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Bayern: BLLV sieht nach der Wahl viel Arbeit in der Bildungspolitik

MÜNCHEN. Der Präsident des BLLV, Klaus Wenzel, hat an den neu gewählten Landtag appelliert, in der bevorstehenden Legislaturperiode drängende schul- und bildungspolitische Aufgaben zu lösen.

„Bayern steht vor großen Herausforderungen, zum Beispiel, wie der absehbare Mangel an Fachkräften zu beheben ist, die schulische Versorgung im ländlichen Raum auf hohem Niveau gesichert und die Einstellung zum lebenslangen Lernen verändert werden kann“, sagte er in München. Offen sei auch, wie es mit den Gymnasien weitergehen werde. Er forderte einen „Master-Plan“, in dem Bildung ganzheitlich gesehen werde, und der verschiedene Politikbereiche miteinander verknüpfe. Dies sollte möglichst besonnen und überlegt geschehen. Schulen müssten so weiterentwickelt werden, dass Schülerinnen und Schüler vielseitige und vielfältige Kompetenzen auf hohem Niveau erwerben könnten und gleichzeitig die Berufszufriedenheit der Lehrkräfte steige.

„Die Themen frühkindliche Förderung, Ganztagsangebote, Inklusion, Integration, Berufsausbildung und Lehrerbildung können nur konstruktiv aufgegriffen und umgesetzt werden, wenn Familienpolitik, Sozialpolitik, Schulpolitik, Bildungspolitik, Arbeitsmarktpolitik und Finanzpolitik ein gemeinsames Konzept erstellen.“ Die bevorstehenden Legislaturperiode biete darüber hinaus auch die große Chance, das bayerische Schulwesen zu humanisieren: „Kinder dürfen nicht überfordert, Eltern nicht hysterisiert und Lehrkräfte nicht ausgebrannt werden.“ Vor allem müsse an den Schulen Ruhe einkehren. „Damit meine ich nicht Stillstand, sondern Reformen zur Entschleunigung, die sich an den Bedürfnissen der Schüler und ihren Lehrern orientieren.“

Viele Eltern, Lehrkräfte und Schüler seien unzufrieden mit der Situation an den bayerischen Schulen, auch wenn das Votum der Wähler eindeutig zugunsten der CSU ausgefallen sei. Wenzel bot daher allen Abgeordneten und Kabinettsmitgliedern Unterstützung an. „Es sollte alles daran gesetzt werden, alle Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu fördern. Am besten ist das in rhythmisierten Ganztagsschulen umzusetzen.“ In den kommenden Jahren müsse daher der Ausbau ernsthaft und auf höchstem pädagogischem Niveau vorangetrieben werden. Der BLLV-Präsident erinnerte daran, dass dies bereits im Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2008 erklärtes Ziel gewesen war. „Heute stellen wir nüchtern fest, dass dieses Ziel nicht erreicht worden ist. Viele Eltern warten immer noch auf ein qualitativ hochwertiges Angebot.“

 

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