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Stadt Offenbach relativiert Antisemitismus-Vorwürfe ihres Schülersprechers

OFFENBACH. Die Stadt Offenbach hat die Antisemitismus-Vorwürfe ihres ehemaligen Stadtschülersprechers Max Bonifer zurückgewiesen. «Wie haben in Offenbach nicht mehr oder weniger gesellschaftliche Konflikte als anderswo in Deutschland», sagte Sozialdezernent Felix Schwenke (SPD) nach einem Treffen mit dem 18-Jährigen. Dieser hatte der Stadt vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen eine nach seiner Darstellung antisemitische Stimmung vorzugehen.

Sich als praktizierenden Juden zu outen, ist in Deutschland offenbar mittlerweile - wieder - gefährlich. Foto: James MacDonald / flickr (CC BY 2.0)

Sich als praktizierenden Juden zu outen, ist in Deutschland offenbar mittlerweile – wieder – gefährlich. Foto: James MacDonald / flickr (CC BY 2.0)

Im Sommer hatte Bonifer sein Amt niedergelegt und es nur kommissarisch weitergeführt, nachdem er nach eigenen Angaben auf offener Straße wegen seiner jüdischen Herkunft Morddrohungen erhalten habe. Auch sei er täglich Ziel antisemitischer Beleidigungen gewesen. «Wir nehmen die Angelegenheit sehr ernst. Niemand darf mit dem Tod bedroht werden. Das ist kein Klima, das wir akzeptieren», heißt es in einer am Montag veröffentlichen Erklärung der Stadt. dpa

Zum Bericht: „Der Einfluss der Salafisten steigt“: Jüdischer Schülersprecher tritt nach Drohungen zurück

Ein Kommentar

  1. Hat die Stadt genauer ausgeführt, worin sich ihr Ernstnehmen der Angelegenheit konkret äußert?

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