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WWF: „Der Leopard kehrt nach Europa zurück“

BERLIN. Tierschützern des WWF ist es gelungen, erstmals wieder einen Leoparden im Kaukasus zu fotografieren. Die Großkatze ist vom Aussterben bedroht. Die Region, die zu Europa gehört und zwischen schwarzen und kaspischen Meer liegt, ist eine der artenreichsten Gebiete der Erde.

Luchse, Braunbären, Wölfe und Wisente und der vom  Aussterben bedrohte Kaukasus-Leopard, der mit 40-60 wild lebenden Individuen zu den seltensten Tierarten der Erde zählt, leben im Kaukasus. Dem WWF ist es nun mit Unterstützung des aserbaidschanischen Umweltministeriums und Wildbiologen der Akademie der Wissenschaft gelungen, die vom Aussterben bedrohte Großkatze wieder in Aserbaidschan nachzuweisen. Ein ausgewachsenes Leopardenweibchen tappte in der autonomen Republik Nachitschewan in die Fotofalle der Umweltschützer. Seit mehreren Jahren war der Leopard in der Gegend nicht mehr gesichtet worden. „Das ist eine kleine Sensation“, freut sich Aurel Heidelberg, Kaukasus-Referent beim WWF Deutschland. „Unser Einsatz zahlt sich aus. Dieser Erfolg gibt uns Hoffnung, dass der Leopard langfristig den Sprung zurück nach Europa schaffen wird.“

Der persische Leopard wurde vom WWF im Südkaukasus gesichtet. (Foto: WWF)

Dieser Leopard wurde vom WWF im Südkaukasus fotografiert. (Foto: WWF)

Der Kaukasus-Leopard, auch Persischer Leopard genannt, bevölkerte einst weite Teile der Kaukasus-Region bis in den europäischen Teil hinein. Doch Wilderei und die Zerstörung seines Lebensraumes brachten ihn an den Rand der Ausrottung. Entschiedene Schutzbemühungen leiteten nach Angaben des WWF indessen einen Wandel ein: „Wir konnten dazu beitragen, dass über 50.000 Hektar Leoparden-Lebensraum im Südkaukasus zusätzlich unter Schutz gestellt wurden“, so Aurel Heidelberg. Außerdem wurden die neu entstandenen und vergrößerten Schutzgebiete für eine effizientere Überwachung ausgerüstet und die lokale Bevölkerung für den Leopardenschutz sensibilisiert. WWF-Mann Heidelberg ist zuversichtlich: „Wir werden uns weiter für die Erholung der Leopardenbestände und der seiner Beutetiere einsetzen. Mit ein bisschen Glück findet der Leopard bald auch wieder in Europa ein Zuhause.“ nin

(31.10.2012)

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