DÜSSELDORF. „Das ist ein schwieriges Thema“ – sagt Nordrhein-Westfalens Schulministerin Feller und meint damit die Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte. Die ist nach zwei Grundsatzurteilen zwar rechtlich geboten; die Verpflichtung dazu wird von den meisten Kultusministern aber bislang geflissentlich ignoriert. Feller glaubt, dass Vollzeit-Lehrkräfte „im Großen und Ganzen“ gar nicht zu viel arbeiten. Und sie stellt eine mögliche Folge in Aussicht, für die die Schulen baulich gar nicht ausgestattet sind: eine umfängliche Präsenzpflicht – „vielleicht“ sogar während der Ferien.

NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) hat sich in einem Interview mit der Rheinischen Post zur Arbeitsbelastung von Lehrkräften und zur Frage einer möglichen Arbeitszeiterfassung geäußert. Dabei machte sie deutlich, dass eine solche Erfassung aus ihrer Sicht nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern grundlegende Fragen der Organisation von Schule berührt.
Ausgangspunkt des Gesprächs ist die sehr unterschiedliche Arbeitsbelastung von Lehrkräften je nach Fach und Schulform. Auf die Frage, ob es hinnehmbar sei, dass diese Belastung „unfassbar unterschiedlich“ ausfalle, verweist Feller zunächst auf gängige Vergleichsmuster, die aus ihrer Sicht zu kurz greifen. „Bei der Frage wird meistens ein Vergleich zwischen dem Sportlehrer und dem Deutsch- oder Englischlehrer gezogen, der viele Klausuren korrigieren muss. Aber die Lage ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint.“
Feller betont, dass es im bestehenden System bereits Möglichkeiten gebe, Belastungsspitzen abzufedern. „Schulleitungen können Anrechnungsstunden gezielt vergeben, um Lehrkräfte mit hohem Korrekturaufwand zu entlasten.“ Als Referenz nennt sie eine Arbeitszeitstudie aus Sachsen, in der ein Jahr lang die Arbeitszeit von Lehrkräften erfasst worden sei. „Dabei ist herausgekommen, dass es im Großen und Ganzen außer bei den Schulleitungen und teilweise auch bei Teilzeitkräften keine strukturelle Überlastung gibt.“ Zwar verdichte sich die Arbeit in den Schulwochen, so Feller weiter, „das wird aber über die unterrichtsfreien Zeiten wieder ausgeglichen“.
„Nach einer Entscheidung für eine Arbeitszeiterfassung könnten Lehrkräfte auch Freiheiten aufgeben müssen“
Auf die Nachfrage, ob es vor diesem Hintergrund überhaupt eine Arbeitszeiterfassung brauche, bleibt Feller zurückhaltend. „Das ist ein schwieriges Thema.“ Dann sagt sie: „Wenn wir über Arbeitszeiterfassung sprechen, müssen wir auch über Anwesenheitspflichten an Schulen reden, vielleicht auch in unterrichtsfreien Zeiten in den Ferien.“ Feller macht deutlich, dass eine Entscheidung für eine Arbeitszeiterfassung Folgen für die bisherige Organisation der Lehrerarbeit hätte. „Nach einer Entscheidung für eine Arbeitszeiterfassung könnten Lehrkräfte auch Freiheiten aufgeben müssen.“
Zugleich verweist sie darauf, dass Nordrhein-Westfalen diese Fragen nicht im Alleingang diskutieren wolle. „Wir sind zu dem Thema in regelmäßigem Austausch mit den anderen Bundesländern. Wenn wir hier zu Änderungen kommen wollen, wäre es gut, wenn wir gemeinsam vorgehen.“
Die von Feller herangezogene sächsische Arbeitszeitstudie ist allerdings stark umstritten. Zwar erklärte das Kultusministerium in Dresden bei der Vorstellung einer Zwischenauswertung, Vollzeitlehrkräfte hielten ihre Sollarbeitszeit im Jahresmittel nahezu ein. Lehrerverbände und Gewerkschaften äußerten jedoch erhebliche Zweifel an der Aussagekraft der Ergebnisse.
Kritisiert wurde insbesondere die Methodik der Erhebung. Lehrkräfte mussten ihre Tätigkeiten minutengenau in einer App dokumentieren und dabei aus einem sehr fein ausdifferenzierten Aufgabenkatalog auswählen. Nach Einschätzung der Gewerkschaften führte dies zu Eintragungsfehlern und zu einer systematischen Untererfassung der tatsächlichen Arbeitszeit – vor allem in Phasen besonders hoher Belastung. Zudem wurde darauf verwiesen, dass viele Lehrkräfte gerade in den stressigsten Wochen des Schuljahres nicht die Zeit fanden, ihre Arbeit vollständig zu dokumentieren (News4teachers berichtete).
Studien aus anderen Bundesländern ergaben dann auch ein deutlich anderes Bild. In Berlin arbeiteten Lehrkräfte laut einer Untersuchung der Universität Göttingen im Durchschnitt rund 100 Stunden pro Jahr mehr als gesetzlich vorgesehen, etwa 30 Prozent überschritten regelmäßig die 48-Stunden-Grenze des Arbeitsschutzes. In Hamburg lag die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von Vollzeitlehrkräften bei knapp 42 Stunden, ein Viertel arbeitete dauerhaft über der gesetzlichen Höchstarbeitszeit. Besonders betroffen waren auch dort Schulleitungen, Gymnasiallehrkräfte und Teilzeitkräfte.
Hintergrund: Das traditionelle Deputatsmodell, nach der die Lehrer-Arbeitszeit bemessen wird, regelt lediglich die Zahl der Unterrichtsstunden, nicht aber den tatsächlichen Umfang der Arbeit. Tätigkeiten wie Korrekturen, Elternarbeit, Konferenzen oder Fortbildungen bleiben darin weitgehend unberücksichtigt. Aber: „Die reine Unterrichtszeit macht nur noch ein Drittel der Arbeitszeit aus. Neben der Vor- und Nachbereitung, die ebenfalls ein zweites Drittel der Zeit in Anspruch nimmt, gibt es viel mehr Zusatzaufgaben“, sagt der Sozialwissenschaftler Dr. Frank Mußmann von der Universität Göttingen in einem aktuellen Zeit-Interview. Seit mehr als zehn Jahren untersucht er die Arbeitsbedingungen von Lehrkräften.
Darüber hinaus ist die Frage der Arbeitszeiterfassung rechtlich weitgehend geklärt. Das Bundesarbeitsministerium hat schriftlich bestätigt, dass Lehrkräfte Anspruch auf eine Erfassung ihrer Arbeitszeit haben. In einem Brief an den heutigen Bremer Bildungsstaatssekretär Mark Rackles (SPD) heißt es wörtlich: „Die Verpflichtung zur Arbeitszeiterfassung ergibt sich bereits unmittelbar aus der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022. Sie gilt schon jetzt für alle angestellten Lehrkräfte.“ Für angestellte Lehrkräfte gelte die Pflicht bereits jetzt, für beamtete Lehrkräfte seien die Länder zuständig. Und weiter: Das „Ob“ der Verpflichtung zur Erfassung der Arbeitszeit auch bei Lehrkräften sei bereits geklärt, es gehe nur noch um das „Wie“.
„Die Arbeitszeit zu erfassen, ist keine technische Spielerei, sondern gesetzlich vorgeschrieben“
Wie dieses „Wie“ praktisch aussehen kann, wird derzeit in Bremen erprobt. Dort läuft ein bundesweit bislang einzigartiges Pilotprojekt zur digitalen Arbeitszeiterfassung an Schulen. Nach mehreren Pilotschulen in der Stadt Bremen beteiligt sich inzwischen auch Bremerhaven. Damit wächst das Vorhaben zu einem landesweiten Projekt, das die Erfassung der Arbeitszeit unter realen Schulbedingungen erprobt. Rackles treibt das Projekt voran.
Ziel ist es, ab dem Schuljahr 2026/27 ein vollständiges Schuljahr lang die Arbeitszeit aller Beschäftigten an den Pilotschulen digital zu erfassen. Die Erfassung erfolgt per App auf dienstlichen Endgeräten. Parallel wird ein Ordnungsrahmen entwickelt, der Datenschutz gewährleistet und ausschließt, dass die Daten für Leistungsbewertungen verwendet werden. Langfristig ist vorgesehen, auf dieser Basis eine neue Lehrkräftearbeitszeit- und Dienstverordnung zu entwickeln.
Wie wird die Arbeitszeit im Bremer Modell erfasst? „Für Lehrkräfte sind das wenige Handbewegungen. Sie drücken den Startbutton auf dem iPad, wenn die Arbeit beginnt, und Stopp, wenn sie pausieren.“ Nur eine kleine Gruppe werde zusätzlich gebeten, Tätigkeiten genauer zuzuordnen, um Belastungsmuster zu erkennen, erklärt Wissenschaftler Mußmann, der das Projekt als Experte begleitet. Von einer Präsenzpflicht im Schulgebäude, die Feller als mögliche Folge beschreibt, ist dabei keine Rede.
Die Arbeitszeiterfassung sei dabei keine freiwillige Reformidee, betont Mußmann mit Blick auf die Grundsatzurteile vom Europäischen Gerichtshof und vom Bundesarbeitsgericht. „Die Arbeitszeit zu erfassen, ist keine technische Spielerei, sondern gesetzlich vorgeschrieben.“ Die Entscheidung, die Feller als Option in Aussicht stellt – ist also längst gefallen. News4teachers









Bestätigt meinen Eindruck, den ich bisher so von ihr hatte und den ich von Kollegen aus den Verbänden gehört habe. Sie ist privat absolut im Lager der “Lehrer sind faule ****” Leute.
Mit der wird noch einiges auf uns zukommen
Viel Spaß beim einrichten ergonomischer Arbeitsplätze für alle.
Ich nehme an dann muss auch die Arbeitsstätten Richtlinie eingehalten werden müsste?
Also nicht zu kalt und nicht zu heiß.
Dann dauert es bis zum Sanktnimmerleinstag bis alle Schulen saniert sind.
Ach Quatsch, Tische und Stühle gibt es in Schule doch zuhauf. Wer Gück hat und früh genug kommt, bekommt das Lehrerpult mit Schreibtischstuhl zum Arbeiten. Die anderen können sich Schülertische und Stühle a la Großraumbüro aussuchen. Dann muss man wahrscheinlich auch einen Urlaubsantrag ausfüllen, damit man keine Minute zu wenig arbeitet. Und wenn die Lehrkörper länger da sind, können sie auch gleich noch die Klassenräume und Toiletten putzen sowie die Mülltonnen raustellen. Lehrkräfte, die weniger zu tun haben, können Sekretärinnen und Verwaltungsangestellte ersetzen und einen Hausmeister braucht man auch nicht mehr. Ein paar Lehrer und Lehrerinnen renovieren und sanieren bestimmt auch gerne. Super, da gibt es noch richtig Sparpotential. Wer es gar nicht nachhause schafft, schläft in der Sporthalle auf dem Mattenwagen, sofern vorhanden und duschen kann man dort morgens auch gleich. Die Teilzeitkräfte könnten zwischendurch doch auch noch etwas Leckeres für alle kochen. Da kommt richtiges WG-Feeling auf ;))
Naja, ich sage nur: “Amtsangemessene Beschäftigung”. Auch im Finanzamt reinigen Sie die Klos nicht selber…
Na gut, ich wollte nur einige Ideen zum Sparen vorbringen. Bevor man als Lehrkraft in der Schule nur so rumsitzt …
Na gut, ich wollte nur Ideen zum Sparen vorbringen. Bevor die Lehrkräfte in der Schule nur so rumsitzen …
ist nur schwierig im Klassenraum zu arbeiten, wenn dort die Ganztagsbetreuung stattfindet. Direkt nach Unterrichtsende werden bei uns die Klassenräume von der Betreuung genutzt, d.h. für uns, dass wir weder in Ruhe aufräumen und vorbereiten können im Klassenraum (dafür komme ich dann am Samstag in die Schule!), wenn ich jetzt meine komplette Arbeitszeit in der schule verbringen soll, habe ich dann Zwangspause bis 17 Uhr, um dann meinen Arbeitsplatz im Klassenraum zu nutzen? oder wo soll ich sonst arbeiten? Lehrerzimmer haben wir seit zwei Jahren wegen Umbau nicht, da bliebe noch das Schulleitungsbüro …
Da ja alle ihr Equipment ohnehin zuhause haben, ist es vermutlich ratsam, wenn es jeder selbst mitbringt. BYOD eben.
Klar. Bildschirmarbeitplätze für alle (man soll ja “digiital” unterrichten): Ergonomische Bürostühle, Bildschirmbrille, eigener Tisch,… ist der Anbau schon geplant? Der Schulträger freut sich in Zeiten klammer Kassen schon. Nein, Klassenräume erfüllen die Ansprüche nicht. Schüler sind keine Beschäftigten, Lehrer aber schon.
Die Heizung wird im Winter nicht mehr abgestellt, wenn die 6. Stunde vorbei ist. Am Wochenende wird vorgeheizt, damit es montags um 8 Uhr auch die für Bürotätigkeiten vorgeschriebenen 22(?) Grad in allen Räumen hat (ist ja Präsenzpflicht).
Keine Abitur-Korrekturen über die Pfingstfeiertage oder Klausurkorrekturen über die Weihnachtsfeiertage mehr, weil irgendwelche Termine eingehalten werden müssen. Endlich frei! Bewerbungsfrist für die Unis wird dann bis in den Herbst verlängert, wenn endlich alle Noten feststehen.
Erkrankungen in den Ferien während des offziell zu nehmenden Urlaubs führen dann zum Nachholen des Urlaubsanspruchs, auch wenn das während der Unterrichtszeit notwendig sein sollte, damit der Urlaubsanspruch nicht verfällt.
Konferenzen, die dann die tägliche Höchstarbeitszeit überschreiten, führen automatisch zur Überstundenvergütung (8 Uhr Unterrichtsbeginn: 8 Stunden Präsenzpflicht + 30 Minuten Pausenzeiten: Endet die Konferenz erst um 18 Uhr, jat man sich schon 1,5 Übestunden verdient. sollten brutto so ca. 100 € sein inkl. Überstundenzuschlag. Das läppert sich. Auch wenn es nur irgendwelche “pädagogischen” Konferenzen sind (müssen ja alle anwesend sein): Gestern noch als “Zeitverschwendung” von vielen gebrandmarkt, jetzt ein willkommener Nebenverdienst!
Und wenn es während der “Präsenzpflicht” nichts zu tun geben sollte? Egal, der Arbeitgeber trägt das Beschäftigungsrisiko. Kaffeetrinken, vor allem wenn bezahlt, ist auch schön.
Könnte sich lohnen.
Du hast uns das doch ausgerechnet, mit 2-3 Tagen Honeoffice im Jahr 28 Wochen Zubaus?
Du hast den Reallohnverlust angesprochen, die späte Pension im Vergleich zu Unternehmen :-/
Ohne Präsenszeit ist jeder Lehrer mehr zu Hause als in der Schule. Da haben Sie doch Ihr Homeoffice. Erst kürzlich schrieb doch jemand, 2/3 der Arbeitszeit erfolge außerhalb des Unterrichts, also sage ich mal mindestens die Hälfte zu Hause. Rechnen Sie das auf Werktage um, dann haben Sie bereits 2,5 Tage Homeoffice.
als Mutti sind 3 Tage Homeoffice das Beste.
Wenn ich von Mo-Frei in die Schule fahre und um 5 zuhause bin, klappt das gar nicht mehr 🙁
Realist, vielleicht den IG Vertrag übernehmen?
So wie bei den Unternehmen?
Die Herren und Damen Lehrer sitzen mal wieder auf einem ziemlich hohen Ross. Als ob die Beschäftigten in der Privatwirtschaft alle diese super tollen Arbeitsbedingungen hätten von denen Sie nun meinen, dass Ihnen das Dienstherr stellen muss, wenn er Sie in Präsenzzeiten in der Schule haben möchte. Fragen Sie mal an diversen privaten Schulen nach, die das schon praktizieren, wie es dort gehandhabt wird.
Tja, es muss eben auch Kavallerie geben neben “Fußlatschern” wie Ihnen.
“„Nach einer Entscheidung für eine Arbeitszeiterfassung könnten Lehrkräfte auch Freiheiten aufgeben müssen”. Gerne. Dann ab 17.00 Uhr frei, keine Anrufe nachts mehr , keine Fortbildung an Samstagen, keine Listensammlung 70 km von Zu Hause von 155 bis 19.00 Uhr nach einem normalen Unterrichtstag. Praktikumsbesuche würden bezahlt. Wow.Keine nächtlichen Korrektursauesen mehr, usw. usw. usw. .Die Lehrer müssten auf deutlich weniger verzichten als Eltern, Schulträger und Land.
Keine privat finanzierten digitalen Unterrichtsmanager mehr, keine Verwendung von häuslichen Druckern und Laptops, jeder Radiergummi auf Kosten des Steurzahlers – ich freu mich drauf, werde es aber wohl im aktiven Schuldienst nicht mehr erleben dürfen.
Und all das nicht mehr von der Steuer absetzen! Also kaum Rückzahlungen noch. Auch kein Arbeitszimmer mehr daheim und und und… Wie finanzieren Sie dann noch Ihr schönes Eigenheim? Sie können das Arbeitszimmer dann untervermieten und somit dazu beitragen, die Wohnungsnot zu lindern. Ja, tolle Sache.
Träum weiter!
Der Arbeitsumfang bleibt aber, was haben also die Lehrer damit gewonnen? Oder sollen Korrekturen liegen bleiben, weil man die Ruhe in der Schule nicht findet?
Ich habe so einen Vorstoß seitens des Ministeriums vorausgesagt ……..
Wenn der Arbeitsumfang bleiben würde, hätten die Länder schon längst eine Arbeitszeiterfassung eingeführt.
Wenn der Dienstherr sagt, dass die Lehrkräfte eine Abitursaufgabe in Deutsch von 80 Schülern in 40 Stunden korrigieren können, dann ist das so und wird nicht hinterfragt. Das muss klar sein. Und wer soll dann korrigieren? Ein Korrigierdienst? So als Beispiel.
Und genau das hakt es, es muss am Arbeitsaufwand etwas geändert und die vielen Zusatzaufgaben herausgenommen werden. Die grundlegenden Aufgaben wie Korrektur und Elternkontakt kann man nicht delegieren.
Das ist falsch. Wenn die Arbeitszeit regelmäßig überschritten wird, bleibt der Arbeitsumfang nicht, oder es wird gemacht wie an anderen Ämtern auch. Dann wird mal einen Tag im Monat zugemacht um die liegengebliebene Arbeit nachzuholen, wenn Fristen eingehalten werden müssen.
Oder sollen Korrekturen liegen bleiben? Ja. Muss ja.Arbeitszeit alle.
Richtig. Wir werden alles in normalen Arbeitszeiten von … bis zu erledigen haben. Aber weniger wird es deshalb nicht. Wir können nur nicht mehr wählen, wann wir es machen. Oder wir vertrödeln die Präsenzzeit in der Schule mit einem netten Kaffeeplausch und müssen dann doch alles hinterher zu Hause noch erledigen.
Das ist ja auch Unsinn. Wer belegt schon eine Fortbildung an einem Samstag. (Wo gibt es die?) Niemand muss nachts Anrufe von Eltern entgegennehmen. (Wer macht das?)
Sie können sich selbst übliche Bürozeiten einrichten und in dieser Zeit alles erledigen. Aber das müssen Sie dann eben auch in dieser Zeit erledigen. Und können es nicht auf den Abend verlagern, damit Sie am Tage für Ihre eigenen Kinder da sein können. Die können Sie ja dann in den Hort geben – notfalls bis 18.00 Uhr.
Also ich hatte schon eine von der Schulleitng angeordnete Fortbildung an einem Samstag.
Viele Kollegen können ihre Arbeit nicht in selbst eingerichteten Bürozeiten verrichten, weil der Arbeitsumfang dafür viel zu hoch ist.
Wer an einem Gymnasium viel in der SEK II ein klassisches Korrekturfach wie Deutsch oder Mathematik unterrichtet, weiß das.
Erstaunlich ist, dass Ihnen Fortbildungen am Samstag unbekannt sind. Die finden u.a. in der GEW statt.
Im Gegensatz zu anderen Bürohengsten ist mein Equipment aber nicht vor Ort.
Meine Lehrwerke, meine Bücher, meine Unterlagen und meine Materialien sind alle zuhause in meinem Büro.
Soll mein Büro jetzt komplett in die Schule umziehen? So viele Räume haben wir nichtmal im Ansatz
Wo bekomme ich den Dienstwagen für den Praktikumsbesuch? Selbstverständlich fährt man da nicht mehr mit dem Privatwagen hin. 😉
Und nicht zu vergessen, der Schichtdienst auf den Klassenfahrten, wo dann statt 6 Kollegen eben 18 Kollegen mitfahren, damit man im drei Schichtsystem arbeiten kann.
Oh ja, Frau Feller, her mit den Arbeitsplätzen in der Schule! Ich bin gern in den Ferien in der Schule und arbeite Liegengebliebenes auf. Was ist mit Überstunden? Darf/Soll ich keine mehr machen? Jut, dann überlegen Sie schon mal in der KMK, wie Sie das mit den Korrekturzeiträumen in der SEK1 und SEK2 machen: die sind dann nicht einzuhalten, gleiches gilt fürs Abitur. 60,70h-Wochen sollten dann auch nicht mehr zulässig sein. Ach so, Betriebsferien dürfen nicht für den ganzen Urlaub angeordnet werden: „der Urlaubsanspruch ist mit den Ferien abgegolten“ ist damit Vergangenheit. Ebenso mindern Krankheitstage während des eingereichten Urlaubs denselben und die entsprechenden Urlaubstage können nachgeholt werden.
Für mich überwiegen die Vorteile: her damit!
Nee, ich möchte keinen Arbeitsplatz in der Schule. Ich möchte, dass es so bleibt, wie es gerade ist.
Das mit dem Urlaub ist Unsinn. Sie müssen Ihren Urlaub dann in den Ferien nehmen. Der Rest der Ferien ist dann ganz normale Arbeitszeit. Da müssen Sie dann zur Schule kommen und können nacharbeiten oder vorarbeiten, was Sie in der Unterrichtszeit brauch(t)en. Das mit dem 60-70h ist eh meistens Quatsch.
Na, zeigt da jemand die Folterwerkzeuge oder die Giftzähne, in der Hoffnung dass alle zusammenzucken?
Ich wäre da erstmal völlig unbeeindruckt, denn wenn das so ist, dann finden Elternabende und Beratungstage eben alldieweil nur bis 16 Uhr statt, denn dann ist meine Präsenzzeit vorbei und ich habe einen geregelten Feierabend. Auch gut…..
Jup, genau so nämlich!
“Na, zeigt da jemand die Folterwerkzeuge oder die Giftzähne, in der Hoffnung dass alle zusammenzucken?”
Eher völlige Ahnungslosigkeit im Hinblick darauf, wie sich der Schullalltag ändern müsste, wenn das umgesetzt werden sollte.
Ein “Weiter so!” und “Eine Aufgabe mehr geht immer!” gibt’s dann nicht mehr…
Für mich als Teilzeitkraft wäre meine Präsenzzeit tatsächlich schon um 14.00 Uhr vorbei. Das werden super Beratungstage. Und erst die ganzen Klassen- und Schulfeste, da ist nix mehr am Wochenende, es sei denn natürlich, es käme ein ansprechender Wochenendzuschlag auf die Überstunden drauf. Das Thema Klassenfahrt wäre auch ganz neu zu denken…
Bis auf die teilnahme an Konferenzen unterliegen alle Arbeitsleistungen der persönlichen Teilzeitquote bei entsprechenden Regelungen, die von der LeKo beschlossen worden sein müssen.
Beratungstage umfassen hier in NRW in der Regel ca. 12 Stunden. Wer nur eine halbe Stelle hat, muss also auch nur sechs Stunden ran.
Ach, und in 6 Stunden hab ich 30 Eltern zur weiterführenden Schule beraten? Und selbst wenn, um 14.00 Uhr wäre meine Arbeitszeit für den Tag beendet.
Es handelt sich beim Lehrerberuf nicht um einen Stechuhr-Verwaltungs-oder Fließbandberuf, die Lehrer betonen doch so oft, dass sie mit Führungskräften in der freien Wirtschaft vergleichbar sind. In dieser Position (ich habe da berufliche Erfahrung) fallen aber sehr wohl Wochenendveranstaltungen, Abendessen mit Kunden, Meetings außerhalb der Kernzeiten, Dienstfahrten und Reisen etc. statt, die die eigentliche Arbeitszeit erheblich erhöhen. Diese freie Zeiteinteilung bei Lehrern wird viel zu wenig geschätzt.
Frau Feller hat die Präsenzeit in Schulen ins Gespräch gebrachtn, nicht Frau Rottenmeier.
Den Stechuhr-Vorwurf müssen Sie also an Frau Feller richten.
Wenn das so wäre, wären die Lehrergehälter in ganz anderen Dimensionen. Also mindestens das Angestelltenbrutto als Beamtennetto.
Ich wüsste nun nicht, dass ich mich je als Führungskraft bezeichnet habe…..Ich ordne mich eher der mittleren Verwaltungsebene zu…..selbst als SL bin ich genauen Vorgaben unterworfen, habe doch nur sehr eingeschränkten Handlungsspielraum, habe nur die Dienstvorgesetzteneigenschaft (bin also nicht wirklich Dienstvorgesetzte), bin ein mittig gelagertes Rädchen (wenn überhaupt)……und genau das zeigt Frau Feller hier mal genau auf…..denn sie ist die eigentliche Führungskraft mit sehr viel Entscheidungsfreiheit….und kann mir aufdrücken, dass ich meine gesamte Arbeitszeit in der Schule verbringen muss.
Das tue ich, wenn sie es vorschreibt, aber dann verlange ich geregelte Arbeitszeiten. Und was ich in meiner Arbeitszeit nicht schaffe, bleibt entweder liegen, oder es dauert eben länger…..
Da würde ich eher den Beruf des Richters oder Staatsanwalt als Vergleich nehmen…..da dauert es eben auch immer länger, bis eine Verhandlung stattfindet, weil immer mehr Fälle immer weniger Juristen zugeteilt werden…..deswegen arbeiten die aber auch nicht rund um die Uhr….
Tolle Erfahrung. Bei mir sind die Lehrkräfte weisungsgebunden. Sie haben zu den Zeiten, die der Stundenplan vorgibt, Unterricht zu erteilen, sie haben an Konferenzen teilzunehmen zu der Zeit, an der diese terminiert sind. Es ist ja wohl lächerlich, das zuviel an Arbeit, dass die Kollegen an Wochenenden und abends so verteilen, dass es für ihr soziales Umfeld noch halbwegs verträglich ist, nunb den Kolegne noch auf so eine klugschei**e Art vorzuhalten. Welche anegblichen Vorteile von Führungspersonal haben die denn? Verwaltuungskräfte, einen Fuhrpark, Dienstfahrzeuge? Evtl. ist dieses Forum für deine Erfahrungen das falsche…
Wenn sie sagt, dass ein geregelter Feierabend auch gut ist, muss ich davon ausgehen, dass sie der Sache positiv gegenübersteht. Eine gewisse Ironie habe ich erkannt, denn ich schätze die Argumente von Frau Rottenmeier.
Präsenspflicht in den Ferien bedeutet für eine Vollzeitlehrkraft:
Daraus folgt:
Das Debutat einer Grundschullehrkraft von 28 Schulstunden muss deutlich reduziert werden, z.B. auf 19 Schulstunden, damit die 40 Zeitstunden während der Schulzeit eingehalten werden können.
Jaha, jubel und tirilier! Ich hoffe, es ist bald soweit.
Ich seh da erstmal nichts negatives, da muss es doch einen Haken geben
Unterschreiben Sie einen Arbeitsvertrag als Lehrkraft des Landes NRW und Sie werden es schnellstmöglich herausfinden, wo der Haken ist oder sich verhakt hat. Wenn Sie jetzt ans eigene Fleisch denken, liegen sie goldrichtig
Wer arbeitet noch 40 oder 41 Stunden in Präsenz?
35 Stunden Woche ist angesagt
Wie kommen Sie auf diese Zahl?
Und nach der Präsenspflicht gleich auch die Präteritumpflicht hinterher 😉 Aber ansonsten: Daumen hoch!
Nee, Futurpflicht für zukünftigen Frondienst
Ihre Folgerung ist Wunschdenken. Nicht nur die Studie aus Sachsen ergab, dass manche gar nicht mehrarbeiten!
Sie haben dann vielleicht 40h pro Woche, aber Sie müssen ja trotzdem Ihre Arbeit schaffen. Sie müssen dann mehrarbeiten und dürfen das in den Ferien abbummeln. Eigentlich so wie jetzt auch. Sie müssen dann aber 40h/Woche in der Schule präsent sein. Ich will das nicht.
“30 Tage Urlaub während der Schulferien”
Bei gleichzeitiger Präsenzpflicht?? Das darf dann nicht mal in Nordkorea legal sein.
Wenn Präsenzpflicht in den Ferien, dann auch die Freiheit, die 30 Tage DANN zu beanspruchen, wann man möchte (oder zumindest die Hälfte oder so, es finden sich mit Sicherheit entsprechende Fallbeispiele aus der freien Wirtschaft).
Das wird dann definitiv am meisten “Spaß” machen, wenn man mitten im Schuljahr ganze Jahrgänge nach Hause schicken muss, weil 1/3 des Kollegiums Urlaub macht.
Und selbstverständlich soll dann auch schon der 1. ausgefallene Urlaubstag aufgrund einer Erkrankung durch einen weiteren Urlaubstag ersetzt werden.
Frau Feller und ihr Klugscheiß-Modus…Ich WÜNSCHE mir, ich bleibe in den Ferien in der leeren Schule (und mache anschließend Urlaub, übrigens dann auch viel günstiger!), was erzählt sie denn da? 😀
Für Frau Feller wäre vermutlich ein Modellversuch zur Arbeitserfassung denkbar, bei dem fehlende bzw. nicht eingestellte Lehrkräfte ihre Arbeitszeit erfassen. Erfasst werden dabei Arbeitseinheiten im 20-Sekunden-Takt, also 180 Abrechnungseinheiten in der Stunde. Die Arbeitswoche umfasst 7380 Arbeitstakte.
Vermutlich wird das MSB dann den Modellversuch auf Anraten der IT abbrechen, da diese berechtigterweise zu Bedenken gibt, dass bei 200.000 Lehrkräften und ca. 90.000 Werten je Monat und Lehrkraft die eigene Rechnerleistung zur Auswertung der Datensätze nicht ausreichen wird und deshalb die AZE erst zu einem späteren Zeitpunkt umsetzbar ist. Das ist doch wohl für alle nachvollziehbar ‘ ausser von Lehrkräften im Dienst des MSB.
Ganz bestimmt nicht, wenn andere 2-3 Tage Homeoffice haben, 35 Std Wochen, Gleitzeit, Flexiurlaub und 13. Monatsgehälter und volles Weihnachtsgeld erhalten!!!
Also Geld, Zeit und allg. Bedingungen verbessern und nicht verschlechtern.
Es kommt sonst auch keiner mehr oder die Mathelehrer gehen in die Wirtschaft! Der Beruf konkurriert doch irgendwo!!
🙂
ja, dann werden es viele einfach an den Nagel hängen.
Meine Frau ist in einem Unternehmen und hat tatsächlich 2 Tage Homeoffice, 35 Stunden Woche, 7 Wochen Urlaub, Jahresprämie und Weihnachtsgehalt 100% netto.
Gen Z wird sich das genauestens anschauen
Das ist eine Illusion. Fast alle Lehrer sind verbeamtet. Viele angeblich nur deswegen Lehrer. Die schmeißen doch nun nicht einfach so hin: Pension, private Krankenkasse, Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle unbegrenzt zu 100%, diverse Zuschläge zum Gehalt, mehr netto vom Brutto…
Das wird vielleicht 1% tun. Mehr nicht. Wetten?
Die gehen alle weg, völlig unattraktiv
Besonders Mützer und TZ Kräfte, die dann 5 Tage pendeln o fahren müssen!?
ja als Mutter ginge das dann gar nicht mehr.
Viele Frauen würden auch die attraktiveren Homeofficejobs wählen und nicht mehr in die Schule wollen 🙁
na eher 35 Stunden Woche,
2 Tage Homeoffice ganz zuhaus wie bei meiner Frau und ein Weihnachtsgeld und ein Urlaubsgeld wie in den ganzen Unternehmen.
Die Lehrer würden abwandern 🙁
Ach, wie fortschrittlich: eine umfängliche Präsenzpflicht, gern auch in den Ferien. Endlich können Lehrkräfte ihre Arbeit nicht mehr dann erledigen, wenn sie anfällt, sondern dann, wenn das Gebäude geöffnet ist. Pädagogische Effizienz durch Anwesenheit.
Endlich Schluss mit diesem dekadenten Luxus, Unterricht vorzubereiten, Korrekturen zu erledigen oder Exkursionen zu planen, wann immer es in den eigenen Tagesablauf passt. Nööööööööööööö, wahre pädagogische Hingabe zeigt sich erst, wenn man im Juli bei 34 Grad im leeren Schulgebäude sitzt und die Wände anstarrt, weil Präsenz nun mal Präsenz ist.
Besonders idyllisch wird es für die Naturwissenschaften. Chemie-, Physik- und Biologielehrkräfte dürfen ihre Sammlungen künftig ausschließlich zwischen 8 und 16 Uhr entstauben, Geräte warten, Lösungen ansetzen, Versuchsanordnungen testen und Pflanzenmaterial sammeln. Wer je ein Experiment vorbereitet hat, das stundenlang stabilisiert werden muss, weiß: Naturgesetze lieben starre Präsenzzeiten. Und wenn die Sammlung mal wieder halb auseinanderfällt, weil man außerhalb der Präsenzzeit nichts reparieren darf – dann ist das eben der Preis moderner Bildungssteuerung.
Elternabende, Beratungstage, schulische Veranstaltungen? Selbstverständlich nur noch bis Dienstschluss. Danach beginnt der „geregelte Feierabend“, den dieselbe Politik jahrzehntelang für eine pädagogische Fata Morgana hielt.
Ich finde das ja alles großartig. Nach Jahrzehnten einer Bildungspolitik, die mit stoischer Konsequenz an der Realität vorbeiregiert hat, passt diese Idee perfekt ins Gesamtbild. Ein weiterer Baustein in der langen Tradition, Lehrkräfte zu den dienstleistenden Deppen der Nation zu erklären: immer verfügbar, immer belastbar, immer schuld, aber bitte nie unbequem. Auf meine alten Tage als Oldschool‑Konservativling kann ich da nur sagen: konsequenter hätte man den Irrsinn kaum fortschreiben können.
Und weil bald Fasching ist, bleibt nur zu sagen: Da simma dabei – das ist prima – viva Didaktika! Wenn schon Irrsinn, dann wenigstens mit Tusch.
“Ach, wie fortschrittlich: eine umfängliche Präsenzpflicht, gern auch in den Ferien. Endlich können Lehrkräfte ihre Arbeit nicht mehr dann erledigen, wenn sie anfällt, sondern dann, wenn das Gebäude geöffnet ist. Pädagogische Effizienz durch Anwesenheit.”
Naja, aber das haben wir uns dann ja selbst eingebrockt. Zumindest diejenigen, die immer nach der Arbeitszeiterfassung riefen.
Ich lach mich schlapp! Alles leere Drohungen. Die hat wohl noch nicht mit den Schulträgern gesprochen. Die müssten dann die Arbeitsplätze einrichten. Da bis 16 Uhr Unterricht ist, geht das mit den Klassenräumen nicht so einfach, wie sich die Ahnungslose das vorstellt. Herrlich.
Schon mal in den Ferien in der Schule gewesen? Da wird nicht geheizt. Tja, fahr ich halt nach Hause. Mal ganz abgesehen davon, dass nicht der gesamte Urlaubsanspruch in den Betriebsferien liegen darf. Das gibt ein Fest für Anwälte und Gerichte. Oder wie Kater Karlo sagen würde: Har, har, har
Das lässt sich schon machen. In Berlin gab es so viele Anbauten an Schulen, nachdem die Schülerzahl seit 2015 so massiv anstieg. Nun ist davon die Rede, dass die Schülerzahlen wieder sinken werden, also werden auch wieder Räume frei.
Freuen Sie sich nicht zu früh.
Schulferien und Betriebsferien sind nicht das Gleiche. Es ist ja schon jetzt so, dass wir unseren Urlaub in den Ferien nehmen müssen. Dürfen Sie in der Unterrichtszeit Urlaub nehmen? Wir müssen das im ÖD nur nicht beantragen und können auch im Rest der Ferien zu Hause bleiben oder verreisen.
Schulferien sind per Gesetz nur für die SuS geregelt. Für Lehrkräfte sind die Zeiträume der Schulferien lediglich unterrichtsfreie Zeiten.
Für angestellte Lehrkräfte ist im Arbeitsvertrag lediglich geregelt, dass die 28 Urlaubstage während der Ferienzeiten zu nehmen sind.
Da Schule kein Betrieb ist, gibt es eben keine Betriebsferien. Da es keinen eigenständigen Tarifbereich innerhalb des TV-L für Lehrkräfte gibt, gelten eben die gleichen Regelungen wie für den Rest des ÖD der Länder.
Ach Gottchen, da holt die Feller aber einen Buhmann heraus.
Aber wer soll sich davon erschrecken lassen? Eine Präsenzpflicht in den Schulgebäuden ist gar nicht umsetzbar, weil die Schulen gar nicht dafür ausgestattet sind.
Hat man auch schon mit den Musikschulen gesprochen, die in vielen Städten schulische Gebäude mitnutzen und am Nchmittag dort ihrn Unterricht geben? Die werden sich freuen, wenn sie aus den Schulen geschmissen werden, weil die Lehrer sich dort nachmittags aufhalten sollen.
Die Städte und Geminden werden sich auch feune, wen nsie dan nfür viel Geld jedem LEher einen ergonomischen Arbeitsplatz mit PC einrichten müssen. Ich fände es dan auch gut, wenn die Schule mir sämtliche Fachliteratur anschaffen würde, die ich bsher zuhause in meinem Büro habe.
Ich persönlich fände es übrngens gar nicht schlecht, wenn es eine Präsenzpflicht im Gebaude gäbe. Dann wäre klar, dass die Arbeitszeit von 8:00Uhr bis 16: 30 Uhr ist. Das Wochenende wäre frei.
Dann gibt es keine Konferenzen mehr die deutlich länger dauern. Keine Schulkonferenzen mehr , die erst um 18:30 Uhr beginnen und bis mindesten 21:00 Uhr dauern.
Nur los Frau Feller, dann führen Sie doch die Zeiterfassung endlich ein, wie Sie es schon lange tun müssen.
Sie malen den Teufel an die Wand. Bei uns wird kein Raum von irgendeiner Organisation am Nachmittag verwendet. Konferenzen finden dann nachmittags statt. Ihre Arbeitszeit umfasst ja nicht nur Ihre Unterrichtsstunden. Schaffen müssen Sie aber trotzdem, was anliegt. Vielleicht dürfen Sie sich dann eine Woche länger Zeit lassen für eine Korrektur. Wir werden sehen.
Ihr Wochenende könnte auch jetzt schon frei sein. Sie können auch jetzt schon alle Arbeit bis 16.30 Uhr erledigen. Sie müssen dann nur eben von 08.00 bis 16.30 Uhr arbeiten, abgesehen von den Pausen. Machen Sie es doch! Noch können Sie das sogar zu Hause (nach dem Unterricht)!
Und in der Regel wären dann alle unaufschiebbaren Arztbesuche innerhalb der Arbeitszeit …. Tja doof, wo wir die doch bisher immer so gut es geht auf außerhalb geschoben haben.
Muss sie doch gar nicht, stattdessen macht sie halt selber “buh”.
Es steht dem Staat als Dienstherrn nicht gut an, hier die Angstkeule zu schwingen und eine vermeintliche Drohkulisse aufzubauen. Frau Feller hätte nur die Expertise vom jetzigen Bremer Bildungssenator für die Telekom-Stiftung lesen müssen, die ja schon lang genug auf dem Markt ist. Ihre Juristen sollten auch die Auslegung des EuGH-Urteils von Ulber kennen (https://www.hugo-sinzheimer-institut.de/fpdf/HBS-007627/p_hsi_schriften_32.pdf). Insgesamt eine ziemlich unqualifizierte Stellungnahme der Ministerin für einen bereits so lange so klaren Sachstand. Dass ihr das nicht peinlich ist, spricht Bände.
Frau Feller zeigt mal wieder genau eins auf, nämlich das Bildungsminister keine Ahnung vom System haben. Zu dem glauben sie immer noch sich das Ganze so zu recht drehen zu können, dass die Arbeitszeiterfassung sich nachteilig für die Lehrkräfte auswirken würde. Und das mit den Anrechnungsstunden kann nur Sarkasmus sein.
Da wandern dann viele ab bei 5 Tage vor Ort, besonders Mütter und TZ!
Denn die fahren oft nur an 3 Tagen überhaupt. 🙂
Mit Homeoffice wäre es auch besser, sonst eher 2. Klasse.
Sie wissen doch genau, dass sie es sonst zu unattraktiv machen.
Lehrermangel schon jetzt!!!
🙁
Gerade Lehrer-Mütter profitieren vom gegenwärtigen Modell, wonach sie sich am Nachmittag um ihre Kinder kümmern und am Abend die Schule vorbereiten. Aber das wolltet ihr ja nicht mehr!
ja stimmt, als Mutter geht das dann gar nicht mehr. 5 Tage bis 17 oder 18 Uhr.
Dann würden viele Homeofficejobs wählen, die einfach attraktiver sind
Das Statement ist auch ein gutes Beispiel für die Argumentationstechnik des Gaslighting. Bezeichnenderweise heißt es auf Wikipedia dazu:
“Gaslighting stammt zwar aus dem Kontext persönlicher Beziehungen, ist aber im Berufsleben ebenso hoch relevant. Die verursachten psychischen Probleme wirken sich negativ auf Produktivität, Arbeitsleistung und Karriere aus. Gaslighting verschlechtert das Arbeitsklima und erhöht Teamspannungen und die Fluktuation.” (https://de.wikipedia.org/wiki/Gaslighting)
Wo kein Team (zwischen Dienstherrn und Lehrkräften), da auch keine Teamspannungen – das verschiebt sich dann halt in die echten Teams vor Ort. Der Rest ist beobacht- und messbar, auch wenn die Ministerien die Ausstiegszahlen noch kleinreden.
“Und sie stellt eine mögliche Folge in Aussicht, …: eine umfängliche Präsenzpflicht – „vielleicht“ sogar während der Ferien.”
Da haben wir’s. Das wird das Ergebnis der ewigen Meckerei und Nörgelei über zu viel Arbeit sein. An manchen Privatschulen ist das auch schon so. Da muss man in den Ferien Urlaub einreichen wie andere Beschäftigte auch und im Rest der Ferienzeit vor Ort abrufbar sein (und die rufen dich dann auch ab).
Dabei ist doch eigentlich klar, wie gut die pauschale Arbeitszeitanrechung ist: Niemand kontrolliert(e bisher), wie viel Zeit davon du wirklich brauchtest und es ist ja ganz normal, dass der Anfänger mehr Zeit braucht als der erfahrene Kollege.
Ihr macht uns das alles kaputt mit eurer ewigen Nörgelei!
Offensichtlich arbeiten Sie zu wenig.
Vielen anderen Kollegen mit hoher Korrekturbelastung geht es nicht so.
Das ist keine Nörgelei, sondern das Ansprechen eines realen Missstandes,
Abgesehen davon gibt es die Pflicht zur Arbeitszeierfssung auch, wenn niemand “nörgelt”.
Ähnlich Kommentare wie Ihren habe ich übrigens auch gehört, als vor etwa 15 Jahren durch ein Gerichtsurteil erstritten wurde (vielen Dank heute noch an den klagenden Kollegen), dass das Land die Kosten für Fahrt und Unterkunft von Lehrkräften bei Klassenfahrten tragen muss und nicht die Lehrkräfte selbst, was bis dahin üblich war.
Damals hat sich ein Kollege beklagt, dass man ihm jetzt verbieten würde, für die Fahrten selbst zu zahlen und man ihm damit seine Freiheit nehme.
Warum muss ich dabei an Sie denken?
Na guck, bei einem hat ihr Rufen im Walde glatt funktioniert…
Schade dass Frau Feller mit ihrer Angstmacherei bei Ihnen landen konnte. Wirklich schade.
Das ist auch miene Meinung. Diese freie Zeiteinteilung ist nicht zu unterschätzen, die bietet enorm viele Vorteile. Und eine Präsenzzeit kann nur Nachteile für die meisten Lehrkräfte bringen. Das scheinen viele noch nicht so ganz zu überreißen.
Was angegangen werden muss, ist die Tatsache, dass dem Lehrer immer mehr außerunterrichtliche Zusatzaufgaben aufgebürdet werden unter dem Vorwand, das gehöre zum Berufsbild. Hier ist das Maß längst überschritten. Wer sich über Gebühr engagiert und Zusatzzeit für die Schule verbringt, der sollte das freiwillig machen dürfen und auch dafür vergütet/entlastet werden. Wenn ich z.B. als Teilzeitkraft an einer Schülerfreizeit teilnehme, dann kann es nicht sein, dass ich diese a) wie meine Teilzeit vergütet bekomme und b) einen großen Teil auch noch selbst finanzieren soll. So als Beispiel. Man soll z.Zt. als Psychologe, Sozialarbeiter, Ernährungsberater und Mediator zwischen Schüler und Familie funktionieren. Eine idealistische Vorstellung, aber kaum durchführbar. An diesen Methoden krankt es doch.
Pauschal ist super für die, die weniger machen als sie laut Vertrag müssen (gern mal nachsehen, welche Arbeitsstundenleistung Beamte zu erbringen haben). Pauschal ist Mist für die, die mehr machen, weil es nicht anders geht. Erstere leben auf Kosten letzterer.
Verstehe ich Sie richtig: Sie möchten, dass die Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs ignoriert werden? Und falls diese den Entscheidungen nach durchgesetzt werden, was nach fast Jahren(!) immer noch nicht passiert ist, den Lehrern dies zum Vorwurf machen, die an keiner der Entscheidungen teilhaben?
“Als Referenz nennt sie eine Arbeitszeitstudie aus Sachsen, in der ein Jahr lang die Arbeitszeit von Lehrkräften erfasst worden sei.”
Ein Hoch auf die Arbeitszeiterfassung! Welche Parteien waren jemals dagegen? 😉
“Die von Feller herangezogene sächsische Arbeitszeitstudie ist allerdings stark umstritten. Zwar erklärte das Kultusministerium in Dresden bei der Vorstellung einer Zwischenauswertung, Vollzeitlehrkräfte hielten ihre Sollarbeitszeit im Jahresmittel nahezu ein. Lehrerverbände und Gewerkschaften äußerten jedoch erhebliche Zweifel an der Aussagekraft der Ergebnisse.”
Sie ist umstritten, weil sie nicht gefällt. Das ist doch klar. Die selbst verfassten Studien mit den gefälligen Ergebnissen werden natürlich von den Berufsvereinen nicht angezweifelt. Weil sie ihnen in den Kram passen.
Dabei war die sächsische Studie streng, das heißt, Betrug sollte geahndet werden. Wenn man ohne diese Aussicht auf irgendwelche Knöpfe drücken soll und niemand ist da, der sieht, ob es stimmt oder nicht, ob man sich nach dem Drücken nicht doch erst noch einen Kaffee macht, bevor man mit der Arbeit anfängt, dann ist doch klar, dass man gerne immer noch ein bisschen Zeit “hinzudichtet”. Wir sind alle nur Menschen.
Wenn wir in den Ferien Präsenzpflicht haben, müßte dann aber die Urlaubsregelung auch dahingehend geändert werden, dass wir 30 Tage Urlaub haben und diese nehmen können wann wir wollen, egal ob gerade Schulferien sind oder nicht.
Erklär mal Außenstehenden, dass man als Lehrer beim Tod der eigenen Mutter 2 Tage Sonderurlaub bekommt und ansonsten zu funktionieren hat. Selbst wenn man psychisch stabil ist, schafft man es in den 2 Tagen nicht alles zu regeln. Aber Urlaub nehmen kann man ja nicht…
Ich kann mich den Kommentierenden hier nur anschließen. Ich finde das mit der Präsenzpflicht super, die Schulträger finden das aus den genannten Gründen umso weniger super.
Beeindruckend ist, mit welcher Vehemenz Dorothee Feller vor den Folgen einer Arbeitszeiterfassung warnt. Diese Argumentation wirkt weniger wie eine sachliche Auseinandersetzung als vielmehr wie der Aufbau einer Abschreckung, die Lehrkräfte davon abhalten soll, ihr Recht auf transparente Arbeitszeiterfassung einzufordern.
Dabei wird auffällig, dass Beispiele aus anderen Bundesländern – etwa aus Bremen, wo Arbeitszeiterfassung auch ohne permanente Anwesenheit in der Schule organisiert wird – kaum berücksichtigt werden. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit solchen Modellen könnte dazu beitragen, Lösungen zu entwickeln, statt mögliche Probleme vorwegzunehmen und dadurch Reformen zu blockieren.
Der Eindruck entsteht, dass eine klare Regelung auch deshalb vermieden wird, weil sie langfristig zu berechtigten Forderungen nach Anpassungen des Unterrichtspensums oder der Arbeitsbelastung führen könnte. Genau diese Debatte wäre jedoch notwendig, um die tatsächliche Arbeitsrealität von Lehrkräften sichtbar zu machen.
Insgesamt verstärkt das Vorgehen des Ministeriums den Eindruck, dass es sich weniger als Interessenvertreter der Lehrkräfte versteht, sondern eher als deren Gegenspieler. Das macht den Standort Nordrhein-Westfalen für Lehrerinnen und Lehrer zunehmend unattraktiv. Finanzielle Zwänge des Landes mögen dabei eine Rolle spielen, dürfen jedoch nicht als Begründung dienen, berechtigte Anliegen dauerhaft auszublenden. Eine transparente Arbeitszeiterfassung wäre kein Luxus, sondern ein notwendiger Schritt zu mehr Fairness und Wertschätzung im Lehrerberuf.
Ja und mit dieser Aussage wird Frau Feller hier bei vielen Lehrern einen wunden Punkt genau ins Mark treffen, was sie auch weiß und deshalb ganz bewusst macht.
Fakt ist:
Also, alle schön ruhig bleiben. Die Art und Weise, wie hier von Frau Feller argumentiert wird zeigt, dass man uns jetzt mit Angst probiert einzuschüchtern. Dafür gibt es keinen Grund und für vieles, was sie sagt auch keine bauliche oder rechtliche Grundlage.
Ich bin selbst kein Lehrer, arbeite aber im Bildungsbereich. Wenn Zeiterfassung für Lehrer kommt, dann benötigt NRW doppelt so viele Lehrer, da dann Überstunden abgebaut werden müssen. Jeder Lehrer benötigt einen Arbeitsplatz zum ungestörten Arbeiten. Online Ausstattung wie PC, Headset usw sind natürlich auch nötig. So einen Vorschlag kann nur jemand machen, der nie unterrichtet hat.
@Redaktion: versteckt hinter der Paywall:
…sagt der Sozialwissenschaftler Dr. Frank Mußmann von der Universität Göttingen in einem aktuellen Zeit-Interview.
Sollen wir für Sie ein Zeit-Abo abschließen? Herzliche Grüße Die Redaktion
In anderen Berufen ist doch die Arbeitszeiterfassung auch im Home Office möglich. Wieso soll das bei Lehrkräften nicht möglich sein? Das verstehe ich nicht.
Ich würde gerne nach Unterrichtsschluss in der Schule arbeiten. Aber wo? Im Lehrerzimmer mit 20 Kolleginnen? Oder im Klassenraum? Das geht schon allein deshalb nicht, weil dieser für die OGS-Betreuung genutzt wird.
als Mutter kannst du gar nicht eine Vollzeitstelle machen.
Momentan wären Homeofficejobs attraktiver, wenn du beim Kind daheim bist.
Und wo wird Schule mal digital??
Ich kann doch auch mit dem PC von zuhause arbeiten, versteh ich auch net
„Schulleitungen können Anrechnungsstunden gezielt vergeben, um Lehrkräfte mit hohem Korrekturaufwand zu entlasten.“
SL können das vorschlagen. Die Entscheidung trifft die Lehrerkonferenz.
Wenn jemand wie ich 5 Lehrkräfte innerhalb der nächsten Verwandtschaft hat, zudem noch eine Ausbildung als Arbeitswirtschaftler absolviert, dann kann ich sehr wohl beurteilen dass die Mehrheit der Lehrkräfte gut vorbereitet in den Unterricht geht und damit ausreichend Stunden für den Beruf ableistet.
Es ist höchste Zeit für Arbeitszeit Erfassung, sowie Presaent zu sein viele die nichts tun und nur Blabla machen.
Da der Lehrberuf von bis zu 80% von Frauen gemacht wird, wovon viele Kinder haben, schneiden sie sich damit ins eigene Fleisch. Die haben doch alle keine vollen Stellen, weil sie das gar nicht mit dem Familienleben kombinieren können. Die könnten das gar nicht mit diesen Präsenzzeiten oder auch dauernden Fahrten zur Schule / oft ja 20km weg.
Viele würden sich auch einfach für Hybridjobs entscheiden, wo sie 3 Tage von daheim arbeiten und das Familienleben besser hinkriegen.
Da gibt es oft schon höhere Gehälter, mehr Freiheit und mehr benefits.
Es muss keiner mehr einen Schuljob machen, wenn das zu unattraktiv wird!!!
Frau Feller hat wohl bei Trump gelernt. Entweder ihr unterlasst eure unverschämte Forderung nach Arbeitszeiterfassung, oder …
Wenn Minister sowas vorschlagen, endet das meist im Chaos.