„Ich schieße euch alle ab“ – Ganzes Kollegium schreibt Brandbrief: Realschule versinkt in Gewalt, Angst und Chaos

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LUDWIGSHAFEN. Eine Schule im Ausnahmezustand: Nach wiederholten Amokaldrohungen und einem Messerangriff auf eine Lehrerin schlagen die Pädagogen der Karolina-Burger-Realschule Plus in Ludwigshafen Alarm. In einem Brandbrief berichten sie von Gewalt, Angst und unhaltbaren Zuständen – und finden endlich Gehör: Bildungsminister Sven Teuber reist an, die CDU spricht von einem „Skandal“, die GEW fordert Schutz für die Lehrkräfte. Doch der Fall zeigt: Das Problem reicht weit über eine Schule hinaus.

Es brennt – im übertragenen Sinn. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Es war kurz nach Unterrichtsbeginn, als die Schülerin plötzlich mit einem Messer im Lehrerzimmer stand. Am 29. Mai dieses Jahres drang eine 16-Jährige an der Karolina-Burger-Realschule Plus in Ludwigshafen-Mundenheim mit einer Klinge in der Hand in den Raum ein, bedrohte eine Lehrerin – und löste eine Panik aus, die im gesamten Kollegium nachhallt. Laut Polizei blieb zwar niemand verletzt, doch der Schock sitzt bis heute tief. Die Jugendliche wurde schließlich in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen, die Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Totschlag aus.

Der Vorfall war kein Einzelfall an der Schule, sondern der dramatische Höhepunkt einer Entwicklung, die viele Lehrkräfte an den Rand der Verzweiflung gebracht hat. Nur Wochen später wandten sich die Lehrerinnen und Lehrer in einem zehnseitigen Brandbrief an die Schulaufsichtsbehörde – ein Hilferuf, unterzeichnet von allen Mitgliedern des Kollegiums.

Gewalt, Drohungen, Fäkalien: ein Schulalltag im Ausnahmezustand

Wie der „Mannheimer Morgen“ berichtet, schildert das Schreiben Zustände, die jede Vorstellung von normalem Unterricht sprengen. „Ich schieße euch alle ab“, soll ein Schüler gerufen haben. Eine andere Lehrerin wurde gefragt, ob sie keine Angst habe, „dass jemand sie von hinten absticht“.

Der Brief listet eine erschütternde Vielzahl von Vorfällen auf: Lehrkräfte, die mit Büchern beworfen werden; sexualisierte Beschimpfungen; körperliche Übergriffe; Fake-Accounts von Lehrerinnen und Lehrern in sozialen Medien, über die gezielt beleidigt und diffamiert wird. Schüler zerstören Mobiliar, schlagen Löcher in Wände, zünden Böller in Klassenräumen.

Die hygienischen Zustände sind ebenso erschütternd. Überflutete Toiletten, beschmierte Wände, Urinlachen in Gängen. Schüler hätten sogar „im Kellergeschoss unter Treppen ihr Geschäft verrichtet“. Lehrkräfte mieden ganze Gebäudeteile, weil die Luft dort „unerträglich“ sei. Von 2022 bis 2024 registrierte die Polizei 121 Vorfälle an der Schule, davon 118 mit Strafanzeigen. Schon 2018 hatte ein SEK-Einsatz für Aufsehen gesorgt, nachdem ein Jugendlicher mit einer Pistole gesichtet worden war.

Überforderung auf allen Ebenen

Die Lehrkräfte sprechen in ihrem Schreiben offen von Überforderung. „Wir können so nicht mehr unterrichten“, heißt es darin. Über ein Dutzend Überlastungsanzeigen sei vor den Herbstferien eingereicht worden. Die Gewerkschaft GEW spricht von einer „Ausnahmesituation“. „Es gibt wirklich Kolleginnen, die Angst um ihr Leben haben“, sagte die Landesvorsitzende Christiane Herz dem Mannheimer Morgen.

Herz fordert drastische Veränderungen: kleinere Klassen, mehr Sozialarbeit, ständige Präsenz von Schulaufsicht und Polizei – und in besonders schwierigen Klassenräumen zwei Lehrkräfte gleichzeitig. Die Stadt Ludwigshafen habe verstärkten Schutz mit Hinweis auf ihre Finanzlage abgelehnt.

Die GEW zieht eine Parallele zur berüchtigten Rütli-Schule in Berlin-Neukölln, die 2006 wegen massiver Gewaltprobleme bundesweit Schlagzeilen machte – und mit massiven Investitionen später zu einem Vorzeigemodell wurde. „Dort hat man gezeigt, dass es geht, wenn man ernsthaft investiert“, sagt Herz. „Das müsste auch hier passieren.“

Was ist eine „Realschule plus“?

Die Karolina-Burger-Realschule Plus ist Teil eines Schultyps, der in Rheinland-Pfalz 2009 eingeführt wurde. Realschulen plus kombinieren die Bildungsgänge von Hauptschule und Realschule, um mehr Durchlässigkeit zu schaffen. In ihnen lernen Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen – von leistungsstarken Realschülern bis zu Jugendlichen mit erheblichen Sprachdefiziten oder sozialen Problemen – gemeinsam in einem System.

Das Konzept soll Chancengleichheit fördern, führt aber in sozialen Brennpunkten wie Mundenheim-West oft zu Überforderung: Klassen mit bis zu 30 Schülerinnen und Schülern, extrem heterogener Leistungsstand, kaum Sprachförderung. Lehrkräfte sprechen von einem „System, das gute Ideen hatte, aber in der Realität zusammenbricht“.

Der Minister kommt – und spricht von „Null Toleranz“

Nach einem weiteren Amokalarm Ende Oktober, ausgelöst durch eine angeblich bewaffnete Person auf dem Schulhof, wurde die Schule erneut evakuiert. Kurz darauf kam Bildungsminister Sven Teuber (SPD) persönlich. Wie der SWR berichtet, sprach Teuber drei Stunden lang mit der Schulleitung, der Bürgermeisterin und Vertretern der Aufsichtsbehörde. Danach sagte er: „Es gibt null Toleranz für Gewalt, Mobbing und Rassismus.“ Man habe „konkrete Prozesse vereinbart, um die Belastung zu senken“. Details nannte er jedoch nicht.

Gleichzeitig wurde bekannt: Seit Jahresbeginn hatte die Feuerwehr bereits zehn Einsätze an der Schule – viele davon wegen mutwillig ausgelöster Alarme. Die Stadt sprach offen von „Fäkalienschmierereien“ an Wänden und Möbeln. Schülerinnen und Schüler berichteten dem SWR von Alltagsangst. „Manche bringen Messer oder Schlagringe mit“, sagte ein Neuntklässler. „Ich habe jeden Tag Angst“, so ein jüngerer Schüler.

CDU: „Schulen sind kein rechtsfreier Raum!“

Die Ludwigshafener CDU-Landtagsabgeordnete Marion Schneid sprach nach dem Ministerbesuch von einem „erschütternden“ Befund. In einer Pressemitteilung bezeichnete sie die Zustände an der Karolina-Burger-Realschule Plus als „dramatisch“ – mit Körperverletzungen, Messergewalt und unhaltbaren hygienischen Zuständen. Vom Bildungsminister erwarte sie, dass er die Sorgen der Lehrkräfte ernst nehme und konkrete Schutz- und Präventionsmaßnahmen einleite. Es könne nicht sein, dass Lehrkräfte „beschimpft und bedroht“ würden; das Kollegium habe mit seinem öffentlichen Hilferuf „mutig gehandelt“.

Zugleich kritisierte Schneid das rheinland-pfälzische Bildungssystem grundsätzlich. Schon das Beispiel der Gräfenauschule habe gezeigt, wie groß die Probleme mit Sprachdefiziten und sozialen Konflikten seien. In einer Realschule Plus, wo leistungsstarke und -schwache Kinder gemeinsam lernen, stoße das System endgültig an seine Grenzen. „Schulen dürfen kein rechtsfreier Raum sein“, mahnt sie. Gewalt dürfe in Klassenzimmern „niemals einen Platz haben“ – und müsse spürbare Konsequenzen haben.

Eine Stadt mit vielen Baustellen: Die Parallele zur Gräfenauschule

Hintergrund: Die Karolina-Burger-Realschule Plus ist nicht die erste Schule in Ludwigshafen, die bundesweit Schlagzeilen macht. Schon 2023 geriet die Gräfenauschule, eine Grundschule in einem benachbarten Stadtteil, in die Schlagzeilen – ebenfalls wegen Überforderung, Überlastung und Integrationsproblemen.

Dort mussten 39 von 126 Erstklässlern das Schuljahr wiederholen, fast ein Drittel. Im laufenden Schuljahr ist die Situation kaum besser: Von 147 Erstklässlern müssen laut Schulleitung 44 Kinder wiederholen. Nahezu alle Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund, viele sprechen kaum Deutsch, etliche waren nie in einem Kindergarten.

Rektorin Barbara Mächtle erklärte bereits im Frühjahr: „Oft sprechen die Kinder schlecht Deutsch oder kommen aus bildungsfernen Familien. Viele tun sich schwer, Strukturen des Schulalltags anzunehmen. Wir brauchen dringend andere Lösungen – etwa Sprachförderlehrkräfte oder vorbereitende Sprachkurse.“

Das Bildungsministerium versprach Unterstützung, doch bisher blieb der Effekt gering. Ministeriumssprecher erklärten zwar, man habe „zahlreiche Maßnahmen ergriffen“, diese bräuchten aber Zeit. Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck trat 2023 aus Protest aus der SPD aus. Mit Blick auf Teubers Amtsvorgängerin sagte sie seinerzeit: „Wenn Bildungsministerin Stefanie Hubig sagt, es wird keinen Ludwigshafener Sonderweg geben, kann ich nur sagen: Es muss einen geben!“ Die Situation an der Karolina-Burger-Realschule Plus scheint sie einmal mehr zu bestätigen. News4teachers 

Markus Lanz: “Das System ist offensichtlich dysfunktional” – Schulleitende berichten

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Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor

Zitat: Lehrkräfte sprechen von einem „System, das gute Ideen hatte, aber in der Realität zusammenbricht“.

Das fasst die ganze Bildungsmisere eines verwässerten Schulsystems (nicht nur in Ludwigshafen) gut zusammen. Je heterogener eine Schülerschaft ist, umso mehr Konflikte entstehen. Hier würde auch Herr Rupanner aus Wutöschingen mit Lernateliers und dem Abschaffen von Noten nicht weit kommen. Auch ein oder zwei Schulsozialarbeiter holen diesen Karren nicht mehr aus dem Dreck. Und nein, auch ein pädagogischer Tag für die Lehrkräfte bringt hier nichts mehr.

Ukulele
1 Monat zuvor

So ist es. Auch typische Forderungen nach mehr Geld helfen in solchen Fällen nicht. Das einzige was in solchen Fällen hilft ist Härte und Strenge sowie ein geforderte Disziplin (siehe Rütli Schule).

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“Je heterogener eine Schülerschaft ist, umso mehr Konflikte entstehen.”
Ich teile diese Privatmeinung nicht, aber selbst WENN dem so wäre, heißt dies ja nicht, dass diese Konflikte nicht gelöst werden können. Zudem IST die Gesellschaft – so Ihre Meinung – ja sehr heterogen, ein Miteinander könnte ja in der Schule vorgelebt werden, bevor sich alle Erwachsenen gegenseitig umbringen, da sie die Heterogenität nicht aushalten können 😉

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Alle Konflikte können vom Prinzip her gelöst werden (inkl. Ukraine- und Nahostkonflikt). Es ist immer eine Frage von Preis und Anstrengung. Im Fall von Ludwigshafen sollte dies bitte kostenneutral passieren. Wird schon nicht so schlimm sein am Ende. Ich bin arg gespannt, zu welchen Ergebnissen man nun seitens der Ämter und der Politik kommen mag. Der obligatorische Maulkorb für Schulleitung und Lehrkräfte wird ein entscheidender Faktor sein.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Hmm, wenn Putin quasi Russlands Brüder und Schwestern angreift, ist da wohl nicht viel mit der Heterogenität.
Wobei, Putin sieht die Ukraine ja nicht als eigenständigen Staat an, lässt also die “eigene Bevölkerung” überfallen und abschlachten (https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/die-butscha-luegen-der-prorussischen-propaganda-faktenfuchs,UjqMHbV)

Ich glaube, Ihr Vergleich unterlegt nicht unbedingt Ihre Meinung, dass Heterogenität zu Konflikten führt…

DerechteNorden
1 Monat zuvor

Die Schüler*innenschaft ist an dieser Schule aber sozial nicht heterogen. Das ist das Problem.

Illuminator
1 Monat zuvor

Sie dürfen gerne an einer reinen Hauptschule mit einer homogen problematischen Schülerschaft unterrichten, wenn Ihnen Heterogenität nicht gefällt.
Irgendwas sagt mir aber, dass Sie für sich als Lehrer nur die andere Seite einer homogenen Schülerschaft in Betracht ziehen.

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor
Antwortet  Illuminator

Ich bin Sozialarbeiter in der Familien- und Jugendhilfe und arbeite mit besagtem Klientel zusammen. Unaufgeregt und angstbefreit. Es gibt durchaus gut funktionierende Werkrealschulen (Hauptschulen wurden ja nahezu abgeschafft). Die enorme Heterogenität an Real- und Gemeinschaftsschulen sorgt vor Ort für wesentlich mehr Probleme, da man keinem Kind mehr wirklich gerecht wird – so berichten es mir die meisten Lehrkräfte. Und die rheinland-pfälzische Realschule Plus ist ohnehin eine Mogelpackung eines an sich nur noch zweigliedrigen Schulsystems.

DerechteNorden
1 Monat zuvor

Je heterogener eine Schülerschaft ist, umso mehr Konflikte entstehen.”
Welche Forderung leiten Sie daraus ab?
Dass alle schwierigen Fälle gemeinsam an einer Schule unterrichtet werden sollten? Es also eine sehr homogene (alles schwierige Fälle) Schüler*innenschaft gibt?
Ist das dort aber nicht gerade der Fall?
Somit belegen Sie selbst, dass es nicht an der Heterogenität liegt, dass es dort nicht läuft.

Uhrmacher
1 Monat zuvor

Hm, so langsam gewöhnt man sich an diese Brandbriefe. Ist das nicht schlimm? Wir lesen sie, regen uns auf und machen weiter wie bisher.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Uhrmacher

Die Gewöhnung ist gefährlich, tatsächlich wurde ja in Berlin-Neukölln oder in Burg (spät) interveniert. Der Druck durch Öffentlichkeit ist derzeit leider ein notwendiger Hebel.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Uhrmacher

„Wir“ ist jetzt genau wer? Die Politik? Eltern? Allgemein die Gesellschaft? Lehrer? Schüler?

Und, wer hat die Bordmittel, um die Ursachen der Verrohung zu bekämpfen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Freut mich, dass Sie sich nicht abgestumpft fühlen, aber das muss ja nicht direkt Irritation auslösen 😉

real_anka
1 Monat zuvor

Da haben die Lehrpersonen die SuS wohl einfach nur nicht ausreichend gefördert!
Sonst wäre die Situation niemals so eskaliert.
Am Schultypus und den Ressourcen darf es ja nicht liegen.

RSDWeng
1 Monat zuvor
Antwortet  real_anka

Richtig! Ich vermute auch, dass es an der Schule keine Lernlandschaften, keine Rückzugsräume, kein angemessenes Feedback gibt, dafür aber die fürchterlichen Ziffernnoten, die eine Kindesgefährdung darstellen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  real_anka

Wenn Sie mit “gefördert” Sozialkompetenzen meinen, deren Mangel von Forumsteilnehmer:innen ständig beklagt und nie gefordert wird, würde ich ja zustimmen.

Wenn Sie meinen, dass aufgrund von Heterogenität selbst solche Taten stattfinden bzw. dass bspw. Gymnasiast*innen aufgrund ihrer Bildung zu solchen nicht fähig sind, würde ich deutlich widersprechen

Kleopas
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Der Mangel wird beklagt und nie gefordert? Warum soll jemand den Mangel “fordern”? Oder soll es “fördern” heißen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Kleopas

“deren Förderung” fehlt. Danke 🙂

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  real_anka

Black-Sheep-Blaming … jepp – kennen wir bereits … da gibt es scheinbar Defizite im Mind-Setting der verantwortlichen LuL.

Ça me fatigue
1 Monat zuvor

Früher gab es eine Einschulungsuntersuchung, bei der Kinder zeigen mussten, dass sie schulfähig sind. Das geschah mit einfachen Übungen und Fragen und in Zusammenarbeit mit Kindergärten, die Grundkompetenzen eingeübt haben (Vorschule: alle Kinder, due daran teilnehmen durften, waren stolz darauf!).

Kinder, die nicht wissen,
wie man einen Stift hält,
wie man etwas ausschneiden,
wie man etwas ordentlich ausmalt,
wie man Schwünge an bestimmte Plätze schreibt,
wie man auf einem Baumstamm balanciert,
wie man Schuhe anzieht,
wie man eine Jacke anzieht,
wie man einen ganzen Satz spricht,
wie man eine Weile still sitzt, auch wenn man nicht dran ist,
wie man ruhig arbeitet,
wie man eine Anweisung befolgt, auch wenn man keine Lust hat,
wie man respektvoll mit Mitmenschen umgeht,
usw …

… und deren Wortschatz nicht dem Einschulungsniveau entspricht …

… müssen erst in einer Vorschule schulfähig gemacht werden.

Dies gilt auch für ältere Jahrgänge – also für JEDEN, der erstmalig in eine Schule in Deutschland eingeschult wird.

NUR DANN kann man fachlich weiterarbeiten und die soziale Kompetenz ausbauen.

Solange jemand NICHT SCHULFÄHIG ist, kann die Person auch keine Schule besuchen. Die Schulfähigkeit muss VOR der Einschulung erlangt und festgestellt werden.

Sollte in der Schule festgestellt werden, dass jemand versehentlich eingeschult wurde, so muss die Person zurückgestuft werden, bis sie die Schulfähigkeit erlangt hat.

ERST DANN könne Lehrkräfte so arbeiten, wie es vorgesehen ist.

Ça me fatigue
1 Monat zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Nachtrag:

Kinder, die mit Traumata wegen ihrer Vorgeschichte in Deutschland ankommen, müssen ebenfalls aufgefangen werden. Das kann man nicht einfach unter den Tisch kehren und so tun, als wäre nichts passiert.

Schulen können das alleine nicht auffangen.
Eltern mit den gleichen Erfahrungen können da auch nicht helfen, die brauchen Hilfe.

Wie soll das alles gehen??

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

“Kinder, die mit Traumata wegen ihrer Vorgeschichte in Deutschland ankommen, müssen ebenfalls aufgefangen werden.”

Oh, um die “kümmert” man sich. Flüchtlinge dürfen jetzt erst noch später in regelmäßige Behandlung 🙁
https://www.aerzteblatt.de/archiv/gefluechtete-menschen-kritik-an-eingeschraenkter-gesundheitsversorgung-07c1997b-064b-4187-b9e7-8abca6d07606

Ça me fatigue
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

… die “Behandlung” findet in der Schule statt … da haben jetzt alle was davon!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Wenn Sie meinen, Opfer und Betroffene teilen da Ihren Humor.
Die Realität holt zudem ein, die Politik reagiert: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-haushaltskuerzungen-bedrohen-therapeutische-versorgung-a-de9612b0-df20-49cd-9d0b-ea1e6e4952df

Aber hey, können jetzt manche wieder selbstgerecht mit den Augen rollen, dass diese Schüler*innen mal gar nicht an die Schule passen 🙁

Ça me fatigue
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Wenn Sie meinen, Opfer und Betroffene teilen da Ihren Humor.”

… nein, das meine ich nicht!

Aus meiner Bemerkung fließt Resignation und Hoffnungslosigkeit – ich bedauere alle Beteiligten gleichermaßen (SuS und LuL und Eltern).

Wenn …

… das, was als modern und fortschrittlich gilt, unter den gegebenen Bedingungen keine brauchbaren Ergebnisse liefert …

… und …

… wenn …

… die Verbesserung der Bedingungen nicht bezahlbar ist …

… dann …

… muss man etwas an der Methode ändern, …

… so dass …

… die geänderte Methode unter bezahlbaren Bedingungen zu brauchbaren Ergebnissen führt.

Diese Erkenntnis ist so alt und einfach, dass jeder sie haben müsste … nur die Entscheidungsträger scheinen auf diesem Auge blind zu sein.

Wenn man z.B. Statistiken für Entscheidungen heranzieht, bei denen eine ehrliche Fehlerbetrachtung nicht vorgenommen oder nicht mitveröffentlicht wurde (zu wenig Probanden, zu wenig Streuung bei den unterschiedlichen Bedürfnissen und Bedingungen), …

… und bei denen diese ehrliche Fehlerbetrachtung dazu führen würde, dass man jede beliebige Aussage hineininterpretieren könnte, weil die Begründungen sich auf mehrere Nachkommastellen beziehen, die überhaupt nicht relevant sind, …

… dann wundern mich weder die kontroversen Diskussionen noch die Entscheidungen, die alle nach dem Budget getroffen werden und mit fadenscheinigen Argumenten (Statistiken) begründet werden von Leuten, die keine Praxiserfahrung haben.

Das Problem “Schule” ist (wue beim Klimaproblem) viel zu komplex, als dass man die EINE geniale Lösung für alle finden könnte.
Es muss lokale Fallentscheidungen geben, die auf die lokalen Bedingungen passen.

Ist meine längere Erklärung jetzt besser verständlich?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Viel verständlicher, Danke.
Aber vorsicht, Handlungsbedarf in einem komplexen System zu fordern, wird Ihnen deutlich weniger Likes bringen, als sich allein über die Schülerschaft aufzuregen 😉

Ça me fatigue
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Likes sind mir egal!
Sich nur über die Schülerschaft aufzuregen ist nicht zielführend.
Zielführende Lösungen sind oft unbequem und deshalb unbeliebt.

Aber irgendwann, wenn die Probleme zu groß werden, muss man (am besten sinnvoll) handeln, so dass die Ursachen bekämpft werden, nicht nur die Symptome!

Kinder werden nicht böse geboren! Das Umfeld und die,Lebensumszände Formen sie. Hier muss man ansetzen.

Und dann bleibt die Frage: Was macht man mit denen, bei denen das vermeintlich schon zu spät ist? Schadensbegrenzung … reicht das?
Kann man es irgendwie schaffen, es doch noch ins Positive zu drehen? Hier braucht es kreative Ansätze. … und das ist sicher kein Rundum-Sorglos-Paket.

Ça me fatigue
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Verbesserung:

Kinder werden nicht böse geboren! Das Umfeld und die Lebensumstände formen sie. Hier muss man ansetzen.

Gummibärchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Die Aufbewahrung findet dort statt. Sind ja schließlich schulpflichtig.

Wenn’s nicht so wahr, realistisch und bitter wäre, könnte man fast lachen ob der Absurdität.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Ich kann da nur zustimmen. Ich frage mich eh, wozu es die gibt, wenn bei Nichtfähigkeit daraus keine systemische Konsequenz (bspw. Vorschulkindergarten) erfolgt.

Ça me fatigue
1 Monat zuvor
Antwortet  Alese20

In Frankreich gibt es die verpflichtende “ecole matrenelle”, die quasi die Aufgabe unseres Kindergartens übernimmt. Frankreich hat ja das Problem mit den Maghreb-Staaten schon viel länger als wir.
Allerdings kämpfen unsere Nachbarn trotzdem mit den gleichen Problemen wie wir.

Die haben ihre Schulen eingezäunt wie Festungen. Sicherheitspersonal steht an den Eingängen und kontrolliert. Gedacht war das allerdings als Schutz vor Angriffen Externer auf die Schule. Inzwischen könnte sich das auch dort auf die Schülerschaft ausgeweitet haben.

Nichtsdestotrotz wäre eine verpflichtende Vorschule schon ein Gewinn. Diese müsste so lange verpflichtend sein, bis ein Mindestmaß an Motorik, sozialer Komponente, Selbstorganisation, Selbstreflektion, Empathie, … usw. vorhanden ist. Kein Fachunterricht für jemanden, der die Grundzüge des sozialen Zusammenlebens und der grundsätzlichen altersgerechten Kompetenzen nicht beherrscht. Im Grunde also frühkindlicher Elternersatz.

So eine Vorschule müsste auch für ältere Semester zugänglich sein, die mit einer komplett anderen Kultur und Weltanschauung zu uns kommen. Hier müssten die Eltern sofort mitintegriert werden, bestenfalls sogar mit Aufgaben bedacht werden, damit sie zugänglich werden und sich nicht abschotten. Eine Sprache erlernt man nur, indem man sie ohne Scheu verwendet. Für eine gute Integration muss Raum geschaffen werden. Andernfalls gibt es überall nur Frust, der irgendwann in Überforderung und Gewalt umschlägt.

Logischerweise gibt es auch Fälle, an die man so nicht herankommt. Aber einen großen Teil der Beteiligten könnte man so erreichen.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Volle Zustimmung!

Gummibärchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Wir haben auch in den neunten Klassen nicht beschulbare Kinder. Darunter ebenso.

Allein – es gibt den Begriff “nicht beschulbar” nicht mehr….

Geht ja alles wunderbar mit der Differenzierung…..

Ça me fatigue
1 Monat zuvor
Antwortet  Gummibärchen

Eine Veröffentlichung zur “Schulfähigkeit” von 2017:

https://www.bpb.de/themen/bildung/dossier-bildung/250140/schulreife-oder-schulfaehigkeit-was-ist-darunter-zu-verstehen/#:~:text=Der%20Schulf%C3%A4higkeit%20des%20Kindes%20steht%20die%20%22Kindf%C3%A4higkeit%22,sollte%2C%20dass%20kein%20Kind%20%22zur%C3%BCckgestellt%22%20werden%20muss.

… seither hat sich viel geändert. Vielleicht wäre es Zeit, wieder darüber nachzudenken?

Ausserdem werden nirgends so grundlegende Dinge wie: den Stift richtig halten und verwenden können, eine Schere bedienen können, … usw genannt. Grundlegende Dinge, die “früher” selbstverständlich waren, sind es heute aus diversen Gründen eben nicht mehr.

Wo ist das Problem, wenn man das, was in der Schule vermittelt werden soll, in sinnvolle “das muss ich können, bevor ich mit dem nächsten weitermache” – Päckchen einteilt?

Wer nicht schreiben kann, wird in der weiterführenden Schule nur Frust erfahren. Nimmt man zu viel Rücksicht auf die “Gefrusteten”, so erzeugt man neuen Frust bei denen, die schon viel weiter wären, wenn man nicht ständig von vorne anfangen müsste.

Kinder, die in der 6. / 7. Klasse nicht richtig sprechen können (nur einzelne Wörter – Wortschatz vlt. mit 3-jährigen zu vergleichen) und nur fähig sind, rudimentär ein Bild auszumalen und die dafür den ganzen Tag eine Erwachsene Person neben sich sitzen haben, binden unglaublich viele Ressourcen, die woanders fehlen. Noch dazu ist diesen Kindern sehr bewusst, dass sie anders behandelt werden und dass sie mit den anderen nicht mitkommen. Wo ist da der Mehrwert für die einzelnen Parteien? Wäre es nicht sinnvoller, dem Kind das Sprechen beizubringen und soweit das Lesen, dass es später einmal alleine zurechtkommt?

Die Umsetzung der Integration ist für alle Beteiligten frustbehaftet.

Frust in der Schülerschaft, herbeigeführt durch den Vergleich mit Mitschülern, mit denen man nie mithalten kann. Das wird aber kein Kind zugeben (ich kenne zumindest keines). Man sucht sich also Übersprungshandlungen, die zeigen: “Schau mal – ich kann was (oder trau mich was), was du nicht kannst (du dich nicht traust).”

Ein vormals ruhiges Kind fängt plötzlich an, andere zu ärgern oder irgendwas anzustellen. Je nach Alter kann das dann auch gefährlich werden.

Andere ziehen sich in ihr Schneckenhaus zurück (Depression, Schulabsentismus, … ).

Ich glaube, dass dieses Phänomen oft nicht berücksichtigt wird. Das ist nämlich die Kehrseite der Integration und der zu großen Inhomogenität.

Wir sollten auch nicht die Rolle von Vereinen und Kirchen vergessen, die einen großen Anteil an der Vermittlung sozialer Kompetenzen haben. Leider sind diese aber auf dem Rückzug und das wird mit dem Ganzagsbetrieb der Schulen nicht besser.

Muxi
1 Monat zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Das ist ein sehr wichtiger Punkt, auch für weiterführende Schulen.
Man müsste dringend sicherstellen, dass Schüler die nötigen Vorfähigkeiten mitbringen. Auch in der Sekundarstufe erlebt man täglich Schüler denen die Basiskennntnisse fehlen.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Muxi

“Auch in der Sekundarstufe erlebt man täglich Schüler denen die Basiskenntnisse fehlen.” Meinen Sie damit, dass Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen fehlen und die Schüler als Reaktion auf ihre Frustrationserlebnisse im Unterricht sich dann am Schulgebäude in ihren selbst geschaffenen Rückzugsräumen austoben. Es wäre für mich eine Erklärung, dass Kinder entsprechend bei aufgestauter Frustration Dampf ablassen und Dinge zerstören, die sie eigentlich schätzen müssten.

Ça me fatigue
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Ja, genau so!

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Dann müssen diese genannten Grundkenntnisse aber erst recht in den Grundschulen besser nachhaltiger und effektiver mit mehr Feedback und direkt anleitender Instruktion sowie mehr üben vermittelt werden, damit die Kinder eher selbständig arbeiten können.

Heinz
1 Monat zuvor

„Die Stadt Ludwigshafen habe verstärkten Schutz mit Hinweis auf ihre Finanzlage abgelehnt.“

Da kann man doch garnicht so viel kotzen, wie man gerne würde. Eine Schande.

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Hmm. Ja, man könnte kotzen, dass die Finanzlage so schlecht ist.

Haben Die konkrete Vorschläge, wie man diese Verbessern kann?

BASF verdient ja nichts mehr, weil der Chemiestandort Deutschland aufgrund con Bürokratie und Energiepreisen nicht mehr profitable ist. Jobabbau in Ludwigshafen läuft und wird das Problem verschärfen.

Vielleicht könnte man die Ausgabenseite der Kommune ändern. Bürgergeld, Kita, Spielplätze, etc. Wo soll die Stadt ihrer Meinung nach sparen?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Der Bund und/oder das Land müsste in solchen Fällen einspringen… [Hier schreibe ich bewusst nicht von “könnte” – das kann “er”!]
Und falls man mit “nicht unser Gebiet/Zuständigkeit” kommt … Dann sollte man das als Schule vielleicht auch mal so entgegnen und der Bund/Land/wer auch immer soll schauen, wo “man” beibt. Natürlich massivst medial aufbereitet mit Benennung von Möglichkeiten und den “Nichteingehen” dieser.
Oder man ändert die Zuständigkeiten (diesbezüglich).
Nicht möglich? Nicht würdig einer Regierung. “Ganz einfach”.
Das man einem Nackten nichts aus der Hosentasche nehmen kann ist klar. Die Stadt/Bezirk kann da oft rein gar nichts dafür und auch nicht diese/solche Probleme effizient ohne “Hilfe von außen” lösen. Das muss man auch ganz klar benennen und transparent machen. Hilfeschrei gibt es. Massiv. Massig. “Man” muss handeln. Dafür ist eine Regierung da und zuständig. So oder so.

Nicht auf “Taschenspielertricks” reinfallen …

Und da fragen sich ernsthaft manche Politiker, warum viele Leute immer “stärker rechts(extrem)” wählen.
Weil man auch hier und an vielen Stellen schlichtweg zeigt, dass man nicht handeln will (oder kann) – je nach Thematik.
Die AfD greift dann populistisch solche tatsächlichen Probleme auf. Und wer verweifelt genug oder naiv genug oder sich zu wenig mit der AfD auseinandersetzt … Der ist durchaus verführt hier die Stimme zu geben.
Die Frage ist nur … Warum entgegnet man dem nicht?
Und hier muss man sich einfach mal wirklich wirklich ehrlich machen … Wie bei vielen Themen …
Ein “weiter so”, ein “‘wir’ schaffen das” und ähnliche Floskeln bringen nichts (mehr), außer weiteren “Zuspruch zur AfD” vieler Menschen. Das muss man doch langsam mal realisieren und dem entgegnen.
Ebenfalls wird ein “Absitzen” die Stimmungslage einer Wählerschaft nicht positiv beeinflussen aktuell.

Es gibt auch kein Erkenntnisproblem.
“Wir” wissen, wo die Probleme sind.
Bei manchen wissen “wir” auch die Lösungen [und die sind nunmal extrem teuer … Das ist so. Es wird jedoch immer teurer, dies nicht zu tun.].
Es fehlt das wirkliche ehrlich machen und Handeln.
Anstatt dessen bekommt “man” immer Floskeln, “Grabenkämpfe” [bestenfalls “unten” gegen “ganz unten”], Scheinlösungen, Aussitzen, “Wirklichkeitsverschiebungen” (xy läuft sehr gut … Verweis auf [eigeninitiierter] Studie) und “Leugnungen”.

Viele haben darauf keine Lust. Viele checken das (inzwischen).
Und viele müssen das nicht “bewusst checken”. Sie sehen und hören, was so “gegeben” ist. Zum Rest tragen dann gerne Medien [“Redaktionelle”/”Zeiten/Onlinezeitungen”, Talks und “(A-)Soziale Medien” durch irgendwelche Populisten und unzufriedene Menschen] dazu bei. Dazu dann noch “Kneipengespräche”.

Und dann … Wussts wieder niemand, “der” uns “führt” [Regierung – tatsächlich relativ egal welche aktuell]? Ah komisch.

Es ist einfach so surreal und absurd … Leider leben wir in dieser Realität in vielen Bereichen. Und das “surreal(e) und absurd(e)” ist echt kein Gutes in dem Fall …

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Zu ihrem ersten Teil der Argumentation: Ich stimme dem zu, dass es nicht von der kommunalen Finanzlage abhängen sollte. Dann wäre es aber sinnvoll, solche und ähnliche Aufgaben nicht auf kommunaler Ebene zu entscheiden, sondern zu zentralisiern. Es ist ja in der Tat absurd, dass es von der Stadtgrenze abhängt, wie gut Schulen ausgestattet sind und wie hoch die Kita-Gebühren sind.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Ich denke, Heinz ist (zurecht) frustriert über die Situation, wo eines der reichsten Länder der Welt mit einer der größten Volkswirtschaften – ja, immernoch 😉 – an der Bildung spart.

Das die Strompreise aufgrund der Fossilen und Atom weiterhin sehr hoch sind, hat ja nichts direkt mit der Landespolitik zu tun.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Gibt es in Deutschland noch aktive Atomkraftwerke? Haben Sie da eine Quelle für mich?

Bla
1 Monat zuvor

“Gibt es in Deutschland noch aktive Atomkraftwerke? ”

Nein. Seit ca. 2,5 Jahren oder so nicht mehr.

Ich bin mir nicht sicher, ob Rainer hier auf Atomstrom-Importe hinaus will. Die “nimmt sich” Deutschland ja durchaus. Frankreich bspw.

Das mit der Landespolitik würde ich jedoch ander sehen … Ja nicht “direkt” – nicht “primär”. Allerdings durch bspw. Genehmigungsverfahren. Als Beispiel Stromtrassen und Windkraftanlagen [Gruß aus Bayern … Danke Herr Söder …].

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Europäisches Verbundnetz. Was aus der Steckdose kommt, ist ein Strommix, der weder ausschließlich regenerativ noch nuklear erzeugt worden ist sondern sowohl als auch. Bei sonnigen, stürmischen Wetterlagen kann der Atomstromanteil sogar relativ höher sein als der ökologisch erzeugte, da die WKA leichter aus der Produktion genommen werden können als Atommeiler.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Nicht mehr lange.
(https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/boom-batteriespeicher-deutschland-energiewende-100.html)
Aber die werden dann halt andere Länder/ Firmen betreiben :/

Das Ziel sieht man bereits in Südaustralien, wo im Vergleich der Stromoutput nahezu in Echtzeit angepasst werden kann, was Strom und Geld spart.
Interessant, eine konservative Regierung zu sehen, welche aus Umweltschutz und wirtschaftlichem Interesse auf Erneuerbare setzt…
(https://www.focus.de/earth/australier-erhalten-kostenlosen-strom-werden-andere-laender-diesem-beispiel-folgen_d4bcfa3a-fc70-47df-b3f7-a9fb12ec4b36.html)

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Absolut richtig. Das ist allerdings im Überschussfall so. Und durch Redispatch zu erklären.

Was das genau mit meinem Beitrag zu tun hat, weiß ich allerdings nicht?

Wir Importieren Atomstrom mitunter aus Frankreich.
Der Atomstorm ist konstant(er) und schwerer “abzuschalten” als WKA. Dazu deutlich teurer.
Das ist eine technische und wirtschaftliche Sache.
Da wir keine Netzüberlastungen haben wollen, wird daher in Überschussfall im Zuge des Redispatch eben auf WKA Flexibilität gehen. Obwohl bzw. gerade, da dieser leichter und günstiger abzustellen ist.
Die “Grundlast” bleibt, der “Zusatz” wird abgestellt/nicht verwendet.
Oder ich habe das falsch verstanden damals … Einer meiner besten Freund arbeitet in Bereich Energie und wir hatten das mal diskutiert bzw. ich mir (grob) erklären lassen.
Dazu gibt es gute Seiten, welche aktuelle Bezüge “Live” zeigen. Weiß nur gerade nicht mehr auswendig, welche das war. Müsste ich nochmal nachsehen.
Ebenfalls gibt es ja Energy Charts und Stromdaten.info …

Verstehe nur nicht, was jetzt bei meiner obigen Aussage nicht stimmt?

Ist es das Genehmigungsverfahren? Das ist v. A. Ländersache. Das ist so.
Ist es “wir müssen Atomstrom von xy” importieren? Ja, ohne genug Alternativen schon. Klar.
Wenn man zu wenige hat … Könnte man mehr machen. Rein theoretisch mal …
Und wenn es zum Überschuss käme, dann regelt man durch Dispatch diese eben runter.

Keine Ahnung, auf was Sie hinaus wollen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Wir importieren den günstigeren Strom. Weniger Gas und mehr erneuerbare = weniger (trotz Subventionen teure) Importe.

Aber ja, Frankreichs Strom wird ggf. importiert, solange wir hier teureren produzieren – solange den eigenen sehr teuer subventioniert und die AKW nicht bei niedrigen Flusspegeln runtergefahren werden :/

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ne sorry ,das stimmt so einfach nicht.

Vielleicht meinte das “dickebank” auch mit seiner/ihrer Anmerkung.

Die AKW sind zu teuer und aufwändig um sie “herunterzufahren”/”stillzulegen” für einen (kurzfristigen) Stromüberschuss.
Daher wird auf bspw. WKA “Stillegung” gegangen in dem Moment.
Der günstigere Strom ist und wäre das WKA – sehr deutlich normalerweise sogar.
Aber wir nutzen den Strommix (siehe dickebank) im Verbundnetz.
Daher beziehen wir eben “mehrere Seiten” als Zusammenlegung im Prinzip.
Da die WKA deutlich flexibler sind, aber die AKW eine Grundbasis und Grundlast liefern, entscheidet man sich technisch (und wirtschaftlich) gesehen dazu “den günstigeren” Stromlieferanten abzustellen/zu drosseln.
Klingt im ersten Moment unlogisch …denkt man aber etwas nach, dann ist das durchaus sehr logisch.

Daher stimmt Ihre Aussage so erstmal nicht.
Mal als ganz kleines einfaches Beispiel:
5 AKWs + 10 WKAs
-> Viel Wind etc.
-> Stromüberschuss
-> Man stellt/drosselt ein WKA
-> Rein theoretisch ist das WKA in dem Moment (nahezu) “kostenlos”
-> Man will aber keine Überlastung des Stromnetzes und muss daher “darauf verzichten”

Hätte man jetzt in dem Fall:
5 AKWs + 15 WKAs
-> Viel Wind etc.
-> …
-> Man stellt/drosselt 6 WKAs
-> …
Also wäre hier der Mehrwert der WKAs nicht da

Jetzt könnte man langfristig natürlich überlegen, ob die 15 WKAs (+5 WKA) reichen für die Grundversorgung etc.
Also um bspw. Aufgrund der 5 WKAs ein AKW abstellen zu können
Das Problem … Noch können wir kein Wind uns aussuchen. Ebensowenig die Wetterlage …
Daher wird es schwierig sein eine gesamte Grundabdeckung zu liefern

Man könnte natürlich auf ein gewaltiges Bauen von WKA gehen…
Dann dadurch die Grundversorgung auch bei “schlechteren” Wetter diesbezüglich zu gewähren … Dann hat man allerdings bei “guten Wetter” ein massives Überangebot an Energie und muss sehr viel einstellen/drosseln

Sooo einfach ist die Lösung halt leider nicht aktuell.

Verstehen Sie das?
Also: Durch das Verbundnetz werden die WKA immer vor den AKW stillgelegt. Das macht so erstmal absolut Sinn.
Da es eben das Verbundnetz ist … Hilft auch kein “mehr an WKA” an dieser Stelle … Außer man schaltet langfristig AKW ab. Dann muss man jedoch die Grundversorgung bedenken.
So lange wir im Verbundnetz sind (was ebenfalls Sinn macht) … Bleibt dies einfach “ein Problem”.
Sooo einfach gedacht, wie Sie es gerne hätten oder darstellen ist es meines Wissens nach nicht.

Oder ich habe das damals falsch verstanden, als mir das erklärt wurde … Klingt und klang allerdings absolut einleuchtend.
Nur eben arbeite ich (logischerweise) nicht in dem Bereich. Vor ca. 18 Jahren arbeitete ich zumindest auch im Bereich eines “Energiezentrums”.
Dazu erkläre mir jemand dies, der im Bereich “Energie” für eine … Namhafte Firma arbeitet. Und hier geht es eben auch um das deutsche Stromnetz.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Die AKW sind zu teuer und aufwändig um sie “herunterzufahren”/”stillzulegen” für einen (kurzfristigen) Stromüberschuss.”
Nach “zu teuer” hätten Sie einen Punkt setzen können. Frankreich subventioniert seine Kraftwerke mit Milliarden, damit der Strom “günstig” ist (https://www.focus.de/earth/energie/neuer-atom-boom-in-vollem-gange-frankreichs-milliarden-akw-fiasko-zeigt-wie-falsch-merz-und-weidel-liegen_id_260644887.html) – SOLANGE es nicht wenig zu wenig Flusswasser abgestellt/ gedrosselt werden muss.

Das sich AKW nicht rechnen, sagen die Energieproduzent*innen schon seit Jahren, DIE sehen da offenbar keine Wirtschaftlichkeit. Oder kennen Sie IRGENDWEN in Deutschland, der AKW bauen will – ohne Subventionen, plus Endlager? Eben.

Der Strommix ist inzwischen merheitlich Erneuerbar, TROTZ jahrzehnterlanger Widerstände. (https://www.ndr.de/nachrichten/info/Strommix-Deutschland-Wie-ist-der-Anteil-erneuerbarer-Energien,strommix102.html)
Die Regierung wird weiterhin viel Zeit vergeuden und hinauszögern, was die Bevölkerung dann am Strompreis, Wirtschafts- und Handelsnachteilen, um dann viel zu spät Strom(speicher) bei ausländischen Unternehmen zu kaufen (https://greenspotting.de/norwegischer-megaspeicher-fuer-deutschland/)

Aber hey, so bezahlen wir ein paar Jährchen mehr für Strom, verschleppen wichtige Entwicklungen in Wirtschaft und Handel, drehen durch, wenn keine CO2-Zertifikate mehr bereitsstehen und erhöhen sehenden Auges die Folgeschäden des Klimawandels in Milliardenhöhe 🙁

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Das sind unterschiedliche Punkte.

Ich habe lediglich erklärt, wie das so ganz grob “läuft”.
Dazu keine sonderliche Wertung gemacht.
Ich weiß halt nicht, weshalb Sie hier immer gleich von Strohmann-Argument zu Strohmann-Argument sich rumhangeln …

Sie bringen einen Punkt. Man geht darauf ein.

Natürlich können Sie dann einen neuen Punkt bringen und auch darauf kann man eingehen.

Aber das sind unterschiedliche “Ebenen”, welche Sie hier vermischen [leider immer wieder].

Es ging hier auch nicht um “danach kann man einen Punkt setzen”.
Es ist de facto einfach so (Punkt).
Ob und wie sinnvoll und/oder gut ich das empfinde … Ist wieder etwas anderes.

Vieles ist vielleicht nicht sooo sinnvoll… Vieles braucht halt eben massivst Energie. Schaut man sich Zahlen zur KI und KI Veränderungen an … “Kostet” auch das akutell… Und weiterhin … viel … CO2.
Ebenfalls Crypto – dafür, dass dies jetzt nur bedingt einen “Mehrwert” hat, außer den “eingebildeten”/”Marktwirtschaftlichen”.
Und ja, natürlich sind das alles (potentielle) Probleme, welchen wir uns mal mehr und mal weniger als “Menschheit/Gesellschaft” stellen. Und das wird alles vielleicht nochmal doppelt zurück kommen.
Ja … Kann man alles nachvollziehen und diskutieren.

Allerdings muss man halt auch sagen, dass ein Abstellen aller AKW aktuell eben auch zu massiven Problemen [und Verzichten] führen könnte und würde.
Dazu ist das ebenfalls nicht ganz so einfach …
Muss man halt auch ehrlicherweise vielleicht etwas mit berücksichtigen.

In einer Wunschwelt gäbe es keine AKWs – ich denke, darüber können wir uns zumindest einig sein.
Wie es dort keinen Hunger und keinen Krieg gibt.
Dazu ein Recht und tatsächliche Wirkung von Bildung für alle Menschen auf der Welt.
Aber … Auch in dieser Welt leben wir halt weder aktuell, noch zumindest zeitnah. Dazu gibt es keine Anzeichen. Ganz im Gegenteil … In vielen Punkten sind wir gesamtgesehen “rückschrittlicher”.
Also … Gut Glück.

Hans Malz
1 Monat zuvor

You made my day 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Hat der Söder keine gebaut? Ich dachte, der wollte sofort welche bauen, weil die sich doch so gut rechnen?
(https://www.n-tv.de/regionales/bayern/Experte-bezweifelt-Soeders-Atomstrom-Plan-mit-Tschechien-article25426672.html)

Aber bei Gaskraftwerken haben die bestimmt recht – irgendwann werden sie schon recht haben.
(https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/energiepreise-gas-wird-teurer-das-sind-die-gruende,URBAXec)

Oder sollen die am Ende etwa auf Wissenschaft und Wirtschaft hören?
Wir wissen, wo sowas hinführt 😉
(https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/waermepumpen-heizung-energie-100.html)

Lehrer Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie schaffen es wirklich immer wieder neue Tiefpunkte zu setzen. Unsere Strompreise sind wegen der Energiewende weltweit am höchsten. Aus diesem Grund machen das andere Länder auch nicht nach.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Lehrer Heinz

Interessant. Ich dachte, der Preis aus Erneuerbaren ist erheblich geringer und wir zahlen für die VERSCHLEPPUNG der Energiewende und natürlich für die Abhängjgkeit von Russland, welches derzeit einen Angriffskrieg auf die Ukraine führt.
https://www.zdfheute.de/wirtschaft/strompreis-stromanbieter-erneuerbare-energien-100.html

Ist es nicht interessant, dass andere Länder mit mehr Strom durch Erneuerbare durchkommen, ohne bspw. wie Frankreich staatliche Milliarden in AKW zu stopfen?
Also Stromanbieter wechseln und abwarten bis die Erneuerbaren irgendwann – gegen Widerstand durch die Regierung – Gas aus dem Strommarkt drängt 😉

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Das ist nicht nur in Ludwigshafen ein Problem. In der Nachbarstadt Mannheim wurde der weitere Ausbau der Schulsozialarbeit aufgrund der Haushaltslage jüngst gestoppt, viele Kollegen in dem Bereich arbeiten mit halben Stellen. Ausgerechnet Schuletats werden gekürzt und der Oberbürgermeister spricht in einer Youtube-Ansprache nur davon, dass eben jeder seinen Beitrag leisten müsse (also auch die Kinder/Jugendlichen). Die Schließung eines Jugendhauses in einem der Stadtteile konnte nur durch massiven Protest (vorerst) verhindert werden. Es ist zum Verzweifeln.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“dass eben jeder seinen Beitrag leisten müsse”
Endlich die “Eigenverantwortung”, die ununterbrochen im Forum gefordert wird! (augenroll)

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Von außen gesteuert ist es eben keine Eigenverantwortung mehr, sondern höhere Gewalt – und die ist im Falle der Schulen besonders bitter (augenroll deluxe).

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ich dachte, Sie sprechen sich regelmäßig dafür aus, dass sowas bezüglich “fauler Eltern” geschieht?

Gummibärchen
1 Monat zuvor

Sparen an den absolut falschen Stellen.

Wo genau lernt man diesen Blödsinn?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Klingt irgendwie nach “Elitenhass”™.

Die anzuwenden aktuellen Sprachtricks wären hier z.B.:

– ” sich nicht spalten lassen”
– ” populistische Suche nach Schuldigen….bringt uns nicht voran…”
– ” runder Tisch”, “alle stakeholder zu Wort kommen lassen”
– “klares Bekenntnis zu”
– ” Scharfmacherforderungen…Erziehung statt amerikanischen Verhältnissen…”
– “Dialog treten”

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  447

… genau hinschauen, Pilotprojekt, Evaluierung…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Oh ja, stimmt!
“Evaluierung” muss definitiv dabei sein.

Gummibärchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Da sollten sich die Lehrkräfte abwechselnd einen gelben, roten oder blauen Schein holen.

Da würde die Stadt Ludwigshafen ganz schön und schnell in Schüleraufbewahrungsnot kommen…

Tigrib
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

Ob Geld was nützen würde?

H. F.
1 Monat zuvor

// Die Stadt sprach offen von „Fäkalienschmierereien“ an Wänden und Möbeln. //

Ich denke hier kann nur noch Herr Minister Teuber mit einer schnellen multiprofessonellen Eingreiftruppe helfen… aber bitte den Kärcher nicht vergessen! Wenn dann erst mal die Fäkalien und (wichtiger!) die Exen und die Zensuren weggekärchert sind, werden auch diese Goldstücke in wenigen Jahren wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft und unseren Rentnern die Rente zahlen.

Mika
1 Monat zuvor

„ Das Konzept soll Chancengleichheit fördern, führt aber in sozialen Brennpunkten wie Mundenheim-West oft zu Überforderung: Klassen mit bis zu 30 Schülerinnen und Schülern, extrem heterogener Leistungsstand, kaum Sprachförderung. Lehrkräfte sprechen von einem „System, das gute Ideen hatte, aber in der Realität zusammenbricht“.“

EINE Schule für ALLE bedeutet politisch gesehen Sparprogramm für alle. Kapiert es jetzt endlich auch der Letzte?
Förderung, insbesondere individualisierte Förderung, kostet Personal und ist daher teuer. Sozialarbeit kostet Personal. Kinder, die insbesondere soziales Wissen und Erziehung brauchen, sollten vorrangig diese bekommen, bis sie „lerngruppenreif“ sind – bedeutet viele Sozialarbeiter, Erzieher, u.U. Therapeuten: teuer.
Weil teuer, dann doch lieber sich als fortschrittlich darstellen, „eine Schule für alle“ proklamieren und mit dem Personalkonzept einer Realschule versehen. Ersteres kommt gut an, letzteres müssen Schüler (und zwar alle) und Lehrer ausbaden. Beide Gruppen sind gesellschaftlich bedeutungslos: Schüler wählen nicht und Lehrer sind erfolgreich zur Projektionsfläche der Unzufriedenheit mit dem Schulsystem gemacht worden.

Erinnert mich immer wieder an eine uralte Grafik:
Eichhörnchen, Giraffe, Wildschwein und Maulwurf sind in der Schule. Es ist Prüfungstag, und die Aufgabe lautet: „Hole die Walnuss aus dem Vogelnest“.

One size fits all ist schon in der Mode eher zweifelhaft. In der Bildung erzeugt dieses Prinzip nur Verlierer.

Illuminator
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Es gibt keine Schule für ALLE, solange die Gymnasien die besseren Schüler für sich reklamieren. Kapiert es jetzt endlich auch der Letzte.
Ihre Pauschalisierungen helfen aber garantiert nicht weiter, sondern weisen auf eine gewisse psychologische Grundhaltung hin. Geben Sie doch einfach zu, dass Sie mit Heterogenität nicht umgehen können bzw. wollen und projezieren Sie dies nicht auf alle anderen. Das wäre ehrlicher und Sie würden immer noch genug Zustimmung von Gleichgesinnten bekommen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Illuminator

Hä?
Entweder Sie haben Mika’s Beitrag nicht so ganz verstanden …
Oder ich habe Mika’s Beitrag nicht verstanden …
Oder ich habe Ihren Beitrag nicht verstanden.

Mika spricht sich doch absolut nicht für Homogenität aus?
Wie kommen Sie darauf?
Was übersehe ich?

Also ich könnte rein von Mika’s Beitrag her “beides” reininterpretieren.
Ich könnte auch beides wohl verargumengieren … Ganz egal, was Mika hier wirklich meinte.

Können Sie in Menschen “reinsehen”?
Oder kennen Sie die Einstellungen von Mika für “gegen (wirklich gut gemachter) Heterogenität”?
Alles andere ist ja Quatsch. Natürlich kann – meiner Meinung nach sollte man das sogar – man schlecht gemachte und durchgeführte Heterogenität kritisieren. Die gibt es.
Genauso wie schlecht gemachte und durchgeführte Homogenität. Auch die gibt es.
Es ist kein “das ist pauschal” “besser” aktuell … Es kommt drauf an, wie es gedacht und durchgeführt wird.

In einer optimalen utopischen Traumwelt würde man sagen: Alle mit allen und jeder hat sehr viel Lust am Lernen. Spaß und Wissen. Genug Zeit. Jeder komplett auf seiner”Basis”. Diese Welt gibt es jedoch nicht. Wünschenswert ja. Aktuell zeitrealistisch? Nein. Wir gehen aktuell meiner Meinung nach sogar Schritte “zurück”.
Und da meine ich nicht “den Zug” … Der nimmt weiterhin “speed auf”. Gegen die Wand kracht er so oder so … Die Frage ist nur “wann” genau und “mit welchen Tempo”. Krachen wird es. Teile fliegen auch schon ab… Ganzschön holprig.

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor
Antwortet  Illuminator

Es gibt integrierte Gesamtschulen – im Falle von Mannheim und Heidelberg sind dies Massenveranstaltungen mit über 1500 Schülern, wo der einzelne Schüler im Meer einfach untergeht. Individuelle Förderung? Gerüchte besagen, nicht mal alle Lehrkräfte kennen sich untereinander. Wer die eine Schulart für alle möchte, befürwortet zeitgleich die Schließung einiger Standorte. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass hier nicht alle Register gezogen würden, um Geld zu sparen? Zudem haben wir jetzt an Realschulen bereits den Fall, dass die schwachen Schüler die starken mit nach unten ziehen.

Für einen gesellschaftlichen Fortschritt dürften wir uns gerne wieder an den Leistungsträgern orientieren und diese entsprechend fördern.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Illuminator

Sie glauben ernsthaft, dass sich die Situation in Ludwigshafen schlagartig verbessert, wenn die Gymnasien geschlossen und die „Realschulen plus“ um eine SEK 2 erweitert werden? Na dann…

Mir ist es völlig egal, ob es verschiedene Formen weiterführender Schulen gibt oder nur eine. Ich hab an der Gesamtschule (ohne gymnasiale Oberstufe – entsprach von der Klientel der Hauptschule), an der Grundschule und am Gymnasium unterrichtet. Heterogenität zwischen den Schülern erlebe ich inzwischen am Gym stärker als an der Oberschule.

Wenn Sie meinen Post jetzt ohne vorgefärbte Brille oder ohne Vorsatz zum Missverstehen lesen, fällt Ihnen vielleicht auf, dass es mir insbesondere darum geht, dass solche Konstruktionen wie „Realschule plus“ vor allem der Haushaltssanierung und nicht der proklamierten Chancengleichheit dienen. In letzterem Fall wären diese Schulen nämlich ganz anders ausfinanziert: sowohl personell als auch sächlich.

Hysterican
1 Monat zuvor

“Lehrkräfte sprechen von einem „System, das gute Ideen hatte, aber in der Realität zusammenbricht“.”

Komisch …. und ich war kurz davor, das Dauergerede von den ungeheuren Vorteilen schulformübergreifender Systeme mit maximaler Heterogenität – egal , wie groß die Lerngruppen sind – zu glauben. 😉

Da scheint es doch offenbar enorme Diskrepanzen zwischen den theoretischen Ideen und Vorstellungen seitens der Bildungsforschung, Schulpolitik und z.T. auch dem Bildungsjournalismus 😉 und der realen Unsetzung und den offenkundig Reibungsverlusten zu geben, von denen viele Praktiker auch hier im Forum immer wieder sprechen und warnen.

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Fragen wir uns erst einmal, warum jemand unter die Treppe k*ckt:

Mein Hund hatte einmal AUF die Treppe gek*ckt! Grund dafür war, dass mein Sohn Möbel aus seinem Zimmer hinunter trug. Wir waren im Begriff umzuziehen. Mein Hund wusste aber nicht, dass wir alle gemeinsam umziehen und dachte, nur mein Sohn würde uns verlassen, was er geschickt zu verhindern versuchte.

Hier hat es aber wohl andere Gründe, nämlich unser Sozialsystem zu demütigen!

Zu meiner Schulzeit sagten die Lehrer immer, die Kinder früher hätten vielmehr Streiche gespielt. Das ergibt auch Sinn! Denn in früherer Zeit stellten sich Lehrer als unantastbare, unfehlbare Autoritäten dar und die galt es mit Hilfe der Streichen zu entlarven.
Wir Kinder der 80er/90er waren dann was Streiche betraf, sehr langweilig, denn wir hatten mit schon viel menschlicheren, empathischeren Lehrern keinen Grund für Streiche.

Nun ist das Pendel ganz in die andere Richtung umgeschlagen und wir wollen sozial perfekt sein und an das Gute im Menschen, u a durch die richtige Pädagogik hervorgerufen, glauben. Das ist wohl auch so etwas unantastbares, unfehlbares, was da mit aller Kraft entlarvt oder zerstört werden soll.

Fehler ist es, dies gleich wieder für einen Homogen/Heterogenkampf auszuschlachten. Was ist denn da sozial Heterogen? K*cken diese Schüler unter die Treppe, weil sie so frustriert wegen der guten Note eines Strebers waren? Oder so neidisch wegen der Sonderbehandlung eines Behinderten?
Ich glaube eher, die kleinlauten Streber und Behinderten haben gar nichts mehr zu melden, weil diese eine schlimme Sorte Schüler dort “regiert”.

Verfrachtet man die jetzt auf eine Extraschule und nennt das wieder ehrlich Hauptschule, k*cken die dann nicht mehr unter die Treppe, terrorisieren keine Lehrer mehr und finden keine Opfer? Selbst wenn man die in hyperhomogene Schulen schickt, wo sie sich so gleich sind, dass sie unter ihresgleichen keine Opfer suchen, würden sie sich wohl draußen nach Opfern umsehen. Das wäre doch nur aus den Augen, aus dem Sinn. Aber irgendwer müsste auch dort unterrichten und irgendwelche lieben Hauptschüler hätten auch dann das Pech, ausgerechnet dort zur Schule gehen zu müssen.

Oder sind die Schüler nur nicht “optimal gefördert”? Echt jetzt? Die k*cken unter die Treppe wegen fehlender optimaler Förderung? Das hat dann ja doch etwas von gelangweilten Hunden, die sich nicht anders ausdrücken können.

Nein, ich bleibe dabei. Genau wie die Sylvesterkaoten, die Rettungskräfte angreifen, wollen diese Schüler unser Sozialsystem demütigen und empfinden soziales als Schwäche.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich bin da durchaus ganz bei Ihnen, sowohl was den Hund betrifft (unsere Katze hat immer in unsere Schuhe gepieselt, wenn sie deren habhaft werden konnte), als auch was die Gründe betrifft, warum Schüler unter die Treppe kacken oder ihren Kot an die Wände schmieren.

Das Toilettenthema hat wohl wirklich jede Schule in Deutschland. Es scheint ein Ort zu sein, wo man seine anarchistischen Neigungen ausleben kann. Mit diebischer Freude wird also sorgfältig neben das Pisuar gepieselt, Klopapierrollen in Gänze in den Klos versenkt oder hübsch abgerollt in der gesamten Toilette verteilt. Es wird über Toilettenwände geklettert, die Klotüren mit den Zähnen von außen verschlossen und manche sprengen mit ein paar Chemikalien ganze Kloschüsseln in die Luft…..
Und nein, dass wirklich nichts mit der sozialen Herkunft der Schüler zu tun (sonst sähen die Uni-Toiletten wohl eher sauber aus)….

447
1 Monat zuvor

Ich persönlich habe ein pragmatisches Menschenbild.

Menschen sind weder Engel (intrinsisch gut) noch Teufel (intrinsisch böse).

Es sind im Rudel agierende Allesfresser mit Konkurrenzmechanismus.

Irgendwer hat IMMER die Macht. Unausweichlich, egal mit wie viel Zuckerguss drüber.

Wird konstruktive Macht nicht ausgeübt, kommen eben andere Merkmalsträger und fordern sie für sich (Stück für Stück, Millimeter für Millimeter) ein.

Ergebnisse sind bekannt.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Und an Schulen Regeln und Konsequenzen und das Pochen auf deren Einhaltung. Mit Fühli-Fühli kommt man da nicht ganz weit….

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Warum sollten eine Schulgemeinschaft und Regeln für eine funktionierende Schulgemeinschaft gegensätzlich sein, außer dass Sie persönlich dies als “Fühli-Fühli” missverstanden haben?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Lesen Sie vielleicht nochmal den Beitrag von Fräulein Rottmeier aufmerksam durch …
Fällt Ihnen was auf?
Ne? Dann nochmal. Das so lange, bis es “klick” macht.
Ich glaube an Sie. Sie schaffen das schon.

Lösung (falls Sie als Lehrkraft[?] sonst verweifeln):

Genau das schrieb Fräulein Rottmeier … Ohne Fühli fühli … Nein, es schließt sich absolut nicht aus. Es ergänzt sich. Kann trotzdem verstoßen werden? Ja. Deshalb gibt es Regeln. Sind sie sinnvoll, wenn man sie nicht konsequent durchsetzt? Nein … Maximal bis “es getestet wird”. Als Abschreckung.
Kann man Regeln haben, auch wenn sie keiner verstößt? Ja … Klar. Braucht sie dann theoretisch nicht. Sie schaden aber auch nicht. Außer, wenn sie schwachsinnig einschränkend sind.
Daher: Macht sinnvolle Schulregeln.

Ausführlich genug? Eine Lösung der Lösung … Gibts nicht. Ich kann nicht alle Menschen abholen. Das ist okay.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Sie beschreiben jetzt eine Schule und deren Regeln mit Augenmaß, was genau davon soll das “Fühlifühli” sein?

Klingt eher so, als würden Sie zustimmen, dass Schulgemeinschaft und Regeln Hand-in- Hand gehen – und sich das “Fühli-Fühli” mehr in Rottenmeiers Kopf abspielt :/

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie wissen, was sich in meinem Kopf abspielt? Spannend….

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja – da stimme ich Ihnen zu.

Mir ging es darum:
Sie haben Fräulein Rottenmeiers Beitrag nicht verstanden.

“Und an Schulen Regeln und Konsequenzen und das Pochen auf deren Einhaltung. Mit Fühli-Fühli kommt man da nicht ganz weit….”

Mit Fühli-Fühli meint sie meiner Einschätzung des Beitrags nach:
Wenn man sich nicht an diese konsequent hält. Und das passiert. Immer und immer wieder. Wir sind alles halt auch Menschen – klar.
Sowohl SuS seitig, als auch LuL seitig.

Also im Grundprinzip denke ich, sind wir uns alle einig, dass Regeln und Schule sich ergänzen (Hand in Hand gehen). Somit auch eine funktionierende Schulgemeinschaft.

Wenn man diese Regeln allerdings nur per forma aufstellt und jeder und jede sowieso machen kann, was der/die will … Kann man sich das normalerweise halt auch sparen. Das scheitert dann meistens. V. A. eben an Brennpunktschulen etc.

Aber um Regeln flächendeckender einzuhalten, darauf zu verweisen und konsequent durchsetzen zu können … Braucht es eben auch die Handhabung dessen. Also das “das dürft ihr so und so machen”. Sei es “durch Anordnung” von AG/Staat/Politik oder durch Schulleitung oder durch die einzelnen Lehrkrafte bzw. als Kollegium. Und hier bringt ein “Fühli-Fühli” tatsächlich nichts. Empathie schon – zumindest in Grenzen.

Und nein … Wenn man sich Schulen, Kollegien, Fobis, Seminare, Medien und Politiktalks mal ansieht/anhört … Dann spielt sich das nicht (nur) im Kopf von Frau Rottenmeier ab. Das ist eine Sache, welche immer wieder Thema ist. Muss es auch sein … Nur das “wie” und in welchen Rahmen ist halt die Frage und Sache.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Weil ohne Regeln und Konsequenzen und ein funktionierendes Classroommanagement Schule nicht funktioniert….aber das können Sie nicht wissen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Warum classroomMANAGEMENT, wenn Sie auf die Macht der Schule pochen wollen?
Alles andere ist doch “Fühlifühli” 😉

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie wissen aber schon, was Classroommanagement ist, oder?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Regeln und Konsequenzen ohne Fühlifühli? 😉

447
1 Monat zuvor

“Pochen”=reden ist billig.

Beim “durchsetzen”, da wird es spannend.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ja, da wird es spannend! 🙂
Daher ist ein Lehrer gut beraten mit Bedacht vorzugehen. Mit „die Strafe folgt auf dem Fuße“ liegt man fast nie richtig….daher ist Zeit da durchaus ein nützlicher Freund….

potschemutschka
1 Monat zuvor

Folgt die “Strafe” aber erst Tage oder gar Wochen später, verpufft die Wirkung oft auch. Denn gerade Kinder und Jugendliche können den “Zusammenhang zwischen “Tat und Strafe” dann oft gar nicht mehr realisieren. Auch Zeugenbefragungen Tage und Wochen später sind “schwierig”, gerade auch bei Kindern und Jugendlichen.
Selbst für mich war es seltsam, dass ich als Zeuge zu einer beobachteten Strafat (außerhalb von Schule) erst 8! Wochen später befragt wurde. Wie soll man sich da noch an alle Details, den Wortlaut eines Streits … erinnern?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie reden von Tage oder Wochen, diesen zeitlichen Umfang habe ich aber gar nicht benannt. Es kann auch noch am selben Tag sein oder spätestens am Tag darauf. Und natürlich wissen die Kinder dann noch, was Sache war….

Es geht auch eher darum eine angemessene Konsequenz zu finden, und die fällt oft aber nicht immer vom Himmel. Da ist es gut, wenn man sich mal kurz mit anderen KuK berät…..
Beispiel: eine Gruppe Jungs hat sich im Sportunterricht so daneben benommen, dass der Unterricht abgebrochen wurde. Naheliegend wäre es jetzt gewesen, diese Jungs von der nächsten Sportstunde auszuschließen, was aber wegst anderweitiger Unterbringung schwierig war. Dann fiel einer Kollegin ein, dass genau diese Kinder zu einem schulübergreifenden Wettbewerb gemeldet waren und wir natürlich nur Kinder schicken können, die unsere Schule repräsentieren können….also diese Kinder wohl schon mal nicht…..da war es wirklich gut, dass man nicht sofort eine Konsequenz benannt hat, sondern erstmal beraten hat…..

Kleopas
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Demokratie schützt nicht gegen die Anwendung der Macht durch das Faustrecht in Mafiastrukturen, jedenfalls nicht “im kleinen”, also in einer Schule, einer Familie, einem Clan, einem Internat usw.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Richtig, da stimme ich Ihnen zu 100% zu.
Garkeine Frage.

Wo waren die ausübenden der (bei uns demokratisch legetimierten) Macht, als Lehrer bedroht/angegriffen, Schüler bedroht/angegriffen, Gebäude zerstört wurden?

Ach so.
Na dann.

Also haben andere mal ausgetestet, wer “da” (in dieser Schule) der “Babo” ist.

Schulterzuck-Emote hier einsetzen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Das können Sie dann ja mal gern so einer Vandalentruppe erklären, die es ausgesprochen lustig findet, den Ort Schule zu verunstalten. „Es gibt Demokratie, und die beschneidet Eurem Wortführer vielleicht irgendwann mal das Sagen und „die Macht““. Jupp, ich wäre da gern dabei…

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Alle Macht geht vom Volk aus, das kennzeichnet die Demokratie.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Also scheiß doch auf funktionierende und saubere Toiletten (im doppelten Wortsinne)….

AvL
1 Monat zuvor

Jeder hat es gerne sauber an diesem Ort .

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Sicherlich, die Preisfrage ist aber, ob ich diesen Ort auch sauber hinterlasse….

AvL
1 Monat zuvor

Frustabbau führt zu derartigen Reaktionen.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Das muss nicht Frust sein, das können auch anarchische Gelüste sein

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Sie denken also in Lagern?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Gerade dachte ich (da ich ihn benutzt habe) an den Lebensmittelreiniger von “Frosch”, der löst gut fett, ist lebensmittelsicher und riecht nach Grapefruit, was ich sehr lecker finde.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Also (kindliches) Ausweichen, anstatt meinen Irrtum aufzuklären.

“Wird konstruktive Macht nicht ausgeübt, kommen eben andere Merkmalsträger und fordern sie für sich (Stück für Stück, Millimeter für Millimeter) ein.”
Oh, vor wen – so frage ich mich – befürchten Sie wohl, dass diese ein Stück vom Kuchen einfordern 😉

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Da gibt es aus meiner Sicht nix zu fürchten (oder freudig zu erwarten)
Sondern nur festzustellen oder zu beobachten.

Ursache –> Wirkung.

Weltfremde Täterversteherideologie als Handlungsgrundlage —> Täter besetzen erst den Raum, üben dann Dominanz aus und setzen zuletzt IHRE Vorstellungen dann eben auch ganz offen und gerne mit Gewalt durch.

Eigentlich kann man denen nicht mal WIRKLICH einen Vorwurf machen – wer auf Systemebene “Spring vom zehnten Stock, es kribbelt so schön in Bauchi” zur Leitlinie macht und alles andere als “autoritär” diffamiert – der lädt den Aufprall in “Stockwerk zero” ja geradezu freiwillig ein.

Ohne Not, aus ganz freien Stücken.

Ergebnisse sind bekannt, siehe oben.

Das Ablaufschema ist auch erprobt:
Zeitweise Geld/Stellen reinpumpen, framen und beschönigen was das Zeug hält, so lange auf allen Kanälen wiederholen, dass diese “Kinder” ja nur mehr “Unterstützung” brauchen, bis die mediale Aufmerksamkeit nachlässt.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Weltfremde Täterversteherideologie”
Das klingt nicht so objektiv, wie Sie annehmen XD

“auf Systemebene “Spring vom zehnten Stock, es kribbelt so schön in Bauchi” zur Leitlinie macht und alles andere als “autoritär” diffamiert – der lädt den Aufprall in “Stockwerk zero” ja geradezu freiwillig ein.”
Wo haben Sie dies jenseits Ihrer Träume beobachtet? Nicht, dass Sie als selbsternannter Beobachter sich Beispiele erfinden müssen 😉

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie wollten “aufgeklärt” werden – das wurde erbracht.
Ich liefere eben immer.
Das Phänomen ist nicht neu, von “Totschweigen des völligen Kontrollverlustes” über “geleakter Brandbrief” mit dann folgender “Unterstützung!!!!!111” ist das doch schon ein gut geölte Maschine.

Weder kann (noch will) ich diesen Ablauf stören.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Ich liefere eben immer.”
Außer Quellen

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Mein Sohn, der evtl Lehramt studieren wird, meinte gerade, die Lehrer sollten es den Schülern gleich tun.
Ich halte viel von der Idee, wegen Spiegel vorhalten und so.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Kommt drauf an, wie Ihr Sohn das meint und auf was bezogen … Bei manchen Dingen würde ich ihm jetzt mal “aus dem Bauch raus” sehr dringlich davon abraten. Also nein … Nicht in Bezug auf alles.

Ansonsten weiterhin mein ernst gemeinter Tipp:
– Studiert etwas “handfestes” und Quereinstieg … Aktuell wohl der sinnvollere (und sicherere) Weg für die meisten “mit Lehrerwunsch”.
-> Für manche ist der “Lehrerwunsch” dann auch sehr schnell oder langsam irgendwann (leider) weg. Auch das sollte man sich bewusst sein. Die rosarote Brille haben (erstmal) fast alle.
– Zudem: Das würde auch Ihr Sohn dann (früher oder später) merken … Fast jeder hat(te) so seine “Vorher – Nachher” Momente möchte ich mal behaupten.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Gerne biete ich Ihrem Sohn ein Praktikum an meiner Schule an……und schauen wir gemeinsam….

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Hey, mein Sohn musste heute zusammen mit seinem Kumpel eine Stunde vor 30 Fünftklässlern halten, wegen Seminarfach Jugend debattiert und denen debattieren beibringen!
Ich zitiere :
“Boah, das waren solche Mißgeburten! Die waren so aufgedreht, Alder, die Jungs vor allem . Und die Mädchen, die einen trauen sich überhaupt nichts zu sagen und die anderen sind so herrisch zickig! Boah, sind die zickig! Vorne dann die ganzen Nerds, die sich alle fleißig melden. Dann steht einfach einer auf und rennt ans Fenster. 30! Wie soll das mit 30 gehen? Am besten, wir machen das nächstes Mal zu sechs. Einer nimmt die Nerds und bringt denen was bei, einer die Chaoten, die geben wir dann auf. Die stillen Mädchen kommen in nen anderen Raum, die sagen ja eh nichts. Aber das wäre noch alles OK gewesen, wenn Herr (*) nebenan seinen Schülern nicht was von Mc Donalds geholt hätte! Herr (*) ist der entspannteste Lehrer der Schule und kommt da mit solchen Riesentüten von Mc Donald’s an und dann kriegen wir die 10 Minuten lang nicht vom Fenster weg! Und ich weiß auch gar nicht, was man dann machen darf und was nicht. Am liebsten hätte ich mal auf den Tisch gehauen. Ständig haben wir den Finger vor den Mund, Schweigefuchs darf man ja auch nicht mehr. Die Lehrerin von der Klasse, die am Rand zugeguckt hat, hat auch gesagt, dass die ruhig sein soll, dann waren sie mal ein paar Minuten länger ruhig. Ey, die können sich keine fünf Minuten konzentrieren! 30! Also, bei der Nachhilfe war das ja kein Problem und die waren auch schon in der 7./8.,aber DIE! Und dann 30? Das ist doch Panne. Aber ja, wir haben denen das Debattieren eigentlich ganz gut beigebracht und da ist was schönes bei ausgekommen. ”

Wer jetzt aber meint, er sei von der Lehreridee ab, der irrt sich und versteht die Sprache der Jugendlichen nicht, Alder! 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Jemand verwendet noch das Wort “Nerds”? Fühle mich jünger, Danke 😀

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Mal unabhängig davon, dass ich Sie sehr gerne kennenlernen würde….

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Nun, wenn Sie das ernst meinen, können Sie mich ja über Kleinanzeigen kontaktieren. Er ist im Juni wohl fertig und entscheidet sich bis dahin.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich meine das durchaus ernst. 🙂

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich soll mit nem Messer Schüler bedrohen und auf die Treppe k*cken? Aaaahja.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Schüler finden doch alles doof, was Lehrer machen. Das wäre die Logik 😉

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich glaub, so wie die drauf sind, wäre der Lehrer, der mit nem Messer vor ihnen steht, der Babo.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Nee, ich glaube, die fangen dann an Körner zu füttern und Cordhosen zu tragen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Naja … Optional wäre ja auch:
– Lehrer mit dem Messer bedrohen
– Unter die Treppe kacken

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Is nich so mein Stil…

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Unter die Treppe kacken?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Die Dauer der Lehrertätigkeit des Sohnes dürfte sich dann eher in Tagen als Wochen bemessen.
Just sayin’ – das ist halt die (rechtliche) Faktenlage.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Die Fegenmittel , äh, Gegenmittel sind bekannt und (abstrakt-theoretisch) möglich.

Tjaaaaa, da dies aber (generell und auch ganz besonders für Frau Rupp 😉 ) alles ganz undenkbare Methoden sind…bleibt halt alles, wie es ist.

Brandbrief hier, Maulkörbe für Beamte da, paar Fassaden streichen, paar Treppen…öh…kärchern?

Das war es dann.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Wie sagte der Richter vom Verwaltungsgericht letzte Woche auf unserer Fortbildung so eindringlich: Die Konsequenzen müssen spürbar sein, sie müssen weh tun, denn nur so besteht die Motivation, sich anders zuverhalten und sozialverträglich in die Arbeitswelt entlassen zu werden.

447
1 Monat zuvor

Der Richterstand mit seiner Urteilsfindung ist da gerade der richtige… 😀

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Was sind für mich ganz undenkbare Methoden und woher entnehmen Sie das?

Gummibärchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das passiert bei uns auch zunehmend – gerne auch auf den Toilettenrand, aber auch unter die Treppen….

Ich sach mal so: Die sch..ßen wohl auf Schule und alles und jeden.

Und wieder – es sind nur einige, die für viele viel kaputt machen.

Es wird Zeit, dass die Vielen sich wehren.

Gildet nicht nur für Schülys.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Toll geschrieben und einleuchtend

sos10
1 Monat zuvor

Die Absurdität des Systems offenbart sich in Vorschriften wie dieser: Werden SuS dabei erwischt, dass sie Wände mit Kot beschmieren, dürfen die LuLs sie nicht dazu auffordern, die eigene Sch… wieder abzuwischen. Das kann dann ja die Reinigungskraft erledigen. Echt, jetzt?! Kein Wunder, dass die Krawallkids über uns nur noch lachen.

AvL
1 Monat zuvor

Ich denke mir, dass die aufgezeigten Probleme einem gruppendynamischen Geschehen entspringen. Schlecht sozialisierte Kinder reagieren ihren Frust ab. Die Autorität der Lehrpersonen und der Institution Schule wird von ganzen Gruppen in Frage gestellt, und das äußert sich in diesen Zerstörungen und Verunreinigungen im Schulgebäude. Es fehlt sowohl an Eigenkontrolle des Verhalten der Schuler als inzwischen auch an der Kontrolle durch die Lehrpersonen, die sich aus ganzen Gebäudebereichen zurückgezogen haben.So sind Freiräume entstanden, in denen einzelne Gruppen sich abreagieren und ihrer destruktiven Zerstörungswut freien Lauf lassen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Ich sag’s ja: selber schuld, die Lehrer! Als Schüler haste quasi ja gar keine andere Wahl, als unter die Treppe zu kacken und die Wände anzupinkeln! Die hätten einfach mal besser kontrollieren können, diese faulen Säcke!

Ich frag mich, wo eigentlich die Eltern in der ganzen Geschichte sind. Ich würde vor Scham sterben, wenn eins meiner Kinder sowas abziehen würde. Vorher würde ich mir den Betreffenden allerdings zur Brust nehmen….

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

“Ich sag’s ja: selber schuld, die Lehrer! ,” wieso das, schlechte Erziehung, fehlende Empathie, asoziales Verhalten, Hass auf die Institution Schule….

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Zitat unseres örtlichen Kontaktbeamten (das sind die “Polizeisprechstunde”-Typen, die dann die richtige Polizei rufen, wenn man wirklich garnicht mehr nix tun kann) zu einer “bildungswissenschaftlich” topp ausgebildeten Referendarin, die sich auch mal Eltern beim Hausbesuch “zur Brust” nehmen wollte:
“…den Wohnungseingang erkennen Sie an der rechtswidrig dort installierten Kamera. Ich würde Ihnen da von einem Hausvesuch eher abraten, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass gerade Sie als Frau dann körperlich angegriffen werden.”

Tjah, da war dann erstmal Pikachu-Face angesagt. (Ein bisschen auch bei mir, ich hatte die Familienjungs als segr nett und höflich erlebt)

Ich grübelte dann noch kurz, wieso diese Kamera da noch hängen kann, dann fiel mir die gute, neue ‘Schland 2035-Regel wieder ein: Aufmucken und sich aufplustern wegen z.B. einer illegalen Kamera, das findet nur beim (sich nicht konkret wehrenden) Normalbürger statt.

Cassiopeia66
1 Monat zuvor

Wenn die Gewalt des Staates an Schulen versagt, dann übernehmen andere diese Lücke. Es bilden sich Clans, die über das “niedere” Volk herrschen. Als einzelner hast du kaum eine Chance. Die Lehrerschaft ist oft hilflos und nur mit Worten ändert sich nichts. Lieber ne eigene Gang bilden. Immer mehr Schulen sind mittlerweile Ausbildungsstätten für Gewalt, Mobbing, Psychoterror und Empathielosigkeit. Freundliche, hilfsbreite und empathische Kinder gehen dort unter. Welche Folgen das für die Zukunft hat, wird sich zeigen.

WahnsinnistimmerdasGleichezumachenundaufetc
1 Monat zuvor

Seit Ewigkeiten das Gleiche falsche Herangehen

immer noch geben zu viele Lehrkräfte und Direktoren kein Augenmerk auf psychologische Angriffe, gezieltes Mobbing durch einzelne verstärkt durch die Gruppe. Diese Angriffe auf mentaler und psychologischer Ebene schlagen und hinterlassen schlimmere Wunden als blaue Flecken nach einer Schlägerei!
Opfer solchens psycho Mobbings können sich zu of nicht verbal wehren, da hier die verbale Gewalt of auch durch Gruppendynamik (Lachende SuS, repost auf WhatsApp und soziale Medien) massiv verstärkt wird! Hier hilft diesen Opfern nur noch, dem Anführer solcher psychologischen Kriegsführung physisch eins zu verpassen, damit solche psych Angriffs Täter in eine Situation kommen endlich abzuwägen, ob es weiterhin für die Wert ist ihre psycho Angriffe durchzuführen und dafür körperliche Schmerzen einzustecken.

Es heißt doch, und gibt jede Lehrkraft immer Recht: Die Feder ist mächtiger als das Schwert.

Das bedeutet aber auch, dass verbales, psycho Mobbing schlimmer ist als die Antwort durch Schläge!

Solange die Lehrerschaft und Politik sich weiterhin nur auf die physische Reaktionen konzentriert und damit meist die Opfer, die sich nicht anders wehren können, bestrafen und in diesem Zuge die Täter ungestraft ziehen und weitermachen lassen, wird sich weiterhin nichts ändern!

Bestraft den Grund für den (angedrohten) physischen Gewaltausbruch, dann erwischt ihr die wahren Täter, die meist auch Wiederholungstäter sind. Der Grund für eine physische Antwort liegt meist bei den Aktionen und dem Mobbing durch andere. Erkennt das endlich.