mal im Ernst: Es geht eben um das eingetragene biologische Geschlecht. Da brauchen wir auch nicht emotional werden. Ansonsten müssen die Gesetze geändert werden mit eben allen möglichen Konsequenzen.
Eingetragenes biologische Geschlecht M: Raumbelegung M
Eingetragenes biologische Geschlecht W: Raumbelegung W
Wenn Kapazität und Absprache: Einzelzimmer
Alles andere sehe ich als juristisch nicht ratsam zumindest. Kann man emotional sehen wie man will … Die Aufsichtspflicht und Gesetzeslage steht dort etwas weiter für mich, als das „ich will kein Einzelzimmer“ …

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Bei Diversen betrachte ich “ er“ = der Mensch und „sie“ = die Person, somit beides richtig!

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Vorsicht, mir bekannte Diverse lehnen aus identitätsstiftenden Motiven jeglichen Gebrauch von Personalpronomen in ihrem Kontext ab.
Als Germanistin regte sich in mir anfangs Widerstand, inzwischen versuche ich diese grammatikalisch bedingte Zuordnung zu berücksichtigen.
Wie Bla bereits bemerkte, der Name einer Person tut es auch.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Danke, ich habe ein Seminarbesuch zum Thema „Queer“ mit Jugendtreff usw. mitgemacht.
Daher: Nein, definitiv nicht. Das sah jede Person nämlich anders. Manche „er“ oder „sie“ oder „er/sie“ „him/her“(klingt besser … Weiß man auch, woher man es hat) „them“ oder ganz ohne Pronomen. Dabei gab die Person ohne Pronomen zu, dass es nicht so einfach ist mit der Person selbst zu spechen und keinen Pronomen zu be-nutzen. Das ist sogar für Insider schwierig und die anderen meinten, dass sie auch aus versehen die Person mit einem Pronomen gelegentlich ansprechen oder auch als Hilfe, wenn sie keine Umschreibung spontan finden im Diskurs. Aber die Person meinte, dass es in Ordnung wäre, wenn man im Gespräch auch ein Pronomen benutzt, da nicht jeder geschult ist und es im Alltag doch recht befremdlich für viele ist. Fand ich gut die Einstellung.
Ich kenne im Bekanntenkreis allerdings auch jemanden, der/sie Switch ist. Da ist das nicht mehr so ersichtlich, wann er/sie sich jeweils als weiblich oder männlich definiert. Das ist Stimmungssache und tagesabhängig … Beleidigt ist er/sie trotzdem, wenn man es nicht irgendwie „riecht“ … Schwieriger Umgang dann … Auch sowas gibt es.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Ich hoffe, Sie haben recht. Kann schon das Rumoren im Forum erahnen, wenn eine „Ausweisfrau“ oder whatever ihre gesetzlichen Rechte in Anspruch nehmen wird +___+

Egvina
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich möchte nicht mit einer biologisch männlichen Ausweisfrau in einer Gemeinschaftsdusche duschen. Habe auch schon von Männern gehört, die es im umgekehrten Fall nicht wollten. Wessen Rechte sind denn in dem Fall höher anzusiedeln?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Egvina

Sichtschutzmöglichkeiten sind real problemlos andernfalls sollte Duschen in Etappen allen möglich sein.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Egvina

Wie meinen Sie das? Biologisch männliche Ausweisfrau?
Du bekommst nicht einfach die Eintragung … Das ist ein Prozess und ggf. langer Weg. Dazu mit Einbezug von Profis wie Psychologen. Die Geschlechtsumwandlung/“Transformation“ ist ein operativer Eingriff. Dann ist die Eintragung eben auch rechtlich in Ordnung. Wo ist das Problem?
Es gibt Menschen, die wollen mit keinem in einer Gemeinschaftsdusche duschen. Das ist individuell eben okay. Wenn es nur die Gemeinschaftsdusche gibt, dann ist das unter Umständen eben nicht möglich, dass diese Personen einzeln duschen. Ist halt so.
Um es anders zu sagen: Wollen und nicht Wollen kann man viel. Man darf sich auch persönlich individuell gestört fühlen. Dort hat auch jeder Mensch andere eigene Grenzen. Solange das keine Übergriffigkeit und echte Belästigung darstellt, muss man eben oft damit leben, dass man nicht alleine in einer Gesellschaft fungiert und die Gesellschaft nicht egozentrisch funktioniert.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

„ Du bekommst nicht einfach die Eintragung … Das ist ein Prozess und ggf. langer Weg. Dazu mit Einbezug von Profis wie Psychologen.“
Nein, das ist demnächst, wenn das SBGG verabschiedet ist (geplant in 11/24), sogar sehr einfach: man geht (drei Monate vor dem geplanten Wechsel des Geschlechtseintrags) zum Standesamt und erklärt, dass man den Geschlechtseintrag Sowieso haben möchte, und fertig ist die Laube. Nix Psychologe oder so, sondern eigenverantwortliche Erklärung.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Nein? Doch …
Im Moment ist es so.

Wie es künftig kommt … Mal schauen.
Wenn das dann „Eintrag per Wort/Gefühl“ ist, dann eben auch mit allen Konsequenzen, die daraus resultieren. Die Problematiken werden dann kommen. An erster Stelle werden Gerichte usw. das dann thematisieren und klären müssen. Ansonsten eben die Gesetze. Ist dann halt so. Ist v. A. dann Sache der Obrigkeit und Schulleitung, wenn die Schulfahrt und Übernachtungssituation rechtlich noch schwieriger ist bzw. wird, als eh schon. Remonstrationen sollten dann ja massiv von den beamteten Kollegen rausgehen. In der Remonstrationspflicht stehen sie zumindest …

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Ich würde remonstrieren – aus einem offiziellen und einem realen Grund.

Der offizielle ist einfach – ohne Geschlechtsdefinition ist ungeklärt, wer vom Aufsichtspersonal z.B. bei einem Notfall oder vermeintlichem Notfall in Bad, Toillete, Dusche, Umkleide usw. zuständig ist.

Der reale Grund ist auch einfach – wer als Jugendlicher schon solche Vorstellungen und sexuellen Fixierungen hat – da ist (vor allem psychisch) ALLES möglich.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Thematik hatte ich halt schon in der Praxis im Bereich von Benotung und Abschluss, sowie Klassenfahrten und Toiletten, sowie Sportunterricht.
Den/die ein oder andere queere/diverse Person hatte ich schon als SuS. War bisher gar kein Problem. Spricht man eben wie gewünscht an. Dazu einige Abstimmungen und Absprachen, damit man auf einen Nenner kommt. Im Zeugnis muss trotzdem der Geburtsname stehen. Formsache. Außer dieser wurde geändert. Auch Formsache.
An meiner alten Schule gab es auch eine Toilette für Diverse/Queere. Daher war das auch kein Problem.
Es gibt eben Sachen, welche mit Absprache super klappen und recht offen sind. Und es gibt Sachen, welche rechtlich einfach festgelegt sind und man so rechtssicher handhaben sollte – zumindest, wenn man sicher gehen will. Das kann man auch sachlich (ab)klären. Dann ist das Verständnis und die Handhabe beidseitig bestenfalls da. Kommunikation und Empathie ist ein guter Weg für sowas. Trotzdem professionell und sachlich an Regelungen rangehen.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Er ist homosexuell…

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ja, sagt er und ich würde ihm auch glauben. Aber das ändert doch nichts daran, dass Präzedenzfälle geschaffen würden, wo die Angelegenheit vielleicht nicht so eindeutig ist.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Also Homosexuelle mit Heterosexuellen in ein Zimmer? Mutig! 😉

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

So wie der Junge auftritt und von seinen Erfahrungen als Mobbingopfer erzählt, halte ich sexuelle Übergriffe von dessen Seite aus auf die anderen Jungs für ausgeschlossen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Präzedenzfall..?
In die andere Richtung wäre es selbstverständlich hinnehmbar. Präzedenzfall und so 😉

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Also generell die „Geschlechtertrennung“ abschaffen? Wäre okay, wenn gesetzlich so geregelt. Ansonsten eben nicht.
Wenn eine männliche und eine weibliche Begleitperson im Gesetz vorgesehen ist/steht, dann bin ich mal gespannt, wer rein männliche Begleitpersonen in Ordnung fände als Schulleitung und dafür die Hand in’s Feuer legt. Sogar wenn eine Begleitperson Homosexuell ist (oder das sagt zumindest).
Wie zählen dann LuL welche sich als Queer/Divers definieren? Wie sieht es aus, wenn ich mich als menschliche Pflanze (geschlechtsneutral und an manchen tagen dreifachgeschlechtlich) definiere? Muss ich dann trotzdem meinen Dienstpflichten nachgehen? Zähle ich dann als Begleitperson? Zähle ich doppelt?
Und ja, natürlich ist das absurd. So absurd ist es allerdings momentan auch bei keiner deutlichen eindeutigen Gesetzeslage so zu argumentieren, wie Sie es machen „Also Homosexuelle mit Heterosexuellen in ein Zimmer? Mutig!“

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Ich sehe diese Probleme auch und glaube, dass derzeitige Schulgesetz bietet diesbezüglich nicht mehr als einen Strohalm. Ich würde eine Aktualisierung begrüßen, um den heutigen Problemstellungen sicher begegnen zu können

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich bitte darum. Aber bis dahin gilt die alte Regelung und damit die biologische Geschlechtertrennung.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Darüber kann und sollte man definitiv sprechen. Bis dahin gilt, was Unfassbar geantwortet hat:
„Unfassbar
3 Stunden zuvor
Antwortet Rainer Zufall

Ich bitte darum. Aber bis dahin gilt die alte Regelung und damit die biologische Geschlechtertrennung.“

So isses nämlich. Da sollte sich auch keine Lehrkraft und/oder Schulleitung dann genötigt fühlen auf emotionaler Ebene erpressbar gemacht zu werden.

Dr. Schnabel
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich hab zwar meine erste Klassenfahrt noch vor mir, aber bei den Kommentaren die bis jetzt verfasst wurde, scheint da ja ständig nur gebummst zu werden. Was mich aber zur Frage führt, ob man offene homosexuell lebende Menschen in ein Zimmer mit gleichgeschlechtlichen Menschen stecken soll. Dann wird das Zimmer doch direkt zur Sexhöhle.
Wenn aber das Kriterium einer möglichen Schwangerschaft so hochgehangen wird, wäre es dann in Ordnung, wenn Dario eine Vasektomie hätte durchführen lassen?
Oder können wir uns einfach darauf einigen, dass dieser Fall wirklich komplex ist und tatsächlich Fingerspitzengefühl von allen Beteiligten verlangt? Wenn alle Beteiligten (Kinder/Eltern/Lehrkräfte) einverstanden sind, so what?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Dr. Schnabel

Danke und nein. Nur Lehrkräfte denken dauernd ans Bumsen XD

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Leider so ähnlich erlebt : Als Schülerin erlebten wir auf einer Wochenendfahrt, wie ein sehr beliebter Lehrer mit einer jugendlichen Schülerin intim wurde. Jungen, Mädchen und Diverse, die als solche noch nicht definiert waren, übernachteten in Schlafsäcken gemeinsam in einem großen Saal. Er war allein mit uns unterwegs.
Die einzigen sexuellen Handlungen fanden zwischen dem Lehrer und einer 15 jährigen Schülerin statt. Am nächsten Tag gab es eine von ihm einberufene Krisensitzung im großen Sitzkreis, alle SuS waren sehr aufgewühlt, wie mit diesem skandalösem Vorfall umzugehen sei. Die Schülerin wirkte verliebt. Der Lehrer hingegen fix und fertig. Nach ausführlichen Gesprächen über mögliche Konsequenzen beschlossen wir einstimmig, darüber zu schweigen, um ihn als Lehrer nicht zu verlieren. Wir waren regelrecht sauer auf die Schülerin. Irgendwie erfuhr Ihr Vater letztlich doch von dieser traurigen Geschichte, es gab eine Gerichtsverhandlung und schließlich seine Entlassung aus dem Schuldienst.

Erinnert mich an den fast gleichaltrigen Tatort „Reifezeugnis“ – statt Mord „nur“ das Ende einer Existenz als Lehrer.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Petze!

Aber ich stimme Ihnen ja zu. Aber das Kind im Artikel wird so gehandelt, als würde es übergriffig, anstelle eine veraltete Regelung kritisch zu bewerten.
„Hat schon alles seine Richtigkeit“, „War bei uns auch so“, „Ich glaube, es gibt nur ein Geschlecht“ etc…

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Dr. Schnabel

Es gibt aber in diesem Fall keinen Verhandlungsspielraum, weil die Frage „Darf Junge zu den Mädchen?“ keine Antwort außer Ja oder Nein zulässt. Der derzeitige rechtliche Rahmen sagt eindeutig Nein, die Bezirksregierung und die Schulleitung möchten bei einer Ausnahmegenehmigung keine Verantwortung übernehmen, sprich es bleibt beim Nein. Künftige Erlasse können etwas anderes ermöglichen, aber die gibt es derzeit nicht.

Wie sieht Ihrer Meinung nach das Fingerspitzengefühl aus?

Dr. Schnabel
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich finde die Wahl schwierig: Wenn ich ein Kind habe was von gleichgeschlechtlichen anderen Kindern gemobbt wurde, würde es mir schwer fallen, dieses Kind dann zu zwingen, in ein gleichgeschlechtliches Zimmer zu gehen. Wir entscheiden in der Schule doch an so vielen Stellen individuell und Fallbezogen ohne dass sich daraus ein Recht für andere Kinder auf Gleichbehandlung ableitet.
Und die Verantwortung sehe ich an der Stelle auch nicht, wenn alle Menschen damit einverstanden sind. Es macht natürlich viele Dinge komplizierter, wenn auch gemischtgeschlechtliche Zimmer erlaubt wären, aber ich weiß nicht, ob Einfachheit immer ein Grund sein sollte, um am jetzigen Prozedere festzuhalten.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Dr. Schnabel

Deshalb wurde Dario ein Einzelzimmer angeboten, was er jedoch ablehnte.

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Dr. Schnabel

Vielleicht sollte man mal eine Statistik anlegen, wieviele Mädels deutschlandweit auf Klassenfahrt schwanger wurden. Darum geht es hier doch wahrscheinlich. Ich nehme an, die Liste wird äußerst kurz werden. Zumal Nein doch bei allen Geschlechtern Nein heißen sollte und das ja kein Doppelzimmer ist und selbst dann gibt es „nettere“ Orte als Zimmer in Jugendherbergen oder ranzigen Jugendhotels. Als würden alle nur zum Poppen auf Klassenfahrt fahren. Irgendwie schräg.

AlexB
1 Monat zuvor
Antwortet  laromir

Vielleicht wäre diese Statistik wenig aussagekräftig, gerade *WEIL* bislang sehr klar auf gemischtgeschlechtliche Zimmer verzichtet worden ist.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  laromir

Wurden bestimmt alle von schwulen Freund*innen ohne festgelegtes Geschlecht geschwängert – ältester Trick im Buch

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Dr. Schnabel

Wenn alle Beteiligten (generell) bei einer Straßenschießerei einverstanden sind, dann ist dies trotzdem nicht „so what?“. Dann verstößt das zumindest mal gegen das Gesetz.
Auch bei Alkohol können alle Beteiligten (Kinder/Eltern/Lehrkräfte) einverstanden sein. Sogar die Schulleitung. Auf den Deckel gibt es trotzdem, wenn sich alle betrinken und rauchen usw.
Das muss man einfach unterscheiden (können).
Nicht alles was „für xy“ okay ist, ist rechtlich okay.
Nicht alles, was man unterschreiben kann ist rechtlich okay. Vieles ist halt einfach nichtig. Auch das muss man verstehen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Also wenn der Geschlechtereintrag im Pass gesetzlich feststeht, darf sich niemand aufregen oder sperren? Interessante Aussicht

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ehm, ja und nein.
Ich versuchs mal zu erklären:
Aufregen darf sich grundsätzlich jeder/jede. Ob das bestand hat ist etwas anderes.
Sperren sollte man sich dann als Lehrkraft nicht, wenn das im Pass eingetragen ist und man rechtssicher handeln will. Solange die Rechtslage dementsprechend gestaltet ist.
So sehe ich das, ja. Die Eintragung bekommt (momentan zumindest) auch nicht jede/-r SuS auf Wunsch und wenn man sich „mal so fühlt“. Das ist ein langer und unter professioneller Begleitung währender Prozess. Gerade bei SuS. Und sehr komplex. Das habe ich als Lehrkraft auch nicht zu entscheiden. Dafür gibt es eben andere professionellere Stellen diesbezüglich, welche beraten und begleiten.
Was ich als Lehrkraft machen kann: Im rechtlichen Rahmen zu handeln und die offenen pädagogischen Spielräume zu nutzen.
Will Johanna auf einmal Johann genannt werden, da er sich als männlich fühlt und „outed“ (und nicht „trollt“) – dann darf ich das so handhaben.
Will jemand trollen und als „Eure Majestät Felix der Zwölfzigste“ angesprochen werden, dann darf ich ihn/sie auslachen.

Kevin
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Worin sehen Sie das Eigentor? Weil der Bursche seinen Willen (maximal auffallen, als diskriminiert erscheinen, nicht mitfahren müssen) bekommen hat?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Kevin

Woher entnehmen Sie das „maximal auffallen“ wollen und wie unterscheiden Sie es zu ähnlichen Fällen, die es nicht wollen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Er hatte meiner Meinung nach keine Wahl ungeachtet seiner Eigenen Einstellung zum Fall.
Räume nach veralteten Regeln aufteilen, Nachruhe bis soundsoviel Uhr. Danach ist es geschafft: man haftet nicht mehr für die Folgen – puh!

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das mit dem Haftungsausschluss zwischen A Uhr und B Uhr wage ich im Falle einer Schwangerschaft zu bezweifeln.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Sie können von Lehrkräften nicht erwarten, 24 Std. wach zu bleiben. Den Fall würde ich aber gerne lesen.

Es ist nur.. besonders seit Corona habe ich oft den Eindruck oder zumindest den Fokus darauf, dass sich die Schule oft um die eigene Absicherung, nicht an erster Stelle um die Kinder kümmert.
Das kommt auch nicht ohne, das Schulrecht und -system fördert dies, aber es zermürbt mich.
Also auch dieser Fall: ALLE sind einverstanden, vielleicht sogar die Schulleitung! Aber Schulrecht. Aber vielleicht ein Präzedenzfall? Lieber das Kind als Gewohnheit und steinalte Regeln brechen

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Eltern klagen wegen jeder Sache.
Können sie, es ist deren recht.

Scheinbar glauben manche, die „andere Seite“ müsste und würde das reaktionslos hinnehmen…tja, falsch gedacht.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Also wäre es besser: „No Risk – no Fun“?
😀
Natürlich empfiehlt es sich nach aktuellen Vorschriften und Gesetzen zu gehen. Ansonsten muss halt wer anderes als Begleitpersonal mit. Gerade als Schulleitung sitzt man allerdings auch so mit im Boot. Da kann man (noch) weniger aus.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Ich habe volles Verständnis für die Schulleitung und sehe nicht, wie sie sich anders verhalten kann. Aber es deprimiert mich, ich sehe große Lücken in den aktuellen Regeln und wünsche mir eine zeitgemäße Neuauflage.

Andere stoßen sich derzeit noch an mehr als zwei Geschlechtern, der Abschaffung der Rassenlehre etc…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nicht nur derzeit. Aber das ist halt ein anderes Problem (zusätzlich zur Rechtslage).
Es gibt eben Menschen, welche Rassisten sind. Ebenso Ableisten. Obwohl das gesetzlich (und ethisch) nicht in Ordnung ist (also Rassismus und Ableismus). Moralisch ist das vom Individuum abhängig … Wie eben Moral so „funktioniert“.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Wir haben gelernt: Formalien sind nachher entscheidend für die Bewertung einer Situation. Die Bezirksregierung hat das nicht genehmigt, warum sollte der Schulleiter das dann machen? Alles richtig gemacht!
Entweder man schafft einen Rechtsrahmen, in dem wir handeln können oder wir handeln in dem Rechtsrahmen, den es gibt. Bitte weiter oben beschweren.

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Die Bezirksregierung hat eine Empfehlung ausgesprochen, sie hat lediglich angeraten. Dies entspricht nicht dem Gegenteil einer Genehmigung.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Es ist zumindest keine Genehmigung, weshalb der Schulleiter im Ernstfall nicht auf die Bezirksregierung zählen können würde. Bei Gericht gibt es von Richtern ja auch regelmäßig Hinweise, dass eine Klage wenig Sinn machen würde, und ein Verzicht darauf erhebliche Kosten spart.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Ist das nicht schön? Ja, es ist nicht schön.

Die Dienstaufsichtsführende Stelle gibt eine Empfehlung ab …

Wasch mir den Pelz, aber mach mich bitte nicht nass. Besser kann man die SL doch gar nicht im regen stehen lassen.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Sagt jemand, der garantiert nicht im Schuldienst ist. Ich lach mich schlapp. Die Bezirksregierung verbietet nie, lässt einen dann aber im Ernstfall im Regen stehen. So geht Verantwortungskette 2.0.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Lebenslängliche Garantie erheitert Sie, interessanter Humor.
Im Umgang mit Vorgesetzten verhalten wir beide uns garantiert unterschiedlich.
Verantwortung im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu übernehmen, schadet auch im öffentlichen Dienst so gar nicht.
Selbst wenn die Sonne in Strömen scheint, gibt’s Kolleg*innen, die mit Schirmen umgehen können.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Keine Rückendeckung vom Dienstherrn, keine Kekse. Sollen doch alle vor der Bezirkregierung demonstrieren. Aber auf die Kollegen einhauen ist einfacher. Aber so sind die Menschen…

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Ja, aber die übernehmen auch keinerlei Verantwortung.

Fragt mich jemand auf einer Brücke, ob er mal springen soll, dann kann ich mit einem „ja kannste machen, wenn du willst – du kannst es aber auch lassen … könnte eine ultimative Erfahrung werden“

… ich verschwinde aus der Situation und habe mit dem Ergebnis der Entscheidung nichts zu tun. Easy-peasy … das ist die Haltung der BzR.

Das erscheint mir keine solide Empfehlung.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Vor Gericht ganz schnell schon.

Und darum geht es.
„Wir“ Lehrer sind da nämlich auf Arbeit und nicht auf einem Trans-Aktivistentreff.

Kevin
1 Monat zuvor

Wie wir nach diversen Urteilen wissen, haften letztendlich die Lehrer, welche die Klassenfahrt durchführen. Unabhängig von den jeweiligen, nicht objektiv nachweisbaren Gefühlen und Selbsteinschätzungen gelten biologische Ursache-Wirkung-Beziehungen, wonach beim allzu gemütlichen Zusammenkommen von Trägern kleiner Gameten mit Trägern großer Gameten Schwangerschaften entstehen können. Das mag der jugendlichen genderneutralen Person nicht bewusst sein oder auch egal, es kann aber den Lehrern zum Verhängnis werden. Ich glaube, mit der Nichtteilnahme ist allen gedient, auch dem, der mit aller Kraft dafür arbeitet, als nicht zugehörig wahrgenommen zu werden.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Kevin

Es „haften letztendlich die Lehrer, welche die Klassenfahrt durchführen“. Fertig!

Sie erinnern mich an jemanden…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie würden mit den SuS auch mit scharfen Messern jonglieren üben? Wenn die Eltern nichts dagegen haben … Und die SuS das so wollen … Ist halt rechtlich ein Problem, aber „so what?“ Wollen doch alle. Und das Blabla Haftung … Das verdirbt aber auch einem den ganzen Spaß. Da kann man doch mal locker flockig nen paar Tricks machen. Wird schon gut gehen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Bitte schauen Sie sich nicht die Statistik an, aber ich habe große Sorgen um das Wohlergehen von Transfrauen unter Männern…

Ich schätze, Ihre Antwort lautet: „So what?“
War wahrscheinlich falsch angezogen oder hätte einen separaten Ausflug buchen sollen…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ne, meine Antwort lautet – für Sie erstaunlicherweise – nicht „so what?“:
Die große Sorge ist persönlich – kann und will ich Ihnen daher auch nicht absprechen. Das ist eine Empfindungen und emotional nachvollziehbar.
Anziehen soll sich jede/-r, wie er/sie will. Solange es mit dem Gesetz und den Schulregelungen einhergeht.
Nackt zur Schule erscheinen sollte man halt nicht. Das wäre gesetzlich nicht so pralle. Auch wenn es alle Beteiligten in Ordnung fänden.
Geht doch nicht um einen separaten Ausflug.
Es geht hier um die Alternativen und da ist man als Schule sowieso sehr entgegen gekommen, damit er/sie/pronomenlos/Dario teilnehmen kann. Alles andere ist eben gesetzlich nicht wirklich ratsam. Die Konsequenz ist dann die Nicht-Teilnahme. Klingt eigentlich doch logisch und nachvollziehbar hoffe ich?
Kann man doof finden. Ist auch in Ordnung. Aber so ist es (momentan) das einzig richtige Handeln meiner Meinung nach, ohne dass man sich selbst in Schwierigkeiten begibt. Angeprangert wird man anscheinend sowieso, wenn Bedarf gerade da ist.. Wie man bei diesem Fall sieht.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Aha, an wen denn…Otto von Bismarck, Winnetou, Pumuckel, Robin Hood, Julius Caesar oder sogar Aristoteles …?

Was für ein seltsamer Kommentar.

Blau
1 Monat zuvor

Wie gut, dass ich eine Zimmerbelegung noch nie mit der Schulleitung angesprochen habe

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Blau

Fühl mich ertappt in meinen Gedanken : Während einer Fahrt mit meiner wunderbar pflegeleichten vierten Lieblingsklasse hat ein Junge nach vorheriger Erlaubnis aller beteiligten Mädchen und nicht zuletzt meiner in deren Zimmer eine Nacht in einem unbelegten Einzelbett übernachtet.
Weder die Bezirks -noch Schulleitung und nicht einmal die Eltern fragte ich vorher, geht ja gar nicht, Asche auf mein Haupt!
Seltsamerweise gab es keinerlei sexuelle Übergriffe und ich als vollkommen verantwortungslose, unfähige Lehrerin hatte mit dieser verurteilungswürdigen Leichtsinnigkeit einfach nur unverdientes Glück.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Da haben Sie Glück gehabt. Andererseits war es eine vierte Klasse mit trotz diverser Versuche diverser Verbände kaum vorhandener Sexualtriebe. Im vorliegenden Fall sind alle Beteiligten geschlechtsreif und sexuelle Wesen, der junge Mann sogar überbetont.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Erst mit der Geschlechtsreife sind die Kinder ja erst Männer ODER Frauen. Kein Grund diese völlig gleichen Kinder vorher aufzuteilen

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Was für ein Blödsinn!

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Hmmm, könnte das an der vierten Klasse und der dort üblichen Altersstruktur liegen?

Wäre die Entscheidung bei einer 8. , 9. oder 10. KLASSE gleich ausgefallen?

Ich denke, dass es in solchen Fällen immer auch um die „Fallhöhe“ geht.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

An meiner GS hatten wir vor wenigen Jahren einen Erstklässler, der Mitschüler*innen sexuell bedrängte (Berührungen im Imtimbereich, aufgezwungene Küsse).

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

In solchen Fällen sind Hausbesuche angeraten, um den naheliegenden Verdacht auf Missbrauch zu klären.

Bücherleser
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Es wurde von Schulseite alles nötige unternommen, aber alles sehr kompliziert. Mehr möchte ich dazu nicht sagen!

447
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Hatten Sie.

Gut für Sie.

Einfache Lösung: Dolche Schüler und Belegungen laufen auf IHREN Klassenfahrten.

Deal?

Grundkurse Jhg. 9/10 harren schon freudig Ihrer Zusage zur Klassenfahrt mit freier Zimmerbelegung.

Weil, ist ja alles easy, hopplahopp, mit ganz viel (moralisch richtiger) Emotion geht alles immer gut aus – die Gefühle müssen nur ganz, ganz stark sein.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Die Verantwortung liegt ja dann auch bei Ihnen. Können Sie machen – sind gegebenenfalls für Sie Konsequenzen.
Ratsam ist es halt eben nicht unbedingt …
Die Schulleitung usw. wird wahrscheinlich einen Teufel tun und bei Problemen sich gegen Sie wenden. Wäre dann zumindest logisch und (juristisch) ratsam. Dazu sogar noch begründet in Ihrem Fall.

Wobei ich mich bei Grundschulausflügen auch nicht gut genug auskenne, was so praktischer Alltag ist. Kann ich daher persönlich nur für die weiterführende Schule beurteilen. Und da ist es für meine Kolleginnen und Kollegen und für mich eindeutig. Gesetzlich auch.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Die Schulleitung kann das Schulgesetz nicht ändern, so bekannt so schade…

Interessant abee zu lesen, wie sich die sachliche Zustimmung in Anmaßung steigert, dem Kind das Geschlecht verordnen zu können, indem sie immer als „junger Mann“ bezeichnet wird. Was wissen die Person selbst, Familie, die betroffenen Freundinnen, Mitschüler*innen oder beratende Psycholog*innen schon, wenn unsere Forumspost etwas anderes meint?

Im nächsten Schritt können wir uns vorstellen, welch Gefahr von Homosexuellen für die übrigen Jungen ausgehen könnte…
Wahrscheinlich würde so mancher die auch anders, „richtig“ bezeichnen wollen…

Am Ende schade. Es gewinnt anscheinend niemand bei der Entscheidung, die Verwaltung konnte sich absichern – puh – und die Hater können haten. Alles nur für den Preis einer 16-Jährigen.

Wombatlover
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich bin irritiert. Homosexuell ist definiert als sexuell angezogen sein vom gleichen Geschlecht. Dario fühlt sich von Männern sexuell angezogen. Auf der anderen Seite sieht Dario sich als nicht-binär an, was bedeutet, dass Dario sich nicht als Frau sieht, also auch keine 16-Jährige ist, sondern ein 16-jähriger nicht-binärer Mensch.
Die Bezirksregierung hat nur einen Rat ausgesprochen? Die wissen schon, warum sie keine Entscheidung getroffen haben. Keine Entscheidung – keine Verantwortung! Es ist an der Zeit, dass die Verordnungen geändert werden, aber das liegt nicht in der Hand von uns Lehrern.
Ich empfinde es allerdings als seltsam, dass es an unserer Schule bei den trans Schülern mit den Umkleidekabinen beim Sportunterricht keinerlei Probleme gibt. Sie bekommen eine eigene. Und nehmen sie an, weil sie nämlich auch akzeptieren können, dass sich ansonsten die Mitschüler z.T. unangenehm fühlen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Wombatlover

Die Regierung sagt an, ich würde nicht dem Schulleiter, keiner und keinem anlasten, sich an bestehende Regeln zu halten.
Aber ich halte die Regeln für nicht mehr zeitgemäß.

Die geschlechtliche Identität ist, wer du bist (nicht-binär).
Die sexuelle Identitä ist, wen Du magst (Homosexuell – ja, unglücklich, es sind Jungs gemeint)

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Im nächsten Schritt können wir uns vorstellen, welch Gefahr von Homosexuellen für die übrigen Jungen ausgehen könnte…“

Ich hoffe doch sehr,dass das ironisch gemeint ist.

Btw.

Selbst ein SL könnte mich nicht anweisen, eine solche Ausnahme zu bewilligen und eine gemischtfeschlechtliche Übernachtung zu ermöglichen.
Ähnlich wie die BzRs ziehen die sich in Fall der Fälle (sexuelle Aktionen, evtl. Schwangerschaft usw.) darauf zurück, dass sie nicht aufsichtsverpflichtet waren – das sind ausnahmslos die begleitenden Lehrkräfte – und sie daher keinerlei Verantwortung für das Geschehene übernehmen.

Schlicht:
Ich halte doch nicht meine Rübe hin für deren „woke“ und ach so aufgeklärte Haltung / Überzeugung – egal ob Dienstvorgesetzter oder Geschlechteraktivist.

Wer dazu bereit ist, der zündet sich auch die eigenen Haare an, um anschließend das Feuer mit nem Hammer auszuklopfen.

Achin
1 Monat zuvor

Unabhängig von den konkreten Schüler*innen:

Das eigentliche Ärgernis ist, dass eine Institution wie die Schule erneut ohne klare rechtliche Klärung gesellschaftlich strittige Fragestellungen konkret lösen soll. Es ist völlig ungebracht, den Schulleiter an den Pranger zu stellen, selbst wenn er privat eine fortschrittlich-diverse Einstellung hätte, so müsste er sich dienstlich so entscheiden, wie dies im vorliegenden Fall geschah. Die Grundfrage muss zuerst von der Schulverwaltung rechtssicher geklärt werden.

Alle Kritiker, egal von welcher Seite, machen es sich sehr leicht. Hoffentlich erhält der Schulleiter kollegiale Solidaritat, an seiner Schule und von den Verbänden und Gewerkschaften.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Der Schulleiter wäre immer der Idiot gewesen, egal was er gemacht hätte. Es wurden ja Angebote gemacht, aber das wurde dann maximal eskaliert (mit WDR). Totaler Bärendienst, wir haben viele andere Probleme.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Achin

Bin mit nicht sicher, ob die Schulleitung am Pranger steht, es wäre jedenfalls völlig verfehlt! Ehrlichgesagt ist mir auch nicht klar, inwiefern die geltenden Regeln homosexuellen oder lesbischen Schüler*innen gerecht würden, aber die verlangten wohl auch nicht nach anderen Schlafräumen 😉

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Klassenfahrten abschaffen oder komplett auf freiwilliger Basis geltend machen.
Ich denke, dadurch wäre schon ein Schritt getan.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Dann finden kaum noch welche statt, weil Sie kaum Lehrer dafür finden, es sei denn die Vergütung wird deutlich nach oben korrigiert.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Klasse. Der nächste gute Schritt.
Oder man Outsourced es an Profis? Top. Wieder ein Schritt weiter.
Kostet alles? Darf nicht? Dann ist es eben nicht attraktiv genug und man muss etwas dran ändern … Kostet? Darf nicht? Dann Pech.
Wenn man als Arbeitgeber/Staat es für wichtig und pädagogisch sinnvoll genug haltet, dann hat man für dementsprechende Rahmenbedingungen und Kosten zu tragen. Einfache Sache normalerweise … Und so logisch eigentlich …

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Wer kann von wem zu einer Klassenfahrt angewiesen werden?
Sind die nicht generell eine Empfehlung? Hat doch niemand was von einer unfreiwilligen Begleiung…

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Schulgesetz NRW sagt, dass ich auf Klassenfahrt fahren muss.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Schulgesetz in Hamburg verpflichtet nicht zur Klassenfahrt.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Beamt*innen sind auch in HH verpflichtet…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Woher haben Sie diese Information? Denn ….
Ehm … Doch? Und ziemlich eindeutig sogar:

„3 Leitung
3.1
Vorbereitung und Durchführung von Schulfahrten gehören zu den dienstlichen Aufgaben der Lehrkräfte. Dabei kooperieren die Lehrkräfte – im Regelfall die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer, die Kursleiterin oder der Kursleiter bzw. die Tutorin oder der Tutor – eng mit Schülerinnen und Schülern sowie Eltern, die je nach thematischem Schwerpunkt Planungsteile übernehmen.

3.2
Ist eine Lehrkraft durch Krankheit oder durch andere zwingende Gründe gehindert, die Vorbereitung und Leitung einer Schulfahrt zu übernehmen, so verständigt sie unverzüglich die Schulleitung. Diese sorgt für eine angemessene Vertretung.“
Quelle: https://www.landesrecht-hamburg.de/bsha/document/VVHA-VVHA000000273

Was schon seeehr deutlich festgelegt ist.
Es ist auch ein Rahmen für die Anzahl der Klassenfahrten erwähnt. Daher kann man sich da eigentlich nicht so sehr rausreden … Rein vom Gesetzestext her.
PS: „Lehrkräfte“ wird auch definiert … Das sind nicht nur Beamte, sondern eben auch Angestellte (in Hamburg).

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Hm, ich versuche es mal so zu erklären:

Bayern als Beispiel (Gesetzesrahmen):
„Es ist grundsätzlich Aufgabe der Schulgemeinschaft, pädagogische Konzepte vor Ort selbständig zu entwickeln und umzusetzen. Hierzu gehört auch die Ausgestaltung des Fahrtenprogramms an den Schulen.“
Quelle: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVwV241576/true

Demnach sind Klassenfahrten für Schulen (Schulleitung) schonmal grundsätzlich im Aufgabenbereich (man könnte auch „Pflicht“ sagen).

„Eine Klassenfahrt wird gemäß den Anforderungen der Schulkonferenz gründlich vorbereitet und vom Schulleiter genehmigt. Die Eltern werden über jeden Schritt informiert. Lehrer mit Beamtenstatus sind dienstlich zur Durchführung von Schulfahrten verpflichtet, Schülerinnen und Schüler sind es ebenso.“

Dienstpflicht bei Beamten.

Genauer für bspw. NRW (da Hans Malz dies bereits als Beispiel nannte):
„4 Teilnahmepflichten
4.1 Die Teilnahme an nach dem Fahrtenprogramm festgelegten Schulfahrten gehört zu den dienstlichen Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer. Die Leitung obliegt in der Regel der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer bzw. der Kursleiterin oder dem Kursleiter, soweit nicht wegen des besonderen Charakters der Veranstaltung die Leitung einer anderen Lehrerin oder einem anderen Lehrer übertragen wird.“
Quelle: https://bass.schul-welt.de/288.htm

Eindeutig geregelt.
Also, wenn die Schulleitung sagt, du musst teilnehmen, dann kommt man da normalerweise eher schwer „raus“. Natürlich ist es für alle Beteiligten schöner und stressfreier, wenn das freiwillig und gerne gemacht wird.
Ansonsten kann das schon zu Konflikten ausarten …
– Teilzeit? Dann bestehen auf Deputatsangleichung -> Mehraufwand/Überstunden (wie Vollzeit), weniger Pflichtfahrten (anteilig vom/aufs Deputat), …
-> Bei Einwilligung … Musste mit
– Dann Antrag und Anrecht auf volle Reisekostenerstattung …
-> Bei Einwilligung … Musste mit
– Usw. Usf.

Auch als Schule … Genug Lehrkräfte, um den Lehrplan gut und gewissenhaft durchzubekommen + keine (großen) Unterrichtsausfälle/Einbußen (der LP hat Priorität + Unterrichtsabdeckung)?
Wenn nein: Kommt man ggf. aus. Wenn ja: Schwierig.
Genug Geld vorhanden? Abgesprochen in der Lehrerkonferenz (mit Elternbeirat, Schulamt usw.)? Genehmigt und machbar? Dann kommste da schwierig aus.
Kein Geld und keine Kapazität? Dann ist das (theoretisch) so, dass eben verzichtet werden müsste. Oder es Alternativen gibt (welche machbarer dann sind): Schulhausübernachtung, Kinoabend, Ausflug, … Im Ermessen und der Zumutbarkeit.

Generell sind Schulfahrten und Ausflüge an Regelschulen keine Empfehlung, sondern gehören zum Bildungsauftrag und dem sozialen Auftrag. Als außerschulische Lernorte sind sie Bestandteil des Schulunterrichts (wie Frontalunterricht usw. auch).
Die Regelungen sind je nach Bundesland, Schulgesetz und Schulordnung unterschiedlich.
Dort teilweise von „sehr offen Interpretativ“ bis hin zu „völlig klar“.

Bspw. Die Aufsichtspflicht (Bayern):
„Die Aufsichtspflicht bleibt bei den Begleitpersonen. Externe Dritte können allerdings zur Unterstützung der Begleitpersonen herangezogen werden.“
Sehr eindeutig: Du kannst deine Aufsichtspflicht nicht abgeben. Auch nicht an externe Anbieter für/von bspw. Workshops. Wenn da was passiert … Du bist ggf. dran. Daher bist du grundsätzlich bei Workshops mal dabei.
[Beim Schwimmen mit eigenem Rettungsschwimmer – also Qualifikation – ebenfalls … Ansonsten würde ich hier immer (!) davon abraten.]

Offener – aber jedoch trotzdem recht eindeutig – diesbezüglich ist dann bspw.:
„Jede Begleitperson ist verpflichtet, während der gesamten Schülerfahrt ihre Aufsichts- und Fürsorgepflicht im ihr übertragenen Rahmen wahrzunehmen. Dies gilt auch gegenüber volljährigen Schülerinnen und Schülern. Der Umfang der Aufsichtspflicht richtet sich nach der geistigen und charakterlichen Reife der zu beaufsichtigenden Schülerinnen und Schüler sowie nach der Art der durchgeführten Schülerfahrt. Auf die Einhaltung der Bestimmungen der jeweiligen Schulordnung und des Jugendschutzgesetzes ist insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung des Konsums von Nikotin, alkoholischen Getränken und sonstigen Rauschmitteln zu achten. Die Begleitpersonen haben den Schülerinnen und Schülern durch ihr Verhalten ein Vorbild zu sein.“
Soll heißen: Wenn du schläfst, dann schläfst du. Keine 24/7 Überwachung. Wenn ein/-e SuS an die Türe hämmert und laut um Hilfe schreit und du aufwachst, dann bist du da und gehst dem nach.
Die SuS sollten auch wissen, dass jemand (ständig) da ist. Es Regeln gibt. Diese besprochen, durchgesetzt und auch geprüft werden („unter Beobachtung fühlen“). Je kleiner die Jahrgangsstufe, desto mehr. Nikotin, Alk, Drogen sowieso verboten für SuS (Hinweis auf JuSchG – sehr klar formuliert). Indirekt verboten für LuL (Vorbildfunktion – offener formuliert, aber eigentlich eindeutig auszulegen).

Anders sieht es bei Privatschulen aus:
Hier wird natürlich gleiches Vorgehen empfohlen. Kommt auch auf das Konzept und die Bewilligung der Privatschule an. Also je nachdem, ob staatlich genehmigt oder staatlich anerkannt usw.
Jedoch hat man dann ggf. eben mal mehr und mal weniger Spielraum. Letztendlich wird es schwierig dann gegen die staatliche Gesetzesregelung bei Problemen zu argumentieren. Gerade durch die Empfehlung …

„10. Geltungsbereich
Diese Bekanntmachung gilt für die staatlichen Schulen. Hinsichtlich der Vorschriften zu Durchführung (Nr. 3), Leitung und Begleitpersonen (Nr. 4), Aufsichtspflichten und Sicherheitsstandards (Nr. 5), An- und Rückreise bzw. Beförderung (Nr. 6), Ausschluss von Schülerinnen und Schülern (Nr. 7) sowie Versicherungsschutz (Nr. 8) wird den nichtstaatlichen Schulen empfohlen, nach dieser Bekanntmachung zu verfahren bzw. sie anzuwenden.“
https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVwV241576/true

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Gehört in BB explizit zu den Dienstpflichten.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Dazwischen sollte es doch einen Kompromiss geben?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja. Und hier war der sinnvolle Kompromissvorschlag das Einzelzimmer. Zur Annahmende des Vorschlags gehören aber eben zwei Seiten.

AlexB
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Bei homosexuellen (lesbisch ebenfalls = homosexuell) Handlungen wird niemand schwanger…

vhh
1 Monat zuvor

Alle Eltern (nicht nur die der Freundinnen) und alle MitschülerInnen sollen einen gemeinsamen Vorschlag machen, der genehmigungsfähig ist und dann auch von der BezReg genehmigt wird. Geht nicht und jeder Kompromissvorschlag wird von dem betroffenen Schüler abgelehnt? Fahrt absagen und alle haben fürs Leben etwas über Maximalforderungen gelernt. Klassenarbeiten fallen nicht am Geburtstag aus, Unsportlichkeit berechtigt nicht zum Auslassen der Sportstunden, auch Kreationisten müssen sich mit der Evolution befassen. Verständnis für den Schüler haben, immer, jede Unterstützung gegen Diskriminierung, auch das ist selbstverständlich, aber das ist keine Diskriminierung sondern Egoismus. Hier wird vom Schulleiter erwartet, gegen die Empfehlung der vorgesetzten Behörde zu handeln. ‚Sei ungehorsam, sei ein Vorkämpfer‘, damit ich meinen Willen bekomme, das kann man höchstens erhoffen, aber nicht verlangen.
Die drohenden Schwangerschaften in den Kommentaren sind doch hoffentlich Satire, man kann tatsächlich 16-18jährige in einem Zimmer übernachten lassen, ohne dass es dazu kommt.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Schreiben wir es mal so: Wieso werden auch Klassenfahrten mit Grundschülern in getrennt geschlechtlichen Zimmern durchgeführt? Von den Mädchen sind dann noch längst nicht alle, von den Jungen nur sehr vereinzelt schon welche zeugungsfähig.

Solange die Haftungsfrage nicht geklärt ist, sind gemischt geschlechtliche Zimmer für mich tabu.

Ihr Vorschlag aus dem ersten Absatz gefällt mir aber. Sie können aber davon ausgehen, dass keine positive Antwort kommt (vermutlich sogar überhaupt keine). Die Fahrt wird somit abgesagt, die progressiven Menschen haben ihren Präzedenzfall und brauchen nie wieder etwas in die Richtung vorzuschlagen. Problem gelöst.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Danke!!

Indra Rupp
1 Monat zuvor

In den 50ern war es noch schlimmer mit den Teenies. Die mussten sogar auf ihren Sitzbänken und in der Kirche getrennt werden, um nicht schwanger zu werden. 🙂

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Worauf stützen sich eigentlich Ihre Erfahrungen mit Klassenfahrten, sodass Sie hier durch die Blume unsinnige Empfehlungen geben?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Achja, die vielen Klassenfahrten in die Kirche…

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Sehr nett! 🙂
Und der Pfarrer hat bis kurz vor die Mittagszeit gepredigt, denn Müßiggang…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ja und damals wurde man vom Mast..aufhängen noch blind.

Es geht doch nicht primär um das Schwanger werden … Es geht um die Gesetzeslage, die Verordnungen und die „machen, trotz nicht Bewilligung anderer (höherer) Instanzen“. Damit macht man sich einfach ein immenses juristisches Problemfeld auf. Darauf hat nicht jeder so Bock drauf …

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Ich las bei einigen Beiträgen heraus, dass Geschlechtsverkehr als Sorge überwog. Nicht bei gleichgeschlechtlichen Sex o.ä. daher hatte ich persönlich den Eindruck, es ging um Schwangerschaften

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Mag ein individuelles (Haupt-)Bedenken einiger Personen hier sein. Offenbar. Ist grundsätzlich auch im Rahmen des Vorstellbaren. Wäre auch in der Praxis (wohl) nicht das erste Mal, dass jemand auf Klassenfahrt schwanger wurde und bei künftigen Fahrten mal jemand noch schwanger wird … Nachweisbarkeit ist hier jedoch meistens nicht eindeutig gegeben. Dazu auch nicht unbedingt die zeitliche Nähe des „Ergebnisses“ bzw. dessen Erkenntnis.
Das kann auf dem Schulklo auch passieren. Obwohl man der Fürsorge- und Aufsichtspflicht nachgeht. Kann auch nach der Schule im Busch passieren. Alles möglich. Gibts, gabs und wird es immer mal geben.
Es ist einer von vielen Punkten für mich persönlich, warum ich der Schulleitung in diesem Fall vollstens zustimme bei der Entscheidung (und dem Kompromissvorschlag).

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor

Mächtig viele Überzeugungen sind hier zu lesen. Lesen wir das nochmal: „Ratsuchend wandte sich der Schulleiter des Gymnasiums deshalb an die Bezirksregierung Arnsberg, die riet von einer Ausnahme ab.“ Die Bezirksregierung sagte weder ja noch nein, sondern gab einen Rat und wieder ward die Verantwortung der Schulen gestärkt, genial. – So, wer würde nun die volle Verantwortung mit allen Konsequenzen anstelle des Schulleiters übernehmen wollen? Freiwillige verbindlich vortreten bitte.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Die Bezirksregierung macht sich einen schlanken Fuß, um im Ernstfall nicht belangt werden zu können. Die Schulleitung möchte auch nicht verantwortlich sein und verbot daher die Ausnahme. Vernünftig.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Ich bin mir recht sicher, dass ein guter (!!!) Anwalt ebenfalls eine sehr klare Empfehlung der Schulleitung gegeben hätte.
Bei einem Anwalt für Schulrecht muss das „guter Anwalt“ gar nicht genannt werden … Zumindest, wenn er sich oder man ihn die Frage stellt: Würdest du das eigentlich machen?
Soviel Praxisnähe/Realitätssinn traue ich jedem in dem Bereich eigentlich zu.

Canishine
1 Monat zuvor

Wie erbaulich, mit einer Klasse auf Klassenfahrt zu gehen, in der fehlende Annahmebereitschaft und Ausgrenzung bei Teilen der Klasse normal zu sein scheinen.

Ragnar Danneskjoeld
1 Monat zuvor

„Gehe nicht zum Kaiser, wenn du nicht vom Kaiser gerufen wirst.“

(chinesisches Sprichwort)

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Wenn der Kaiser so schlau ist,
warum ist er dann tot?

Bla
1 Monat zuvor

Echt? Witzig – das Sprichwort gibt es auch im Deutschen:
„Gehe nie zu Deinem Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst.“

@Rainer Zufall: Hat nichts mit „tot“ zu tun oder schlau …
Im Prinzip heißt es: Gehe nicht zu deinem Chef/zur höheren Instanz, um (potentiell) Ärger (und Aufwand/Stress) zu vermeiden.

Mika
1 Monat zuvor

Am besten einfach Einzelzimmer für alle, und fertig.

laromir
1 Monat zuvor

Was für eine Aufregung. Bei uns ging es damals mit der Zinmerbelegung nicht auf, was allerdings erst vor Ort festgestellt wurde (mangels Email, belegungspläne usw.). Es blieb immer ein Junge übrig und da haben wir auch ein gemischtes Zimmer gehabt Lehrer hatten zwar am Anfang Schnappatmung, aber was sollten wir machen? Die Waschraum waren eh getrennt und es hat niemanden gestört . Es gab auch keinen Stress,auch nicht mit den Eltern, es war ja freiwillig, wer in das gemischten Zimmer gehen wollte. Und wie oben beachrieben, man ist sich ja nicht fremd, sondern trifft sich auch privat. Wäre vielleicht dann ein Problem, wenn man gemischte Zimmer mit völlig fremden Menschen hätte, aber in einer Klasse kennt man sich doch und da sind Mädchen nicht nur mit Mädchen befreundet, sondern eben auch gemischt. Was für eine Aufregung um eigentlich nichts.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  laromir

Wären die Kids 30 oder gar 40 Jahre älter, wäre das Problem auf jeden Fall bedeutend größer! 😉
Das größte Problem mit fremd gehen sollen ja Kurgäste haben, hört man. Aber egal, Frauen in dem Alter dürfen eh keine Einhörner mehr berühren und DAS ist in Wahrheit der Hauptgrund für allerlei getrennte Bereiche, ob Toiletten, Zimmer, ect., auch bei Grundschülern!
Ein weitaus sinnvollerer Grund wäre natürlich der Schutz der von Lego und Marvel träumenden Grundschul – und Mittelstufenjungs!
Die sind nämlich nach Ansicht der Gesellschaft und speziell der Eltern die Schuldigen, wenn die schon reiferen, von Hochzeit und GNTM träumenden Mädels nicht mehr von Einhörner heimgesucht werden. 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  laromir

Einzelzimmer für den Jungen, das habe ich im Forum als Lösungsansatz gelernt

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Zusatzbelegung eines Raumes und Auftrennung (Absprache) eines größeren Zimmers (gleichgeschlechtlich) wäre ein Lösungsansatz.
Falls nicht möglich: Einzelzimmer?
Falls nicht möglich: Lehrerzimmer zusammenlegen? Und LuL-Einzelzimmer/Eventuell mehr Betten? SuS geben (Teilung/Einzel)

Ansonsten würde ich mir sogar überlegen, ob ein SuS nicht Lust hat mit Matratze usw. am Boden zu schlafen? Platztechnisch durchaus oft möglich.
Bevor eine gleichgeschlechtliche Lösung unter aktuellem Gesetzesrahmen von mir angedacht werden würde, würde ich die Option überlegen, dass ich als Lehrkraft am Boden bei einem Kollegen schlafe. Falls das auch nicht möglich, dann im Kämmerchen …

Ich will einfach nicht in Teufels Küche … Okay … Notfalls nehme ich die auch mit, wenn dann der SuS ein Zimmer für sich hätte. Heiß wäre mir so oder so.

Lisa
1 Monat zuvor

Erst einmal grundsätzlich: Wenn Dario keinem Geschlecht zugehörig ist, kann er per Definition nicht homosexuell sein. Homo bedeutet gleich. Also gleichgeschlechtliche Liebe bei einer Person, die keinem Geschlecht zugehörig ist? Mag wie Korinthenkackerei rüberkommen, aber mich stören solche Definitionen, die ungenau getroffen werden, weil’s modern ist, ungemein.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Und wenn die andere(n) Person(en) ebenfalls keinem Geschlecht zugehörig ist? Darf man/ich dann homosexuell sagen? Also der Nicht-Geschlechtlichen-Gleichliebe (auf welcher Art und Weise auch immer)?

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Er sagt im Video, dass er schwul sei. Es wird im Video immer von „er“ gesprochen. Und er eckt an bei den anderen Jungs…

Dagegen nutzt nur seine Mutter die Bezeichnung „trans“.

SchnauzeVoll
1 Monat zuvor

Was mir an der ganzen Diskussion auffällt:

  • Scheinbar gibt es viele, die nicht wissen, was ein Präzedenzfall ist. Tatsächlich ignorieren sie die daraus erwachsende Problematik aber einfach.
  • Solche Dinge müssen immer bis zum Ende durchdacht werden. Wenn, egal in welchem Kontext, irgendwelche Regeln oder Gesetze eingeführt werden, dann müssen sie auf objektivierbaren Sachverhalten/Kritierien/Fakten beruhen, sonst werden sie zwangsweise beliebig und degenerieren asymptotisch entweder zu „alles verboten“ oder „alles erlaubt“. In so gut wie allen gesellschaftspolitischen Debatten unserer Zeit scheint diese basale Tatsache ausgeblendet zu werden.
  • Die gesamte Themenfeld Gender-Identity ist voller Widersprüche. Allein in diesem Einzelfall: Dario ist homosexuell (lt. eigener Aussage) aber fühlt sich keinem Geschlecht zugehörig. Bedeutet das, er fühlt sich sexuell nur von Menschen angezogen, die sich dem selben Punkt auf dem imaginären Spektrum zugehörig fühlen? Eher unwahrscheinlich. Bedeutet es, er steht auf Männer und „homosexuell“ ist nur begrifflich unscharf? Wahrscheinlich, doch was ist mit Frauen, die sich als Männer fühlen? Steht er auch auf die? So oder so, widersprüchlich und verworren.
  • Es scheint die fixe Idee zu geben, dass jeder, egal wie er sich gebahrt immer und überall genau genau so akzeptiert werden muss, wie er ist, ja gar seinen Wünschen entsprochen werden muss. Auch hier fehlt der Blick auf das große Ganze. Gesellschaften funktionieren nur deswegen, weil es ein gewisses Maß an Konformität und Homogenität gibt. Für einige Themenfelder ist das offenkundig klar, für andere schwieriger zu sehen, aber genau so gültig. Und ja, auch das was heute als „Geschlechtsstereotype“ bezeichnet wird, hat zur gesellschaftlichen Entwicklung beigetragen. Konformität und Homogenität erzeugen Verlässlichkeit und Sicherheit, Abweichung und Andersartigkeit erzeugen Stress (im weitestend Sinne), gesamtgesellschaftlich genau so, wie individuell. Dies gegeben: wer sich abweichend von der Norm (und es gibt eine Norm!) verhält, wer anders aussieht, wird in einer funktionablen Gesellschaft immer ein gewisses Maß an Ausgrenzung und Ablehnung erfahren. Das folgt zwingend aus der menschlichen Natur und dem Funktionsprinzip von Gesellschaften und Gemeinschaften. In einer freiheitlichen Demokratie kann und sollte der Gesetzgeber für Gleichberechtigung sorgen, was er auch tut. Der Versuch einer Gleichstellung jedoch führt zwingend zu Konflikten. Bezogen auf den Einzelfallkontext: Dario kann nicht erwarten, dass er sich komplett anders verhält und kleidet, als seine Altersgenossen und gleichzeitig von ihnen vollumfänglich akzeptiert wird. Die einzige Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, wäre eine dysfunktionale Gesellschaft. Hier wird jeder gleich behandelt, aber eben gleich schlecht. Das mag einen traurig stimmen, aber manche Realitäten sind nunmal traurig.
Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  SchnauzeVoll

Volle Zustimmung.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  SchnauzeVoll

Ja, eine gewisse Konfusion allerortens, auch bei den vermeintl. ‚Betroffenen‘ selbst, ist hinsichtl. der Phänome sex, gender und sex bzw. gender roles (und bisweilen gar sexueller Präferenzen) definitiv beobachtbar.

(I) Außerhalb der juristischen bzw. personenstandsrechtl. Neuregelung, eine dritte Geschlechtsbezeichnung für intersexuelle Menschen einzuführen, kennzeichnet das Phänomen sex im biologischen Bereich, dem es eigtl. zuzuordnen ist, beim Menschen die Zweigeschlechtlichkeit, ist also dort ein binäres(!) Phänomen.
Seit 2015 in der Nature der Artikel „Sex redifined“ publiziert wurde, postulieren einschlägige Aktivisten u.ä. zwar diesen Artikel (bzw. auf diesen Artikel rekurrierende Multiplikatoren) referierend permanent (ad vercundiam), dass selbst die Biologie bei Menschen nicht mehr ein binäres Geschlechterverhältnis annehme, sondern sex als ein Spektrum definiere, aber… nein. Oder mit den Worten der Autorin selbst, ob sie in ihrem Artikel postuliert habe, sex sei insg. ein Spektrum: „No, not at all. Two sexes, with a continuum of variation in anatomy/physiology“ (https://twitter.com/claireainsworth/status/888365994577735680). Es existiert also allenfalls ein Spektrum innerhalb der beiden binären(!) Pole der Zweigeschlechtlichkeit beim Menschen.
Und zur Vollständigkeit: Weder die personenstandsrechtliche Neuregelung kann weitere Geschlechter (i.s.V. sex) neben den beiden Geschlechtern kreiren, noch stellen intersexuelle Personen ein eigenes biologisches Geschlecht dar, die Neuregelung hat vielmehr mit grundrechtlichen, sozio-politischen Erwägungen zu tun, also sollten diese Phänomene tunlichst nicht verwechselt werden, werden sie aber.

(II) Infolgedessen sind auch (Selbstzuschreibungen der) Geschlechtsidentitäten außerhalb dieses binären Rahmens nicht besonders sinnvoll:
In diesem Zusammenhang regelmäßig angeführte Beispiele für ein drittes Geschlecht in anderen Kultursphären, wie bspw. die Hijira (ein Sammelbegriff für ebenfalls im binären Kontinuum orentierte Transpersonen u./o. Intersexuelle) oder die Muxe (tendenziell ein Bsp. für Crossdressing bzw. gender/sex role-Probleme, ggf. auch für Transexualität u.ä.) verfangen nicht, da sie einerseits denkbar unpassende bzw. gar keine Beispiele für das Phänomen sind und weil soziale(!) Geschlechtsidentität natürlich auch an die sozialen Rahmenbedingungen der konkreten Gesellschaft, Kultur etc. einer Person gebunden sind, solche Konzepte nicht einfach mutatis mutandis auf die Verhältnisse hierzulande übertragbar sind.
Auch die (Selbstzuschreibung der) Nonbinarität ist infolge der skzizzierten biologischen und auch sozialen Zweigeschlechtlichkeit in etwa so sinnvoll wie die Behauptung, ‚etwas schwanger‘ zu sein – entweder man ist schwanger oder man ist es nicht. Allenfalls ist ein oszillieren (also gender fluidity) zwischen den beiden binären Polen einigermaßen nachvollziehbar, sich also dann und wann entweder (simpel formuliert) weiblich oder männlich zu fühlen; aber:

(III) Bzgl. des sich nicht (ausschl.) wie das tatsächliche biologische Geschlecht zu fühlen fällt regelmäßig auf, dass als Definientia der Betroffenen, was ‚weiblich‘ und was ‚männlich‘ wäre, oftmals solche genannt werden, die eigtl. lediglich für die tradierten bzw. traditionelleren (und heutzutage gar klischeeartigen) sex bzw. gender roles gelten, wie Gusto, Habitus u.ä., i.V.m. mit gleichermaßen tradierten/traditionellen (meinetwegen auch patriarchalen) Erwartungen Dritter an Personen eines spezifischen biologischen Geschlechts.
Oder (extrem simplifiziert): Wenn von einem biologischen Mann erwartet wird, Hosen zu tragen, er aber lieber Röcke trägt etc., resultiert dieser Rollenkonflikt, diese Ablehnung der tradierten/traditionellen sex/gender role im falschen Rückschluss, man habe das falsche gender. Da mangelt es oftmals entweder an der notwendigen Eloquenz, deutlich zu machen, dass man wirklich einen gender– und keinen sex/gender roles-Konflikt austrägt… oder man ist tatsächlich nur in Letzterem involviert.
Und auch hier ist das Phänomen insg. in einem binären System zu verorten, in dem das vermeintl. ‚männliche‘ vom vermeintl. ‚weiblichen‘ differenziert wird, wobei es zudem immer bereits eine Vielzahl an Definientia gab, die sich männliche und weibliche gender und sex/gender roles teilten. Begriffe wie gender fluidity u.ä. bezeichnen vielmehr eine Erosion, eine Liberalisierung von tradierten/traditionellen gender/sex roles, werden aber vom Gros der ‚Betroffenen‘ als eigenständiges gender kommuniziert, was auch wenig plausibel erscheint.

(IV) Ähnliches gilt auch für Phänomene, die manche Betroffenen als gender-Identität bezeichnen, die aber eigtl. vielmehr bis ausschl. Im Bereich der sexuellen Präferenz u./o. des (und dies ist vollkommen wertfrei gemeint) Fetischs zu verorten sind.
Damit schließt sich dann der Kreis hinsichtlich des vermeintl. Zwangs zur Binarität und der vermeintl. Diskriminierung von Menschen, wenn man diesem „Zwang“ nachgibt.

Kurz:
Der Junge (sex) ist ein Junge (sex und wahrscheinl. gender). Es ist nicht ersichtlicht, warum die subjektiver Selbstzuschreibung der Geschlechtsidentität (gender identity) einerseits die gesellschaftliche Außenzuschreibung der Geschlechtsidentität (gender attribution) u./o. das biologische Geschlecht (sex) als Bewertungs- resp. Kategorisierungsmaßstab überwiegen sollte.

Und davon ab: Wenn es entsprechend heftige Ausgrenzungen von seinen Geschlechtsgenossen gibt, würde ich doch als Verantwortlicher der Fahrt die Fahrt absagen oder zumindest der Teil der Schüler einfach nicht mitnehmen, der entsprechend exkludierendes Verhalten an den Tag legt.

Jonathan
1 Monat zuvor

Ich muss gestehen, dass es mich als schwuler Lehrer schockiert, was für Ansichten hier zutage treten.
Ich verstehe hier das Problem nicht. Es war mit den Kindern und den Eltern bereits geklärt. Alle waren einverstanden.
Das hätte er sich nur schriftlich geben lassen müssen, dann wäre er doch auf der sicheren Seite gewesen.
Ich kann verstehen, dass jemand, der von seinen Mitschüler:innen regelmäßig gemobbt wird, nicht mit anderen männlichen Schülern auf ein Zimmer möchte.
Ein Einzelzimmer hätte ihn erst recht zum Ziel gemacht, da das von allen wahrscheinlich als weitere Ausgrenzung wahrgenommen worden wäre.
Alle Kommentierenden, die keiner Minderheit angehören, können nun einmal nicht nachvollziehen, wie man sich als solcher fühlt.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Jonathan

Danke, lieber Kollege, insbesondere Ihr abschließender Satz möge eben diese gesellschaftlich „voll integrierten Kolleg*innen“ erreichen und bestenfalls bewegen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Und dann? Emotional würden wahrscheinlich die Meisten das nachvollziehen können.
Ändert doch nichts an der Rechtslage.

Ich kann nachvollziehen, dass/wenn Menschen ohne Geld Essen „klauen“. Insbesondere auch bei Wegwerfcontainern.
Trotzdem ist(/sind) es rechtlich gesehen eben eine (oft sogar mehrere) Straftat(en).
Das ist auch die Zwickmühle für Richter und Anwälte. So ist das eben.
Und das kann ich, obwohl ich selbst nicht in Armut lebe und nie lebte. Auch das funktioniert.

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  Jonathan

Sie können das Problem und die Ansichten auch nicht verstehen, denn sie gehören als schwuler Lehrer nicht zur Gruppe derer, deren Kommentare Sie hier kritisieren und setzen andere Prioritäten. – Erster Gedanke: wie kann man nur so etwas schreiben?
Na, etwas gemerkt? Nur Schwarze spielen Othello, nur Juden Nathan, nur Chinesen dürfen chinesische Küche anbieten, denn bei allen anderen kann es jeweils nicht gut und authentisch sein. Das sind Totschlagsargumente, das ist ein Verächtlichmachen anderer Meinungen, das ist eine 50er-Jahre-Haltung, mit der damals Frauen mit (unerwünschter) eigener Meinung begegnet wurde, sie war einfach ‚emotional und deshalb irrelevant‘.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Nein, nein! Der Unterschied liegt hier im Vorurteil vs in der Reflektion im Nachhinein. Sage ich im Vorfeld „Männer haben eh keine Ahnung, dass Haushalt auch Arbeit ist“ stimmt ihr Vorwurf. Ist das aber meine Schlussfolgerung, nachdem sie tröteten“… das bisschen Haushalt… “ eben nicht.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Damit will ich sagen, dass Jonathan hier keinem im Vorfeld die Empathie abgesprochen hat, sondern erst, nachdem die Kommentatoren ihre fehlende Empathie zur Schau gestellt haben.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Jonathan

Joah, dass das mit dem Einzelzimmer empathisch nicht verstanden wird, verstehe ich auch nicht. Und das ist ganz unabhängig von dem, was die SL tun kann oder nicht. Aber ich habe keine Lust, mich da hier (schon wieder) reinzuhängen und was zu erklären, was mancher einfach nicht verstehen WILL! Da bleibe ich lieber oberflächlich.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Jonathan

„Ich muss gestehen, dass es mich als schwuler Lehrer schockiert, was für Ansichten hier zutage treten.“
Dürften Sie als heterosexueller Lehrer auch sein. Emotionen sind individuell. Das muss nicht richtig oder falsch sein. Ist wie bei Moral.

„Ich verstehe hier das Problem nicht.“
Offensichtlich. Macht allerdings nichts, da es dem Diskurs vielleicht sogar dienlich ist – Wenn man sich offen drauf einlässt. Kann man ja kommunizieren.

„Es war mit den Kindern und den Eltern bereits geklärt. Alle waren einverstanden.
Das hätte er sich nur schriftlich geben lassen müssen, dann wäre er doch auf der sicheren Seite gewesen.“
Kurzfassung: Nein.
Erklärung: Ja, die Kinder und Eltern waren einverstanden.
Schriftliche Absicherung wäre nichtig gewesen. Gesetze stehen höher als ein nicht offizielles Schriftwesen einer Schule. Man hätte bei Problemen höchstens auf Unwissenheit und den Schriftverweis hinweisen können. Abmilderung. Trotzdem hilft das in Ernstfall bei (guter) Anwaltschaft und Richter nichts. Die Gesetzeslage ist eben komplexer.
Dazu braucht man nur andere hier bereits erwähnte Fälle betrachten …
Auch der Mythos des „Ich frage einmal (im Jahr) die Rechte auf Bild und Ton ab“ ist im Ernstfall höchstens mildernd, jedoch juristisch nicht sicher und standhaft. Man müsste pro Bild und pro SuS jedes mal abfragen (in Bayern, seit ca. 2018/19). Ist in der Realität nicht durchführbar und somit geht man eben in (vertretbare) Grauzonen diesbezüglich. Kann man machen. Das Risiko ist eher gering, dass wer klagt. Die Folgen sind eher absehbar gering (Abmahnung). Daher … Jeden selbst überlassen.
Selbiges gilt auch für bspw. Youtube (Nutzungsrecht ab 12 Jahren, Urheberrecht der Videos, Quellennachweis und „Transparenz/Weg dorthin“ usw. usf.).

„Ich kann verstehen, dass jemand, der von seinen Mitschüler:innen regelmäßig gemobbt wird, nicht mit anderen männlichen Schülern auf ein Zimmer möchte.“
Das Gendern macht keinen Sinn, wenn es sich um rein männliche Schüler (Mobber) handelt. Dann sind es Mitschüler. Ansonsten macht das „männlichen Schülern“ keinen Sinn, da es beide Geschlechtsgruppen wären. Das ist ein Musterbeispiel der Komplexität des richtigen und sinnvoll logischen Genderns und der Kritik dessen.
Sachbezogen: Das kann wahrscheinlich nahezu jede Lehrkraft verstehen, obwohl viele es genau so wie die Schulleitung sehen und handhaben (würden). Das funktioniert.

„Ein Einzelzimmer hätte ihn erst recht zum Ziel gemacht, da das von allen wahrscheinlich als weitere Ausgrenzung wahrgenommen worden wäre.“
Dann muss man das eben kommunizieren und (ab)klären, warum das so ist. Das kann man logisch und rechtlich begründen. Sollte für Lehrkräfte eigentlich möglich sein. Ansonsten gerne einen Workshop für Schulrecht buchen. Die erklären das dann schon.
Leider lernt man im Studium und im Referendariat in vielen Bundesländer sehr wenig bis gar nichts über Schulrecht. Schade. Es ist sehr interessant und für den Job wirklich sinnvoll etwas darüber zu wissen. Auch für das eigene Bewusstsein und Gewissen. Warum der Staat/AG jedoch nicht immer Interesse daran hat … Sollte zu denken geben.

„Alle Kommentierenden, die keiner Minderheit angehören, können nun einmal nicht nachvollziehen, wie man sich als solcher fühlt.“
Minderheit in welchem Bereich?
Mobbing? Das sind gar nicht so wenige, welche Mobbingerfahrungen machen (mussten/müssen):
https://de.statista.com/themen/132/mobbing/#topicOverview
Das Totschlagargument ist weder standhaft noch logisch nachvollzeihbar.
Ich muss nicht selbst ein Tier sein, um gegen Tierquälerei zu stehen/sein. Ansonsten wären wir ethisch gesehen echt in einem massivsten Dilemma, wenn jede/-r der/die sich für etwas einsetzt gleiche Erfahrungen gemacht haben muss oder selbst betroffen sein muss.
Ich muss auch nicht behindert sein, um Bedingungen von behinderten Menschen einschätzen zu können. [Vgl. im 2. Weltkrieg]
Ansonsten gilt wie immer im Leben: Keine/-r kann sich 1:1 in einen hineinversetzen. Wir vergleichen jedoch eigene Erfahrungen mit anderen. Daraus nehmen wir eigene Emotionen oft dazu. Somit ist man hier oft sogar emotional subjektiv und parteiisch.
Viele würden dazu „biased“ sagen. Nicht mit „based“ zu verwechseln.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Jonathan

@Jonathan
Ich habe eine ernstgemeinte Frage:
In Artikeln hier bei n4t zum Thema Gendern ging es öfter um Aufsichtspflicht der Lehrer. Wie ist die Rechtslage? Welche Umkleideräume, Waschräume oder Zimmer bei Klassenfahrten dürfte/könnte ein schwuler Lehrer oder eine lesbische Lehrerin betreten, um der Aufsichtspflicht nachzukommen? Bei akuten Notfällen ist mir das klar, dann darf jeder jeden Raum betreten. Aber was ist, wenn nur der Verdacht besteht, in dem Raum ist etwas nicht in Ordnung? Ich kenne das noch so, dass Lehrerinnen für die Mädchen zuständig sind und Lehrer für die Jungen. Gibt es da irgendwelche gesetzlichen Regelungen, oder braucht man das Einverständnis von Eltern und Schülern?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das ist ein Scherz? Oder eine Lockfrage?

Sorry, aber wer ernsthaft behauptet, dass das schon okay so ist, wenn alle „ja, passt“ sagen, der hat juristisch gesehen wenig Fachkenntnisse …
Für tiefergreifende rechtsfragen sehe ich persönlich Jonathan auch raus an dieser Stelle … Aber gut. Mag nur meine Meinung sein.
Bin ja auch anscheinend empathielos.
„So what?“ [Insider … Wer hat alle Kommentare gelesen :)?]

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Die Frage an Jonathan war schon ernst gemeint. Es wäre doch interessant zu wissen, welche Erfahrungen es dazu an seiner Schule gibt. Bei diesen ganzen Diskussionen um LGBTQ habe ich das Gefühl, dass sich meist nur Menschen äußern, die meinen zu wissen, wie es Betroffenen dabei geht und wie es richtig wäre. Aber die Menschen, die betroffen sind, äußern sich entweder gar nicht oder nur sehr vage (wie Jonathan – keine Antwort auf konkrete Frage). Warum?

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Öhm… selbstverständlich dürfen lesbische Lehrerinnen in die Mädchen Umkleide, und lesbische Mädchen auch. Alles andere wäre Diskriminierung, denn sie gehören zu diesem Geschlecht und entsprechend dorthin. Btw: Die Gefühle, die da aufkommen könnten, sind speziell bei Frauen überbewertet, so lange keine Verliebtheit vorhanden ist und auch dann sind Frauen wenig auf optische Reize gepolt und somit nicht mit Männern in dieser Sache gleichzusetzen. Die meisten Frauen sind dazu fluide und eher bi – demnach dürften Sie ja nirgendwo hin, wenn das ein Problem wäre.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„so lange keine Verliebtheit vorhanden ist und auch dann sind Frauen wenig auf optische Reize gepolt und somit nicht mit Männern in dieser Sache gleichzusetzen“

Äääh… *lol*?!
Hier gilt wieder: quod esset demonstrandum!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das sehen Sie so! Aber emfinden Heranwachsende das in der heutigen Zeit genauso? Durch diese Überbetonung des Sexuellen geht mMn. das natürliche Emfinden und Körperbewusstsein immer mehr verloren. Vielleicht liegt es daran, dass meine Jugend schon sehr weit zurückliegt und in der DDR mit FKK-Kultur erfolgte. Da war man einfach noch Mensch.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

„Frauen sind mit Männern in dieser Sache nicht gleichzusetzen.“
Meine erste Frage dazu: In welcher „Sache“? Und zweitens, wie ist es mit Gleichstellung/Gleichberechtigung in diesem Fall? Gilt das nur, wenn es passt – also nicht für gewalttätige Mädchen und lesbische Frauen, da wird dann plötzlich mit ganz anderen Maßstäben gerechnet?

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich finde eher, dass Erwachsene immer viel zuviel in das Sexualleben von Jugendlichen hineininterpretieren und dies eher auf die eigene Altersgruppe passt.
Je oller, desto doller ! 🙂
Und ich denke, dass das übermäßige Thematisieren und Entabuisieren von Sexualität eher zu weniger Sexualität führt. Das viele daddeln sowieso.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ja, früher waren Kinder unbefangener. Jetzt werden sie immer wieder auf diese Themen hingestoßen und übernehmen viel davon.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Looooool, ja, genau, da haben wir ihn wieder: „Schrödinger-Feminismus“.

Bei Frauen kommen sexuelle Lustgefühle nur bei großer, moralisch korrekter Liebe auf, und die Lesben, die sind eigentlich eher alle bi….GRUNDGÜTIGER. 😀

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Frauen sind weniger auf optische Reize gepolt. Wieviele Lesben kennen sie, die Polygam leben? Wieviele Schwule kennen Sie dagegen, die zig, hunderte oder sogar tausende verschiedene Sexkontakte hatten, am liebsten unverbindlich und anonym? Ich vermute, das Thema triggert viele Hetero Männer durchaus… 😉
Es gibt wohl schon Unterschiede zwischen Männern und Frauen.
Und Bisexuelle gibt es laut Kenzie und anderen Studien am meisten. Speziell Frauen legen sich nicht fest. Wieso meinen Sie, ich bezog mich da speziell auf Lesben, nicht auf „Heteras“?

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Nicht Kenzie sondern Kinsey!

Wer das mit den tausenden Sexkontakten für unrealistisch hält, kann sich die Aussage von Joel Schuhmacher („.. ich hatte 10.000-20.000 Kerle.“ ) durchlesen und die der Kommentatoren auf Queer.de dazu, samt Aufzählung der eigenen Studentenzeit mit täglich bis wöchentlichen Treffen in Parks und Darkrooms in 10er/12er Gruppen.

Geben tut es alles, deshalb auch Frauen, die so leben, aber die sind eben sehr selten. Also kein Grund, hier Unterschiede zu leugnen und ich sehe hier keinen Unterschied von schwulen und hetero- Männern. Letztere müssen nur mit Frauen Kompromisse finden.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Übrigens habe ich jahrelang Kommentare auf Queer. de gelesen und dort würde meine Aussage niemand anzweifeln, auch wenn es dort natürlich auch viele Männer gibt, die Monogamie bevorzugen. Der Unterschied von Männern und Frauen zeigt sich halt in schwulen und lesbische Beziehungen am deutlichsten. Zeigt natürlich auch, vor welchen Problemen Hetropaare stehen, denn Männer und Frauen passen oft nicht zusammen, wie man weiß.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  Jonathan

„Alle Kommentierenden, die keiner Minderheit angehören, können nun einmal nicht nachvollziehen, wie man sich als solcher fühlt.“
Unsinn. Das ist ja ein Plädoyer für einen hermetischen Betroffenheitsdiskurs resp. für subjektive Deutungshoheiten von Betroffenen. Das stellt einfach mal die Ideen und Werte der Aufklärung, das entsprechende Menschenbild und eine Grundidee unserer modernen parlamentarisch-repräsentativen Demokratie in Frage, nämlich das-/diejenige eines empathischen, reflexiven Menschen, der sich in jede Person und SItuation emotional und kognitiv-intellektuell reinversetzen kann.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Richtig, denn nach dieser Logik müsste man auch Tierschützer anzweifeln, die können ja auch nicht wissen, wie sich die Tiere in zu kleinen Ställen usw. fühlen!

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Jonathan

Was Sie in der Kiste machen ist mir völlig egal – aber nur für den Versuch, diese billige Schuldkult-Taktik anzuwenden (Minderheit definiert, wann normale Menschen was sind, z.B. empathielos auf Basis der sexuellen Ausrichtung) werde ich heute mindestens drei mal „misgendern“.
So! Ätschi-bätschi! 😀

Enjoy your chicken Ted
1 Monat zuvor

Der SL hat schulrechtlich alles richtig gemacht. Ist natürlich pädagogisch gesehen blöd gelaufen, aber dann muss man eben Gesetze ändern! Dem SL an sich ist nichts vorzuwerfen und er wird es nur mit schwerem Herzen entschieden haben. Einige schrieben mit Elternunterschrift sei man rechtlich abgesichert. NEIN! Ist man in der Schule nicht bei Minderjährigen!

Ist genauso wie z.B. mit dem Trugschluss, dass ein Elternzettel die KuK von ihrer Aufsichtspflicht entbinden kann.

Bla
1 Monat zuvor

Danke! Daaanke!
Genau so ist es.
Hört bitte auf mit dem Unfug mit irgendwelchen Zetteln, welche rechtlich wirklich kaum Wirkung/Anwendung haben, außer die eigene Unwissenheit und Unwissenheit der Schule wiederzugeben/zu zeigen. Kann man machen – zur Abmilderung und aus anderen psychologischen Gründen. Allerdings nicht mit dem Verweis auf „rechtlichen/juristischen“ Bestand … „Geht doch bestimmt so“ … Nein!
Es kann! Muss nicht. Häufig besser als nichts. Jedoch keine juristische Empfehlung. Pädagogische oftmals schon! Trennen!
„Was darf ich“, „Was kann ich“, „Was ist zumutbar“, „Was vertretbar“, „Risiko-/Nutzen-Abwägung“ usw. Das sind oft Fragen und Dinge mit denen „wir“ uns auseinandersetzen müssen bzw. sollten.

Realist
1 Monat zuvor

Da das Problem mit den „Diversen“ unter den zu Beschulenden unter der gegenwärtigen Rechtslage auf Klassenfahrten nicht ohne erhebliche Risiken zu lösen ist, sollte man sich an folgende Empfehlung halten:
https://www.youtube.com/watch?v=6DGNZnfKYnU

Annemaus
1 Monat zuvor

Wenn das erlaubt worden wäre, hätten andere gemischte Cliquen auch nach einem gemeinsamen Zimmer gefragt.
Oder was ist mit einem heterosexuellen Liebespaar, wenn die Eltern eine Erlaubnis schreiben?

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Annemaus

Es gibt eigentlich keinen Grund, warum man einem Heteropaar das erlauben muss, nur weil man einer NB Person, aufgrund dessen, dass sie sich geschlechtlich nicht speziell zugehörig fühlt UND aufgrund dessen, dass sie bei den Jungen gemobbt wird (Nicht zu knapp, wenn Dario Kleider trägt und Puppen mag!) hier die freie Wahl lässt. Nur weil ein Autist aus guten Gründen vielleicht ein Einzelzimmer bräuchte, müsste man ja auch nicht jedem, der nur gerne etwas mehr Luxus und Platz hätte, dies ebenfalls gewähren. Es gibt halt verständliche Gründe und nicht. Und nach unserer heutigen Auffassung und Gesetzeslage ist Darios Anliegen ein verständlicher, ernst zu nehmender Grund.
Dario hat hier also verständliche Gründe, dem Heteropaar ginge es nur um Flagranti. Und nein, das wäre nicht gleich bedeutend. Die eigene Existenz plus Teilhabe an der Gesellschaft (hier Klasse) ist nicht mit Lust auf Erdbeereis gleichzusetzen und muss deshalb auch nicht gleich bewertet werden. Ich glaube also eher nicht, dass man einen Präzedenzfall schafft und die Jungs, die nur mit den Mädchen rummachen wollen, werden nicht bereit sein, sich dafür als weiblich zu outen, mit allen Konsequenzen : Mobbing, Spott, Männlichkeit absprechen, jahrelanges, psychologisches Hinterfragen <- das wäre das Letzte, was der machomäßige "Frauenheld" will!
Das Problem ist hier, dem Schulleiter keine klare Anordnung zu geben, sondern nur feige Empfehlungen, um selber nichts falsch machen zu können und gleichzeitig nicht für Darios Ausgrenzung verantwortlich zu sein.
Und btw: Es ist auch nicht richtig, dass andere Gemobbte, weil sie es nicht mit ihren Klassenkameraden in einem Zimmer ohne beisein Erwachsener aushalten können, als Konsequenz Zuhause bleiben müssen, denn da gilt mal wieder Täter vor Opfer!
Wie wäre es damit, dass die Anführerin Charlene und ihre Gang Zuhause bleiben müssen oder die ganze Klasse nicht fährt, so lange sie nicht in der Lage sind, die Außenseiter soweit zu integrieren, dass diese es mit ihnen auf einem Zimmer aushalten?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„Und nach unserer heutigen Auffassung und Gesetzeslage ist Darios Anliegen ein verständlicher, ernst zu nehmender Grund.“
Ja und nein.
Anliegen verständlich: Ja
Ernstzunehmender Grund: Ja
Heutiger Gesetzeslage (angemessen): Nein
Nach heutiger Gesetzeslage war/ist die Entscheidung der Schulleitung absolut klar und verständlich. Juristisch auch definitiv cleverer und „richtig“.

Bitte bitte bitte… Emotion und Verständnis für die Lage Darios trennen mit juristischen Beweggründen und Rechtslage.
Das müssen „wir“ doch auch im Alltag ständig …

uta
1 Monat zuvor

Die Schule hat formal korrekt gehandelt. Was fehlt, wäre eine Diskussion mit den Mobbern und dem betroffenen Schüler. Und die Klarstellung, dass diskriminierendes Verhalten einen Ausschluss von der Veranstaltung zur Folge hat.