Eltern rechnen Hubig vor, dass 9 Prozent des Unterrichts ausfällt

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KOBLENZ. Koblenzer Eltern protestieren gegen einen verbreiteten Unterrichtsausfall an Schulen in Rheinland-Pfalz. Die «gefühlte Wahrnehmung der Eltern bezüglich der Unterrichtsversorgung» weiche deutlich von der Darstellung des Bildungsministeriums ab, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Regionalelternbeirats Koblenz.

Ohne Lehrer bleibt der Klassenraum leer. Foto: Shutterstock

Darin kommt Elternbeiratssprecher Erwin Lenz zu dem Schluss, dass in einem Schuljahr etwa neun Prozent der planmäßig zu erteilenden Pflichtunterrichtsstunden ausfallen – wegen Krankheit, Fortbildungen und Klassenfahrten oder aus persönlichen Gründen wie Hochzeit oder Umzug. Demnach fehlten rund 3000 Vollzeit-Lehrkräfte, um den Pflichtunterricht abzudecken.

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Die Schlüsse des Regionalelternbeirats aus seiner Erhebung seien nur in Teilen nachvollziehbar, teilte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) dazu mit. «Dass Lehrkräfte schwanger werden oder erkranken, wird man auch mit 3000 weiteren Lehrkräften nicht ändern.» Das Land habe dafür Vertretungskonzepte entwickelt wie den Vertretungspool mit 1500 verbeamteten Lehrern, sogenannte Feuerwehrlehrkräfte an Grundschulen, und die Möglichkeiten im Personalmanagement im Rahmen Erweiterter Selbstständigkeit von Schulen (PES) – die daran teilnehmenden Schulen können Unterrichtsausfall über ein eigenes Budget mit der zeitweisen Beschäftigung externer Kräfte ausgleichen.

Unterstützung erhielt der Regionalelternbeirat von der CDU-Landtagsfraktion. «Die Studie spiegelt genau das wider, was für die Eltern Woche für Woche erlebte Realität ist», erklärte die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Anke Beilstein. Sie warf Hubig vor, «den Unterrichtsausfall durch Rechenschiebereien wegreden» zu wollen. dpa

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