DÜSSELDORF. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Nordrhein-Westfalen verlangt landesweit verbindliche Regelungen zum Hitzeschutz an Schulen. Auslöser sind Temperaturen, die nach Einschätzung der Gewerkschaft gesundes Lernen und Arbeiten zunehmend erschweren (aktuell in Köln: 36 Grad Celsius). Die Debatte über Hitzefrei verweist auf ein grundsätzliches Problem: Die meisten Schulgebäude sind für den Klimawandel nicht ausgelegt – Klassenräume werden zu Backöfen.

Mit Blick auf die aktuelle Hitzewelle fordert die GEW Nordrhein-Westfalen klare und verbindliche Regelungen für alle Schulformen. Die derzeitige Erlasslage schließe Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler sowie faktisch auch deren Lehrkräfte von Hitzefrei aus, kritisiert die Landesvorsitzende Ayla Çelik. Hitzeschutz sei jedoch keine freiwillige Leistung, sondern Teil der Fürsorgepflicht des Dienstherrn sowie des Gesundheits- und Arbeitsschutzes an Schulen. Die GEW begründet ihre Forderung nach verbindlichen Hitzeschutzregeln auch mit dem Zustand vieler Schulgebäude. „Tatsächlich sind die meisten Schulgebäude noch immer keine verlässlichen klimaresistenten Lern- und Arbeitsorte“, sagt Çelik.
Die Gewerkschaftschefin verweist darauf, dass die Folgen extremer Temperaturen derzeit stark von den jeweiligen Gebäuden und den finanziellen Möglichkeiten der Schulträger abhingen. „Hitzeschutz nach Kassenlage oder Gebäudezustand darf es nicht länger geben“, meint Çelik. Wenn der Deutsche Wetterdienst vor extremer Hitze warne und in Klassenräumen Temperaturen erreicht würden, die gesundes Lernen und Arbeiten erheblich erschwerten oder unmöglich machten, bestehe Handlungsbedarf. Die Landesregierung müsse für „verbindliche und gerechte Rahmenbedingungen“ sorgen.
Die Forderung der GEW reiht sich in eine bundesweite Debatte ein, die zunehmend über die traditionelle Frage nach Hitzefrei hinausgeht. Lehrerverbände weisen seit Jahren darauf hin, dass viele Schulgebäude auf die Folgen des Klimawandels nicht vorbereitet sind. Angesichts immer häufiger auftretender Hitzetage sei langfristig mit hohen Temperaturen während der Unterrichtszeit zu rechnen, erklärte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann bereits im Juli des vergangenen Jahres. „Daran muss sich auch der Schulbau ausrichten“, sagte sie.
Fleischmann verwies darauf, dass Schulleitungen zwar im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht über Hitzefrei entscheiden könnten. In der Praxis seien solche Entscheidungen jedoch oft kompliziert. Gerade im ländlichen Raum könnten Schülerinnen und Schüler häufig nicht kurzfristig nach Hause geschickt werden, weil Transportmöglichkeiten fehlten. Schulen versuchten deshalb, mit improvisierten Lösungen zu arbeiten – von verschatteten Außenbereichen bis zu Trinkbrunnen und geänderten Tagesabläufen.
„Wenn Schulhäuser ausgestattet werden und renoviert werden oder neu gebaut werden, muss mit bedacht werden, dass es hohe Temperaturen gibt, die dann in Klassenzimmern eben abgefangen werden sollten“
Aus Sicht des BLLV reicht das nicht aus. Neubauten müssten konsequent auf hohe Temperaturen ausgelegt werden, bestehende Gebäude temperatursensibel saniert werden. „Wenn Schulhäuser ausgestattet werden und renoviert werden oder neu gebaut werden, muss mit bedacht werden, dass es hohe Temperaturen gibt, die dann in Klassenzimmern eben abgefangen werden sollten“, forderte Fleischmann. Der Verband sieht dabei vor allem die Politik in der Verantwortung, den Sanierungsstau an Schulen abzubauen – der wird bundesweit mittlerweile auf 65 Milliarden Euro geschätzt.
Bereits ab 26 Grad Celsius nehme die kognitive Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen ab, weiß der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg. Bei Temperaturen von 30 Grad und mehr stiegen Fehlzeiten und Unfallrisiken. Schülerinnen und Schüler berichteten von Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen, Lehrkräfte von Erschöpfung und sinkender Unterrichtsqualität. Für Büroräume existieren in Deutschland konkrete Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung. Dort sollen Raumtemperaturen dauerhaft 26 Grad nicht überschreiten; ab 30 Grad sind Schutzmaßnahmen erforderlich. Für Schulen gibt es vergleichbare verbindliche Regelungen vielerorts nicht.
Was mangelnde Investitionen im Schulalltag bedeuten, beschreibt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg. In den Sommermonaten glichen viele Klassenzimmer inzwischen „regelrechten Backöfen“, insbesondere in schlecht gedämmten Altbauten und Containerschulen, schreibt der stellvertretende Landesvorsitzende Oliver Hintzen. Aus Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen werde immer wieder deutlich, dass Hitze „nicht nur ein Komfortproblem“ sei, sondern Konzentration, Gesundheit und Lernklima „massiv“ beeinträchtige.
Die Folgen seien längst nicht mehr nur eine Frage des Wohlbefindens. Schülerinnen und Schüler berichteten von Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, Lehrkräfte von Erschöpfung und sinkender Unterrichtsqualität. Unterrichtsausfälle und vorzeitige Unterrichtsenden seien im Sommer vielerorts keine Ausnahme mehr. „Aus vielen Gesprächen und Interviews weiß ich, dass Unterrichtsausfälle und frühzeitige Unterrichtsenden im Sommer keine Ausnahme mehr sind“, schreibt Hintzen.
Der Verband verweist dabei auch auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Bereits ab 26 Grad Celsius lasse die kognitive Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen nach. Bei Temperaturen von 30 Grad und mehr nähmen Fehlzeiten zu, zugleich steige das Unfallrisiko. Besonders betroffen seien jüngere Kinder sowie Schülerinnen und Schüler mit chronischen Erkrankungen oder Konzentrationsschwierigkeiten.
Kritisch sieht der VBE vor allem die unterschiedlichen Maßstäbe für Schulen und andere Arbeitsorte. Für Büroräume gelten nach der Arbeitsstättenverordnung konkrete Vorgaben: Raumtemperaturen sollen 26 Grad nicht dauerhaft überschreiten, ab 30 Grad sind Schutzmaßnahmen erforderlich. „In Schulen hingegen fehlen oftmals solche verbindlichen Regelungen“, schreibt Hintzen. Während bei modernen Bürogebäuden Sonnenschutz, Dämmung und Lüftungstechnik längst Standard seien, würden viele Schulen noch immer mit unzureichendem Sonnenschutz, veralteten Fenstern und fehlender Belüftung betrieben.
Entsprechend umfassend fallen die Forderungen des Verbands aus. Verlangt werden verbindliche Vorgaben zur maximalen Raumtemperatur in Schulen, Förderprogramme für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden, moderne Sonnenschutz- und Lüftungssysteme sowie Notfallpläne für Hitzetage. Der Wunsch nach landesweit einheitlichen Regelungen sei groß, berichtet der VBE unter Verweis auf Rückmeldungen aus den Schulen. Zu oft hänge der Umgang mit extremer Hitze bislang davon ab, wie alt ein Gebäude sei und wie viel Geld ein Schulträger investieren könne.
„Wir finden, dass Schülerinnen und Schüler in der Lage sein sollten, selbst mitbestimmen zu dürfen, wann es Hitzefrei geben sollte und wann nicht“
Auch Schülerinnen und Schüler melden sich inzwischen stärker zu Wort. Die Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz fordert nach Angaben des SWR eine verpflichtende Verkürzung des Unterrichts oder eine vollständige Freistellung ab 30 Grad Celsius. Der Unterrichtsstoff könne gegebenenfalls digital nachgeholt werden, argumentiert die Vertretung.
Darüber hinaus verlangt sie mehr Mitspracherechte bei Entscheidungen über den Umgang mit Hitze. „Wir finden, dass Schülerinnen und Schüler in der Lage sein sollten, selbst mitbestimmen zu dürfen, wann es Hitzefrei geben sollte und wann nicht, da wir am Ende des Tages Teil des Schulsystems sind“, sagte Sprecherin Sofie Emi Werberich dem SWR.
Zu den Politikern, die das Problem deutlich benannt haben, gehört der Sozialdemokrat Sven Teuber (selbst Lehrer von Beruf). „Überhaupt Unterricht machen zu können in den Sommermonaten wird angesichts des Klimawandels zu einer zunehmenden Herausforderung“, sagte er, damals noch Bildungsminister von Rheinland-Pfalz, im August des vergangenen Jahres. Bei Temperaturen von 35 Grad und mehr sei „kein vernünftiges Denken und Arbeiten mehr möglich“. Seine Schlussfolgerung lautete: „Schule darf nicht an Hitze scheitern.“
Er hatte sogar Lösungen im Blick. „Wir haben jetzt einen Bauboom angekündigt mit vielen Mitteln“, sagte Teuber mit Blick auf das Sondervermögen des Bundes. „Aus meiner Sicht ist es dringend notwendig, immer die Frage von Hitzeresilienz der Gebäude, wo wir Kinder und Jugendliche unterrichten wollen, in den Mittelpunkt dabei zu rücken.“ Seit der für die SPD verlorenen Landtagswahl ist Teuber nicht mehr Bildungsminister. Um das Thema kümmern kann er sich aber weiterhin: Er wechselte im Mai an die Spitze des Bauministeriums. News4teachers
Wenn Klassenräume zur Hitzefalle werden und niemand sich zuständig fühlt (Arbeitsrecht)
Darüber müssen wir sehr dringend sprechen. Es kann nicht sein, wenn die Eltern im Homeoffice bleiben und die Kinder in 30 grad Räumen in der Schule stecken. Wie bei Eis und Schnee, sollten sie im Schatten bleiben. Es darf auch nicht sein, dass Lehrer Minusstunden bekommen. Andere Arbeitnehmer haben dann auch frei und es wird nie kommuniziert, wenn Hitzefrei ist, dass Lehrer da teilweise 6 oder sogar 8 Minusstunden sammeln / quasi einen ganzen Arbeitstag! Dann muss auf online Unterricht umgestellt werden können!! Das ist wirklich dringend und wichtig, liebe Freunde! 🙂 🙂
DIe Homeoffice-Pauschale sollte im Sommer wegen der immensen Stromkosten der Klimaanlage dringend erhöht werden! Kubicki, übernehmen Sie!
Why? Viel Sonne heist doch auch viel Strom oder haben sie noch keine PV Anlage
„Kubicki, übernehmen Sie!“
Bester Witz des Jahres 😀
ist ja ne Frechheit auch noch Minusstunden für sowas zu sammeln. Dafür können Sie doch nichts. Da heißt es Hitzefrei und sie leiden auch noch. Unmöglich, andere können doch dann auch von zuhause arbeiten. Warum machen sie dann nicht Heimarbeit oder Digitalunterricht. Das könnte doch mal angegangen werden von Schulen?? :-O
wie unattraktiv will man das noch machen? Hasi bleibt dann klimatisiert drinnen und die Lehrer sollen dann noch los und alle pressen sich bei über 30 Grad in einen verschwitzten Raum wie in einer Sportkammer? Ne, für heutzutage zu unattraktiv. Das geht auch online und von zuhause. Papa hat schließlich auch Homeoffice 😀
Gymnasiallehrer gibt es mittlerweile erheblich mehr als Stellen. Es scheint also überhaupt nicht unattraktiv zu sein.
In SH scheint der Lehrkräftemangel eher andere Schularten zu betreffen.
https://www.shz.de/deutschland-welt/schleswig-holstein/artikel/lehrermangel-in-schleswig-holstein-direkteinstieg-birgt-risiken-49878042
Heulen Sie weiter. Ich denke sie sollten einfach mit „Hasi“ tauschen. Oder sich was weniger anstrengendes suchen. Vollklimatisierte Arbeitsplätze gibt es auch bei Aldi. Angenehmener Nebeneffekt: Erwachsenbildung an der Kasse. Leider ohne 13,5 Wochen unterrichtsfreie Zeit und fetter Pension – aber man kann nicht alles haben. Lehrer ist eigentlich ein toller Job: wenn bloß die vielen Schüler nicht wären! 😉
…und wenn diese Minusstunden nicht in der gleichen Woche für Vertretung verwendet werden (nahezu unmöglich, wenn es das gesamte Kollegium betrifft), verfallen die (NRW) ganz einfach. In etwa so ungerecht, gemein, unfair wie diese gierige, skrupellose Mehrarbeitsabrechnung der Lehrkräfte gegenüber dem AG. Werden die ausfallenden Stunden dort genutzt, wo sie auch sonst zu halten wären, nämlich in der Schule, habe ich noch nie ‚Minusstunden‘ erlebt.
Also wenn du an einem solchen Hitzetag 7 Stunden hast und es pauschal ab früh Hitzetag heißt, dann hast du -7; also schon ein Hammer. Es sollte tatsächlich dann die Möglichkeit für Homeoffice oder Heimunterricht geben. Also es ist ein Unding lieber vhh.
Wenn die Schule ausfällt, man aber seine Arbeitskraft angeboten hat, ist das nicht als Minus zu verbuchen.
Das ist leider nicht gültig … selbst wenn ich in dem Klassenraum sitze und quasi auf die lieben Kleinen warte – ergo: „am Start“ bin … und die SuS kommen nicht, dann sind das Minusstunden. Nachdem ich das erfahren musste, verlasse ich die Schule – sofern mir die SL nicht eine anrechenbare und angemessene Tätigkeit anweist.
ach du meine Güte, wie lassen sie sich das gefallen?
Geltende Rechtslage, ob es gefällt oder nicht.
Innerhalb eines Kalendermonats ist die Verrechnung statthaft, nicht Innerhalb einer Kalenderwoche.
Ja, sorry, da hatte ich etwas verwechselt, vermutlich die Abrechnung bei Teilzeit – es sind halt 35 Grad…
Minusstunden auch noch, ach du meine Güte
„Es kann nicht sein, wenn die Eltern im Homeoffice bleiben und die Kinder in 30 grad Räumen in der Schule stecken.“
Fast beneidenswert! Teile meiner Klasse wohnt mit Mutter und Geschwistern in zwei-Zimmer-Wohnungen 🙁
Da wäre es doch eine angemessene gute Tat für jemanden, wie Sie, dass Sie den SuS Zugang zu Ihrem vermutlich großzügigeren Heim gewähren … es reicht ja nicht, immer nur von guten Taten zu schwätzen … es gelten doch die gute Taten.
Also … hopp hopp hopp…
Zu meiner Zwei-Zimmer-Wohnung ohne Klimaanlage, geschweige Garten? 😉
Wohne in der (kleinen) Großstadt
Was hat das mit Ihrer 130000 Einwohner Stadt zu tun? Da gibt’s auch größere Wohnungen …
Als Sonderpädagoge verdient man recht gut [zurecht].
Und die Mietpreise sind bei Ihnen jetzt nicht wie in Stuttgart.
Dazu „boomt“ Ihre Kommune vergleichsweise. Insbesondere im Wirtschaftssektor.
Wenig Häuser mit Garten mitten in der Großstadt 😉
Wenn Hysterian und Sie es nicht anders halten, warum halten Sie dann an diesem Vorschlag fest?
Vielleicht lieber sinnvollere Vorschläge wie Klimaanlagen in Schulen?
Ach beans! Sie springen bei Hysterian aufy demenstprechend hat Ihre Privatschule bereits Klimaanlagen o.ä.?
Klassischer Bla! 😀
(Freue mich schon auf Ihre Antwort, wo Sie peinlichst der Antwort auszuweichen versuchen, ob Ihre Privatschule eine Klimaanlage o.ä. hat)
„Wenig Häuser mit Garten mitten in der Großstadt “
Ah, okay. Checke jetzt was Sie meinten damit. Keine „Spielwiese“.
„Wenn Hysterian und Sie es nicht anders halten, warum halten Sie dann an diesem Vorschlag fest?“
Wie meinen Sie? Soll ich Kinder/Familien bei mir wohnen lassen? Ne danke.
„Vielleicht lieber sinnvollere Vorschläge wie Klimaanlagen in Schulen?“
Wäre ich definitiv dabei. An allen Schulen. Finde ich gut.
„Ach beans! Sie springen bei Hysterian aufy demenstprechend hat Ihre Privatschule bereits Klimaanlagen o.ä.?“
Also wir haben nicht überall Klimaanlagen. Sorry, Sie da enttäuschen zu müssen.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube wir haben [hatten zumindest] eine Klimaanlage im Informatikraum. Sonst geht dort gar nichts im Sommer. Die funktionierte allerdings nur stellenweise.
Ansonsten gab es bereits schon Hitzefrei.
Für Klimaanlagen wäre ich auch zu haben.
„(Freue mich schon auf Ihre Antwort, wo Sie peinlichst der Antwort auszuweichen versuchen, ob Ihre Privatschule eine Klimaanlage o.ä. hat)“
Warum sollte ich ausweichen? Habe ich noch nie gemacht.
Sie lesen halt die Antworten nie oder merken sie sich nicht.
Das ja schon ein gewaltiger Unterschied.
Ich biete Ihnen doch ständig an, dass Sie fragen stellen, wenn es Ihnen interessiert. Alles kein Stress.
Also:
– Eine Klimaanlage (war/ist?) im Informatikraum [da Luftstau, direkte Sonne, Dachgeschoss, relativ kleiner Raum, wenig belüftbar]
– Weitere kenne ich nicht, würde ich nicht ausschließen, dass noch 1-2 in anderen Fachräumen stehen (oder künftig kommen – würde ja Sinn machen – fände ich auch gut)
– Ich habe keine im Klassenzimmer. Generell kenne ich kein Klassenzimmer jetzt mit Klimaanlage sonst.
Und weiterhin: Klar sollten Klimaanlagen an Schulen kommen. An allen.
Geht mir auch nicht um „Klimaanlage sinnvoll [ja] oder nicht?“
Mir ginge es eher darum, was ist, wenn keine Klimaanlagen halt kommen. Wie bisher halt die Jahre und Jahrzehnte.
Wenn sie kommen? Super. Top. Würde mich freuen.
Wenn sie nicht kommen? Dann eben Hitzefrei, „Saunaunterricht“ oder „Distanzunterricht“.
Muss man halt überlegen.
Aktuell ist es ja eine Mischung:
– Keine Klimaanlagen [nur in Sonderfällen]
– Saunaunterricht bis
– Hitzefrei [wenn die ersten schon fast umkippen]
– Distanzunterricht [als Überlegung, falls das so „weitergeht“ – halt um Kosten zu sparen …]
Da kann man schon auch verstehen, dass wenn man selbst eine Klimaanlage zuhause hat/hätte [ich habe auch keine …] durchaus für Digitalunterricht als Kompromiss ist.
Und ja … Viele Kinder hätten auch bei sich das Problem der Hitze. Wie in der Schule halt auch.
Sind wir wieder bei „welche Instanz/Ebene“ betrachtet man? Welche Instanz/Ebene kann man wie ändern/beeinflussen?
Klimaanlagen für die Schule werde ich zumindest nicht privat stellen … Kaufe sowieso schon genug schulisch ein.
„Also wir haben nicht überall Klimaanlagen. Sorry, Sie da enttäuschen zu müssen.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube wir haben [hatten zumindest] eine Klimaanlage im Informatikraum“
Called it!
Wenn Sie peinlich herumtrippeln müssen, um keine Aussage zu treffen, ob die Klassenräume Klimaanlagen haben, dann schreiben Sie doch stattdessen lieber, dass andere Schulen sich an Ihnen ein Beispiel nehmen können 😀
Aber gerne nochmal freundlich und jenseits Ihres Bauchgefühls: Haben Klassenzimmer bei Ihrer Privatschule Klimaanlagen?
Wollen Sie mich verarschen ?
„Called it!
Wenn Sie peinlich herumtrippeln müssen, um keine Aussage zu treffen, ob die Klassenräume Klimaanlagen haben“
Ich schrieb doch sogar ziemlich genau, wie es so ist …
– Kein Klassenzimmer bei uns hat eine Klimaanlage [zumindest keines, in welchem ich wäre … Wüsste zudem keines]
– Informatikraum hatte mal eine … Wenn Sie unbedingt das wissen wollen, kann ich da nachsehen. Aber unterrichte dieses Jahr halt kein Informatik und bin dementsprechend nicht in dem Raum. Checkt man doch? Bisschen mitdenken schadet doch nicht.
„dann schreiben Sie doch stattdessen lieber, dass andere Schulen sich an Ihnen ein Beispiel nehmen können “
Also keine Klimaanlagen? Dachte Sie wären (auch) dafür?
Scheint ja dann nicht so zu sein …
Schade.
„Aber gerne nochmal freundlich und jenseits Ihres Bauchgefühls: Haben Klassenzimmer bei Ihrer Privatschule Klimaanlagen?“
Siehe oben. Mein Klassenzimmer hat keines. In denen ich Unterricht habe auch alle nicht. Ich kenne kein Klassenzimmer mit Klimaanlage. Ist mir weder bekannt, noch werden wir eine haben.
Jedoch schaue ich nicht ständig jedes Klassenzimmer durch … Wir sind ja „etwas größer“ als die meisten Schulen …
Im Informatikraum haben/hatten wir eine. Absolut sinnvoll und im Prinzip sogar „Pflicht“. Geht halt auch nicht anders.
Vortanzen kann ich Ihnen das leider nicht. Vielleicht lassen Sie sich die Texte vorlesen von einer KI oder so?
Offensichtlich können Sie anders ja nichts „checken“.
Man man man … Soooo schwer ist das wirklich nicht zu verstehen. Woran scheitert es? Wie kann ich Ihnen sonst helfen? Mir fällt leider kein anderer Ansatz mehr ein. Wörter – Sätze – Geschriebenes -> Nicht so Ihr Spezialgebiet. Da bin ich mir inzwischen sicher.
Nehmen Sie sich denn selbst Ihres Vorschlag an? 😉
Ja klar, habe regelmäßig bedürftige SuS auf meiner Blümchenterrasse zu Bier und Grill sitzen … und bei Bedarf oder zuviel Promille dürfen die auch in einem meiner Gästezimmer nächtigen. … ähhh, Moment:
Ich war das ja garnicht, der ständig wegen der miesen Leben der SuS herumjammert … und von LuL fordert, dass sie gefälligst alle Ungemach begegnen müssen.
Also schreiben Sie ein (zu) langes Gedankenspiel, das Sie selbst nicht ernstnehmen, weil Sie absolut KEINE Antwort haben, nicht zustimmen möchten und keine Anteilnahme für die betroffenen Familien empfinden.
Sie kommen eventuell nicht so gut rüber, wie Sie es sich in Ihrer Phantasie ausmalten… 🙁
Totaly failed … wie so oft! Due Red wird Ihren „Beitrag“ schon klasse finden… also, was soll’s!
??
Aha. Was hat das damit zu tun, dass Sie keine Erwiderung hatten außer eines Vorschlages, den Sie selbst ablehnen?
Kollegen, dann müsst ihr euch wegen der Kreislaufprobleme krank- und abmelden.
gilt trotzdem als Minusstunde, wird dann im Plan so ausgestrichen.
Die haben sie dann.
Wenn die Minusstunden am Ende des Monats nicht mit Plusstunden verrechnet werden können, verfallen sie. Ein Übertrag auf den Folgemonat ist nicht zulässig. Bei bilanzierten Unter- bzw. Überstunden (Deputatsunter- bzw. Überschreitungen) sieht das hingegen anders aus.
Unsinn. Krankheit muss niemals nachgearbeitet werden. Lassen Sie denn alles mit sich machen?
Jeder Supermarkt hat eine Klimaanlage.
Das muss auch an Schulen gehen. Dann können wir auf hitzefrei verzichten.
Mit Solarmodulen auf dem Dach geht das auch klimaneutral.
Tja. Supermarkt erwirtschaftet Profit. Wir bringen kein Geld und die Kids auch nicht
Faule Ausreden halt.
Tatsache ist: Lieber wird auf Kosten der Gesundheit auf die (im Vergleich!) minimalen Kosten der Klimaanlage verzichtet.
Denn es ist ja nur Schule!
Glücklicherweise ist unser Schulleiter ein Mensch mit Rückgrad – hitzefrei wird konsequent rausgeballert.
Richtig so.
Das ist wahrscheinlich so wie zur Pandemiezeit, in der die Luftfilter überall funktionierten und zum Einsatz kamen (Ämter, Landtag NRW, usw) aber eben nicht in Schulen funktionsfähig waren (so die damalige Argumentation) … also: Klimaanlagen und auch Ventilatoren funktionieren in Schulen grundsätzlich nicht … und wenn man als LuL auf die Idee kommt, sich einen VentiLenti von zuhause (wo er astrein Kühlung bringt) mitbringt darf ihn in der Schule nicht in Betrieb nehmen … das Elektrosiegel fehlt – ergo rechtswidrig – und man kann den Schulträgern doch nicht die höheren Stromkosten zumuten.
Zynismus aus!
Ein privater Ventilator ohne Prüfung ist nicht deshalb problematisch, weil er in einer Schule steht.
Versuchen Sie das gleiche Spiel einmal im Krankenhaus, in der Verwaltung oder in vielen Industriebetrieben.
Mich wundert eher, wie schnell aus allgemeinen Arbeitsschutz- und Haftungsthemen ein vermeintlich exklusives Schulproblem wird.
Und noch mehr wundert mich, dass zwischen „alles verboten“ und „wir finden eine praktikable Lösung“ offenbar oft nichts mehr zu existieren scheint.
Das liegt daran, dass sich im Wuchergestrüpp pathologischer Sucherheitsmanie eine ganze parasitäre Scheinindustrie eingerichtet hat, die mit absurd-realitätsfremdem Vorschriftengehuber (teils gutes) Geld verdient: Von TÜV-Manie bei der Millimeter-Messung der Scheinwerferhöhe bis zu leistungslos bezahlten Kontrolleuren mit Tüv-Siegel, die (fauler als jedes Beamtenklischee) durch Schulen laufen und OHNE jede Form der Durchmessung (!) einfach nur Papiersiegel auf Elektrogeräte in Schulen und Amtsstuben kleben.
Einen ganz normalen, in der EU legal gekauften Ventilator aufzustellen (oder Kühlschrank) erzeugt GARKEINE relevante Gefahr.
Nein, auch nicht „abba ein bisschen und wenn jetzt der Mars in der Konjunktion steht und bei Vollmond die Staubexplosion zu 0,3%…“.
Danke!!!!!
Jau, so ein Exemplar war letzte Woche auch bei uns. Ich kam Montagmorgen in die Schule und registrierte entsetzt, dass auf unserer Kaffeemaschine so ein Aufkleber pappte……Aber nee, so obrigkeitshörig bin ich nicht und der Kaffeedurst war einfach riesiger. Hab vorsichtig die Aufkleber (hinten am Kabelanschluss war noch einer) abgezupft, Kaffee gekocht und dann den Aufkleber wieder hinten dran gemacht…..(falls er nochmal wiederkommt….) flöt……
die Arbeitsbedingungen müssen besser werden und sich auch an Hitzetage anpassen.
Man sollte einfach bei Hitze ins Homeschooling wechseln können.
Generell sollte die 4 Tage Woche / 35 Std. schnell eingeführt werden.
sag ich ja! 🙂
ja genau!!
„Man sollte einfach bei Hitze ins Homeschooling wechseln können.“
Macht es in der Stadt nicht unbedingt für die Kinder kühler :/
Von Klimaanlagen in Schulen würden alle profitieren und die Lernleistung bliebe stabil
Ganz offensichtlich haben Sie die Pandemiezeit vergessen oder wurden an Ihrer Schule flächendeckend Lüftungsanalgen installiert?
Die Skepsis teile ich, den Vergleich von Temperaturen und Ansteckungsgefahr nicht
Es ging mir nur im die fehlende Wertschätzung der Schulträger und Bundesländer für ihre Bediensteten und die Kinder.
Dann wählen Sie doch einen passenden Vergleich, der ansatzweise zutrifft
Homeschooling hat in Pandemiezeiten aber auch schon nicht funktioniert.
Oder auch nicht.
So ist es.
Und im glorreichen Homeschooling verfügt jedes Kind über eine Klimaanlage im eigenen Kinderzimmer, mit Schreibtisch, Stuhl, adäquater IT-Ausstattung und Support? Da erscheint mir der Vorschlag von Walter Hasenbrot mit Klimaanlagen auf dem Schuldach mit Solarmodulen deutlich effizienter und kostengünstiger.
Ja ja, ich weiß. -> Don’t feed the troll!
Toll, wer sagt, dass es Zuhause kühler ist? Benachteiligt werden dann wieder die Ärmsten. Nein, Schulen müssen aus Chancengerechtigkeitsgründen kühle Lernorte sein
Wie viele Kinder haben denn zu Hause eine Klimaanlage?
Vermutlich schaffen es viele Familien, ihr Zuhause mit nächtlichem Lüften und Abschattungen an den Fenstern und Balkonen besser kühl zu halten, als die Schulen. Zu Hause gibt es Ventilatoren, Duschen und Rückzugsräume. Viele Menschen verfügen über eine Klimaanlage, eine Lüftungsanlage, über Kühlgeräte mit Eiswasser oder sie wohnen einfach in einem alten, gemauerten Haus.
In Schulen kann niemand an einen kühleren Ort ausweichen. Und zu Hause würde man in kindgerechten Haushalten Kinder nicht an eine Fensterscheibe mit voller Sonne setzen, an der leider, leider die Jalousie kaputt gegangen ist.
Thomas schlägt ja Homeschooling vor, das während Corona gerade bei den benachteiligten Kindern nicht funktioniert hat. Die knuddeln sich dann bei Hitze zu zweit/dritt in einem viel zu kleinen Zimmer, ohne Klimaanlage.
Aber natürlich können die sich mit ein paar Eiswürfeln kühl halten.
Entweder macht wirklich hitzefrei und lässt die Kids im Freibad oder wo auch immer chillen, oder man stattet endlich die Schulen mit Klimaanlagen und Fotovoltaik aus. Homeoffice empfinde ich dagegen als miesen Kompromiss.
Ist doch wurst. Hauptsache „Hasi“ gehts gut
Es ist ja bekannt, dass gerade sozial benachteiligte Familien total davon profitieren würden. Im Sommer doppelt, da die alle eine kühle Wohnung oder eine Klimaanlage haben.
Oh, da gibt es sicher „Kollegen“ die effizienter nach dem Motto „weniger ist mehr“ arbeiten und von der Stundenerhöhung gar nicht begeistert sind 😉
Leider gibt es viele Wohnungen, wo es noch heißer ist, als in Schulen. Wie sollen Kinder dann Homeschooling machen?
Es soll sogar Menschen geben, die noch nicht mal eine Wohnung haben … daran gemessen sollten wir alle schön still sein und von diesen permanenten Forderungen absehen … und sich grundsätzlich an der realen Talsohle des Disfunktionalem orientieren – das macht einen so schön bescheiden und leidensfähiger.
Was soll ich denn mit Homeschooling bei meinen schwer mehrfach behinderten Schülern. Ich hatte regelmäßig über 30 Grad und Hitzefrei war abgeschafft, weil u.U ja niemand whause ist um die Kinder zu betreuen.
Schulen verwandeln sich landauf, landab in pädagogische Saunen, in denen Lernende und Lehrende nicht nur Wissen, sondern auch Elektrolyte verlieren (transpiri–transpira–transpiri–transpira … – und plötzlich ist da einfach nix mehr da).
Währenddessen sitzen die Entscheiderinnen und Entscheider in Schulämtern, Ministerien und Behörden bei stabilen 22 Grad und beraten darüber, ob man erstmal einen Arbeitskreis bildet, um dann irgendwann einmal prüfen zu können, ob man vielleicht irgendwie, irgendwo, irgendwann (war das nicht Nena?) ein Handlungskonzept konzipieren könnte.
Konzeptionitis, Projektitis und Reformitis sind rasant grasierende Infektionen.
Ich glaube, wir haben längst Lockdown in Amtsstuben und elfenbeinernen Türmen.
Die einzige echte Klimaanlage im Bildungssystem ist die politische Entscheidungsfreude – die bleibt zuverlässig eiskalt.
Obwohl – halb so schlimm. Leistungsanforderungen sind heute doch in jeder Jahreszeit purer Stress, erzeugen Schwindel oder sind Schwindel und sowas von out. Aber weniger Leistung und Anstrengung zu bringen scheint paradoxerweise trotzdem mehr Energie zu kosten und sorgt somit für (Angst)Schweißausbrüche. Man weiß es nicht so genau – Studie muss her.
Das Konzentrationskoma vieler SuS ist auch längst ein Ganzjahresmodell, völlig unabhängig von Raum- und Außentemperaturen.
Und wenn’s drinnen zu heiß wird? Empfehlung aus Wolkenkuckucksheim:
Dann eben „Freilernflächen“ – das klingt doch mal nach pädagogischer Freiheit.
Unterricht im Schatten bedeutet dann in der Praxis: Wer zuerst am einzigen Baum ist, hat gewonnen.
Alle anderen lernen auf einer Fläche, die früher mal Schulhof war und heute glatt als Solarpark ohne Einspeisevergütung durchgeht.
Schulen am Limit. Keine Sorge. Wer weniger weiß, stellt später auch weniger Fragen.
Sie sprechen es offen an: Alle mir bekannten Behörden und Amtsstuben sind klimatisiert. Dafür hat man im Umkehrschluss keinen einzigen Cent für Klimaanlagen in Schulen locker gemacht. Muss man Verständnis für haben, die Kommunen müssen sparen!
In unserer Stadt haben die noch zwei Luxus-Kaffeemaschinen im Wert von 13400 € angeschafft. Geld scheint genug dazusein. Man muß es halt nur sinnvoll verteilen (sic)
PS: Es stehen noch immer ein paar nicht gewartete (ist zu teuer) Luftfilter von der Pandemie außer Betrieb genommen in manchen Klassenzimmern. Vielleicht lassen sich die Dinger irgendwie umrüsten. Laut einigen Schulleitern fehlt auch fürs Entsorgen das Geld (ist auch zu teuer). Wer hätte das bloß kommen sehen…
Ich warte noch auf die Lösungen ala Corona … Bei hohen Temperaturen bitte Querlüften. Dazu gibt es eine laminierte Handreichung, in der das genau erklärt wird. Hat doch damals auch schon funktioniert. Dann wird noch erklärt, dass Schulen keine Arbeitsstätten sind … Problem gelöst und kosta fast gar nix.
You made my day! Mein Kopfkino lief gerade auf Hochtouren… Hahahaha!
Es ist doch die vollkommene Verlogenheit, die am meisten stört:
ANGEBLICH immer die ganz große, wirklich GANZ große Moralorientierung: „Schülahhhh, Schülahhhh!“.
Aber sobald man für kleines Geld international ausgeforschte Produkte beschaffen könnte, die jeder Assi-Netto installiert, nämlich Klimaanlagen, da kommen die verdrucksten Lügenausreden: „Nicht zuständig“, „nicht verbindlich“, „juristisch“, „Arbeitskreis“, blah blah.
Schule als kollektives gaslighting, borderline-Diagnose vollständig:
Keine Leistung
Kein Wohlbefinden
Bildungsgrill 2026 eröffnet, jetzt mit noch mehr geistigen Nitrosaminen in Form von noch mehr Lügen – weil man scheut, was jeder Supermarkt schafft: Klimaanlagen rein.
Da ist schon längst dringender Handlungsbedarf. In den oberen Stockwerken braucht man eigentlich gar keinen Unterricht mehr machen wenn man vor einer hitzebedingt haldsedierten Klasse steht.
Zumal das Problem leicht lösbar wäre, auch energietechnisch: Solarkollektoren auf das Dach, und an Tagen wie heute damit eine Klimaanlage betreiben.
Aber das das Thema mit dem Klimawandel vermischt werden muss stört mich etwas. Das ist ähnlich wie wenn die AfD häusliche Gewalt im Kontext Migration bringt…..
Ein Problem, das seit Jahrzehnten da ist, wird in eine gewünschten Kontext gestellt.
Hä? Der Klimawandel wird nunmal für mehr Hitzefrei sorgen und somit zu mehr Unterrichtsausfall. Gleichzeitig auch zu mehr schneefrei im Winter bei -40 Grad. Ach das wird toll.
Nein gemeint ist, dass viele Kommunen keine Klimaanlagen wollen, weil dadurch angeblich mehr co2 ausgestoßen und der Klimawandel begünstigt wird.
In der Zeit von riesigem pv Überschuss an so mögen Tagen ist das natürlich Quatsch. Man würde sogar dem Netz helfen… Aber wozu Fakten, wenn man Meinungen hat.
Gemeint war an *sonnigen Tagen*.
Blöde Aurokorrektur.
Endlich mehr Zeit für „Hasi“. Nix mehr mit „Hasi allein zu hause“. Der wird sich freuen über Nervensäge im homeoffice 😉
Genau der passende Artikel zum derzeitigen Wetter- wie jedes Jahr.
Und wie jedes Jahr ändert sich nichts. Wie oft uns die Stadt schon diverse Hitzeschutzmaßnahmen versprochen hat. Bis zum nächsten Sommer machen wir das. Ich kann nur noch müde lächeln
Doch, die Durchschnittstemperaturen steigen.
Merke: Wetter ungleich Klima
Nach derselben Logik und derselben Begründung werden Schulen im Winter zu Kühlschränken.
Heute ist ein sonniges Wetter.
Sorry, aber das ist Quatsch.
Wir haben es nicht mit Wetter, sondern dem Klimawandel zu tun.
Nicht nur die Durchschnittstemparatur, sondern auch die Zahl der Hitzetage, und die gemessenen Höchsttemperaturen sind in den letzten Jahrzehnten gestiegen.
„Fleischmann verwies darauf, dass Schulleitungen zwar im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht über Hitzefrei entscheiden könnten. In der Praxis seien solche Entscheidungen jedoch oft kompliziert.“
Weil niemand den Schulleitungen den Rücken stärkt, stattdessen dürfen die untereinander beobachten, absprechen und abwarten, um nicht „versehentlich“ die Schüler*innen zu wenig in der Hitze „lernen“ ließen 🙁
Wir brauchen 11 Wochen Sommerferien von Ende Juni bis Anfang September.
Und dann?
Und BY hat ein natürliches Anrecht auf die 11 Wochen am Ende des Zeitraumes.
Nein, wir brauchen klimatisierte Klassenräume.
Im Zuge des Klimawandels ist in den nächsten Jahrzehnten mit einer weiter steigenden Zahl an Hitzetagen zu rechnen. Für die Gesundheit von Schülern und Lehrkräften, aber auch für eine Unterrichtsgarantie ist die Klimatiserung vonr Schulgebäuden notwendig.
Klimaanlagen verstärken den Treibhauseffekt und sind so kontraproduktiv.
Das tut Atmen auch … boah ey … bei fast 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten kommt da ne Menge co2 zusammen …. dringende Empfehlung: Atmen einstellen – dann können wir den Planeten retten.
Man darf dabei nicht vergessen, dass jede ruhig sitzrnde Person mit rund 100 Watt den Raum weiter aufheizen. In 90 Minuten sorgen 25 Personen bei einem Raum mit etwa 150 Kubikmetern Volumen für einen Temperaturanstieg zwischen 5 und 8 Grad, je nach Beschaffenheit der Wände und der Einrichtung (Mobiliar / Wände nehmen rund 80% der produzierten Wärme auf). Bewegen sich die Personen, steigt die Temperatur mehr an.
Zusätzlich steigt die Luftfeuchtigkeit stark an (ca. 40g Wasserdampf pro Stunde und Person).
Je nach Wetterlage und Zustand der Fenster hilft Lüften nicht wirklich.
Die Konditionen in einem Klassenraum können selbst bei gleicher Raumgröße und Ausstattung keinesfalls mit einem normalen Büro verglichen werden, da sich im Büro wesentlich weniger Personen pro Kubikmeter Luft aufhalten.
Ein Klassenraum besitzt eine natürliche Klimatisierung, die immer auf „schwülwarmes Klima“ gestellt ist. Einzige Regelung: Fenster auf bei.
Selbst bei angenehmen 23 Grad draußen wird es schwierig, wenn man nicht querlüften kann.
Willkommen im Dschungel!
… ich habe noch vergessen, zu erwähnen, dass nach den ersten 90 Minuten morgens das Mobiliar, die Wände etc. warm sind, also sicher weniger Wärme über sie abfließen kann. Das gilt auch für die ersten beiden Stunden, wenn die Tage vorher schon warm waren. Wie hoch dann der Temperaturanstieg ist, kann jeder gerne mal in einem Praktikum ausprobieren.
Zudem sind 25 Personen konservativ abgeschätzt.
Querlüften geht oft nicht.
Falls es technisch doch geht, fliegen alle Materialien durch die Gegend.
Es gibt da noch einen Aspekt: Hormonelle Veränderungen bei Heranwachsenden bringen auch mehr und veränderte Ausdünstungen mit sich … muss ich jetzt nicht weiter ausführen, oder?
Ob die vorherige Abschätzung der Raumerwärmung für Jugendliche korrekt ist, kann ich daher nicht sagen, ich habe keine validen Daten dazu gefunden. Geringer ist sie aber mit Sicherheit nicht.
„Falls es technisch doch geht, fliegen alle Materialien durch die Gegend.“
Unterrichten Sie etwa oldschool mit Büchern, Heften und Arbeitsblättern in Papierform? Laptops fliegen doch nicht. 🙂
Der Unterricht wird doch immer digitaler, weg mit Büchern und Zetteln. Dass die technischen Dinger auch noch ein bisschen Wärme produzieren … Was soll´s. Man kann nicht alles heben.
„… nicht alles haben.“
Öftermal den Rettungsdienst alamieren. Wenn der Schwächeanfall der Hitzeleidenden nicht allzu schwer ist und eine fahrt ins Krankenhaus nicht angezeigt ist, bleibt die Kommune hälftig auf den Kosten der Leerfahrt hängen. Irgendwann rentiert sich dann die Klimaanlage. Das ist ein einfaches Rechenexempel.
GENAU DAS ist der Weg: Ball zurückspielen, Kosten auf die *****.
Das wird wirksamer sein als jedes Arbeitskreis-Ringelrein.
Am Freitag war bei uns btw. der Rettungswagen da – Schüler mit Hitzeschlag (im Gebäude).
Einfach Mal nach Südeuropa schauen wie man mit heißem Wetter im Sommer umgeht, die haben ja Erfahrung damit.
Erste pragmatische Maßnahme: Ausweitung der Sommerferien auf den ganzen Juli und August. Das wir die Anzahl der Backofentage massiv reduzieren.
Das Problem ist: es ist seit Mitte Juni sehr heiß!
Und das hilft uns jetzt im Juni bei über 30 Grad was genau?
Im Moment hilft auch kein Blick auf Südeuropa. Nicht einmal die Briten werden von der Hitze verschont. In GB, Spanien, Frankreich und Italien werden Schulen z. T. geschlossen.
Hitzewelle in Europa geht weiter – und bricht Rekorde | tagesschau.de
Wir sind Anfang des Schuljahres in unser komplett neu gebautes Schulgebäude umgezogen, erleben also jetzt das erste Mal eine längere Periode heißer Tag in diesem Bau. Dabei stellen wir fest, dass die vom Bauträger und den Architekten angepriesene Verschattung und die Fenster, die für eine ausreichende Querlüftung sorgen sollen, weswegen keine Klimaanlage eingebaut wurde, leider nicht ausreichen.
Die Klassen heizen sich enorm auf (nächste Woche nehme ich ein Thermometer mit), querlüften klappt nicht, da die komplett mit hellem Stein versiegelte Außenfläche dafür sorgt, dass heiße Luft gespiegelt und zurück geworfen wird. Nächste Woche sind mündliche Prüfungen, ich bin gespannt.
Ach ja, eine Photovoltaik Anlage auf dem riesigen Flachdach haben wir natürlich nicht, zu gefährlich, zu teuer, zu ????
Form follows function. Die Schule hat bestimmt einen Architekturpreis gewonnen und war im Bau sch…teuer?!
Ob der Bau einen Preis gewonnen hat, glaube ich nicht, aber er gilt als Prestigeobjekt in Stadt und Kreis.
Es gibt viele Designermöbel für Schüler:innen und Lehrkräfte, da blieb dann leider kein Geld mehr für die Klimaanlage…
Ab morgen nehme ich ein Thermometer mit und schaue mal, wie warm es in einzelnen Räumen ist.
Willkommen im Club.
Ich verstehe nicht, warum da immer von Dämmung gesprochen wird. Die Dämmung spielt vor allem in Privatwohnungen und vll. auch Büros eine Rolle, aber in Schulen bei weitem nicht so eine Große, wie es immer berichtet wird. Bei den genannten 36° sieht das in Schulen wie folgt aus:
Selbst Schattenräume sind Brutnester und können kaum genutzt werden. Dämmung ist dann wichtig, wenn der Raum direkt zur Sonne zeigt, wenn ich tagsüber die Fenster zu lassen kann und wenn es eine Möglichkeit gibt, nachts zu lüften.
In Schulen sieht es aber selbst bei den begehrten Schattenräumen so aus, dass man nachts nicht Lüften kann (ergo würden Räume mit einer Top Dämmung noch tagelang heiss bleiben), und mann kann die Fenster tagsüber nicht geschlossen halten, weil in Klassenräumen eben auch die massive Luftfeuchtigkeit und der Luftaustausch neben der Hitze eine Rolle spielt.
Einfache Regeln, die zu Hause oder in vielen Büros gelten wie „nur Lüften, wenn es draussen kälter als drinnen ist“, funktionieren in Räumen mit 35 Leuten einfach nicht.
Eine ordentliche Dämmung ist für die meisten Schulgebäude irrelevant. Man kann sich mal die Berichte von Neubauschulen ansehen, die sich trotzdem extrem aufheizen.
Beispiel: https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/muelheim/c-nachrichten/bis-zu-46-grad-glasiger-glutofen-genoveva-gymnasium_a284523
Das Problem ist, dass die Architekten und Planer von irgendwelchen Renovierungen und Neubauten schlicht einfach oft keine Ahnung von Schulbauten haben und der Kram natürlich öffentlich ausgeschrieben und der Günstigste genommen werden muss, während gleichzeitig die Kommunen probieren jeden Eur zusätzlich zu sparen.
Da werden dann für Millionen Gebäude saniert und diese sind von Anfang an katastrophe.
Allerdings. Bei uns wird ein neues großes Klinikum gebaut. Eine Freundin ist im Kreistag, dem die Pläne und Kostenvorschläge überreicht wurden. Außer ihr (Neurologin) ist niemandem aufgefallen, dass Klimaanlagen nur für Labor und Pathologie im Keller vorgesehen waren. Nicht für die OPs, nicht für die Intensivstation im obersten Stock, nicht für die normalen Stationen. Sie ist komplett ausgeflippt… Reaktion der verantwortlichen Architekten und Ingenieure: ‚Ups! Ja, wenn Sie das alles wollen, ändern sich die Pläne und vor allem die Kosten natürlich deutlich…‘ Und das war nicht der einzige (für Patienten womöglich tödliche) ‚Lapsus‘ in der Planung. So ist das eben, wenn man niemanden hinzuzieht, der täglich in dem Objekt arbeiten muss und weiß, was wichtig ist…
„Experten“ unter sich eben.
Im Nachbarort gibt es eine neue Schule in moderner Clusterbauweise. Auf eine Klimaanlage oder wenigstens eine gute Belüftung wurde verzichtet. Bei Raumtemperaturen über 28 Grad gab es schon zwei Tage hitzefrei. Aber was bedeutet das? In den unteren Jahrgängen muss eine Betreuung angeboten werden, die natürlich auch in den heißen Räumen stattfindet. Und wenn man den Unterrichtsstoff bis zu den Ferien noch schaffen will, wird es eng.
Aber die Diskussionen um Hitze sind halt auch die gleichen Neverending-Storys wie die Diskussionen um einen späteren Schulbeginn, die Sommerzeit, Noten oder dem dreigliedrigen Schulsystem. Man kann die Uhr danach stellen, wann sie auftreten. Im Winter, wenn keiner mehr an den Sommer denkt, kommen dann wieder die Artikel, die sagen, dass die Kinder einen späteren Schulbeginn brauchen.
Bei der aktuellen Entwicklung des Klimas und der Hitze in Schulen, wäre es eher angebrachte, demnächst um 4 Uhr mit der Schule zu beginnen, ein späterer Schulbeginn für Schüler (um 9 oder 10 Uhr) wäre schon deshalb also vollkommen unmöglich.
Die armen Schüler. die immer noch glauben, ihre Bedürfnisse würden am Ende bei den Entscheidungen auch nur irgendeine Rolle spielen.
Ich bin übrigens auch Beteiligter im Schulsystem, ich würde gerne bei der Frage über Hitzefrei auch mit angehört werden, stattdessen entscheidet es in NRW gerne mal eine Schulleitung, die in ihrem schattigen Büro sitzt und Angst hat, sie müsste sich für eine Entscheidung hinterher bei irgendwelchen anderen Schulakteuren (Essenslieferungen oder AG-Leitungen) oder auch der Bezirksregierung rechtfertigen.
… und treffen dann in Absprache mit den anderen Schulen der Kommune, dem Sachaufwandsträger und dem kommunalen Verkehrsunternehmen eine gemeinsame Entscheidung. Leider dauert diese Entscheidungsfindung bis zum regulären, stundenplangemäßen Schulschluss. Aber für morgen kann, wenn das Wetter so bleibt, erneut gemeinsam über hitzefrei entschieden werden.
…und da wird es halt zur Glückssache.
Ich habe unfassbares Glück und habe einen Hartkern-SL mit EDEKA-Syndrom (der will halt SL sein und nicht weiter aufsteigen), der konsequent Hitzefrei rausdonnert, wenn es sinnvoll ist. Und wenn das jeden Wochentag so ist – ist es so.
Ich bin für Klimaanlagen mit Photovoltaik als Übergangslösung, bis sämtliche Schulen energetisch sinnvoll saniert sind.
Aus Kostengründen wird es weder das eine, noch das andere geben. Denken Sie daran, es gibt im Land Schulen, in denen sich nicht mal alle Fenster öffnen lassen.
Der Geldautomat in meiner Bank steht in einem klimatisierten Vorraum der inzwischen geschlossenen Filiale. Der Neubau unseres Schulgebäudes hat keine Klimaanlage bekommen. So geht Prioritätensetzung.
Da bietet sich doch eine lebensnahe Unterrichtsreihe an einem außerschulischen Lernort an: Wie bediene ich einen Geldautomaten, wie lese ich einen Kontoauszug, was passiert, wenn ich dreimal die falsche PIN eingebe usw.
Gute Idee!
Mit Ihrer EC-Karte gerne 😉
Ok, aber meine Kontoauszüge zeige ich besser nicht …
Backöfen? Schulen sind doch eigentlich die Kühlaggregate des Klimawandels … oder so.
… so wie sie zur CoronaZeit Virenfilter waren. Ja, die Argumente kommen uns wahrlich bekannt vor.
André, ich habe heute mal bei anderen Schulen geschaut, wie die das mit dem Hitzefrei machen und bin doch tatsächlich auf eine Nachbarschule gestoßen, deren Klassenräume klimatisiert sind und deswegen auch kein Hitzefrei organisieren müssen….
Ich dachte, ich träume …..und wir sitzen ab 8:30 Uhr mit drei Klassenräumen zur Ost-Südseite da und schwitzen uns zu Tode….
Kleiner Funfact am Rande. Für genau die drei Klassenräume habe ich vier Jahre gekämpft, dass wir zumindest Außenjalousien bekommen…..
In NRW? Mit Klimaanlagen? Da läuft mir doch eher ein rosa Einhorn über den Weg. Man lernt halt nie aus …
Mir wurde auch ganz blümerant….
Wow, das sind gute Nachrichten … vllt setzt sich bei entspannterer Haushaltslage mal diese gute Idee breiter durch … was meinst du, liebes Fräulein Rottenmeier, wie stehen die Chancen?
Liebe Grüße!!!
Stichwort Haushaltssicherung…..also in den nächsten Jahren eher nicht….
Selbst Neuanträge der Säule I des Startchancenprogramms werden nicht mehr genehmigt (Stadt muss 30% dazutun)…..
Aber ich greife morgen mal zum Telefon und rufe den Kollegen an, wie er das gemacht hat, um Klimageräte zu installieren…..und wer das bezahlt hat….
Sorry, du hast natürlich recht und ich weiß es natürlich auch … muss an der Hitze liegen, dass ich für einen kurzen Moment zweckoptimistisch war…
Soll nicht wieder vorkommmen 😉
Ganz liebe Grüße von meiner „Blümchenterrasse“ … gut gekühlter Weißwein lässt vieles erträglicher erscheinen. 🙂
Bei Wein und „Blümchenterrasse“ fällt mir spontan „Bouquet“ oder auch das deutsche Synonym „Bukett“ ein.
Und Ihr Zweckoptimismus könnte auch mit dem Umfang des“Blumenstraußes“ korrelieren, wenn nicht sogar kausale Ursache sein.
Ach, du hast eine Blümchenterrasse? Ja, dann brauchen wir doch gar nicht Petra….
Alternativ lade ich auch gerne zum Grillen am kleinen Pool in den Garten ein…..(kaufe auch eine Flasche Weißwein….) und bleibe selbst bei Rotem…..
Viele liebe Grüße
„Es ist alles nur geklaut…“
„Klassenräume werden zu Backöfen.“
Warum drehen wir den Spieß nicht um und machen die Backöfen zu Klassenräumen?
Bei Backöfen lässt sich im Normalfall die Temperatur regeln