GEW: Corona-Tests für Lehrer bieten nur «gefühlte Sicherheit»

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HANNOVER. Die GEW sieht in Corona-Tests für Lehrer nur eine «gefühlte Sicherheit» – eine echte Schutzmaßnahme sei das nicht. «Wer ein negatives Ergebnis hat, kann sich am nächsten Tag schon das Virus einfangen», sagte die niedersächsische GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth der Oldenburger «Nordwest-Zeitung». Die Ankündigung des Kultusministeriums, dass Lehrer sich kostenlos auf das neuartige Virus testen lassen können, hat bei den kommunalen Schulträgern zu unterschiedlichen Reaktionen geführt.

Lehrer können sich zweimal bis zu den Herbstferien testen lassen. Foto: Shutterstock

Bis zu den Herbstferien können sich Lehrkräfte, Schulleitungen und pädagogische Mitarbeiter in Niedersachsen zwei Mal kostenfrei auf Sars-CoV-2 testen lassen. Viele Kolleginnen und Kollegen hätten sich diese Tests gewünscht, daher sei es gut, dass Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) dem nachkomme, erklärte GEW-Chefin Pooth – auch wenn es sich jeweils nur um eine Momentaufnahme handele.

Derweil gab es unterschiedliche Reaktionen aus den Kommunen. Während der Niedersächsische Landkreistag das Angebot als unnötig kritisierte, forderte der Niedersächsische Städtetag eine Ausweitung auf das Personal von Kindertagesstätten.

„Arbeitsschutz und Sicherheit in dieser schwierigen Zeit“

«Die Einführung der freiwilligen Testungen von Mitarbeitern in Kitas und Schulen bietet Arbeitsschutz und Sicherheit in dieser schwierigen Zeit», sagte Städtetag-Präsident Ulrich Mädge. «Es ist nicht erklärlich, dass Reiserückkehrer in den letzten Wochen kostenlose Tests erhalten haben, während für Personengruppen, die ihrer geregelten Arbeit im Schul-, Kita-, Pflege- oder Krankenhausbereich keine kostenlosen Tests erhalten.»

Der Landkreistag sieht das anders. Demnach bringen die freiwilligen Corona-Tests von Lehrkräften keine Sicherheit, sondern kosten viel Geld und binden unnötig Laborkapazitäten. Das Angebot passe nicht zur Strategie des Landes, nur Menschen mit Symptomen und möglichen Risiko-Kontakten zu testen, so Hauptgeschäftsführer Hubert Meyer. News4teachers / mit Material der dpa

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