VW-Chef Winterkorn: Deutschlands Schulen haben viel Nachholbedarf bei Digitalisierung

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BERLIN. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hat der deutschen Politik ins Gewissen geredet und zur Aufholjagd für einen beschleunigten digitalen Wandel aufgerufen. «Hier haben wir als Standort teilweise erhebliche Schwachstellen», sagte er beim hochkarätig besetzten «Forschungsgipfel 2015» in Berlin. «So sind deutsche Schulen de facto computerfreie Zonen. Selbst in Chile und Tschechien wird mehr für die digitale Bildung getan.»

Fordert mehr digitale Bildung in deutschen Schulen: VW-Chef Martin Winterkorn (hier auf einer Konferenz in Barcelona). Foto: Jordiferrer / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Fordert mehr digitale Bildung in deutschen Schulen: VW-Chef Martin Winterkorn (hier auf einer Konferenz in Barcelona). Foto: Jordiferrer / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Auch beim Breitband-Ausbau, der digitalisierten Arbeit von Behörden oder dem Online-Handel sei Deutschland im internationalen Vergleich bestenfalls Durchschnitt. Der Volkswagen-Chef warnte, es gebe eine Verschiebung der Gewichte in der Industrie. Zunehmend drängten neue Akteure in die Autobranche. So engagiere der IT-Riese Apple neuerdings reihenweise Auto-Experten.

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Angesichts dieser Herausforderungen forderte Winterkorn eine «gemeinsame, kraftvolle Innovationsoffensive» von Schulen, Hochschulen, Forschungsinstituten, Unternehmen und Politik. Dabei nannte der VW-Chef vor allem eine verstärkte deutsche Forschungsförderung mit mehr Risikobereitschaft und Tempo. dpa

Zum Bericht: Der „ICILS-Schreck“ – Deutsche Schüler bei Computer-Kompetenzen international nur im Mittelfeld

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1 KOMMENTAR

  1. Ja und, VW hat als Konzern ja auch löcher in der Produktmatrix und keine zukunfstfähigen Modelle in der Pipeline. Wird deshalb VW von der Schulleiterkonferenz der Stadt WOB gerügt?

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