Forderung nach kleineren Klassen: GEW ruft zum Warnstreik an Berliner Schulen auf – schon zum 15. Mal!

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BERLIN. Seit mittlerweile zwei Jahren macht die GEW für ihre Forderung nach kleineren Klassen mobil und ruft immer wieder zu Warnstreiks an Schulen auf. Der Senat hält eine Umsetzung für unrealistisch. Die Gewerkschaft lässt aber nicht locker.

Erst am 23. September hatten Tausende von Menschen – darunter viele Lehrkräfte – in Berlin und 28 weiteren Städten  gegen die Zustände in den Schulen demonstriert (News4teachers berichtete). Motto: „Bildungswende jetzt!“ Die GEW hatte die Proteste unterstützt. Foto: Shutterstock / Mo Photography Berlin

An vielen Berliner Schulen fällt in den kommenden Tagen einmal mehr Unterricht wegen eines Warnstreiks aus. Die Bildungsgewerkschaft GEW hat Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Schulpsychologen aufgerufen, vom heutigen Dienstag an für drei Tage die Arbeit niederzulegen. Sie will damit ihrer Forderung nach kleineren Klassen Nachdruck verleihen.

Die GEW verlangt schon seit zwei Jahren einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz, mit dem Klassengrößen und weitere personelle Unterstützung geregelt wird. Auf diese Weise könnten gesündere Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und andere Schulbeschäftigte und gleichzeitig eine höhere Unterrichtsqualität erreicht werden, argumentiert sie. Der Streikaufruf ist laut GEW bereits der 15. seit Oktober 2021.

Der Senat sieht keine Möglichkeit zur Umsetzung der GEW-Forderung. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch und Finanzsenator Stefan Evers (beide CDU) nannten den Ausstand am Montag «unverantwortlich» und verwiesen zum wiederholten Male auf den Lehrermangel, in dessen Folge kleinere Klassen «faktisch nicht möglich» seien.

«Wir können nicht tatenlos zusehen, wie alles noch schlechter wird an den Schulen. Das sind wir auch künftigen Schülergenerationen schuldig»

Zudem wiesen sie darauf hin, sei Berlin – wie alle anderen Bundesländer außer Hessen – der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) angehört. Ohne deren Zustimmung könne Berlin keine Tarifverhandlungen über die Klassengröße aufnehmen, und die TdL lehne solche Verhandlungen ab. Ein Berliner Alleingang sei nicht möglich, ohne den Rausschmiss aus der TdL zu riskieren. Gleichwohl wolle man bei der TdL noch einmal eruieren, ob eine Bereitschaft bestehe, den Mitgliedsländern künftig einen entsprechenden tarifrechtlichen Handlungsspielraum zu eröffnen.

Die GEW lässt dieses Argument nicht gelten. «Nur an der Blockadehaltung des Arbeitgeberverbandes TdL kann es nicht liegen, dass der Senat keine Maßnahmen ergreift», erklärte die Leiterin des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik in der GEW Berlin, Anne Albers, im Zusammenhang mit dem neuen Streikaufruf. «Das Land Berlin könnte ganz ohne Erlaubnis der TdL kleinere Klassen via Schulgesetz regeln und dafür auch mehr Lehrkräfte ausbilden.» Kleinere Klassen seien also möglich und sinnvoll. Eine verlässliche Regelung biete aber nur ein Tarifvertrag.

Über 1000 Lehrkräfte hätten im vergangenen Schuljahr den Dienst quittiert, so die GEW. «Mit besseren Arbeitsbedingungen in kleineren Klassen wären sicherlich einige geblieben.»

GEW-Geschäftsführer Markus Hanisch bat Eltern und Schüler um Verständnis für möglichen Unterrichtsausfall und andere Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit dem Ausstand. «Die Belastung für die Eltern und für die Schülerinnen und Schüler ist uns bewusst», sagte er. «Wir können aber nicht tatenlos zusehen, wie alles noch schlechter wird an den Schulen. Das sind wir auch künftigen Schülergenerationen schuldig.»

Günther-Wünsch erklärte, die Versorgung der Berliner Schülerinnen und Schüler mit gutem und verlässlichem Unterricht auf Höhe der Zeit erfordere eine gemeinsame Kraftanstrengung. «Der angekündigte Streik verschärft die Situation – zumal sich die Zielsetzung des Streiks außerhalb der Handlungsmöglichkeiten des Senats und vor allem außerhalb realistischer Umsetzung bewegt.» Sie rief die GEW auf, ihre Streikankündigung nochmals zu überdenken.

Davon kann keine Rede sein. Zum Auftakt am Dienstag trafen sich Teilnehmer des Warnstreiks laut GEW zu Aktionen in den Bezirken. Ein Sprecher verwies auf Streikcafés, Streikposten, Versammlungen und mehrere Demonstrationen etwa in Neukölln und Treptow-Köpenick. «Insgesamt ist die Stimmung gut und kämpferisch», sagte er. Am Mittwoch soll demnach eine zentrale Streikdemo am Alexanderplatz starten, am Donnerstag ist eine zentrale Streikversammlung der Gewerkschaft im Mauerpark geplant.

Momentan arbeiten nach Angaben der Bildungsverwaltung an Berlins öffentlichen Schulen 41.480 Menschen als pädagogisches Personal, darunter gut 34.500 Lehrkräfte und knapp 5400 Erzieherinnen und Erzieher. Eine ganze Reihe der Lehrerinnen und Lehrer sind Beamte und dürfen nicht streiken. An den bisherigen Warnstreiks der GEW für kleinere Klassen beteiligten sich jeweils einige Tausend Lehrkräfte, Unterricht fiel teilweise aus. Die letzte, ebenfalls dreitägige Arbeitsniederlegung fand im Juni statt. News4teachers / mit Material der dpa

3.000 Lehrkräfte streiken in Berlin für kleinere Klassen und bessere Arbeitsbedingungen

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Dejott
9 Monate zuvor

Natürlich gibt es keine Lehrer am Markt.
Aber kann das die Begründung für ungesunde Arbeitsbedingungen sein? Vielleicht versteht der Arbeitgeber nur die Sprache der Krankschreibungen.
Der Hinweis auf die TDL ist natürlich armselig.
Immer wieder sollte man allen Kultusministerien immer wieder einbläuen: Werdet endlich bessere Arbeitgeber!

GEW-nee!
9 Monate zuvor

Träumt weiter!

Oberkrämer
9 Monate zuvor
Antwortet  GEW-nee!

Alternative? Sie?

Unverzagte
9 Monate zuvor

Es bleibt unverständlich, warum Kolleg*innen sich nicht angesprochen fühlen und die zahlreichen Aufrufe ins Leere verhallen.

Stattdessen lese ich hier nur einseitige Anspruchshaltungen inklusive ständigem Geläster über die Unfähigkeit der GEW.

AvL
9 Monate zuvor

Die Hattie-Metaanalysen geben Auskunft über die Effekte der Klassengröße auf das Lernverhalten der Schüler. Und der ist gering.

PaPo
9 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Nein.

… und wieder ein ceterum censeo (dieses Mal mit Fettschrift, um den Blick direkt auf die Kernpunkte zu lenken):

Bereits Kunczik & Zipfel (2004: 169 f.) resümierten zeitlos bzgl. Metaanalysen, „dass schlechte und methodisch problematische Studien in ihrer Aussagekraft nicht dadurch besser werden, dass man sie in eine Meta-Analyse einbezieht. […] Das Gesamtergebnis mag bestimmte Schlussfolgerungen über den Forschungsstand zum untersuchten Thema suggerieren, viele Artefakte bzw. unzutreffende Befunde addieren sich deshalb aber noch lange nicht zu einem zutreffenden Ergebnis.“

Metanalysen von Metaanalysen machen die Problematik nicht besser, im Gegenteil.

Eines der (vielen) Probleme der einschlägigen Studien von J. Hattie ist leider eine oftmals unkritisch-affirmative Inkorporation von Studien bzw. Metaanalysen in seine eigene Metaanalyse, ohne hier bei Ersteren analytisch zu würdigen, ob die entsprechenden Studien designtechnisch und mit Blick auf deren Ergebnisse die behaupteten Effekte überhaupt tatsächlich demonstrieren konnten und ohne bei Metaanalysen bspw. Differenzierungen in deren interne Studienauswahlen/-differenzierungen, z.B. nach methodisch-technisch unterschiedlichen Qualitätsstandards/-niveaus (so dass sich bspw. kulminierende Ergebnisse für best practices-Studien im Vergleich zu den kulminierten raw data-Ergebnisen o.ä. darstellen ließe) zu verlangen. Entsprechend findet sich diese Problematik auch in seiner eigenen Forschung, inkl. des Problems, Studien miteinander zu vergleichen, die von ihrer Ausrichtung und Methodik her nicht wirklich vergleichbar sind.
Und nicht zu vergessen, dass J. Hattie auch zu anderen Schulsystemen mit anderen sozio-politischen, -kulturellen und -ökonomischen Rahmenbedingungen forschte.
Äpfel… und Birnen.

Entsprechend würde ich auch die neuesten Ergebnisse von J. Hattie nur unter Vorbehalt genießen wollen.

Ich habe nie verstanden, warum J. Hattie gerade bei deutschen Pädagogen und selbst in den erziehungswissenschaftlichen Seminaren (ob an der Uni m Lehramtsstudium oder den Studienseminaren im Referendariat) so populär ist… kann ich nur als dringendes Indiz werten, doch bitte (wie ich es seit Langem fordere) Methoden und Techniken empirischer (Sozial-)Forschung endlich i.S.e. Studium generale (für Akademiker) allgemeinverbindlich zu machen.

D.h.:
Auch wenn John Hattie das zehnfache an Metaanalysen gesammelt hätte: Zeitaufwand u./o. Komplexität einer Studie sind kein Synonym, kein Surrogat der methodisch-technischen Qualität der Metanalyse.

Metanalysen kompilieren erstmal lediglich Studien resp. Studienergebnisse.
Man kann also bspw. Unmengen an methodisch-technisch extrem defizitären Studien kompilieren, die allesamt behaupten, sie demonstrierten X, die dies aber de facto (infolge ihrer Defizite) nicht tun. Durchshcnittswerte bei der Kompilation verzerren die entsprechenden Effektstärken zusätzlich, selbst wenn die inkoprorierten Einzelstudien passabel wären.

Das ist es, was Kunzick & Zipfel (2004) meinen, wenn sie resümieren, „dass schlechte und methodisch problematische Studien in ihrer Aussagekraft nicht dadurch besser werden, dass man sie in eine Meta-Analyse einbezieht“ (S. 169 f.).

Zudem ist problematisch, dass wenn i.w.S. (lediglich) der Forschungsgegenstand der gemeinsame Nenner der kompilierten Einzelstudien ist, dies zum vermeintl. Vergleich des Unvergleichbaren führt, der Untersuchungsgegenstand resp. die Untersuchungsfrage in den Studien nämlich unvergleichbar ist, bspw. infolge unterschiedlicher Operationalisierungen aller möglichen unabhängigen und abhängigen Variablen, (der Kontrolle von) Drittvariablen u.ä. Unterschiede bei der Wahl u./o. Rekrutierung der Probanden/Samples, der Umstand, dass ein Gros einschlägiger Studien (immer noch) lediglich die Demonstration statistischer Signifikanz anstrebt, statt der Verwendung von Effektstärkemaßen, Metanalysen aber regelmäßig versuchen, diese Signifikanzwerte in Effektstärken umzurechnen (was ein gaaanz eigenes Problem darstellt) etc. addiert sich zu den Problemen der Einzelstudien und damit zu den Problemen von Metanalysen.

Metaanalysen differenzieren nämlich i.d.R. nicht (ich wiederhole) „z.B. nach methodisch-technisch unterschiedlichen Qualitätsstandards/-niveaus (so dass sich bspw. kulminierende Ergebnisse für best practices-Studien im Vergleich zu den kulminierten raw data-Ergebnisen o.ä. darstellen ließe)“, sondern kulminieren alle Studien zum Thema, derer sie gewahr werden.

Um zu John Hatties Ehrenrettung herbeizueilen müsste man also erstmal (a) kontrollieren, inwiefern die Metaanalysen, die er kompiliert hat, den skizzierten Problemen begegnen (d.h. entsprechende Kontrollen der Einzelstudien vornehmen) und (b) kontrollieren, wie er dies in seiner eigenen Metanaylse von Metananalysen bewerkstelligt. Und dann gilt es weitere endemische Probleme von Metanaylsen zu identifizieren und zu kontrollieren, inwiefern diese hier einschlägig sein könnten.

Das denke ich mir ja nicht aus, das sind seit Jahrzehnten wissenschaftstheoretisch bekannte und diskutierte Probleme, selbst in Bereichen, die z.B. mit erheblich unproblematischerer Variablenoperationalisierung zu tun hat (z.B. in der Medizin), als es hier, in diesem sozialwissenschaftlichen Bereich, der Fall ist: PubMed alleine ist voll von entsprechender Fachliteratur (hier willkürlich die ersten paar Treffer):

Etc.

Klaus Zierer nennt ja auch noch einige ‚Vorbehalte‘, die es zu beachten gilt (https://visible-learning.org/de/hattie-rangliste-einflussgroessen-effekte-lernerfolg/).

Oder kurz:
Es geht um den Methodenteil in J. Hatties einschlägigen Metaanalysen.

Und für das Protokoll:
Klaus Zierers Kernaussage stimme ich ja zu: „Strukturen alleine bewirken wenig!“ – jedenfalls nicht im Einzelnen. Es wäre auch ohne empirischen Beleg ziemlich abwegig zu glauben, dass einzelne Variablen von anderen Variablen isoliert sind und ebenso isoliert Wirkungen zeitigen oder nicht.

Das ist ja auch eines der Probleme der Metaanalyse, dass z.B. der multivariate Zuschnitt, dass Moderatorvariablen irgendwie komplett auf der Strecke bleiben, also bspw. inwiefern „Leistungshomogene Klassenbildung“ wirklich einen kleinen Effekt von r=.12 (entspricht – simpel formuliert – ca. 1,4 % der aufgeklärten Varianz, macht also – simpler formuliert – ca. 1,4 % des Lernerfolgs aus) haben soll oder ob die ‚Lernwirksamkeit‘ einer „[l]eistungshomogene[n] Klassenbildung“ durch andere Variablen mglw. inhibiert werden, mithin Variablen, die systematisch in den (wir nehmen der Einfachheit halber einmal an: methodisch-technisch profunden; bzgl. der Kritik s.o.) Einzelstudien präsent gewesen sein konnten.

Und das Ergebnis ist, dass die Behauptungen, dass „[l]eistungshomogene Klassenbildung“ und kleinere Klassen praktisch keine Rolle für den ‚Lernerfolg‘ oder gar die „Unterrichtsqualität“ per se spielen sollen, sich nicht mit J.Hattie begründen lässt. Im Gegenteil Schaut man genauer bei J. Hattie und den verwendete Metaanlysen (resp. den zugrundeliegenden Einzelstudien) nach, sieht man (auch als Teilbestätigung meiner Kritik), dass marginale Reduzierungen der Lerngruppe (bspw. von 30 auf 25 Schüler) natürlich keinen relevanten Einfluss haben…. wer hätte das nur gedacht, deutliche Reduktionen dann aber schon eher (GIYF). Ist ja auch naheliegend.

Jockel
9 Monate zuvor
Antwortet  PaPo

Gott schütze uns vor Oberlehrern.

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Die Hättie-Studie berücksichtigt aber auch nur geringfügige Schwankungen der Schülerzahlen. Schülerzahlen kleiner 15 wurden nicht berücksichtigt. Zusätzlich flossen nur wenige Studie zu Klassengrößen kleiner 20 ein. Diese gab es damals schlichtweg nicht in außreichender Quantität.

Kurzum: Die Hattiestudie berücksichtigt lediglich Klassengrößen in Rahmen von 20-35 Schülern. Für diesen Rahmen trifft Ihre Aussage zu.

Dejott
9 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Aus meiner Sicht geht es hier um das Gesundheitsverhalten der Lehrer, oder?

AvL
9 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Dem gesundheitlichen Zustand der Schüler in Bezug auf ein menschliches Vermitteln der Lerninhalte wird verhältnismäßig wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
Wenn Lernmethoden zu einer Überforderung mehrerer Personengruppen führen, so stehen diese der Verwirklichung der Persönlichkeitsentwicklung im Weg.

Lessi
9 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Mathematik- Grundschule!

Frage: Wie viel Zuwendungszeit hat der Lehrer in einer Unterrichtsstunde pro Schüler?(ohne Berücksichtigung von Inklusion, Zweisprachigkeit usw.)

gegeben:
30 Kinder
45 Minuten
1 Lehrer

Rechnung:
45:30= 1,5 min.

Da aber Lotte-Lu gerade mal wieder eine persönliche Krise durchlebt, weil ihre Eltern schon wieder letzte Nacht durchges…/ gefeiert haben, sie nicht schlafen konnte und nun getröstet/ aufgefangen werden muss, Justin- Kevin in der Pause den Fachlehrerwechsel genutzt hat, um das Clo kreativ (Verstopfung) zu gestalten, Chantal- Marie schon wieder einen Zickenkrieg anzettelt, weil sie ja zu Hause die Prinzessin Nr. 1 ist und so weiter… Schwupps, sind von den 45 Minuten auch nicht mehr viel übrig.

Noch Fragen? Hattie hat damit nicht gerechnet, glaube ich.

AvL
9 Monate zuvor
Antwortet  Lessi

Struktur vermitteln und dann interaktiv mit dem Klassenverband die Inhalte erarbeiten. 30 Kinder 45 Minuten 1 Lehrer = 45 Minuten für die Schüler

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Zeit für individuelle Zuwendung (sowas soll ab und zu notwendig sein): 0 min/Schüler

Alisia
9 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Es geht denen ja auch nicht um die Schüler sondern um die eigene Arbeitsbelastung.

Kann man ein Stück weit nachvollziehen, wenn man sich anschaut wie eine „normale“ Klasse inzwischen aufgebaut ist, ändert aber nichts daran, dass es bei diese Forderungen in keinster Weise um die Kinder geht.

Lera
9 Monate zuvor
Antwortet  Alisia

Wir sollten bei allen Veränderungen im Bildungsbereich ganz genau aufpassen, dass nicht die Lehrer in irgendeiner Form davon profitieren.

Nur genervte, depressive und ausgebrannte Lehrer sind schließlich gute Lehrer.

Man darf sich auch nicht von den verzweifelten Hilferufen der Lehrerschaft blenden lassen – die wollen nur weniger Stress als chronisch viel. Ganz schön unverschämt.

PaPo
9 Monate zuvor
Antwortet  Alisia

In keinster Weise stimmt ja auch nicht. Die Schüler profitieren von entlasteten Lehrern immens. Und auch für die lernwilligen Schüler ist eine erheblich kl. Klasse eine ebenso erhebliche Entlastung.

mama51
9 Monate zuvor
Antwortet  Alisia

…und w.a.r.u.m. in Gottes Namen,ist das soooo dramatisch,wenn es ausnahmsweise mal wirklich NUR um die Gesundheit der Lehrkräfte geht und NICHT um leuchtende Kinderaugen …???????
Außerdem profitieren die leuchtenden Kinderaugen trotzdem von seelisch stabilen und ausgeglichenen Lehrkräften!!!!!

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Alisia

Kurzgefasst: Beides.

Ansonsten gibt es eben Abstriche – zwangsläufig.

DerechteNorden
9 Monate zuvor
Antwortet  Alisia

? Natürlich geht es auch um die Kinder. Für sehr viele Kinder ist es heutzutage noch viel wichtiger als damals, das Gefühl von Bindung zu haben. Das fehlt leider immer mehr Kindern.
Und in kleineren Lerngruppen, kommt dieses Gefühl der Bindung viel leichter auf, als in großen Lerngruppen. Kinder fühlen sich gesehen und ernster genommen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Einige haben eine sehr merkwürdige Vorstellung davon, wie Lehrkräfte so ticken.

mama51
9 Monate zuvor
Antwortet  Alisia

Ach, es geht um die Lehrkräfte? Wer hätte das gedacht!
Ausnahmsweise dreht sich mal nicht alles nur um die „leuchtenden Kinderaugen“?
Was, um Himmels Willen, ist DARAN jetzt soooo dramatisch?
Und schließlich: Gesunde und motivierte KuK kommen besser zum Ziel der „leuchtenden Kinderaugen“!

AvL
9 Monate zuvor
Antwortet  mama51

Old school ist besser für den Gesundheitszustand aller .

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  Alisia

Merkwürdig auch, dass es bei Tarifverhandlungen der Lehrkräfte um Lehrkräfte und nicht um „die Kinder“ geht. Wobei, wenn ich so an die GDL denke: denen geht es auch um die Lokführer und nicht um die Bahnreisenden. Und bei den Metallern geht es irgendwie auch nur um die Metaller und nicht um den Autokäufer… Hmmm, da drängt sich der Gedanke auf, dass es in Lohnverhandlungen doch tatsächlich ausschließlich um die MitARBEITER und nicht die Kunden oder Klienten geht…

RSDWeng
9 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Richtig: Auf den Lehrer kommt es an.

Roberto Rafja
9 Monate zuvor

bessere Arbeitsbedingungen, 4 Tage Woche und digitaler (homeoffice)

dazu bessere Bezahlung und Inflationsausgleich. Andere Branchen haben seit Jahresanfang kräftige Erhöhung und diese 3000 bekommen

für junge Leute muss es attraktiv werden, so dass sie sich für den Lehrerberuf entscheiden und nicht für einen homeoffice Bürojob mit pipapo

Manfred aus der Schule
9 Monate zuvor
Antwortet  Roberto Rafja

Kann man wohl sagen! Gefühlt seit 2-4 Jahren so 2-3 Prozent bekommen.

Mein Frau arbeitet montags und freitags von zuhause, macht gegen 2 den Laptop aus und bekam einen Jahresbonus von ca. 8000.

Dejott
9 Monate zuvor
Antwortet  Roberto Rafja

Auf das Pipapo werden Sie im Schulalltag aber lange warten müssen.

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor

Warnstreik. Das klingt wie eine leere Drohung. Gibt es auch Konsequenzen oder wird nur gedroht?

Oberkrämer
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Ein Warnstreik ist bereits ein Streik, das bedeutet Menschen legen ihre Arbeit nieder und weigern sich zu arbeiten.

lehrer002
9 Monate zuvor

Dies ist der Grund, warum alle anderen Bundesländer seit Jahren bzw. Jahrzehnten flächendeckend verbeamten. Berlin hat genau das lange versäumt und hat aufgrund dessen in Kombination mit den schlechten Bedingungen in Schulen nun den Salat.

Oberkrämer
9 Monate zuvor

Diese Streiks sind wichtig. Beanstanden kann man, dass sie jetzt erst kommen (seit ca. 2 Jahren). Das hätte viel früher erfolgen müssen, als die finanziellen Möglichkeiten noch größer waren. Jetzt gehen Millionen in die Verbeamtung, woher sollen dann Millionen für all die anderen Wünsche kommen.

Ob allerdings in früheren Zeiten mehr mitgemacht hätten, weiß ich nicht. Die Beamten dürfen nicht, die meisten Angestellten tun es nicht. Von denen hört man am Ende nur, die GEW unternehme nichts.

Vierblättriges Kleeblatt
9 Monate zuvor

Problem ist, die Berliner Lehrer müssen jetzt schnell entschlossen sein. Ein „schlauer“ Senat sitzt das Problem einfach aus, denn bald sind fast alle Berliner Lehrer verbeamtet und dürfen nicht mehr streiken. Das ist ein großer Nachteil für die Lehrerschaft insgesamt, wenngleich das dem einzelnen Lehrer (verständlicherweise) egal ist.

PS: Frau Günther-Wünsch (CDU), was ist den Verbesserungen des Nachteilsausgleichs für Nicht-Beamte, die Sie in der Opposition vorschlugen? Mauert die SPD? Oder schert Sie Ihr Geschwätz von gestern nicht mehr? (frei nach Konrad Adenauer)

Max
9 Monate zuvor

Hieß es nicht immer, dass mindestens 6000 Berliner Lehrer nicht verbeamtet werden können? Wenn die alle am Streik teilnehmen würden, wären das auch 2-3 x mehr als bisher.