Bildungsministerin schreibt an alle Schulen: Abstandsregel ist einzuhalten – im Lehrerzimmer

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SCHWERIN. Mecklenburg-Vorpommern war das erste Bundesland, das aus den Sommerferien kam. Seit Anfang vergangener Woche läuft dort der Unterricht wieder im weitgehenden Normalbetrieb. Heißt: ohne die außerhalb der Schule weiterhin geltende Abstandsregel. Tatsächlich melden immer mehr Schulen Corona-Fälle unter Schülern oder Lehrern. In einem Schreiben weist das Bildungsministerium deshalb darauf hin, dass die Abstandsregel unbedingt einzuhalten ist – unter Lehrern. 

Hat die Schulen als erste Kultusministerin in Deutschland nach den Sommerferien weit aufgemacht: Bettina Martin, Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Regierungsportal M-V / Ute Grabowsky

Das Coronavirus beeinträchtigt in weiteren Schulen Mecklenburg-Vorpommerns den Unterricht: Nach Fällen am Gymnasium in Ludwigslust und an zwei Schulen in Rostock wurde am Freitag jeweils eine Infektion an der Regionalen Schule in Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) und der Werner-von-Siemens-Regionalschule in Schwerin gemeldet. Fast 160 Schüler und Lehrer, die Kontakt mit den beiden Schülern hatten, müssen zwei Wochen zu Hause bleiben. Ansonsten sollen die beiden Schulen weiter offenstehen, wie die Behörden mitteilten.

Das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust, das am Freitag vergangener Woche komplett geschlossen worden war, darf ab Montag wieder öffnen. Bei 205 Schülern und allen 55 Lehrern sei auch der zweite Test negativ ausgefallen, teilte der Landkreis Ludwigslust-Parchim mit. Sie müssten trotzdem bis Sonntag in Quarantäne bleiben, weil es immer noch ein Restrisiko gebe. Dadurch fällt für 16 Ludwigsluster Gymnasiasten ihre für Samstag geplante Jugendweihe zum zweiten Mal aus. Sie war bereits im Frühjahr im Lock-down verschoben worden. An dem Gymnasium waren drei Lehrer infiziert.

Zweiwöchige Quarantäne für Schüler und Lehrer

In Schönberg müssen die fünften und sechsten Klassen – zusammen 110 Kinder – sowie sechs Lehrer und ein Betreuer in Quarantäne. Alle betroffenen Lehrer und Schüler sollen am Montag getestet werden. Die zweiwöchige Quarantäne soll auch dann bestehen bleiben, wenn alle diese Tests negativ ausfallen.

Das Kind hat sich nach bisherigen Erkenntnissen wahrscheinlich im Familienkreis mit dem Coronavirus angesteckt. Landrätin Kerstin Weiss (SPD) appellierte an die Bevölkerung, weiterhin Abstand zu halten und Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen, wo es angeordnet ist. «Ein infizierter Fall, über 100 Menschen in Quarantäne: Das zeigt, wie schnell es gehen kann», sagte sie. In den weiterführenden Schulen von Mecklenburg-Vorpommern gilt eine Maskenpflicht – aber nur außerhalb des Unterrichts. Die Abstandsregel wurde aufgehoben.

In Schwerin wurden neben dem infizierten Siebtklässler 42 weitere Schüler und Lehrer unter Quarantäne gestellt. «Die übrigen Schüler und Lehrer, die nicht vom Gesundheitsamt informiert worden sind, gelten nicht als Kontaktperson ersten Grades und müssen nicht in Quarantäne», sagte Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD). Die Familie des Schülers habe sich nach Bekanntwerden eines Corona-Falles im privaten Umfeld vorbildlich verhalten und damit eine größere Ausbreitung verhindert, lobte Badenschier, der selbst Arzt ist.

Ihm zufolge war die Familie bei einem Familienfest. Als ein anderer Festteilnehmer später erfuhr, dass er infiziert ist und die Schweriner Familie informierte, habe sich diese sofort selbst in Isolation begeben und sich testen lassen. Bei dem Jungen und seiner Mutter sei der Test positiv ausgefallen. «Durch dieses umsichtige Verhalten ist wertvolle Zeit gewonnen worden», lobte das Stadtoberhaupt.

Mindestabstand gilt unter Lehrern, aber nicht im Unterricht

Nach den Corona-Infektionen an mehreren Schulen pocht das Bildungsministerium nach einem Bericht des NDR auf die Einhaltung des Mindestabstands auch unter Lehrkräften. Im Umgang mit Dienstberatungen und Fortbildungen gebe es offenbar noch Unsicherheiten, heißt es in einem Schreiben an alle Schulen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern gelte auch in Lehrerzimmern, Sekretariaten und anderen Räumen der Schule – außerhalb des Unterrichtes. Bei Beratungen müsse dieser Abstand jederzeit sichergestellt sein. Die Gespräche könnten auch ins Freie verlegt oder als Telefonkonferenz organisiert werden, so das Ministerium.

Auch für Elternversammlungen gebe es jetzt Hygienehinweise, heißt es. Demnach müssen Schulen jede Elternversammlung bei ihrem Gesundheitsamt anmelden und den Mindestabstand zwischen den Vertretern verschiedener Familien jederzeit garantieren. Schüler und Eltern dürfen nicht gemeinsam tagen, bei den Wahlen der Schülersprecher und Schülerräte dürfen die sogenannten Hygienegruppen der Schüler nicht gemischt werden.

Schüler soll zuhause räumlich getrennt werden

Die Corona-Quarantäne-Anordnungen für Kinder sorgen unterdessen im Landkreis Ludwigslust-Parchim für Aufregung. Eine Mutter beschwerte sich in der «Schweriner Volkszeitung» über die Anweisungen für ihr Kind, das im Gymnasium Ludwigslust Kontakt zu einem infizierten Lehrer der Schule hatte und vorsorglich wie 204 andere Schüler auch in häusliche Isolation geschickt wurde. Der Anordnung zufolge soll das Kind nur minimalen Kontakt zu Geschwistern und Eltern haben und räumlich getrennt werden. Bei Zuwiderhandlung wird angedroht, das Kind in einer geeigneten Einrichtung unterzubringen.

Landkreissprecher Andreas Bonin sagte, die Anordnungen müssten rechtsfest sein, wozu auch die Androhung von Konsequenzen bei Zuwiderhandlung gehöre. Alle Familien würden im Fall einer Quarantäne-Anordnung für ihr Kind jedoch vorher vom Gesundheitsamt angerufen, ihnen werde alles freundlich erklärt und es werde der Bescheid angekündigt. Ein Elternteil könne sich auch in freiwillige Quarantäne begeben, um intensiv beim Kind sein zu können. In einem solchen Fall sei eine Entschädigung für den eventuellen Lohnausfall möglich.

Die Quarantäne-Anordnungen ähneln sich bundesweit, wie Bonin erklärte. Auch in anderen Bundesländern hatten sich Eltern irritiert über die Härte der Formulierungen gezeigt. Der Kinderschutzbund Mecklenburg-Vorpommern kritisierte die strengen Anordnungen in der «Schweriner Volkszeitung»: Die Quarantäne sei ohnehin für Familien belastend. Kinder in dieser Phase von ihren Eltern und Geschwistern zu isolieren, sei unverhältnismäßig.

Das Blatt zitierte Landesgeschäftsführer Carsten Spieß mit den Worten: «Es kann nicht sein, dass das Kindeswohl zugunsten des Infektionsschutzes in diesem Ausmaß zurücktreten muss.» News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Kurz nach Schuljahresbeginn: Erste Schulen schon wieder geschlossen – Virologen: So, wie Kultusminister den Schulbetrieb planen, geht es nicht

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78 KOMMENTARE

  1. Wenn ein Sicherheitsabstand von 1,5 m stets einzuhalten ist, können Kollegien mit deutlich über hundert LuL nicht mehr ihre Gesamtkonferenzen abhalten. So große Räume haben die Schulen idR nicht. Auch hier zeigt sich wieder, das die Hygieneregeln nur im Freien oder digital eingehalten werden können. Aber wer möchte sich bei Konferenzen schon von der Witterung abhängig machen?

    • Jein – Konferenzen können per Videokonferenzen abgehalten werden – so machen wir das zumindest. Das Ganze klappt bei uns mittlerweile erstaunlich gut 🙂

  2. Dieser Artikel bestätigt, wie sehr sich das Ministerium selbst verbiegen muss, um die komplett wahnsinnige Anordnung des Regelunterrichts aufrecht zu erhalten. Es sollte sogar ihm klar sein, dass Lehrerzimmer im Regelbetrieb viel zu eng sind, um auch mit Maske den Abstand einhalten zu können. Die schlechte Belüftbarkeit kommt wie in den Klassenräumen erschwerend dazu.

  3. Woher wissen die Aerosole, dass sie im Klassenzimmer nicht weiter als 30 cm fliegen dürfen und im Lehrerzimmer nicht weiter als 1,50 m ?
    Forscher der University of Florida haben die Aerosolübertragung klar nachgewiesen.

    • Die Aerosole lesen hier auf News4Teachers mit – das habe ich in einer eigenen Studie nachgewiesen. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, es besteht kein Grund zur Besorgnis!

      • Das wäre zu schön um wahr zu sein, dass man sich keine Sorgen machen muss!
        Vielleicht sollte man an der Klassenzimmertür noch ein Stoppschild anbringen, für den Fall dass es wirklich lesen kann!

  4. Konsequenz wäre im Unterrichtsalltag also wie in Geschäften eine Zugangsbeschränkung im Lehrerzimmer einzuführen. Im angepassten Regelbetrieb ist das praktikabel. *Ironie off*

    Interessant, dass die Anordnung mit den Konferenzen in Meck-Pom erst jetzt kommt, der Unterricht läuft bereits und viele Konferenzen sind bereits gelaufen. Es zeigt wieder, dass weiter geöffnet wird ohne sich genug Gedanken gemacht zu haben. Nachträglich wird dann nachjustiert.

    • Ist doch alles ganz einfach, nicht nur die Klassen sondern auch die lehrkräfte fangen zeitversetzt an. Wenn die einzelnen Lerngruppen und die dort eingesetzten lehrkräfte eine zeitliche Überschneidung ihrer Zeiten von 100% hinbekommen, wird von Regelbetrieb gesprochen, ansonsten von „neuer Realität“ oder umgangssprachlich von Zufall. Präsenzunterricht muss ja nicht zwangsläufig bedeuten, dass lehrkräfte und Schülerschaft gleichzeitig präsent sein müssen – als zu gleicher Zeit am gleichen Ort. Schulgebäude sind groß genug, um sich zeitgleich nicht in den gleichen Räumen treffen zu müssen. Schüler- und Lehrertoiletten sind ja auch getrennt, können aber gleichzeitig unter Beachtung der Raumbelegung während der Pandemie genutzt werden.

        • geht in Ordnung, da die genannten Zeiten nicht mit meinen täglichen Kaffeepausen kollidieren. Ich gebe aber mit Blick auf den herbst und die Wintermonate zu bedenken, dass dann die Beleuchtung in den Klassenräumen an den Vorgaben für Büroarbeitsplätze ausgerichtet werden muss und der Hausmeister doch bitte die Nachtabsenkung bei der Heizung abschaltet. Ferner muss der TV-L um den Passus Zuschläge für Dienst zu ungünstigen Zeiten ergänzt werden. Hinzu kommt dass die Pausenzeiten während der Nachschicht Teil der Schichtzeit (bezahlte Arbeitszeit) sind.

          Aber starre Schichtzeiten werden uns nicht weiter bringen. Was halten Sie – @Palim – von Contischichten, wobei im Interesse der SuS und des MSB auf die Freischichten zwischen Nacht- und Frühschicht verzichtet werden sollte, schließlich können ja mehrere Jahrgänge bildungstechnisch nicht vor die Wand gesetzt werden.

          Wenn in D#dorf 13.000 einem Konzert lauschen können, dann kann man auch alle 2,5 Mio SuS in NRW auf 20 DFL-taugliche Stadien verteilen. Für die Gelsenkirchener hätte das sogar den Vorteil, dass sie nicht versetzt werden müssten, die können nämlich mit der „Schublade“ herausgefahren werden:)
          Den zweitbesten Notendurchschnitt landesweit werden vermutlich die SuS haben, die in der Bayer-Arena unterrichtet werden und die Bielefelder wären echte „Bildungsaufsteiger“ zur Freude der INSM.

          • Contischicht im Stadion?
            Das löst alle Probleme auf einen Schlag.

            Nur die Fußballer sind über, aber die paar Leute können ja in die Schulturnhallen umsiedeln oder das Pausen-Sportprogramm übernehmen, dass die SuS dort an ihren Plätzen begeistert ausführen werden.

            NRW hat genügend Stadien, die sicher auch gut zu beleuchten sind,
            der INSM freut sich über den Würstchenverkauf und die effizient eingesetzten Gelder.

            Da braucht es nur noch einen Schalter für die Heizzeitverlängerung. Der hängt doch im Lehrerzimmer, den kann man ja ausbauen, mitbringen und 1 Stunde bevor es kalt wird betätigen. Das kennen die Lehrkräfte schon.

  5. Das RKI rät Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen zu meiden. Klassenräume mit vollen Schülerzahlen sind demnach keine Menschen…ansammlungen?

    Was Regelbetrieb bedeutet :
    https://www.instagram.com/p/CD3g6XiAyVL/?igshid=1tu4uqo8jvb8n

    Nach meiner Kenntnis sind schon 12o Einrichtungen wieder geschlossen worden; alles läuft auf den Spätherbst hin! Die vorsätzliche Missachrung aller aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, um die Schulöffnung im Regelbetrieb einfach weiter durchzuziehen, wird im Spätherbst seine Früchte zeigen.

    Schon im Herbst könnte Deutschland über 10.000 neue Fälle von Covid19 pro Tag verzeichnen – mehr als je zuvor. R-Wert und Neuinfektionen deuten auf einen virusreichen Oktober hin.

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/corona-szenario-fuer-deutschland-wenn-sich-der-trend-fortsetzt-koennte-es-bald-10-000-neue-faelle-pro-tag-geben/26093224.html

    https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1wXMtX4Oh2xyY_k-mS_Qutp5Rt6RO5L7m&ll=51.50727122419704%2C9.921945050000023&z=6

  6. Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Da wird sich die Wirklichkeit auf Biegen und Brechen zurechtgebogen.

    Die (entsprechendes, passendes Adjektiv bitte dazudenken) Entscheidungsträger waren offensichtlich noch nie in einer Schule.

    Im Klassenzimmer 30 Leute und mehr in einem viel zu kleinen Raum, keine Abstände, kaum zu lüften. – Ich mach mir die Welt … wie sie mir gefällt. –
    Aber im Lehrerzimmer – da ist die Kultusministerin wieder ganz vorbildlich. Herzlichen Dank. So viel Fürsorge!

    Eine Bitte an die Kultusminister: Bitte, bitte lasst euch doch angesichts des Schulanfangs auch mal – gern mit Presse – in den Schulen sehen. Schöne Fotos mit vollen Klassenzimmern. Bitte die Fenster auch – ganz realistisch – nur abklappen. Bitte auch keine Mund-Nase-Bedeckung! Versaut nur die Fotos. Und: Ist doch auch gar nicht nötig. In den Schulen gibt es keine Ansteckung.
    Also los: Kultusminister in volle Klassenzimmer! Zeigt euch solidarisch. Nicht so feige. In den Schulen passiert doch nix. Kinder sind nicht ansteckend. Also rein in die Oberstufe.

    • @besorgter Bürger : Danke! Das ist jedoch keine Bitte sondern Forderung. Die Präsenzpflicht der Kultusminister im Klassenzimmer für mindestens einen gesamten Schultag in den derzeitigen Städten mit Hotspotanwärterschaft. Kommen Sie nur gerne herein, liebe Kultusminister, die einzige Chance ihre Glaubwürdigkeit zu rehabilitieren.
      … und danach bauen wir ihre Plexiglas Scheiben im Bundestag und allen anderen öffentlichen Gebäuden ab.

      Jeder Busfahrer ist besser geschützt als unsere Schüler und Lehrer.

  7. Der Anordnung zufolge soll das Kind nur minimalen Kontakt zu Geschwistern und Eltern haben und räumlich getrennt werden. Bei Zuwiderhandlung wird angedroht, das Kind in einer geeigneten Einrichtung unterzubringen.
    ————-
    Zuerst werde ich gezwungen, mein Kind trotz Aufhebung der Abstandsregeln in die wieder voll besetzten Klassenzimmer zu schicken und wenn es sich dann „unter staatlicher Aufsicht“ infiziert, werde ich gezwungen es im Gartenhaus zu isolieren!? In was für einer Staatsform leben wir eigentlich???

    • Die Eltern wollten Präsenzunterricht, nun bekommen sie ihn … auf Biegen und Brechen.

      Mahnungen von Lehrkräften und Verweise auf Arbeits- und Gesundheitsschutz sind doch nur Jammerei.

      • Nicht alle Eltern wollten den Präsenzunterricht. Und in einer Demokratie, zumal der deutschen, müssen auch die Interessen von Minderheiten gewahrt werden. Audiatur et alia pars.

  8. Wie soll ich zu meinen Berufsschülern (16-40 Jahre), die dann am Wochenende Party gefeiert haben, Shisha rauchen, Fußball gespielt haben, etc.. keinen Abstand halten dürfen? Aber zu meinen Kollegen die ich kenne, und weiß wer sich verantwortungsvoll verhält, Abstand einhalten muss.
    Das ist doch Unsinn. Soll die Politik doch zugeben, dass sie zum schwedischen Modell umgeschwenkt ist. Dann weiß man wenigstens wo dran man ist. Und wer später verantwortlich ist. Aber dies ist wohl gerade der Punkt. Wenn Infektionen in den Schulen entstehen, waren es nachher die Lehrer die sich nicht untereinander an die Abstandsregel gehalten haben. Weil Schüler (auch die bis 40jährigen Berufsschüler) übertragen das Virus ja nicht auf Lehrer.
    Die Politiker werden dann wieder sagen, die Lehrer sind schuld. So wird es kommen.

  9. Hahaha, neues aus Absuristan.
    Liebe Leute, wann stehen wir gemeinsam für unser aller Schutz auf?
    Wer den Artikel bis zum bitteren Ende gelesen hat, kann doch nicht ernsthaft stillsitzen und denken:wird schon….

    • @illy
      Den Artikel hat hier aber scheinbar keiner bis zum bitteren Ende gelesen, oder wir sind hier die einzigen Mütter.
      Der letzte Absatz: „Schüler soll zuhause räumlich getrennt werden“ regt hier ja wohl keinen so wirklich auf.
      Wir als Eltern versuchen zumindest, durch Klagen gegen die Aufhebung des Mindestabstands in den Klassenräumen die Regierenden zum Umdenken zu bewegen und behalten unsere Kinder trotz Androhung von Konsequenzen zuhause.
      Von den Lehrern habe ich in dieser Hinsicht nichts gehört oder gelesen, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren…

      • @Mama07:
        ich frage mich wirklich, wo ich eigentlich lebe. Das was ich derzeit erlebe, hat mit Demokratie – wie ich sie aus dem Schulbuch kenne- nichts gemein.
        So werden wir in NRW offenbar von einer inkompetenten Frau Gebauer regiert, die anscheinend sonst ihren Einkaufzettel verwaltet und einem Herr Laschet, der so gerne Karneval feiern möchte, weil er ein so geselliger Typ ist. Und einer Frau Merkel, die in einer Ausnahmesituation wie dieser, in der die Probleme auch der Schulen so dringlich sind, erstmal ihren Sommerurlaub macht und das Volk in dieser Krise im Stich lässt. Nichts gegen Urlaub, aber es gibt offenbar viel Handlungsbedarf, der schlicht ignoriert wurde. Wie kann es sein, dass die Kultusminister uns regieren???
        Der Föderalismus beschert uns in diesen schwierigen Zeiten hoch ungerechte Situationen, speziell und gerade mal wieder in den Schulen.
        Die Kultusminister haben also das Zepter in der Hand und veranlassen per Verordnung, dass hier in NRW selbst Risikogruppen per Schulpflicht in die Schule gezwungen werden. Während in Baden Württemberg die Präsenzpflicht aussetzt.
        In Ausnahmezuständen, wie einer Pandemie müssen Ausnahmeregelungen geschaffen werden!
        Somit ist meine Forderung, dass zum Gesundheitsschutz und dem Recht auf Selbstbestimmung die Schulpflicht auszusetzen ist – so wie in Baden Württemberg
        Gesundheitsschutz steht über dem Recht auf Bildung!
        Es hat hier im Forum schon mal jemand sehr richtig gesagt: Wenn wir jemanden fragen, was ihm im Leben am wichtigsten erscheint, dann sagen die meisten: Gesundheit. Haben Sie schon mal gehört, dass jemand „Bildung“ gesagt hätte?

        Daher ist bundesweit eine einheitliche Regelung zu schaffen, die allen ermöglicht freiwillig an diesem Feldversuch teilzunehmen. Es kann nicht sein, dass wir GEZWUNGEN werden per Schulpflicht dieses unkalkulierbare Risiko auf Kosten unserer Kinder auszutragen.
        Auch wenn viele sich mit ihrer Ignoranz dem Problem entziehen wollen: Es wird nicht nur Tote sondern vor allem schwere Verläufe mit Langzeitschäden geben. Es werden keine Einzelfälle, aber doch Einzelschicksale werden! Aber zum Glück werden ja nur die anderen krank?! Da werden sie wohl demnächst eine ganz neue Erfahrung machen.
        Jeder, der vielleicht schon eine Grunderkrankung hat weiß: Ohne Gesundheit ist alles nichts.
        Eltern haben eine Fürsorgepflicht und diese kann nicht hinter dem Recht auf Bildung zurücktreten.
        Anstatt Deutschland Gelder in Europa zur Verfügung stellt, wodurch nun in Italien ein Schulsystem eingeführt wird ab! 14. September, in dem man alle derzeit bekannten wichtigen Maßnahmen für einen Infektionsschutz umsetzt, hätten wir zumindest bereits VOR den Ferien die Digitalisierung voranbringen müssen.
        Stattdessen sind die Kultusminister im Gedankennebel verschwunden und haben ein völlig neues Hygienekonzept entworfen.
        Nämlich: Kinder und Jugendliche sitzen nun ohne Abstandsregel, die ja einen der wichtigsten Aspekte in JEDEM Schutzkonzept darstellt ABER (und das ist nun die Neuerung) mit Mundschutz im Unterricht.
        Und weil es gerade in Absurdistan so nett ist: So hat Herr Spahn Masken ins Ausland gespendet.

        Das würde mich alles nicht so aufregen, hätten die Politiker hierzulande für ein wirklich verbessertes Schulkonzept gesorgt. Jeder Hund hat eine größere Lobby als der Schutz unserer Kinder! Kindeswohlgefährdung durch unzureichenden Infektionsschutz!

        Bravo Frau Gebauer und Co! Danke für absolut nichts.
        Wir werden per Verordnung der Kultusminister und aus Angst vor den uns bekannten und benannten Konsequenzen zum GEHORSAM gezwungen.
        Das ist übrigens auch das grundsätzlich Problem von Schule: Diese soll auch gehorsame Staatbürger hervorbringen, keine kreativen Dichter und Denker, sondern Lern-Bulimiker. Dies fällt uns als Volk derzeit schwer auf die Füße. Weil jeder nur noch mit politisch korrekter Formulierung und Gendering beschäftigt ist, um bitte bloß nicht negativ aufzufallen. Hauptsache ich kann weiter in meinem schicken SUW mein Guccitäschchen in den Urlaub fahren.
        Keiner traut sich aus Angst vor den Repressalien etwas zu unternehmen, oder gar zu sagen!
        Jeder glaubt ein anderer wird es schon richten.
        Ich habe die Trägheit der Masse und die Prioritäten meiner Mitmenschen wirklich unterschätzt.
        Es geht um unsere Kinder- unsere Zukunft. Offenbar besteht hier immer noch kein Bewusstsein darüber, was im Leben wirklich wichtig ist.
        Vielleicht hatten Sie auch alle bisher das Glück trotz eines ungünstigen Lebenswandels so gesund geblieben zu sein.
        Ohne Gesundheit ist alles nichts. Unsere Kinder werden in ein unkalkulierbares Risiko mit möglichen langzeitlichen Gesundheitsschäden geschickt. Dies sollen wir gefälligst akzeptieren – so die KM.
        NEIN: Die Schulpflicht muss ausgesetzt werden, das entzerrt den gesamten Schulalltag zum Schutz aller Beteiligten. Auch dieses Konzept birgt Ungerechtigkeiten.
        Jedoch ist das ein wichtiger Aspekt meiner/ ihrer/ unserer persönlichen Freiheit: Selbstbestimmung. Das ist es was ich von einem Staat in solch unklaren Zeiten durchaus verlangen kann.
        Alles andere was die Kultusminister gerade per Gesetzeslage über die Schulpflicht erzwingen: Gehorsam widerspricht dem freiheitlich demokratischen Gedanken und erinnert an Zeiten und Staatsformen, die wir bereits hinter uns haben.

        Wegen mir muss niemand zuhause bleiben! Wegen mir können alle in ihrer Freiheit leben.
        ABER: Meine Freiheit, selbst entscheiden zu dürfen, wie ich und meine Familie durch diese Pandemie kommen ist MEIN gutes Recht.

        • achja: Die Trägheit der Lehrkräfte, die sich aus Angst derzeit nicht bewegen wird auch Ihnen noch böse zu stehen kommen.
          Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die Ausbrüche an Schulen auf Ihr Versagen zurückgeführt werden sollen. Die Schuldfrage wird so wie immer an Ihnen abgearbeitet werden.
          Anders kann ich mir erklären, was ich heute gelesen habe. So wurde einer Lehrkraft unterstellt, sie sei verantwortlich für einen Corona-Infekt, den sie in der Schule möglicherweise weitergetragen hat , weil (und jetzt kommt es ): sie den Sicherheitsabstand in der Schule nicht eingehalten habe.
          Wenn es nicht so unglaublich ätzend wäre würde ich jetzt eigentlich lachen…

          • Warum soll ich als AN den Aufstand proben. Es sind doch die eltern, die das recht haben ihre Kinder der Schule fern zu halten. Was droht denn den eltern? Erst einmal unzählige Gespräche in der schule, dann ein Ordnungswidrigkeitenverfahren, evtl. ein sich daran anschließendes gerichtsverfahren wenn Einspruch gegen das Bußgeld eingelegt wird und die Bez.-Reg. diesen Einspruch niederschlägt, und nicht zu vergessen dei Einschaltung des Jugendamtes.

            Die 200.000 Lehrkräfte kriegt das MSB schon mit Hilfe des Disziplinarrechts unter Kontrolle, die Eltern der über 2 Mio. minderjährigen SuS beim oben beschriebenen Rechtsweg können aber über Jahre die Administration lahmlegen, wenn sie sich denn bewegen würden. also erst einmal schön vor der eigenen Haustür kehren.

            Das Problem der lehrkräfte ist, dass es keinen Arbeitsmarkt gibt, da der Arbeitgeber ein Monopolist ist. Einmal Job weg, immer Job weg.

          • Illy, das ist genau das, was vorauszusehen war. Zuerst Lehrerbashing in allen Medien, danach Selbstlob der Kultusminister und daraufhin blame shifting bei Infektionen hin zu den Lehrern, die sich nicht an Abstand halten, im Urlaub waren…
            Mit den Lehrern kann man es ja machen.
            Und viele Nichtlehrer sind dumm genug, in diesen Lehrerhass einzustimmen.
            Sie verstehen nicht, dass diese Arbeitsschutzverletzung bei Lehrern auch dazu führen wird, dass es in Firmen nicht mehr so genau genommen wird. Wozu auch? In Schulen begegnet man sich ja auch stundenlang maskenlos und ohne Abstand.

          • @dickebank: ja und nein. Seit langem versuche ich Eltern zu mobilisieren.
            Sie haben mir in der Vergangenheit hier bereits die Möglichkeiten aufgezeigt, die ich als Eltern hätte, um meine Brut durch den Schulalltag zu mogeln.
            mittlerweile bin ich jedoch nicht so sicher, ob es wirklich so viele Eltern machen werden und ich somit auf eine Überlastung des Systems hoffen könnte. Zur Trägheit der Masse kommt nämlich noch eine große Portion „Blödigkeit“ bei vielen Eltern dazu.

            So ein Ordnungswidrigkeitsverfahren kann wohl ziemlich kostspielig werden..und mehrere tsd Euro kosten.
            Ich befürchte zudem, dass so Leute wie ich & Co wahrscheinlich unter besonderer Beobachtung stehen…und in den kommenden Wochen sehr genau geschaut wird, wer sich dem System entziehen will (…was für eine Demokratie. )
            Somit rechne ich damit, dass an uns auch ein mahnednes Beispiel statuiert werden soll. Und schnell gehandelt wird mit Beispielwirkung.
            Wie ist ihre Einschätzung ?

          • @Illy – aber bis zum Ordnungwidrigkeitenverfahren ist es ein langer Weg. Zunächst muss ja erst einmal die Attestpflicht „verhängt“ werden. Der sollte aber mit Hilfe eines Arztes des vertrauens nach zu kommen sein. Natürlich kann das eine amts-/schulärztliche Untersuchung nach sich ziehen. Aber das ist eher das Problem des Arztes, weil dann Gutachten gegen Gutachten steht.

          • Dickebank: Danke für ihre Einschätzung.
            … aber mulmig wird mir schon.

            Den Rest der interessierten Leserschaft nerve ich an dieser Stelle nochmals sehr gerne: die Präsenzpflicht muss bundesweit vorübergehend ausgesetzt werden. Die Teilnahme an diesem Feldversuch muss freigestellt bleiben. So wie in Baden-Württemberg. Die Fürsorgepflicht der Eltern muss über dem Recht auf Bildung stehen!
            Solange bis auch der letzte Kultusminister für einen angemessenen Arbeitsschutz in den Schulen gesorgt hat!

          • @Illy – kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist:)

            Und immer daran denken, Minister und Innen sind B-besoldete Amtsinhaber und teil der Exekutive. Für sie gilt das gleiche wie für Laufbahnbeamte, die – entsprechend der Compliance-Regelungen, die im Beamtensprech Dienstordnung heißen – nichts annehmen dürfen, nicht einmal Vernunft.

  10. Die ganze Nummer fliegt den Ministerien doch jetzt schon um die Ohren. Gebt mal in Google „Corona Schule“ ein. Jeder zweite Artikel berichtet über Schulen, an denen Fälle gemeldet worden sind und Personen (Lehrer,Schüler), die sich in Quarantäne begeben mussten.

    Ich bin auf die Schlagzeilen im Herbst gespannt:

    Minister xy: „Wir haben es versucht und es hat sich gelohnt! Immerhin hatten 2 Monate Regelbetrieb.“
    Nach hunderten Schließung und tausenden Infektionen nun doch ein Mix aus Präsenz- und Homeschooling.

  11. Genau wie die Klassenräume sind auch die Lehrerzimmer viel zu klein für die Abstandsregelungen!
    Konsequenz: Auch die Lehrer unterrichten im Schichtbetrieb.
    Oder sie gehen nicht mehr ins Lehrerzimmer => kein Austausch, fehlende Kommunikation und Abstimmung. So ist kein Regelbetrieb möglich.
    rfalio

  12. Ich werde mich, wie vom SPIEGEL vorgeschlagen, einfach draußen vor das Fenster stellen und rauchen. Ich denke, so werde ich den gesellschaftlichen Erwartungen am besten gerecht.

  13. Ich verstehe in diesem Forum alle Einwände. Ich sehe auch, dass die Kultusminister aller Länder auf Druck der Wirtschaft, Eltern etc. die Schule im Regelbetrieb öffnen mussten und kein besonders gutes Konzept entwickelt haben. Doch statt zu lamentieren, wäre es super wenn alle ihre Hirne nutzen um einen besseren Vorschlag der umsetzbar ist zu liefern.
    Fakt ist:
    Die Kinder müssen (aus vielfältigen Gründen) wieder zu festen Zeiten beschult werden (vor allem alle Klassen von 1-9). Die kleinen können nicht alleine zu Hause bleiben, die größeren würden auf Grund von pubertären Hirnveränderungen zu Hause nichts arbeiten.
    Es gibt nicht genug Lehrer (weil die Politik es vor Jahren, vom eisernen Sparwillen getrieben, versäumt hat Geburtenzahlen etc. im Blick zu haben).
    Digitalisierung ist zwar im Gespräch, passiert ist aber nichts und wird auch nicht so schnell, denn der Markt an Hardware ist leergefegt. Schnellschüsse führen hier außerdem nur zu unbefriedigenden Ergebnissen.
    Räumlichkeiten gibt es in vielen Gemeinden nicht ausreichend, um Klassen halbiert zu unterrichten. Auch wenn wir Lehrer gesehen haben, wie viel effizienter gearbeitet werden kann, wenn die Lerngruppe kleiner ist.
    An der frischen Luft werden wir die nächsten Monate nur bedingt unterrichten können. Sport, Naturwissenschaften… das ist ja noch denkbar.
    Quereinsteiger sind nur bedingt einsetzbar. Nicht umsonst ist der Weg zur Lehrbefähigung ein Studium.

    Eine Idee (in den Grundschulen) wäre, eine Lerngruppe morgens und eine Lerngruppe Mittags zu unterrichten. Doch auch hierfür fehlt das Personal.
    Wir können aber auch nicht über Monate (eventuell Jahre) dieses Chaos, dass vor den Ferien geherrscht hat aufrecht erhalten.
    Das ist für alle beteiligten unerträglich.
    Zur Zeit sehe ich keine bessere Lösung, als Masken im Gebäude zu tragen, da wo es möglich ist Abstand zu wahren, bei offenem Fenster zu unterrichten und regelmäßig zu testen.

    Das mit dem Testen ist ausbaufähig, also hier kann die Politik verbessern. Und schon ist klar, dass das mit der Länderhoheit in der Bildung in Zeiten von Corona Mist ist. Denn die Tests kosten Geld, die Länder hüten die Ausgaben wie ein Drache seinen Schatz. Investiert wird nur, wenn ein Output zu erwarten ist. Bildung wurde bisher nicht als investitionswürdig erkannt. Seit Jahren wurde hier ein Sparkonzept gefahren. Uns Lehrern wurde auf Konferenzen gesagt, was muss sich an eurer Schule ändern, damit der Unterricht besser wird? Bitte nur Vorschläge, die nichts kosten, denn Geld gibt es keins.
    Wenn so ein Unternehmen arbeiten würde, wäre es schnell weg vom Markt.

    Aber: Jammern hilft nicht. Also, Vorschläge die es besser machen können sammeln und an die Minister der schicken, bis ihnen der Server zusammenbricht.
    Konstruktive Vorschläge!

    • Seit Jahren sind Lehrer konstruktiv, haben Vorschläge gemacht, über ihre Arbeitszeiten hinaus gearbeitet, Überlastungsanzeigen gestellt, diese mit konstruktiven Vorschlägen versehen. Und Siege da; Es ändert sich etwas:

      Nich mehr Arbeit, nich mehr Belastungen. Flüchtlingskrise- da bildet man eben mal schnell Intensivklassen. Das kriegen Lehrer schon hin.

      Coronakrise: Das kriegen die Lehrer schon hin!

      Inklusive Beschulung: Das kriegen die Lehrer schon hin!

      Wir können auch bald alle nicht mehr.
      Wenn die ersten sich wegen Erschöpfung krankmelden, bedeutet das noch mehr Belastung für die, die sowieso schon viel zu viel arbeiten.

      Irgendwann muss das System Schule dann halt zusammenbrechen. Dass es dazu einen Virus braucht, ist halt sehr schade.

    • Ein Vorschlag wäre, die IT-affine Sek II nach Möglichkeit komplett digital zu beschulen, wie dies an deutschen Universitäten im Moment der Fall ist. Sek I in Kleingruppen nach turnusmäßigem Prinzip mit der Option des Homeschooling, wenn die betroffenen Eltern dies wünschen. Die Grundschüler sollen ebenfalls in Kleingruppen beschult werden. Auch hier gilt: die Fürsorgepflicht der Eltern ist in Zeiten der Pandemie gegenüber der Pränzschulpflicht zu priorisieren, da der Staat die Sicherheit der Kinder nicht garantieren kann.

    • Mal Geld für die Schulen ausgeben und vernünftige Belüftiungssysteme installieren. Unterricht in halben Klassen schadet meiner Erfahrung nach nicht dem Lernerfolg, Ist nur ein Betreuungsproblem. Langfristig: Lehrer so behandeln und bezahlen, dass junge Menschen diesen Beruf auch ergreifen wollen.

      • Die Bezahlung ist durchaus angemessen. Juniorprofessoren, die weitaus besser qualifiziert sind, verdienen nicht wesentlich mehr als A13. Ich sehe das größte Problem im System selbst, da es hoffnungslos veraltet ist. Referendariat ist nach all dem, was ich von meinen Kommilitonen gehört habe, eine harte Zeit, da man der Willkür des Mentors ausgesetzt ist. Das 2. Examen (mündlich) wird oft als Show dargestellt… Und als Beamte sind Lehrer in vielerlei Hinsicht unfrei. Wie sollen sie dann die mündigen Bürger erziehen? Belehren Sie mich eines besseren, wenn ich komplett falsch liege.

        • Die Bezahlung von Juniorprofessoren möchte ich nicht kommentieren – es handelte sich ja hier ursprünglich um ein Einsteigergehalt mit vermeintlicher Entwicklungsperspektive. Sicherlich sind hier auch mehr oder weniger gut qualifizierte dabei – wie in jeder Berufsgruppe. Aber gehen wir mal davon aus, dass jedeR sein Bestes gibt!
          Dennoch werden LuL die noch den Anspruch an sich selbst haben, alle SuS abzuholen heute mit einer Menge Arbeit konfrontiert, die nicht in der vorgesehenen Arbeitszeit zu leisten ist. Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man keine LuL in der Familie hat. Ich nenne hier folgende (unvollständigen) Einflussfaktoren, falls man sich das gerne vorstellen möchte:
          – keine einheitlichen Lehrwerke, die vollen Umfang für alle Zielgruppen haben
          – daher die Anforderung zur Materialproduktion für diverse Zielgruppen wie
          – Bildungsbürger, sozial Benachteiligte, Migranten, Migrationserfahrene, europäische Mitbürger, … natürlich soll jedeR bestmögliche Chancen haben am Ende!
          – keinerlei Maß für eine Zielerreichung und daher leistungsgebundene Bezahlung
          – Mehr Überstunden gemacht, als in den Ferien abzufeiern gehen? Egal!
          Es kommen noch die unsäglichen sonstigen Rahmenbedinungen hinzu:
          – Der Verwaltungsaufwand bei jedem Arztbesuch für beamtete LuL ist unerträglich (doppelte Einreichung und dann auch noch die Kostendämpfungpauschale)
          – Vorteile bei der Terminvergabe von Ärzten ergeben sich NICHT (mehr?)
          – gestreikt werden darf NICHT
          – Da das Klassenzimmer keine Möglichkeit für Schreibtisch etc. bietet, müssen LuL Arbeitszimmer, Schreibtisch, Rechner, Drucker etc. selbst beschaffen und betreiben (auch Arbeitszeit – nein, ist ja der Privatrechner, gell?) – steuerlich absetzbar: lachhaft. Die Hauptkosten tragen LuL damit selbst. Bei welchem AG gibt es sowas eigentlich noch?
          – Fachfremde Quereinsteiger sollen bitte so angeleitet werden, dass sie vollwertige LuL werden, bitte zackig!

          Aber für LuL ist das alles so normal, dass sie nur noch müde lächeln. Dass immer weniger diesen Beruf ergreifen wollen, ist überhaupt nicht verwunderlich.

        • Über A13 brauchen wir gar nicht zu sprechen, die Mehrzahl der Lehrkräfte geht mit A12 nach Hause, lebenslang.
          Frau Gebauer verspricht vor 3 Jahren, das zu ändern, hat es aber wohl vergessen,
          in Niedersachsen gibt es statt der Erhöhung eine Zulage, dafür werden aber an diesen Schulen auch die Poolstunden gestrichen, Abhilfe bei der Mehrarbeit ist nicht in Sicht, eine Erhebung der Arbeitszeit auch nicht.

    • Ein weiterer Vorschlag wäre, die Curricula an die aktuelle Situation realistisch anzupassen. Dafür müssen die Länder ihre Hoheit an den Bund vorübergehend abtreten. Dieser Schritt würde zunächst den Leistungsdruck reduzieren.
      Die Aussage, dass Kinder zu Hause nicht lernen können ist unwahr, da weltweit Millionen Kids im Home Schooling lernen und in den Ländern, in denen dies der Fall ist, z. B. In UK, USA, Frankreich, Australien, Kanada, ist das BIP zum Teil höher als in Deutschland. Und Kinder können meines Erachtens nichts dafür, dass Deutschland in punkto Digitalisierung weit hinten ist. Das ist per se ein Skandal und für mich schier unfassbar! Wenn es nicht genügend IT Spezialisten in Deutschland gibt, dann muss die Bundesregierung diese eben aus dem Ausland einladen…

        • Ja, würde es. Das MK NDS wollte dazu in den Ferien etwas schicken, da war sogar die Kalenderwochen angegeben. Bisher hat mich nichts erreicht.

          Leider kommen neue Curricula ja auch ohne Vorlauf und müssen sofort umgesetzt sein.

      • @Ogden Richards
        Sie versuchen, über die Corona-Krise generelles Homeschooling zu erreichen.
        Gleiches war angesichts des Lehrkräftemangels zu erwarten.

        Die Diskussion gehört aber an eine andere Stelle, an der man sich ohne Krise über das Für und Wider unterhalten kann und weder die schlechte Unterrichtsversorgung noch die Infektionszahlen im Nacken hat.

        • @Nein, Palim. Die Diskussion über Home Schooling gehört genau an diese Stelle, entpuppt sich doch das deutsche Schulsystem gerade in der Coronakrise als hoffnungslos veraltet und reformbedürftig. Home Schooling ist ein Attribut der Stärke eines Bildungssystems, das sich jedes hochentwickelte Land leisten können muss. Home Schooling bedeutet technische Ausstattung, Organisation, Verantwortung, Motivation und Vertrauen. All das sind Attribute, die eine erfolgreiche Nation auszeichnen.

          • Eine gute personelle, räumliche sowie technische ausstattung, gute Organisation, Verantwortung und Vertrauen würde ich generell vom Schulsystem erwarten.
            Dann wäre in der Krise etliches sicher besser zu meistern.

            Wo Homeschooling Stärke des Bildungssystems zeigt, erschließt sich mir dagegen nicht.

            Offenbar sind doch besonders viele Eltern durch begleitetes Distanzlernen überlastet und genervt und die Betreuung der schulpflichtigen Kinder wird dringend benötigt.

        • @Palim Home Schooling bzw. home education hat sich in UK, in den USA, Kanada, Australien, Frankreich, Belgien und in diversen anderen Ländern dieser Welt bewährt. Es soll nicht das Lernen in der Schule ersetzen, sondern als eine mögliche Lernform unter vielen fungieren. Deutschland fällt mit seinem preußischen Bildungssystem schon etwas aus der Reihe hochentwickelter Länder. DAS ist sehr bedenklich.

          • Ich finde auch so manches bedenklich an anderer Länder Schulsystem.
            Schauen wir uns die staatlichen Schulen in USA, UK und Frankreich an. Ist es das, was wir dringend benötigen?

        • @Palim Aus welchen Ländern kommen denn die meisten Nobelpreisträger? Wohl nicht aus Deutschland … In welchen Ländern befinden sich die besten Universitäten? Wohl nicht in Deutschland… In welchen Ländern sind Lehrer Beamte? In Deutschland… In welchem Land fehlt das nötige know how für die adäquate Anpassung des Schulsystems an die Coronakrise? In Finnland? In UK? In Kanada? In Australien? Im Land der Dichter und Denker? Richtig! Sic transit gloria mundi

        • @Palim Ferner bezieht sich home education nicht auf die staatlichen Schulen, sodass Ihr Argument gegen home education etwas hinkt. Home education hat sich gerade im Vergleich zu den staatlichen Schulen als hocheffizient und erfolgreich erwiesen. Die Zahl der Privatschulen nimmt auch in Deutschland zu. Nicht zuletzt wegen des Ist-Zustandes des staatlichen Schulwesens.

          • „Die Zahl der Privatschulen nimmt auch in Deutschland zu. Nicht zuletzt wegen des Ist-Zustandes des staatlichen Schulwesens.“

            Und weil das so ist, müssen wir diesen Prozess unbedingt unterstützen?
            Sie plädieren also für ein Schulsystem, dass sich nur ein bestimmter Prozentsatz der Bevölkerung leisten kann.

            Auf wessen Kosten?
            Warum ist denn der Ist-Zustand des staatlichen Schulwesens so schlecht?

    • An der Schule einer meiner Töchter hatten wir ein tolles Konzept zum Unterricht mit halben Klassen. Leider darf es nicht fortgesetzt werden durch den Beschluss zum Regelbetrieb, obwohl Lehrer, Schulleitung Elternbeirat und Eltern dahinter standen.
      Klassen wurden in a und b aufgeteilt. Dann ging Gruppe a am Montag in die Schule und hatte Unterricht nach Stundenplan Montag. Für Dienstag bekamen sie entsprechend der unterrichteten Fächer Aufgaben für zu Hause. Am Dienstag hatte Gruppe b dann Unterricht nach dem Stundenplan vom Montag….. Mittwoch wieder Gruppe a Präsenzunterricht diesmal Stundenplan vom Dienstag usw. innerhalb von zwei Wochen fand dann quasi der Unterricht von einer Woche im Präsenzunterricht statt und Stoff von einer Woche wurde zu Hause bearbeitet. Nachmittags durften/konnten die Kids sogar über die schulcloud oder per Mail noch Fragen stelle und bekamen auch fast immer eine direkte Antwort.

      Durch einen Tag Präsenz und einen Tag homeschooling wurde auch niemand mit schlechter edv Ausstattung im Stich gelassen. Der Tag hatte für Schüler und Eltern eine Struktur. Auch der Tag zu Hause, war geregelt, da ja die Dinge zeitnah wieder im Präsenzunterricht weiter bearbeitet wurden.

      • So war es bei uns an der Schule auch, und ich konnte mit den kleinen Gruppen aufgrund der besseren Lernsituation fast den kompletten Stoff in den Kernfächern noch nachholen. Kinder, die zu Hause nicht arbeiten konnten oder wollten, kamen jeden Tag. Rollierendes System und Einbau von Lüftungsanlagen wäre möglich.

  14. Avanti Dilettanti. Es ist traurig und jetzt hilft nur noch Galgenhumor. Die Lehrer, die im Lehrerzimmer Abstand halten, stehen danach ohne Abstand vor 25-30 Schülern? Absolut durchdachtes Konzept. Beeindruckend.

    • Deutschland…ehemals ein Land der Dichter und Denker.
      Ein Bekannter meinte:
      Jedes Volk bekommt die Politiker, die es verdient….

      • Leider muss ich Ihnen Recht geben. Die Art, wie der Staat mit der Gesundheit unserer Kinder und unserer Lehrer umgeht, ist für mich als überzeugten Demokraten nicht nachvollziehbar. Lassen Sie die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind dem Risiko aussetzen wollen und hören Sie damit auf, die mündigen Bürger zu bevormunden! Leben wir in Weißrussland oder in Deutschland?

    • Nicht zu vergessen: in der Grundschule nicht nur ohne Abstand, sondern auch noch ohne Maske.
      Das Ganze ist so irrsinnig. Beispiel aus NRW: Fritz sitzt im Unterricht Schulter an Schulter mit Erna, natürlich ohne Maske. Wenn Fritz aber neben Erna auf dem Schulhof steht, müssen beide eine Maske tragen. Das verstehe, wer will!

  15. Irrsinn in BW war: Morgens alle Klassen feinsäuberlich getrennt, auch in den Pausen, Mittags im Hort, alle Klassen durchmischt. Völliger Unsinn.

  16. Definition von KOHORTE:
    BESONDERS Punkt 2 ( bildungssprachlich abwertend !!!!!!)
    Und Punkt 4 (der Vergleich mit der Tierzucht/Rinder…) Lässt bei der Wortwahl der Kultusministerien schon tief blicken! Worüber reden,wundern, staunen und ärgern und erzürnen wir uns hier eigentlich alle?
    KOHORTE:
    Nach einem Begriff suchen
    Ko·hor·te
    /Kohórte/
    1.
    GESCHICHTE
    den zehnten Teil einer Legion umfassende Einheit des altrömischen Heeres
    2.
    BILDUNGSSPRACHLICH ABWERTEND
    Schar, Gruppe (von gemeinsam auftretenden, agierenden Personen)
    3.
    SOZIOLOGIE
    eine nach bestimmten Kriterien ausgewählte Personengruppe, die in einem bestimmten Zeitablauf soziologisch untersucht wird
    4.
    TIERZUCHT
    (in der Rinderzucht) Gruppe von Tieren, für die aufgrund bestimmter gemeinsamer Voraussetzungen ein erhöhtes Risiko angenommen wird, dass sie mit einem bestimmten Krankheitserreger infiziert sind

    • Ja und, die lehrkräfte einer Schule sind ja ein Kollegium und keine Kohorte. Der Kohortenbegriff wird ja nur in Bezug auf die zu unterrichtenden Schülergruppen genutzt.

      Btw dei teilgliederung einer Kohorte ist das Manipel – also ein Trupp oder eine Rotte.
      Umgangssprachlich ausgedrückt bedeutet das „eine handvoll Leute“.

    • Es brauchte einen Gruppen-Begriff, den man in den Bundesländern dann frei interpretieren konnte.
      Das liegt an den unterschiedlichen Schulsystemen mit jahrgangsübergreifenden Klassen und Kursen,
      aber vielleicht auch daran, dass man sich sonst nicht hätte einigen können.

  17. Xy,dickebank: nur zur Klarstellung: ich bin weit weg von irgendeinem Lehrer bashing!
    Wie ich bereits betonte bin ich bereits seit längerem damit beschäftigt die Trägheit der Masse zu überwinden! Diese Trägheit betrifft jedoch beide: Eltern und Lehrer.

    Mittlerweile stehe ich jedoch mit Lehrern in Kontakt, die respektierter Weise anonym bleiben wollen, mir jedoch wertvolle Hintergrund Informationen geben.
    Es ist schlimm, was im Lehrerzimmer abgeht und genauso haarsträubend und bunt wie die Haltung der Eltern und Schüler.
    Es ist und bleibt so wie ich es schon immer gesagt habe,: da KEIN Konsens bezgl der Gefahr durch das neue Coronavius besteht,gibt es auch keinen Schutz für diejenigen, die sich schützen möchten. Dies wird durch schlechte Politik nun auch gezielt gefördert.
    Über die Hintertür wird das schwedische Modell eingeführt.
    Das kann uns gefallen oder nicht, aber so ist es .
    Die Argumentation, die Präsenzpflicht ohne Schutzkonzept als Massnahme des Kindeswohls zu verkaufen, ist wohl das verwerflichste was Politik der Nachkriegszeit je zu bieten hatte.
    Hier werden über die Schulpflicht demokratisch freiheitliche Werte in Frage gestellt.

  18. Auch in diesem Thread wird auf Deutschland eingedroschen als wäre man hierzulande besonders menschenverachtend experimentierfreudig, dabei akzeptiert 85% der Welt, dass Eltern morgens dringend Entlastung benötigen und die Schüler möglichst ihre ganzen Klassen als hochwichtige Lern- und Sozialisationsgruppe.

    • Weshalb sprechen sie den Schülern*innen und Lehrer*innen den Schutz ab, der sonst an anderen Arbeitsstellen gilt?
      Sie dürfen gerne mal für eine Woche in ein vollbesetztes Klassenzimmer gehen – natürlich ohne Maske und ohne Abstand!

    • Jonas Kruse
      Welch dümmliche Aussage! Selbst Thailand organisiert Schule anders und für ein pandemisches Geschehen angemessen…..Kleinere Lerngruppen waren auch vor Corona schon ein erstrebenswertes Ziel. Über solch eine Einlassung kann man nur noch den Kopf schütteln….Und im Spätherbst sitzen wohl alle wieder zu Hause; eine wahrlich gelungene Perspektive. Schon im Herbst könnte Deutschland über 10.000 neue Fälle von Covid19 pro Tag verzeichnen – mehr als je zuvor. R-Wert und Neuinfektionen deuten auf einen virusreichen Spätherbst hin.

      Trump argumentiert genau so wie Sie…zumindest wissen Sie sich in bester Gesellschaft.

      Und Deutschland macht Regelschulbetrieb……

    • Wenn für den einen Teil der Bevölkerung Arbeitsschutz besteht, für Schüler und Lehrer aber nicht, dann empfinde ich das schon als menschenverachtend. Es entspricht zumindest nicht unserem Gleichheitsgebot.

      • Tiypisch deutsch sind leider die Lemminge, was Sie vermutlich auch meinen. Alles wird mit Inbrunst nachgeplappert, was lautstarke Gruppen als sozialen oder moralischen Fortschritt predigen.
        Kritisches Denken in Eigenregie ist leider nicht typisch deutsch.

  19. … was nicht funktioniert, wenn eine Quarantäne nach der anderen kommt und Lehrer erkranken, für die es dank Lehrermangel keinen Ersatz gibt. Und da viele Lehrer über 60 sind, kann man nur hoffen, dass sie nicht allzu schwer erkranken, damit sie bald wieder auf der Matte stehen.

  20. Einfach mal in eine seriöse Quelle schauen, dann weiter auf Deutschland schimpfen, bitte:

    https://www.news4teachers.de/2020/08/ein-ueberblick-wie-andere-staaten-mit-ihren-schulen-in-der-corona-krise-umgehen/

    Völlig nachvollziehbar und beruhigend geht man den Weg der Normalität in sehr vielen Ländern.

    Gerne kann man aber die Studien der Hybrid- und Homeschooling-Periode
    zusätzlich sacken lassen: Schüler Beschäftigten sich halb so lange und mit halben Ertrag mit schulischen Dingen.

    Ist doch einfach hochzurechnen: Ein Fünftklässler wird den Stoff der Klasse dann nach zwei Jahren, Ende Klasse 6, erreicht haben. Geht Corona weiter, dann den der Klasse 6 nach Klasse 8 usw. Zudem war er von einer wichtigen Sozialisationsgruppe oft getrennt.

    Gerade schwächere Schüler zeigten ohne Normalbeschulung noch stärkere Probleme, besonders in Mathe.

    Tut mir leid, dass ich nicht hauptsächlich für Geld arbeite, sondern für die Kinder! Und diese haben Normalität bzw. den ruckelnden Regelbetrieb nötig.

    • Die Studie ist super.
      Sie bildet die unterschiedlichen Vorgaben der Bundesländer ab.
      Da war die Rede von freiwilligen Aufgaben, Verzicht auf Bewertung und Richtzeit von 1-4 Stunden, je nach Alter.

      Da hätte man in der Studie auch ganz differenziert fragen können, wie die Vorgaben in den BL sind und ob sich die SuS mehr oder weniger als diese Vorgabe mit dem Lernen beschäftigen.

      Die Kinder bekommen jetzt den ruckelnden Regelbetrieb und demnächst dann noch mehr Aufgaben für zu Hause, die sie auch über die Ferien im Distanzlernen bearbeiten können. Schließlich arbeiten wir ja für die Kinder, nehmen uns ein Herz und sorgen dafür, dass sie sich intensiv mit dem Lernstoff auseinandersetzen können.

      Am besten, man verteilt gleich am ersten Präsenzschultag den vorsorglichen Quaräntäne-Aufgabenplan, so erreicht man jeden und kein Kind muss weinen, wenn es im Falle plötzlicher Schulschließungen zu Hause sitzt, weil es nicht lernen darf.

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