Berliner Streikwoche: 2500 Lehrer streiken – keine Einigung

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BERLIN. Der Streik der angestellten Lehrer in Berlin hat am Freitag seinen Höhepunkt erreicht. An einem Protestmarsch durch Berlin-Mitte beteiligten sich nach Angaben der Lehrergewerkschaft GEW rund 2500 Streikende. Sie zogen nach einer Kundgebung am Alexanderplatz unter anderem zur Finanzverwaltung von Senator Ulrich Nußbaum (parteilos). Dort seien auch Boote zu Wasser gelassen worden, um auf die Forderungen aufmerksam zu machen, sagte GEW-Sprecherin Doreen Siebernik.

Die Gewerkschaft strebt einen eigenen Berliner Tarifvertrag für angestellte Lehrer an. Ziel ist eine Angleichung ihrer Bezahlung mit beamteten Lehrern. Der Senat lehnt Verhandlungen über einen Berliner Alleingang unter Hinweis auf die bundesweite Zuständigkeit der Tarifgemeinschaft der Länder bislang ab.

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Die GEW zeigte sich mit der Streikaktion zufrieden und kündigte für kommende Woche die Rückkehr der Lehrer in den Schuldienst an. «Aber nach den Sommerferien wird es weitergehen», sagte Siebernik. Man stehe in Kontakt zu Gewerkschaften in anderen Bundesländern wie Sachsen. Dort gebe es ähnliche Forderungen.  Am Donnerstag hatte Senator Nußbaum im Abgeordnetenhaus erklärt, die Forderungen der angestellten Lehrer nicht erfüllen zu können. «Ich weiß nicht, wie ich das tun sollte», sagte er. Am Freitag wollte er keine neue Stellungnahme abgeben.  Seit Wochenbeginn hatten in Berlin mehrere hundert angestellte Grundschulpädagegen den Dienst niedergelegt. Für die Veranstaltung am Freitag waren Lehrer aller Schultypen aufgerufen worden. dpa

(17.5.2013)

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