Dienstlaptop für jeden Lehrer: Pro Gerät stehen maximal 600 Euro zur Verfügung – samt Software und Service

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BERLIN. Corona zwingt die Schulen zum Improvisieren. Doch künftig soll es mit digitalem Unterricht zu Hause, wenn er denn wieder nötig wird, besser klappen als im Frühjahr. Bund und Länder wollen dafür viel Geld ausgeben: Ein weiteres 500-Millionen-Euro-Paket wurde im Kanzleramt verabredet. Dafür soll jeder Lehrer in Deutschland nun einen Dienstlaptop bekommen.

Ein Laptop mit Software und Service für 600 Euro darf als Schnäppchen gelten. Foto: Shutterstock

Dienstlaptops für Lehrer, eine Zehn-Euro-Flatrate für Schüler und möglichst alle Schulen schnell ans Breitband-Internet – Bund und Länder planen wegen der Corona-Pandemie ein weiteres 500-Millionen-Euro-Paket, um die Digitalisierung in der Bildung zu beschleunigen. Bei einem Treffen im Kanzleramt am Donnerstagabend vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken, Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und die Kultusminister mehrerer Bundesländer entsprechende Schritte, konkrete Beschlüsse müssen aber noch gefasst werden.

Die Corona-Pandemie hatte gezeigt, dass es im Bereich Schule und Digitalisierung noch große Defizite gibt. Aufgabenstellungen und Kommunikation über das Internet während der Schulschließungen funktionierten nur bedingt. Bildungsgewerkschaften und Lehrerverbände hatten kritisiert, dass nicht alle Schüler zu Hause mit entsprechender Technik ausgestattet seien. Die große Koalition hatte daraufhin bereits ein 500-Millionen-Euro-Programm zur Anschaffung von Leihgeräten für bedürftige Schüler aufgelegt. Kritisiert wurde aber auch das Fehlen von Dienstgeräten für Lehrer.

POLITIK JETZT «WILD ENTSCHLOSSEN»

Esken sagte am Freitag in Berlin: «Wir sind alle wild entschlossen, jetzt der Sache einen Schub zu geben». Merkel kündigte an, die Gespräche zügig in größerer Runde mit allen Kultusministerien fortzusetzen. Bildung ist in Deutschland Ländersache. Über die Finanzierung und Ausgestaltung bundesweiter Förderprogramme etwa für Schulen muss deshalb mit allen verhandelt werden. «Es ist gut, dass wir in der Digitalisierung der Schulen jetzt das Tempo nochmals anziehen», sagte Bildungsministerin Karliczek. Die Ausnahmesituation der Pandemie habe vielen Menschen im Land die enormen Chancen des digitalen Lehrens und Lernens nochmal ganz neu vor Augen geführt.

EIN LAPTOP FÜR JEDEN LEHRER

Grundsätzlich vereinbart wurde, dass Lehrerinnen und Lehrer mit «digitalen Endgeräten», also beispielsweise Laptops, ausgestattet werden sollen. Dafür sind Esken zufolge die 500 Millionen Euro gedacht. Bei etwa 820.000 Lehrern an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (Statistisches Bundesamt) wären das rechnerisch jeweils rund 600 Euro pro Gerät – samt Software und Service. Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU), der bei dem Treffen mit Kanzlerin Merkel dabei war, sagte am Freitag, beim Thema Dienstlaptops fange jetzt der Abstimmungsprozess an. Er rechne damit, dass das bis Jahresende «unter Dach und Fach» sei.

DIENST-MAILADRESSE STATT «LILLYFEE@GMX.DE»

Lehrerverbände und Bildungsgewerkschaften hatten das lange gefordert, damit Lehrkräfte nicht mehr ihre privaten Geräte für Präsentationen oder Aufgabenstellungen nutzen müssen. Niemand würde von einem Finanzbeamten verlangen, über seinen privaten Computer unter der E-Mail-Adresse «Lillyfee@gmx.de» Finanzbescheide zu verschicken, sagte Susanne Lin-Klitzing, die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, der die Interessen von Gymnasiallehrern vertritt, am Freitag. Bei Lehrern sei das bisher aber so ähnlich gewesen. «Das hat jetzt ein Ende. Wir sind froh und dankbar dafür.»

Die Ausstattung mit Dienstlaptops müsse dann aber auch Hand in Hand gehen mit der Fortbildung von Lehrern, damit die Geräte optimal für das Lehren und Lernen eingesetzt und ein pädagogischer Mehrwert erzeugt werden könne, sagte der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann. Auch beim Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung wurden die Ankündigungen begrüßt, die Politik müsse jetzt schnell die nötigen Beschlüsse dafür fassen, sagte der Verbandsvorsitzende Eugen Straubinger.

SCHÜLER-FLATRATE, ABER OHNE NETFLIX

Von Telekom-Chef Timotheus Höttges habe es die Zusage gegeben, eine Zehn-Euro-Flatrate für Schüler zur Verfügung zu stellen. Das habe Merkel in der Runde am Donnerstagabend im Kanzleramt berichtet, sagte Hessens Bildungsminister Alexander Lorz.

Eine Nachfrage bei der Telekom ergab am Freitag, dass das Unternehmen kurzfristig einen solchen Tarif zum digitalen Lernen anbieten will. Es gehe um einen Mobilfunktarif ausschließlich mit Datennutzung und unbegrenztem Volumen, sagte ein Sprecher in Bonn. Der Tarif sei nur für Bildungsinhalte nutzbar. «Netflix kann man damit nicht abrufen.» Welche Schüler dieses Angebot erhalten können, sollten die Schulen und Schulträger entscheiden.

Zum dritten Punkt, der im Kanzleramt besprochen wurde – wie Schulen, die bisher noch nicht ans schnelle Netz angeschlossen sind, zügiger angeschlossen werden sollen – gab es am Freitag noch keine konkreten Aussagen.

Flächendeckende Schulschließungen, wie zu Beginn der Corona-Pandemie, soll es möglichst nicht mehr geben. «Es besteht Einigkeit über das gemeinsame Ziel, erneute komplette und flächendeckende Schließungen von Schulen und Kitas möglichst zu vermeiden», teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach dem Schultreffen im Kanzleramt mit. Von Jörg Ratzsch, dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Nach Treffen von Kultusministern mit Merkel: Jeder Lehrer in Deutschland soll schnell einen Dienst-Laptop bekommen

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47 KOMMENTARE

  1. Ich bin aber nicht froh und dankbar dafür, dass ich dienstlich nur sicher kommunizieren kann und mich in das Dienstmailkonto einloggen kann, wenn ich dafür ein Smartphone oder Tablet vorhalten muss.
    Ohne geht es nicht. Eine Abfrage heute zeigt: Aktuell sind 11 % des Kollegiums nicht in der Lage, sich techisch dort einzuloggen. EIne Lehrkraft hatte sogar noch ein Nokia von vor ca. 15 Jahren.
    Die schicke ich jetzt erstmal in den nächsten Telekomladen, nen Smartphone kaufen. Scheint ja jetzt Werbepartner zu sein.

    • @omg
      Dienstmailkonto einloggen nur mit Smartphone oder Tablet? Solch Unsinn habe ich noch nie gehört. Warum sollte ein Desktop-PC nicht gehen? Warum kein Laptop?
      —————
      Dazu „Die schicke ich jetzt erstmal in den nächsten Telekomladen, nen Smartphone kaufen.“ SIE schicken …??? Das lässt die Kollegin mit sich machen??? Mein Kollege dürften Sie nicht sein. Selbst Schulleitung und Schulamt würde ich da nicht folgen … und hätte wohl kaum etwas zu befürchten.
      Btw. Gerade Smartphones bringen ob ihrer verschachtelten Voreinstellungen und von vielen Menschen unüberlegten Appnutzungen erhebliche Datentransferprobleme mit sich. Der laxe Umgang damit konterkariert dann den Schutz durch Dienstmailadressen gleich mit. Schulen Sie die Kollegin darin auch gleich nach dem Kauf?
      (Ich geh mal davon aus, dass Se Ihrer Kollegin NICHT ein Shiftphone mit SHIFT-OS vorgeschlagen haben. Das wäre ja nicht um die Ecke. Und selbst bei diesem bleibt ein Restrisiko für die privaten Daten (jenseits des Schleuderns durch Kontakte), über das einzugehen jeder selbst entscheiden können muss.)
      _________
      Anmerkung.
      Ein 15 Jahre altes Nokia dürfte eins mit Metallgehäuse sein und hat sehr viele Vorteile, die an anderen Stellen in unserer Gesellschaft betont werden. Spontan fallen mir ein:
      (1) gesundheitlich:
      – so gut wie keine Ausgasungen
      – Verschleißwerte extrem niedrig -> kaum Abrieb, weniger Aufnahme pot.schädlicher Chemikalien
      (2) umweltfreundlich/ressourcenschonend
      – landet nicht funktionierend im Müll oder selbst im besten Fall eben nicht im Schrott
      – lange Akkulaufzeit, wie es hinlänglich beweist, wenn es immer noch genutzt wird

      • @ Tento
        Sie gehen zum Lachen bestimmt in den Keller …. Das war doch die nackte Ironie!!! . Von wegen, die „schicke ich zum Smartphone kaufen!
        Meine Güte, mit Humor geht alles besser!

      • Manno, sie erkennen Ironie aber Hammer gut. Natuerlich wuerde ich nie auf den Trichter kommen, irgendwen zu einem Telwkomladen zu schicken. Aber in den Ministerien setzt man es voraus.

    • @ omg
      OMG, ….so viel zur Nutzung der privaten Endgeräte der LuL …
      Und, ich habe es auch noch nicht hingekriegt, mich da anzumelden, obwohl ich wirklich diesbezüglich nicht von gestern bin und sowohl ein aktuelles Smartphone wie auch Laptop besitze. Auch sonst in meinem Kollegium hatte noch NIEMAND die Zeit, sich Stunden damit zu beschäftigen. Wir haben wichtigeres zu tun. Z.B. den Hygieneplan 5.0 umzusetzen, der freundlicherweise doch schon am Mittwoch Nachmittag bekanntgegeben würde. (Montag beginnt die Schule in Hessen)
      Und die Ausschreibung für die Schulplattform und so allerlei für die Digitalisierung dauert noch „einige“ Wochen… verkündet Kultusminister Alexander der Große völlig entspannt in der „Hessenschau“ von heute ca. um 19:40h Ich persönlich vermute mal, bis Weihnachten könne mit der flächendeckenden Verbreitung und Benutzung gerechnet werden….????
      Was, in Gottes Namen, hat das hochbezahlte Ministerium in den letzten 5 Monaten getrieben?
      Was haben sie während der 6 Wochen der hessischen Sommerferien gemacht?
      JOA, wer nichts macht, macht auch nichts falsch – oder eben alles!

      • Eine recht große Ferienakademie organisiert, Honorarkräft in Teilen besorgt, Planungsgespräche mit jeder Einzeln mit Mundschutz, die Eltern auf dem Postweg die Kursplanungen und Stundenfenster mitgeteilt, ausgfallene Honorarkräfte ersetzt und die Eltern informiert…….

        Login Dienstmail:
        Die erste „0“ der eigenen Personalnummer weglassen beim Initialpasswort 🙂

        • Ernsthaft? Die 0 weglassen… Gut, dass Hacker diesen Foreneintrag nicht lesen können… Und gut dass es so schwer ist an die Personalnummern zu kommen…
          Sonst… Hmmm… Egal

  2. Hier wird leider, wie auch bereits in NRW zuvor, die Chance vertan, die Lehrer mit Geräten auszustatten, die dann gleichzeitig auch massiv die Unterrichtsqualität hätten steigern können.
    Stattdessen werden jetzt Geräte für 500€/600€ inklusive der Software und Hardware angeschafft. Mit diesen Schrottgeräten darf man sich dann vermutlich die nächsten 15 Jahre herumägern. Schade für Deutschland, passt aber genau ins Bild der bisherigen Digitalisierung.

    Nur mal als Hinweis, was mit mehr Geld möglich gewesen wäre, und durch viele Lehrer privat bisher gestemmt wurde:
    Mit Hilfe eines ordentlichen Gerätes mit Stifteingabe und Kamera, wie z.B. einem Surface, und einem Beamer, kann der Unterricht deutlich verbessert werden, weil dann Arbeitsblätter spontan an die Wand geworfen werden können, dort hineingeschrieben werden kann, die Lösungen von Schülern fotografiert und gemeinsam verändert werden können.
    Diese Möglichkeit wird man mit Geräten der nun beschlossenen Preisklasse nicht oder nicht adäquat haben. Schade, aber leider wieder einmal vergeigt.

    Nicht zu vergessen, dass man stillschweigend einfach vorraussetzt, dass die Lehrer die Geräte selbst installieren und auch warten! Dies wird dazu führen, dass viele Geräte vermutlich in einem bis zwei Jahren ungenutzt in der Ecke liegen werden, weil die Technik so verkommen und alt ist, wie viele Rechner in Lehrerzimmern.

    • Ich habe privat selbst zwei Laptops, weil ich vor einige Zeit selbst viel Unterwegs war und Schulleitungen fortgebildet habe.
      Ich arbeite aber lieber mit einem Desktop-Rechner und einer richtigen Tastatur und Maus und Bildschirm. Bekommt mir besser und meinem Körper auch.

  3. Zu dem Authentifizierungstolls, die geannt werden, zählen der Google Authen­ticator und die entsprechende App von Microsoft.

    Interessant:
    https://www.teltarif.de/google-authenticator-app-sicherheit/news/79895.html

    Und:
    Bedingung ist, dass das jeweils neuste Betriebssystem installiert ist.
    Also: Ältere Smartphones, die schon in der Vergangenheit bei den Betriebssystem – Rollouts leer ausgegangen sind: Ab damit in die Tonne und (ich kann es nicht lassen) rein in den nächsten Telekomladen, scheinbar jetzt Werbepartner der digitalen Offensive.

    • Man soll mit den digitalen Endgeräten die Viren tot schlagen nehme ich an.
      Von Gesundheitsschutz war bei Treffen im Kanzleramt keine Rede. Habe in der Berichterstattung zumindest kein Wort darüber gehört. Ist wohl auch nicht mehr so wichtig.

    • Falsch eingesetzt. Mit einer Netzersatzanlage in einer menschenleeren Umgebung sich über das schnelle Mobilfunknetz mit Hilfe des Laptops sich ins Klassenzimmer streamen. Das schützt mit Sicherheit, aber man muss es halt ein Jahr durchziehen.

      Bin ja mal gespannt, wie das läuft und bis Weihnachten kann ich ss mir unter den Christbaum legen. Einige Kollegen haben schon überlegt, sich neue Geräte anzuschaffen. Das werden sie jetzt erst mal zurückstellen.

      Und neben dem Wechsel zwischen DU und PU sollen dann die ganzen Fortbildungen stattfinden. Auch intressant, wie das laufen wird. Der Tag hat 24 Stunden, wenn das nicht reicht nehmen wir halt die Nacht dazu. Der Herbst bleibt spannend.

  4. Der Finanzbeamte verschickt seine Emails wahrscheinlich auch nicht von zu Hause? Unterricht und Schule funktionierten bisher, weil Lehrer Arbeitsmaterialien, digitale Geräte und das Arbeitszimmer aus der eigenen Tasche bezahlt haben. Ok, ein Teil bekamen sie über die Steuerersparnis wieder. Den größten Teil aber haben Lehrer selbst bezahlt. Ich denke es ist Zeit, Schulen mit Lehrerarbeitsplätzen auszustatten, so gesehen in den Niederlanden. Nicht ein Rechner für 25 Kollegen, sondern für zwei, drei oder vier ( z.B. pro Jahrgangsteam an der Grundschule). Das macht den Service der Geräte leichter und unabhängig von Personen, erscheint mir nachhaltiger und …Feierabend ist dann tatsächlich um ..Uhr. Schule neu denken!!!?

    • Ich keine keine weiterführende Schule, die jedem Lehrer einen Arbeitsplatz anbieten könnte, weil der Platz gar nicht da ist. Zudem würde das auch bedeuten, dass alle Lehrer vor Ort arbeiten sollten. Wenn ich mir mein Kollegium anschaue, widerspricht das ihrer Freiheitsliebe und Zwang das Schulhaus schnellstmöglci zu verlassen.
      Un das Finanzamt freut sich, weill es dann alle Arbeitszimmer aus der Steuer steichen kann, weil ja jeder ein Büro hätte.
      Und die Argumentation mit der Schul-Email-Adresse nach 6 Monaten ist einfach lächerlich. Für diese Einrichtung braucht es keine zwei Wochen, wenn ich das will. Die sollen es von oben einfach vorschreiben, das die Schule es einzurichten hat und dann die Rückmeldung einfordern. Un die Postfächer kann ich von jedem beliebiegen Endgerät nutzen, notfalls auch nur in der Schule.

        • Das kann ich bestätigen. Wir haben an unserer Schule schon seit über 20 Jahren einen eigenen Arbeitsplatz und vor ca. 8 Jahren hat jede Lehrkraft ein Dienstlaptop erhalten. Die Kollegen, die in den 2-jährigen Berufsfachschulen unterrichten, haben zusätzlich ein IPad.

      • Kann das Land der Schule zwar vorschreiben, umsetzen muss es aber der Schulträger. Und schon greift das Konnexitätsprinzip – und das scheut das Land so wie der Teufel das Weihwasser.

        Btw bis jetzt hatte das Land den Schulen verboten eigenständige Lösungen zu planen oder umzusetzen, da es ja seit Jahren versucht die eigene Plattform an den Start zu bringen. Statt Kick-off aber Kick-in-the-ass.

        • Unser Schulträger hat schon gemeint, dass Laptops für die LK eine gaaaannnz schlechte Idee wären. Der ST muss nämlich auch für Wartung und Support sorgen, und das wäre bei Laptops doch so umständlich….

    • Die Idee des Arbeitsplatzes in der Schule finde ich gut. Dann wäre auch die Arbeitszeit besser geregelt, weil man dann nicht mehr zuhause machen müsste. Schade, dass das bei uns nicht nachhaltig verfolgt wird. Allerdings sollte jeder Lehrer einen eigenen Rechner haben, sonst müssen wieder unnötige Absprachen geleistet werden.

  5. Ach, aber dann verdienen Telekom und Co, die Einfluss nehmen auf die Kultusministerium, weniger und die Selbstausbeutung durch Arbeitszeitentgrenzung würde verhindert…

  6. Na da hat der Weihnachtsmann noch einmal richtig was auf den Gabenteller gelegt, und so wird es wohl nichts mehr mit A13 in Grundschulen.
    Eine derartige Lernbegleitung wird den Grundschülern keine Hilfe bieten, wo doch der Anteil der Schüler mit einem Migrationshintergrund weiter angestiegen ist und diese eigentlich ein Mehr an Anleitung benötigen.
    Und somit sinken auch die Chancen dieser Kinder auf einen höheren Bildungsabschluss.
    Noch schlechter werden die Bedingungen, wenn die Schulen erst wieder geschlossen werden.
    Da kann man dann später die schlechten Leistungsergebnisse auf den selbst gewollten Shut-Down schieben und sich wieder einmal herausreden und die Heterogenität der Schüler als eine der Ursachen für schlechte Leistungsergebnisse anprangern.
    Alles wird geregelt und findet seinen Weg. Danke.

    • Mich irritiert das Gemaule in der Kommentarleiste. Es ist ja schön für sie/euch, wenn ihr mit der bisherigen Regelung zufrieden seid/euch im Establishment eingerichtet habt.
      Ich freue mich auf die Dienstrechner, fordere sie seit Jahren.
      Die Menschen, die hier posten sind eventuell technikaffin (zumindest haben/nutzen sie einen PC o.ä.).
      Es gibt aber noch Lehrer*innen, die keinen PC haben, geschweige denn ihn für den Unterricht/die Kommunikation nutzen. Da werden Wochenpläne, Arbeitsblätter, Elternbriefe und anderes mit der Hand geschrieben. Durch einen Dienstrechner und eine Emailadresse entsteht endlich ein gewisser Druck, in diese „neue“ mediale Welt einzutauchen.
      Und es gibt die, die Schülerdaten nicht auf ihrem heimischen Rechner haben wollen, die sich bisher kurz vor den Zeugnissen mit anderen Kolleg*innen vor dem einzigen LehrerPC im Lehrerzimmer stapelten.
      Und die, die privat und beruflich scharf trennen und deswegen zwei PCs und zwei Telefone haben, aus eigener Kasse, damit sie die schulischen Elternkontakte von ihrer Familie fernhalten.
      Und deswegen freue ich mich über dieses Gesprächsergebnis aus dem Kanzleramt.

      • Liebe Emma, da bin ich ganz und gar bei Ihnen. Endlich wird von ganz oben her ein Schritt in die richtige Richtung (Dienstgeräte) zumindest initiiert (Wie viele Jahre haben wir darauf gewartet? Ich habe aufgehört zu zählen.), und schon geht das große „Ja, aber…“ wieder los. Das scheint mir zwar keine unbedingt lehrerspezifische, sondern allgemein eine deutsche Unart zu sein – blöd nur, dass es „draußen“ wahrscheinlich wieder so ankommt, dass Lehrer mit einfach nix zufriedenzustellen sind.

      • Schließe mich der Meinung an! Jeder Lehrer hat ein mobiles Laptop, wo die erforderliche Software kostenlos bereit gestellt wird – und das wird teuer werden – das nur für den Dienstgebrauch ist, wo auch einmal sensible Daten verschlüsselt gespeichert werden können und man nun strikt zwischen dienstlich und privat trennen kann.

        • Wenn die Daten verschlüsselt ( mit regelkonformen Passwort) gespeichert worden sind, ist es letztendlich egal, ob ein Rechner privat oder Dienstrechner.

          Wenn jemand heute noch keine PC für die Erstellung von Arbeitsblättern nutzt, wird es auch dann nicht tun, wenn er ein Laptop gestellt bekommt.

          Das Problem ist doch, dass die liebe Politik so kommuniziert, dass sobald alle Laptops da sind, alles gut ist und alles sofort richtig läuft. Es gibt viele offene Fragen, die geklärt werden müssen. Also sollte man so ehrlich sein und sagen, dass es ein erster Schritt ist und noch viele getan werden müssen, bevor man wirklich von Distanzunterricht reden kann.

          Jetzt warten wir erst mal ab, wann die neuen Rechner kommen. Ist mir auch, denn ich kann mit meiner privaten Ausstattung vermutlich mehr und effizienter arbeiten. Und jetzt muss es laufen, nicht erst in ein paar Monaten.

  7. Was hat das Laptop mit Corona zu tun. Ich will einen Infektionsschutz, wie er vom RKI vorgegeben ist, also den Mindestabstand im Klassenraum und die Masken.

    • Ganz einfach, es kann derzeit nicht geliefert werden. Da der welthandel rückläufig ist, fahren weniger Containerschiffe über die Weltmeere, es kommt folglich weniger in Asien gefertigte Ware bei den Importeuren an. Bevor die Schulen an ihre dinestlabtops kommen, müssen sich erst einmal viele Unternehmen und Behörden des Bundes und der Länder eindecken, da deren Lagerbestände in den letzten 5 Monaten gegen Null gegangen sind, so dass nicht jeder Arbeitsplatz ins Home-office verlegt werden konnte. Bei den Budgets der Schulträger heißt das dann: „Hinten anstellen!“

      • Genau, bei uns wurden die Laptops aus dem neu angeschafften Laptopwagen ins Rathaus entführt, damit die Rathausmitarbeiter ins Homeoffice gehen konnte.

  8. @Klaus: Ich will Sicherheit für SuS und LuL. Und die gibt es nur im Freien oder vorm PC. Deshalb freue ich mich darüber, dass über Dienst-Laptops nachgedacht wird. Aber wer wartet die Geräte? Wer installiert welche Software? Wie wird der Datenschutz gewährleistet? Wie kann ich von zu Hause aus auf die Daten in der Schule zugreifen? Muss der Dienst-Laptop zu Hause in einem verschließbaren Stahlschrank verwahrt werden? Was passiert, wenn der Dienst-Laptop defekt ist? Darf ich dann, wenn ich einen Dienst-Laptop habe, überhaupt noch mit meinem deutlich leistungsfähigeren (und teureren) privaten PC arbeiten? Wie ist es mit dem Recht am eigenen Bild – wenn die SuS meine Stunden mitschneiden und auf YouTube stellen? Leider gibt es noch sehr viele unbeantwortete Fragen…

  9. Für mich war das Maß der ungebremsten, aber als selbstverständlich vorausgesetzten Nutzung meiner privaten Geräte voll, als man mich veranlassen wollte, ein fragwürdiges Programm für Videokonferenzen herunterzuladen und mich in dessen Gebrauch zu üben. Da einige meiner Schülereltern die Installation ebenfalls verweigerten, brauche ich wohl bis zur Einführung des Bigbluebuttons im Herbst erstmal gar nicht daran zu denken, Videokonferenzen mit der ganzen Klasse zu veranstalten. Wenn alle ein Dienstgerät hätten, könnte man da etwas unbesorgter sein.
    Ich habe während der Schulschliessung aber festgestellt, dass ein Gerät mit Stifteingabe sehr vorteilhaft für korrekturintensive Fächer wie Deutsch oder Fremdsprachen wäre, weil die Korrektur über Maus und Tastatur zwar möglich, aber umständlich und anstrengend ist. Hoffentlich ist man bei den Beschaffungsstellen flexibel genug, sich den Bedarf und die Bedürfnisse der künftigen Nutzer vorher anzuhören und zu berücksichtigen.

  10. „Beschaffungsstellen und flexibel“

    Sie wissen aber schon, wie man einen „Widerspruch in sich“ bezeichnet, oder?
    Richtig, das ist eine Crux:-)

  11. Wie wäre es erst einmal mit stabilem und zuverlässigem WLAN, auch an Grundschulen ? Wir können nicht einmal eine Fortbildung machen, da mehr als 10 Rechner gleichzeitig das System überfordern.
    Die Verfügbarkeit von Beamern und Projektionsflächen ist ein Witz. Nicht einmal die Hälfte der Klassen haben so etwas.
    Alle paar Wochen fällt WLAN komplett aus, für 1-2 Wochen. Ja, ich weiß, liegt an der unbezahlten Rechnung! Aber leider müssen wir den Betrag an den ST überweisen, der ihn weiterleitet, oder halt nicht…. Auch da sind die Sachbearbeiterstellen hoffnungslos unterbesetzt.

    • Sie dürfen eben nicht auf das WLAN-Kabel verzichten, dann klappt es auch mit dem stabilen Netz.

      Die Kiste mit den WLAN-Kabeln finden Sie im Schulkeller gleich neben den Volleyballschlägern.

        • In den Volleyballschlägern als Bluetooth integriert. Bitte den Volleyballschlägern mit dem Griff nach oben und dem Schlagteil im 90 Gradwinkel senkrecht zum Gesicht halten für opimalen Empfang.
          Ist ein Kombiprodukt vom neuen Werbepartner Telekom. 🙂

          • In der neuen Realität wird aber nicht mehr mit Altgrad sondern mit Neugrad (gon) gerechnet, da stehste erst bei 100 gon senkrecht in der Buchse.

            Und glaubst Du wirklich, dass es Volleyballschläger mit „blauen zähnen“ gibt? Du willst uns wohl einen Bären aufbinden?

        • @Alla
          Neben dem Mülleimer am Waschbecken im Klo, in dem die Konzepte unserer hochqualifizierten Kultusminister entsorgt wurden.

          • Das ist doch kein Waschbecken, das ist eine Kotz-Schüssel auch Speibecken genannt! Für Halbgebildete auch „Vomitorium“; Gebildete wissen es besser:)

        • @Alla – was soll die Frage nach ’ner Buchse? Wenn sie ’ne olle suchen, im Altkleidercontainer, und neue Buchsen beim Fashon-Shop Ihrer Wahl. Wenn Sie nachhaltige Bucksen aus heimischen Produktion bevorzugen, dann empfehle ich ’ne Lederbuchse.

          Für Outdoor gibt es auch wasserabweisende Buchsen, passen zum Friesennerz, damit der Datenfluss nicht verwässert wird.

          Fragen gibbet – oh manno !

  12. Andere Frage: Wo soll das Dientlaotop genutzt werden? Sicher im heimischen Arbeitszimmer. Da stehen von mir 2 Rechner, 2 Schreibtische, 1 Drucker mit Scanfunktiin, ein monochrom Drucker um, AB günstiger zu drucken. Alle Geräte haben WLAN, weil mir die Lanbuchsen und das Kabelziehen zu teuer und zu nervig waren. Dazu kommt unterm Tisch ein, alter Rechner, der als Hardware Firewall, dient. Das ganze ist eben so ausgestattet, weil es ja jahrelang hieß, mit den Bezügen waere alles abgegolten. Im Regal, liegen zwei Laptops von mir und eines der Frau, die nur selten genutzt werden,, da wir zwei Minibeamer Boxen und internen Grossen Speicher angeschafft haben, auf die wir bei Bedarf Filme der Medien Stelle, Folien etc. Speichern, um sie im Unterricht zu verwenden. Also das Arbeitszimmer, bei dem das Finanzamt nach dem Urteil, dass die Pauschale Auch fuer Lehrer gilt, gleich 50% wegen privater Nutzung abgezogen hat. Ist das so, gemeint?

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