Für kleinere Klassen: GEW ruft erneut zum Warnstreik an Schulen auf

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Wegen eines Warnstreiks der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) könnte es am Mittwoch an Berliner Schulen zu Unterrichtsausfällen und anderen Einschränkungen kommen – mal wieder.

Es reicht! Zeit für eine Kurskorrektur. Illustration: Shutterstock

Die Gewerkschaft fordert seit Jahren Tarifverhandlungen über kleinere Schulklassen und will dieser Forderung mit einem neuerlichen Warnstreik Nachdruck verleihen. Dazu aufgerufen sind Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Schulpsychologen. Gegen Mittag (11.30 Uhr) wollen sich Streikende am Neptunbrunnen in Mitte zu einer Demonstration treffen, die zum S-Bahnhof Friedrichstraße führt.

Die GEW verlangt schon seit 2021 einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz, in dem Klassengrößen und weitere personelle Unterstützung geregelt werden. Auf diese Weise könnten gesündere Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und andere Schulbeschäftigte und gleichzeitig eine höhere Unterrichtsqualität erreicht werden, argumentiert die Gewerkschaft. Der Berliner Senat lehnt solche Gespräche ab und verweist auf die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL). Ohne deren Zustimmung könne Berlin keine Tarifverhandlungen über Klassengrößen aufnehmen.

Die GEW organisierte seit 2021 immer wieder Warnstreiks, um ihr Ziel zu erreichen. Zuletzt hatte sie im vergangenen Oktober zu einem dreitägigen Warnstreik aufgerufen. News4teachers / mit Material der dpa

Forderung nach kleineren Klassen: GEW ruft zum Warnstreik an Berliner Schulen auf – schon zum 15. Mal!

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8 Kommentare
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Kolumbus
21 Tage zuvor

Ich möchte mal vorschlagen, dass alle, die Streiks ablehnen (nicht nur nicht dürfen), dann auch die Erfolge nicht für dich in Anspruch nehmen, egal, ob Gehaltserhöhungen oder Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Die wollen das doch nicht.

Dann verzichtet ehrlicherweise auch darauf!

Spazierstock
21 Tage zuvor
Antwortet  Kolumbus

So „ehrlich“ ist aber keiner.

Bla
21 Tage zuvor
Antwortet  Kolumbus

Genau … Und diejenigen Klassen/Kinder sollen dann drunter leiden bei den – nicht verbesserten – Rahmenbedingungen.
Sehr durchdacht ist Ihre Forderung jetzt nicht, oder?
Klingt erstmal logisch. Bringt aber v. A. bei Rahmenbedingungen generell den SuS wenig dann.

Kolumbus
21 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Sie meinen, wenn Lehrer, die Streiks ablehnen, dann konsequenterweise auch die Gehaltserhöhungen ablehnen, die sie ja auch nicht wollten, leiden die Schüler darunter? Wieso?

Wer streiken könnte, aber nicht mitmacht, der wollte doch die Gehaltserhöhung nicht. Und der wollte auch keine besseren Arbeitsbedingungen!

Wandervogel
21 Tage zuvor

Am schlimmsten finde ich ja diejenigen, die vorwurfsvoll sagen, all die bisherigen Streiks zum „Gesundheitsschutz“ hätten ja gar nichts gebracht, wozu fortsetzen und die nicht verstehen, dass sie nicht längst etwas gebracht haben, liegt ja eben daran, dass sie nicht mitgemacht haben. Macht mit! Duckt euch nicht weg! Lasst uns nicht im Stich!

Meinetwegen
21 Tage zuvor

Viel Erfolg!

Spazierstock
21 Tage zuvor

Haltet durch! Bleibt hartnäckig!

Vierblättriges Kleeblatt
21 Tage zuvor

Wie man liest, waren es wieder rund 2500 Lehrer und Lehrerinnen, die an dem Streik teilgenommen haben, weil sie bessere Arbeitsbedingungen fordern (nicht nur kleinere Klassen, wie manche Medien die Forderungen verkürzen/verfälschen, es geht ja um mehr!).
https://www.gew-berlin.de/presse/detailseite/finanzsenator-evers-wird-diesen-konflikt-nicht-aussitzen-koennen

Manche trauen sich aber nicht, weil sie einen Antrag auf Verbeamtung gestellt haben. Bei uns ist so, alle diese machen seit Antragsstellung nicht mehr mit, obwohl sie noch gar nicht verbeamtet sind und das noch Jahre dauern kann (je nach Lebensalter). Ein voller Erfolg für den Dienstherren. Das ist halt der Nachteil der Verbeamtung, man kann (fast) nichts mehr tun und muss sich (fast) alles gefallen lassen.

8000 Lehrer werden in Berlin angestellt bleiben. Auf die bezogen sind es immerhin gut 25-30% Teilnahmebereitschaft. Das ist stark! 8000 nicht verbeamtete Lehrer erwarten von der CDU Berlin übrigens immer noch die Erfüllung des Wahlversprechens zur Verbesserung des Nachteilsausgleichs !!