KÖLN. Deutschland investiert im internationalen Vergleich weiterhin deutlich weniger in Bildung als andere europäische Staaten – während zugleich ein immer größerer Teil der öffentlichen Gelder in das Sozialwesen fließt. Kostentreiber sind vor allem Renten und Pensionen. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die die Staatsausgaben von 2001 bis 2023 in Deutschland, den Benelux-Staaten, Österreich und der Schweiz sowie den nordischen Ländern analysiert. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) mahnt dringend einen Kurswechsel an.

Nach den Zahlen des IW gab Deutschland im Jahr 2023 41 Prozent der Gesamtausgaben für die soziale Sicherung aus und liegt damit erstmals sogar vor klassischen Wohlfahrtsstaaten wie Schweden, Dänemark oder Finnland, die auf 40 Prozent kommen. Besonders ins Gewicht fällt dabei die Demografie: Knapp die Hälfte der gesamten Sozialausgaben fließt mittlerweile in Ruhestandbezüge. Laut IW-Experte Björn Kauder ist die Alterssicherung damit der größte Kostentreiber im Bundeshaushalt.
Er verweist auf Schweden, das bereits vor 25 Jahren mit einer Mischung aus umlagefinanzierter und kapitalgedeckter Rente Reformen eingeleitet habe. Ohne ein solches Vorgehen drohten in Deutschland „explodierende Kosten – zulasten der Steuerzahler“.
Während die Sozial- und Verwaltungsausgaben wuchsen, stagnieren die Aufwendungen für die Bildung – und bleiben im Vergleich weiterhin niedrig. Deutschland wendete 2023 nur etwa neun Prozent seiner öffentlichen Mittel für das Bildungswesen auf. Damit liegt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich seit Jahren am unteren Rand. Die Studie zeigt, dass Österreich und die Schweiz konstant 12 bis 13 Prozent, die nordischen Länder rund 12,5 Prozent ihrer Haushalte in Bildung investieren. Auch die Benelux-Staaten erreichen mit 11 bis 12 Prozent deutlich höhere Werte. Der EU-Durchschnitt fällt zwar ebenfalls, liegt aber mit 9,6 Prozent immer noch über dem deutschen Niveau.
Deutschland ist bei den Bildungsausgaben im Verhältnis zum BIP Schlusslicht unter den betrachteten Staaten
Auch bei einem zweiten zentralen Maßstab – den Bildungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt – zeigt sich ein deutlicher Rückstand. Die nordischen Länder investieren 6 bis 7 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung in Bildung, die Benelux-Staaten rund 5,5 Prozent. Deutschland kam zuletzt lediglich auf 4,5 Prozent, also weniger als der EU-Durchschnitt. Besonders im tertiären Bildungsbereich – Hochschulen und berufliche Bildung – ist laut Studie über zwei Jahrzehnte hinweg kaum Bewegung erkennbar. Die Bundesrepublik bleibt damit insgesamt Schlusslicht unter den betrachteten Staaten.
Parallel dazu steigen in Deutschland andere Ausgabenbereiche. Die Mittel für die öffentliche Verwaltung kletterten zwischen 2001 und 2023 von 7,2 auf 11 Prozent der Gesamtausgaben – ein im internationalen Vergleich hoher Wert. Auch bei den öffentlichen Investitionen liegt Deutschland am Ende der Rangliste: Nur rund sechs Prozent der Gelder flossen 2023 in Infrastruktur und Modernisierung. Die nordischen Länder erreichen über neun Prozent, Österreich und die Schweiz mehr als acht Prozent.
Das IW zieht ein klares Fazit: Angesichts der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen müsse die Bundesregierung den weiteren Anstieg der Sozialausgaben bremsen und Prioritäten neu setzen. Notwendig sei „eine grundlegende Ausgabenkritik sowie ein effizienterer Einsatz öffentlicher Mittel“. Entscheidend sei vor allem, den Investitionsstau zu beheben und die Bildungsausgaben zu erhöhen. Diese seien im internationalen Vergleich „niedrig“ und verhinderten, dass Deutschland zu Ländern mit dynamischerer wirtschaftlicher Entwicklung aufschließen könne.
„Gute Bildung trägt zum Erhalt unserer sozialen Sicherungssysteme maßgeblich bei“
„Es ist bedauerlich zu sehen, dass ein so reiches Land wie Deutschland nicht mehr in die Zukunft investiert, indem es Investitionen in das dringend sanierungsbedürftige Bildungssystem einen höheren Stellenwert einräumt“, sagt Thomas Kiefer, Bereichsleiter Beruf, Bildung und Netzwerke im VDI. „Gute Bildung trägt zum Erhalt unserer sozialen Sicherungssysteme maßgeblich bei. Sie führt zu geringeren Gesundheitsausgaben und gut ausgebildeten Fachkräften mit potenziell gut bezahlten Jobs. Das ist eine wichtige Stütze für ein beitragsfinanziertes Sozialsystem.“
Und, so betont er: „Wenn wir den jungen Menschen zeigen, dass in sie investiert wird und welche Möglichkeiten sich für sie persönlich dadurch ergeben, dann werden wir ihre Bereitschaft erhöhen, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Das ist in Zeiten schwieriger demografischer Entwicklungen wichtiger denn je.“
Die Studie erscheint kurz vor den Haushaltsberatungen im Bundestag – und mitten in einer breiten politischen Debatte über die Finanzierung der Renten, die Ausstattung des Bildungssystems und den Investitionsbedarf im öffentlichen Sektor. Für Schulen, Kitas und Hochschulen ist die Botschaft eindeutig: Während Deutschland bei Sozial- und Verwaltungsausgaben Spitzenreiter ist, bleibt die Finanzierung des Bildungswesens seit Jahren hinter vergleichbaren Staaten zurück. News4teachers









deutlich höhere Investitionen in Bildung: JA!
Aber wieder einmal mehr im Subtext so zu tun als wären die Rentner, die ja die ganzen Jahre ihrer eigenen Berufstätigkeit in die Rentenversicherung eingezahlt haben, das Problem, ist mehr als mies.
Zumal gleichzeitig über steigende Altersarmut gesprochen wird.
Natürlich betont man die Rentner, da bei vielen “noch etwas zu holen” ist. Ziel ist wohl die “bedarfsorientierte Rente”, d.h. wer genug Vermögen und oder andere Ansprüche hat, bekommt weniger. Die Idee von der “Boomer-Steuer” geht ja in diese Richtung.
Andere Gruppen, die auch Sozialleistungen erhalten, also Gruppen “bei denen nichts zu holen ist”, werden in solchen Untersuchungen natürlich nicht in den Fokus gestellt…
Bedarfsorientierte Rente ist die Übersetzung von Grundsicherung im Alter.
Diese variante hat den Vorteil, dass man vorher gar nicht arbeiten muss. Entlastet aber die Rentenkasse maximal zu lasten der kommunalen Haushalte.
Bei der Rente, maximal 48 % der durchschnittlichen Bezüge, und den Pensionen, maximal 71,5 % der letzten Bezüge, ist wohl nichts zu holen, denn die Leistungen werden ja von der nachfolgenden Generation erbracht, weil keine Kapitaldecke vorhanden ist, die steigende Renten und Pensionen ermöglichen könnte. “Nach den Zahlen des IW gab Deutschland im Jahr 2023 41 Prozent der Gesamtausgaben für die soziale Sicherung aus und liegt damit erstmals sogar vor klassischen Wohlfahrtsstaaten wie Schweden, Dänemark oder Finnland, die auf 40 Prozent kommen.”
Ergo gilt, dass das Geld für ihre Pension, max.71,5 % ,oder ihr Rente,max.48 %, von der ihnen nachfolgenden Generationen genommen wird. Ihr Geld ist schon weg, weil dieses an die ihnen vorausgegangene Generation von ihrer Generation gezahlt wurde.
Aber die 71,5 % gibt’s nur nach 40 anrechnungsfähigen Dienstjahren. An dieser Regel kann jederzeit gedreht werden (z.B. bei den Anrechnungszeiten oder durch eine Erhöhung der 40 im Zuge der Erhöhung der Altersgrenze). Und wer seinen Job wechselt und das Beamtendasein einmal verlässt, dessen Pension wird quasi in eine Rente umgewandelt (Nachversicherung).
Und die Beamtengehälter sind gar nicht so hoch (hat doch gerade das Bundesverfassungsgericht für Berlin gesagt), besonders nicht in jüngeren Jahren und niedrigen Dienstaltersstufen. Und dass sie leistungsgerecht sind, wird vielfach bezweifelt.
Die 48% in der DRV auch nur der Eckrentner nach 45 Beitragsjahren, in denen er immer den Durchschnittslohn aller sozialversichrungspflichtigen AN verdient hat. Das ist eine Modellrechnung. Erika Mustermann erreicht niemals die Eckrente.
“Aber die 71,5 % gibt’s nur nach 40 anrechnungsfähigen Dienstjahren.” Und die Renten aus der DRV auf dem Niveau von 48 % der durchschnittlichen Bezüge erhalten die Arbeiter und Angestellten erst nach mindestens 45 Berufsjahren ! Und diese Rentenbezüge liegen deutlich niedriger als die der Beamtenbezüge. Außerdem haben sehr viele Kollegen körperlich und mental herausfordernde Berufe , siehe Nachdienste, Wechselschicht, Montage etc. hinter sich, die schwere Spuren hinterlassen haben, sodass viele Mitarbeiter einfach gesundheitlich nicht mehr arbeiten können.
Hey, wenn Sie Ihr Geld der Bank geben, ist es auch sofort weg, weil die es an andere verleiht.
Sie können dieses dort angelegte Geld, ob in Aktien, Fonds, staatliche Anleihen etc. aber jederzeit und Laufzeit wieder zurückholen. Einzahlungen in die DRV sind weg, und die stehen erst einmal für die Finanzierung derzeitiger Rentner zur Verfügung, wobei diese Beiträge gar nicht ausreichen, um die Renten bei 48 abzudecken. Der Bund schießt jährlich 120 Mrd. in das System.” Die Einnahmen der Deutschen Rentenversicherung bestehen nicht nur aus den Beiträgen der Versicherten und der Arbeitgeber. Auch der Staat beteiligt sich an der Finanzierung. Hierfür werden der Rentenversicherung Steuermittel in Form von Bundeszuschüssen und weiteren Bundesmitteln überwiesen. 2023 waren dies insgesamt rund 112,4 Milliarden Euro.” Meldungen | Bundesmittel und Bundeszuschüsse: Staat erstattet Kosten für nicht beitragsgedeckte Leistungen | Deutsche Rentenversicherung
Nur dass der Bundeszuschuss die Entnahmen für versicherungsfremde Leistungen nicht mal ansatzweise decken…
Quellen dafür finden Sie viele, eine verlinke ich mal:
https://www.fr.de/wirtschaft/milliardenhoehe-rente-deutsche-rentenversicherung-versicherungsfremde-leistungen-93093528.html
Die Rentner sind insofern das Problem, dass sie viel zu wenig Kinder bekommen haben und so den Generationenvertrag außer Kraft gesetzt haben. Eigentlich hätte aus diesem Grund z.B. der Nachhaltigkeitsfaktor schon lange wieder eingeführt werden müssen. Und die Bundesregierung ist das Problem, weil sie aus Angst vor den Rentnern als Hauptwählerklientel keine wirkliche Reformen wagt, sondern lieber eine Umverteilung zu Lasten der Jungen betreibt. Bei einer echten Reform müsste aber eigentlich jeder etwas beitragen und gute Politiker müssten das Wohl des Landes über ihre eigenen Machtinteressen stellen -tun sie aber nicht!
Träumen Sie weiter von einem Schneeballsystem.
Gehen wir einmal von einem Verhältnis zwischen Rentenempfängern und Beitragszahlern von 1:4 aus. Dann hätte jedes Boomerpaar acht Kinder haben müssen. Lediglich und Kinderlose nicht einmal berücksichtigt.
Aber manche Gedanken haben selbst zwischen verputzter Wand und Tapete noch sehr viel Bewegungsfreiheit.
So sieht es aus …
…den Boomern ihre >40 Jahre Erwerbsarbeit jetzt vorzurechnen und v.a. quasi schuldzuweisend vorzuwerden ist so unfassbar dämlich!
Dabei haben die z.T. schwierigen Erwerbsbedingungen dazu geführt, dass viele die Famimienplanung gründlich überdacht haben.
Ab den 70ern kamen die ersten maßgeblichen Begrenzungen, wie z.B. die Oelkrise, die Jugendarbeitslosigkeit und daraus resultierend z.T. deutlich verzögerte Berufsfindung in die dtsch Realität … in den 80ern folgte die atomare Bedrohung und die sich zuspitzenden Debatten über die Zukunftsfähigkeit unseres Planeten – saurer Regen, Waldsterben, Atomdebatte, Hungerkrisen in der damals sog. 3.Welt usw hinzu.
Der erhoffte Zukunftsoptimismus brauchte erhebliche Anschubser. Mit der zunehmenden Liberalisierung des Marktes ab 1983 (die angebliche politisch-wirtschaftlich-moralische Wende) unter Kohl forderte immer mehr Mobilität ubd Flexibilität von den Arbeitnehmenden … die Wirtschaft kassierte, die Gewinne stiegen, die Löhne stagnierten in einigen Teilen der Bereichen … auf jeden Fall war ein deutlicher Bruch zur eigentlich verfassungsgemäß festgeschriebenen “sozialen Marktwirtschaft” festzustellen … und die Bereitschaft bzw. der Wunsch nach mehr Kindern nahm deutlich ab.
Das alles findet nicht im Okulten statt sondern der Staat war zu jeder Zeit über die Bevölkerungsentwicklung im Bilde … so wie der Staat auch über die Geburtenraten und den daraus resultierenden Ansprüchen über Schulplätze 6 Jahre später im Bilde ist … die Zuwanderung wird immer wieder als Grund für die unterständige Versorgung mit Plätzen in den Schulen angeführt … was totaler Bullshit ist und eine Ausrede für verwalterische Inkompetenz darstellt. Genauso sieht es mit der Rentensicherung aus … man kann auf längere Sicht errechnen, wie die Bedarfe sich entwickeln – da das Ergebnis jedoch den kurzfristigen (politischen) Bedürfnissen nicht entspricht … (Sicherung von Wählerklientel, finanzielles Engagement an anderen – prestigeträchtigen Stellen, Versorgung bzw Begünstigung der obersten Vermögensbesitzer usw) … führen zur mangelnden Rückfinanzierung der berechtigten Versorgungsansprüche.
Nun scheint es skrupelos wohlfeil zu sein, gegen die Generation zu stänkern und Schuld zuzuweisen, die das dtsch Staatswesen in den letzten 45 Jahren mit dem Geld versorgt hat, das seitens der Politik vielfach sinnfrei, verschwenderisch oder klientelorientiert ausgegeben wurde.
Ein Blick in das Schwarzbuch des Bundes für Steuerzahler – auf der Suche nach Steuerverschwendungen – lässt dieses Problem erkennbar werden.
Ich lehne diese Schuldzuweisung durch Fratscher und Co und die daraus resultierenden Pläne zulasten der Boomer ab… und bin maximal genervt durch die forcierten Versuche, gegen die Boomer-Generation zu stänkern.
Auch wenn ich jedem seine Rente gönne gilt natürlich auch für künftige Generationen, dass diese Beiträge für die Rentenversicherung zahlen – vielleicht oder wahrscheinlich sogar höhere Beiträge als die letzten Generationen. Und doch wissen wir seit Jahren, dass es so nicht weitergehen kann. Es braucht eine grundlegende Reform, sonst bleibt es dabei, dass der Staat immer mehr Zuschüsse geben muss. Im Moment wird das Problem nur weiter in die Zukunft verschoben und auch die Haltelinie, auf die die SPD so pocht, löst das Problem nicht. Jedem (auch der jungen Gruppe der CDU unterstelle ich das einfach mal) dürfte daran gelegen sein, dass das Rentenniveau nicht noch weiter sinkt. Also sollte man endlich etwas grundlegend ändern und nicht den Status Quo weiter zementieren!
Absolut richtig
Aber – wie gesagt – der aktzellen Boomergeneration die Schuld für (pplitisches) Versagen und Fehlentscheidungen zuzuschieben ist hier völlig sinn- und nutzlos … es sei denn, man möchte sich bei denen finanziell bedienen – so wie sich das z.Z. abbildet.
Aber auch nur, wenn die Rentenzeit so lange wie die Arbeitszeit in Jahren ist.
Passt doch, durchschnittlicher Eintritt ins Berufsleben als beitragszahler mit 20, Ausscheiden mit demnächst 67 und einer mittleren Lebenserwartung von weiteren 20 Jahren bis zum Tod. Während des Beruflebens dann noch Zeiten der beruflichen Weiterbildung, Elternzeit, Arbeitslosigkeit etc. – also zeiten in denen die Rentenbeiträge vom Steuerzahler getragen werden.
Beitragszeit und Retenbezugsdauer haben pi mal Daumen die gleiche Spanne.
Einfach die Rentenbeitragspflicht mit der Geburt beginnen lassen und schon ist das Problem gelöst!
Genial!
Die Steuer-ID gilt ja schon von Geburt an, warum nicht auch die Rentennummer?
Die Beitragspflicht für alle einführen.
Ob sich die Entscheider darauf einlassen werden, dass alle Bundesbürger in der DRV Mitglied sind. Bisher wurde dies verhindert. Wer aber einen Fehler begangen hat, nämlich nicht alle zu Pflichtversicherten gemacht zu haben, und diesen Fehler nicht korrigiert, der begeht einen weiteren Fehler im Sinne seiner Vorgänger.
Macht aber nur Sinn, wenn die Beitragsbemessungsgrenze deutlich angehoben wird, die Höchstrente aber gedeckelt bleibt.
Bist Du nicht selbst von der Rente betroffen? Die deutsche Rente gehört mitnichten zu den höchsten in der Welt!
Ja! Wurfmaschienen an die Front! Rente der Wurfmaschienen? Egal! Hauptsache Nachwuchs Zustände wie im Mittelalter!
Im Übrigen haben sich keine Generationen zuvor ohne jegliche Arbeitserfahrung schon über die Rente beklagt! Man hat einfach mal angefangen zu arbeiten!!!!
“Frauen macht die Beine breit”, die DRV braucht Beitragszahler. Wie wär es statt mit Mütterrente die Problematik mit dem Mütterkreuz zu beantworten.
Ich entschuldige mich schon einmal vorab für den ersten Halbsatz. Der ist allerdings ein Zitat aus vergangenen Zeiten – Volkesmund tut Wahrheit kund.
Vor 30 Jahren gab es auch schon Klagen über did Rente.
Geklagt haben die Kriegswitwen und Kriegswaisen nach Gründung der Bundesrepublik auch schon. Genauso die Ehefrauen, die sich bei Eheschließung ihre Beitragszahlungen als Ehestandsdarlehen auszahlen ließen und nach einer Scheidung jegliche Rentenansprüche verloren hatten, da es keinen Versorgungsausgleich gab.
Na dann koppelt doch einfach die Rente an die Anzahl der Kinder – pro Kind 10 Rentenpunkte mehr, oder ein Jahr früherer Renteneintritt … Das würde vielleicht auch die Gebärfreudigkeit der jüngeren Generation erhöhen… 🙂
@potschemutschka
“koppelt doch einfach die Rente an die Anzahl der Kinder”
“Aktivrente” 😉
Aber jedenfalls ist das wieder ein schöner Artikel, der Aufmerksamkeit generiert, ganz sicher.
Immer schön 1 Gruppe gegen 1 andere ausspielen.
Jepp, lieber Pit … für die Populisten, die z.T. die Verantwortung für diese Misere haben, läuft es so.
POLARISIERENDE SCHLAGZEILEN … das scheint die Intention zu sein und nicht eine vernünftige Lösung für ubser Problem.
Konfuzius: Eine Schlange wechselt ihre Haut aber nicht ihre Natur.
Manchmal frage ich mich, was manche nicht verstehen. Wir haben jetzt schon zu viele Menschen auf diesem Planeten. Mehr schafft dieser Planet nicht. Welche Zukunft sollen diese Kinder denn haben?
Rentenleistungen erbringen ?
Nein, das Bevölkerungswachstum schwächt sich mit wachsendem Wohlstand ab, es gibt genug Nahrung – wenn derzeit auch erheblich ungleich und unzureichend verteilt.
Keine Sorge wegen irgendeiner Überbevölkerung, Thanos 😉
Die haben viel zu viele Kinder bekommen. Daher ja die Millionen Arbeitslose und die geringen Reallöhne.
Aber dafür über mehrere Legislaturen einen Bundestag mit wahnsinnig vielen Abgeortdneten dank Ausgleichs- und Überhangsmandaten neben den 16 Landesparlamenten.
Danke für den treffend formulierten Beitrag, der den Kern des Problems des sogenannten Generationenvertrag offenlegt.
“als wären die Rentner, die ja die ganzen Jahre ihrer eigenen Berufstätigkeit in die Rentenversicherung eingezahlt haben”
und die damaligen Rentner*innen sind bestimmt auch dankbar dafür.
Es klärt aber nicht die Frage, wie heutigen und kommenden Arbeitsnehmer*innen die Renten der jetzt kommenden Rentner*innen finanzieren sollen 🙁
Was die Altersarmut betrifft, müsste wohl (ganz langsam, natürlich) über die Deckelung der Rente nachgedacht werden – die Rente soll ja solidarisch sein…
Natülich ist die Rentergeneration schuld an dem Problem.
Schließlich hat diese Genration zu wenige Kinder bekommen und es nicht geschafft, die Rente auf finanziell gesunde Beine zu stellen.
Nach dem Verursacherprinzip muss diese Generation nun EInbußen hinnehmen.
Diese Betrachtungsweise ist eigentlich seit beginn der Industrialisiereung überholt. In landwirtschaftlich geprägten Zeiten wie der vorindustriellen Zeit hing hingegen die Versorgung im Alter von der Zahl der Kinder ab. Wurde zumindest im SoWi-Unterricht so dargestellt.
Auch heute hängt die Sicherheit und Höhe der Renten noch von der Zahl der Kinder in einer Generation ab. Aber nicht mehr von der Zahl der eigenen Kinder.
SIe verwechseln individuelle Altersvorsorge und die Vorsorge durch unser umlagefinanziertes Rentensystem.
Falsch. Wir haben doch jetzt schon faktisch 4 Mio Arbeitslose. Hätten die Boomer alle 2,1 Kinder pro Paar bekommen, gäbe es nochmal viele Millionen mehr.
Mehr Menschen, mehr Nachfrage, mehr Arbeitsplätze.
Nö, muss sie nicht. Wer hat von den Erwerbstätigen nach 40 Jahren Zwangsbeitrag was wann “verursacht”? Und “kürzen” uns “deckeln” kann man bei einer Nettorente unter 1500 Euro auch nicht wirklich, wie soll das gehen? Und das ist noch eine der höheren Renten im Durchschnitt der BRD! Machen Sie doch bitte mal konkrete Vorschläge, wie man das schaffen soll! Immer nur Kürzungen zu fordern ist wohlfeil, nicht alle winken vom Kreuzfahrtschiff!
Genau, denn “wer nicht an die Zukunft denkt, wird bald Sorgen haben.”
In Zahlenwerten: Bei einem BIP von ca. 4,3 Billionen Euro und einer Staatsquote von ca. 50% bedeutet das eine Unterfinanzierung von ca. 43 Milliarden Euro PRO JAHR (wenn man 11% der öffentlichen Ausgaben aus Standard in Europa nimmt und es aktuell in Deutschland nur 9% sind).
Kein Wunder, dass die Schulgebäude und Universitätgebäude verfallen und die Gehälter nicht mehr konkurrenzfähig sind.
Dazu kommen noch die Zinsen, alles in Richtung Bürgergeld, Krankenkassenzuschüsse und die Ausgaben für die Bundeswehr. Danach bleibt nicht mehr viel übrig — und wird stetig weniger.
Fordern Sie lieber viel von sich selbst und erwarten Sie lieber wenig von anderen. So bleibt Ihnen mancher Ärger erspart.
Die Löhne sind seit mindestens 1998 stark gesunken für viele, dass macht sich natürlich in geringeren Einzahlungen in die SV bemerkbar.
Gibt vermutlich mehr Ältere als Kinder und Jugendliche. Die absoluten Zahlen sagen nichts. Ausgaben je Kopf wären aussagekräftiger.
Mich wundert es, da Deutschland im europäischen Vergleich nicht die höchsten Renten bezahlt und auch nicht die meisten Vergünstigungen für Rentner hat. Ich kann mir das nur so erklären, dass die Rentenkasse Aufgaben übernehmen muss, die gar nicht zum Kerngeschäft gehören.
Da die demographische Krise schon seit den frühen Achtzigern abzusehen war, bleibt eigentlich nur übrig, auf ein steuerfinanziertes System umzustellen, das eine armutsfeste Grundrente garantiert.
Liebe Susanne: Ich bin Anhänger der dänischen Rente! Ich erinnere mich aber noch daran, der der lustige Herr Blüm, der meist Dauer grinsend in Talkrunden gehockt hat, einen fast hysterischen Hass auf die böse Grundrente hatte! Heute sind Änderungen megaschwer!
Herr Blüm hat das wiedergegeben, was früher vom Großteil der Bundesrepublik als realistisch angesehen wurde.
… so wie sie die Inuit auf Grönland als Teil Dänemarks traditionell organisiert haben?
Da es kein “deutsches Bildungswesen” gibt, sondern 16 Bundesländer mit 16 Bildungssystemen, ist so ein Durchschnittswert vermutlich ähnlich aussagekräftig wie der deutschte PISA-Schnitt.
Deutschland verzichtet auf Milliardeneinnahmen durch mangelhafte Verfolgung von Steuerhinterziehung und durch eine zu niedrige Vermögenssteuer – und spart gleichzeitig bei der Bildung. DAS ist die richtige Schlagzeile. Statt Altersarmut noch zu verschärfen lieber dort das Geld für Bildung besorgen, wo kriminelle Machenschaften bekämpft werden und Superreichen, die in der Geburtslotterie gewonnen haben, gar nicht weh getan wird. Was für eine üble Propaganda, einen sozial schlecht gestellten Bereich gegen einen anderen auszuspielen. Schade, dass so viele darauf hereinfallen. Auch news4teachers.
Das hört sich ja wieder so an, als ob Deutschlands Ausgaben für die Alterssicherung zu den höchsten in Europa gehören würden…
Was auch im IWF-Bericht steht, interessanterweise aber durch die Verfasser nicht hervorgehoben wird:
„ Seit 2010 liegt Deutschland jedoch [mit den Ausgaben für die Alterssicherung] unter dem EU-Durchschnitt und mit gut 20 Prozent etwa 2 bis 2,5 Prozentpunkte unterhalb der Ländergruppe Österreich/Schweiz.
Auch gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt Deutschland bei der Alterssicherung mit einem Wert von 9,5 Prozent unter dem EU-Schnitt (11 Prozent).“
Quelle: MAZ, 25.11.25, S.2
Warum also wird allein auf der Rente herumgehackt, insbesondere unter Betrachtung der Tatsache, dass diese (würde der Staat seine Finger bezüglich der versicherungsfremden Leistungen endlich mal aus der Rentenkasse nehmen) sich (fast?) vollständig von den Beiträgen der Versicherten selbst finanziert?
Das ist reine Klientelpolitik für die Wirtschaft: Arbeitnehmer sollen sich gefälligst privat um ihre Alterssicherung kümmern, und Unternehmen sollen entlastet werden.
Und ja, D spart an der Bildung. Hauptsache Geld für die Wirtschaft. Während der Pandemie waren Millionen über Millionen für die Wirtschaft da. Für die Schulen? Erst mal garnichts, später Tests. Sagt viel aus…
Korrektur Satz 2: „Was auch im IW-Bericht steht“
Weiß nicht……….. Sie meinen die Pensionsfonds? Deren Kosten steigen und steigen. Ja, aber es hieß doch immer, durch die (Wieder-)verbeamtung wird der Lehrermangel beseitigt und wenn wieder genug Lehrer da sind, kommt das den Kindern zugute. Ist das dann eine Investion in die Bildung oder nicht?
Neulich gab es hier einen anderen Verweis. Da hieß es, Berlin bezahle Millionen für kostenloses Schulessen und kostenlosen Schüler-Nahverkehr. 200 bzw. 60 Millionen jährlich. Gehört das mit zu den Bildungsausgaben oder nicht?
Aber Sie haben auch Recht, wir haben ein vertracktes Renten/Pensionssystem und keine Regierung hat den Mut, daran grundsätzlich etwas zu ändern. Es geht allen nur um Besitzstandswahrung und angeblich erworbene Rechte. Damit wir keine höheren Rentenbeiträge zahlen müssen, zahlt der Staat Millionen-Zuschüsse. Aber dieses Geld ist doch auch von uns. Aus unseren Steuergeldern. Woher sonst nimmt der Staat das?
Man führe eine auskömmliche Rente/Pension für alle ein, egal, wie viel man gearbeitet hat (wer will denn die Alten noch in die Armut schicken) und wer im Alter mehr haben will, soll es selbst organisieren (privat versichert). Das wäre für mich die einfachste Regelung.
In der Tagesschau lautete die Überschrift: “Deutschland hat höchste Sozialausgaben
in Europa”, das klingt doch etwas anders:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/sozialausgaben-rente-kosten-rentenstreit-iw-studie-100.html
Wird nicht öfter mal geklagt, wie unsozial es in Deutschland zugeht? Die Renten in manchen anderen Ländern sind höher als in Deutschland, werden aber auf dem Papier anders finanziert. Die Volkswirtschaft as ganze belastet das trotzdem. Dass hier plötzlich über “zu hohe” Renten geklagt wird, finde ich merkwürdig. Wird nicht auch über die Altersarmut bei Rentnern geklagt?
Außerdem: Die privat organisierte Bildung taucht im öffentlichen Haushalt nicht auf, die privaten Renten auch nicht.
Ob es jetzt soweit ist, dass das Schneeballsystem zusammenfällt?
Ich hab volles Verständnis für die junge Generation, die nicht die Kosten tragen will weil die Elterngeneration den Generationenvertrag nicht erfüllt hat.
Kleine Grundrente/Pension für alle, und mehr gibt es nur noch nach der Kinderzahl. Und wer keine Kinder hat, sorgt privat vor mit dem Geld, dass er für Kinder nicht ausgeben muss. Und das rückwirkend. Das wäre nachhaltig.
Aber die Angst um die eigene Rente der GenZ ist doch vollkommen unbegründet. Da wegen des generationenvertrages ja jweweils die nächstfolgende Generation für die Renten ihrer Vorgänger aufkommen muss, hat es die GenZ doch selbst im Sack und der Gebärmutter Vorsorge zu tragen:)
…hat es die GenZ doch selbst im Sack und der Gebärmutter Vorsorge zu tragen:)
Hahahahahaha! You made my day 🙂
Jetzt sagen Sie nicht auch noch, Sie hätten Bilder im Kopf …
Da haben Sie Recht.
Schon, aber GenZ muss jetzt pro Person 2 einen Rentner finanzieren und das ist sehr teuer.
Nee, die eigenen Eltern.
Zwei Beitragszahler einen Rentner.
Die Zuwendungen aus dem Etat zahlen übrigens alle Steuerzahler inkl. der Rentner und Pensionäre sowie Selbständigen.
Die Zahlen sind gelinde gesagt für’n A. – Also alles andere als valide.
Wir (in meinem Fall zukünftigen) Pensionäre zahlen keine Steuern, wir bekommen nur weniger aus Steuern ausbezahlt.
“Und das rückwirkend. Das wäre nachhaltig.”
…na, da hat aber jemnd ganz gründlich nachgedacht und messerscharfe Schlüsse gezogen. Um die Kommunen bzgl des ÖvPs finanziell besser zu stellen werden nachträglich alle Ticketpreise um 100% angehoben – diejenigen mit Abo hat man ja sogar namentlich erfasst – außerdem kostet Schwarzfahren jetzt rückwirkend auf die letzten 40 Jahre nicht mehr 60 DM oder 60 Euro sondern 600 Euro … da lässt sich auch noch was holen.
Bei dem Begriff “meserscharf” bezüglich der Rentendiskussion fällt mir eigentlich nur Vasektomie ein:)
Mit rückwirkend hab ich gemeint, dass die versprochenen Auszahlungen nicht eingehalten werden, nicht, dass bereits gezahltes Geld zurückgezahlt wird. Das hab ich schlecht ausgedrückt.
@Hysterican
“Zugeschaut und mitgebaut” beim Schröpf-Werkzeug … die bekloppte Orange mit der doofen Perücke macht es vor:
https://www.zdfheute.de/panorama/usa-nationalparks-eintritt-100.html
“Die beliebtesten Nationalparks der USA kündigen eine Zusatzgebühr für ausländische Besucher und Besucherinnen an.”
Ok, diese Idee ist schon weg.
ZONK !!!
Aber wir brauchen für die jetzigen Party-Rentner (das sind die, die bei jeder Gelegenheit Flaschen sammeln … für die nächste Party, na klar) und Vollversager-Boomer etwas totaaaaal Cleveres, wo sie einfach nicht drumherum kommen können und blechen müssen.
GRÜBEL …
HEUREKA:
Diese beiden o.g. Gruppen übelster Schmarotzer zahlen ab jetzt 100 Euro Eintritt in den Supermarkt.
Alle aktuellen und zukünftigen Rentenprobleme komplett gelöst!
Gern geschehen. 😉
……aber montags bei Aldi bitte etwas mehr, damit man überhaupt mal in den Laden reinkommt! :))
“Das Leben ist voller Fragen, Narren sind voller Antworten.”