Die Chancenungleichheit wird durch die Corona-Krise verschärft – ein Gastkommentar

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DÜSSELDORF. Das deutsche Schulsystem ist für Homeschooling unzureichend vorbereitet. Verschiedene Studien und Umfragen unter Eltern und Lehrern zeigen, wie wichtig es ist, Schulen, Lehrkräfte, Schüler und Eltern in der Pandemie-Zeit zukünftig noch besser zu unterstützen. Insbesondere Kinder mit geringer elterlicher Unterstützung droht der Unterrichtsstoff beim Homeschooling zu entgleiten. Ein Gastkommentar von Gerd Möller, Mathematiker, Bildungswissenschaftler und ehemals leitender Mitarbeiter im Schulministerium von Nordrhein-Westfalen.

Kinder aus sozial schwachen Familien werden in der Corona-Krise wohl vollends abgehängt. Foto: Shutterstock

Ein Ergebnis der Corona-Krise steht nicht nur für Bildungsexperten ziemlich sicher fest: Die Schließung von Kitas und Schulen wird die soziale Ungleichheit und die Benachteiligung von Kindern aus bildungsferneren Schichten verschärfen.

Hierzu einige Befunde aus Untersuchungen und Umfragen:

Wie sehr das Homeschooling die sozialen Ungleichheiten im deutschen Bildungswesen zu verschärfen droht, zeigt eine Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Das Institut wertete Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) aus, um die Voraussetzungen für den Unterricht aus der Distanz zu erkunden. Demnach sind die Familien zwar im Schnitt recht gut gerüstet fürs Homeschooling – aber eben längst nicht alle.

Unzureichende Ausstattungen in den Familien

So haben zwar fast 86 Prozent der Zwölfjährigen ein eigenes Zimmer, wo sie in Ruhe lernen können. In Familien mit Migrationshintergrund verfügen indes nur zwei Drittel über einen Raum für sich allein; in Familien, die von Hartz IV leben, ist es ähnlich. Einen eigenen Schreibtisch haben gut 89 Prozent aller Zwölfjährigen, aber nur knapp 70 Prozent der Kinder aus Hartz-IV-Familien. Auch mit Büchern und Lernsoftware sind die Kinder unterschiedlich gut versorgt.

Bemerkenswert ist dabei, dass sich arme und gut situierte Familien zwar in der Ausstattung unterscheiden – offenbar aber nicht in der Einsicht, wie wichtig die Schule für den Lebensweg der Kinder ist: Neun von zehn Schülern gaben an, regelmäßig von ihren Eltern zum Lernen motiviert zu werden, unter Jugendlichen aus Migrantenfamilien oder in Hartz-IV-Haushalten lag der Anteil sogar noch höher.

Das deckt sich auch mit Erkenntnissen aus der Bildungsforschung, wonach gerade Zuwanderer eine besonders hohe Bildungsmotivation an den Tag legen. Das Problem liegt in der Regel nicht im mangelnden Willen der Eltern, sondern in ihren fehlenden Möglichkeiten.

Entscheidend für den digitalen Distanzunterricht im Homeschooling ist dabei die Frage, ob auch alle Schülerinnen und Schüler einen Computer haben. Die IW-Studie stellt dazu fest: Nur knapp 15 Prozent der Zwölfjährigen und 27 Prozent der 14-Jährigen aus Hartz-IV-Haushalten besitzen einen eigenen Rechner, den sie auch für die Schule nutzen können. Unter allen Zwölfjährigen sind es fast 28 Prozent, unter allen 14-Jährigen beinah 42 Prozent.

Wer in einer armen Familie aufwächst, hat nicht nur seltener einen eigenen Computer. Auch deren Eltern besitzen oft kein Gerät. Hausaufgaben online korrigieren, Fragen im Chat beantworten, die Klasse zu virtuellen Stunden per Videokonferenz zusammenrufen: All diese Homeschooling-Möglichkeiten scheitern, wenn in den Familien die Technik fehlt. Schnell droht deshalb der Kontakt ganz abzureißen. Und genau dies geschieht oft, wie eine Lehrerumfrage der Robert-Bosch-Stiftung ergab: 37 Prozent der Lehrkräfte sind demnach mit weniger als der Hälfte ihrer Schüler in regelmäßigem Austausch.

Fehlende Konzepte in den Schulen

Die digitalen Infrastrukturen sind nur ein Teilaspekt für gelingendes Distanzlernen, wenn auch ein wichtiger. Es geht neben der Frage, wie alle Schülerinnen und Schüler erreicht werden können auch darum, welche Bedingungen für die Aufrechterhaltung von guten Lehr-Lernprozessen bereitgestellt werden müssen. Hierzu bedarf es eines Konzepts an jeder Schule.

Die Mehrheit der Schulen in Deutschland (66 Prozent) hat kein Gesamtkonzept, das die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit Lernangeboten für die Zeit der Schulschließungen im Rahmen der Corona-Krise sicherstellt. Dies berichten Lehrkräfte in Deutschland in einer repräsentativen Befragung im Rahmen einer Studie von Birgit Eickelmann und Kerstin Drossel im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland.

Für die Studie befragte das Institut für Demoskopie Allensbach telefonisch zwischen dem 2. und dem 14. April insgesamt 310 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen. Darunter waren 93 Lehrkräfte, die an Grundschulen unterrichten, 122 Lehrkräfte an weiterführenden Schulen ohne Gymnasien, 84 Gymnasiallehrkräfte sowie 11 Lehrkräfte an Förderschulen. Die Stichprobe ist repräsentativ für Lehrkräfte in Deutschland.

Die Studie ergab auch, dass nur ein Drittel (33 Prozent) der Lehrerinnen und Lehrer bundesweit bei der Befragung angab, dass ihre Schule gut auf die neue Situation vorbereitet war, weil sie bereits vorher in größerem Umfang digitale Technologien im Unterricht eingesetzt hatte.

Während 32 Prozent der Lehrkräfte angeben, an Schulen mit einem Gesamtkonzept zu arbeiten, und 41 Prozent den Unterricht in Kooperation mit anderen Lehrkräften organisieren, ist immerhin ein Viertel (24 Prozent) bei der Umsetzung der Unterrichtsinhalte während der Krisenzeit komplett auf sich allein gestellt und wünscht sich mehr Unterstützung von der eigenen Schulleitung (29 Prozent). Auch fühlen sich zwei Fünftel (38 Prozent) durch die Schulbehörden bzw. zuständigen Ministerien in der aktuellen Situation nicht gut informiert.

Digitale Vorreiterschulen nutzen vergleichsweise häufiger digitale Lernangebote (42 Prozent gegenüber 25 Prozent an anderen Schulen), erreichen ihre Schülerinnen und Schüler hier häufiger problemlos (83 Prozent gegenüber 70 Prozent) und befürchten in geringerem Maße, dass der Einfluss des Elternhauses auf die schulischen Leistungen in der aktuellen Situation zunimmt (36 Prozent zu 51 Prozent).

Deutschland im Vergleich mit Österreich und der Schweiz

Das Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie (IBB) der Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug) hat in der breit angelegten Studie «Schul-Barometer» in der Schweiz, Deutschland und Österreich die Auswirkungen von Corona auf die Schule erforscht. Im Schul-Barometer kam zum Vorschein, dass sich die drei Länder zum Teil erheblich im Hinblick auf digitales Lehren und Lernen unterscheiden.

Die Unterschiede zwischen Deutschland und den beiden Alpenländern zeigen sich insbesondere in zwei Bereichen:

Die Umsetzung des digitalen Unterrichts ist in der Schweiz und in Österreich deutlich stärker ausgeprägt als in Deutschland (Ausmaß an Stunden digitalen Unterrichts, Nutzung von Online-Lernplattformen, Schüler, die digital erreicht werden, selbsteingeschätzte Fähigkeiten in der Gestaltung von digitalen Lehr-Lernprozessen). So liegt der Anteil an Lehrkräften der Schule, die angeben, 0 h pro Woche digitale Präsenzzeiten mit den Schülern vereinbart zu haben, in Deutschland bei genau 50 Prozent. In Österreich und der Schweiz ist dieser Anteil mit 30 und 33 Prozent deutlich niedriger: Auch berichten in Deutschland nur 36 Prozent der befragten Lehrkräfte, dass sie ihre Schüler über Online-Lern- und Arbeits-Plattformen wie Sharepoint oder Teams erreichen, während dies in Österreich 63 Prozent und in der Schweiz 57 Prozent tun bzw. berichten.

Zweitens wird auch das Lernengagement der Schüler zuhause sowie die Unterstützung der Eltern von Lehrkräften der Schule in Deutschland deutlich geringer wahrgenommen als in der Schweiz und Österreich. So berichten in Deutschland 34 Prozent der Lehrkräfte, dass ihre Schüler zuhause aktiv an ihren Aufgaben arbeiten; in Österreich und der Schweiz tun dies dagegen 70 Prozent bzw. 61 Prozent.

Das geringere Lernengagement der Schüler in Deutschland spiegelt sich wider in der Häufigkeit der Kontrollen der zu bearbeitenden Aufgaben zuhause. Gemäß Schulleitungen und Lehrkräfte werden die Aufgaben in Österreich signifikant häufiger kontrolliert als in den beiden Vergleichsländern, in Deutschland signifikant seltener als in den beiden Vergleichsländern. Damit übereinstimmend, stimmen die Eltern sowie die Schüler aus Deutschland weniger stark zu, dass die Aufgaben kontrolliert werden. Die Schüler aus Deutschland erhalten gemäß ihrer eigenen Aussagen zudem weniger differenzierte Hinweise von den Lehrpersonen zu den bearbeiteten Aufgaben.

Die Schulleiter und Lehrkräfte aus der Schweiz stimmen der Aussage «Schüler haben mindestens wöchentlich ein individuelles Coaching mit der Klassenleitung und Vertrauenspersonen» signifikant häufiger zu, diejenigen in Deutschland signifikant weniger oft als in den Vergleichsländern.

Die Autoren der Vergleichsstudie betonen in ihrem Fazit u.a., dass für ein gelingendes digitales Lernen es notwendig ist, allen Schüler klare Lernziele, eine transparente Struktur und regelmäßige Rückmeldungen zum Lernergebnis und Lernerfolg zu geben.

Homeschooling aus Sicht der Eltern in NRW

Der Austausch zwischen Schülern und Lehrern verläuft beim Homeschooling in der Corona-Krise nicht immer zufriedenstellend. Zwar bekommen die Schüler Aufgaben und Übungen, die sie zuhause erledigen sollen. Auf eine Korrektur oder ein sonstiges Feedback von den Lehrern warten sie oft vergebens. Nach einer landesweiten Umfrage des Elternvereins NRW vom 25. April erhalten fast 60 Prozent der Schüler kein Feedback ihrer Lehrer. Mehr als die Hälfte der Schüler (58,5 Prozent) bekam keine regelmäßige Korrektur oder ein Feedback auf ihre Aufgaben. Knapp ein Drittel der Eltern hatte bisher gar keinen Kontakt zu Lehrern. Wenn auch die Umfrage nicht repräsentativ ist, so sieht der Elternverein in den Rückmeldungen doch eine Botschaft: „wir brauchen endlich ein einheitliches Konzept für die Kommunikation zwischen Eltern, Lehrern und Schülern.“

Das Schulministerium NRW teilte dem WDR hierzu auf Anfrage mit, dass digitale Lernangebote grundsätzlich nicht dazu geeignet sind, „den Schulunterricht eins zu eins in die eigenen vier Wände zu verlegen“. Die im Rahmen des Homeschoolings bearbeiteten Aufgaben sollten daher in der Regel „keiner Leistungskontrolle oder -bewertung unterliegen“. Dennoch seien die Lehrer aufgerufen, Nachfragen der Schüler zu ermöglichen und Rückmeldungen zu den Aufgaben zu geben. Wie sie das genau organisieren, sei ihnen aber zunächst selbst überlassen.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kündigte außerdem an, dass sich interessierte Lehrkräfte über Möglichkeiten des Homeschoolings fortbilden können. Dazu biete das Ministerium aktuell Fernseminare an und habe zusätzlich neue Informationsmaterialien zum Thema „Lernen auf Distanz“ veröffentlicht.

Doch offenbar läuft auch eine ganze Menge gut. „Eine leichte Mehrheit der Eltern bestätigt, dass die Kommunikation mit der Schule stimmt“, so die Umfrage des Elternvereins NRW. Die Kommunikation hänge stark vom Engagement der einzelnen Lehrer ab.

Mein Fazit

Nicht alle Schüler können mit digitalen Lehr-Lern-Formen erreicht werden, weil sie beispielsweise aufgrund ihrer häuslichen Situation nicht oder kaum in der Lage sind, die an sie gestellten schulischen Anforderungen aktuell zu erfüllen. Z.B. verfügen sie über keine oder kaum technische Ausstattung (technische Gerate wie Laptop oder PC und Aktualität der Software), die nötig ist für E-Learning-Konzepte oder die räumlichen Verhältnisse kein oder kaum ungestörtes Arbeiten zulassen.

Diese Schüler, vorwiegend aus sozioökonomisch hoch benachteiligten Elternhäuser, dürften wahrscheinlich die Bildungsverlierer in der aktuellen Situation sein. Schulen mit einem hohen Anteil an benachteiligten Schülern stehen vor besonders großen Herausforderungen. Dies sind genau die Schüler, die bereits vor der Corona-Krise zu den Bildungsverlierern gehörten, wie die nationalen und internationalen Bildungsberichte aufweisen. Eine Verschärfung von Chancenungleichheit muss beunruhigen, weil sie auch die soziale Spaltung verschärft und die demokratische Entwicklung der Gesellschaft gefährdet.

Die berichteten Forschungsbefunde und Umfragen machen auch deutlich, dass die wenigsten Schulen über ein Gesamtkonzept für Homeschooling verfügen. Birgit Eickelmann fordert in einem Interview FAZ-Interview vom 15. Mai hierzu: „Daher müssen auch die Schulen in die Pflicht genommen werden, für ihre Situation passende pädagogische Konzepte zu entwickeln. Dafür müssen aber Grundrichtung und Voraussetzungen vorgegeben werden. Man muss also künftig übergreifende Konzepte schaffen, die den Schulen genügend Handlungsspielraum zur Ausgestaltung geben. Dafür sollten übergreifend Mindeststandards oder vielleicht noch wichtiger: Kriterien aufgestellt werden.“

Dem kann man nur zustimmen, da aus heutiger Sicht auch im nächsten Schuljahr, zumindest im Wechsel mit Präsenzunterricht, noch mit Homeschooling gerechnet werden muss. Ergänzend muss aber festgestellt werden, dass in dem dringend notwendigen Gesamtkonzept für Homeschooling insbesondere berücksichtigt werden muss, wie eine verschärfte Öffnung der sozialen Schere bezüglich des Bildungserfolgs verhindert werden kann.

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Fehlende Unterstützung in der Coronakrise: Viele Lehrer sind auf sich allein gestellt

 

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5 KOMMENTARE

  1. Zitat: „Neun von zehn Schülern gaben an, regelmäßig von ihren Eltern zum Lernen motiviert zu werden, unter Jugendlichen aus Migrantenfamilien oder in Hartz-IV-Haushalten lag der Anteil sogar noch höher.

    Das deckt sich auch mit Erkenntnissen aus der Bildungsforschung, wonach gerade Zuwanderer eine besonders hohe Bildungsmotivation an den Tag legen. Das Problem liegt in der Regel nicht im mangelnden Willen der Eltern, sondern in ihren fehlenden Möglichkeiten.“

    Diese beiden Absätze widersprechen meiner Erfahrung, wenn Sie westeuropäisch oder ostasiatisch geprägte Zuwanderer ausklammern. Welcher Quelle entnehmen Sie das? Woher stammen diese Zuwanderer? Was machen die Eltern dieser Kinder beruflich?

    Bevor wieder irgendwelche Keulen ausgepackt werden: Die vier besten Schüler, die ich derzeit im Unterricht habe, sind brasilianischer, türkischer, syrischer und marokkanischer Herkunft. Einen Bonus oder Malus kriegen die vier deshalb trotzdem nicht von mir.

    Ansonsten ist auch das Bildungssystem kein Wünschdirwas. Die Politik hätte vor vielen Jahren die Digitalisierung angehen und eine geregelte Zuwanderung beschließen sollen, letztere z. B. nach kanadischem Vorbild.

  2. Höhere Bildungsaspirationen bei Migranten:

    In vielen Studien in verschiedenen Ländern hat sich gezeigt, dass Migrantenkinder (und deren Eltern) im Durchschnitt über höhere Bildungsaspirationen verfügen als Einheimische.
    Der Befund der durchschnittlich höheren Bildungsaspirationen von Migranten ist bemerkenswert, da sich Migranten im Vergleich zu Einheimischen meistens in schlechteren sozioökonomischen Positionen befinden und Migrantenkinder auch meistens schlechtere Schulleistungen aufweisen, so dass für die meisten Migrantengruppen eher niedrigere Aspirationen zu erwarten gewesen wären.

    Exemplarische Literatur:
    Ditton, Hartmut, Jan Krüsken und Magdalena Schauenberg (2005): Bildungsungleichheit – der Beitrag von Familie und Schule. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 8, 2: 285-304.

    Paulus, Wiebke und Hans-Peter Blossfeld (2007): Schichtspezifische Präferenzen oder sozioökonomisches Entscheidungskalkül? Zur Rolle elterlicher Bildungsaspirationen im Entscheidungsprozess beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe. In: Zeitschrift für Pädagogik 53, 4: 491-508.

    • Danke. Wieso machen denn dann die Migranten nur vergleichsweise selten etwas aus den Absichten? Oder mitteln sich die unterschiedlichen Absichten der verschiedenen Kulturen zu den von Ihnen genannten Ergebnissen?

      • @ Georg:
        Aus diesem wahrlich „paradoxen“ Befund ergeben sich in der Tat zwei Fragestellungen: 1.) Warum haben Migranten im Vergleich zu Einheimischen und in Relation zu ihrer Schulleistung häufig überdurchschnittlich hohe Bildungsaspirationen? 2.) Warum können sie diese hohen Aspirationen nicht in entsprechenden Schulerfolg umsetzen?

        Zu diesen naheliegenden wichtigen Fragen gibt es z.Zt. kaum belastbare Forschungsbefunde.

        In einer Arbeit der Universität Mannheim hat sich Birgit Becker mit diesem Fragekomplex beschäftigt.
        Hier ist der link:
        http://www.mzes.uni-mannheim.de/publications/wp/wp-137.pdf

        • Danke für den Link. Die veröffentlichten Daten für deutsche, türkische und russische Bildungsaspirationen sind wirklich bemerkenswert. Den fast 50%-igen Wunsch nach einem Studium bei Hauptschülern türkischer Herkunft finde ich mutig, wenn nicht schon realitätsfern. Eine hohe Bildungsaspiration würde ich aus dem Grund nicht annehmen, zumal aus den unterschiedlichsten Gründen den Eltern nicht klar sein kann, was es alles für ein Abitur bzw. erst einmal die Qualifikation für die Oberstufe braucht.

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