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Immer mehr Lehrer scheiden aus dem Schuldienst aus – VBE fordert Prävention gegen Frühpensionierungen

DORTMUND. 9276 Beamte und Richter des Landes Nordrhein-Westfalen wechselten im Jahr 2013 in den Ruhestand. Die größte Gruppe bildeten dabei die Lehrer mit 69,7 Prozent, das berichtet das statistische Landesamt Information und Technik (IT NRW). Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Verbands Bildung und Erziehung sind die Daten nicht überraschend.

Insgesamt stieg die Zahl der 2013 hinzugekommenen Pensionäre laut IT NRW um 9,6 Prozent (8464), bei den pensionierten Lehrern um 8,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2012 (5983). 2011 wechselten 5060 und ein Jahr zuvor 4895 Lehrer in den Ruhestand. Aus den Daten geht zudem hervor, dass von den 6469 im vergangenen Jahr pensionierten Lehrern 14,3 Prozent vorzeitig wegen Dienstunfähigkeit und 13,5 Prozent aufgrund von Schwerbehinderung aus dem aktiven Dienst ausschieden. 38,2 Prozent der vormals im Schuldienst tätigen Beamten quittierte den Dienst auf eigenen Antrag mit dem 63. Lebensjahr. 34 Prozent der pensionierten Lehrer schieden mit Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Dienst aus.

Kleinkind mit Vater

Mit dem Eintritt in den Ruhestand haben seit vergangenem Jahr 6469 Lehrer auch mehr Zeit für die Familie. Doch viele von ihnen schieden schon vor Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Schuldienst aus. Foto: Annamartha / pixelio.de

„Die Zahlen der pensionierten Lehrkräfte überraschen nicht – schließlich bilden verbeamtete Lehrkräfte mit fast 60 Prozent den größten Anteil an der Beamtenschaft“, sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW. „Hinzu kommt, dass in der Lehrerschaft nach wie vor eine Überalterung festzustellen ist.“ Über alle Schulformen hinweg seien rund 14 Prozent der Lehrkräfte über 60 Jahre alt.

Die Zahl der Pensionierungen im Schulbereich werde sich aufgrund der bestehenden Altersstruktur und den wachsenden Belastungen in den kommenden Jahren eher noch verstärken. „Wenn die Landesregierung die Belastungen im Schulbereich nicht absenkt, wird die Zahl der Frühpensionierungen aufgrund gesundheitlicher Gründe weiter ansteigen. Sie muss zudem deutlich mehr in den Bereich der Prävention investieren“, so Beckmann. Wie wenig Priorität der Gesundheitszustand der Lehrkräfte für die Landesregierung habe, zeige die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Piraten: „Darüber lägen der Landesregierung keine Zahlen vor, hieß es.“

Zum Beitrag: Die Pensionierungswelle rollt an – dennoch herrscht kein Lehrermangel
Zur Studie: 2013 wurden in NRW 9276 Landesbeamte und Richter in den Ruhestand versetzt

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