DÜSSELDORF. Die GEW NRW hat die erneute Debatte über die Bundesjugendspiele kritisiert und davor gewarnt, sich auf die Frage von Wettkampf oder Wettbewerb zu konzentrieren, statt die grundlegenden Probleme des Schulsports anzugehen. Anlass ist der Beschluss der Kultusministerkonferenz, Grundschulen für die Klassen 3 und 4 künftig wieder die Wahl zwischen der Wettbewerbsform und der klassischen Wettkampfform mit exakter Leistungs- und Zeitmessung zu ermöglichen.

„Die Debatte um Wettkampf oder Wettbewerb wird häufig mit einer Bedeutung aufgeladen, die sie tatsächlich nicht hat. Weder wird an einem Tag Spitzensport gefördert oder verhindert, noch lösen die Bundesjugendspiele die Bewegungsprobleme unserer Kinder. Stattdessen wird von den eigentlichen Herausforderungen abgelenkt“, erklärte die Vorsitzende der GEW NRW, Ayla Çelik.
Die Gewerkschaft verteidigt dabei die 2023 eingeführte Umstellung auf die Wettbewerbsform. Diese habe einen pädagogischen Ansatz verfolgt, bei dem individuelle Fortschritte und persönliche Entwicklungen stärker berücksichtigt würden als normierte Leistungswerte. Gerade angesichts der Tatsache, dass sich viele Kinder zu wenig bewegten, sei dieses Ziel weiterhin wichtig. „Wer Kinder dauerhaft für Sport und Bewegung begeistern will, erreicht dies eher über gemeinsame Erfolgserlebnisse und Motivation als über die ausschließliche Orientierung an Zeiten, Weiten und Platzierungen“, sagte Çelik.
„Hier bröckelt der Putz sprichwörtlich von der Decke, während gleichzeitig über die Ausgestaltung eines einzelnen Sporttages diskutiert wird“
Nach Auffassung der GEW NRW liegen die eigentlichen Probleme des Schulsports an anderer Stelle. Noch immer verließen viele Kinder die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Zudem falle an zahlreichen Schulen Sportunterricht aus, weil Sporthallen sanierungsbedürftig seien oder aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden könnten. „Hier bröckelt der Putz sprichwörtlich von der Decke, während gleichzeitig über die Ausgestaltung eines einzelnen Sporttages diskutiert wird“, so Çelik.
Die Gewerkschaft fordert deshalb einen stärkeren Fokus auf die Rahmenbedingungen des Schulsports. Notwendig seien mehr und verlässlicher Sportunterricht, eine bessere Ausstattung der Schulen, ausreichend Schwimmunterricht sowie qualifizierte Bewegungsangebote für alle Kinder. Nur so könnten Kinder Freude an Bewegung entwickeln und die motorischen Fähigkeiten erwerben, die sie für ein gesundes und selbstbestimmtes Leben benötigten.
Die Bundesjugendspiele sollen nach dem Willen der KMK-Bildungsministerkonferenz auch an den Grundschulen wieder leistungsorientierter werden – wenn die Schulen dies wollen. Künftig soll es in dritten und vierten Klassen wieder erlaubt sein, die Bundesjugendspiele in der Leichtathletik und im Schwimmen wieder im klassischen Wettbewerbsmodus durchzuführen – also beispielsweise mit genauem Messen und Zeitnehmen.
Seit dem Schuljahr 2023/2024 waren die jährlich stattfindenden Spiele für alle Grundschulkinder bis zur vierten Klasse nur noch als Wettbewerb und nicht mehr als Wettkampf organisiert worden. Davor war das nur in den ersten beiden Klassen der Fall gewesen. Die Reform hatte für viele Diskussionen gesorgt.
Zum nächsten Schuljahr seien nun wieder zwei Austragungsformen zulässig: „Wettbewerb, aber eben auch Wettkampf“, sagte die amtierende Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler). „Das unterstütze ich ausdrücklich, weil das am Ende eben auch eine positive Leistungskultur stärkt.“ Die Schulen hätten aber Wahlfreiheit, betonte sie: ob in den betreffenden Klassenstufen beispielsweise nun wieder Zeiten und Weiten genau gemessen werden – oder wie zuletzt in Zonen oder ähnlichem.
Ob die Schulen aber tatsächlich die Wahlfreiheit haben, ist strittig. Das Kultusministerium Baden-Württemberg prüft nach eigenen Angaben, ob ein Wettkampf-Modus bei den Bundesjugendspielen bindend sein soll. News4teachers / mit Material der dpa
Mal wieder typisch. Die KMK entscheidet nicht und lässt die Schulen alleine. Da steht nun die Schulleitung und wird nach jeder Entscheidung bedrängt von abgedreht Insta-Müttern.
Was wollen wir jetzt? Jetzt haben die Schulen endlich mal Entscheidnungsfreiheit und dann wird wieder gejammert, dass die KMK doch wieder alles festlegen soll.
Die lässt die Schulen nicht alleine. Die KMK erinnert die Schulen an ihre Eigenverantwortung 😛
Schön, dass man nun endlich erkannt hat, dass es an den Rahmenbedingungen des SU mangelt. Aber ändern wird sich nicht viel. Immer noch bestimmen Böcke, Pauschenpferd, Schwebebalken und Stufenbarren die Geräteräume, man hat es in 100 Jahren nicht geschafft, die Grundausstattung anzupassen. Pädagogisch sinnvolle Geräte und Materialien anzuschaffen erfordert einen Bittstellermarathon an Bürokratieaufwand, da zahle ich so manches lieber aus eigener Kasse.
Sportunterricht hat trotz erheblichem Bewegungsmangel unter den Schülern noch immer nicht den Stellenwert, den er verdient. Ich kenne Kollegen, die ernsthaft der Meinung sind, dass Sportlehrer nicht gleichermaßen bezahlt werden sollten wie Lehrer mit „wissenschaftlichen“ Fächern.
Die ganze Einstellung zum Sport stimmt hinten und vorne nicht, allein der Pausenhof sollte schon zu Bewegung einladen. Wir streiten schon seit 10 Jahren um Tischtennisplatten und Basketballkörbe, kein Budget. Man investiert offenbar nicht gerne in die Zukunft, die schlimm enden wird, wenn die Schüler körperlich immer mehr verkümmern, was einhergeht mit der geistigen Verkümmerung.
… Kollegen, die ernsthaft der Meinung sind, dass Sportlehrer nicht gleichermaßen bezahlt werden sollten wie Lehrer mit „wissenschaftlichen“ Fächern.
Dazu erstmal zur Info:
Soviel zur Meinung einiger Kuk mit NUR wissenschaftlichen Fächern am Gym, s. o. von Teacher Andi.
Pädagogisch sinnvolle Geräte und Materialien anzuschaffen erfordert einen Bittstellermarathon an Bürokratieaufwand,…
Das Stimmt! Nur:
Es wird sich nicht viel ändern, solange Städte und Gemeinden als Schulträger für die Bereitstellung, Instandhaltung, Renovierung, Sanierung,… der Sportstätten und Hallen-/Schwimmbäder „zur Kasse“ gebeten werden, ohne auskömmliche Finanzierung derer, die zwar „bestellen, aber nur wenig, besser nichts, bezahlen wollen“. Wie überall, wenn es um die Ausstattung von Schulen geht. 🙁 Seufz!
Vielen lieben Dank für Ihren differenzierten Beitrag.
Kleine Ergänzung: In Hamburg braucht es keine Aufnahmeprüfung.
In Baden-Württemberg braucht es auch keine, dafür war der NC für beliebte Unis unerreichbar.
(Pssst, ich hab mir damals mit toller Hilfe vom AStA einen Platz erfolgreich eingeklagt.)
„Ein Sportstudium (Lehramt) gleicht der Ausbildung zum olympischen Athleten, nur in zig-Sportarten!“
„Es gibt zusätzlich noch eine Aufnahmeprüfung/ Eignungsprüfung“
Wie schnell müsste ein Mann denn z.B. die 100 m laufen, wie hoch oder wie weit springen und wie weit die Kugel stoßen um zum Studium zugelassen zu werden?
Die Prüfung beschränkt sich garantiert nicht nur auf ein einziges Fach wie Leichtathletik. Turnen, Schwimmen, Rückschlagspiele und auch Teamspiele könnten ggbf. ebenfalls prüfungsrelevant sein.
Das können Sie überall nachlesen, in Bayern sind die Anforderungen besonders hoch. Ohne intensives Training und sportlicher Vorbelastung nicht zu schaffen. „Olympischer Athlet“ ist natürlich übertrieben, aber man muss in vielen Sportarten Leistung zeigen, wenn man „nur “ ein guter Leichtathlet ist, wird man sich schwer tun. Wobei ich diesen Leistungsgedanken für die Schule völlig überzogen finde. Es ist sicher gut, wenn ich einen Handstandüberschlag, eine Kippe am Reck, Radwende vom Schwebebalken, Korbleger im Basketball, Butterfly beim Schwimmen, verzögerten Sprungwurf beim Handball, Flop beim Hochsprung, evtl. Stabhochsprung, Speerwerfen und, und, und vormachen kann, aber ich muss nicht alles können und letztendlich sind diese supersportlichen Lehrer, die sich an den besten orientieren, pädagogisch eher abschreckend. Diese verlieren die Aufgabe und den Sinn des Sportunterrichts oft aus den Augen.Gewisse Fähigkeiten sind sicher nötig, aber das gesamte Sportstudium, wenn man denn die Aufnahmen schafft, ist fast nur auf Leistung ausgelegt, und dabei ist man abhängig vom Ansehen beim Prüfer. So war es zumindest zu unserer Zeit, ich hoffe, da hat sich einiges geändert.
„Ohne intensives Training und sportlicher Vorbelastung nicht zu schaffen.“
An der RuhrUni Bochum wären es laut website für Männer 13,4 Sec auf 100m, 1,40m Hochsprung und 7,60m mit einer Kugel von 6 kg !!!
Das wären zu meiner Schulzeit selbst für normale Oberstufenschüler keine besonderen Leistungen gewesen.
Abgesehen von der schlicht geprahlten Behauptung, melde ich hiermit lautere Zweifel an.
Das ist für mich schon in Ordnung.
Schließlich kennt nicht jeder die Bewertungstabellen für Leichtathletik in der Oberstufe, auch wenn die mit wenigen Klicks zu finden wären.
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„Abgesehen von der schlicht geprahlten Behauptung,“
Wie würden Sie es bewerten, wenn hier jemand behaupten würde in seiner Schulzeit bei leichtathletischen Sportfesten zahlreiche Urkunden und goldene Anstecknadeln erkämpf“ zu haben?
Haben Sie den Kontext verstanden, in dem Sie eine geprahlte Behauptung verorten möchten ?
Es geht in der Aufnahmeprüfung nicht nur um Leichtathletik, man hat immer 2-3 Disziplinen, in denen man nicht so gut ist und trainieren muss. Aus dem Stand schafft das kaum jemand.
Aber wenn Sie natürlich ein Supersportler sind und in allen Disziplinen fit, dann nichts wie los ins Sportstudium. Ob solche Größen allerdings die besten Lehrer werden, kann ich aus Erfahrung bezweifeln.
„Aus dem Stand schafft das kaum jemand.“
Wir reden von jungen Männern um die 20.
Für die oben genannten Leistungen gab es in der 11./12. Klasse G8 in BW ca. 7 – 8 Punkte.
Soviele junge Supermänner…wow.
Oder Leute die sich für Superfrauen halten?
https://www.news4teachers.de/2026/06/wettkampf-wettbewerb-beides-wie-die-cdu-mit-ihrer-rolle-rueckwaerts-die-bundesjugendspiele-ins-chaos-stuerzt/#comment-813475
Erinnert an ein rosa T Shirt mit Glitzerdruck „superwoman“, ironisch gemeintes Mitbringsel aus England bzw. es kann natürlich nur eine geben.
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Wenn Sie Oberstufenschüler für Supermänner halten, wenn sie 13,4 Sec auf 100m, 1,40 m Hochsprung und 7,50 m mit einer 6 kg-Kugel schaffen, dann definieren Sie den Begriff halt anders als die Ersteller der Bewertungstabellen für Leichtathletik in der Oberstufe.
Und nochmal: es müssen in allen Disziplinen bestimmte Leistungen erbracht werden, wieso hängen sie sich so sehr an der Leichtathletik auf? Zur Aufnahmeprüfung gehört auch ein Handstandüberschlag über den Querkasten, z.B., Schwimmen in bestimmter Zeit, Ballspiele, gymnastische Übungen …….. Und schaffen Sie einen 3000m Lauf (wenn überhaupt) unter 12.30 min? Übrigens rede ich von der bayerishcen Sporteignungsprüfung, und nicht von der RuhrUni Bochum. In anderen Bundesländern kann das wieder ganz anders sein.
.“wieso hängen sie sich so sehr an der Leichtathletik auf?“
Weil in der Leichtathletik Zeiten und Weiten objektiv messbar sind und es entsprechende Leistungstabellen gibt.
Da lässt sich also leicht überprüfen, ob an der Behauptung
„Ohne intensives Training und sportlicher Vorbelastung nicht zu schaffen“ was dran ist oder nicht.
„Und schaffen Sie einen 3000m Lauf (wenn überhaupt) unter 12.30 min?“
Dafür gäbe es für Oberstufenschüler auch nur 10,5 Pkt.
„Übrigens rede ich von der bayerishcen Sporteignungsprüfung,“
Bei der man nicht mal 100m laufen muss, sondern 60 m in 8 Sek, 3.000 m in 12:30 Min , nen 200g Ball 47m weit werfen muss und Sprung überhaupt nicht geprüft wird?
Auch das erscheint mir nicht unbedingt olympisches Niveau zu sein.
Ich habe nie von olympischem Niveau gesprochen, und jetzt hören Sie endlich auf mit Ihrem unerträglichen Gezeter. Ja, ja, ja, Sie haben Recht und ich habe keine Ahnung. Gut so?
„Ich habe nie von olympischem Niveau gesprochen, „
Von wem stammt dann dieses Zitat?
„Ein Sportstudium (Lehramt) gleicht der Ausbildung zum olympischen Athleten, „
„kann ich aus Erfahrung bezweifeln.“
Alles klar.
Wie Sportlehrkräfte heutzutage so drauf sind, wissen Sie sicher besser als ich.
Aber für Sie? 😉
Mein Neffe hat alles bestanden (Leichtathletik, Turnen, Ballspiele) und ist nur beim Schwimmen durchgefallen, weil er 1 Sek zu langsam war. Schade, ein engagierter Sportlehrer weniger.
„Schade, ein engagierter Sportlehrer weniger“
Stimmt. Sport ist eines der wenigen Fächer, wo es m.M. unerheblich ist, wenn die Schüler*innen in der Praxis besser sind als die Lehrkraft.
Meiner Meinung nach ist es wichtiger, dass die Lehrkraft mehr Ahnung von Trainings- und Bewegungslehre, Methodik, Didaktik etc. hat.
“ ist nur beim Schwimmen durchgefallen, weil er 1 Sek zu langsam war. „
Schwimmen ist ein Sperrfach, das nicht ausgeglichen werden kann.
Vermutlich weil Lehrkräfte ein Rettungsschwimmabzeichen erwerben müssen, bevor sie Schwimmunterricht beaufsichtigen dürfen.
Hinweis: Das anspruchsvollere Sek II-Studium war kein Argument gegen A13 für alle.
In der Sache haben Sie aber recht. Ich bin froh, kein Sportlehrer zu sein. Die Lärmbelästigung, das Verletzungsrisiko usw. wird durch die fehlende Korrektur ausgeglichen.
Korrekturen gibt es durchaus, in der Realschule ist ein schriftlicher Sporttest pro Schulljahr (?) vorgeschrieben, kann sein, dass dies von der Fachschaft entschieden wird, es gibt LK Sport mit sportwissenschaftlichen Inhalten, etliche Sportlehrer bringen Regelkunde, Schwimmregeln, Trainingslehre in ihre Sportstunden ein, wobei ich der Meinung bin, dass die Bewegung Vorrang haben sollte. Ich lasse z.B. die Aufwärmung von den Schülern gestalten, die nach Einführung ein Skript abgeben müssen zu ihrer Aufwärmphase, welches auch benotet wird (Skript und praktische Umnsetzung). Etliche Sportlehrer machen sich nicht die Mühe, aber es ist auch ein Trugschluss, dass Sportlehrer keine Korrekturarbeiten haben.
Trotz allem, natürlcih nicht vergleichbar mit Deutsch oder Englisch.
Ohne Sport, Kunst, Theater und nicht zuletzt Musik wäre Schule ein Irrtum.
Sie haben vollkommen recht. Diese Einstellung zum Sport ist in der Tat traurig wenn man bedenkt, dass regelmäßiger Sport positive Nachricht Effekte auf das psychische und physische Wohlbefinden hat.
Als in NRW immer mehr Schulen vom Halbtag zum Ganztag wechselten und mein erstes Kind eingeschult wurde hatte ich die naive Hoffnung, dass es ähnlich wie an den Schulen in den USA täglich Sport am Nachmittag geben würde. (Auf höherem Niveau als in Sportvereinen, weil nicht durch Ehrenamtliche sondern Hauptberuflich tätiges Personal durchgeführt).
Und wo stehen wir heute? Der Ganztag bietet zahlreiche Möglichkeiten die ungenutzt sind. Die angebotenen AGd sind oft ein Witz und werden oft weder von den Schülern noch den Lehrern so ernst genommen wie der restliche Unterricht.
Daher bin ich seit einigen Jahren für den Rückbau zurück zum Halbtag, denn auf diese Weise konnen immerhin die engagierten Eltern in Vereinen oder außerschulischen Angeboten für ihre Kinder das sicherstellen, was öffentliche Schulen in der Breite bei weitem nicht leisten können.
„Wer Kinder dauerhaft für Sport und Bewegung begeistern will, erreicht dies eher über gemeinsame Erfolgserlebnisse und Motivation als über die ausschließliche Orientierung an Zeiten, Weiten und Platzierungen“
Verstehe ich nicht.
Beim Wettbewerb geht es ja ausdrücklich nur um Platzierungen, denn die Punkte gibt es nur dafür besser gewesen zu sein als andere Kinder in der Gruppe.
Egal wie langsam gelaufen oder wie kurz gesprungen / geworfen wird, wenn genügend andere Kinder noch schlechter sind, gibt es für die am wenigsten schlechten Kinder Ehrenurkunden, für die schlechtesten Kinder nur Teilnehmerurkunden.
Wo soll da ein gemeinsames Erfolgserlebnis sein?
Es ist immer noch dem Geschick des Sportlehrers überlassen, aus Sport, Wettkampf, Fairness, Fitness ein gemeinsames Erlebnis zu machen, das bleibt natürlich denen vorbehalten, die nicht Leistung als Aushängeschild hernehmen und die verstanden haben, worauf es im Sportunterricht ankommt.
Deshalb finde ich es besser, wenn man den Lehrkräften bei solchen Dingen mehr pädagogisches Ermessen einräumt, statt als einzige Möglichkeit den Wettbewerb gegen andere Kinder zuzulassen.
Seit wann basiert der SU rein auf Wettbewerb? Da haben Sie was falsch verstanden. Leistungsmessung ist nur ein kleiner Teil im SU, meist nicht möglich, weil die leichtathletischen Anlagen fehlen. Und ich würde nie und nimmer Prüfungsformen aus dem Sportstudium für den SU übernehmen, wie z.B. Treffsicherheit bei Korblegern oder Schmettern beim Volleyball in eine bestimmte Zone, das ist allenfalls etwas für LK Sport. Im normalen SU liegt das Gewicht auf Fairness, Entwicklung von Fertigkeiten, Mitwirkung.
„Seit wann basiert der SU rein auf Wettbewerb? „
Weiß ich nicht. Ist das denn im SU auch schon so?
Ich dachte das betraf nur die Bundesjugendspiele in der Grundschule?
„Hier bröckelt der Putz sprichwörtlich von der Decke, während gleichzeitig über die Ausgestaltung eines einzelnen Sporttages diskutiert wird“
Die Eltern können ja auch „mehr Eigenverantwortung“ zeigen, um Sportstätten wieder herzustellen (augenroll)
Ich hoffe das ist Sarkasmus.
Ist nämlich schon probiert worden, beispielsweise wegen dem verheerenden Zustand der sanitären Anlagen. Das gab mal richtig einen auf den Deckel seitens des Trägers.
Was wohl alles möglich wäre, wenn da Träger plus Elternschaft plus willige Unterstützer Hand in Hand agieren würden?