BERLIN. Bundessozialministerin Bas kündigt eine große Rentenreform an – und macht keinen Hehl daraus, dass sie Beamtinnen und Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen will. Ökonomisch macht das keinen Sinn, wie der Sachverständigenrat Wirtschaft vorrechnet. Politisch aber durchaus: Beamten vermeintliche Privilegien zu streichen, gilt als überaus populär. Dies bestätigt eine aktuelle Umfrage.

Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas hat – unmittelbar nachdem der Bundestag das Rentenniveau über 2025 hinaus bei 48 Prozent („Haltelinie“) festgelegt hat –, eine grundlegende Reform des Rentensystems angekündigt. In der ARD sagte sie: „Es wird nicht reichen, nur an zwei Schräubchen zu drehen, sondern wir brauchen ein ganz neues System.“
Als Orientierung nannte sie Reformen in Schweden, den Niederlanden, Dänemark und Österreich. „Das muss eine mutige Reform sein, und ich glaube, das können auch nur die Volksparteien schaffen.“ Noch im Dezember soll eine Rentenkommission eingesetzt werden, die sämtliche Fragen beraten soll. Bas erklärte dazu: „Da geht es um das Renteneintrittsalter, da geht es um die Verbreiterung, wer soll einzahlen. Da geht es um Einkünfte.“
„In die Rentenversicherung sollten auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige einzahlen”
Bereits im Mai hatte die SPD-Chefin deutlich gemacht, dass aus ihrer Sicht auch Beamte einbezogen werden müssten. Damals sagte sie: „Wir müssen mehr Leute an der Finanzierung der Rentenversicherung beteiligen. In die Rentenversicherung sollten auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige einzahlen. Wir müssen die Einnahmen verbessern.„ Der Schritt würde die Mehrheit der Lehrkräfte betreffen; rund zwei Drittel der etwa eine Million Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen sind verbeamtet.
Die Forderung trifft auf ein gesellschaftliches Klima, in dem Beamte als bevorzugt wahrgenommen werden. Eine Allensbach-Umfrage für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ beschreibt eine breite Zustimmung für Eingriffe in den Beamtenstatus. 79 Prozent der Bevölkerung halten Beamte für privilegiert, und selbst unter Beamten stimmen dem 52 Prozent zu. Besonders häufig werden die Altersversorgung, der Kündigungsschutz, die sichere Besoldung und die Befreiung von Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträgen als Vorteile genannt.
Laut Allensbach sind 87 Prozent der Bevölkerung überzeugt, dass Beamte bei der Altersversorgung bessergestellt sind; 81 Prozent sehen die Sicherheit der Bezüge als besonderen Vorteil; 73 Prozent nennen die Befreiung von Sozialbeiträgen. Dass es sich dabei nicht nur um eine Außenwahrnehmung handelt, zeigt ein weiterer Befund der Studie: Die Befreiung von der Rentenversicherung wird auch von Beamten selbst als Vorteil eingestuft, wenngleich sie die Nachteile ihres Status – etwa starre Hierarchien oder Einschränkungen bei der Ortswahl – stärker betonen als die übrige Bevölkerung.
Die gesellschaftliche Akzeptanz für Einschnitte ist hoch. Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher berichtet: „86 Prozent der Bevölkerung votieren dafür, auch Beamte zu Zahlungen in die Rentenkasse zu verpflichten, 80 Prozent zu Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung.“ Eine große Mehrheit spreche sich dafür aus, die Besserstellung von Beamten zu überprüfen. Gleichzeitig werde deutlich, dass viele nicht Verbeamtete das Beamtenverhältnis grundsätzlich als überholt betrachten. Nur 28 Prozent halten es für zeitgemäß, 43 Prozent für veraltet.
Bei Lehrkräften sieht zudem eine große Mehrheit keine Notwendigkeit für eine Verbeamtung: Fast zwei Drittel (64 Prozent) sprechen sich dagegen aus, Lehrer zu verbeamten.
Dieses Stimmungsbild bedeutet allerdings noch lange nicht, dass die Einbeziehung von Beamten in die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) auch ökonomisch sinnvoll wäre. Der Sachverständigenrat Wirtschaft, die sogenannten „Wirtschaftsweisen“, kam bereits 2023 in seinem Jahresgutachten zu einer anderen Einschätzung. Dort heißt es: „Eine Ausweitung des Versichertenkreises der GRV auf zukünftige Beamtinnen und Beamte sowie Selbständige löst die Finanzierungsprobleme der GRV nicht.“
Zwar steige kurzfristig die Zahl der Beitragszahlenden und die Rentenversicherung werde entlastet, doch: „Bei Renteneintritt der zusätzlichen Beitragszahlenden verschwindet der entlastende Effekt und die Finanzierungsprobleme werden langfristig verschärft, da die Rentenbezugsdauer von Beamtinnen und Beamten überdurchschnittlich lang ist.“ Der Sachverständigenrat verweist auf die Belastung der öffentlichen Haushalte: „Außerdem geraten im Übergang die Haushalte von Ländern und Kommunen unter großen Druck.“
„Man würde hier eine Gruppe eingliedern, die das Rentensystem stärker belastet, als vermutlich entlastet“
Im Interview mit der Zeit erläutert die Vorsitzende des Gremiums, Prof. Monika Schnitzer, nochmal vor wenigen Wochen, warum ein solcher Schritt nicht zu einer Stabilisierung der Rentenkasse führen würde. Was brächte es, wenn Beamte in das Umlagesystem überführt würden? Schnitzer: „Österreich hat das gerade erfolgreich getan. Viele erhoffen sich dadurch eine Stabilisierung des Rentensystems. Dafür bringt es tatsächlich nichts.“
Sie erläutert: „Wenn alle die gleichen Beiträge zahlen müssen, ist der Bruttolohn wichtig, wenn sich Menschen für einen Beruf entscheiden. Der Bruttolohn von Beamten ist aufgrund der fehlenden zu zahlenden Rentenbeiträge aber bisher etwas niedriger als in vergleichbaren Berufen im öffentlichen Dienst und in der freien Wirtschaft. Der Staat müsste also erst einmal die Beamtengehälter anheben, was Kosten verursacht. Das könnte er dann gleich als Beitragszuschuss rüberschieben, da ist also nichts gewonnen.“ Außerdem verweist sie auf die längere Lebenserwartung im Beamtenbereich: „Das heißt, man würde hier eine Gruppe eingliedern, die das Rentensystem stärker belastet, als vermutlich entlastet.“
Allerdings betont sie, dass die Politik schon darauf achten müsse, die Beamten nicht tatsächlich zu bevorzugen – wie schon (bei der nur verzögerten Anhebung des Ruhestandseintrittsalters) geschehen: „Was auf jeden Fall wichtig ist: Alle Reformen, die man den Rentnerinnen und Rentnern im gesetzlichen Rentenversicherungssystem zumutet, sollte man gleichermaßen auch den Beamten zumuten“ – auch mögliche „Dämpfungen“ der Bezüge. Aus ihrer Sicht sollte die Beamtenversorgung so gestaltet werden, „damit man das alles parallel fahren kann“. News4teachers









Das Paket ging nur durch, weil sich erstens die Linke enthalten hat (und sich dafür sicherlich ein Entgegenkommen von der CDU erhofft) und zweitens diese Junge Gruppe innerhalb der CDU trotz des großen Getöses in weiten Teilen umgefallen ist. Man hat wohl zu viel Angst vor den Folgen von Neuwahlen.
Allerdings gäbe es bei den Beamten durchaus Konsequenzen, weil dann von jetzt auf gleich die Kommunen, Länder und der Bund den Arbeitgeberanteil auch in die Rentenversicherung einzahlen müssten. Das wird teuer.
Und die Beamtenpensionen sind mit der Verschiebung der Zahlungen nach hinten im Pensionsalter ohne eine vorherige Beitragsbeteiligung der Beamten günstiger ? Na, das erzählen Sie einmal zu Weihnachten, in andächtiger Stille, ihren Verwandten, die In der DRV versichert sind. Frohes Fest bei der anschließenden Bescherung. Und viel Spaß damit, und ich drücke auch Ihnen ganz feste die Daumen, dass der Familienfrieden gewahrt bleiben wird.
“Und die Beamtenpensionen sind mit der Verschiebung der Zahlungen nach hinten im Pensionsalter ohne eine vorherige Beitragsbeteiligung der Beamten günstiger ? “
Wenn man einen größeren Teil der eingesparten Personalkosten in einen Pensionsfonds mit ähnlicher Verzinsung wie z.B. beim Norwegischen Pensionsfonds einzahlen würde, dann wäre das wohl so.
Genau dazu sind die Länder eigentlich verpflichtet. Leider dienen die eingerichteten Fonds nur als zusätzliche Landeskasse, aus der man sich hemmungslos bedient. Und das, nachdem diese Fonds (auch) durch Gehaltsverzicht der Beamten gefüllt wurden.
Beamte beteiligen sich schon seit Jahrzehnten an den eigenen Pensionen, zumindest was die Abzüge bei ihrem Gehalt angeht. Nur weiß dies kaum jemand mehr, da die Politiker seit Jahrzehnten die Pensionszahlungen der Beamten anderweitig verwenden, da diese nicht zweckgebunden sind.
Bereits im Bundesbeamtengesetz von 1951 ist festgelegt, dass die Beamten 7% weniger brutto bekommen sollen, damit diese 7% für Pensionsrückstellungen genutzt werden können. Im Bundesbesoldungsgesetz von 1957 wurden die Beamtenbezüge nochmals um 7% gekürzt, als Rückstellung für die spätere Pension.
Das heißt: Bereits seit 1957 behält der Staat bei Beamten 14% von ihrem Gehalt für die Pension ein! Im Gegensatz zum Rentenbeitrag, der gesetzlich für Renten ausgegeben werden muss, wandern diese 14% einfach so in den Staatshaushalt und wurden in den letzten 40 Jahren für alles, aber nicht für Pensionsrückstellungen ausgegeben.
Zusätzlich wurde 1998 eine Versorgungsrücklage eingeführt. Das heißt: Bei jeder Gehaltserhöhung werden 0,2% einbehalten, die diesmal zweckgebunden als Altersrückstellung in die Pensionen gehen.
Das heißt: Beamte zahlten schon quasi immer 14%, inzwischen ca. 16-18% ihres Gehalts für ihre Pension! Nur hatten und haben sie von ihren Rückstellungen nichts, da die Politiker das Geld für andere Projekte ausgegeben haben.
Ausschlaggebend ist das Netto, und da bekommen sie wesentlich mehr als ihre angestellten Kollegen. Auch die Rentenbeiträge werden nicht zweckgebunden verwendet.
Welche “Abzüge beim Gehalt” meinen Sie? Sorry, aber ich kann Ihnen nicht folgen.
Ihr Beitrag klingt nach Jammern. Finden Sie die Renten/Pensionsdebatte ausgeglichen? Gerecht? Hätten Sie lieber eine Rente? Und ein Angestellten-LK Gehalt?
… und, zumindest in Berlin, wurde nach der Föderalismusreform von 2006 eine Besoldungsspirale nach unten in Gang gesetzt, mit entsprechenden Nebenwirkungen:
(Quelle nachfolgender link, Seiten 10-12)
https://www.dbb.berlin/fileadmin/user_upload/www_dbb_berlin/pdf/magazin/2025/hauptstadt_magazin_12_2025-web.pdf
Zur Freude der restlichen Altbundesländer, die vorher dafür gesorgt haben, dass Berlin ausreichend subventioniert worden ist.
Dit is Berlin!
Dann kann man ja einen Beamtenpensionsfond auflegen, dessen Beiträge festverzinslich angelegt werden, in den die Beamten und der Staat zu jeweils 50 % einzahlen.
Könnte man z.T. mit den von Frau Schnizter angesprochen notwendigen Gehaltserhöhungen finanzieren. Würde dann aber die Personalkosten der staatlichen Arbeitgeber für die nächsten 40 Jahre trotzdem deutlich in die Höhe treiben.
Dann das Geld weniger in Firmen pumpen, die NICHT in der EU und noch weniger in D ihren Sitz haben. Sowie unnötige Beraterstäbe streichen, die Verursachen mindestens genauso viel überflüssige Kosten wie sie einsparen zu helfen sollen.
Vertragsstrafen für bewusst langsames Abarbeiten der Aufträge des Staates einführen, würde evtl. helfen einige Baustellen auf einigen Straßen in Luft aufzulösen, oder manch Bahnhofsbaustelle wäre schon längst fertig und nicht erst am Ende des 21. Jahrhunderts.
Die Pensionen insgesamt werden damit natürlich nicht billiger oder geringer. Ich bezog mich auf die von jetzt auf gleich höheren Kosten für die aktuellen Beamten, weil deren Besoldung um den Arbeitgeber- und -nehmeranteil der Rentenversicherung angehoben werden müssen. Wir reden dabei über irgendwas um 1000€ pro Beamten und Monat.
Die Kosten fallen endgültig bei der Generation Z an, die sich in einer wesentlich schlechteren Situation befinden wird als heutige Einzahler in diese Pensionskassen und die DRV. Sie haben vergessen zu erwähnen, dass kein Beamter jemals eigene Beiträge entrichtet hat. Das bedeutet natürlich bei DRV-Beziehern, dass diese finanziell in zweifacher Weise schlechter gestellt sind, da diese nur maximal 48 % ihrer im Durchschnitt entrichteten Beiträge angerechnet bekommen, und zwar bezogen auf die gesamten Einzahlungsjahre.
Topp-Konzept von jemandem, der offensichtlich ein Problem mit Beamten – v.a. LuL hat.
Die Beamten fliegen aus dem Pensionskonzept, um dem Staat diese „horrenden Kosten“ zu ersparen … und da sie ja nie in die DRV eingezahlt haben, haben sie natürlich auch kein Anrecht darauf, aus diesem Topf Geld zu beziehen.
Grundsicherung ist wahrscheinlich aus Sicht unseres Mediziners AvL die maximale Leistung, die diese „Staatsdiener“ überhaupt verdienen….alles darüber hinaus – egal, wie die ursprüngliche Vereinbarung der beiden Vertragsparteien – Staat / Land und Beamte – gelautet haben mag.
Damit ist der Herr Doktor doch am Puls der Zeit. Vielleicht müssen wir demnächst noch Geld mitbringen, wenn wir arbeiten. Augen auf bei der Berufswahl.
Kein Problem mit beamten, aber ein Problem mit der ungleichen Behandlung in Punkto einer Eigenbeteiligung.
Siehe Faktensammler….
Entweder alle Angestellte werden im ÖD zu Beamten ernannt, angloamerikanische Forderungen nach der düsteren Vergangenheit- oder Beschränkung auf Kernbereich wie Polizei und Finanzamt usw.
Danke an Politik für Entbeamtung bei Bahn, Post, AOK und Arbeitssgentur
1992 noch Betriebswirte im Postnachfolgebereich als Beamte eingestellt! Manche Briefträger noch 1994, aber andere Länder sind schlecht geführt, herrlich.
“Und die Beamtenpensionen sind mit der Verschiebung der Zahlungen nach hinten im Pensionsalter ohne eine vorherige Beitragsbeteiligung der Beamten günstiger ?”
Sie waren günstiger für die Politik vergangener Wahlperioden, weil man mehr Geld ausgeben konnte, das nicht für einen Arbeitgeberanteil verwendet werden musste. Dieses Geld ist nun längst ausgegeben und die fehlenden Rücklagen scheinen hier doch ein erheblicher und wohlweislich von der Politik verschwiegener Teil des Problems zu sein – und das ist definitiv nicht von den Beamten selbst zu verantworten.
Einfach ausgedrückt: Nicht nur muss man sich auf die Beamten verlassen dürfen – das ist ja der Sinn des Ganzen -, die Beamten dürfen sich auch ihrerseits in angemessenem Umfang auf den Staat verlassen. Und dieser Umfang geht bei der Altersvorsorge systembedingt über die gesetzliche Rente hinaus; das muss so sein, weil das System der Pension (bzw. das Alimentationsprinzip) eine betriebliche Altersvorsorge nicht vorsieht und somit eine der drei Säulen der Altersvorsorge bei Beamten zwangsweise entfällt.
Jeder Beamte kann freiwillig fürs Alter vorsorgen, da die Abzüge wesentlich geringer ausfallen. Und dass tun sie auch, meine Beamtenkollegen investieren fleißig in Aktien, und den Gewinn müssen sie nicht mal mit anderen teilen, wie es bei Rentnern der Fall ist, die Beiträge in die Altersvorsorge zahlen.
“und den Gewinn müssen sie nicht mal mit anderen teilen,”
Würde mich aber sehr wundern, wenn beamtete Lehrer von der ESt auf Kapitalerträge befreit wären.
Das nicht, aber verbeamtete Lehrkräfte zahlen z.B. die Mütterrente nur anteilig über ihre Steuern, während Angestellte dies sowohl über ihre Steuern als auch ihre Rentenbeiträge tun müssen.
Mütterrente III wird komplett aus Steuermitteln finanziert…
Abwarten… bis jetzt heißt es: „ Die Kosten für die Mütterrente III SOLLEN aus Steuermitteln finanziert werden.“
Für Mütterrente I und II erhält die DRV übrigens KEINE gesonderte Erstattung aus Steuermitteln.
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Allgemeine-Informationen/Wissenswertes-zur-Rente/FAQs/Rente/Muetterrente_KEZ/KEZ_Muetterrente-III.html
Geht der Aktiengewinn wohl in ewine solidarische Kasse für die Allgemeinheit? Dass Steuern anfallen, ist schon klar, aber das hat jetzt nichts mit der privaten Vorsorge zu tun im Vergleich zur Rentenversicherung.
“Geht der Aktiengewinn wohl in ewine solidarische Kasse für die Allgemeinheit?”
Nur die 26,375% davon , die als Abgeltungssteuer einbehalten werden.
Aber keine Krankenversicherung, Pflegeversicherung……
Ich bin ehrlich, stimmt nicht ganz! Ich habe die Chance monatlich mit meinem Liebsten (Bundesbeamter) den Lohnzettel zu vergleichen. Ich (Angestellt) habe genauso viel Abzüge wie er als Beamter. Was Angestellte an Lohnnebenkosten en Mass (Sozialabgaben) haben, haben Beamten in aller Regel bei den Steuern.
Beamte haben wohl andere Steuertabellen? Das galube ich jetzt nicht. Der dicke Brocken ist doch die Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Die Lohnsteuer von Beamten richtet sich genauso nach der Einkommenshöhe wie die Lohnsteuer von Angestellten. Die Aussage, dass Beamte bei gleichem Brutto dasselbe Netto erhalten wie Angestellte, ist einfach nur falsch.
Ihre Aussage, dass Beamte (bei gleichem Brutto) mehr Einkommenssteuer bezahlen als Angestellte, belegen Sie bitte mit seriösen Quellen.
Danke,
Mika
Beamte waren in der Finanzierung für uns alle und unseren Staat immer teurer, da diese Berufsgruppe bisher keine eigenen Beiträge zu entrichten hatte und zudem statt 48 % weiterhin bis zu 71,5 % des letzten durchschnittlichen Gehaltes erhielten.
Da sagen die Berechnungen der Rechnungshöfe allerdings etwas anderes.
Teuerer wird es nur, wenn die Arbeitgeber von den eingesparten Personalkosten in der aktiven Zeit keine Rücklagen bilden, sondern das Geld einfach ausgeben.
Teurer ist es auch deshalb, weil eine Eigenbeteiligung fehlt.
Zitat vom obigen Text : “Selbst unter Beamten stimmen dem 52 Prozent zu. Besonders häufig werden die Altersversorgung, der Kündigungsschutz, die sichere Besoldung und die Befreiung von Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträgen als Vorteile genannt.”
Es sollten erstmal die Ärzte in alle Sozialkassen einzahlen! Da ist deutlich mehr Geld zu holen als bei den vielen kleinen Beamten!
Vielleicht sollt das Geld bei den vielen großen Beamten ab A12 geholt werden!?
Diesem Wunsch kommt die Berufsgruppe der angestellten Ärzte bereits nach.
Ärzte retten im Idealfall Leben, aber bei einer Volksversicherung wären diese beteiligt
Prooblem mit einer paritätischen Beteiligung an der Finanzierung der eigenen Pension haben offensichtlich einige Beamte.
Du stellst also die Einschätzung des Sachverständigenrates / die Expertise der Wirtschaftsweisen in Frage?
OK … ne klar, wenn du nach nanosekündlichem Überlegen zu dem Ergebnis kommst, dass das alles Quatsch ist, was die so erzählen, dann wird das ja wohl richtig sein.
Martin Werding, also einer aus diesem Sachverständigenrat, fordert eine eigene (also getrennte Rentenkasse) für Beamte! Auch Frau Grimm fordert weniger Verbeamtungen, gerade im Bildunngsbereich!
Bildungsbereich
Und für die bereits im System befindlichen Boomer- Beamten ändert sich nichts. Wird also nicht billiger.
Die Besoldung der Beamten muss in Folge des BVerfG ohnehin gesetzlich neu geregelt werden. In dem Zuge können auch die Ruhestandsbezüge neu festgesetzt werden.
Die Bezüge werden auch sinken, das ist eine klar ökonomosche Gesetzmäßigkeit, der man nicht entkommen kann.
Wir haben eine Polirik, die auf Schrumpfe der Wirtschaft zielt, also wird es kommen.
Das BVerfG hat aber festgestellt, dass die Bezüge über Jahre zu niedrig waren. Was bedeutet das dann wohl für die Pension?
Ich befürchte nichts.
Wenn die Kassen leer sind, kann man Anspruche haben wie man will.
Pfänden. Lassen wir eben einen Kuckuck auf den Dienstwagen der Ministerin kleben.
Mittlerweile gehen die staatlichen Pensionszahlungen und die staatlichen Zuschüsse für die DRV durch die Decke, aber das stört Sie anscheinend wenig, solange Sie gut abgesichert sind.
Ausgaben des Staates für Pensionen bis 2024| Statista
abbVIII71.pdf
Beamte im Ruhestand: So teuer sind die 1,4 Millionen Pensionäre für den Staat
Beamtenpensionen-Tabelle: So hoch sind die Pensionen von Beamten
Da bleiben nur Rentenkürzungen übrig, die sich an den Kürzungen der Diäten und Altersbezüge der Abgeordneten orientieren.
Also weiter Rentenerhöhungen und das Problem der Finanzierbarkeit auf die Generation Z verlagern. Na , da werden die sich aber freuen..
Nach Z kommt Alpha, der Nachschub rollt.
Wer sind denn Alpha-Menschen und wo kommen die denn her ?
Generation nach GenZ ist Generation alpha – also männlich, weiblich, divers.
Und da sie nicht geklont wurden, müssen sie ganz konventionell auf den bekannten Wegen gezeugt worden sein.
Der Vergleich mit den Zuschüssen an die DRV ist unredlich, da dieser die Ausgleichszahlungen für versicherungsfremde Leistungen der DRV enthält. Würde der Staat diese nicht von den Geldern der Beitragszahler, sondern aus Steuergeldern leisten, wäre je nach Quelle ein deutlich! geringerer bis gar kein staatlicher Zuschuss zur Rente notwendig.
Und Steuergelder sind keine Gelder der Beitagszahler? Wer zahlt denn ihrer Meinung nach die Steuern?
“Wer zahlt denn ihrer Meinung nach die Steuern?”
Unter anderem Beamte, und die sind aktuell keine Beitragszahler in der Rentenversicherung. Insofern müssten Sie sehr für den Vorschlag von @Mika sein, da er nicht nur die Rentenversicherung entlasten würde – ein Teil dieser Entlastung würde auch von den Beamten getragen und nicht mehr von den Beitragszahlern.
Na, die vielgescholtenen Beamten z.B. oder auch Selbstständige, die nichts aus dem Topf der DRV zurück erhalten.
Wer nichts einzahlt, sollte sich nicht darüber beschweren, dass er nichts „zurück“ erhält…
Nur dass eben Beamte auf Grund ihrer (nicht geringen) Steuern doch indirekt in die RV einzahlen. Hauke Haien schien dies zu bezweifeln.
Die Pensionen werden halt auch von allen Steuerzahlern aufgebracht. Wenn ma ihrem Argument folgt, läuft das auf Folgendes hinaus. Die pensionen dürfen höher als die Renten ausfallen, da es ja mehr Steuerzahler gibt als beitragszahler in die gesetzliche Rentenversicherung. – Merkste was?
“Merkste was?”
Ja, dass es weniger darauf ankommt wie viele Steuerzahler es gibt, sondern mehr wie hoch die vereinnahmten Steuern sind.
Ist bei den Rentenbeiträgen aber nicht anders.
Dann hätten Sie das auch so schreiben können.
Bei Steuern gibt es allerdings z.B. keine BBG.
Da das der Gehaltsklasse entsprechende Angestelltenbrutto (in der Regel) leicht höher ist das das Beamtenvrutto, zahlen Angestellte mehr Steuern als Beamte. Sie zahlen also sowohl über ihre Rentenbeiträge als auch über ihre Steuern.
Die Politik hat sich jahrzehntelang aus der Rentenkasse bedient und den Beitragszahler um seine Beiträge betrogen. Und natürlich dürfen sie auch noch die Beamtengehälter und Pensionen aus Steuern begleichen, sollen jetzt aber als einzige verzichten. Das meint Mika. Die Zuschüsse zur Rente, die da immer wieder angeprangert werden, decken noch lange nicht die zweckentfremdeten Entnahmen aus, und das System kollabiert gerade. Warum sollen immer nur die Rentner für eine schlechte Politik gerade stehen?
“Die Politik hat sich jahrzehntelang aus der Rentenkasse bedient und den Beitragszahler um seine Beiträge betrogen.”
Müssen jetzt Verschwörungsmärchen her?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Naja, wenn die Zuschüsse die Entnahmen nicht decken: wie bezeichnet man das?
https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/sozialpolitik/rente/warum-die-rentenkasse-eigentlich-viel-voller-ist
Ostrentenproblematik
Auch, ja. Gibt so einiges, was versicherungsfremd ist und eigentlich vollständig steuerfinanziert gehört.
Was denn?
“Versicherungsfremde Leistungen in der Rentenversicherung vom Bundeszuschuss gedeckt”. Quelle: https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2025/heft/10/beitrag/versicherungsfremde-leistungen-in-der-rentenversicherung-vom-bundeszuschuss-gedeckt.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Mütterrente zum Beispiel.
Hier Forum sind inzwischen genug seriöse Quellen verlinkt, welche belegen, dass der Zuschuss des Bundes eben nicht ausreicht, die Entnahmen für versicherungsfremde Leistungen zu decken.
Ihre Quelle referenziert bis auf einen einzigen Autor auf ziemlich alte Artikel (teilweise 1980) –
Gern mal neuere Untersuchungen nachlesen!
Mit freundlichen Grüßen,
Mika
Selbst wenn der Zuschuss nicht ausreicht – glauben Sie ernsthaft, die paar Milliarden, die das ausmacht, können die Demografie ausgleichen? Die vermeintlich “versicherungsfremden Leistungen” sind nicht das Problem, zu dem Sie es aufblasen. Heißt im Umkehrschluss: Es sind nicht die blöden Politiker, die’s verbockt (und das Geld verzockt) haben.
Es waren und sind zu hohe Ansprüche im Verhältnis zur Zahl der Beitragszahlenden.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Die durchschnittliche Altersrente nach 45 Beitragsjahren liegt bei 1600€ netto vor Steuern, also rund 1550€. Davon zahlt ein Rentner Miete (locker mal 900 warm), und ihm bleiben nach 45 Jahren Arbeit 650€ im Monat zum Leben, einschließlich Mobilität, Versicherungen, Telefon und was es sonst so für Fixkosten gibt.
Finden Sie das zu anspruchsvoll?
Letztlich haben Sie zwei Möglichkeiten:
Sie sagen „Scheiß drauf, das ist das Problem der Alten, nicht meins“, oder die Leute gehen in den Sozialhilfebezug. Das zahlt dann auch wieder der Staat.
Ja, es ist die Politik, die es verbockt hat und weiter verbockt.
Zum einen mit Geschenken wie „Rente mit 63“ oder „Mütterrente“, die vom Beitragszahler finanziert werden. Macht sich halt netter, wenn man als Politiker nicht genau sagen muss, WIE teuer ein Wahlgeschenk ist, weil es so einen schönen Kostenverschleierungstopf gibt.
Zum anderen mit einer verfehlten Steuerpolitik, die anders als in Frankreich kaum Anreize bietet, Kinder zu bekommen.
Weiterhin mit einer desaströsen Familienpolitik, die Erziehende massiv zum Beispiel bei der Rente benachteiligt, und mit einer katastrophalen Bildungspolitik, die nun wahrlich niemanden ermutigt, Kinder in die Welt zu setzen.
Und letztlich liegt es an jedem selbst, ob er auf DINK macht (und damit voraussichtlich keine finanziellen Probleme im Alter haben wird, da er auf die Rente nicht angewiesen ist), oder ob er sich der finanziell äußerst unattraktiven Aufgabe der Aufzucht zukünftiger Rentenbeitragszahler widmet.
Wie schrieb jemand hier mal im Forum? Die junge Generation hat’s doch in der Hand, ihre Rente durch viele kleine Kinder zu sichern.
Heißt: jeder Mann, jede Frau bekommt ihre 2,6 Beitragszahler. Wollen Sie das zur Zwangsverpflichtung machen, damit die Demografie stimmt, oder machts dann doch eher Sinn, sich mal grundlegende Gedanken über die Ausgestaltung der Alterssicherung zu machen anstatt diejenigen, welche die Vorgeneration Rentner finanziert haben, jetzt als Schmarotzer zu beschimpfen?
In Dänemark wurde gerade das Renteneinstiegsalter auf 70 angehoben – fast einhellig im Parlament, ohne großes öffentliches Geschrei. Undenkbar in Deutschland. Das meinen wir mit “zu anspruchsvoll”. Gerne hier nachlesen: https://www.manager-magazin.de/politik/rente-mit-70-daenemark-hebt-rentenalter-an-a-3fb1f256-4d66-4d4c-8356-9419359137f0
Es gibt ein großes gesellschaftliches Problem (Demografie) und alle sind aufgerufen, über Lösungen nachzudenken – statt ANSPRUCH in Versalien zu schreiben.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Oh, das dänische Modell hätte ich auch gern:
Jeder erhält unabhängig vom vorherigen Arbeitsleben die folkepension: Rund 2000€. Dazu kommen diverse Zulagen. Im Schnitt erhält ein dänischer Rentner inklusive privater Vorsorge rund 3500€ – das ist ne ganz andere Zahl als die 1800€ brutto in Deutschland.
Ich habe übrigens die erste Verlängerung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 bereits hinter mir. Wenn’s nun auf 70 gehen soll: bitte, warum nicht. Dann aber zu Konditionen wie in Dänemark…
Danke Mika, völlig richtig
Das deutsche Rentensystem ohne Mindestrente, dubiose Grundrente mal ausgeblendet, würde so für immer mehr Personen in die Altersarmut führen!
In Dänemark sind Lehrer schon lange Jahre nicht im Beamtenverhältnis beschäftigt.
https://www.wiwo.de/politik/deutschland/beitragsfremde-leistungen-so-pluendert-der-staat-die-rentenversicherung-aus/29798474.html
https://dvg-ev.org/2021/08/staat-vergreift-sich-an-der-rentenkasse/
Warum Sie mir hier Verschwörungsmärchen unterstellen, bleibt Ihrer gezielt abgesteckten Einstellung überlassen ……
“Haben sich bedient…” Niemand hat sich bedient. Allenfalls wurden Gruppen bedient, die selbstverständlich auch Anspruch auf Ruhestand haben (Mütter, DDR-Bürger…) und die aufgrund leicht nachvollziehbarer Umstände eben nicht in das Beitragssystem einbezogen waren. Wem genau wollen Sie davon die Rente streichen?
Die “versicherungsfremden Leistungen” werden übrigens vom Bundeszuschuss gedeckt. Heißt: Sie werden gar nicht aus den Rentenbeiträgen bezahlt. Daran ändern auch Propaganda-Artikel von Lobbygruppen nichts. Gerne hier nachlesen: https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2025/heft/10/beitrag/versicherungsfremde-leistungen-in-der-rentenversicherung-vom-bundeszuschuss-gedeckt.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„ Wem genau wollen Sie davon die Rente streichen?“
Darum geht es nicht. Die Frage ist, warum gesamtgesellschaftlich zu tragende Ausgaben einer bestimmten Gruppe überproportional übergeholfen werden, statt diese von vornherein aus Steuermitteln zu finanzieren.
Weil es eine Frage des Respekts ist: Sollen DDR-Bürger direkt vom Staat alimentiert werden – oder aus der Rentenkasse? Nach Ihrem Modell vom Staat. Das würde das Gefühl, Bürger zweiter Klasse zu sein, aber nochmals verstärken, wetten?
Was jetzt passiert: DDR-Bürger bekommen Renten wie Westbürger, die in die Rentenkasse einbezahlt haben. Und der Bund gibt dafür Steuergeld in die Rentenkasse. Wo ist hierbei das Problem?
Das Problem ist ein ganz anderes: die Demografie. Es gibt zu wenige Beitragszahlende für zu viele Empfänger.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Allerdings zahlten DDR-Bürger auch in die Rentenkasse der DDR ein. https://www.focus.de/finanzen/recht/bundestag-stimmt-fuer-staatsvertrag-aufteilung-des-ddr-staatsvermoegens-endlich-geklaert_id_2736547.html
Und wenn es darum geht, dass manche ehemaligen Ossis mehr Rente bekommen als Wessis, wird gern vergessen, dass Frauen in der DDR meist Vollzeit ein Leben lang arbeiteten.
Aber hier noch ein link, der ins “Bild” passt:
https://www.berliner-kurier.de/ddr/rentnerparadies-ddr-keine-steuern-keine-krankenkassenbeitraege-li.2252353
Wer den link bis zum Ende liest, erfährt auch noch etwas darüber, wie es früher im Westen war (für die jüngeren Foristen hier)
🙂
Noch etwas wird vergessen, bis zur Wende wurden in der DDR mehr derzeitige Renteneinzahler geboren, als in der BRD.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/554952/umfrage/fertilitaetsrate-in-der-brd-und-ddr/
Relativ mehr – in absoluten Zahlen sieht das anders aus. Ausser die DDR-Bürger haben 400% der Geburtenrate der BRD-Bürger hingekriegt.
Warum sollten die Ossis für die gebärfaulen Wessis sorgen? 🙂
Wie? Der Beischlaf zweier Ossis ergibt doch keinen weiteren Wessi
“Allerdings zahlten DDR-Bürger auch in die Rentenkasse der DDR ein.”
Ja, für die Renter:innen DAMALS. wir reden von HEUTE.
Wer zahlt Ihrer Meinung nach die HEUTIGE Rente der Menschen?
Eigentlich müssten von den Boomern die Kassen voll sein und warum sind sie nicht voll?
Sie kennen offensichtlich das System der umlagefinanzierten Rente nicht – die Boomer haben die Rentnergeneration vor ihnen finanziert (und konnten sich dabei über relativ niedrige Beitragssätze freuen).
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Niedrigere Beitragssätze? Niedriger als jetzt oder in den nächsten Jahren?
Öhm, nö! Der Beitragssatz zur DRV liegt bis auf drei Jahre (1991-93) stets bei 18,5% und drüber. Der prognostiziertenBeitrag bis 2030 ist niedriger als der Beitrag Ende der 90er.
https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Alter-Rente/Datensammlung/PDF-Dateien/abbVIII43a.pdf
DFE – dämlichste Frage ever.
Als Angestellter fühlt man sich auch als Mesch “zweiter Klasse”, darüber regt sich keiner auf.
Wieso würde es das Gefühl, Bürger zweiter Klasse zu sein, verstärken, wenn die Aufwertung der Ostrenten aus Steuermitteln erfolgt? Ich finde es sogar ziemlich provozierend gegenüber den ganzdeutschen Beitragszahlern, dass diese überproportional zur Zahlung derselben herangezogen werden, während Beamte und Nichtversicherungspflichtige sich lediglich über ihre Steuern beteiligen.
Das Problem ist, dass der Bund nicht genug Ausgleich in die Rentenkasse zahlt. Stöbern Sie gern dazu in den hier verlinkten Quellen oder auf seriösen Seiten im Netz.
Das Demografieproblem kommt noch dazu.
Eher differenzierter betrachtet: https://www.fr.de/wirtschaft/milliardenhoehe-rente-deutsche-rentenversicherung-versicherungsfremde-leistungen-93093528.html
Ja, ich dachte eigentlich, das wäre der Red. bekannt.
Davon, dass sich jemand an der Rentenkasse bedient hätte, ist uns nichts bekannt. Herzliche Grüße Die Redaktion
Das ist nur Wortklauberei und Sie wissen doch genau, wie es gemeint ist. “Zweckentfremdet” ist vielleicht die bessere Wortwahl, ändert aber nichts an der Tatsache. Es geht letztendlich um die Beiträge der Arbeitnehmer ind die DRV, und werden ungefragt auch für andere Zwecke verwendet, das ist Fakt.
Das ist nicht Wortklauberei – sondern ein kommunikatives Kernproblem in dieser Gesellschaft, das die Demokratie bedroht: aus diskutabler Kritik an einer Sachfrage wird dann (stille Post) “Politiker bedienen sich”, also ein krimineller Akt. So werden die Debatten hierzulande hysterisiert – mit der Folge, dass der Zuspruch zu dieser Demokratie immer weiter schwindet und extreme Parteien Zulauf gewinnen.
Finden wir schlimm – und lassen wir hier, in unserem Forum, nicht unkommentiert stehen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Dafür ja der Zuschuss aus den Steuermitteln.
Die alles entscheidende Frage ist doch, ob der staatliche Zuschuss die Ausgaben der DRV für die versicherungsfremden Leistungen deckt.
Letztendlich ist es doch vollkommen egal, ob die Steuermittel als Zuschuss an die Rentenversicherung gezahlt werden oder in die Grundsicherung im Alter fließen. Der einzige Unterschied ist, der Zuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung kommt aus dem Bundeshaushalt, die Zahlungen für die Grundsicherung im Alter belasten die kommunalen Haushalte. Letzteres ist dann gut für Hochschulstädte mit relativ geringem Altersdurchschnitt und schlecht für ländliche Gemeinden mit hohem Anteil an Einwohnern im höheren Alter jenseits der gesetzlichen Altersgrenze.
Die Aufwendungen, um eine existenzsicherndes Grundrente zu sichern, müssen so oder so von der Allgemeinheit getragen werden.
Der Zuschuss deckt die Entnahmen eben nicht, da in der Vergangenheit sehr viel entnommen wurde, da das Geld “übirg” war und wie aus dem Link zu erkennen ist, heute immer noch mehr versicherungsfremde Leistungen entnommen als Zuschüsse gewährt werden.
https://www.wiwo.de/politik/deutschland/beitragsfremde-leistungen-so-pluendert-der-staat-die-rentenversicherung-aus/29798474.html
Das der Zuschuss die Ausgaben für versicherungsfremde Leistungen kompensiert, habe ich ja auch nicht behauptet sondern in Frage gestellt.
Die Rentenbeiträge werden von den Arbeitenden bezahlt. Ist schlimm, wenn Geld aus dem Puffer verschwindet, aber das ist ja nicht die Finanzierung der heutigen Renten
Sind die steigenden Ausgaben an der Rente aufgrund der Demografie dann auch eine “Zweckentfremdung”?
Und was folgt daraus? Senken der Rente? Mehrarbeit? Meines Wissens wird derzeit in der Politik eben darum gestritten – weil es so nicht mehr funktionieren kann
Aus welchem Geld soll ein Staat als Arbeitgeber denn Gehälter/ Pensionen begleichen? Ob es nun die linke oder rechte Spardose mit letztendlich Steuergeld ist, spielt doch gar keine Rolle.
Die Rentenbeiträge sollten tatsächlich den Renten vorbehalten sein und nicht für z.B. Bundeswehr verwendet werden, was auch schon üblich war.
Die Beiträge sind im gegensatz zu Steuermitteln zweckgebunden.
Also Butter bei die fische, was wollen Sie hier andeuten?
Zweckgebunden? Wie würden Sie dann die versicherungsfremden und nicht beitragsgedeckten Leistungen bezeichnen? Kann der Staat die Zweckgebundenheit nach Belieben erweitern? Offenbar schon.
Und folgende Entnahmen:
Kriegsschulden und /-schäden wurden bezahlt
die Bundeswehr wurde damit aufgebaut
Optionsanleihen an Großfirmen (VW, Audi, Siemens, BMW, etc.) ohne das jemals eine Rückzahlung stattgefunden hat.
1981 wurde die Rentenkasse als zu den “öffentlichen Geldern zugehörig” erklärt und damit haben die Politiker freien Zugriff.
Eine Klage des VdK gegen die Ungleichstellung von Rentnern und Arbeitnehmern zu Beamten und Selbständigen wurde abgeschmettert.
Demnach sind die Rentenbeiträge keinesfalls zweckgebunden, schön wärs, denn dann hätten wir keine Finanzierungsprobleme für die Renten.
Und kommen Sie mir jetzt nicht mit “Umlagesystem”, ein Umlagesystem ist keine zuverlässige Geldquelle, um das zu erkennen, brauche ich kein Experte zu sein, und ohne Rücklagen sind etwaige negativen Entwicklungen nicht abzufedern. Der Leidtragende ist derjenige Rentner, der zum falschen Zeitpunkt in Rente gehen muss, und das kann es nicht sein. Es zeichnet sich schon seit Jahrzehnten ab, dass das System nicht funktionieren kann und keine Regierung hat die Motivation und das Pflichtbewusstsein gehabt, daran etwas zu ändern. Jetzt ist der Schaden zu einer unlösbaren Problematik angewachsen.
“War”?
Wenn es das nicht mehr ist, wo IST da gerade das Problem?
War ein Beispiel, das eine große Entnahme darstellte, es werden ja weiterhin zweckentfremdet Rentenbeiträge entnommen. So schwer?
Sie sind auch Gelder der Beitragszahler, aber darüber hinaus eben auch aller anderen. Dadurch werden eben auch Einkünfte, die nicht sozialabgabenpflichtig sind, herangezogen, um die Zuschüsse an die DRV leisten zu können.
Wir alle, alle Bürger, zahlen die Steuern, nur dass diese Berufsgruppe der Beamten Sonderrechte genießt und keinerlei Beiträge entrichtet und zudem bis zu 71,5 % der letzten durchschnittlichen Bezüge erhält. Außerdem genießt diese Berufsgruppe Kündigungsschutz, private Heilführsorge und eine Lohnfortzahlung über 6 Wochen in ungekürzter Form. Ich habe richtiges Mitleid, wenn ich das Gejammere der Beglückten über mögliche Kürzungen der Pension oder gar eine Teilhabe am Eigenbeitrag zur Pension höre. Da stürzt die weihnachtliche Feststimmung in 2026 in diesen Haushalten im nächsten Jahr bestimmt ins Bodenlose. Aber einige Protagonisten hier, die sich auch abwertend über die Industrie äußerten, versprachen ja sich dann im Industriebereich eine berufliche Weiterentwicklung. Viel Spaß im richtigen Leben kann ich denen da nur zurufen.
Sie sind ganz schön populistisch unterwegs. Schade, da hätte ich Ihnen mehr zugetraut.
Richtig ist, dass Beamte genauso Steuern zahlen, wie alle anderen Bürgerm die ein Einkommen haben, auch.
Beamte erhalten zudem einen Zuschuss zu den anfallenden Krankheitskosten zwischen 50% und 70% (hängt vom Familienstand ab) und müssen die restlichen Krankheitskosten über eine private KV versichern. Dies wird nach dem Nettogehalt abgezogen und korreliert nicht mit dem Einkommen (andern als bei der GKV).
Beamte beteiligen sich nicht an der Rentenversicherung und an der Arbeitslosenversicherung. Beamte erwerben daher auch keine Ansprüche in der Arbeitslosen- und Rentenversicherung.
Scheidet ein Beamter vorzeitig (also vor seinem Tod) aus dem Beamtenverhältnis aus, zahlt der Staat die Arbeitgeberanteile der RV nach.
Für den Staat hat dies Vorteile, denn solange der Beamte im aktiven Dienst ist, spart der Staat eine Menge Arbeitsgeberbeiträge in der RV.
Für die Treue, die der Staatsdiener zu Beginn seiner Verbeamtung geschworen hat, übernimmt der Staat eine lebenslange Allimentationspflicht und eine Fürsorgepflicht.
Wo ist es Populismus, wenn man die Unterschiede zwischen DRV-Beziehern und Pensionären gegenüberstellend darstellt ?
Schön, wenn es mal jemand aufschreibt. Da muss man sich immer wieder dran erinnern, wie gut man es doch hat. :-))
Für Avl müssen ja die verbeamteten Berufskolleginnen im ÖD ein absolut Rotes Tuch sein.
Warum haben Ärzte im Gegensatz zu Lehrkräften einen eigenen Tarifvertrag gem. TVöD und im TV-L?
Sie ganz persönlich können meine Beamten”privilegien” (in echt: Legal verdiente Vorteile) mit einem dicken fetten Rotstift durchstreichen…
… wenn die Beamtenpflichten auch fallen.
Alternativ biete ich allen Beamten- und Lehrerfeinden hier wieder mal meinen TOPP deal an:
Sie können schonmal einen Beamten (nämlich mich) ganz easy loswerden: Rechtssicheres Angebot zur Frühpension nach bisher erworbenen Ansprüchen.
Super Angebot – denn ich verspreche hoch und heilig, der Staatskasse in keinster Weise durch weitere Lohnarbeit für den Staat auf der Tasche zu liegen.
Für mein Auskommen sorge ich dann selbst, in der “ach so krassen” freien Wirtschaft.
Deal ? 😀
…
..
.
Was denn ? Wo liegt das Problem ?
Alles bestätigt. Wenn ich dick abgesichert bin wage ich mich auch in die weite welt.
Irgendjemand hat mal Beamte mit Wohnungskatzen und AN mit Freigängern verglichen. Passt wie die Faust aufs Auge.
Die weite Welt habe ich in jungen Jahren schon bereist – Jugslavientour mit “olivgrün” inklusive, als da noch was los war.
So witzig, für wie “krass” sich manche Leute halten, nur weil sie den Neid auf alle die es besser haben für eigene Krassheit halten…als abhängige AN in einem Maximalsteuerland, die der eigenen Knechtung noch zujubeln. Lächerlich.
Willkommen in der Wirklichkeit. Dann versuchen Sie es einmal dort einmal: Sie haben dann keinen Kündigungsschutz mehr, Sie erhalten keine unbegrenzte und ungekürzte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, ihre Versicherung in der DRV mit bringt auch Ihnen dann ein üppige 48 % Rente, Sie sind in der AOK-Versicherung, Sie haben kein Einzelzimmer mehr, und Sie genießen eine volle 50 % Beteiligung an allen Sozialversicherungen, sie genießen längere Wartezeiten und Sie erhalten ein leistungsbezogenes Endgeld etc.
Oha, Mr. Tagesschau wieder.
Ich arbeite seit ich das legal darf.
Erzählen Sie diesen basic sh*t irgendwem, der noch davon “”””überrascht”””” ist, dass Arbeitnehmer gekündigt werden können und man dann (faktisch) in der AOK ist. (Egal wie diese “AOK” dann genau heisst)
Gaaaaaanz große Neuigkeiten hier!
Pikachuface für Boomer-AGs:
Der AN kann genau so seinerseits kündigen, tschö mit “öh”.
Und kann sich für die ganz doll-dreisten “Familenunternehmer” auch einfach ‘nen Anwalt nehmen, dann klärt sich schon, wer wen wann und wo zu welchen Konditionen kündigt. 😀
Und alleine Ihr Unfug vom “leistungsbezogenen End-Geld” 😉 zeigt schon, dass Sie nix verstanden haben: Der AG/Auftraggeber zahlt so wenig wie möglich, der AN/Nehmer verlangt so viel wie er kann.
Mit objektiver Leistung hat das wenig, mit Verhandlung, NACHFRAGE, Einsatzbereitschaft und Zuverdienstmöglichkeiten sehr viel zu tun.
Und jetzt gehen Sie bitte wieder in Ihre Arztpraxis und machen da (in einem voll durchregulierten, von Zwangsbeiträgen finanzierten System mit mikrokontrollierten Arbeitsbedingungen und Preisen, was ja sooooooooooooo anders ist als Beamter, gaaaaaaaanz anders!) ihr Ding.
Ist das eine Zumutung?
Ist das der Normalzustand?
Irre ist nur, wie groß der Unterschied für verschiedene Menschengruppen ist.
Es ist beschämend, wie sehr die Schere aufgeht und in welcher Zweiklassengesellschaft wir leben.
Und es ist schlimm, dass die Privilegierten das nicht erkennen sondern immer weiter jammern.
Wie gut kann die Wirtschaft sein, wenn Sie das Beamtentum vorziehen? 😀
Oh man…
Steuern werden von allen gezahlt, Rentenbeiträge nur von versicherungspflichtigen Arbeitnehmern.
Gesamtgesellschaftliche Aufgaben wie Mütterrente und Co müssen daher von allen gezahlt werden, nicht nur von rentenvericherungspflichtigen Arbeitnehmern.
Das ist aber die übliche Argumentationskette. Nun machen Sie doch nicht den Millenials und der GenZ diese kaputt.
Der Vergleich mit den Zuschüssen an die DRV ist unredlich. Kein Beamter zahlt eigenen Beiträge ins Renten- oder gar ins DRV-System.
Genau das ist mein Reden.
Da liegt vielleicht aber auch daran, dass man zu viele Beamte hat, insbesondere in den bürokratischen Institutionen, der Verwaltung. Und gerade in Ministerien und Ämtern gibt es parallel Beamte und Angestellte für dieselbe Arbeit. Da ließe sich was einsparen, wenn man wollte. Aber die Ministerien wachsen merkwürdigerweise ständig, während man bei den Lehrerstellen mit spitzem Stift rechnet.
Was im Vergleich der europäischen Staaten nicht stimmt. Die Zahl öffentlicher Bediensteter ist in diesen Ländern nicht geringer.
Naja, man kann das Beamtentum durchaus auch abschaffen, siehe Schweiz:
https://www.bar.admin.ch/bar/de/home/service-publikationen/publikationen/geschichte-aktuell/wie-die-beamten-zu-angestellten-wurden.html
Und man kann auch das Beamtentum nur für bestimmte Berufsgruppen abschaffen – so geschehen bei den deutschen Fluglotsen z. B.
https://taz.de/Fluglotsen-privatisiert/!1583107/
“Übersicht mit KI
Das Lehrergehalt in der Schweiz variiert stark nach Kanton, Schulstufe und Erfahrung, liegt aber oft zwischen ca. 85.000 CHF (Einstieg) und über 140.000 CHF (erfahren) brutto pro Jahr, mit einem Durchschnitt um die 90.000 bis 100.000 CHF. Kantone wie Zürich oder Genf zahlen tendenziell mehr, wobei die maximale Lohnstufe nach 20-28 Jahren erreicht wird, was die hohe Bandbreite erklärt.
Durchschnittsgehälter nach Stufe (Beispiele):
Wichtige Faktoren:
Beispielhafte Einstiegs- und Maximalsummen:
Bei 120.000 € Jahresgehalt biete ich sogar freiwillig meinen Verzicht auf die Verbeamtung an…
Wie hoch ist eigentlich die Höhe des Bruttogehalts eines deutschen verbeamteten Lehrers? Also bei mir ist es nicht einmal halb so viel und wird in der Schweiz auch so viel vom Brutto abgezogen?
Dagegen steht das GG – aber eine GG-Änderung in diesem bereich ist nicht ausgeschlossen. Es hat aber Gründe, warum das keine politische Mehrheit findet. Größtes Problem ist die Transmission. Wie sollen die Bezüge der Bestandsbeamt*innen während der Übergangszeit finanziert werden, ohne die – am Bespiel von beamteten und angestellten Lehrkräften leicht nachvollziehbare – auftretende Ungleichbehandlung zu verstärken?
Siehe Frankreich.
Wenn die überhaupt rechnen können
Selbst wenn sich die Linke nicht enthalten hätte und acht CDU-“Junggrüppler” nicht “umgefallen” wären, hätte es locker gereicht, auch wenn die (irrelevante) “Kanzlermehrheit” knapp verfehlt worden wäre.
Ich glaube ja, dass die von den Linken angekündigte Enthaltung dazu geführt hat, dass die Abweichler aus der Union doch zugestimmt haben. Ihr Nein hätte nichts geändert aber der eigenen Partei enorm geschadet.
Das Dilemma der Union. Die rentenkommission kann doch vorschlagen, was immer sie will. Um die Reformen durchzusetzen ist die CDU/CSU auf die Zusammenarbeit mit der Linken angewiesen. – Unvereinbarkeitsbeschluss hin oder her.
Die zwei Simmen bei der kanzlermehrheit haben doch nur gezeigt, auf welch wackeligen Füßen die Kanzlerschaft steht. Und beim nächsten Rentenkompromiss im nächsten Jahr dürfte die regierung auf größere Widerstände beim Koalitionspartner stoßen. Auch der eigene Arbeitnehmerflügel und die Senioren-Union werden ihre Forderungen erheben. Und die sind nicht unbedingt deckungsgleich zu den Forderungen der Junge in der Fraktionsgemeinschaft.
Die grundlegende Frage wird nämlich darauf hinauslaufen, wie die Einnahmenseite verbessert werden kann. Das durchschnittliche Rentenniveau weiter abzusenken und damit eine höhere Zahl von Rentenempfängern in die Nähe zur Grundsicherung im Alter oder in dieselbe zu bringen, wird vermutlich die Kommunen und die Länder gegen den Bund aufbringen und somit die Bundesratsmehrheit nicht erreichen. Spätestens dann wird das gesamte Vorhaben in Karlsruhe landen.
Eine derartige Maßnahme würde sicher ein paar Prozent mehr für die SPD bedeuten, denn das Feindbild Beamter wird von vielen geteilt und dem Klassenkampf hilft es auch. Nur, was macht die SPD, wenn sie dann ihr Pulver verschossen hat? Neues Feindbild öffentlich-rechtlicher Rundfunk? Oder Ärzte? Oder Notare?
Vielleicht haben viele die Beamten historisch auch nicht als die ewig Guten erlebt!
Ja, jeder hat schon mal negative Erfahrungn mit einem Beamten gemacht, aber deswegen zum Rundumschlag auszuholen ist nicht gerechtfertigt. Die Ressentiments suchen sich dann halt ein neues Ziel, wie oben schon geschrieben: wahrscheinlich der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Bei der Metalität hierzulande muss das einfach sein.
Ich würde nun nicht behaupten, dass hier ein Feindbidl heraufbeschworen wird, sondern es geht einzig und allein um die Ungleichbehandlung, die immer mehr zu Buche schlägt. Natürlich suchen jetzt die Beamten alle möglichen Rechtfertigungen.
Also, ich suche keine Rechtfertigung.
Ich verlange nur das, was in diesem Land immer gaaaaaanz hoch gepriesen wird:
Die Gleichbehandlung vor dem Gesetz und das Einhalten gültig geschlossener Verträge.
Steht doch sonst vom Straftäter bis Arbeitslosem jedem zu – dann bitte auch mir als stets rechtstreuer Bürger.
Danköööhhh, lieber Staat, dass Du Dich bitte dann auch Deine eigene Legitimationsgrundlage hälst, wenn es mal ausnahmsweise darum geht was MIR zusteht und nicht nur, wenn es um Steuern, Abgaben, Gebühren, Bescheide, Wartezeiten und Kann-nicht-geht-nicht-darf-nicht-Amtschimmel geht.
Ist ja auch egal, wenn die angestellten Kollegen benachteiligt werden ….
So, wie ich das sehe, werden die nicht benachteiligt.
Wo soll die Benachteiligung sein? Entweder haben sie sich freiwillig dafür entschieden oder sie haben eine Anforderung ans Beamtentum nicht erfüllt.
Ich habe meinen Traum vom Fussballmillionär (bin einfach zu grottig) oder Scharfschützen (Augen nicht gut genug) auch abschwören müssen und von meiner Schauspiel-/Musikkarriere fange ich wohl besser gar nicht erst an…
Gesundheitszustand und/oder Alter
Es gibt auch das Phänomen des Lehrerüberschusses in den 80er90er Jahren, was vielen Referendaren die Verbeamtung verwehrt hat, schon mal daran gedacht? Erst seit ich die Rentenberechnung in den Händen hielt, wurde mir klar, wie ungleich das System ist, und Engagement (ich bin gerne Lehrer) wird nicht belohnt. Ich werde trotzdem bald in Rente gehen.
Ist doch nix Neues, die Boomer waren eben einfach immer nur eins – zuviel.
Die Rentenbeiträge der “zu Vielen” wurden aber gerne genommen ……
So sie denn nicht arbeitslos waren bzw. In prekären Beschäftigungsverhältnissen gelandet sind.
Klar, selbst schuld, wenn man Krebs/ne Depression/zu viel Dioptrien etc. hat/te und deshalb nicht verbeamtet wurde. Diese dämlichen Angestellten aber auch.
Geht’s noch bei Ihnen?!
Natürlich ist niemand an solchen Schicksalsschlägen schuld.
Aber WIE, wie kommt man dann auf den Gedanken, sich so ausveuten zu lassen ?
Schon aus purer Wut würde ich da die Branche wechseln, und wenn es mit 50 nochmal in ‘ne Ausbildung ginge…
Wut ist ein mir ferner Wesenszug…
Schon mal was von Lehrerüberschuss gehört und dass die meisten Lehramtsanwärter alternative Beschäftigungsmöglichkeiten suchen mussten, da die Regierung sie fallen ließ wie eine heiße Kartoffel?
Danach wurden die Wiedereinsteiger hingehalten, befristet eingestellt, in Teilzeit, bis eine Verbeamtung nicht mehr möglich war, alles schon erlebt. Und ehrlich gesagt, mich haben die Kollegen vom Gymnasium abgeschreckt, so wollte ich nicht werden. Aber damals konnte man auch noch nicht so recht erkennen, dass das System derart ungerecht ist.
Man hat sich diesen Beruf eben gewünscht und war auch vorbereitet darauf, also hat man jede Möglichkeit ergriffen. Ihr Beispiel mit den Fußballmillionär oder Schauspieler ist doch lächerlich. Was ich nicht beherrsche und wozu ich kein Talent habe, strebe ich auch nicht an, so viel Selbsteinschätzung habe ich schon noch.
Mich nervt es allmählich, dass hier immer wieder argumentiert wird “bist doch freiwillig ins Angestelltenverhältnis gegangen, hättste ja nicht tun müssen”, um damit die Ungerechtigkeit zu rechtfertigen. Das ist mehr als überheblich, zumal man mit dieser Argumentation keinen Schimmer von den Gegebenheiten hat. Das Zweiklassen-System ist und bleibt trotz allem diskriminierend.
Zum fünften mal oder so:
Gleiche Arbeit & Pflichten = gleiches Geld.
Sie rennen da bei mir offene Türen ein.
Dass Abzocke wie Angestelltenlehrer im staatlichen Schulsystem überhaupt möglich sind ist schon skandalös.
Nee, das Adjektiv heißt billiger.
Sie wollen sich doch nicht etwa für die Paralleltabelle stark machen?
Einerseits gerechter, der Mangel an Lehrern und Finanzbeamten könnte so aber steigen.
Aber das scheint ja kein Problem zu sein, da diese beiden Berufsgruppen zum einen extrem unbeliebt zu sein scheinen – und zum anderen die gesellschaftliche Bedeutung dieser speziellen Gruppen als extrem niedrig eingeschätzt wird … kann man doch problemlos ersetzen gegen ein paar Taschenrechner oder Aufseher.
Die sind auch billiger zu haben.
Kein Problem – offenbar – immer mal weiter so!
Wobei die Finanzbeamten, die größtenteils dem gehobenen Dienst zugehören, sehr schnell einen neuen Job als Steuerberater finden. Viele machen das schon kurz nach der Ausbildung, obwohl sie dann ans Land die Ausbildungskosten zurückerstatten müssen.
Die beiden Berufsgruppen sind folglich nicht vergleichbar.
So ein Quatsch. So einfach kann man kein Steuerberater werden. Entweder man macht das Steuerberater Examen, welches zu den schwersten Examen in DE gehört (Besteherquote <50%) oder man ist Professor an einer deutschen Hochschule und hat mindestens 10 Jahre im Bereich des deutschen Steuerrechts gelehrt oder man hat mindestens 15 Jahre beim Finanzamt gearbeitet.
Aber als Sachbearbeiter bei einem Steuerberater zu arbeiten.
Btw die angesprochenen Beamten der Finanzverwaltung mit Bachelor-Degree (Inspektorenlaufbahn) haben den Vorbereitungsdienst ebenfalls als Anwärter mit dem 2. StEx abgeschlossen.
Oh sweet summer child…gegen Geld “beraten” oder “Vorträge halten” (da, wo explizite Beratung verboten ist) kann jeder.
Ganz legal, sogar Sie oder ich.
Raten Sie mal, wieso ehemalige Finanzbeamte (im Gegensatz zu Ihnen oder mir) so garkein Problem haben, dafür fette, dicke Summen zu bekommen…natürlich ist das dann garkeinesfallsganzundgarnicht eine (juristische) “Steuerberatung”… 😀
Der überwiegende Teil des höheren Dienstes in der Finanzverwaltung sind Jurist*innen und keine Fachbeamt*innen, die die Länder ja selbst ausbilden.
https://www.finanzverwaltung.nrw.de/dienststellen/hochschule-fuer-finanzen-nrw
Jo, und das hat mit dem was ich schrieb nix zu tun.
Was mit “Finanzbeamter” im Kontext gemeint ist sollte wohl klar sein…
Wenn Sie meinen.
Nee, diese Juristen als Leiter des örtlichen Finanzamtes werden Sie aber strafrechtlich verfolgen lassen, selbst aber ihre Kompetenzen bei der Beratung ins Spiel bringen. Ist halt ein lukrativer Markt. Und so lääst man sich dann von geneigten Lobbygruppen für Vortragsveranstaltungen einladen – gegen Aufwandsentschädigung, natürlich.
Wenn man die Altersversorgung beibehält, und die Rentenzahlungen einfach in den angegebenen Bruttolohn einrechnet dürfte das eher eine Werbung sein. Da kämen Bruttogehälter raus, die Leute plötzlich träumen lassen würden. Bis sie das Rechnen anfangen.
“Ökonomisch macht das keinen Sinn, wie der Sachverständigenrat Wirtschaft vorrechnet. Politisch aber durchaus”
Dass sich er Artikel den Beamt*innen widmet, aber nicht der Elternschaft, welche die Reformen beim Bürgergeld erheblich schwerer treffen wird, macht es nicht besser :/
Welche Reformen denn? Wer willens ist, sich um Arbeit zu bemühen, hat doch nichts zu befürchten.
Es sei den, es wären Qualifizierungsmaßnahmen, anstelle sich in (irgend-)einen Job stopfen zu lassen.
Vermögensschonung ist auch reformfällig – in der Pandemie ging es den Leuten wohl zu gut.
Nächstes Mal werden die aus dem Haus/ der Wohnung geschmissen 🙁
Alle relevanten Informationen sind frei verfügbar – das Ganze ist definitiv eine populistische Position, was nicht heißt, dass sie sich nicht durchsetzen könnte. Dann würde es allerdings interessant,
Denkbar ist, dass der Lehrberuf noch stärker verweiblichen würde, weil das Recht auf Teilzeitbeschäftigung und das Recht, später auf jeden Fall wieder aufzustocken, einer der wenigen verbleibenden Pull-Faktoren wären.
Nähme man an, die Konkurrenz zur Wirtschaft würde sich durch die verschlechterten Bedingungen verschärfen, die Zahl der Lehramtsanwärter abnehmen und der Lehrermangel sich erst mal noch vergrößern, käme es vermutlich zu weiteren Einschränkungen auch bei der Teilzeit, und wenn der Lehrermangel dann noch nicht vorbei ist, zu einem Teufelskreis – der ja in Teilen bereits begonnen hat -, weil der Beruf immer unattraktiver würde.
In diesem Sinne: NUR ZU! – Beschwert euch aber hinterher nicht, weil es nicht so gelaufen ist, wie es euch irgendein*e Politiker*in vor -zig Wahlperioden versprochen hat, gelle? Die Fakten lagen ja auf dem Tisch…
ist es schon jetzt!
fehlende 35h Woche, Homeoffice etc
Die Wieder-Verbeamtung hat den Lehrermangel nirgend beseitigt. Es gibt immer mehr auch dort, wo immer schon verbeamtet wurde. Es gab keinen Lehrermangel in den 1990ern ist Ostdeutschland, als dort nicht verbeamtetet wurde. Es gab einen Lehrerüberhang.
Ein Zusammenhang zwischen Beamtentum und Lehrermangel besteht nirgends signifikant. Das sind immer nur Einzelfälle gewesen.
Tatsächlich geben sehr viele Studierende als Motivation für das Lehramtsstudium das Beamtenverhältnis an.
Insofern würde es sicherlich weniger Bewerber geben, wenn nicht mehr verbeamtet werden würde.
Das sind die immer gleichen Behauptungen. Tatsächlich wissen viele Lehramtsstudenten gar nicht, was sie später als Lehrer verdienen. Tatsächlich haben viele Lehrer nicht zuerst auf den Verdienst geschaut, als sie Lehrer werden wollten.
Was wieder einmal so, wie sie behaupten, gar nicht so richtig ist
1 Nach der Wende hat der Osten einen großen Teil seiner Bevölkerung verloren, die als Familien rübergemacht haben
2 Hatten sie die Lehrer, die aus der DDR stammen und einfach schon mal da waren als die Wende quasi über Nacht kam
3 Es hat den Lehrermangel nicht beseitigt, aber gemildert. Was glauben Sie denn, was erst los gewesen wäre, wenn es keine Verbeamtung gegeben hätte?
Das beste Beispiel ist ja Berlin, dass sich bis zum Schluss mit Händen und Füßen gegen die Verbeamtung gewehrt hatte und jetzt doch eingeknickt ist. Warum wohl?
Und alle diese DDR-Lehrer waren Lehrer geworden, als ihnen keine Verbeamtung winkte und als ihnen nicht mal ein sehr gut bezahlter Job winkte. Danke für den Hinweis.
Ein Lehrer hat in der DDR mit 20 Stunden Vollzeit in homogenen Klassen gearbeitet und wenn die Kinder nicht gespurt haben (und damit meine ich nicht solche extremen Geschichten, wie sie heute konsequenzlos passieren), dann wurde offizielle Vertreter im Betrieb der Eltern vorstellig.
Als Lehrer in der DDR waren sie sehr wohl privilegiert.
Sie wissen ja aber nicht, ob der Lehrermangel ohne Verbeamtung noch (viel) stärker ausgefallen wäre!?
Alles richtig, nur eine kleine Anmerkung: Im MINT Bereich gibt es schon seit Jahrzehnten keine ausreichende Zahl an Absolventen. Dieser Mangel würde noch größer werden und die Zukunftschancen – gerade der bildungsferneren Schichten – würden noch schlechter.
Danke!
Es herrscht jetzt schon ein massiver Lehrkräftemangel, der sich dann noch entschieden verschärfen würde.
Aber hey, macht ruhig mal, in 22 Jahren geh ich in Pension und dann ist mir eh alles wurscht.
Oh, bis dahin wird sich noch viel ändern. Und Sie müssen zugeben, diese ungerechte Zweiklassengesellschaft im Lehrerberuf kann man nicht länger dulden, zumal jetzt die Rentner auch noch angegangen werden, da die Rentenkassen leer sind, aber über die Pensionen keiner redet.
Teacher Andi, wenn die konservative Beamtenlobby davon redet, nur auf Beamte ist rundum Verlass, dann frage ich mich, warum überhaupt Tarifbeschäftigte sich vor den Karren der Standesorganisation spannen lassen!?
Da gibt es sehr vielschichtige Gründe, pauschal kann man da kein Urteil fällen.
Aber es wird doch gefühlt alle drei Wochen über die “üppigen” Pensionen der trägen Stoffgebilde geredet und geschrieben. Offenbar ist das Thema sehr dankbar und wenn sich dann erst alle auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner vereint haben, sind sie/Sie glücklich und zufrieden, denn die Welt wird endlich gerecht sein …
Diese Ungerechtigkeiten werden tatsächlich von den Beamtenkollegen stillschweigend hingenommen, verständlich. Aber man kann nicht oft genug darauf hinweisen, keiner möchte den kleinsten gemeinsamen Nenner, aber dass diese Diskrimnierung so weiter geht, kann auch keiner wollen, der einigermaßen sozial eingestellt und mit Gerechtigkeitssinn ausgestattet ist.
In meinem Bundesland BY ist die Verbeamtung der Regelfall, als ich früher in Thüringen war, habe ich aber als Angestellter gearbeitet. Ich kenne also beides und hätte ich, als Boomer unter vielen Konkurrenten, die (späte) Verbeamtung ablehnen sollen, um der Gerechtigkeit zu dienen? Das ist doch weltfremd. Wäre ich aber noch angestellt in Thüringen, würde es mich natürlich auch ärgern, Angestellter zu sein. Hier ist der Arbeitgeber gefordert.
Es sind nunmal zwei Systeme, die nicht miteinander vergleichbar sind, da sie auf komplett verschiedenen Parametern basieren.
Weder kann der Beamte in die RV integriert werden, da der Dienstherr die lebenslange amtsangemessene Versorgung eines Beamten sicherzustellen hat und dies in der RV schlichtweg nicht geht.
Noch kann der Dienstherr die angestellten Lehrkräfte höherstellen wegen des TV-L. Hier müsste erst eine Paralleltabelle eingeführt werden mit eigenem Versorgungswerk um die angestellten Kollegen hochzuhieven.
Prima. Dann ist ja alles geregelt!
Weil Renten und Pensionen zwei komplett verschiedene Systeme sind. Das Ponzi-System der Rentenkasse ist nunmal nicht geeignet die lebenslange amtsangemessene Bezahlung der Beamten zu gewährleisten.
Zumal sie für die Länder wesentlich teurer wäre.
Na, dann ist ja alles gut. Dass die zwei verschiedenen Systeme zu einer eklatanten Diskfiminierung führt und zu einem Selbstbedienungsladen geworden ist, ist ja nicht weiter tragisch, kann der Beamte mit leben …..
Es herrscht keine Diskriminierung….falls doch….warum wird dann nicht dagegen vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt?
Weil es nicht klappen wird. Das Bundesverfassungsgericht hat sogar deutlich betont, dass Beamte und angestellte Kollegen dieselben Aufgaben übernehmen können.
Der Beamte bekommt seine Pension nunmal als Resultat des besondern Dienst- und Treueverhältnis welches Verfassungsrang besitzt.
Jahaaaaaa, habe verstanden. aber das Problem besteht immer noch.
Und aus “können” dürfen Sie gerne “müssen” machen. Und ein besonderes Dienst- und Treueverhältnis sehe ich beim angestellten Lehrer auch.
Jup. Auch angestellte Lehrkräfte müssen das Treuegelöbnis ablegen.
Ach soooo- deshalb sind Sie da so krawallig!
“Krawallig”, niedliches Wort. Unter “Krawall” stelle ich mir allerdings etwas anderes vor.
Ja, ohne Zweifel…es ist aber nicht Schuld des Beamten und auch die Aufgabe des Beamten dies zu ändern.
Sie müssen sich da auch nicht angesprochen fühlen, ich ziele auf das System und die Regierung ab und verwehre mich dagegen, dass die Rentner jetzt wieder die Zeche zahlen sollen.
Die Rentner werden nicht angegangen. Der Nachhaltigkeitsfaktor wird ausgesetzt und die gesetzlichen Renten entwickeln sich in den kommenden Jahren deutschlich besser, als dies gemäß der Agenda 2010 geplant war. Angegangen werden die Steuerzahler und möglicherweise auch bald die Bezieher von Kapitaleinkommen.
Ich rede über meine Pension jeden Tag. Noch 2 x Weihnachtsferien und dann 70% von A14. Alles supi.
Freut mich für Sie, alles andere ist ja egal……
In der Tat. Inzwischen ist es so. Man ist ja lernfähig- wohl oder übel.
Hast du eigentlich schon mal überlegt von was die Pension
bezahlt wird, du solltest dich schämen
Warum? Er bekommt das, was versprochen wurde und wofür er gearbeitet hat. Muss man sich jetzt schämen, wenn man das nimmt, was einem zusteht?
Ganz genau!
pacta servanda sunt!
Wie bitte? Warum sollte er sich schämen?
Weil er so hämisch auf die Angestellten herabschaut und das ganz in Ordnung findet. Toller Charakter.
Aber nur weil sich die angestellten Lehrkräfte selber so klein machen.
Ich habe mich niemals klein gemacht, aber in diesem Zuge eben auch unbeliebt beim Dienstherrn. Die sitzen eindeutig am längeren Hebel, keine Chance.
Ich meinte auch nicht die Individuen sondern die Gruppe der Angestellten, denen es in den von den Beamten dominierten Gewerkschaften und Verbänden nicht einmal gelingt, den 44er zu eliminieren.
Meinen Respekt, dass Sie dem Beruf des Lehrers treu geblieben sind! Hätte man auf die Kriegsgewinner gehört, dann würde es die Spaltung so nicht geben und Sie wären auch Beamter geworden, wenn auch in modifizierter Form! Es ist übrigens ziemlich unsozial und dubios, Ihre Berufsausübung im Angestelltenstatus hier spöttisch zu begleiten oder Sie gar für naiv zu erklären!
Danke, und ich bin das hier gewohnt. Aber es tut auch gut, mal einen Zuspruch zu bekommen, ist bei Beamten halt sehr schwer.
Schönen Advent
Sie verstehen meine historische Kritik am Beamtentum deutscher Prägung
Lieber Teacher Andi,
warum engagieren Sie sich nicht mit und für angestellte Lehrkräfte statt sich hier zu ärgern?
In Bayern bin ich als angestellter Lehrer in der absoluten Minderheit, und glauben Sie mir, ich habe mich für meine angestellten Kollegen eingesetzt, die es nicht so gut hatten und entfristet wurden, sondern nach 2 Jahren wieder gehen mussten, obwohl sie gute Lehrkräfte waren und auch gebraucht wurden. Ich habe mit Schulleitungen und Ministerialräten gesprochen, “ja, wir tun, was wir können”….. Pfeifendeckel! Wie stellen Sie sich ein weiteres Engagement vor? Gegen Windmühlen kämpfen ist dabei noch ein Kinderspiel.
Habe mal privat eine Biologin und Angestellte Biolehrerin aus Bayern kennengelernt! Die verdiente E12, was für eine Lehrerin an einer höheren Bildungsanstalt/ gerade bei jahrelanger Erfahrung nicht gerade viel erscheint!
Dann hatte sie wahrscheinlich nicht die Fakultas, normalerweise hat man E13 oder E14. Nach Abzügen bleibt da aber auch nicht allzuviel übrig.
Nicht-grundständige Lehrkräfte werden grundsätzlich auch mit Fakultas für die SekI nur mit E11 angestellt. E12 lässt vermuten, dass sie sogar auf einer regulären Planstelle an einer Mittel-/Realschule gesessen hat.
In Berlin wurden die wohl am höchsten eingruppiert! Ich bin eh kein Fan des Bildungsförderalismus! Bayern geht da sehr aggressiv vor! Grösster Skandal, Leute mit den Sommerferien zu entlassen, um diese danach wieder einzustellen!
Wir sind nicht per Du.
Perdue – warum sollten sie auch verloren gegangen sein
Hihi ……
Nö.
Bevor sich 100% rechtstreue Bürger (sonst wären sie keine Beamte!) dafür schämen, in Anspruch zu nehmen was ihnen voll legal zusteht und auch ausdrücklich so versprochen wurde…
…
..
.
da können sich andere…”Personen”…erstmal ganz vorne in der Schämschlange einreihen.
Nanana… nicht alle Beamten sind rechtstreu, und schon garnicht zu 100%!
Rechtsbrüchig ist man in Demokratien westlicher Prägung, wenn man (ggf. letztinstanzlich) verurteilt wurde.
Wie kann man wegen eines Verbrechens verurteilt und GLEICHZEITIG Beamter sein?
Das ist gar kein Problem, da die Entlassung aus dem Beamtenstand erst NACH der rechtskräftigen letztinstanzlichen Verurteilung erfolgen darf.
Schämen? Ich mich? Weil ich hart arbeiten gehe? Weil ich unter den Bedingungen eingestellt wurde? Nö! Ganz bestimmt nicht!
Ich habe aus meinem Leben das gemacht, was mir möglich war/ist. Ich habe ein wenig meine Karriere vorangetrieben und habe ein gutes Auskommen, mit dem ich meine Familie finanziere. Und darum soll ich mich schämen, weil es andere anders gemacht haben?
Sind Sie irre??
Völlig richtig, aber man darf für ein anderes System eintreten!
Von den Landesämtern für Besoldung und Vergütung – kurz LBV.
Warum sollte man über die Pensionen reden, die bekommen doch alles und wer ist schuld das die Rentenkassen leer sind
Ein bisschen zu viel Egoismus ….. Danke fürs Gespräch.
Der Lehrermangel ist für den Rentner mit z.B. 1300 Euro monatlicher Rente nicht das größte Problem. Wäre er für Sie vermutlich auch nicht, wenn dies Ihr Ausblick für die Zeit nach dem Erwerbsleben wäre.
Das stimmt, nur löst eine Versicherung für alle kein Problem. Der Staat muss den Beamten mehr zahlen (sie zahlen ja dann in die Rentenkasse ein und der Staat muss zusätzlich auch noch in die Rentenkasse einzahlen) es wird also jetzt Geld ausgegeben, was man auch gleich als Steuerzuschuss in die Rentenkasse senden könnte und dann hätte man nicht auch noch mehr Beitragsbezieher in späteren Jahren.
Außerdem sind junge Menschen die jetzt verbeamtet werden gar kein Problem für die Rentenkasse, bis diese Personen in Rente/Pension gehen sind alle Boomer tot und wenn es nicht wieder mehr Beitragszahler gibt hat Deutschland dann ganz andere Probleme.
Eine Versicherung für alle löst das Problem nicht, wenn der Anspruch aus der Rentenkasse dem aus Pensionen entspräche.
Es ist ja offensichtlich, dass eine Überführung der Pensionsansprüche in Rentenansprüche mit einer Kürzung der Altersversorgung einherginge. Es würde die Rentenkassen entlasten, da Beamte i.d.R. eine ununterbrochene Erwerbsbiografie haben. Die Beiträge der Beamten würden dann teilweise genutzt um um andere Rentenbezieher zu finanzieren, deren Rente im Normalfall zu gering zum Lebensunterhalt wäre.
Lange Rede kurzer Sinn:
Eine Entlastung der Rentenkasse ist nur möglich, wenn
– entweder die Summe der Beitragszahlungen erhöht wird
– und/oder die Summe der Rentenzahlungen gesenkt wird.
Eines ist klar: Wenn Beamte in die Rentenkasse einzahlen werden, werden sie insgesamt sicherlich schlechter dran sein als bisher. Deshalb und nur deshalb gibt es seitens der Beamten hierzu einen Widerstand.
Ja, so ist der Alman eben: total vom Neid zerfressen.
Anstatt sich also dafür einzusetzen, dass das Rentenniveau, wie bei all den anderen verarmten und überschuldeten und nicht so “reichen Ländern”, bei über 50% (oder gar – oh, der gemeine Alman mag es nicht glauben – jenseits der 60%) liegt, will der gemeine Alman einzig und allein, dass alle anderen auch zu ihm, auf sein Niveau, heruntergezogen werden.
Typisch deutsch eben.
Ich wüsste nicht, wo sie diese Behauptung hier gelesen haben.
Ehrlich gesagt würde ich mich nicht darauf verlassen, dass die Pensionszusagen in 22 Jahren noch eingehalten werden.
Die Altersvorsorge ist ein Schneeballsystem und noch nie hat ein Staat sich an seine Versprechen gehalten, wenn das Geld ausgegangen ist. Man wird einfach das Recht ändern, um die Zahlungen kürzen zu können. Ist ja bei den Renten längst passiert.
Ist, was gern vergessen wird, auch bei den Pensionen schon passiert. Es waren nämlich mal 75 % (und das ab 65, nicht erst ab 67).
Stimmt, das fällt schon fast nicht mehr auf.
Stimmt Absenkung von 75 (1995) auf 71,75 bei Pension (heutzutage).
Also eine Absenkung um 4,5%.
Rentenniveau 1995 war bei 55,2 jetzt 48. Also eine Absenkung um 13%.
Ist das eine Gleichbehandlung?
NEIN das erkennt auch sofort jeder Schüler einer Volksschule im Sauerland.
So wird es vermutlich sein. Die Pensionen sind nur dann sicher, wenn der Staat finanziell handlungsfähig ist. Und ob das gegen sein wird, ist nicht sicher.
Griechenland ist eine sehr gutes Beispiel dafür, wie den Beamten im Rahmen der Austrittspolitik die Leistungen gekürzt wurden. Gleichwohl sind die Beamten die letzten in der Gesellschaft, denen es an dem Kragen geht.
Beamte wird es vermutlich deutlich überraschender Treffen.
Das die Rente nicht finanzierbar ist, wird seit Jahrzehnten diskutiert und sie wurde ja auch immer wieder runtergesetzt. Wer da jetzt überrascht ist und nicht vorgesorgt hat, der hat Jahrzehnte verschlafen.
Das dürfte bei den Pensionen überraschender sein, weil die Politik da nach wie vor so tut, als wäre das kein Problem.
Und mir scheint, zu viele glauben denen noch und werden dann vor sehr großen Problemen stehen wenn das Kartenhaus zusammenbricht.
Dann wollen wir auch den Ig Tarif
Mit 35h Woche, 4 Tage Woche und höheren Gehältern!
Haben die angestellten Lehrer das? Hab ich da was verpasst?
Sind Sie nicht selbst schuld, wenn man als angestellte Lehrkraft diese Konditionen akzeptiert? Eigentlich sollte man meinen, dass man bei diesen schlechten Konditionen von angestellten Lehrkräften nach 7 Jahren Ausbildung diese sich schleunigst einen anderen Beruf suchen. Kenne ehrlich gesagt keine Arbeitnehmer, die sich außerhalb des Schulsystems ihre digitalen Endgeräte selbst kaufen müssen, mit privaten PKWs Dienstfahrten antreten oder auch nur die Pflichtverletzung der fehlenden Arbeitszeiterfassung akzeptieren.
Am Ende geht es um rein rationale Punkte (im Fokus das Gehalt). Ist das nicht erfüllt, sucht man sich Alternativen.
Als angestellte Lehrkraft können Sie ja streiken. Tun Sie aber offensichtlich nicht bzw. nicht genug.
Sie kennen die Hintergründe nicht, und die sind meist nicht so simpel wie manche denken.
Ist doch immer so, auch bei stinknormalen Arbeitnehmern.
Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Den Spruch gibt es nicht ohne Grund.
Ich hätte mich jedenfalls nicht so verarschen lassen…
Ich kann Ihne jetzt nicht ganz folgen, auch die Wortwahl ist mir etwas fremd.
Dafür verarschen Teile von euch die Gesellschaft
Wohin hat eine LK bitte Dienstfahrten?
Z. B. als Sonderpädagoge von einer Schule zur nächsten, mehrfach die Woche.
Praktikumsbesuche, gerne quer durch den Landkreis.
Oder auch nur die nächste Unterrichtsstunde am zweiten Standort der Schule.
Fortbildungen, Termine bei der Dienststelle, Betreuung von Betriebspraktika – nur um einige Anlässe zu nennen.
Ich verstehe das auch nicht.
Es gibt aber viele Lehrkräfte, die scheinbar derart scharf auf diese ökonomischen Bedingungen sind, dass die quasi alles mit sich machen liessen, bloß um Lehrer zu sein – während gleichzeitig (?!?) darüber geklagt wird, was dem Arbeitgeber nur möglich ist abzuziehen, gerade WEIL die einfach auf jeden (noch so schlechten) deal mit einem lauten “Hurra, hier, ich!” reagieren.
Sie als Beamter werden das auch nicht verstehen und ich habe keine Lust mehr, zu erklären. Es sind offenbar zwei Welten, nur die Häme stört mich gewaltig.
Sie können wollen.
Es kann ja gar keine Rechtfertigung für die Ungerechtigkeit geben, egal ob Pension oder private Krankenkassen. Bestenfalls gibt es Ausreden. Mehr ist das doch nicht. Es ist ja vollkommen klar, dass die Inhaber dieser Privilegien sie mit Händen und Füßen verteidigen. Nur denkt bitte daran, wenn eure Kinder nicht auch Beamte werden, dann werden sie auch unter diesen Ungerechtigkeiten zu leiden haben! Ist euch das auch egal? Ihr tut also auch etwas für eure nicht verbeamteten Kinder, Ehepartner, Verwandte und Freunde, wenn ihr eine Reform nicht immer wieder boykottiert!!!
Richtig, aber verrückt finde ich ihre neue Aussage, das Renteneintrittsalter von der Dauer der Arbeitsjahre abhängig zu machen. Das könnte dazu führen, dass manche sich vor langen Ausbildungszeiten (Studium) scheuen, denn ich z.B. war erst mit 29 fertig, müsste demnach dann also bei 45 Beitragsjahren bis etwa 75 arbeiten. Eine Erhöhung des Renteneintritts durch die Hintertür? Oder eine Kürzung der Rente durch die Hintertür? Hätte ich jedenfalls nicht motivierend gefunden.
Und wie ist das dann mit “Ausfallszeiten” z.B. wegen Arbeitslosigkeit? Da hat man ja nicht gearbeitet. Wird das mitgerechnet oder abgezogen? Ich fürchte, sie hat diese neue Idee wieder nicht richtig durchdacht. Langsam macht sie mir Angst. Ich glaube, solche Ideen kommen von Leuten, die selbst nicht oder nie im normalen Berufsleben standen/stehen!
Es ist eine Expertenmeinung, die sie aufgenommen hat.
Frau Bas hat einen Hauptschulabschluss. Das ist ihre Perspektive!
Schon heute kann man ein Studium anteilig anrechnen. Dass das die Leute sind, die die meisten Steuern zahlen und den Laden überhaupt noch am Laufen halten, wird dabei augenscheinlich vergessen. Wenn dann alle nach 9 Klassen niederschwellige Ausbildungen machen und mit Mitte 50 in Rente gehen, kann ich mir kaum vorstellen, woher der Wohlstand des Landes kommen soll.
Frau Bas scheint (wie zu vielen Politikern zur Zeit) das Format für das Amt zu fehlen.
Aber an der Ausbildung liegt das sicher nicht, sie hat mehrere Ausbildungen abgeschlossen und außerhalb der Politik eine ordentliche Berufslaufbahn hingelegt. Ich finde es immer etwas unfair, Menschen ohne direktes Abi und Studium deshalb dauerhaft einen Makel anzuhaften, deshalb schau ich mir immer lieber das Verhalten an.
Richtig verrückt wird es dann, wenn man liest, dass Ausbildungszeiten für die angestrebten 45 Arbeitsjahre zählen sollen, Studienjahre jedoch nicht.
Freiwillig nachzahlen, um die Beitragsjahre aufzustocken.
Lösung ist doch ganz einfach (und wird auch so kommen):
In Deutschland kostenlos was “Vernünftiges” studieren (Arzt, Ingenieur, Informatiker, Naturwissenschaftler, irgendetwas was weltweit nachgefragt ist) und dann in ein Land auswandern, das nicht auf solche Quatsch-Gedanken kommt, wie unsere aktuellen “Elite-Politiker”.
Deutschland auf dem Weg zum Arbeiter- und Bauernstaat. Läuft!
Nur, dass der Arbeiter- und Bauernstaat echt etwas für Ingenieure, Informatiker, Naturwissenschaftler usw. übrig hatte…
Es sind keine “Privilegien”, da diese Dinge nach Leistungsauswahl und in völlig transparenten Vergabeverfahren LEGAL erworben wurden.
Bestellt – geliefert!
Sie wollen das Beamtentum abschaffen ?
Nur zu, dann Gesetze ändern.
Die blitzartige private Post, die blitzartige DB und zunehmend privatisierte Teilbereiche (von Strom bis Gesundheit, Bildung bis Krankenhaus) zeigt ja, wie suuuupertoll die “hammerharte Privatwirtschaft” in der Daseinsvorsorge alles sparsam und effizient zum Besten regelt…
Blitzartig? Im Bereich der Telekom wohl eher bis zu 10 Jahre zu spät! Der Postbote war meist nett, aber die Personen am Schalter? Bei der Bahn sind Managementfehler verantwortlich, die „lustige“ Beamtenbimmel mit den Superhelden, die ein warmes „Fahrkartenkontrolle“ in das Abteil grölten, da wurden vergangene Zeiten wieder wach, ins Abteil grölten, ja, da fehlt uns Bürgern etwas! Bei der Post auch europäische Vorgaben, leider hinter GB und Schweden zurückgeblieben, welche einfach schneller privatisierten!
War doch schon im Frühjahr als die Bas die Backen aufgeblasen hat.
Wurde ja schon von der CDU abgeblasen zeitnah.
Abwarten. Ich jedenfalls feiere Frau Bas für Klartext!
Ja, abwarten…die Frau ist die Fehlbesetzung schlecht hin.
In die Landespolitik hat sie sich schonmal garnicht einzumischen.
Aber klar…wenns gegen Beamte und deren vermeintliche Privilegien geht, dann läuft der geifernde neidzerfressene Wutbürger zur Höchstform auf.
Der Neidbürger tritt mehr gegen Arbeitslose! Sinnloser Kampfbegriff!
Nun ja, die Privilegiendiskussion hatten wir schon. Fakt ist, dass Beamte deutliche Privilegien gegenüber Angestellten beim ÖD haben. Dies festzustellen hat nichts mit „geifern, neidzerfressen, Wutbürger“ zu tun.
Ja, weil der Angestellte an die Bedingungen, die an eine Verbeamtung gestellt werden, eben nicht erfüllte. Jemand, der die Abschlussprüfung nicht besteht, der verdient eben auch nicht so viel.
Ich habe sowohl in meinem ersten als auch in meinem zweiten Beruf ein Zweites Staatsexamen erfolgreich abgeschlossen und bin trotzdem nicht verbeamtet worden. An dererforderlichen Qualifikation hat es also nicht gehandelt, gesundheitliche Einschränkungen gab es auch nicht.
Irgendetwas an Ihrer Vermutung scheint nicht zu stimmen.
Hören Sie bitte auf mit diesen unhaltbaren Behauptungen, wenn Sie schon überhaupt keine Ahnung von den Gegebenheiten haben.
Welche Bedingungen werden das wohl sein?
Das kann entweder das Alter sein (zu alt) oder es kann eine gesundheitliche Einschränkung sein. Und da sind die Einschrönkungen wirklich vielfältig und es hängt auch sehr stark vom Arzt beim Gesundheitsamt ab, wie so eine Gesundheitsprüfung abläuft….
Mit der Qualität der Abschlüsse hat das schon mal gar nichts zu tun….und darauf wollen Sie ja wohl hinaus…..das schäbig und völlig frei erfunden….
Ein Volk, eine gesetzliche Rente, Einzahlungspflicht bis 84000€ für jeden…Politiker, Anwälte, Ärzte, Beamte
Kapitalanlage max. 30 Prozent für die Rente. 50 Prozent sichere Einkünfte und 20 Prozent kann der Versicherte sein Risiko anpassen je nach Lebensalter.
Zusatzversorgung am Kapitalmarkt möglich. Keine Steuern zusätzlich. Kapitalertragssteuer bei 10 jähriger Anlage gleich Kranken und Pflegebeitrag bei Auszahlung. Es müssen 75 Prozent der Rente dienen
“Ein Volk, eine gesetzliche Rente,…” – man könnte auch noch ergänzen – eine gesetzliche Krankenversicherung, … Wollen Sie etwa DDR-Verhältnisse? 🙂
https://ddrzeit.de/sozialversicherung-ddr
https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialversicherung_des_Freien_Deutschen_Gewerkschaftsbunds
Alle Länder, welche eine Volks- oder Erwerbstätigenversicherung bei der Rente haben, sind also nahe der DDR?
Nö, aber es kann halt nicht sein, dass irgendwas aus dieser Zeit übernommen wird. 🙂
DDR ist nicht der Punkt, sehe auch die Verbindung da nicht
Zeiten der Arbeitslosigkeit als Beitragsjahre zu zählen, die Ausbildungsjahre von Akademikern aber nicht, ist alles andere als gerecht.
BWL und Ing-Wisdenschaften gehen auch in dualen Studiengängen bis zum ersten akademischen Abschluss aka Backelohr.
Nun studiert aber nicht jeder BWL
Deshalb ja auch die Erwähnung der Ingenieurwissenschaften.
“Bei Renteneintritt der zusätzlichen Beitragszahlenden verschwindet der entlastende Effekt und die Finanzierungsprobleme werden langfristig verschärft, da die Rentenbezugsdauer von Beamtinnen und Beamten überdurchschnittlich lang ist.“
Tja, dann ist es also doch so, wie ich bereits mehrfach defätistisch angemerkt habe:
Beamte sollten ihre staatstreuen Dienste damit zur maximalen Ausprägung bringen, dass sie mit der In-Ruhestands-Versetzung vom vor- bzw rechtzeitigen Ableben Gebrauch machen sollten, um die öffentlichen Kassen nicht zu belasten.
Ich denke, man sollte diese besondere gegenseitige Fürsorge (während der laufenden Dienstzeit ist der / die einzelne Beamte dem Staat völlig egal – und nach der Dienstzeit gibt der / die verantwortungsbewusste Beamte rechtteitig den Löffel ab) aber auch klar formulieren – es vllt sogar in den Verbeamtungseid einbauen, damit evtl Aspiranten die Chance haben, fluchtartig aus der vereidigenden Behörde zu verschwinden.
Sollte es tatsächlich so sein, wie hier benannt, dass ein Großteil der Bevölkerung deutliche Vorbehalte gegen verbeamtete Staatsdiener haben – und zwar eindeutig negativ geprägte – dann müsste man davon ausgehen, dass nur noch absolute Masochisten diese berufliche “Karriere” anstreben.
Die lassen sich dann ggf durch ihre psychische Preferenz auch noch besser kujonieren … und genießen dieses dann auch noch – ….
Volkswirtschaftlich macht diese – aus Teilen der Politik gewünschte Rentenreform – keinen Sinn, sagen die Fachleute, was zeigt, dass eine B.Bas nicht erfahrungs- und realitätsbasiert Politik für die “Spezialdemokraten” macht, die sie selber als “große Volkspartei” bezeichnet (sorry, muss mich gwrade von meinem spontanen Lachanfall erholen…., so… weiter gehts) und damit wird eindeutig erkennbar, dass diese VollpfostenClique nur Populismus betreibt, um ein paar Reststimmen für diesen untergehenden Wahlverein zu aktivieren – in der schmalen Hoffnung, dass sie auch in 10 bis 12 Jahren noch in der Politik herumdilletieren können … ohne Markenkern und nur mit Dumpfbacken in der Führungsebene ausgestattet ist aber letztlich ein Verschwinden in der Bedeutungslosigkeit nicht bedauerlich
Für mich ist der interessante Aspekt, dass „man“ (wer immer das ist) eigentlich primär darauf schaut, die Privilegien von Beamten abzubauen (auskömmliche Altersvorsorge, vernünftige Behandlungen/Wartezeiten beim Arzt und im Krankenhaus, Versorgung im Krankheitsfalle, …), als diese eigentlich sinnvollen Gegebenheiten für alle realisieren zu wollen. Aber das mutet wohl so utopisch an, dass man sich lieber dem Neid hingibt (so jedenfalls meine Deutung) und die vermeintlichen Privilegien abschaffen will.
Die Nachteile einer Verbeamtung werden meist nicht gesehen. So hat man zB kein Streikrecht und es gibt auch keine betriebliche Altersvorsorge
Echt nicht? Na dann wechseln Sie doch in den Angestelltenmodus: dann haben Sie Streikrecht, und Sie bekommen die Zwangseinzahlung in die betriebliche Altersvorsorge, die Sie fast vollständig selbst zahlen! Zum Ausgleich dürfen Sie die im Bezugsfall voll versteuern und volle Krankenkassenbeiträge darauf zahlen. Da bleibt vom eingezahlten Euro nicht mal die Hälfte übrig!
Sie verwechseln wirtschaftliche Freiheit (ganz typisch deutsch) mit “abhängiger Lohnarbeit” als einzigem Modell.
Die vielen kleinen Kontakte, Chancen, Geschäfte machen den Braten fett – NICHT die (in der BRD) zu Tode besteuerte Statusmeldung “abhängige Lohnwurst”.
Muss man nur durchschnittliche Netto(!)einkünfte normaler AN-Berufe anschauen, da graust es einem ja schon.
..Beamte einzahlen”, ist eine ” Nullnummer”, die von unverständlichem Neid begleitet wird, es sei denn, sie hat zugleich vor, die Gehälter und Pensionen einzufrieren oder gar zu senken, weil, der Staat finanziert das System völlig aus Steuernitteln. Die Folge wäre wohl noch mehr Dysfunktionalität!
Das populistische Gerede der Sozis und die ausufernden “Expertenmeinungen” zu dem Thema zeigen Wirkung. Das Problem sind nicht die “zu hohen” Ruhegehälter der Beamten sondern die zu niedrigen Renten. Indem man unterschiedliche Gruppen aufeinanderhetzt, lenkt man gekonnt von anderen Brandgerden ab. Das wussten schon die alten Römer.
Beamte werden als ökonomisch privilegiert wahrgenommen, weil sie es tatsächlich sind…und zwar dramatisch. Dies sollte korrigiert und zugunsten der Renten- und Sozialkassen auf ein normales Maß zurückgeführt werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass dies dann auch nachvollziehbar, nachhaltig und logisch geschieht, produzieren einfach nur mehr Einzahler am Ende ja nur noch mehr Leistungsberechtigte. Die Rechnung geht so natürlich mitnichten auf…bitte nachdenken …
Eben, der Haken ist doch, dass es dann auch mehr Leistungsbezieher*innen gibt.
Auch nicht mitgedacht wird gerade, dass die Bundesländer, die derzeit die Rücklagen anderweitig ausgeben, noch mehr in Schieflage geraten.
Ich denke, es ist viel schwieriger, als es sich die Durchschnittsbevölkerung so vorstellt.
Ich als Teil der “Durchschnittsbevölkerung” denke schon, dass die Abschaffung der immer größer werdenden Ungerechtigkeit zwischen Angestellten und Beamten in Angriff genommen werden muss, am Anfang wird es sicher teurer, aber das wird sich einpendeln. Der Staat ist ein Arbeitgeber wie jeder andere Arbeitgeber auch, mit dem Unterschied, dass es Steuergelder sind, die hier benudtzt werden, so dass man nicht unbedingt gezwungen wird, nachhaltig und vernünftig zu wirtschaften. Außerdem hat dieser Staat etliche Einnahmequellen, die er für Ausgaben heranziehen kann und ich muss mich schon sehr wundern, dass die Beiträge der Angestellten zur DRV nicht zweckgebunden sind, wovon die meisten Einzahler doch sicher ausgehen. Ist es denn nötig, immer mehr Beamtenstellen zu schaffen? Mehr als 11.000 in der kurzen Ampelzeit z.B.? da liegt doch der Hase im Pfeffer. Die Versorgungsausgaben steigen, aber dies ist nie eine Meldung wert, es wird immer nur die Rente ins Visier genommen.
Und wie müsste in deinen Augen die Abschaffung dieser “Ungerechtigkeit” vonstattengehen?
Was du immer konsequent ausklammerst ist, dass es schlichtweg zwei komplett verschiedene Systeme in Besoldung und Versorgung sind.
Einerseits die Landesbeamten die den Gesetzen der jeweiligen Landesregierungen und dem Bundesverfassungsgericht unterliegen….
Andererseits dem TV-L der über Landesgrenzen hinweggilt und an der RV dranhängt.
Bessere Bezahlung der Lehrer und keine Verbeamtung mehr. Wie bei den Krankenkassen müssen diese diskriminierenden Zweiklassen-System allmählich abgeschafft werden, irgendwann mus man ja mal anfangen. Ich werde es sicher nicht erleben, aber unsere Regierung kann sich beim besten Willen nicht immer mehr und noch mehr Beamte leisten.
Da bin ich bei dir…Lehrer müssen keine Beamten sein.
Zwar wird, solange es die Schulpflicht gibt, der Staat nicht drumrumkommen eine nennenswerte Anzahl von Lehrern zu verbeamten…aber per se müssen Lehrer dies nicht sein.
Bei uns in BW waren sie es halt immer größtenteils.
Es gibt de facto keine Notwendigkeit Lehrer zu verbeamten. Dass es auch ohne ging, hat Berlin lange gezeigt. Und bitte jetzt nicht mit dem Erteilen von Abschlüssen kommen. Das sind lediglich Verwaltungsakte, die auch angestellte Lehrer erteilen können.
Für den Staat hat es aber einige Vorteile, Staatsdiener zu verbeamten. Treuepflicht, kein Streikrecht, keine Fluktuation, während der aktiven Dienstzeit sind Beamte günstig in „Haltung“,…..
CDU Mausi Mangold brachte es nach dem Krieg auf den Punkt, Lehrer sind unter die Beamten zu rechnen, weil sie „immer“ schon Beamte waren!
Aber die Anbindehaltung gilt schon lange nicht mehr als artgerecht. Offenstall und Auslauf im Außenbereich sind das Mindeste, was erforderlich ist.
Darüber kann man natürlich diskutieren 🙂
Rentenkasse, Unfallkasse, Kulturämter usw. müssten auch nicht ein, bei Rentenkasse sogar fast Provokation, aber Lehrkräfte werden alleine angegangen! Wie gesagt, entweder nur Beamte oder Beschränkung der Verbeamtung auf den Kernbereich staatlicher Hoheitsaufgaben, alles andere bringt doch eh nur Chaos!
Nein, der Artikel hier suggeriert das…. Eigentlich geht es um Beamte allgemein, wobei die Gruppe der Lehrer eine sehr sehr große Beamtengruppe stellt.
Noch in der letzten Sekunde im Postnachfolgebereich!
Jeder hatte schon einmal mit Lehrern zu tun, also bewegt es mehr!
Länder wie Schweden dürfte es demnach gar nicht geben
Man schafft mit der Umsiedlung in die Rentenkasse, noch ganz andere Problematiken.
Der Dienstherr könnte hier nicht mehr Sanktionen auf die Pension ausüben, denn Renten sind nicht angreifbar.
D.h. das Disziplinarrecht könnte zum Teil zum zahnlosen Tiger verkommen. – Ob man das will?
Abgesehen davon müsste bei der Versorgung zudem eine ⅔ Mehrheit in der Regierung gefunden werden.
Das heißt: wenn man seinen im Wahlkreis tätigen Abgeordneten dementsprechend zur Prüfung bittet, könnte es vielleicht nicht mehr zur Mehrheit reichen, die das Grundgesetz zur Veränderung benötigt.
Sehen Sie sich doch bitte an wie z.B. BaWü seine Rechtsreferendare während des Vorbereitungsdienstes beschäftigt. Die Art des Beschäftigungsverhältnisses ist dabei interessant.
Wenn die Renten nicht angreifbar sind, wieso konnten sie dann von fast 60% des Gehalts auf 48% sinken?
Oder 16 Jahre als Beamtin daheim bleiben
Als Folge einer Straftat können Renten nicht dauerhaft gekürzt werden, Pensionen jedoch schon. Die könnten im schlimmsten Fall sogar komplett aberkannt werden.
?????
„Selbst Beamte im Ruhestand sind nicht vollständig aus der Verantwortung entlassen. Bei schweren Pflichtverletzungen kann die Pension ganz oder teilweise entzogen werden. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn:
https://www.rain-brandt.de/%F0%9F%9A%A8-gesetzesverstoesse-bei-beamten-verlust-des-beamtenstatus-und-der-pension-droht/
Jo, dann bekommen die Beamten Rente, weil sie nachversichert werden.
Und?
Jo, nachversichert mit dem Minimum an Arbeitgeberanteil.
ach ja? Und wie oft kam das schon vor? Ich kenne keinen einzigen Fall. Das muss schon Gewaltiges passieren, und da hat der Angestellte dieselben Karten.
Normalerweise gibt es die Abmilderung.
Außer die Straftat (!!!!) ist so immens, dass Sie normalerweise ganz andere Probleme haben (werden/würden), als die Streichung der Pensionen.
Was haben Sie denn vor? Wollen Sie einen oder mehrere Menschen umbringen? Dann wären Sie beispielsweise dabei.
Nicht umsonst ist die Zahl des Eintretens in 1:Millionen Bereichen. Tun Sie mal bitte nicht so, als ob das jetzt “ein mega Nachteil” wäre.
Es handelt sich hier nicht um kleine Delikte. Auch nicht um “aber ich darf jetzt nichts (mehr) sagen”. Oder “ich prangere meinen AG an”. Es geht hierbei schon um gewaltige Rechtsdelikte, welche hier vorliegen (müssten).
Wie Sie selbst zitieren/anfügen … Nichtmal um “Untreue”, sondern um SCHWERE Untreue. Um Mord. Um Verg… Missbrauch. Um schwere Korruption.
Und auch hier sind das dann erstmal Klagepunkte, welche gerichtlich erst geklärt werden müssen. Letztlich bis zur letzten Instanz in solchen Fällen.
Also wirklich … Sie wollen sich ernsthaft hier auf “solche Punkte” berufen, dass dies ein so gewaltiger Nachteil wäre?
Oh nein …
Und wie viele Rentenpunkte lassen sich im geschlossenen Vollzug ansammeln?
Kommt drauf an, auf welcher Seite der Tür man sitzt 😉
Die davor sind verbeamtet – mittlerer Dienst.
Ich finde es müssen alle In der Krankenkasse einzahlen egal ob Beamten ,Lehrer.Klingbeil und Merz ,von der Leyen? müssen die solche hohen Gehälter haben und die Mütterrente 3 da hätten wir sofort die Anpassung haben müssen nicht erst nach paar Jahren , wir stehen immer zurück aber für die Beamten da wird alles für getan mehr Witwenrenten, mehr Kindergeld und mehr Nachzahlung,wo bleibt da noch die Gerechtigkeit,aber die Aussiedler bekommen alles habe nichts gegen Ausländer aber die Gerechtigkeit wird in Deutschland nur noch ganz klein geschrieben.
Ich habe mich nicht darum gerissen, in der PKV zu sein. Gerne wäre ich in der GKV zu den Bedingungen versichert, wie ein „normaler Arbeitsnehmer“ auch. Da würde ich mich nämlich um einige 100 € günstiger im Monat stehen, da dann meine Kinder und mein Mann kostenfrei mitversichert wären und mein Arbeitgeber mir rund 50 % dazutut….
Als Beamter kann ich mich aber nur in der GKV versichern, wenn die bereit bin die 50% Arbeitgeberanteile auch mitzutragen…..das sehe ich aber so auch nicht ein….
Ihr Mann arbeitet nicht? Kann man sich als angestellte Lehrkraft kaum leisten. Und Ehepartner mit eigenem Einkommen müssen sich selbstverständlich selbst versichern. Die Kinder sind kostenfrei dabei, das stimmt. Sie müssen die Kinder jedoch nur zu 20% versichern, den Rest zahlt das Land. Und auch Sie selbst müssen sich nur zu 50% versichern, weil den Rest das Land übernimmt. Letztlich sind Sie trotz PKV deutlich günstiger dabei, zumal Sie den Kinder/Familienzuschlag erhalten, den Angestellte nicht bekommen. Und der ist ebenfalls höher als der PKV-Beitrag für Ihre Kinder.
Wenn ich zu meiner PKV all die Kosten hinzurechne, die von der Beihilfe nicht erstattet werden, bezweifle ich, dass ich deutlich günstiger dabei bin.
Das sind wahrscheinlich Kosten und Behandlungen, die die GKV schon gar nicht anbietet ohne Zuzahlung. So wie Sie das beschreiben ist das nun auch wieder nicht.
Die Beihilfe erstattet alles, was die GKV zahlt, und noch ne Menge mehr.
Willkommen in der Realität eines GKV-Versicherten!
Das ist nicht ganz richtig. Es gibt durchaus Leistungen, die die Beihilfe nicht übernimmt, die GKV schon…..das fängt schon mit einer Kur an….eine Mutter-Kind-Kur ist nicht vorgesehen…..Physiotherapie, Logopädie und andere Therapeuten werden von der Beihilfe nicht vollständig übernommen…..und dann denke ich noch an die Kostendämpfungspauschale, die vor Jahren immer ein großes Loch am Jahrsanfang in unsere Kasse gerissen hat (da waren die 10 Euro Quartalszahlung / Praxisgebühr ein Witz)
Bei Physio und Logo übernimmt die Beihilfe die Höchstsätze der GKV, bitte einfach mal kundig machen. Wenn Sie mehr wollen, müssen Sie halt (genauso wie der GKV-Versicherte) privat zahlen.
Ähnliches gilt für Mutter/Vater-Kind-Kuren: Beihilfefähig ist der Pauschalpflegesatz, der einem Sozialleistungsträger in Rechnung gestellt wird.
Ich glaube, Sie wissen nicht wirklich, was GKV-Versicherte im Vergleich zu PKV-Versicherten alles nicht bekommen bzw. wo sie massiv zuzahlen müssen.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika
Ne, das Problem ist nicht, dass ich mehr will, sondern die Physio und die Logo mit einem erhöhten Satz abgerechnet wird und ich dann auf diesen Kosten hängen bleibe. Wenn der Höchstsatz beim Faktor 1,8 für GKV liegt und die Therapeuten mit 2,5 abrechnen….hab ich eine ziemliche Differenz….
Und eine Kur ist in der PKV nicht vorgesehen…..die 30% und 20 % kann ich aber nicht tragen…..bin nicht Krösus….
Ich bin mal provokant:
Stimmt. Deshalb bekommen Sie den Physio- und Logoplatz auch und “ich” muss Jahre warten. Folgekosten trage ich. Gerade Gesundheit.
Sie verstehen das Problem?
Wo ich dabei wäre … Beide – Angestellte und Beamte – sollten die gleichen Grundbedingungen zur Auswahl haben.
jDann müssen Sie mit dem Arzt verhandeln, Sie müssen nicht den erhöhten Satz akzeptieren.
Benennen Sie diese doch bitte. Dann kann ich schauen, ob die meine GKV überhaupt auflistet. Haha.
Nein, mein Mann führt ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen 😉
Ob man sich das als Angestellter Lehrer leisten kann? Keine Ahnung….Ist mir auch wumpe….
Und ja, ich kenne mich durchaus aus und weiß, dass Partner mit eigenem Einkommen sich selber in der GKV versichern müssen….das ist dann ungefähr so viel, wie ich für meinen Mann für die PKV bezahle (so mal grob überschlagen bei einem durchaus auskömmlichen Einkommen)
Es ist trotzdem durchaus teuer….auch wenn die Kinder „nur“ mit 20% zu Buche schlagen….
Ich bin die Falsche, die Sie angehen….ich sehe die Nachteile für angestellte Lehrer….finde es auch doof, aber ich kann daran nichts ändern…..eine Neiddebatte hilft aber nicht weiter…
Respekt vor so modernen und starken Damen!
Es ist vielmehr eine Gerechtigkeitsdebatte.
„…das ist dann ungefähr so viel, wie ich für meinen Mann für die PKV bezahle“
Nee, das ist nicht ungefähr dasselbe – bei Angestellten kommt noch der AG-Beitrag dazu, den diese mit erwirtschaften müssen, oder glauben Sie, dass der ÖD hier was verschenkt?
Es geht nicht um eine Neiddebatte. Es geht darum, dass speziell bei Lehrern das Prinzip: „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ (bei gleicher Qualifikation) massiv unterlaufen wird. Es geht auch darum, dass dies von beamteten Kollegen anerkannt wird, anstatt das diese permanent versuchen, ihre Privilegien kleinzureden oder diese leugnen.
Die Bezeichnung von Kritik als „Neiddebatte“ lässt an der Aufrichtigkeit Ihrer Aussage: „ ….ich sehe die Nachteile für angestellte Lehrer….finde es auch doof“ Zweifeln. Fakten zu benennen hat nichts mit Neid, Gier oder was hier sonst geäußert wurde zu tun.
Mit freundlichen Grüßen,
Mika
Und bei Beamten bezahlt der Arbeitgeber die Beihilfe…..die auch erstmal erwirtschaftet werden müssen….
Durch Steuern meinen Sie?
Wo erwirtschaftet Ihre Schule denn die Beihilfen bitte? Haben Sie eine Schülerfirma? Haha.
Mal im Ernst … Ich zahle ja auch anteilig Ihre Beihilfe. Da darf ich wohl noch “Scherze” machen?
Ich mag Sie ja wirklich … Aber das Argument ist doch tatsächlich nicht Ihr Ernst?
Vom Steuerzahler, auch vom angestellten …..
Sie bezahlen in die RV ein, Arbeitslosenversicherung fällt bei Ihnen weg…..in die GKV zahlen Sie mit 7,1 % ein, der Arbeitgeber zahlt die andere Hälfte….den Zusatzbeitrag zahlen Sie……
Für die PKV würden Sie mehr zahlen als 7,1% plus Zusatzbeitrag…..ganz sicher….
Ich zahle von meinem Nettolohn (denn es wird ja davon abgezogen) 12,24% Prozent…..
Und im nächsten Jahr 13,7%, weil die Beiträge eklatant erhöht werden….das ist nahezu so, als wenn ich die Beiträge zur GKV alleine tragen würde….
Ja, das ist wirklich ein Haufen Geld…..und mit einer Versicherung in der GKV würde ich erheblich günstiger laufen…
Arbeitslosenversicherung fällt bei mir weg? Davon wüsste ich aber…
Ja, GKV sind 1170€ plus Zusatzbeitrag bei mir, der AG „übernimmt“ die Hälfte (das ist eine Farce, denn selbstredend bekomme ich das nicht geschenkt). GKV-Beitrag sind 14,6% vom Brutto.
Rechnen Sie mal aus: 12% von 4000 sind 480€, das liegt unter dem AN-Anteil der PKV. Seit wann übrigens werden PKV-Beiträge prozentual vom Einkommen erhoben? Ist das neu?
Der Beitrag in der GKV steigt im kommenden Jahr auch, einfach mal informieren.
Und wie gesagt: über die Kinder- bzw. Familienzuschläge haben Sie eventuelle Mehrkosten mehr als raus.
Als angestellter LuL zahlt man selbstverständlich in die ALV. Auch wenn man diese ggf. nie gebrauchen wird … Eine Auswahl dazu gibt es auch nicht. Ansonsten hätte ich deutlich mehr Geld.
Selbiges gilt für die RV … Auch hier würde ich selbst lieber mein Geld verwalten und anlegen.
Grundsätzlich sollten die Bedingungen halt die gleichen als Auswahl oder fixe Bedingungen sein. Ich weiß echt nicht, warum man ständig PKV vs. GKV versucht zu verargumentieren. Das geht an der grundsätzlichen Fehlstellung und Ungleichheit [beidseitig] vorbei. Das man das nicht irgendwie versteht finde ich immer wieder faszinierend.
Schon das Grundproblem ist doch, dass es überhaupt hier eine andere “Auswahl” gibt … DAS ist das Hauptproblem.
Dazu natürlich auch Kinder- und Familien-/Ehezuschläge. Auch angestellte LuL können Kinder haben … AG ist man von beiden ja eigentlich. Das ist eben ein (massives) Privileg. Und genau so zu benennen. Jegliche “treue” usw. als Argument würde zudem behaupten, dass Beamte nicht kündigen könnten [was falsch ist] und/oder Angestellte nicht “treu” (genug) sind [was Verhöhnung wäre].
Es geht hier nicht um eine Neiddebatte, sondern um eine Gerechtigkeitsdebatte.
Und da diese so ungerecht ist … Wirkt oder wird sie eben als/zu eine(r) Neiddebatte.
Und das vollkommen zurecht. Natürlich wäre ich “neidisch” auf deutlich mehr Privilegien und Geld bei gleicher Arbeit. Wäre ja auch absolut komisch wenn nicht.
Ist das so “unvorstellbar”? Man will einfach nicht “minderbehandelt” werden bei gleichen Arbeitsprofil und Ausbildungsprofil.
Bei mir persönlich ist das etwas anderes … Ich arbeite an einer Privatschule mit ähnlichen Profil, aber nicht gleichen. Dafür habe ich halt durchaus auch andere Privilegien ggf.
Das kann man doch alle zugestehen und zugeben …
Und noch etwas….ich arbeite in einer Stadt…ich lebe aber auf einem Dorf….mein Kinderzuschlag ist also der niedrigste…..Stufe 1……das darf man gerne differenzieren….nicht alle Beamte bekommen einen immensen Zuschlag….
Tscha, ich bekomme gar keine Zuschläge…
Dementsprechend zahlen Sie halt auch eher “Dorfkosten”, als “Stadtkosten”. Falls Sie mieten…
Warum wollen Sie die Ungleichheit hier “zwangsweise” einfach verargumentieren?
Ja, Sie bekommen weniger … Andere bekommen gar nichts.
Beamte UND angestellte LuL OHNE Kinder bekommen noch weniger. Diese zahlen (ebenfalls) lediglich ein, damit andere [Sie bzw. Ihre Kinder] Geld bekommen.
Von Kindergeld und/oder Kinderzuschlägen sieht man als Pärchen ohne Kinder oder Alleinstehende gar nichts. [Was auch logisch ist …]
Allerdings geht es doch hier um gleiche Erwartungen und Aufgabenprofil IM Job. Und das ist halt eben schlichtweg ein Privileg und eine Ungleichheit.
Das könnte man auch durch verschiedene Möglichkeiten anpassen … Will man halt nicht.
Nichtsdestotrotz stimmt der Punkt:
Gleiche Bedingungen für gleiches Aufgabenprofil:
– 50% GKV / 0% PKV für Angestellte und für Beamte
– 50% GKV / 50% PKV für Angestellte und für Beamte
Es sollte erst gar nicht diese “Differenzierung in 2. Klassen” geben. Da hat Fräulein Rottenmeier einen Punkt… Gleiche Grundlagen bitte!
Anders macht das auch wenig Sinn …
Warum kommt in der Politik eigentlich niemand auf die Idee, einen gleitenden Übergang zwischen Arbeit und Rente zu machen? Nach dem Motto: Ab 60 (über die Zahl kann man streiten) kann man die Arbeitszeit Stück für Stück reduzieren und parallel dazu teilweise Rente beziehen, ohne dass dabei heftige Abschläge zu erwarten sind.
Warum muss es immer so ein radikaler Bruch sein?
Ob dieser gleitende Übergang von Arbeitgeberseite aus möglich ist, ist immer ne andere Frage, aber die Politik sollte doch ein Interesse daran haben, so ein Modell zur Normalität zu machen. Ein Modell, in dem ein Recht zur Rente/Pension gibt, man aber immer teilweise weiterarbeiten kann und dafür zusätzliche Ansprüche sammeln kann für den Punkt, an dem man nicht mehr kann oder will.
Die ganze Diskussion geht doch komplett an der Realität vorbei.
Ausgehend von den Vorgaben des BVerfG zur Grundsicherung und zur Beamtenbesoldung sind der Poltik doch die Untergrenzen des finanziellen Mindesteinkommens, das zur Sicherung des lebensnotwendigen Mindeststandards, sichergestellt sein muss. So ergibt sich zwangsläufig eine Grundrente in Höhe der Grundsicherung im Alter. Diese muss erhalten, wer die auf 45 Jahre festgelegte Beitragszeit zum gesetzlichen Mindestlohn sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat. Die individuellen Entgeltpunke ergeben sich dann weiterhin aus dem Verhältnis des Bruttoeinkommens zum Durchschnittseinkommens. Eine geringere Anzahl an Beitragsjahren führt zu Abschlägen.
Die versicherungsfremden Leistungen müssen von der Bundesregierung gesondert von den originären Leistungen der DRV im Haushalt ausgewiesen werden. Es geht folglich um mehr Tranparenz und weniger Rentenempfängerbashing.
Dann sollen Politiker den Anfang machen mit dem Einzahlen.
Hab ich nichts dagegen, wenn die Bezüge dann dementsprechend erhöht werden. Die Beamten müssen sich auch privat versichern. Das bedeutet 600€ weniger. Wenn dann die Rentenversicherung noch kommt, gibt es keine Lehrer mehr. Schon mal daran gedacht?
Die Beihilfe wird bleiben, und da bezahlen Sie kaum höhere Beträge an die PKV wie Angestellte an die GKV, eher niedrigere.
Wenn ich mir anschaue, wie “der Staat” mit meinem Geld wirtschaftet…darf ich meine zukünftige “Rente” dann bitte selber regeln ?
Im Gegenzug verzichte ich selbstverständlich gerne lebenslang auf alle SGB-Leistungen…
Das hätte ich ebenfalls so “ausgewählt”, wenn es diese Möglichkeit gäbe … Auch als Angestellter.
“Die Beamten müssen sich auch privat versichern.”
Müssen tun sie das nicht.
Klar ist das eine Sache der “Bezuschussung”.
Wie wäre es denn dann mit: 50% GKV wie bei Angestellten. 0% PKV.
Oder sowohl Angestellte, als auch Beamte die gleichen Grundlagen? Wie auch immer die aussehen würden?
“Wenn dann die Rentenversicherung noch kommt, gibt es keine Lehrer mehr. Schon mal daran gedacht?”
Schonmal daran gedacht, dass bereits viele Lehrer in die Rentenversicherung einzahlen? Mag jetzt auf Ihrem Thron nicht so zugänglich sein, was die Bauern so machen?
Kannste dir ja echt nicht ausdenken …
Mir geht es weniger um Rente oder Pension, sondern um Angleichungen im Arbeitsleben eines Angestellten und Beamten. Hier geniessen die Beamten für mich nicht zu rechtfertigende Privilegien.
1) Die gravierend unterschiedliche Berechnungsgrundlage des Ruhegeldes. Einmal der Durchschnitt vom Arbeitsleben bei Angestellten, auf der anderen Seite nur entscheidend die letzte höchste Besoldungsstufe beim Beamten.
2) Lohnfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit. Ab der 7. Woche stark gekürzt durch Krankengeld bei Angestellten. Dafür eine uneingeschränkte volle Lohnfortzahlung ohne Zeitbegrenzung beim Beamten.
3) Hohe Kinderzulagen zusätzlich zum normalen Kindergeld beim Beamten. Das bekommt der Angestellte nicht.
4) Auch der Beamte sollte einen Arbeitnehmeranteil (z.Z. 9,3%) vom Brutto für seine Pension zahlen.
Dafür braucht man nicht vorher sein Brutto erhöhen. Ein angestellter Lehrer bekommt ja auch kein höheres Brutto als sein Beamten-Kollege.
Den AV-Betrag von 1,3% muss Beamter nicht zahlen. Das darf so bleiben.
Dafür ist er unkündbar und hat kein Streikrecht.
5) Die krassen Unterschiede bei Renten und Pensionen, bei gleicher Gehaltshöhe.
Angestellter: 4000 Brutto, 13 Gehälter 40 Arbeitsjahre ergibt 1681 Bruttorente.
Beamter: 4000 Ruhefähiges Gehalt, 40 Dienstjahre ergibt 2870 Bruttopension.
Für so eine Rente müsste dieser Angestellte 68 Jahre arbeiten und Beiträge zahlen. Eine evtl. Zusatzversorgung oder Betriebsrente gleicht das bei Weitem nicht aus.
Mein Fazit: Die Ausgewogenheit zwischen Vorteilen und Nachteilen des Beamten ist total aus dem Ruder gelaufen. Da stimmt die Verhältnismässigkeit überhaupt nicht.
Da muss die Politik ran.
Es kann keine Angleichung von Beamten und Angestellten geben, da Besoldung und Versorgung auf den althergebrachten Grundsätzen des Beamtentums beruhen, welche Verfassungsrang besitzen.
Das wird hier immer vergessen.
Die Besoldung inkl. aller Zuschläge hat gesetzlichen Rang und richtet sich nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgericht…dieses legt, jetzt gerade wieder, die Parameter der Mindestbesoldung fest.
Und danach haben sich die Länder bei Besoldung und Versorgung der Beamten zu richten.
Die Entlohnung der Tarifangestellten ist sogar ein Parameter der Besoldungshöhe.
Für das dysfunktionale System der Sozialkassen kann der Beamte nichts.
“Althergebracht”…..Sie sagen es ……… Es ist angesichts der Entwicklungen nicht mehr zeitgemäß und sicher nicht in Stein gemeißelt.
Das ist jetzt deine Meinung. In Stein sind die althergebrachten Grundsätze natürlich nicht…aber sie besitzen Verfassungsrang und stehen im Grundgesetz.
Das ist schonmal was….
Hier diskutieren wie immer viele mit, die keine Ahnung haben.
Dann klären Sie uns doch bitte auf.
Warum genau ist es (noch) zeitgemäß, dass Angestellte und Beamte mit GLEICHEN Arbeitsprofil verschieden viel verdienen?
Bin gerne für eine Diskussion bereit. Sie könne auf die Historie eingehen … Ändert aber nichts daran, dass man dies dann eben auch anders regulieren KÖNNTE. Und dazu gibt es sogar mehrere Möglichkeiten.
Erhellen Sie uns bitte.
Gerne, Sie sind scheinbar von “Politik regelt das besser” noch nicht satt und fordern eifrig Nachschlag…”bei Gott” (wie meine Schüler sagen würden), was bin ich froh schon quasi lebenslang vorzusorgen…
Oder um mal das Bundesverfassungsgericht mit seinem neuen Urteil zu zitieren:
„Die Besoldung stellt kein Entgelt für bestimmte Dienstleistungen dar“, heißt es in der neuen Entscheidung. „Sie ist vielmehr ein Korrelat des Dienstherrn für die mit der Berufung in das Beamtenverhältnis verbundene Pflicht, unter Einsatz der ganzen Persönlichkeit – grundsätzlich auf Lebenszeit – die volle Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen.“
Das Korrelat stimmt aber schon langen nicht mehr. Und “unter Einsatz der gesamten Persönlichkeit”….? Naja, haut auch nicht mehr so hin, oder? Ich denke eher, dass sie Privilegien von vielen ausgenutzt werden, von wegen Einsatz.
Doch doch sicher doch, die bekannte 16 Jahre daheim Lehrerin, wenn die sich nicht stark einbringt
Sie sind ja witzig … Als ob Sie nicht aus dem Beamtenverhältnis “austreten” könnten.
Ich – und viele andere – haben das selbstsamerweise auch “geschafft” und gemacht.
Der Punkt tritt doch heutzutage nicht mehr ein … Da kann das Bundesverfassungsgericht das natürlich so begründen. Ist halt eine Scheinbegründung und zu kritisieren bzw. in Frage zu stellen.
Wird es ja auch …
Die Diskussion hatten wir schon.
Wenn einige hier auf dem verbeamteten Lehrern rumhacken, mal der Hinweis hier von einem der jetzt 56 ist. Ihr wisst, welcher Stress in den Schulen vorherrscht, habe auch eine 50 Stunden Woche… Wenn ich angestellter Lehrer wäre, würde ich jetzt die Schule verlassen, da ich noch andere (gut bezahlte) Angebote habe. Ich kann aber nicht, da ich Beamter bin. Die “goldene Kette” des Beamtentums hat also auch noch eine andere Seite… Grüße an alle. Und zuletzt: Meine letzte Klassenfahrt übrigens wieder ohne Gegenleistung: doch eine Minusstunde! Und die 20 Klassenfahrten bisher … macht ca. 100 Überstunden x 20 ….. = 80 Arbeitstage … schöne Grüße. Es gibt eine europäische Arbeitszeitverordnung – gilt nur nicht für Lehrer.
Wohin kann bitteschön ein Lehrer, der jetzt nicht gerade die MINT-Fächer studiert hat, in andere gut bezahlte Angebote wechseln? Da müssen Sie mich mal aufklären. Und schon gar nicht mit 56.
Und die Mehrarbeit bei Klassenfahrten haben wir schon mehrfach durchgenudelt. So ein bisschen Idealismus und Liebe zum Beruf sollte eigentlich schon vorhanden sein ohne Spitz-auf-Knopf Abrechnung. Ansonsten kann Sie keiner zwingen, diese Fahrten zu machen.
Komisch, meine Kolleginnen reißen sich darum eine Woche rauszukommen….die fahren mit Jubel auf Klassenfahrt (werden dort vom gebuchten Team verwöhnt und umsorgt) und auch ich, wo ich als SL nicht mehr fahren kann (Zeit!Zeit!Zeit) haben jede einzelne Klassenfahrt (17 Fahrten in 15 Jahren) geliebt…..so schön…..tja…..meine Meinung….gibt nichts besseres…..
Das geht den angestellten LuL doch genau so ?
Außer eben der Punkt mit:
“Wenn ich angestellter Lehrer wäre, würde ich jetzt die Schule verlassen, da ich noch andere (gut bezahlte) Angebote habe. Ich kann aber nicht, da ich Beamter bin. Die “goldene Kette” des Beamtentums hat also auch noch eine andere Seite… ”
Das stimmt einfach nicht.
Natürlich können Sie die Verbeamtung lösen.
Ja, das hat Nachteile … Gerade versicherungstechnische.
Allerdings hätten Sie die Jahre auch in ETF einzahlen können und dadurch diese negativen Faktoren (mehr als) ausgleichen können. Oder Sie haben halt dementsprechend mehr verdient (und ausgegeben). Oder gespart.
Zusätzlich könnten Sie selbstverständlich eine Abwägung machen und schauen, ab wann sich der/die gut bezahlten Jobs rentieren/”amortisieren”.
Daher: Natürlich haben Sie die Fesseln des Beamtentums nach vielen Dienstjahren.
Sie haben aber “die Zeit der Dienerschaft” dann auch nicht sonderlich genutzt? Das könnte man wie gesagt durchaus ausgleichen.
Ändert doch auch nichts daran, dass es eine Zweiklassengesellschaft (bzw. Mehrklassengesellschaft) im Lehrerberuf gibt?
Und klar kann man historisch gesehen schauen und erklären, dass die Einzahlungen in einen Topf gingen, welcher zweckentfremdet wurde. Und auch, dass Beamte sonst NOCH mehr verdienen würden. Stellt dann eben eine erweiterte Ungleichbehandlung dar.
Das Pensionsprivileg muss auf den Prüfstand
Immer mehr Bürger und einzelne Parteien fordern, dass Politiker, neue Beamte und Selbstständige in die Rentenversicherung einzahlen müssen. Die Rentenkommission kommt an diesem Thema nicht mehr vorbei.
Unser Rentensystem muss jetzt komplett auf neue Füße gestellt werden, wenn es in 50 Jahren noch zahlungsfähig sein soll, fordert Ministerin Bärbel Bas, SPD. Recht hat sie!
Allein die Pensionszusagen für Beamte belaufen sich auf ca. 2 Billionen Euro. Diese Pensionsbombe sprengt bald ganze Bundes- und Landeshaushalte. Ein Tabuthema in Politik und Medien. Es findet eine verzerrte Medienberichterstattung über das Thema Rente versus Pensionen statt. Die heilige Kuh Pensionsprivileg packt keiner an, Probleme ausufernder Kosten werden unisono weitgehend verschwiegen. Die Finananzierbarkeit der Rente wird permanent angezweifelt und vorsätzlich diskreditiert. Dabei ist es genau umgekehrt. Unglaublich, was hier abgeht.