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Uni prüft Steinmeiers Doktorarbeit – Steinmeier prüft Zahlungen an Professor

BERLIN. Die Universität Gießen will die Doktorarbeit von SPD-Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier zügig überprüfen. Das Magazin «Focus» hatte unter Berufung auf den Dortmunder Wirtschaftswissenschaftler Uwe Kamenz gemeldet, Steinmeiers Promotion weise «umfangreiche Plagiatsindizien» auf. Steinmeier, der auf «Focus»-Anfrage von einem «absurden Vorwurf» sprach, will seinerseits Informationen zu Zahlungen des «Focus» an Kemenz haben, von denen die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete.

Will sich offenbar gegen den Plagiatsvorwurf wehren: Frank-Walter Steinmeier. Foto: Stephan Roehl / Heinrich-Böll-Stiftung /  Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Will sich offenbar gegen den Plagiatsvorwurf wehren: Frank-Walter Steinmeier. Foto: Stephan Roehl / Heinrich-Böll-Stiftung / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Die Universität Gießen hat nach eigenen Angaben ein standardisiertes Verfahren «zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis», um unter anderem Plagiatsvorwürfe zu klären. Ein Ombudsmann soll nun mit einer ersten Prüfung beginnen. Das Verfahren werde nur wenige Wochen dauern, sagte Uni-Präsident Joybrato Mukherjee.

Das Nachrichtenmagazin «Focus» hat den Wirtschaftswissenschaftler finanziell unterstützt, der die Plagiatsvorwürfe gegen Steinmeier erhoben hat. Die Zeitschrift legt aber Wert darauf, dass die Beträge an Kamenz nicht für die Untersuchung von Steinmeiers Doktorarbeit gezahlt worden seien. «Der „Focus“ hat Prof. Kamenz zwei Mal einen dreistelligen Euro-Betrag als Aufwandsentschädigung für das Digitalisieren von Büchern zukommen lassen», erklärte ein «Focus»-Sprecher. «Dies geschah losgelöst von der Untersuchung bestimmter Dissertationen.» Der SPD-Politiker kündigte an, die Fachhochschule Dortmund um Auskunft zu den von der «Süddeutschen Zeitung» berichteten Zahlungen zu bitten. dpa

Zum Bericht: Lammert nimmt Kritik sportlich – “endlich Aufmerksamkeit für meine Doktorarbeit”

 

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