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GEW fordert für künftige Sekundarlehrer in Schleswig-Holstein A 13

KIEL. Welches Gehalt sollen die künftigen Sekundarlehrer in Schleswig-Holstein bekommen? Die Lehrergewerkschaft GEW fordert schneller Klarheit. Unterm Strich wird es nach Ansicht der Lehrergewerkschaft GEW teurer werden – sonst würden gute junge Lehrer Schleswig-Holstein meiden.

Die künftige Besoldungsstruktur der Lehrer in Schleswig-Holstein ist nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft immer noch unklar. «Es gibt zurzeit keine Gespräche mit Bildungsministerin Wende darüber, auch wenn sie dies immer wieder behauptet», sagte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn in Kiel. Es wäre sinnvoll, die Besoldung parallel zur Verabschiedung des neuen Gesetzes zur künftigen Lehrerausbildung zu klären. Das Gesetz soll noch im Juli vom Landtag vor der Sommerpause beschlossen werden. Die Klärung der Besoldung solle erst bis zum Jahresende geklärt sein.

«Natürlich wird es teurer werden, sonst wäre es ja kein Problem», sagte Heidn. Die künftigen Sekundarlehrer mit Unterrichtserlaubnis für die Klassen 5 bis 13 an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien müssten die Besoldungsstufe A 13 erhalten, forderte Heidn. A 13 erhalten bisher Realschullehrer, Gymnasiallehrer bekommen A 13 plus Zulage und können nach A 14 aufsteigen. Grund- und Hauptschullehrer bekommen aber nur die niedrigere Gehaltsstufe A 12.

«Sollte die Ministerin den Sekundarlehrer unter A 13 bezahlen wollen, wird das ein Riesenproblem werden», sagte Heidn. Gute junge Lehrer würden Schleswig-Holstein meiden und in anderen Bundesländern mit höherer Besoldung eine Stelle suchen. Ungelöst sei auch die Frage, ob die bisherigen Grundschul- und Hauptschullehrer angehoben werden, wenn die Stufe A 13 für den neuen Sekundarlehrer eingeführt wird. «Es würde Unfrieden schaffen, wenn ein junger Sekundarlehrer gleich A 13 bekommt, aber erfahrene Kräfte, die die gleiche Arbeit machen, ein paar hundert Euro im Monat weniger verdienen.»

Angesichts der Auflagen durch die Schuldenbremse in der Landesverfassung dürfte es Wende schwer haben, höhere strukturelle Ausgaben durchzusetzen, meinte Heidn. «Hier gilt es dicke Bretter zu bohren.» Die GEW fordert, dass in Zukunft alle Lehrer, also auch die Primarstufenlehrer für die Klassen 1 bis 4 die Besoldung A 13 erhalten. Sämtliche Lehrerstudiengänge sollten in Zukunft gleich lange dauern, aber natürlich mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt sein, forderte Heidn. dpa

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