Scholz hält viel vom Föderalismus in der Bildung

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HAMBURG. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat den oft kritisierten Länderföderalismus in Deutschland verteidigt – gerade in der Bildungspolitik.

Sieht die Zweigliedrigkeit in Hamburg als Errungenschaft: Olaf Scholz. Foto: SPD in Niedersachsen / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)
Sieht die Zweigliedrigkeit in Hamburg als Errungenschaft: Olaf Scholz. Foto: SPD in Niedersachsen / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

«Ich bin ein großer Anhänger des Föderalismus. Denn ich glaube, dass es eine Illusion ist, sich vorzustellen, dass alles besser wird, wenn es über den Bund läuft», sagte Scholz. Das gelte auch für die Bildungspolitik. Es sei richtig, bei den Schulabschlüssen für eine bundesweite Vergleichbarkeit zu sorgen. Auch müsse der Leistungsfortschritt der Schüler in der Bundesrepublik ähnlich sein. Er werde es aber nicht zulassen, die in Hamburg «sehr vernünftige Organisation des Schulsystems mit den besten Integrationserfolgen» zu verschlechtern, nur «weil andere Länder noch Jahre brauchen, bis sie eingesehen haben, dass zum Beispiel in den weiterführenden Schulen ein zweigliedriges System sinnvoll ist».

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In der Hansestadt gibt es seit dem Schuljahr 2010/11 nur noch Stadtteilschulen und Gymnasien. Beide weiterführenden Schulen führen zum Abitur, die Stadtteilschule nach neun, das Gymnasium nach acht Jahren. dpa
(14.4.2012)

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