Anstieg bei Neuinfektionen – Bildungsministerin: Schulen haben damit nichts zu tun

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SCHWERIN. Die Corona-Neuinfektionen sind in Mecklenburg-Vorpommern wieder stark angestiegen. Landesweit sind wegen der Pandemie vier Schulen geschlossen. Trotzdem meint die Bildungsministerin: „Schulen sind kein Hotspot“. Das rechtfertige es, weiterhin auf Präsenzuntericht zu setzen.

Musste in Rostock bereits einen großen Corona-Ausbruch an einer Schule erleben: Bettina Martin, Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Regierungsportal M-V / Ute Grabowsky

Die Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag im Vergleich zu den Vortagen drastisch angestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock meldete 144 neue Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus. Am Montag waren es 55, am Dienstag vor einer Woche jedoch 156. Die Zahl der seit März registrierten Infektionen erhöhte sich auf mindestens 5247. Die meisten Neuinfektionen wurden aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 38 Fällen gemeldet, gefolgt von den Landkreisen Ludwigslust-Parchim mit 28 und Vorpommern-Greifswald mit 25 neuen Fällen.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt ab einem Inzidenzwert von 50 den Wechselunterricht

Trotz des Anstiegs bei den Neuinfektionen sank die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, leicht. Sie liegt im dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern nun bei 46,8. Die höchsten Werte unter den Landkreisen haben Vorpommern-Greifswald mit 78,5, Nordwestmecklenburg mit 73,1 und die Mecklenburgische Seenplatte mit 53,9. Diese Landkreise gelten als Risikogebiete. Im Kreis Vorpommern-Rügen sank die Inzidenz auf 20.

Das Robert-Koch-Institut sieht ab einem Inzidenzwert von 50 für alle Schulen des betroffenen Gebiets eine generelle Maskenpflicht im Unterricht (also auch in Grundschulen) sowie eine Verkleinerung der Lerngruppen vor, damit die Abstandsregel in den Klassenräumen eingehalten werden kann (News4teachers berichtet ausführlich über die Empfehlungen des RKI für den Schulbetrieb – hier geht es hin). Kein Bundesland beachtet bislang diese Empfehlungen.

55 Menschen starben seit Beginn der Pandemie in Mecklenburg-Vorpommern an oder mit Covid-19. Das ist ein Todesopfer mehr als am Vortag. Landesweit gelten 3929 der bislang Infizierten als genesen. Nach Angaben der Internetseite www.intensivregister.de werden derzeit im Land 16 Menschen invasiv beatmet.

Dem Lagus zufolge sind derzeit in 43 Schulen Corona-Infektionen gemeldet. Betroffen seien 79 Schüler und 16 Lehrer. In 16 Kitas und Horten seien Corona-Fälle bei jeweils 14 Kindern und Erziehern oder Mitarbeitern registriert worden.

Das Bildungsministerium meldete am Abend geringere Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Schulen, Schüler und Lehrer. Dem Ministerium zufolge sind momentan 39 Schulen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen. Vier Grundschulen in Güstrow, Parchim, Grevesmühlen und Lübow (beide Nordwestmecklenburg) seien vorübergehend geschlossen. Landesweit gab es demnach in den vergangenen zwei Wochen 40 Indexfälle bei Schülern sowie Lehrkräften, die innerhalb der Schulen insgesamt 13 Folgefälle nach sich zogen.

Bildungsministerium gibt nur relativierende Zahlen zu Infektionen heraus – keine absoluten

Diese Entwicklung rechtfertige es, weiterhin auf Präsenzunterricht in setzen, sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). «Schulen sind weiterhin kein Hotspot.» Derzeit seien weniger als 0,02 Prozent der Schüler betroffen, bei den pädagogischen Mitarbeitern seien es 0,067 Prozent – absolute Zahlen nannte Martin bei den Infektionen nicht. Etwa 4.100 Schüler und knapp 300 Lehrkräfte von allgemein bildenden und beruflichen Schulen seien in Quarantäne.

Immer wieder veröffentlichen die 16 Kultusministerien – unter dem Druck der Öffentlichkeit – Zahlen zum Infektionsgeschehen unter Schülern und Lehrern, allerdings nur sporadisch und punktuell. Und: Stets werden diese Zahlen relativiert. Wenn es allerdings darum geht, die Corona-Situation in Deutschland darzustellen – um etwa die derzeitigen Schließungen von Restaurants und Freizeiteinrichtungen zu rechtfertigen –, dann spielen Vergleichswerte hingegen keine Rolle. News4teachers / mit Material der dpa

Schulen sind sicher? Wie wäre es mal mit der Wahrheit, Kultusminister?

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55 KOMMENTARE

  1. Warum wird überall mit dem Inzidenzwert gerechnet und im Zusammenhang mit Schulen mit Prozenten? Wenn man da auch die Inzidenz angeben würde, sähen die Zahlen weitaus bedrohlicher aus.

    • Weil die Menschen mit Prozenten i.d.R. nicht klar kommen. Wenn das Ganze dann mit Promille gemischt wird, verstehen viele nichts mehr. Fragen Sie mal ein*e Mathematikkolleg*in, wie das so läuft mit der Prozentrechnung 🙂

  2. Die Mindest-Fürsorge der Politik bestünde darin, die Präsenzpflicht den Eltern sowie auch den Lehrern zu überlassen. Privat habe ich dem Thema Schule den Rücken gekehrt und meinen Job aufgegeben. Und NIE mehr möchte ich in ein so preußisch-diktatorisches System wie dem System Schule zurückkehren. Wertschätzende, empathische Strukturen kann es wohl im
    Bildungsbereich nicht geben, dafür ist das System sowohl von den Strukturen her als auch aus seiner Geschichte heraus zu deutsch und veraltet.

  3. Politiker tragen hier keine Verantwortung – wenn ein Eltern stirb, weil sein Kind ihm infiziert hat, wird nur Teil der Statistik sein, Pech gehabt…
    Jede von uns hat anderes Risikoprofil, aber nein wir müssen alle wie Soldaten marschieren.
    Große Schande für Deutschland!

    • Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Der Kapitalismus stellt den Profit über alles. 100 EUR pro Schüler für Luftfilter sind zu teuer, das sagt doch alles, wenn man bedenkt, wofür ansonsten überall Geld da ist – z.B. Milliarden für die Gastronomen. Und die äußerst üppigen Diäten und Pensionen müssen ja auch irgendwo herkommen. Die Schüler werden unter dem Deckmäntelchen der Bildungsgerechtigkeit in die Schulen gezwungen, damit die Eltern arbeiten können – die Profite der Firmenbesitzer und des Staates dürfen schließlich nicht geschmälert werden. (Auch Krankenhäuser, Supermarktketten oder Altenheime sind profitorientierte Firmen.) Alle Parteien dienen anscheinend diesem profitorientierten System, welches Geld weit über die Gesundheit stellt. Und die breite Masse, Lehrer, Erzieher, Schüler, Eltern: folgen diesen unmenschlichen Vorgaben der Politik auch noch brav, und stecken für den Mammon einiger weniger Eliten dann eben ihre Angehörigen an. Hauptsache, die Gewinne sprudeln weiter! Was macht das schon, wenn ein paar aus der Volksmasse elendig ersticken – die Politikerkaste und ihre Firmeneliten sind ja hinter Plexiglaskästen gut geschützt. Das Schulvolk MUSS in zugigen kalten Bruchbuden und ohne jeden Schutz das kapitalistische Geldsystem am Laufen halten, ohne Arbeiter und Angestellte kein Profit für Firmenbesitzer und Staat sowie seine Politiker.

  4. Ein Berufskolleg in Düsseldorf, Anfang November. Vertreter der Stadtverwaltung haben sich angemeldet, um gemeinsam mit der Schulleitung die Räume zu begehen und die Lüftungs-Möglichkeiten zu begutachten. Ursprünglich war der Termin am Vormittag angesetzt. Auf Bitten der Stadtvertreter wird der Termin auf den Nachmittag verlegt, weil es ihnen zu riskant ist, das Schulgebäude zu betreten, solange die Schülerinnen und Schüler da sind …. – Noch Fragen?

    • Schule ist ein prekärer Arbeitsort – war das je anders? Marode, zugig, kalt oder Neubau mit Südfenster-Fassaden ohne Rolläden oder Ventilatoren gegen die 36 Grad Innenraumtemperatur, dazu noch je 30 strahlende Handys pro Klasse, virenhaltige Aerosole und hin und wieder ein geköpfter Geschichtslehrer oder ein paar Messerstechereien: wenn die Vertreter der Stadtverwaltung sich in diesen Moloch wagen…dafür müssen Sie doch bitte Verständnis haben! Außerdem: Sie haben keine Fragen zu stellen, halten Sie das System für den Staat, die Firmenbesitzer, Politiker und Co einfach weiter am Laufen. Nichts weiter ist Ihre Aufgabe an den Schulen. Basta. Es muss Geld reinkommen, damit die Arbeiter und Angestellten für weiter laufende Gewinne sorgen. Punkt. (Ironie off)

  5. Wir haben die Pandemie in MV bisher so gut gemeistert und uns hier sicher gefühlt. Es ist jedoch mittlerweile tragisch zuzusehen, dass wir trotz Aussicht auf einen wirksamen Impfstoff im kommenden Jahr unsere Kinder, unsere Familie und alle Schulbeteiligten dem Risiko des uneingeschränkten Präsenzunterrichtes in vollen Klassen und noch immer ohne Masken im Unterricht aussetzen müssen. Es gibt Möglichkeiten, den Wechselunterricht über den Winter zu gestalten und damit Bildungsgerechtigkeit und Gesundheitsschutz zu gewährleisten. Die meisten Schulen haben Konzepte und tolle Ideen. Weder mangelndes Personal, noch mangelnde Möglichkeiten der Digitalisierung setzen dem Grenzen. Man muss es nur wollen.

  6. Und so erzählten wir uns immer wieder die selben Geschichten. Bis eit sie selber glaubten. Was für Trump gilt, gilt auch für einige Ministerpräsidenten und Kultusminister.

  7. Ich bin befinde mich gerade in quarantäne und habe meine Mutter angesteckt welche risikopatientin ist. Und wieso!? Weil ich zu Schule gehe. Meine Lehrerin hat unsere Klasse angesteckt und jetzt muss meine Mutter darunter leiden.

  8. Hier ist es gerade die FDP. Klar der sind nur die Interessen der Wirtschaft wichtig. Also Kinder in die Schule damit die Eltern zur Arbeit können.
    Hauptträger des Chaos ist aber die SPD. Die stellt die Mehrheit der Kultusminister und hat offensichtlich die Absicht als Retter der Bildungsgerechtigkeit an Profil für die nächste Wahl zu gewinnen. Wie immer ohne zu bemerken, dass ihr Handel eher contra produktiv ist.
    Die CDU Ministerien zeigen teilweise wenigstens Ansätze der Handlungsbereitschaft. Die Wirtschaft wollen die aber auch nicht verärgern. Die Wirtschaft hat mehr Lobby als Schüler und Lehrer!
    Außerdem wird da eine gemeinsame Linie der Landeschefs von NRW durchbrochen. Kultusministerium ist wie erwähnt FDP und Laschet als Landeschef muss immer das Gegenteil von Söder tun. Sonst wird das mit dem Kanzlerkandidaten nix.
    Für die Sicherheit der Schüler, Eltern und Lehrer interessiert sich ergo kein Schwein. Alles politische Überlegungen.
    So fühlt sich ein Bauer beim Schach, wie eine Lehrer in der Corona-Pandemie vor einem Wahljahr.

  9. Ich bin mal gespannt wie lange es noch dauert,bis die ersten Familien gegen die KM Klage erheben, weil ein Familienmitglied schwer an Covid 19 erkrankt ist. Und schlimmeres passiert…haben die überhaupt mal an die Schüler gedacht wie es denen geht? Was das aus ihnen macht? Immer den Gedanken im Kopf zu haben, dass sie es waren die das Virus aus der Schule mitgebracht haben? Aber unsere Kinder und Jugendliche sind nicht daran Schuld. Es sind die KM die es hingenommen haben, dass Schule viel wichtiger ist als Mutter und Vater zu schützen und zu schätzen. Wie armselig sind diese Menschen? Wie Trump, Augen zu und durch…

  10. Raaben-schwarzer Humor gestern im Heute- Journal. Auf den Hinweis, das RKI empfehle bei I 50 bereits geteilte Lerngruppen, kommt die Entgegnung, in D sei die Durchschnitt I= 140, die Teilungsoption gelte für Hotspots und ein solcher müsse dann deutlich über dem Durchschnitts-I liegen. Und der Arzt hat mich eben noch gerügt, weil ich eine Krankschreibung wegen Hörsturzverdachts abgelehnt habe.

  11. Hier wird wenigstens noch berichtet was so in den einzelnen Bundesländern passiert. Im Saarland wird gar nichts mehr berichtet was Schulen angeht. Keine Presse mehr wenn an den Schulen Coronaausbrüche sind, keine Quarantäne mehr, nichts soll in die Öffentlichkeit dringen. Damit die Bildungsministerin Frau (deren Namen nicht genannt wird )weiterhin behaupten kann dass die Schulen im Saarland sichere Orte sind…unfassbare und unzumutbare Zustände.. und der Ministerpräsident macht mit ..

  12. Warum redet keiner darüber, wie es den Schülern mit so einer Situation geht.
    Meine 16jährige Tochter ist psychisch nicht sehr stabil. Sie geht nur noch ungern zur Schule und hofft auf geteilte Klassen.
    Sie versteht nicht warum es erlaubt ist sich jeden Tag einem potenziellen Infektionsgeschen auszusetzen (wer versteht das schon?).
    Ihr 19 jähriger Bruder hat gerade 2 Wochen Quarantäne hinter sich.
    Es wird immer nur darüber geredet, dass Schulen mit geteilten Klassen im Wechselbetrieb, schlecht für die Schüler sind, weil dass soziale Umfeld fehlt.
    Das Schüler Angst vor einer Infektion haben und das Virus mit nach Hause schleppen, über diese Angst und die psychischen Folgen, redet niemand.
    Bei uns kommt noch die Busfahrt in überfüllten Bussen dazu.

  13. Quelle: Svenja „…Privat habe ich dem Thema Schule den Rücken gekehrt und meinen Job aufgegeben. Und NIE mehr möchte ich in ein so preußisch-diktatorisches System wie dem System Schule zurückkehre…“

    Leider kann sich diese Konsequenz die Masse der Lehrer finanziell nicht leisten.

    Trotzdem: Meine Bewunderung dafür!
    Auf jeden Fall kommen auch die Tage nach Corona und dann folgt unvermeidbar:

    Wenn mit der Gesundheit von Lehrern SO gespielt wird, Hauptsache man selbst ist KEIN Lehrer, dann folgt:

    Es wird noch weniger neue Lehrer geben, die Probleme in der Schule werden eskalieren. Hauptsache, man erinnert sich an die Art der Fürsorge, die einem als Lehrer vom Dienstherr geschah.
    Man wird sich erinnern, da bin ich sicher!

    • Wieso kann sich die Masse der Lehrer das nicht leisten?
      Es wird hier doch ständig geschrieben, dass „Ich“ in der freien Wirtschaft mehr verdienen würde, weniger arbeiten, einen Dienstwagen hätte, ein eigenes Büro, die Aussicht auf Kurzarbeit usw.
      Ist es damit doch nicht soweit her?
      An was liegt es, dass nicht plötzlich die Lehrer den Arbeitsmarkt überschwemmen und die freien Spezialistenstellen einnehmen, die es ja zu genüge gibt?
      Wenn die Lehrer das konsequent tun würden wäre das Problem längst gelöst. Kündigen Sie doch einfach Ihre Stelle und nehmen ein anderes besseres Angebot an.
      Wo liegt das Problem? Ich verstehe das nicht, wenn mir mein Arbeitsplatz nicht genehm ist, dann wechsle ich eben…

      • Wenn das so weiter geht werde ich meine Konsequenzen ziehen. Seit Jahren vertrete ich an unserer Grundschule den Schulleiter und manage das Geschäft alleine wenn er krank ist. Daher bin ich prädestiniert für eine Aufgabe im Management eines Konzerns. Ich bin nur noch Lehrer weil ich meine Verpflichtung darin sehe. Bald werde ich meinen Hut nehmen und der Schule aus dem Fenster meines Dienstwagens zuwinken. Leider musste es so kommen…

      • @Dieter Molitor: „Es wird hier doch ständig geschrieben, dass „Ich“ in der freien Wirtschaft mehr verdienen würde, weniger arbeiten, einen Dienstwagen hätte, ein eigenes Büro, die Aussicht auf Kurzarbeit usw.“ – Sehr geehrter Herr Molitor, nicht alle Fächerkombinationen sind für eine Tätigeit in der freien Wirtschaft geeignet – tatsächlich ist einer der Vorzüge, die ein Lehramtsstudium attraktiv machen, dass man sich mit so unterschiedlichen Bereichen wie Französisch und Chemie oder Sport und Mathematik gleichzeitig beschäftigen kann.
        Je älter man wird, desto schwieriger gestaltet sich zudem der Wechsel in die freie Wirtschaft, denn die Entlassung aus dem Dienstverhältnis zieht unweigerlich den Verlust der Pension und die Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung nach sich, was finanziell äußerst unattraktiv und unangenehm ist.
        Zusammengefasst: Die Bereitschaft – und Möglichkeit – von Lehrkräften zum Arbeitsplatzwechsel dürfte so ziemlich die geringste sein, die man irgendwo finden kann.

        • In dem Fall sind solche Sprüche nur heisse Luft und es geht den Lehrern doch nicht um die Gesundheit ihrer Schüler sonder nur um das liebe Geld.
          Und von der so hoch gehaltenen akademischen Bildung von Lehrern ist es dann auch nicht so weit her. Wie wäre es mit Fortbildung? Das Alter ist kein Argument, Topmitarbeiter sind gesucht. Siehe weiter oben Lydia L. Solange der Dienstherr weiss, dass seine Leute nicht abwandern wird er nichts ändern. Weshalb auch? Die grosse Gefahr ist nur, dass er dann auf seinen unflexiblen und faulen einmal sitzen bleibt. Andersrum wäre besser, die Faulen rauswerfen und die Guten behalten und hofieren…

      • ad Dieter Molitor – et alii (Quertreiber, inkompetente Ignoranten):

        Remember/ Merke: „Don’t feed the troll!“

        Let’s not feed the above troll! – or other such trolls!

        • Ich weiss ja nicht, was dieser Blödsinn soll. Sie könnten ja auch einfach schreiben, wie die Wirklichkeit aussieht. Wenn Sie es nicht wissen, dann können Sie ja Lydia L. von weiter oben fragen. Die sucht ja gerade ihren Dienstwagen aus. Ich wäre Ihnen für eine Richtigstellung dankbar. Ich jedenfalls habe den Schuldienst vorübergehend verlassen aufgrund meiner Selbstständigkeit und werde vermutlich meine letzten Arbeitsjahre bis zur Pensionierung wieder in der Schule verbringen.

  14. Danke Georg für Ihren Kommentar.
    Sehe ich genauso.
    Schüler haben keine Lobby und daher sollten alle Lehrer und Eltern die gegen Präsensunterricht sind, irgendwie gegen die KUltusminister handeln.
    Wir sind immer noch eine Demokratie und dürfen unsere Meinung kundtun. Und vllt haben wir alle zusammen Erfolg. Wenn Querdenker ständig demonstrieren dürfen, wieso gehen wir Lehrer und Eltern nicht endlich mal dagegen auf die Strasse? Ich kann sowas leider nicht alleine organisieren, wir müssten alle zusammen etwas planen um dagegen vorzugehen. Keine Sau interessiert was mit den Schülern gerade passiert und mit den Risikopatienten dahinter.
    Die handeln absolut gegen RKI Empfehlung und rufen immer nur „WIRTSCHAFT, die Wirtschaft…“ Aber wenn durch den Präsensunterricht die Gesundheit der nachfolgenden Generation auf dem Spiel steht, oder deren Eltern auf die Intensivstationen kommen, was ist eigentlich dann mit der Wirtschaft? Spätfolgen sind auch bei Kindern überhaupt nicht auszuschließen.
    Die Kultusminister, Bildungsminister und wie sie sich alle nennen sind nur karriereorientiert.
    Was ich mich frage, haben die denn eigentlich keine Kinder die schulpflichtig sind? Ich kann mir deren Verhalten nicht erklären, was ist mit diesen Menschen los?

  15. Liebe Redaktion, liebes Forum,

    in Frankfurt organisieren sich mehrere Gymnasien und werden offen gegen die Entscheidungen von Alexander Lorz und Rene Gottschalk und dem Frankfurter Gesundheitsamt streiken und demonstrieren! vielleicht startet in unserer Stadt ein bundesweiter Protest!?

    +++ 15:20 Schüler wollen für striktere Corona-Regeln streiken +++
    Die steigenden Corona-Zahlen in Hessen vergrößern die Sorge vieler Schülerinnen und Schüler in Frankfurt am Main. In einem Rundschreiben fordert der „StadtschülerInnenrat Frankfurt am Main“ deshalb eine Verschärfung der Hygieneregeln an Schulen und ruft zum Streik auf. Der Mindestabstand sei zurzeit an den meisten Schulen nicht einhaltbar, heißt es in dem Schreiben. Von Masken alleine würden sich die Schüler nicht genug geschützt fühlen. Der Streik am kommenden Montag soll in einer Demo vor dem Frankfurter Gesundheitsamt gipfeln. Bislang haben sich sechs weiterführende Schulen an dem Schreiben beteiligt. Um den Unterricht dennoch zu gewährleisten, schlägt der StadtschülerInnenrat Frankfurt am Main vor, auf das Konzept vom digitalunterstützten Distanzunterricht im Wechsel mit Präsenzunterricht zurückzugreifen.

    https://www.ssr-frankfurt.de/single-post/stellungnahme-covid-19

  16. Wieso häufen sich in den Bildungsministerien die Querdenker und Inkompetenten? Ist das ein Abschiebeposten für Politiker? Sehr schade. Mit guten Leuten könnte auf diesem Posten viel bewegt werden. Leider kleben in diesen Ämtern Minister, die vermutlich kein Englisch können, sonst würden sie all die internationalen Studien zur Rolle der Schulen nicht ignorieren können.
    Von den MPs sticht intellektuell nur Söder etwas heraus, er hat immerhin ein bayerisches 1er Abitur, was vor 25 Jahren wirklich noch eine Leistung war.
    Aber auch Söder hat im Gegensatz zu Kurz nicht die Traute, die Schulen zu schließen.

  17. „Frankfurter Schüler drohen mit Streik

    Wegen der hohen Inzidenz in Frankfurt hat der Stadtschüler*innenrat gemeinsam mit Schülervertretungen mehrerer Schulen der Stadt erneut gefordert, den Unterricht im Wechselmodell abzuhalten. „Werden Sie unsere Forderung nicht ernst nehmen, sehen wir uns gezwungen, in einen Schulstreik zu treten“, heißt es in einem Schreiben von Dienstagabend.

    Für viele Schüler sei der Schulweg neben der Schule das größte Risiko, da Busse und Bahnen während der Stoßzeiten oft überfüllt seien. „Wir haben Angst, selbst infiziert zu werden und unkontrolliert Mitschüler*innen und Familie anzustecken.“ Für den kommenden Montag rufen sie außerdem zu einer Demonstration vor dem Frankfurter Gesundheitsamt auf.“

    http://www.hessenschau.de

  18. @Gugu:

    Geh ins Freie! Bleib nicht in der Sporthalle! Ich war dieses Halbjahr nicht einmal in der Halle. Ich wandere, mache Ropeskipping, Ausdauerlauf, Gymnastik, Freeletics…

  19. Das Festhalten am Präsenzuntericht ist unsinnig. CORONA ist in den meisten Grundschulen kein Problem… stimmt… Aber das die Kinder fast erfrieren, weil die Fenster immer auf sind… interessiert niemanden… soll sich doch mal ein Ministerpräsident in sein Büro setzen… Fenster auf… dicke Jacke.. Mütze und Schal auf und versuchen zu arbeiten. Es gibt in Deutschland ein Arbeitsschutzgesetz. .. wenn 18 Grad Raumtemperatur unterschritten werden… kann man das Büro verlassen. GILT NUR FÜR KINDER NICHT… Schade.

  20. @knowthepowerthatispeace:

    Vielen Dank für den interessanten Link!

    Hierdurch entdeckte ich auch einen Artikel über den Frankfurter Zoo:
    Dort sollen jetzt die dort gehaltenen Bonobos, Gorillas und Orang Utans vor einer Coronavirus-Infektion geschützt werden.
    Sie bekommen ihr Futter nur noch durch eine Schleuse und die Pfleger müssen beim Betreten der Anlage FFP2 -Masken tragen.

    Mir scheint, die Menschenaffen sind dort besser geschützt als unsere SchülerInnen und LehrerInnen in den Schulen…

    …vermutlich, weil in Zoos kein/e KM die Entscheidungen treffen…

  21. Als Berufsschullehrerin an einer Fachschule für Sozialwesen in Hessen (Erzieherausbildung/ Ausbildung medizinisches Personal) kann ich der Ministerin absolut nicht zustimmen. Völlig weltfremd!
    An unserer Schule gibt es täglich mehr Corona-Fälle, da viele Berufsschüler in Kitas oder Arztpraxen arbeiten.

    Jedoch werden die betroffenen Klassen NICHT geschlossen!
    Wir Lehrer sollen dennoch täglich weiter in die Schule in diese Klassen gehen und auf „Anweisung“ der Schulleitung dürfen jetzt nur noch FFP-2 Masken getragen werden. An einigen Tagen stehen wir bis zu 8 Stunden im Klassenzimmer. Arbeitsschutz (regelmässige Sauerstoffpausen) wird nicht gewährleistet und interessiert offenbar niemanden…. Haben wir Lehrer etwa kein Recht auf gesundheitliche Unversehrtheit? Unfassbar das Ganze!

    Leider gehöre ich selbst zur Risikogruppe und bin bislang trotzdem täglich pflichtbewusst in die Schule gegangen.
    Die FFP2-Maske kann ich jedoch nicht tragen, da ich aufgrund meiner Vorerkrankung Lungenprobleme habe. Die einfachen Aldi-Schutzmasken waren immerhin noch luftdurchlässig.

    Bei uns brechen täglich mehr Lehrer weg, da wir diesen Schwachsinn einfach nicht mehr mitmachen wollen.
    Immer mehr Kollegen lassen sich krankschreiben und die Schüler haben das Nachsehen.
    Oberstufen und Berufsschüler sollten digital beschult und Klassen mit Corona komplett geschlossen werden.

  22. Vielleicht sollte bei der Berichterstattung jeweils die akademische Qualifikation von Robert-Koch-Institut und dem Minister hervorgehoben werden. Die breite Masse weiß offenbar nicht, das beim Robert-Koch-Institut Mediziner und Biologen arbeiten die Minister jedoch meist Juristen sind.

    So kann man klar kommunizieren, wer hier in komplizierten Fällen an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit die ehrlichere, brauchbare Empfehlung gibt.

  23. Aus Sicht eines NRW-Insassen kann ich nur sagen, schön wenn Schulminister*innen überhaupt etwas studiert haben und nicht bloß Tochter sind.

  24. Es wird immer nur für Schulen plädiert. Was ist mit dem pädagogischen Mitarbeitern in den Kitas???? Schnupfnasen, Niesattacken, Tränen trocknen, das alles ohne Mund – Nssenschutz. 25 Kinder täglich ohne Abstand, drei Kollegen in der Gruppe, Abstand halten ist da gar nicht möglich. Hilfe??? Keine.

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