Start Nachrichten AfD will Schuluniformen (nach britischem Vorbild) einführen – auch für Lehrkräfte

AfD will Schuluniformen (nach britischem Vorbild) einführen – auch für Lehrkräfte

48
Anzeige

MAINZ. Hilft Einheitslook gegen Mobbing – und für mehr Leistung in der Schule? Kontroverse Debatten im rheinland-pfälzischen Landtag zu einem Antrag der AfD sind wohl programmiert.

Leistungsfördernd? (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

In den Schulen von Rheinland-Pfalz sollten die Kinder und Jugendlichen nach den Vorstellungen der AfD-Fraktion künftig eine Schuluniform tragen. Die Oppositionsfraktion will in der letzten Landtagswoche der Legislaturperiode einen entsprechenden Antrag einbringen. Eine einheitliche Kleidung ohne Vergleiche von Markenklamotten würde Mobbing in der Schule reduzieren und den Leistungsgedanken stärken, sagte der Abgeordnete Joachim Paul in Mainz. Die Schuluniformen sollten auch für Lehrkräfte gelten, nach britischem Vorbild eingeführt und in einem Pilotprojekt umgesetzt werden.

Der Verfassungsschutz will die AfD als „gesichert rechtsextremistisch“ einstufen, die Partei klagt dagegen. Bislang war die AfD als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft. Auch dagegen hatte die AfD geklagt, jedoch ohne Erfolg. News4teachers / mit Material der dpa

AfD: Nach Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt die geltende Schulpflicht abschaffen

Anzeige

Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei

48 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Wenn die Schuluniform eine gute Idee ist, lässt sich diese wohl auch ohne eine gesichert rechtsextreme Partei beschließen.

Wenn ich raten müsste: feste Geschlechtertrennung bei den Uniformen? 😉

HarneEinrichson
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Am einfachsten wäre natürlich eine komplett einheitliche Uniform, wenn man schon auf Uniformen steht

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  HarneEinrichson

Aber warum wäre eine gesichtert rechtsextreme Partei dann dafür? Ich tippe auf Geschlechtertrennung 😉

Susanne M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Warum denn?

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Dann können die besser im Gleichschritt marschieren ?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Wie die Brit*innen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Warum wäre eine gesichtert rechtsextreme Partei sonst dafür?
Warten wir ab, für wen die welche Uniform vorschreiben – habe da so ne Ahnung 😉

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Ups, habe den Kampf der AfD der Selbstbestimmung von Frauen übersehen – my bad… 🙁

https://dubisthalle.de/afd-zur-schulkleidung-sittenwidrig-knappe-kleidung-psychisch-instabiler-teenager-hat-an-der-schule-nichts-verloren/

HarneEinrichson
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Sieht beim Fahnenappell und Singen der Nationalhymne einfach besser aus

Corinna Gonest- Miss 71%
1 Monat zuvor

Dann muss der Dienstherr die Klamotte zahlen. Von mir aus.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Da hängt von den Vorschriften im Einzelnen ab.

Wenn ein Arbeitgeber als Dienstkleidung einen Anzug vorschreibt, muss er den seinen Mitarbeitern auch nicht zahlen, weil der Mitarbeiter den Anzug ja auch privat tragen kann.

Erst wenn die Vorschriften sehr speziell sind und beispielsweise ein Logo beinhalten, muss der Arbeitgeber die Kleidung zahlen.

Opossum
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Arbeitgeber und Schule sind nicht gleich. Wenn einige heute gebrauchte Kleidung für ein paar Euro kaufen können, kann es sein, dass sie nicht eine teurere Schuluniform besorgen möchten. Dazu braucht man sie oft in mehreren Exemplaren. Ich hatte meine Erfahrungen mit Schuluniform in meiner Heimat, das Leiden von Eltern über das Geld, das man dafür bezahlen muss, über die Qualität und Schnitt, die nicht jedem gefällt/passt. Und ich hoffe, es bleibt einem in Deutschland frei, welche Hose oder welchen Pullover man anzieht.

Gelbe Tulpe
1 Monat zuvor

Totale Schnapsidee. Was da da Ressourcen verschwendet würde für Kleidung, die fast niemand tragen will.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Es wäre eine sehr zeitgemäße mit dem Unterschied, DASS die Kleidung vorher getragen wurde…
https://www.deutschlandfunk.de/sheinundtemuoekologischegefahr-100.html

Wenn die gesichert rechtsextreme Ideologie nicht wäre, träfe diese Idee den Nagel auf dem Kopf :/

Mario
1 Monat zuvor

Nun ja, würde Mobbing gegenüber ärmer oder schlechter gekleideten SchülerInnen einschränken
Auf der anderen Seite würde wie es sehr aus der Zeit gefallen wirken

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Die soziale Schicht erkennt man trotzdem recht schnell – an den Schuhen, der Schultasche … Ist leider so.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Dem Mobiltelefon …
Aber insgesamt trotzdem weniger. Nichtsdestotrotz muss man schauen, wie die Schulkleidung finanziert wird. Die lassen sich die Hersteller nämlich viel Geld kosten.

Steißtrommler
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Auch an ggf. maßgeschneiderten Schuluniformen…

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Und, wie ich schon einmal schrieb, Ron Weasleys verblichenem und von etlichen Geschwistern bereits getragenem Zauberumhang.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sogar an der Uniform ist die Schicht erkennbar.

Denn auch da kann es ja große sichtbare Qualitätsunterschiede in der Ausführung geben.

Ich gehe nicht davon aus, dass das Land dann die Uniformen für die Kinder anschafft, sondern dass das privat geschehen muss.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

“Ich gehe nicht davon aus, dass das Land dann die Uniformen für die Kinder anschafft, sondern dass das privat geschehen muss.”
Was lässt Sie davon ausgehen, außer dass dies genau dem Sinn einer Schuluniform widerspricht??

HarneEinrichson
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Da finden sich andere Gründe für das Mobbing. Sonst dürfte es in GB ja kein Mobbing gegenüber ärmeren Schülern geben

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  HarneEinrichson

Ich habe ja auch zwei Antworten in einer gegeben
Nachmittags eh wieder private Kleidung, spiel geht von vorne los

kazoo
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Nachmittags?
Nicht, wenn man alle nur lang genug in der Schule aufbewahrt!

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  kazoo

Freizeit dürfen die SchülerInnen schon noch haben

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Richtig, ab frühestens 17 Uhr, wenn sie zuhause ankommen.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Die SchülerInnen sind nicht Eigentum der Schule und müssen genug Zeit für Familie, FreundInnen, Hobbys usw. haben
GewalttäterInnen und Co gerne härter anfassen!

Friesennerz
1 Monat zuvor

So schlechtreden kann man das ja nun eigentlich nicht, wenn es in Großbritannien auch gang und gäbe ist. Also soll man ganz normal Vor- und Nachteile abwägen.

Ähnlich wie die sozialen Netzwerke ist auch die Kleiderordnung heutzutage etwas, was die Kinder, die nicht mithalten können, leicht ins Abseits drängt. Deswegen fände ich das ok und würde in den sauren Apfel beißen, auch selbst eine Schulkleidung zu tragen (Uniform mag ich nicht sagen).

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Friesennerz

Wenn mir einer damit kommt, dass ich eine Schuluniform tragen muss, bin ich weg.

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Gibt doch auch Vorteile, morgens geht die Kleiderwahl echt fix …

Biene
1 Monat zuvor
Antwortet  Friesennerz

Eine Kleiderordnung würde insbesondere in der warmen Jahreszeit für deutlich weniger Ablenkung im Klassenzimmer sorgen.
Manchmal komme ich mir vor wie beim Besuch einer bekannten Straße eines Hamburger Stadtteils und das obwohl ich in der Schule bin!!
Die Erzeuger und Erziehenden sollten da bitte auch drüber nachdenken, was in einer Schule angemessen ist und was nicht.
Dem entsprechend bin ich für eine Uniform an Schulen, mindestens jedoch eine strenge Kleiderordnung für alle in der Schule arbeitenden Personen.

Susanne M.
1 Monat zuvor

Schon irgendwie Ironie des Schicksals, dass die AfD das Ausland als Vorbild nimmt. Ich dachte, sie wären rein deutsch unterwegs. Uniformen, warum nicht? Dann hört wenigstens das Nachdenken auf, was man anzieht, und jugendliche Missetäter kann man an ihrer Uniform der entsprechenden Schule zuordnen.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Susanne M.

Naja, es wäre wahrscheinlich eine Uniform pro Bundesland

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Da passen doch gar nicht alle rein.

Ich würde mal sagen, in eine Uniform passen maximal zwei sehr dünne Personen gleichzeitig.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Typ Uniform, aber durchaus humorvoll

Mika
1 Monat zuvor

Aber gern doch, immer her damit!

AvL
1 Monat zuvor

Was meine Kinder an Kleidung tragen, das ist allein unsere und bei einem entsprechenden Alter deren Entscheidung. Die Freiheit des Individuums und des Staates endet dort, wo die Rechte des Individuum eingeschränkt werden.

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Nö, wo es eine Gefahr für die öffentliche Ordnung wird
Respekt aber grundsätzlich für euch medizinerInnen

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Ja und nein. Natürlich gibt es Kleidung, welche jetzt nicht sonderlich … Angemessen ist. Beispielsweise reine Unterwäsche im Unterricht. Oder verbotene Symbole.

Generell: Warum denn nicht? Ist es bei Medizinern auch eine “freie Entscheidung”? Masken etc.?
Harter Vergleich … Keine Gleichsetzung.

Und hier käme es eben auf die Begründungen an. Und vllt. auch welche “Uniformen”.
Grundsätzlich ist das eine Symptombekämpfung – keine Ursachenbekämpfung.
Dazu kostet es massiv Geld und “weckt” neue Probleme. Wer zahlt das? Wer ersetzt das? Wäscht das?usw.

real_anka
1 Monat zuvor

Aber dann bitte nach Fächern unterschiedlich, sonst kommt ja ganz durcheinander:
Viel bunt für Kunst, Breit-Karo für Geschichte, Trainingshose für Sportler, Kittel für alle Naturwissenschaften und die SL im Dreiteiler mir, die erweiterte SL ohne Krawatte und natürlich geschlechtergetrennt: Röcke für weiblich und Hosen für männlich Gelesene.
Was machen wir nur mit “d”?

kazoo
1 Monat zuvor
Antwortet  real_anka

“d” = Dschogginghose.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  kazoo

🙂 Oh, dann haben wir mehr Diverse an unsere Schule als ich es vermutet hätte.

vhh
1 Monat zuvor

Immer eine gute Idee, in Deutschland Uniformen einzuführen. Für die Lehrer freundliche Erdtöne oder praktisches Schwarz, das vermittelt Autorität durch schlichte Eleganz.
Die KI hilft übrigens gerne unter ‘mobbing schule großbritannien’, der erste Satz enthält den schönen Begriff ‘weitverbreitet’.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Natürlich ist die AfD wie alle Faschsten für eine Uniformierung der Gesellschaft.

Schulmeister
1 Monat zuvor

Wenn es das Problem sozialer Diskriminierung aufgrund der Kleidung gibt, dann wird das durch einen uniformen Einheitslook nicht gelöst werden. Er wird bestenfalls verlagert, zum einen auf die unterrichtsfreie Zeit, zum anderen auf andere Möglichkeiten, Schüler zu mobben. Ich denke, die Kleidung ist lediglich ein Mittel, unliebsame Mitschüler zu piesacken. Dahinter steckt meist etwas anderes. An der Stelle gilt es anzusetzen. Oft sind es einzelne, die Stimmung gegen bestimmte Schüler machen. Denen gilt es klarzumachen, dass ihr Verhalten nicht geduldet wird – und dass man sie durchaus im Auge behalten wird.
Gleichzeitig können wir den SuS durchaus zu mehr Resilienz verhelfen, indem wir verdeutlichen, dass Kleidung eine Äußerlichkeit ist, die per se nichts über denjenigen aussagt, der drin steckt.
Ein Problem bleibt allerdings, auf das, was nach dem Unterricht passiert, ist unser Einfluss gering.

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Ich denke, mit dem britischen Deckmäntelchen möchte die Afd eher “die Welle” herauf beschwören.

Andreas Stelzig
1 Monat zuvor

Die gemeinsame Begrüßung im Stehen ist für meine Schülerinnen und Schüler seit 30 Jahre etwas ganz Normales. Dass das hier eine Schlagzeile wert ist, zeigt sehr deutlich die Entwicklung in den Schulen und in unserer Gesellschaft.

Hysterican
1 Monat zuvor

Wir könnten – nach guter alter Tradition – bei Hugo Boss nachfragen … da gab es doch mal so ein schneidiges Vorbild in einheitlichem Schwarz.

Als Kragenspiegel diesmal vielleicht nicht den Totenkopf und die Sig-Runen sondern rechts ein ABC und links ein 123 für die Motivation im Unterricht.