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GEW kritisiert „Kahlschlag“ bei Pädagogischen Mitarbeitern in Sachsen-Anhalt

DESSAU. Am morgigen Freitag planen Eltern, Lehrkräfte und Pädagogische Mitarbeiter der Körperbehindertenschule Dessau-Roßlau vor dem Magdeburger Landtag einen Protest gegen die dramatischen Personalkürzungen an ihrer Schule. Die GEW Sachsen-Anhalt unterstützt die Aktion – und betont die dringende Notwendigkeit eines tragfähigen und verlässlichen landesweiten Konzeptes.

Seit vergangenem Donnerstag sei klar, dass die Hälfte der Pädagogischen Mitarbeiter aus der Förderschule „Schule an der Muldaue“ abgezogen wird, so heißt es in einer Pressemitteilung der GEW Sachsen-Anhalt. Ähnlich sehe es in anderen Grund- und Förderschulen aus. Mit diesen neuerlichen Einschnitten breche die wichtige Unterstützungsarbeit an den Schulen in sich zusammen.

GEW-Landesvorsitzende Eva Gerth erklärte dazu heute in Magdeburg: „Die GEW stellt sich an die Seite des pädagogischen Personals und der Eltern, die für die Rücknahme dieses überstürzten Kahlschlags eintreten. Die Personalkonzepte der vergangenen Regierung sind überholt und dürfen nicht länger als Ausrede für blinde und rigorose Sparmaßnahmen dienen.“ Weder die verlässlichen Öffnungszeiten an den Grundschulen, noch die Beschulung und Förderung von Kindern mit Behinderungen können mit diesen Konzepten und unter diesen Umständen fachgerecht aufrechterhalten werden.

„Wir unterstützen deshalb ausdrücklich den Protest und appellieren an alle Verantwortlichen in der Landespolitik, schnellstens ein Konzept zum Einsatz von Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorzulegen. Die im Koalitionsvertrag vorgesehenen 1.800 Stellen dürfen nicht infrage gestellt werden.“ Der sofortige Ersatz der an die Grundschulen abgeordneten Kolleginnen und Kollegen könne da nur der erste dringlichste Schritt sein. Tragfähige und an den realen Anforderungen orientierte Planungen für den dauerhaften und verlässlichen Einsatz müssten jetzt schnellstens auf den Weg gebracht werden. N4t

 

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