Start Nachrichten Mitschüler begeistert: Siebenjähriger hat Schulbücher, Pausenbrot und 5.000 Euro im Ranzen

Mitschüler begeistert: Siebenjähriger hat Schulbücher, Pausenbrot und 5.000 Euro im Ranzen

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OSNABRÜCK. Warum trägt ein siebenjähriger Junge 5.000 Euro in bar in seinem Ranzen in die Schule – und zeigt die Geldscheine stolz herum? Die Polizei klärt den Vorfall.

Wenn ich einmal reich wär… (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Mit 5.000 Euro im Schulranzen hat ein siebenjähriger Grundschüler aus dem Landkreis Osnabrück seine Mitschüler überrascht – und seine Lehrerin. Das Geld steckte am Mittwochmorgen in bar in einem Briefumschlag, wie die Polizei mitteilte. Die Kinder sollten die Geldscheine bewundern können – und der Siebenjährige wurde nach Einschätzung der Beamten «zum beliebtesten Schüler des Vormittags».

Der Junge hatte die Scheine zu Hause entdeckt und wollte sie seinen Mitschülern zeigen. Diese durften sich die Geldscheine anschauen und auch einmal anfassen und daran riechen – um sich einmal reich fühlen zu können. Kein Wunder: «Wann sieht man schließlich so viel Geld auf einem Haufen?», hieß es in der Mitteilung der Polizei. Eine Lehrerin wurde auf den ungewohnten Unterrichtsinhalt aufmerksam und informierte die Polizei.

Die Beamten klärten den Vorfall schließlich: Das Geld gehörte den Eltern, die es für den Kauf eines Autos von der Bank geholt hatten. Die 5.000 Euro wurden der Familie übergeben. «Eltern glücklich, Sohnemann glücklich, Mitschüler begeistert», urteilte die Polizei. News4teachers / mit Material der dpa

Grundschüler besuchen Polizeistation – dabei löst sich ein Schuss… Neue Details

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Rainer Zufall
14 Tage zuvor

Ich freue mich über diesen bestmöglichen Ausgang der Situation, …
aber da hatte ein Schüler sein Material UND Frühstück dabei?

Realist
14 Tage zuvor

Das Geld gehörte den Eltern, die es für den Kauf eines Autos von der Bank geholt hatten.”

Und dann liegt das einfach so auf dem Küchentisch herum?

War es die Aussage der Eltern, dass das Geld “von der Bank geholt” wurde?

Oder hat es das Kind woanders “gefunden”? SInd die Eltern vielleicht selbstständig?

Ich_bin_neu_hier
14 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Man kann immer das Schlimmste denken – selbst wenn das dann kristallklar reinste Spekulation bleibt.

Man ist aber niemals gezwungen, das Schlimmste zu denken.

In diesem Fall möchte ich persönlich mich insbesondere der Vermutung hingeben, dass es gar nicht so einfach ist, Polizisten erfolgreich anzulügen – und dass die Polizei in einem solchen Verdachtsfall vorsichtig vorausschauend nicht eine Pressemitteilung mit hohem Unterhaltungswert herausgegeben hätte, ideal zur Platzierung als Infotainment durch die Medien. Beispiel:

«Eltern glücklich, Sohnemann glücklich, Mitschüler begeistert» (Enthält Trikolon, Parallelismus, Asyndeton, Klimax – da arbeitet jemand für die Polizei, der definitiv null Komma gar keine Probleme mit dem Bestehen des Deutschtestes hatte).

Man hätte ja nämlich damit rechnen müssen, dass man vielleicht später gegen die Eltern ermitteln muss und dass das dann auch an die Presse durchgesickert (und ziemlich peinlich für die Polizei geworden) wäre.
Schlussfolgerung: Auf Grundlage der verfügbaren Informationen erachte ich Ihre Insinuation als eher unwahrscheinlich.

Gummibärchen
14 Tage zuvor

“und der Siebenjährige wurde nach Einschätzung der Beamten «zum beliebtesten Schüler des Vormittags».”

Au Backe – sozialer Erfolg und Anerkennung und Beliebtsein macht süchtig.

Was kommt demnächst?

Die Idee, alle sollen sich mal “reich fühlen” ist kindlich niedlich, süß und schön – teilhaben lassen.

Doch dann das Erwachen – kein Geld für Frühstück, Ausflüge, Stifte, Schulhefte, Mittagessen …

TaMu
14 Tage zuvor

Danke für diesen schönen Artikel über einen aufgeweckten 7Jährigen und seine friedlichen, interessierten Mitschüler und Mitschülerinnen. „Daran riechen, schnuppern und sich reich fühlen“… das ist so ermutigend und in der Spontanität einfach herzerwärmend. Ich freue mich, dass alle Beteiligten diese Erfahrung machen durften und dass die Familie sich mit dem so noch einmal aufgewerteten Geld am Nachmittag ihr Auto kaufen konnten.