Gruppe bedrängt Schüler – Lehrerin, die zu schlichten versucht, wird verletzt

8

COTTBUS. Ein Streit zwischen einem Cottbusser Schüler und einer zuznächst vierköpfigen Gruppe an einer Schule ist am Montag eskaliert. Erst die Polizei konnte die Auseinandersetzung beenden, an der später rund 30 Personen beteiligt gewesen sein sollen. Auch eine Lehrerin, die versuchte, den Streit zu schlichten, erlitt Verletzungen.

Erst die Polizei konnte die Auseinandersetzung beenden. Symbolfoto: Shutterstock

Ein 14-jähriger Schüler und eine Lehrerin sind bei einer Auseinandersetzung vor einer Schule in Cottbus verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge betrat eine vierköpfige Gruppe am Montagmittag das Schulgelände, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin sei die Gruppe mit dem Schüler zunächst in einen verbalen Streit geraten, der sich dann vor das Schulgelände verlagerte. Im Zuge der Auseinandersetzung wurde der 14-Jährige verletzt. Auch eine Lehrerin, die den Streit schlichten wollte, erlitt Verletzungen.

Gerufene Polizisten trennten die Gruppe, die den Angaben zufolge auf rund 30 Personen angewachsen war. Rettungskräfte brachten die beiden Verletzten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Zudem kamen zwei Beteiligte in Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Auseinandersetzung dauern an. dpa

Anzahl der Gewaltvorfälle an Schulen steigt (die Angst im Kollegium auch)

Anzeige


Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei

8 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Realist
1 Monat zuvor

Es handelte sich scheinbar um schulfremde Personen. Wieso versuchte die Kollegin hier einzugreifen und hat nicht gleich die Polizei gerufen? Selbst Polizisten, die für solche Situationen ausgebildet sind und auch über entsprechende Hilfsmittel für so eine Situation verfügen, würden sich nie einer Gruppe alleine entgegenstellen, sondern sofort Verstärkung rufen.

Solanges es keinen Sicherheitsdienst an Schulen gibt, sofort die Polizei rufen in so einem Fall.

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Höchstwahrscheinlich hat die Lehrerin aus Zivilcourage gehandelt.

Was für ein Mensch muss man sein, um seelenruhig zusehen zu können, wie ein Schüler zu Brei geschlagen wird.

Haben Sie eine derartige Schlägerei mal erlebt? Tritte gegen und Sprünge auf den Kopf sind dabei keine Seltenheit.

Wahrscheinlich hat die Kollegin ein Leben gerettet, genau wie der Kollege der neulich das 4-jährige Kind im Supermarkt gerettet hat.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

„ein Leben gerettet“

Geht’s nicht eine Nummer kleiner?

Wenn man jetzt schon verlangt, dass Lehrkräfte ihre Gesundheit riskieren, um schulfremde Personen davon abzuhalten, Schlägereien auf dem Schulgelände anzufangen, dann sollte man ernsthaft die Diskussion über Zugangskontrollen und Sicherheitsdienste an Schulen eröffnen und darf nicht „die Schulen sind sicher“ postulieren, nur weil es vielleicht früher derartige Probleme nicht gegeben hat…

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Ich erwarte von Menschen Zivilcourage. Also auch von Lehrern.

Ich hoffe nicht, dass Sie jemals von einer Gruppe angegriffen werden.
Falls aber doch, dann hoffe ich, dass Menschen mit Zivilcourage Ihnen zur Hilfe eilen und Notwehr leisten um Sie vor Schaden zu bewahren.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

Mit dem Argument „Zivilcourage“ könnten Sie auch gleich die Sicherheitsdienste in Unternehmen, Behörden, Einkaufszenten und auf Bahnhöfen abschaffen. Gibt ja dort schließlich genug Mitarbeiter, die „Zivilcourage“ zeigen könnten…

Alx
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Wer hat das denn gefordert?

Es würde aber tatsächlich deutlich weniger benötigt, wenn die Menschen sich mehr füreinander einsetzten.

Die Welt wäre deutlich besser, wenn mehr Menschen beherzt eingreifen und dafür gebührend gefeiert würden.
Stattdessen filmen alle nur noch mit dem Handy das Geschehen oder profilieren sich als Keyboardjockeys mit tollen Ratschlägen.

Applaus für die Lehrerin.

HellaWahnsinn
1 Monat zuvor
Antwortet  Alx

„Es würde aber tatsächlich deutlich weniger benötigt, wenn die Menschen sich mehr füreinander einsetzten.“

Wie wäre es zuerst mit:
„Es würde aber tatsächlich deutlich weniger benötigt, wenn die Menschen wieder mehr ihr Gehirn einsetzten.“ ? (So in der Art von „Was du nicht willst das man dir tut …“)
U.U. lohnt es sich, wenn man den zweiten Schritt (= Ihr Vorschlag ) nicht vor dem ersten Schritt macht .

Ansonsten gilt, dass sich Lehrkräfte nicht als Leibeigene mit Leib und Leben verkaufen müssen.
https://www.news4teachers.de/2024/04/momentaufnahme-eines-kranken-systems-jede-vierte-lehrkraft-wuerde-den-beruf-wechseln-wenn-sie-koennte/

Lisa
1 Monat zuvor

Doch Schuluniformen einführen. Der Grund, schulfremde Personen sofort identifizieren und des Geländes verweisen zu können, ist nicht von der Hand zu weisen.