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Katholische Schulen: „Sehr viele Eltern vertrauen uns ihre Kinder an – trotz allem, was in der Kirche geschehen ist“

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DRESDEN. Katholische Schulen verstehen sich nicht nur als Orte der Wissensvermittlung, sondern als Lebensräume, in denen junge Menschen Orientierung, Gemeinschaft und Werte erfahren. Wie sich dieser Anspruch im Schulalltag zeigt, worin sich konfessionelle Schulen unterscheiden und vor welchen Herausforderungen sie angesichts von Säkularisierung, Inklusion sowie gesellschaftlicher Polarisierung stehen, erläutert Heinrich Timmerevers im Interview mit News4teachers. Der Bischof des Bistums Dresden-Meißen ist der Vorsitzende der Kommission für Erziehung und Schule bei der Deutschen Bischofskonferenz.

“Wir könnten vielerorts zusätzliche Klassen eröffnen”: Heinrich Timmerevers, Bischof des Bistums Dresden-Meißen und Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule bei der Deutschen Bischofskonferenz. Foto: Bistum Dresden-Meißen

News4teachers: Worin liegt aus Ihrer Sicht der Kern des Profils von katholischen Schulen in Deutschland begründet?

Heinrich Timmerevers: Eine Grundhaltung ist die Überzeugung, dass der Mensch ein Geschöpf Gottes ist mit einer unantastbaren Würde und einer unverwechselbaren Berufung. Das ist die Mitte, der Kern oder der Herzschlag unserer Schulen. Es ist ein Blick auf Bildung, der umfassender ist als reine Wissensvermittlung. Unsere katholischen Schulen wollen junge Menschen nicht nur auf Prüfungen vorbereiten, sondern auf das Leben. Ein Leben, in dem sie Verantwortung übernehmen, einen Blick für Mitmenschen haben und ihren Platz in der Gesellschaft finden.

Das prägt den Alltag. Oft wird beschrieben, dass es eine besondere Atmosphäre gibt. Lehrerinnen und Lehrer gehen respektvoll mit den Kindern und Jugendlichen um. Auch Scheitern und Erfolg werden angenommen. Ein weiterer Punkt ist, dass Menschen Räume geöffnet werden, in denen sie ihre Begabungen entdecken und entfalten können und zugleich lernen, Teil einer Gemeinschaft zu sein.

News4teachers: Was unterscheidet katholische Schulen von anderen privaten oder staatlichen Schulen?

Heinrich Timmerevers: Es gibt äußere Merkmale, etwa einen Raum der Stille oder eine Hauskapelle. Wichtiger ist aber die innere Ausrichtung. Bildung geschieht immer in Beziehungen: Zu sich selbst, zu anderen Menschen, zur Welt und auch zu Gott. Diese Dimension des Menschseins prägt unseren Bildungsauftrag. Fragen nach Sinn und Orientierung haben Raum im Schulleben.

Gerade in Ostdeutschland erleben wir oft, dass Eltern ohne religiöse Bindung uns ihre Kinder anvertrauen, damit sie auf einer katholischen Schule religiöse Werte kennenlernen. Außerdem spielt das Miteinander eine große Rolle. Schülerinnen und Schüler erleben, dass noch mehr zum Alltag dazugehört als Schulnoten. An seinen Fehlern kann man wachsen und Scheitern ist eine wichtige Erkenntnis zur Selbstreflexion.

News4teachers: Was macht den christlichen Bildungsauftrag aus und wie wird er konkret umgesetzt?

Heinrich Timmerevers: Zunächst vermitteln wir, dass das Leben Sinn hat – auch über den Moment hinaus. Damit verbunden ist Mut: Mut zur eigenen Würde, zur Verantwortung, zu einem Leben nach Werten und zum Umgang mit Herausforderungen. Wir üben Geduld ein, haben ein offenes Ohr für Schwierigkeiten und teilen auch Freude über gelungene Projekte. Versöhnung gehört ebenfalls dazu.

Hinzu kommen spirituelle Angebote: Das Kirchenjahr, Feste wie Advent oder Fastenzeit, Gottesdienste und Rituale. In die Gottesdienstgestaltung werden die Schülerinnen und Schüler jeder Altersstufe miteinbezogen, damit sie schon früh liturgische Elemente kennenlernen. Auch soziales Engagement, etwa über die Caritas oder Schulpartnerschaften, gehört dazu.

Die Herausforderung ist, sprachfähig zu werden und unseren Glauben so zu kommunizieren, dass er verständlich und annehmbar ist“

News4teachers: Vor welche Herausforderungen stellt die zunehmende Säkularisierung katholische Schulen in Deutschland?

Heinrich Timmerevers: In den sechs katholischen Schulen unseres Bistums haben etwa 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler keine konfessionelle Bindung. Das ist für uns Alltag. Die Herausforderung ist, sprachfähig zu werden und unseren Glauben so zu kommunizieren, dass er verständlich und annehmbar ist. Wir bringen ihn behutsam, einladend und dialogfähig in die Gesellschaft ein.

Ich bin überzeugt, dass die großen Worte unserer Tradition Bedeutung für alle haben. Wenn wir Würde, Gerechtigkeit, Solidarität und Hoffnung leben, stoßen wir bei jungen Menschen auf offene Ohren. Die Nachfrage ist bundesweit sehr groß. Wir könnten vielerorts zusätzliche Klassen eröffnen.

News4teachers: Sie leiten ein Bistum in der Diaspora. Mit Blick auf die DDR-Vergangenheit hat man dort auch Erfahrungen mit Repressionen gemacht. Würden Sie sagen, dass der katholische Glaube in den ostdeutschen Bistümern stärker ausgeprägt ist als in Westdeutschland?

Heinrich Timmerevers: In der DDR gab es keine katholischen Schulen. Heute wird wahrgenommen, dass unsere Schulen ein menschenfreundliches Profil haben und eine Haltung vermitteln. Was ich aber nicht tun würde, ist eine Bewertung im Sinn von: Die einen sind mehr, die anderen weniger gläubig. Was ich hier wahrnehme – auch im Vergleich zu westdeutschen Bistümern –, ist eine größere Selbstverständlichkeit, den Glauben zu leben, im Bewusstsein, dass viele um uns herum ihn nicht kennen oder nicht leben. Das hat nicht zu Verunsicherung geführt, sondern eher zu der Haltung: Wir sind überzeugt, wir leben es und lassen uns nicht irritieren. Und ich nehme auch eine gewisse Freude wahr, den Glauben zu leben, und eine größere Zusammengehörigkeit. Kirche wurde hier viel stärker familiär wahrgenommen. Diese Vertrautheit miteinander ist bis heute eine Stärke unserer Gemeinden und Pfarrgemeinden.

News4teachers: Warum ist Ihnen Bildung ein persönliches Anliegen?

Heinrich Timmerevers: Bildung ist ein lebendiger, beziehungsreicher Prozess. Es ist schön zu sehen, wenn junge Menschen Hoffnung und Perspektive entdecken. Ich habe viele beeindruckende Lehrerpersönlichkeiten erlebt, die mehr sind als Wissensvermittler. Sie sind eher Wegbegleiter oder Seelsorger. Das ist ein großer Schatz. Unsere Schulen eröffnen Räume, in denen junge Menschen sich entwickeln und zu Persönlichkeiten heranwachsen können.

News4teachers: Was bedeutet der Vorsitz der Kommission für Erziehung und Schule in der Bischofskonferenz für Sie?

Heinrich Timmerevers: Ich habe die Wahl dazu mit Freude angenommen und möchte unsere Schulen fördern. Wir erreichen über die Schulen viele junge Menschen, die wir in Gemeinden oft nicht mehr erreichen. Das motiviert mich sehr.

Unsere Schulen sollen Orte sein, an denen queere Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte ohne Angst sie selbst sein können“

News4teachers: Im Oktober 2025 hat die Kommission für Erziehung und Schule eine Broschüre mit dem Titel „Geschaffen, erlöst und geliebt.“ veröffentlicht. Darin plädieren die Bischöfe für einen wertschätzenden und diskriminierungsfreien Umgang mit queeren Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften. Warum war es der Kommission ein Anliegen, auf diese Personengruppe gezielt zuzugehen und praktische Leitlinien für den Schulalltag zu erarbeiten?

Heinrich Timmerevers: Es geht um den Kern unseres Glaubens: Jeder Mensch ist geschaffen, erlöst und geliebt. Das muss sich im Umgang zeigen, besonders mit verletzlichen Menschen, mit Menschen, die in unserer Gesellschaft immer wieder mit Vorurteilen konfrontiert werden.

Unsere Schulen sollen Orte sein, an denen queere Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte ohne Angst sie selbst sein können. Wir wollen aus unserer Tradition heraus Wege aufzeigen, wie Respekt, Schutz und Wertschätzung konkret gelebt werden können – unterstützend, nicht moralisierend. Es ist ein Ausdruck unserer Überzeugung, dass die Liebe Gottes keine Grenzen kennt – und dass Kirche dort am glaubwürdigsten ist, wo sie diese Liebe erfahrbar macht.

News4teachers: Wie sieht ein solcher wertschätzender Umgang in der Praxis aus?

Heinrich Timmerevers: Es beginnt mit der Haltung: Wie reden wir miteinander? Wie schauen wir aufeinander? Schule soll ein Raum sein, in dem niemand Angst haben muss, beschämt oder ausgegrenzt zu werden. Dazu gehört eine sensible Sprache. Wichtig sind auch Vertrauenspersonen, Präventions- und Schutzkonzepte. Wenn wir von Würde sprechen, muss sich das im Verhalten zeigen.

Aber es geht um noch mehr: um ein Schulklima, in dem Vielfalt nicht als Problem, sondern als Bereicherung wahrgenommen wird. Wo Schülerinnen und Schüler spüren: „Ich darf hier wachsen. Ich bin nicht allein.“

News4teachers: Das Papier ist innerhalb der Bischofskonferenz und gesamtkirchlich nicht unumstritten. Können Sie diese Kritik nachvollziehen und wie antworten Sie darauf?

Heinrich Timmerevers: Kritik gehört dazu. In der Kirche gibt es immer ein Ringen um den richtigen Weg. Das ist kein Schwächezeichen, sondern Ausdruck von Ernsthaftigkeit – auch damit, Gottes Willen in der jeweiligen Zeit zu verstehen.

Ich kann nachvollziehen, dass manche Menschen Sorge haben, die Kirche entferne sich durch solche Texte von ihrer Lehre. Aber ich bin überzeugt, dass dem nicht der Fall ist. Wir dürfen Menschen nicht ausgrenzen. Als Christen wissen wir, dass Gott jeden Menschen liebt. Wir begleiten, ohne festzulegen oder zu verurteilen.

Die Frage ist nicht, ob wir kirchliche Identität verlieren, wenn wir queere Menschen schützen und begleiten. Die Frage ist: Wie könnten wir eine Identität bewahren, wenn wir es nicht tun? Unsere Aufgabe ist es, Menschen zu begleiten – gerade dort, wo sie verletzlich sind. Wer die Handschrift Jesu betrachtet, erkennt: Er hat Menschen nicht nach Kategorien beurteilt, sondern nach ihrer Würde. Deshalb antworte ich auf Kritik respektvoll – aber auch mit großer innerer Klarheit.

Es ist beeindruckend zu sehen, wie selbstverständlich das Miteinander oft gelingt“

News4teachers: Wie gehen Schulen in katholischer Trägerschaft mit der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf um?

Heinrich Timmerevers: Inklusion ist eine Konsequenz unseres Glaubens. Jeder Mensch hat seinen Platz. Viele Schulen arbeiten mit multiprofessionellen Teams. Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen lernen miteinander. Es ist beeindruckend zu sehen, wie selbstverständlich das Miteinander oft gelingt. Wichtig ist, dass jeder das bekommt, was er braucht, um wachsen zu können.

News4teachers: Funktioniert Inklusion an katholischen Schulen besser als an anderen Schulformen?

Heinrich Timmerevers: Es ist auch für uns eine Herausforderung, insbesondere beim Personal. Aber ich sehe, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und man sich bemüht, das Beste zu ermöglichen.

News4teachers: Sie haben die personellen Herausforderungen schon angesprochen. Wie gelingt es katholischen Schulen, Lehrkräfte zu finden, die das konfessionelle Profil mittragen?

Heinrich Timmerevers: In unserem Bistum haben wir kein großes Problem mit Lehrkräftemangel. Wir haben kaum Unterrichtsausfall zu verzeichnen. Referendarinnen und Referendare erleben unsere Schulen und kommen später gerne zurück. Das Schulprofil und die Arbeitsatmosphäre sind attraktiv. Wir sind auch offen für Lehrkräfte ohne konfessionelle Bindung, wenn sie den Grundansatz unserer Schulen mittragen.

News4teachers: Nehmen Sie durch die Missbrauchsskandale in den vergangenen Jahren ein geringeres Vertrauen in kirchliche Schulen wahr als zuvor?

Heinrich Timmerevers: Das nehmen wir nicht wahr, wenn wir etwa auf die Meldezahlen schauen. Sehr viele Eltern vertrauen uns ihre Kinder an – trotz allem, was in der Kirche geschehen ist. Gegenüber unseren Schulen sehe ich nicht diesen großen Vertrauensbruch. Natürlich müssen wir weiter an Schutzkonzepten arbeiten, Präventionsschulungen durchführen und die Sensibilität hochhalten – bei Schülerinnen und Schülern ebenso wie bei Lehrkräften. Das ist ein beständiger Auftrag. Und dort, wo Vertrauen durch Übergriffe zerstört worden ist, braucht es viel Zeit, es wieder aufzubauen. Kinder und Jugendliche müssen auch in unseren Schulen erleben können, dass ihre Sicherheit an erster Stelle steht.

News4teachers: Welche Verantwortung tragen katholische Schulen angesichts zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und demokratiefeindlicher Tendenzen?

Heinrich Timmerevers: Ich glaube, wir haben da eine große Verantwortung. Unsere Schulen müssen Lernorte des Dialogs sein. Junge Menschen sollen einüben können zuzuhören, zu argumentieren, respektvoll zu widersprechen und Unterschiede auszuhalten. Unterschiedliche Positionen und Erfahrungen gehören zur Wirklichkeit des Lebens. Entscheidend ist, dass der Respekt und die Würde gewahrt bleiben und niemand diskriminiert oder herabgesetzt wird. Das gehört zum christlichen Profil einer Schule. Das ist auch ein wichtiges Gegengewicht zu populistischen Vereinfachungen und zu Formen von Ausgrenzung. Gerade als Christen sind wir in der Pflicht, Brücken zu bauen.

News4teachers: Die AfD in Sachsen-Anhalt hat sich kürzlich dazu geäußert, im Falle eines Wahlsieges bei den Landtagswahlen im September diesen Jahres den Einfluss der Kirchen begrenzen zu wollen. Wie bewerten Sie das?

Heinrich Timmerevers: Das ist sehr verunsichernd und wir werden alle Entwicklungen diesbezüglich sehr wach beobachten müssen. Durch Grundgesetz und Verfassung sind konfessionelle Schulen möglich, und der Staat soll freie Träger fördern. Wenn das eingeschränkt wird, ist das ein Angriff auf unsere gesamte Gesellschaft. Wir haben in unserem Land eine positive Religionsfreiheit. Das heißt, Religionsgemeinschaften sollen sich mit ihrem Impetus und ihren Begabungen in die Gesellschaft einbringen.

News4teachers: Welche Rolle sollen katholische Schulen aus Ihrer Sicht in zehn oder zwanzig Jahren im deutschen Bildungssystem spielen?

Heinrich Timmerevers: Sie sollen Orte sein, an denen junge Menschen erleben können: Ich darf hier sein, ich darf hier wachsen, ich bin mitgetragen. Hier finde ich Orientierung für mein Leben. Junge Menschen können erfahren, dass der christliche Glaube eine wichtige Ressource für das Leben ist und dass man das entdecken kann. Das wird auch in zehn oder zwanzig Jahren wichtig sein.

Religionsgemeinschaften sollen sich in das Plurale einer Gesellschaft einbringen dürfen. Darum können unsere Schulen wichtige Partner im Bildungssystem sein. Fachlich gute Schulen, menschlich warmherzig und mit spiritueller Offenheit – Orte, an denen Kinder nicht nur lernen, sondern auch miteinander leben. Wir merken, dass Schule zunehmend auch ein Lebensort wird. Unsere Gesellschaft braucht solche Schulen: Orte, an denen Menschen leben können, Perspektive finden, Hoffnung haben und Angst vor der Zukunft überwinden können. News4teachers / Nina Odenius führte das Interview 

Zur Person

Heinrich Timmerevers (Jahrgang 1952) wurde nach verschiedenen Stationen im Bistum Münster im April 2016 zum Bischof des Bistums Dresden-Meißen ernannt.

Seit 2021 gehört er der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz an und wurde im September 2024 zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Das Bistum Dresden-Meißen ist Träger von sechs allgemeinbildenden Schulen. Dazu gehören Gymnasien und Grundschulen an den Standorten Bautzen, Dresden, Leipzig und Zwickau. Insgesamt werden dort ca. 2500 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Regenbogen unerwünscht? Katholische Schulen und der schwierige Umgang mit Vielfalt

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unfassbar
4 Tage zuvor

Die Entscheidung für eine katholische Schule hat meiner Meinung nach wenig bis nichts mit dem zu tun, was die katholische Kirche einigen Kindern und Jugendlichen angetan und viel zu wenig aufgearbeitet hat. Relevant ist ein anderer großer Unterschied zwischen den öffentlichen Schulen und den kirchlichen Ersatzschulen, der durch eine christliche Taufurkunde ermöglicht wird.

Realist
4 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Nein, nein, es hat natürlich nur damit zu tun, dass an den öffentlichen Schulen lustlose Unterrichtsbeamte mit OHP, Matrizen-Kopien und FAX-Geräten Unterricht aus der Kaiserzeit exzerzieren.

Und da natürlich “alle Freunde von Lisa-Sophie” auch auf die katholische Privatschule gehen und man selber darauf natürlich Rücksicht nehmen muss, obwohl man als grüner-roter “Salon-Sozialist” eigentlich ein glühender Verfechter des öffentlichen Schulsystems inbseondere in Form von integrierten Gesamtschulen ist…

Der Leser
4 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Auf den Spin muss man kommen: Aussagen über die Schulwahl deutscher Politiker für ihre Kinder mit Aussagen des US-Amerikanischen Präsidenten verknüpfen.

Aber gut, sog. Progressive tun halt auch alles um ihre Gehirnakrobatiken zu äußern. Dafür gibt’s Belege ohne Ende:
https://www.news4teachers.de/2026/04/katholische-schulen-sehr-viele-eltern-vertrauen-uns-ihre-kinder-an-trotz-allem-was-in-der-kirche-geschehen-ist/

Herzliche Grüße
Ihr Leser (warum auch immer)

Mika BB
4 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„ Ansonsten würden wir mal sagen: Tiefschwarze Reaktionäre ziehen wirklich alles an den Haaren herbei, um auf Progressive öffentlich verbal einzudreschen.“

Inwiefern stehen katholische Schulen denn für „alles Progressive“?

unfassbar
4 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe eine Studie zu evangelischen Schulen aus dem Jahr 2005 gefunden. Relevante Punkte sind:
Evangelische Schulen bieten ein günstiges Erziehungs- und Sozialisationsmilieu.
Sie legen besonderen Wert auf diakonische Bildung, Sozialerziehung und religiöse Milieubindung.
Das positive Klima ermöglicht Jugendlichen eigene religiöse Erfahrungen.
Heutzutage dürfte der erste Punkt an Relevanz gewonnen haben.

Quelle: https://www.evs-nb.de/wp-content/uploads/sites/6/2023/01/qualitaet_ev_schulen.pdf

Mika BB
8 Stunden zuvor
Antwortet  unfassbar

Die erste Frage zu einer Studie sollte stets sein: „Und wer hat’s bezahlt?“

In diesem Fall genau derjenige, der hier gerühmt wird: die Evangelische Kirche Deutschland.

Übrigens: der Zeitgeist der verlotternden Bildung ist längst auch in den Privatschulen angekommen. I.d.R. schlechtere Bezahlung und deutlich mehr Arbeit im Vergleich zu staatlichen Schulen haben die Quereinsteigerquote, die eh immer höher war als an staatlichen Schulen, noch mal deutlich erhöht. Die Qualität des Unterrichts steigert das im Normalfall eher selten.
Personalmangel allerorten…

https://www.ekd.de/pm105_2005_studie_konfessionelle_schulen.html

Lera
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Universitätsstädte wie Freiburg und Großstädte wie Berlin wählen immer überdurchschnittlich links-grün – was ich gut finde.

Gleichzeitig haben diese Städte einen auffällig hohen Anteil an Privatschulen (25%), in Großstädten sind es 15 Prozent. Auf dem platten Land – wo eher konservativ gewählt wird – sind es sehr viel weniger.

Zufall?

Quelle für die Zahlen: https://taz.de/Debatte-Schulpolitik/!5491363/

Nick
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Was hat Herr Trump mit dem deutschen Schulsysten zu tun?

Lera
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

“So wird das religiöse Schulprofil von Eltern gewählt, die überdurchschnittlich häufig religiöse Aspekte als entscheidende Schulwahlkriterien angeben, eine religiöse Praxis in der Familie pflegen und das Kind religionsbezogene Angebote außerhalb der Familie wahrnimmt. Es sind aber auch Eltern, die häufiger unter ihresgleichen bleiben wollen und deshalb eine solche Schule für
ihr Kind wählen.”

“Knapp 60 % der Eltern mit Kindern an einer konfessionellen Schule pflegen selbst keine religiös geprägte kulturelle Praxis in der Familie und geben solche Entscheidungskriterien auch nicht an.”

https://www.pedocs.de/volltexte/2021/22166/pdf/ZfPaed_2018_5_Schwarz_Habeck_Gruehn_Koinzer_Welche_Schule_passt.pdf

Lera
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das findet die KI (Frage: Gibt es Studien zum Zusammenhang politischer Präferenzen der Eltern und dem Privatschulbesuch ihrer Kinder?):

“Der “Links-Rechts-Unterschied” in der Forschung
Studien deuten darauf hin, dass die Privatschulwahl je nach politischem Lager unterschiedlich begründet wird: 

  • Rechtes/Konservatives Spektrum: Hier wird die Privatschule oft als Schutzraum vor als “unzureichend” empfundenen staatlichen Standards oder als Ort zur Bewahrung von Traditionen gewählt.
  • Linkes/Liberales Spektrum: Hier entsteht oft ein “Dilemma”: Eltern, die politisch für ein gleiches Bildungssystem eintreten, wählen für das eigene Kind dennoch die private Option, um individuelle Förderung sicherzustellen. Dies wird in der Soziologie oft als “soziale Schließung” bezeichnet.”

Und:

“1. Die „Segregationsstudien“ von Marcel Helbig (WZB)
Marcel Helbig ist einer der führenden Forscher zu diesem Thema in Deutschland. Seine Arbeiten am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigen, dass gerade in Städten mit einer hohen Dichte an akademischen, eher linksliberalen Milieus (wie Berlin) die soziale Trennung durch Privatschulen zunimmt. 

  • Zentrale Erkenntnis: Eltern entscheiden sich oft gegen die lokale staatliche Schule, wenn dort der Anteil an Kindern aus sozial schwächeren Familien oder mit Migrationshintergrund zu hoch erscheint. Dies geschieht oft unter dem Deckmantel der Suche nach „besserer individueller Förderung“. 

2. Qualitative Studien zum „Wahlverhalten“ (Isabel Ramos Lobato)
In ihrer Forschung (z.B. an der TU Dortmund) hat Isabel Ramos Lobato untersucht, wie Eltern ihre Schulwahl begründen.

  • Das Dilemma: Sie beschreibt, dass Eltern mit hohen egalitären Werten (Gleichheit, Solidarität) bei der eigenen Kindeswohlentscheidung oft in einen Konflikt geraten. Sie legitimieren den Gang zur Privatschule dann mit dem „besonderen Bedarf“ ihres Kindes oder dem „schlechten Zustand“ der Regelschule, um ihr politisches Selbstbild aufrechtzuerhalten.

3. Theorie der „Sozialen Schließung“ (Cornelia Koppetsch)
Die Soziologin Cornelia Koppetsch (TU Darmstadt) analysiert in Werken wie „Die Wiederkehr der Konformität“, wie sich gerade das akademische Milieu – das sich selbst oft als weltoffen und tolerant versteht – durch Bildungsentscheidungen faktisch von anderen Schichten abgrenzt.

  • Beleg: Die Wahl einer reformpädagogischen Schule (Waldorf, Montessori) dient hier als Distinktionsmerkmal: Man wählt nicht „die Elite“ (wie ein teures Internat), sondern eine „besondere Pädagogik“, erreicht aber denselben Effekt der sozialen Exklusivität.

4. Daten des Statistischen Bundesamtes und DIW
Untersuchungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) belegen, dass das Einkommen und der Bildungsgrad der Eltern die stärksten Prädiktoren für den Besuch einer Privatschule sind. 

  • Trend: Da akademische Schichten in Deutschland statistisch häufiger grün oder liberal wählen, lässt sich rein datentechnisch eine hohe Überschneidung zwischen diesen Wählerschaften und der Privatschulklientel feststellen, auch wenn die Parteipräferenz in den offiziellen Statistiken von Destatis nicht direkt neben dem Schulgeld abgefragt wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Forschung bestätigt, dass der Wunsch nach „Distinktion“ (Abgrenzung) und der Schutz des eigenen „Bildungserfolgs“ oft schwerer wiegen als die politische Überzeugung für ein einheitliches staatliches Schulsystem.”

Anne
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dass Gesamtschulen gefordert, die eigenen Kinder aber gern auf Gymnasien oder Privatschulen geschickt werden, ist doch ein offenes Geheimnis. Allein aus der SPD gibt es dafür prominente Leute wie Hannelore Kraft, Johannes Rau, Andrea Ypsilanti, Andreas Stoch oder Manuela Schwesig

Josef Kraus, Ex-Präsident des Deutschen Lehrerverbandes sagt dazu: „Von Willkommensklassen schwärmen, aber die Kinder auf Schulen mit geringsten Migrantenanteilen entsenden…”
“Okay, die Schulwahl ist das Recht der Eltern. Das gilt auch für Politiker als Eltern. Und gewiss sollen deren Kinder die zu ihnen passende Schulbildung bekommen – ohne Rücksicht auf ihre Familienherkunft. Aber wenn schon, dann denn schon: Dann sollten vor allem linksgestrickte Politiker endlich aufhören, eine Schulpolitik zu betreiben, die den Nebenzweck haben könnte, Kinder aus dem Prekariat von der Schule der eigenen Kinder fernzuhalten.“

Pädagogische Fachkraft
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Zumindest in BW kann ich das aus eigener Erfahrung bestätigen: Grüne Landtagsabgeordnete, die sich von Seiten des Programms ihrer Partei ja massiv für GMS einsetzen, schicken ihre Kinder reihenweise auf sog. renommierte Gymnasien, oft mit Musikzug oder altsprachlicher Profilierung, zu denen auch katholische Privatgymnasien mit monatlichem Schulgeld gehören.

Nick
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hier ist der gewünschte Beleg/ die gewünschte Quelle. Ist sicherlich beispielhaft:

https://share.google/JzYQCme0JBjTCdu7d

Vera Geblich
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Es ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen. An der katholischen Schule ist man unter sich- keine Prekären, keine Bildungsfernen, keine DaZ- Kinder, keine Muslime etc.
Und die Lehrkräfte danken diese ausgewählte Schülerschaft mit Wohlverhalten.

Osterhase
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Der ehem. Kultusminister Stoch (SPD) schickte jedenfalls seine Kinder auf Waldorfschulen.
Belege gibt es dafür sonst kaum, denn alles wird unter den Teppich gekehrt. Aber es ist seit langem mehr als ein Gerücht, dass Politiker, die Gesamtschulen fordern ihre eigenen Kinder meist doch nicht auf solche schicken wollen. Dasselbe gilt für die grundständigen Gymnasien in Berlin, deren Abschaffung von Grünen und Linken gefordert wird. Aber für die besseren Chancen ihrer eigenen Kinder …

Alese20
4 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Könnte aber auch daran liegen, dass die rot-grünen Sozialisten eher progressiv sind und ihre Kinder entscheiden lassen, die gerne auf die gleiche Schule gehen wollen wie ihre Freunde. 😉

dickebank
4 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Gut, dass wir den Ganztagzuschlag zweckentfremdet genutzt haben, um Beamer, Smartboards und gescheite IT-Ausstattung zu beschaffen.

RSDWeng
3 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Zu Ihrem ersten Satz: Er hätte auch vor 50 Jahren in Bezug auf die Unterrichtsgestaltung keinerlei Berechtigung gehabt. Man konnte und kann nämlich mit OHP, Buch, Kreidetafel und Matrizenkopien hervorragenden Unterricht gestalten.
Nicht akzeptabel sind Ihre “lustlosen Unterrichtsbeamten”: ein Schlag ins Gesicht einer jeden engagierten Lehrkraft.
Ich erlaube mir auch eine historische Korrektur: FAX-Geräte und Overheadprojektoren gab es zur Kaiserzeit (1872 – 1918) nicht.

Heinz
2 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Man kann mit einem Faxgerät Unterricht machen?

Meine Güte, ich unterrichte schon so lange und wusste das nicht?

Susanne M.
4 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Soweit ich den Artikel verstehe, braucht es keine christliche Taufurkunde. An unserem Ort war das damalige katholische Mädchengymnasium unter den Eltern junger Musliminnen beliebt – bevor man da etwas anderes denken könnte. Der kleinste gemeinsame Nenner ist jedoch vermutlich :Eltern, die eine besondere Schule für ihr Kind suchen, interessieren sich zumindest halbwegs für dessen schulische Belange, was sie auf gleichgesinnte Eltern treffen lässt.

Fräulein Rottenmeier
4 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Kirchliche Bekenntnisschulen sind aber keine Ersatzschulen, sondern genauso öffentliche Schulen wie andere auch. Sie sind Schulen in kirchlicher Trägerschaft (zumindest zu 30 %. Bei uns im Nachbarort gibt es (noch) nur Evangelische Grundschulen.

Bei uns in der Stadt gibt es eine katholische Grundschule, die kein eigenes Einzugsgebiet hat, d.h. Da muss man sich bewerben….aufgenommen werden Kinder zunächst die ein katholische Bekenntnis haben und danach natürlich auch andere Kinder. Aber ja, es ist schon ein besonderes Klientel, besonders sehr bildungsaffine Eltern schicken ihre Kinder dorthin, Dreiviertel der Kinder wechseln im Anschluss auf ein benachbartes renommiertes Gymnasium…..

unfassbar
10 Stunden zuvor

Es sind Ersatzschulen. Sie meinen womöglich die Ergänzungsschulen, die ohne öffentliche Gelder, Refinanzierung usw. auskommen müssen und deshalb sehr hohe Schulgelder verlangen oder für noch mehr Geld Jugendamtskinder aufnehmen, die in öffentlichen Schulen nicht sinnvoll beschult werden können und für die deshalb die Kommune das Schulgeld übernimmt.

Fräulein Rottenmeier
8 Stunden zuvor
Antwortet  unfassbar

Nein, ich meinte es so, wie ich schrieb….wie sie nun genannt werden (bei uns heißen sie Bekenntnisschulen), ist ja zweitrangig…..

unfassbar
6 Stunden zuvor

Ich zitiere mal die dicke Bank, die es genau so beschrieb, wie ich es meinte:

“Ersatz- oder Ergänzungsschule?
Ersatzschulen sind überwiegend staatlich finanziert.
Ergänzungsschulen erhalten bestenfalls Zuschüsse.
Schulen in Trägerschaft der katholischen Bistümer und Ordensgemeinschaften sowie der evangelischen Landeskirchen sind in der Regel staatlich anerkannte Ersatzschulen.”

Fräulein Rottenmeier
6 Stunden zuvor
Antwortet  unfassbar

Ok, dann meine ich staatlich anerkannte Ersatzschulen….kein Schulgeld, aber konfessionell……
Besser so?

dickebank
6 Stunden zuvor

Die staatliche Finanzierung beträgt keine 100%. Es bleibt ein Eigenanteil, der vom jeweiligen Träger einer Ersatzschule aufgebracht werden muss. Dieser Eigenanteil kann umgelegt und durch “Schulgeld” (Elternbeiträge) gegenfinanziert werden.

“Die Eigenleistung des Ersatzschulträgers beträgt 15 % der anerkannten fortdauernden Ausgaben und der Baukostenzuschüsse. Auf diese Regeleigenleistung ist die Bereitstellung von Schulgebäuden und –räumen mit 7 % anzurechnen, wenn Aufwendungen für Miete oder Pacht nicht veranschlagt werden. Wird hingegen Miete oder Pacht veranschlagt, wird als angemessene Miete die ortübliche gewerbliche Nettokaltmiete bei Büronutzung anerkannt. Die Bereitstellung der Schuleinrichtung wird mit einer pauschalen Anrechnung von 2 % abgegolten.”
https://www.schulministerium.nrw/finanzierung-von-ersatzschulen

Harzer
4 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Das Problem sind immer diese Verallgemeinerungen wie “die Deutschen”, “die Juden”, “die katholische Kirche” usw., denn Millionen Katholiken haben das, was Sie meinen, NICHT getan und auch Tausende katholische Priester NICHT!

unfassbar
10 Stunden zuvor
Antwortet  Harzer

Mag sein. Jedoch interessiert das — ebenso pauschal kategorisiert — die Eltern, die ihre Kinder gerne an eine kirchliche Schule unterbringen wollen, nicht.

vhh
4 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Könnten sie mich bitte erleuchten, welcher eine große Unterschied gemeint ist? Katholische Schulen fordern oft noch nicht einmal diese christliche Taufurkunde, nur Teilnahme an einem christlich geprägten Schulleben.
Dieser Bischof wirkt auf mich eindimensional und sehr überzeugt, eine ‘bessere’ Schule zu vertreten. Inklusion ist eine Herausforderung, aber wir geben uns Mühe, frühere Skandale werden bedauert, aber zum Glück vertraut man uns noch. Menschenwürde, Begabungen entdecken, soziales Lernen, Leben hat Sinn, Geduld, offenes Ohr – das könnte aus jedem Schulprogramm stammen. Ist es an katholischen Schulen automatisch realer, existenter, weil ein Bischof das so sagt? Alle diese schönen Worte sind ein Auftrag, egal an welcher Schule.
Er stellt diese Werte und Ziele als Besonderheit, als Alternative mit höheren Grundsätzen dar, die hier wirklich gelebt werden. Alle diese Ideale haben auch andere Schulen (und deren Personal, danke auch), wer das als Besonderheit seiner eigenen Schulen betont, setzt damit alle anderen herab. Kein schöner christlicher Zug.
Es ist auch, trotz geradezu revolutionärer Deutscher Bischofskonferenz, nicht ganz frei von Humor, ausgerechnet die katholische Ethik als Bollwerk gegen demokratiefeindliche Tendenzen zu verkaufen.

unfassbar
9 Stunden zuvor
Antwortet  vhh

Schreiben wir es mal so: Wenn es mehr Interessenten als Plätze gibt, kann die kirchliche Schule nach welchen Kriterien auch immer auswählen. Bei einer katholischen Schule würde also katholisch getauft vor evangelisch getauft vor nicht oder nicht christlich getauft gelten.

dickebank
4 Tage zuvor

Stichwort: Canisius Kolleg.

Was sagte doch der Priester mit dem Knaben auf dem Schoße?
“In dir steckt ein gottesfürchtiger Geistlicher.”

Harzer
4 Tage zuvor

“sehr viele” ist aber relativ, denn wir wissen ja nicht, wie viele wegen der Skandale nicht an einer katholischen Schule angemeldet wurden. Die sind ja nicht da.

Teacher Andi
3 Tage zuvor

Das klingt ja alles ganz toll! Allerdings sollte man nicht ganz so euphorisch auf die konfessionellen Schulen blicken, ganz so sozial und wohltätig sind sie wohl doch nicht.

  • Es wird Schulgeld verlangt, obwohl der Stat schon mind. 75% der Kosten finanziert
  • Aufgabe der Kirchen wäre es eigentlich, die schwachen und unterprivilegierten Schüler zu unterstützen, in diesen Schule werden aber gut betuchte Eltern bevorzugt, die dann auch fleißig spenden, mit schülern aus Brennpunkten geben die sich kaum ab, da sie diese abweisen können
  • die Lehrkräfte werden schlechter bezahlt als an staatlichen Schulen, allerdings ist das Unterrichten hier natürlich etwas entspannter
  • Die Anmeldezahlen an privaten Schulen sind deshalb so hoch, da an staatlichen Schulen oft kein vernünftiger Unterricht mehr möglich ist

Nach einschlägiger Erfahrung mit einer evangelischen Privatschule und einer Gesamtschule im Brennpunktgebiet habe ich den direkten Vergleich über die Zusammensetzung der Schülerschaft. Dieses Schönreden in Richtung “jeder Mensch im Mittelpunkt, jeder ist hier mitgetragen, jeder hat seinen Platz….” sollte man etwas relatiivieren, der Grundgedanke ist sicher ganz einfach, die Schüler an die Kirche zu binden und Geld für die Beschulung zu erhalten.

unfassbar
9 Stunden zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Quelle mit dem Schulgeld? Ich kenne keine kirchliche Schule, die Schulgeld verlangt. Ob die Elternbeiträge für Klassenfahrten oder Schulbücher anders gedeckelt werden als an staatlichen Schulen, weiß ich nicht.

Ansonsten sind Schulen egal bei welchem Träger immer noch Schulen und Schüler immer noch Schüler. Auf Internetauftritten jeder Schule wird daher gelogen bis zum Umfallen.

Mika BB
8 Stunden zuvor
Antwortet  unfassbar

Nun, ich kenne keine kirchliche Schule, die generell für alle SuS schulgeldfrei wäre.
Googeln Sie einfach nach den Schulgeldtabellen evangelischer bzw. katholischer Schulstiftungen.
Die für Sachsen/Meißen (aus dem Artikel) hab ich Ihnen mal verlinkt.

https://www.bistum-dresden-meissen.de/component/flexicontent/download/9477/368/17

Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB

unfassbar
6 Stunden zuvor
Antwortet  Mika BB

Danke. Von Bundesland zu Bundesland oder Bistum zu Bistum kann das unterschiedlich sein …

dickebank
8 Stunden zuvor
Antwortet  unfassbar

Ersatz- oder Ergänzungsschule?
Ersatzschulen sind überwiegend staatlich finanziert.
Ergänzungsschulen erhalten bestenfalls Zuschüsse.

Schulen in Trägerschaft der katholischen Bistümer und Ordensgemeinschaften sowie der evangelischen Landeskirchen sind in der Regel staatlich anerkannte Ersatzschulen.

Schotti
3 Tage zuvor

Die katholischen Schulen sind ja aktuell eine der großen Erfolgsgeschichten der KK, im Gegensatz zur Gesamtentwicklung. Momentan gründen sich aber auch die ersten neuen evangelikalen Privatschulen und auch diese können sich vor Anmeldungen kaum retten. Zielgruppe sind ursprünglich die Russlanddeutschen, aber mittlerweile schicken auch andere Gruppen ihre Kinder auf diese Schulen. Generell wird die Gesellschaft wieder deutlich religiöser als früher, vor allem die jungen Menschen. Was alleine um den Ramadan für ein Hype veranstaltet wurde, sowas war vor 20 Jahren noch undenkbar.

Die Privatschulen profitieren ansonsten natürlich unheimlich vom Versagen des Staates ein funktionierendes Schulwesen aufzubauen.

unfassbar
10 Stunden zuvor
Antwortet  Schotti

„Deutschland wird bunter werden ja, wie toll ist das! Das haben wir uns immer gewünscht. Wahrscheinlich wird es auch religiöser werden. Na klar. Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich sage euch eins: Ich freue mich drauf, und zwar drastisch!“

dickebank
9 Stunden zuvor
Antwortet  unfassbar

Auch kleinkariert geht in bunt

Floki
3 Tage zuvor

Liebe Redaktion,

dazu gibt es eben keine Studien oder Untersuchungen. Wer sich im schulischen Umfeld einer Sadt aber auskennt (und eben auch andere Schulleiter kennt), dann weiß man eben schon, auf welche Schulen die Kinder des angesprochenen Klientels gehen. Beleg? Etwa indem man Klarnamen auflistet? Unser zuständiger Schulaufsichtebeamter (in diesem Fall “Salon-Sozialist” [sic!]) hat seine Kinder beide an eine katholische Privatschule geschickt und der Minister wiederum schult seine Kinder nicht an der IGS ein. Ein Gespräch mit Kollegen im anderen Regierungsbezirk: identisches Bild.
Vermutlich nur Einzelfälle und mir fehlt nach 25 Jahren im Schuldienst ohnehin der Durchblick. 🙂

Frohe Ostern

Ulla
3 Tage zuvor

Ich habe sowohl an konfessionslosen als auch an katholischen Schulen unterrichtet. Zwischenmenschliche Werte über den Unterrichtsstoff hinaus wurde an allen Schulen vermittelt.

Heinz
2 Tage zuvor

Ich habe extra mal, für ein Praktikum an einer freichristlichen Schule unterrichtet, um mir mal ein eigenes Bild zu machen und ich kann sagen. Ich würde niemals eines meiner Kinder an solch einer Schule anmelden!

Jetzt mögen zwischen einer katholischen und einer freichristlichen Schule noch Welten liegen, aber das sage ich ganz ehrlich, sollte verboten werden.
Als Naturwissenschaftler wurde mir auch prompt verboten, das ein oder andere dort zu sagen.