Baden-Württemberg will die Schulen frühestens am 27. April öffnen

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STUTTGART. Die baden-württembergische Landesregierung will die Schulen im Land frühestens am 27. April wieder öffnen. Das geht aus einem Papier des Staatsministeriums für die Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In der Schaltkonferenz will Merkel an diesem Mittwoch mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten.

Sorgt für Empörung unter Grundschullehrkräften: Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann. Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg
Gegen baldige Öffnung der Grundschulen: Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg

«In der 18. oder 19. Kalenderwoche soll zuerst der Unterricht für die Jahrgänge, die vor Abschlussprüfungen stehen, beginnen», heißt es in dem Schreiben. «Dann folgen die Jahrgänge, die unmittelbar danach folgen.» Besonders in Kindergärten und in den unteren Grundschulklassen werde es nicht gelingen, die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln in der Praxis zu garantieren. Bei den Schülern älterer Jahrgänge könne man mehr Verständnis voraussetzen.

„Ausreichend Präsenzunterricht zur Vorbereitung“

Zuvor hatte schon Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) erklärt, dass die mehr als 200.000 Prüflinge aller weiterführenden Schularten im Südwesten bei der Öffnung der Schulen nach der Corona-Zwangspause Vorrang haben sollen. «Es macht Sinn, dass wir beim Wiedereinstieg mit den Schülern beginnen, die in diesem Jahr ihre Abschlussprüfungen schreiben, weil es natürlich wichtig ist, dass diese vorher noch ausreichend Präsenzunterricht zur Vorbereitung haben», sagte sie am Dienstag. Das gelte auch für die Schüler der beruflichen Schulen.

Eine Kürzung oder Verschiebung der Sommer- oder Pfingstferien zieht man den Überlegungen in dem Papier zufolge nicht in Betracht. Die Notbetreuung für Kinder unter 14 Jahren werde aufrechterhalten und bei Bedarf ausgeweitet. Lehrer, die wegen ihres Alters oder Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko tragen, müssten bis auf Weiteres keinen Unterricht halten – dabei handle es sich um bis zu 25 Prozent der Lehrer im Land.

«Das Abflachen der Infektionskurve wird es uns in absehbarer Zeit ermöglichen, erste Schritte zurück in die Normalität zu gehen», heißt es in dem Papier. Darin ist auch die Rede von ersten vorsichtigen Öffnungen in verschiedenen Dienstleistungsbereichen. dpa

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