Schulpflicht in der Pandemie: Eltern bangen um das Leben ihres kleinen Sohnes – Gerichtsbeschluss zwingt Familie, sich zu trennen

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DÜSSELDORF. In den letzten Wochen häufen sich Gerichtsurteile in Deutschland, denen zufolge Kinder auch dann in die Schule gehen müssen, wenn enge Angehörige zu Corona-Risikogruppen gehören (News4teachers berichtete). Eine Familie hat News4teachers jetzt ihre Geschichte geschildert. Die macht anschaulich, welche Schicksale hinter den Meldungen stecken – und welche Konsequenzen mit der von den Bundesländern verfolgten Politik des Präsenzunterrichts um jeden Preis verbunden sind.

Das Gericht hat geurteilt – ganz im Sinn des NRW-Schulministeriums. Foto: Shutterstock

Der dreijährige Jakob (Namen von der Redaktion geändert) hat bereits eine dicke Patientenakte. Der Junge kam mit einer schweren Sepsis zur Welt, lag nach der Geburt auf der Intensivstation. Sein Herz blieb mehrmals stehen und die Atmung setzte aus.

„Mit einem Monitor zur Herz- und Atemüberwachung durften wir ihn dann nach einem ständigen auf und ab mit nach Hause nehmen. Nichts lief, wie es sollte. Er war ständig krank, nahm kaum zu, nach der ersten Impfung krampfte er stark. Jeder Schnupfen, den die älteren Geschwister mitbrachten, zog sich bei ihm über Wochen, manchmal über Monate hin und endete meist in einer Lungenentzündung“, so berichtet seine Mutter, Frauke Schuster. „Auch eine Herzmuskelentzündung hatte er bereits. Er war praktisch nie länger als eine knappe Woche gesund. Impfungen waren bis heute nicht vollständig möglich. Sein Herz ist mit den Infekten immer wieder überfordert und reagiert über. Sein Puls ist dann je nach Zustand über Stunden viel zu hoch bei 220 Schlägen die Minute.“

Eine klare Diagnose, was dem Jungen fehlt, haben die Ärzte bislang nicht stellen können. Die anstehenden Untersuchungen wurden durch die Pandemie verzögert. Die Krankenakte des dreijährigen Jungen listet auf:

  • 5 Lungenentzündungen,
  • 7 aktute Entzündungen der Bronchien,
  • häufige Pseudo-Krupp-Anfälle
  • unklare Herzproblematik (Herzrhythmusstörungen),
  • jeder Infekt ist deutlich länger und schwerer im Verlauf,
  • oft dehydriert er bei den Infekten, weil es ihm derart schlecht geht, dass er weder trinkt noch isst,
  • vermehrte stationäre Behandlungen,
  • Herzmuskelentzündung,
  • Neurodermitis und eine Wundheilungsstörung.

Jakob hat drei ältere Geschwister, zwei davon – sieben und neun Jahre alt – sind in der Grundschule, eines – elf Jahre alt – besucht ein Gymnasium. Die Möglichkeit, dass eines der Kinder sich in der Schule mit dem Coronavirus infiziert und den kleinen Bruder ansteckt, versetzt die Familie seit Monaten in Angst und Schrecken. Eine Befreiung vom Präsenzunterricht, wie sie in Baden-Württemberg mit einem formlosen Schreiben der Eltern an die Schule möglich wäre, ist in Nordrhein-Westfalen, wo die Familie lebt, nicht vorgesehen.

Die Eltern sollen ihren dreijährigen Sohn innerhalb der Familie isolieren – wie soll das gehen?

Beim NRW-Schulministerium heißt es: „Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern, Großeltern oder Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine relevante Erkrankung, bei der eine Infektion mit SARS-Cov-2 ein besonders hohes gesundheitliches Risiko darstellt, besteht, sind vorrangig Maßnahmen der Infektionsprävention innerhalb der häuslichen Gemeinschaft zum Schutz dieser Angehörigen zu treffen.“ Wie soll aber ein Dreijähriger innerhalb der Familie isoliert werden? In ihrer Not hielten die Eltern die drei älteren Kinder wochenlang vom Schulbesuch fern – und unterrichteten sie zu Hause.

Das rief allerdings zunächst die Schulen, dann die Behörden auf den Plan. Bei einem Telefonat mit dem Gesundheitsamt bekam Frauke Schuster den Rat, sich die Angelegenheit nicht so zu Herzen zu nehmen. „Ihre anderen Kinder sind doch gesund. Gefahr zu sterben, besteht immer. So ist das Leben.“

Die Familie klagte gegen die Aufforderung des Gymnasiums, die älteste Tochter wieder in den Präsenzunterricht zu schicken, vor dem Verwaltungsgericht Aachen. Der Antrag, sie davon zu befreien, wird allerdings als „in der Sache unbegründet“ zurückgewiesen. „Eine Verletzung der staatlichen Schutzpflicht zum Schutze des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit aus Art. 2, Abs. 2, Satz 1 GG ist hier nicht zu erkennen“, so urteilt das Gericht.

Das Gericht meint: Schutzmaßnahmen in den Schulen entsprechen wissenschaftlichen Erkenntnissen – das ist aber falsch

Denn: „Die Verletzung einer Schutzpflicht liegt demnach nur vor, wenn Schutzvorkehrungen entweder überhaupt nicht getroffen sind, wenn die getroffenen Regelungen und Maßnahmen offensichtlich ungeeignet oder völlig unzulänglich sind, das gebotene Schutzziel zu erreichen oder wenn sie erheblich hinter dem Schutzziel zurückbleiben. Die Verfassung gebietet dabei keinen Schutz vor jeglicher Gesundheitsgefahr.“ Eine gewisses Infektionsrisiko mit dem neuartigen Coronavirus gehöre aber „derzeit für die Gesamtbevölkerung zum allgemeinen Lebensrisiko“.

„Im Rahmen der gebotenen summarischen Prüfung erscheinen die Regelungen und Maßnahmen nicht gänzlich ungeeignet oder völlig unzulänglich. Sie entsprechen den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Ausbreitung des Virus.“ Die Richter verweisen auf die Maskenpflicht im Unterricht (die für die Geschwister in der Grundschule allerdings nicht gilt), auf die feste Sitzordnung in der Klasse (die nur der Nachverfolgung von Infektionsketten dient, nicht dem Infektionsschutz), und eine „regelmäßige Reinigung der Schulräume“. Außerdem sei es dem Kind unbenommen, eine FFP2-Maske zu tragen (die von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin als problematisch für Kinder eingeschätzt wird).

Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts gelten in Schulen nicht – anders als im Verwaltungsgericht

Dass die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, der obersten deutschen Bundesbehörde für den Seuchenschutz, im Unterricht in nordrhein-westfälischen Schulen nicht eingehalten werden – anders übrigens als im Gebäude des Verwaltungsgerichts Aachen -, erwähnt die Richterin nicht. Die Atteste, die dem dreijährigen Sohn eine schwere Vorerkrankung bescheinigen, hält sie für nicht glaubhaft. Ein Amtsarzt habe nach Aktenlage bescheinigt, dass dem Kind kein erhöhtes Risiko drohe, bei einer Infektion mit dem Coronavirus schwer zu erkranken.

Die drei älteren Kinder gehen jetzt wieder zur Schule. Frauke Schuster ist mit ihrem Sohn Jakob aus dem Haus der Familie ausgezogen – sie leben nun auf unbestimmte Zeit bei Verwandten. „Die Feiertage werden wir uns wohl auch nicht sehen können, denn was bringen sechs Tage Quarantäne schon, wenn die ersten Symptome auch erst nach 10 Tagen auftreten können“, so berichtet die Mutter. Sie meint: „Unsere Kinder leiden. Es ist menschenunwürdig.“ News4teachers

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Jetzt ist klar: Der Staat kann (und will) den Gesundheitsschutz in Schulen nicht gewährleisten – hebt die Schulpflicht auf!

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79 KOMMENTARE

  1. „Ein Amtsarzt habe nach Aktenlage bescheinigt, dass dem Kind kein erhöhtes Risiko drohe, bei einer Infektion mit dem Coronavirus schwer zu erkranken.“

    Es wäre mal interessant zu erfahren, wie der Amtsarzt zu dieser Einschätzung kommt.

      • @Leseratte

        Nein, hat er allem Anschein nach nicht, denn er hat ja nach Aktenlage entschieden.
        Das ist aber auch bei ganz vielen Verfahren gegen Krankenkassen der Fall. So kommen derern Bescheide üblicherweise zustande. (Akte = Krankenakte = alles klar vom Schreibtisch aus, dann muss man auch nicht so dicht ran an die Leute, die ja irgendwie krank sind = ist sicherer so)

    • Das könnte dieser Amtsarzt nach aktuellem Forschungsstand nicht einmal einer 25jährigen Person ohne Vorerkrankungen bescheinigen. Wie anmaßend und vollkommenam Berufsethos vorbei. Wäre es ein niedergelassener Arzt, müsste er der Ärtzekammer gemeldet werden.

    • Es gibt viele solche gefährdeten Kinder in Familien. Das weiß jeder Amtsarzt. Wie soll man sie isolieren?
      Es ist grundsätzlich kein Interesse da, sich in die Lage dieser Familien hineinzuversetzen. Immerhin hatte wenigstens Frau Eisenmann in BW den Mut, die Präsenzpflicht auszusetzen.

    • Ich habe während meines hausärztlichen Berufslebens die Kollegen geliebt, die bei Entscheidung nach Aktenlage bei mir manches Kopfschütteln und anderes mehr ausgelöst haben.

    • Es wäre auch mal interessant zu erfahren, wie der Amtsarzt haftet, wenn das Kind stirbt.

      Checks & Balances funktioniert in Deutschland überhaupt nicht. Man maßt sich Urteile über andere Menschen an, zwingt sie in Lebensgefahr und zuckt hinterher mit den Schultern, denn kein Richter wird diesen Amtsarzt verknacken.

      So geht das nicht. Wir sind Bürger, keine Untertanen!

  2. „Ihre anderen Kinder sind doch gesund. Gefahr zu sterben, besteht immer. So ist das Leben.“ Solche Zitate merken wir uns – bis zur nächsten Wahl und darüber hinaus…

    • Solch ein Spruch müsste für die Amtsperson, die ihn gesagt hat, mit der augenblicklichen Entlassung aus dem Dienst enden. Das geht GAR NICHT.

      • Dieses Zitat des Gesundheitsamtes halte ich für fatal und würde es hocheskalieren. So ein Mitarbeiter hat nichts in einer Position verloren, in der er/sie mit Menschen zu tun hat. Kann das Urteil angefochten werden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Urteil eines Amtsarztes, der meist kein Facharzt ist, das eines Facharztes aussticht.

  3. Es fehlen einem die Worte. Wenn schon in so einer prekären Situation so entschieden wird, braucht wohl niemand mehr gegen die aktuellen Zustände ohne wirksamen, wissenschaftlich fundierten Infektionsschutz zu klagen. Einfach nur unmenschlich. Stichwort Kindeswohl??????? Existiert wohl nicht.

  4. Liebe Kollegen, haut diese Infos in die Kommentarspalten der Online-Ausgaben der großen Tageszeitungen, haut sie auf Facebook, Jodel und andere Apps, die von jungen Leuten gelesen werden, haut sie in die Foren der Frauenzeitschriften. Die Skrupellosigkeit und Unternehmenshörigkeit der Politiker muss so weit wie möglich verbreitet werden.

    • Dass die Gerichte im Sinne der Politiker entscheiden, ist natürlich schlimm, aber in Deutschland durchaus üblich. Unsere Familie hat etwa im Bereich der Berufsbetreuung einen kriminellen, gerichtlich abgesegneten Sumpf kennengelernt. Interessiert die Masse nicht – geht ja hauptsächlich um alte, demente Menschen.
      Auch in den Medien ist in der Pandemie ein Schulterschluss mit den Verharmlosern zu beobachten. Und darum geht es auch bei diesen Entscheidungen: den anderen Eltern soll Normalität vorgegaukelt werden – jedes Kind, dass zuhause bleibt, ist eine Erinnerung daran, dass es eben nicht normal und harmlos ist, sein Kind in die Schule zu schicken. Die Risikofamilien werden geopfert – diesen Familien wird ja auch eine heftige psychische Belastung zugemutet. Der Kommentar der Behörde macht sprachlos, aber zeigt eben auch die Entmenschlichung und Verrohung auf, mit der wir es zu tun haben.

      • @Minna volle Zustimmung. Ebenso mit dem „Sumpf“. Bei uns in der Familie war es ein Sumpf im ambulanten Pflegereich und MDK. Langsam wundert mich nichts mehr
        ..

    • Es wird wirklich Zeit dass solche Sachen auch mal die Bevölkerung zu lesen bekommt. Viele wissen überhaupt nicht was da wirklich passiert. Weil alles unter den Teppich gekehrt werden soll. Solche Berichte müssen an die Medien,Facebook und andere.

      • Eigentlich bleibt nur die CDU? Merkel und Eisenmann sind die Einzigen, die die Schulen schließen wollen (Merkel) bzw die Präsenzpflicht ausgesetzt haben (Eisenmann). Ich bin eigentlich kein CDUwähler, aber da man die Schulpolitik der Linken (Ramelow in Thüringen) ebenfalls vergessen kann…. was soll man also wählen? Diese nazihafte Bildungs- und Präsenzpflicht! Würde diese bedauernswerte Familie in Baden-Württemberg leben, hätten sie Ruhe.

    • Öhm, die agieren oft in Einverständnis mit dem Ministerpräsidenten…. und das ist deutschlandweit fast überall die CDU. Vorsicht mit sowas, da sitzen mehr im Boot und die SPD ist mit ihrer Hörigkeit nicht das einzige große Übel.

    • @Geeorg:
      In meinem Bundesland, Niedersachsen, regieren SPD und CDU, der Kultusminister ist von der SPD. Ich gehe zwar nicht mit allen Entscheidungen hier konform, aber mit vulnerablen Angehörigeñ wird hier sehr viel menschlicher umgegangen. In NRW sitzt Genauer (FDP) und Lascher ist Ministerpräsident (CDU). Ihre Aussage ist also unpassend

      • Hi, lebe auch in NDS und bin Familie von Risikopatient im Schulalter. Der Rechtswissenschaftler Herr Tonne geht nicht „menschlich“ mit uns um. Eher ignorant. Risikopatienten die Schüler sind werden von ihm nicht mal erwähnt und richtige Konzepte hat er für sie auch nicht. Und antworten tut er auf Anfragen übrigens auch nicht. Also was meinen Sie genau mit menschlicher? Weil ich sehe da keinen Unterschied zwischen der Bourgeoisie – Partei FDP oder anderen Verharmlosern und Menschen die sozialdarwinistische Ansichten hegen.

  5. Ich vermisse seitens der Behörden das zentrale Argument: ‚Ihre anderen drei Kinder haben ein Recht auf Bildung, deshalb sind sie nicht vom Präsenzunterricht zu befreien.‘

  6. Die Bildungsgerechtigkeit in ihrem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.
    Und schon gar nicht die Lebensgefahr für eine Familie oder deren Mitglieder.
    Auf Einzelschicksale kann eben keine Rücksicht genommen werden, wenn es um die Präsenzbeschulung geht.
    Stellt euch mal vor so was macht Schule.
    Alle in Distanzunterricht. Die KMK ist Schuld und die Alu-Hut Eltern sind nicht zur Dankbarkeit verpflichtet und wählen eine andere Partei.

  7. Das Problem ist folgendes, es gilt in Deutschland noch die Schulpflicht. Die Richter haben da keine Wahl, es gibt dabei auch keinen Ermessensspielraum und wenn sie noch so eine Sympathie für die Familie haben und sei es noch so irrational.
    Helfen würde die Abschaffung der Schulpflicht, es geht nur zur Schule, er an Bildung interessiert ist. Wer nicht will der lässt es eben. Das würde auch die übervollen Schulen entlasten. Das Niveau der anwesenden Schüler würde steigen, die Lehrer hätten mit den „schweren Fällen“ auch keine Arbeit mehr. Es wäre eine WinWin Situation. Dem Lehrermangel würde das auch abhelfen.
    Gleiches wäre auch sinnvoll bei den verpflichtenden Sozialversicherungen, wer nicht Mitglied ist, der bekommt im Schadensfall auch nichts. Die Zeiten des Wohlfahrtsstaates sind hoffentlich bald vorbei und jeder darf endlich für sich selbst verantwortlich sein.

    • Ach ja? Und was machen wir mit denen, die nichts können und nicht versichert sind? Verhungern lassen? Amerikanische Verhältnisse? Oder eher ‚Dritte Welt‘- Verhältnisse? Sowas mit Townships oder Favelas?
      Und die andern bunkern sich ein, hohe Mauern, Überwachungskameras, Security?

      • Es braucht eine gute und sichere Bildung, sonst haben wir in Deutschland ein Heer an Bildungsfernen. Deshalb macht eine Schul- und Präsenzpflicht grundsätzlich Sinn. Nur in Pandemie- oder Kriegszeiten sollte die Präsenzpflicht ausgesetzt werden. Dann würde man solche Artikel wie diesen mit dieser bedauernswerten Familie ncht publizieren müssen, weil so etwas nicht geschähe…

        • Sorry @Elly, eine Schul- und Präsenzpflicht ist meiner Meinung nach mitnichten der wirklich wichtige und sinngebende Punkt. Und erst recht nicht in Zeiten einer weltweiten Pandemie.

          Ich verfechte das Recht auf Bildung für Kinder und Jugendliche, wie und wo auch immer diese stattfindet. Und damit keinem Kind und Jugendlichem dies verwehrt/vorenthalten werden kann, gekoppelt an mindestens jährlichen Überprüfungen eines altersgerechten Bildungsstandes.

          Wenn die Sorgenberechtigten ihrer Vorsorgepflicht im Bereich Bildung nicht nachkommen, dann wird ihnen halt die freie Wahl auf das wie und wo abgenommen. Natürlich erst nach Prüfung um Besonderheiten wie längere Krankheit, Schicksalsschläge usw. die ja deutliche Auswirkungen auf den aktuellen Bildungsfortschritt haben können.

      • Kurze Antwort: Genau das Gleiche wie heute, nur auf deutlich niedrigeren Niveau. Oder verhungern in Deutschland Menschen?

        • Sie wollten doch gerne die Sozialversicherungspflicht abschaffen, oder habe ich etwas missverstanden?
          In einem Land mit ausgeprägtem Prekariat möchte ich nicht leben.
          Viel eher sollten Mechanismen geschaffen werden, die Sozialversicherungsbetrug, betrügerische Inanspruchnahme sozialer Leistungen etc. wirksam unterbinden.
          Dass Menschen überhaupt nicht versichert sind, sich keinen Zahnarztbesuch leisten können und in Heerscharen Pfandflaschen sammeln, sollte in gar keiner Weise angestrebt werden.
          Was finden Sie an einem „deutlich niedrigeren Niveau“ denn so toll?
          Schulpflicht ist wichtig und richtig, oder wäre Ihnen Kinderarbeit lieber? So wie früher: „Der Junge muss nicht in die Schule, den brauchen wir auf dem Feld!“?
          In einer Ausnahmesituation wie einer Pandemie gelten andere Maßstäbe, was sich aber anscheinend noch nicht bis in die Regierungsetagen herumgesprochen hat.

          • Da sind wir ja gar nicht soweit auseinander. Ein Fürsorgeabhängiger darf nicht mehr bekommen als beispielsweise ein Hilfsarbeiter. Den Zahnarztbesuch sich nicht leisten können? Da gibt es genug, das kann man sich als Privatversicherten zwar nicht vorstellen, aber das gibt es. Auch Kinder bei denen keine neue Brille drin ist und dann werden sie noch von Lehrern gehänselt, weil sie den Tafelschrieb nicht lesen können. Ich möchte nicht in einem Land leben in dem Nichtarbeitende besser leben als Beschäftigte und das noch finanzieren soll. Ein verbeamteter Lehrer will ja auch nicht 20% in die Rente einzahlen von der er nichts hat oder 16% in die Krankenversicherung oder Arbeitslosenversicherung. Ups, da würden Ihnen ja schon ein Drittel vom Monatseinkommen fehlen. Solche Sprüche kann man bringen wenn man sich schon vom Sozialstaat abgekoppelt hat. Wer aber diesen Luxus mitfinanzieren muss denkt so. Mir wäre es beispielsweise zuwider wenn von meinen Steuern nur ein Euro für Lehrerpensionen aufgewendet würde. Aber sorry, wir sind total vom Ursprungsthema angeschweift…

          • Die Lehrerpensionen sind meines Wissens im Lehrergehalt schon teilweise verrechnet, und da Lehrer Staatsbedienstete sind, muss die Finanzierung sowieso der Staat regulieren.
            Sie müssen als Steuerzahler auch Straßen mitbezahlen, auf denen Sie nie fahren, so wie vieles andere mehr.
            Wer soll denn Ihrer Meinung nach Lehrergehälter und -pensionen bezahlen? Oder hätten Sie gerne eine reine Privatschullandschaft nur für die, die es sich leisten können?
            „Da sind wir ja gar nicht soweit auseinander. Ein Fürsorgeabhängiger darf nicht mehr bekommen als beispielsweise ein Hilfsarbeiter. “
            Doch, wir sind insofern weit auseinander, als ich es umgekehrt formulieren würde: „Ein Hilfsarbeiter darf nicht weniger bekommen als beispielsweise ein Fürsorge-abhängiger.“
            Und was die Brillen und den Zahnersatz betrifft: Es ist ein Skandal, dass solche Mittel in einem Land wie Deutschland aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen.
            Früher gab es das gute alte Kassengestell und Standardgläser als Kassenleistung, Vergleichbares müsste für Zahnersatz gelten: nicht der teuerste, aber auch kein Amalgam, und Kronen müssten als Erhaltung des Zahnapparates ebenfalls Kassenleistung sein.
            Sie sehen, ich bin also durchaus für mehr Sozialstaat, nicht für weniger.
            Dass nicht vermittelbare Nichterwerbstätige auf niedrigem Niveau alimentiert werden, ist doch in Ordnung, wie soll es denn sonst laufen?
            Dass andere von ihrem Job nicht leben und vor allem keine Familie ernähren können, ist der Skandal, aber das heißt, dass die Ausbeutung im Niedriglohnsektor endlich ein Ende haben muss.

    • @Dieter Molitor

      „Die Zeiten des Wohlfahrtsstaates sind hoffentlich bald vorbei und jeder darf endlich für sich selbst verantwortlich sein.“

      Sie sind ja ein ganz süßer Fratz …!
      Und bestimmt haben Sie Ihr Leben bisher ganz alleine gemeistert. Womöglich haben Sie sich sogar selbst auf die Welt gebracht …

      „und jeder darf endlich für sich selbst verantwortlich sein.“
      Das ist noch besser als ein „Oka-Spezial“.

  8. Die Familie steht im Grundgesetz unter besonderem Schutz. Was sind das für Richter?

    Die Abwägung läuft hier komplett falsch!

    • Hierzu meine ich mich zu erinnern, dass das BVerfG im Rahmen der Klage der CSU gegen die Homo-Ehe bereits dargelegt hat, dass der Formulierung „besonderen Schutz“ praktisch keine Bedeutung zukommt.

  9. Einfach nur unerträglich. Da merkt man auch wieder, wie es funktioniert. Richter, die selber z.T. scheinbar naturwissenschaftliche Zusammenhänge und Prozesse nicht ausreichend verstehen, sollen urteilen, was angemessen ist und was nicht. Jetzt fangen die schon an, das RKI und die Fachleute nicht mehr zur Kenntnis zu nehmen…

    Gott steh uns bei – es geht doch niemandem um einen 100% Schutz des Lebens (nicht möglich), aber wenn hier klare Indikationen für eine überproportional höhere Gefährdung des Familienangehörigen durch den Schulbesuch der Geschwister vorliegt, die selbst ein Laie erkennen kann, dann fragt man sich wirklich nur noch nach dem Verstand.

    Man hat den Eindruck, v.a. hier in NRW, ist wirklich nicht mehr viel gesunder Menschenverstand vorhanden. Vor dem Hintergrund macht es natürlich Sinn, dass das „Recht auf Bildung“ eher einem „Zwang zur Bildung“ (Bildung müsste hier in doppelte Anführungszeichen, denn alleine Präsenz in der Schule macht noch keine Bildung, außer in den Augen der KMK) gleicht.

    • Nachtrag: Ach, sorry, ich Dummerchen… Hab ganz vergessen, es geht ja gar nicht um Bildung, sondern um Betreuung… jetzt wär ich dem fast aufgesessen 😀

  10. Das zu lesen tut weh!
    Jeder weiß doch, dass die „Hygienekonzepte“ an Schulen das Papier nicht wert sind, auf denen sie geschrieben sind!
    Von AHA-L bleiben gerade mal 1/2 A-L! Hygiene und Abstand: komplette Fehlanzeige und die Alltagsmasken schützen nicht vor Aerosolen!
    Selbst das Lüften funktioniert nur bedingt, da ein kompletter Luftaustausch in den meisten Räumen, besonders in voller Besetzung, nicht möglich ist.
    Also bleibt: das Prinzip Hoffnung und der Verzicht auf Tests und Quarantäne. Damit es nicht auffällt, wenn das Konzept nicht funktioniert.
    Ach ja, inzwischen wird den Schulleiter*innen auch noch dringend empfohlen, weder KuK noch Elternschaft zu informieren, wenn es einen Covidfall an der Schule gibt.
    Es ist einfach nur noch verantwortungslos und im wahrsten Sinn des Wortes“billig“.

  11. Ich würde ja erst einmal mit dem Haus von Herrn Lutz Lienenkämper abklären, ob die Kosten für die doppelte Haushaltsführung steuerlich geltend gemacht werden können. Notfalls muss das dann bis nach München über den Instanzenweg durchgezogen werden, da die Sozialgerichtsbarkeit im vorliegenden Fall ja nicht zuständig ist.
    Hilft zwar keinem Betroffenen, beschäftigt aber eien Vielzahl von Organen der Rechtspflege.

  12. Ich will hier – um Gottes Willen – NICHT (!!!) auf den Zug mit irgendwelchen abstrusen Vergleichen zur NS-Zeit aufspringen.
    So, das wäre also zu Anfang geklärt.

    Dennoch hat mir ein kleiner Absatz einen bösen, schmerzhaften Stich versetzt (,obwohl der ganze Vorgang mich mit Schnappatmung zurückgelassen hat)!
    „Die Eltern sollen ihren dreijährigen Sohn innerhalb der Familie isolieren – wie soll das gehen?
    Beim NRW-Schulministerium heißt es: „Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern, Großeltern oder Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine relevante Erkrankung, bei der eine Infektion mit SARS-Cov-2 ein besonders hohes gesundheitliches Risiko darstellt, besteht, sind vorrangig Maßnahmen der Infektionsprävention innerhalb der häuslichen Gemeinschaft zum Schutz dieser Angehörigen zu treffen.“ Wie soll aber ein Dreijähriger innerhalb der Familie isoliert werden? In ihrer Not hielten die Eltern die drei älteren Kinder wochenlang vom Schulbesuch fern – und unterrichteten sie zu Hause.
    Das rief allerdings zunächst die Schulen, dann die Behörden auf den Plan. Bei einem Telefonat mit dem Gesundheitsamt bekam Frauke Schuster den Rat, sich die Angelegenheit nicht so zu Herzen zu nehmen. „Ihre anderen Kinder sind doch gesund. Gefahr zu sterben, besteht immer. So ist das Leben.““

    Einfach mal „Johanna Haarer“ bei Wikipedia (insgesamt recht guter Artikel) nachlesen.
    Sie hat als einziges Mädchen „als Gast“ an einem Jungengymnasium die Abiturprüfungen absolviert, danach Medizin studiert und bekam ihren Doktortitel, in einer Zeit als Frauen in Universitäten und Hörsälen noch oft „Antoß“ erregten, so dass Männer die Räumlichkeiten verließen! (Vielleicht auch daher eine spätere „Härte“?)
    Sie war also bestimmt kein Dummchen.
    Bekannt wurde Johanna Haarer aber eigentlich durch ihre Ratgeber-Bücher zum Thema Schwangerschaft (in den 1930er Jahren kein Thema, über das man sich mal eben so informieren konnte) und Mutterschaft.
    Wohlbemerkt: Sie war Medizinerin – keine Pädagogin. Dennoch schrieb sie später Erziehungsratgeber, die nicht nur in die NS-Zeit und -Ideologie passten, sondern leider noch lange nachwirkten – in die Gesamtgesellschaft hinein! (Bevor hier wieder die üblichen Aufschreie der Lehrerhasser kommen: Ich sagte „in die Gesamtgesellschaft“, das bedeutet in viele Familien aller sozialer Schichten und späterer Berufe.)
    „Unsere kleinen Kinder“ erlebte bis 1964 noch mehrere Auflagen. „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ wurde bis 1987 unter dem Titel „Die Mutter und ihr erstes Kind“, zuletzt unter Mitwirkung von Anna Hutzel, Tochter von Johanna Haarer, „nach dem neuesten Stand überarbeitet und erweitert“, herausgegeben.
    Mit stellenweise neuer und bereinigter Terminologie beeinflussten diese Bücher also immer noch die Mütter der Kriegs- und der Nachkriegsgenerationen.
    Wer die Bücher selbst nicht gelesen hat (sie wurden auch oft innerhalb der Familien weitergegeben, denn die Ratgeber-„Kultur“ nach heutiger Art gab es noch nicht), bekam dann wohl so einiges „mit auf den Weg“ durch die – in aller Regel sogar „gut gemeinten“ – Ratschläge der eigenen Mütter oder Großmütter …
    Das wirkt also fort …

    Ich habe den Pandemie-Sommer 2020 dafür genutzt, um mich recht (zeit-)intensiv in diese Thematik – ein Teil unser aller Sozialgeschichte – einzuarbeiten; sowohl in Sekundärliteratur – aber natürlich auch in die Grundlagen, sprich: in die Originalbücher der Johanna Haarer.
    Neu waren mir weder das Thema „Erziehung im Wandel“ noch die Person Johanna Haarer, aber im Ergebnis meiner kleinen privaten Forschungsreise bringe ich das mal salopp auf den Punkt: „Meine Fresse!!!“

    Wenn man das in Verbindung bringt mit den Büchern von Sabine Bode (einfach mal googeln) ergibt sich ein Gesamtbild, was ich nicht in ein paar Zeilen quetschen kann – aber es erklärt mir persönlich, warum Menschen derzeit so – scheinbar unterschiedlich – handeln, wie es gegenwärtig geschieht …
    Das gibt mir zwar nicht den grenzenlosen inneren Frieden, weil ich dem ganzen Mist um mich herum ja auch ausgeliefert bin – aber es ermöglicht mir einen gewissen Abstand.

    Eigentlich entwickelt sich die Menschheit eher physisch weiter (Doping sei dank.) und die Mode (Kleidung und Lifestile) wechselt ja auch regelmäßig – aber auch in der Mode kommt letztlich alles irgendwie mit dem Etikett „Retro“ wieder.

    Das geht BESSER:
    Ebenfalls im Sommer fiel mir dann kurzfristig nach dieser Hobby-Forschungsreihe ein anderes Buch in die Hände, das sei nun wirklich jedem (!) zur Lektüre empfohlen – man muss weder Lehrer noch irgendeine andere Art von pädagogischem Personal sein, es liest sich sehr angenehm – auch ohne Abitur und Studium – und spannt einen umfassenden Bogen („Ihr elterliches Erbe“ bis „Verhalten: Jedes Verhalten ist Kommunikation“).
    „Das Buch, von dem du dir wünscht, deine Eltern hätten es gelesen (und deine Kinder werden froh sein, wenn du es gelesen hast)“ von der Autorin Philippa Perry, deutsche Erstausgabe 2020.
    DAS sollte in jedem Haushalt vorhanden sein.
    DAS sollte man vielleicht auch mal KMs/SchulministerInnen und RichterInnen/AmtsärztInnen zur Lektüre DRINGEND empfehlen!

    Außerdem, weil heute Nikolaus ist, habe ich noch einen Wunsch an alle hier im Forum:
    Hört doch bitte auf, ständig irgendwelche unpassenden Vergleiche von Berufsgruppen anzustellen, diese gegeneinander auszuspielen und „ganz besondere RatSCHLÄGE“ zu erteilen, egal ob Lehrer, bekennender Nicht-Lehrer, oder Lehrerhasser.
    Lasst es bitte einfach sein.
    Und nicht mehr wundern, dass es hier so viele Lehrer gibt … Psssst – es ist ja ein Lehrerforum.

    Trolle und Bots können ja schon einmal Kamine kehren und das Zaumzeug der Rentiere sowie den zugehörigen Schlitten dem Winter-Check-up unterziehen.

    Und klasse finde ich den Vorschlag von
    Thomas 6. Dezember 2020 um 12:50
    Lasst uns diese Infos verteilen!

  13. „Ihre anderen Kinder sind doch gesund. Gefahr zu sterben, besteht immer. So ist das Leben.“ Dieser menschenverachtende Zynismus, von Leuten, die im Büro sitzen und deren Ansteckungswahrscheinlichkeit gering ist, ist wirklich abscheulich. Und: das Wort „Bildungsgerechtigkeit“ wird in diesen Zusammenhängen oft derart falsch verwendet, dass man es gern zum Unwort des Jahres 2020 erkläre möchte.

  14. Solche Fälle gibt es leider viele. Habe meinen Vater, bei dem im Sommer ein Hirntumor festgestellt wurde, wegen der Lage an den Schulen seitdem nicht mehr gesehen. Werde ihn wegen der momentanen Lage auch an Weihnachten nicht sehen können. Seit der letzten Pressekonferenz von Frau Merkel und den Ministerpräsidenten, fällt es schwer überhaupt noch zu funktionieren.

  15. Meine Nachbarn haben ein ähnliches Schicksal. Ihre 9 Jährige Tochter ist gesund, dann hätten sie 4jährige Zwillinge. Das Mädchen starb vor 2 Jahren an dem angeborenen Gen-Deffekt, der Junge ist schwer behindert und besucht seit einem Jahr den Förderkindergarten, der Personalschlüssel und die Angebote sind wirklich gut. Aber jede Erkältung ist schwer, da er sich nicht aufrichten kann. Dann kam Corona im Frühjahr. Der Förderkindergarten hat dann auch geschlossen und das Ältere Mädchen sollte drinnen bleiben, oder im Garten. Das ging 3 Wochen und das Mädchen wollte raus zu ihren Freunden. Die Eltern beschlossen das Mädchen nicht zu isolieren.
    Der Junge durfte ab Mai wieder in seinen Förderkindergarten. Der Junge kann nicht laufen und nicht richtig sitzen, er kann nicht zur Toilette, ist aber geistig fit. Zu Hause hätten ihn die Eltern entweder den ganzen Tag unterhalten müssen oder er sitzt vor dem Fernsehen. Und das ältere Mädchen? Die Eltern lassen das Mädchen in die Schule und zu Freunden.
    Es wird hier im Forum immer nur davon geredet, dass die Kinder sich in der Schule treffen. Kinder brauchen ein Sozialleben. Also die Kids an meiner Schule treffen sich privat, meine Kinder treffen sich mit ihren Freunden. Als Sozialarbeiter an einem großen Schulzentrum kenne ich viele Familien. Das Nachbarsmädchen ist bei meinem jüngsten Sohn in der Klasse, die letzten 2 Tage war am Schlittenhang bei mir um die Ecke große Freude, von vielen Grundschulkindern. Es sind mir keine Familien bekannt, die ihren Kindern verbieten die Freunde zu treffen.
    Ich denke, da muss jeder seinen Weg finden und wir sollten uns alle gegenseitig respektieren.
    Übrigens haben wir in unserem Schulzentrum 3 Zimmer mit Plexiglas und in vielen Zimmern Luftfilter. Allerdings gibt es unter uns viele Gespräche und wir versuchen es für unsere Jugendlichen erträglich zu gestalten und den Lehrern ihre Wünsche zu erfüllen. Wir haben von den Ausbildungsbetrieben ein gutes Finanzpolster bekommen.

    • Jeder Fall liegt anders. Sicher ist nicht jedes behinderte Kind gleich gefährdet, einen schweren Krankheitsverlauf zu bekommen, wenn es mit Corona infiziert wird. Das hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Allerdings wird man auch wenig genaue Daten bisher haben für den Verlauf bei manchen Vorerkrankungen und Behinderungen. So erinnert mich das ganze ein bisschen an ein Roulettespiel.
      Auch jede Familie ist anders strukturiert. Sind mehrere Geschwister da, haben sie sich gegenseitig zum Spielen. Ist es nur ein Geschwister wie in Ihrem Fall, fehlen natürlich bald Spielkameraden. Ein einzelnes Geschwister kann man ,wenn es nicht mehr ganz klein ist, auch besser anhalten, vom kranken Geschwister Abstand zu halten, als wenn immer eine Geschwistertruppe unterwegs ist.
      Genauso spielt eine Rolle, ob das behinderte Kind sich bewegen kann und sich unter die Geschwister mischt und die Abstandsregeln nicht versteht, usw.
      Jedenfalls ist es für manche Familien eine stressige Gratwanderung oder evt. gar nicht mit Familienleben vereinbar. Auch in Nicht -Coronazeiten ist ein „normales“ Familienleben mit behindertem Kind oft schwer zu verwirklichen, weiß ich aus eigener Erfahrung.
      Sicher haben Kultusminister hier Ermessensspielräume, was die Präsenzpflicht angeht. Es gehört halt etwas Courage dazu, aus dem warum auch immer vereinbarten Konsens auszuscheren.

  16. Das ist nicht zu fassen, die Familie muss getrennt werden wegen der Schulpflicht!
    Ziviler Ungehorsam!
    Lasst die Kinder zu Hause u seid wieder eine Familie!
    Es gibt einige gute Infos von Freilerner-Seiten. Hier wird auch für Bussgelder gesammelt!
    Dieser Artikel müsste in ganz viele Zeitungen!
    Vielleicht an ausländische Zeitungen… Vielleicht checkt es Deutschland erst bei Kritik von außen!?
    Deutschland ist ja eh einer der wenigen Ländern wo es überhaupt noch Schulpflicht gibt (statt Bildungspflicht!)

  17. Könnt ihr nicht mal das Aktenzeichen vom Urteil mit angeben? Das Gericht hat völlig Recht. Das Infektionsrisiko gehört zum normalen Lebensrisiko. Uns das gilt für alle. Das Leben ist endlich. Was den Kindern derzeit vermittelt wird ist eine Vollkaskomentalität u ein Recht auf ewiges Leben. Diese Einstellung werden sie bitter böse bezahlen müssen wenn die Realität sie später im Leben einholt. Und an alle Lehrer, besorgt euch eure Plexiglasscheiben und FFP2 Masken doch selbst. Das wird euch eure Gesundheit doch wohl wert sein. Wer hat denn zur Hochzeit den Ärzten Schutzausrüstung besorgt? Keiner. Mit Nacktbildern machten sie auf sich aufmerksam. Nichts hatten sie. Warum klangt von euch keiner persönlich auf Arbeitsschutz. Eure GEW ist ja zu dämlich, um nicht mal zu erkennen das sie gar nicht klagebefugt ist. Oder am besten kündigt doch wenn euch euer Beruf zu gefährlich geworden ist. Das muss euch doch eure Gesundheit wert sein. Das Arbeitsamt sucht Leute. Immerhin öffentlicher Dienst. Was hält euch ab? Ihr macht euch so lächerlich mit eurer Panik bei einer Alterspandemie. Wir der arbeitende Rest der Bevölkerung geht dann mal weiter arbeiten u unterrichtet d Kinder nebenbei und erwirtschaftet Steuern von denen Euer Gehalt zu 100 % finanziert wird. Was glaubt Ihr wie lange ihr eure tolles Gehalt noch bekommt wenn wir 10 Mio Arbeitslose haben? Wir lassen uns das nicht mehr gefallen. Ich werde nicht einen einzigen Urlaubstag mehr für Unterricht draufgehen lassen und euch mit meinen Steuern bezahlen. Mein Intermet u Drucker wird kaputt sein. Seht zu wie ihr d Stoff vermittelt bekommt. Eine Alterspandemie. Vergesst das nicht.

    • @Petra

      „Eine Alterspandemie. Vergesst das nicht.“

      Kann man etwas („Alterspandemie“) vergessen, was es nicht gibt?

      Sollten Sie da ein neues Phänomen entdeckt haben, müssen Sie sich rasch entscheiden, wo das zuerst bekannt gegeben werden soll (aber schnell wegen „fame“ und so:
      – Bild-Zeitung
      – Super RTL
      – Aluhut.online
      – Attila rettet die Welt

      Oh, Verzeihung, womöglich ist ja ihr Internet (wenn’s mehr nicht ist) schon kaputt . Dann eben Bild-Zeitung.

    • „Neben Lungenentzündung bis zum Lungenversagen kann es unter anderem zu Krupp-Anfällen, Herzmuskelentzündungen, Nierenversagen, Hirnhautentzündungen oder Nervenlähmungen kommen“, sagt Markus Rose Ärztlicher Leiter der Pädiatrischen Pneumologie, Allergologie und dem Mukoviszidose-Zentrum am Klinikum Stuttgart. Diese Aussage bezieht sich auf die Grippe. Kümmert es da jemanden? Nein. Ihr verbreitet Panik wo keine angebracht ist. DAs Leben ist immer lebensgefährlich. Tödliche Schulwegunfälle 2019 insgesamt 55 (bis 15 Jahre) Todesfälle Kinder Corona 0-19 gerade mal 10. Es würde kein Elternteil auf die Idee kommen sein Kind nun nicht mehr mit bspw. dem Rad allein zur Schule zu lassen. 3865 schwerverletze Kinder allein auf Schulwegen. Und wieviele Eltern haben wohl aufgehört zu Rauchen und gefährden ihre eigenen Kinder und machen Sie krank? Wieviel fettleibige Kinder an denen auschließlich die Eltern schuld sind gibt es?

      https://npgeo-corona-npgeo-de.hub.arcgis.com/app/3a132983ad3c4ab8a28704e9addefaba

      Nur 19 % auf den Intensivstationen sind Covid Patienten. Fragen Sie sich mal wer der Rest ist und warum er dort liegt. Durschnittsalter 75 +. Da ist jede Bronchitis die letzte.
      Ich frage mich immer, wie Ihr weiter unterrichten wollt wenn ihr solche Panik habt. Für die ohnehin verängstigten Kinder wäre es besser ihr kündigt einfach. Bedenkt mal, dass ihr diese Kinder die nächsten Jahre an der Backe habt. Ihr müsst den Unterrichtsstoff nachholen. Die psychischen Probleme der Kinder (Zwangsneurosen, Sozialphobien, Depressionen, Ängste) werden Auswirkungen auf den Schulalltag haben. Niemand wird euch diese Kinder abnehmen. Es wird keine Behandlungen geben weil keine Psychiater da sind. Viel Spaß. Ihr habt die Kinder der nächsten Generation in der Schule verdient. Gott sei Dank ticken die Leher an unserer Schule anders. Der Richter im obigen Urteil hat völlig Recht. Und man kann nur hoffen dass es endlich mehr Richter so sehen. Es ein zusätzliches Lebensrisiko nicht mehr. Jeder Ewachsene kann sich selbst schützen. Die Kinder sind nicht verantwortlich für den Gesundheitsschutz. Das Infektionsrisiko durch Kinder muß eine Gesellschaft aushalten.

      https://www.krankenkassen-direkt.de/news/mitteilung/Corona-Krise-Mehrheit-der-Kinderaerzte-gegen-Schulschliessungen-Mediziner-kritisieren-Vorgehen-der-Politik-zu-Lasten-der-Kinder-2647648.html

      • Wieso muss eine Gesellschaft das Infektionsrisiko durch Kinder aushalten, wenn es doch relativ leicht zu beseitigen wäre? Leben wir denn (auch ethisch) in der Steinzeit?

      • @Petra

        „Bedenkt mal, dass ihr diese Kinder die nächsten Jahre an der Backe habt. Ihr müsst den Unterrichtsstoff nachholen. Die psychischen Probleme der Kinder (Zwangsneurosen, Sozialphobien, Depressionen, Ängste) werden Auswirkungen auf den Schulalltag haben. Niemand wird euch diese Kinder abnehmen. Es wird keine Behandlungen geben weil keine Psychiater da sind. Viel Spaß. Ihr habt die Kinder der nächsten Generation in der Schule verdient.“

        Wenn Sie so etwas schreiben, sind Sie
        – schon davor
        – währenddessen
        – nachher
        stolz auf Ihre Darbietung, die vor Menschenfreundlichkeit und Kinderfreundlichkeit nur so trieft?

        Liebe Petra,
        das war nur eine rhetorische Frage.
        Aber wenn Sie sich (hoffentlich) ein wenig beruhigt haben, denken Sie doch gerne mal darüber nach – ganz unverbindlich und ergebnisoffen.

        Herzliche Grüße!

  18. Danke an die Redaktion.
    Diese Berichte sind wichtiger als alle Anderen.
    Amtsärzte urteilen regelmäßig aufgrund Aktenlage und ohne Fachwissen.
    Das liegt an der eigentlichen Aufgabe, Dinge anzuzweifeln zu sollen.
    Einen studierten findet man hier vermutlich eher selten.

  19. Man möchte eigentlich nur noch auswandern. Was sollen die Kinder an den Schulen lernen? Wie man lügt, betrügt, alternative Fakten erfindet und die Wissenschaft missachtet?

  20. Solche Behörden und in denen handelnden Mitarbeitern, Beamten und Angestellten, erinnern mich an Roland Freisler und Hilde Benjamin.

  21. Die CDU ist aber im Saarland das genaue Gegenteil was Schulen betrifft. Und Frau Eisenmann ist strikt gegen komplette Schulschließungen oder Wechselunterricht. Lesen Sie mal die neuesten Berichte darüber. Sie ist sauer weil in ihrem Bundesland sowas ansteht. Sie möchte das von Schule zu Schule unabhängig entscheiden

  22. Wir sind so eine Familie, seit März gehen unsere Kinder nicht in der Schule nur Probe und SA schreiben sie. Leistung der Beiden ist super. Grundschule und Gymnasium in München. Die Gymnasium bereitet uns gar keine Probleme, Grundschule schon, sehr große sogar. Trozdem bleiben die Kinder zu Hause und lernen weiter zu Hause und alles läuft prima, sogar viel besser als erwartet und von vielen angenommen. Aber im Fall irgendwelches mögliches Gerichtsverfahrens sind wir bereit schon längst bis zum Verfassungsgericht und daruberhinaus zu gehen, nämlich bis zum Europäischen Gerichtshof.

    Was hier abläuft ist einfach krank. Wer hat das Recht über das Leben und den Tod anderen Menschen entscheiden? Unsere Familie wird nicht getrennt sein, niemals. Kein Schulpflicht bzw. Präsentzunterricht steht über das menschliche Leben. Jedes Schuljahr kann man nachholen, das Leben aber nicht. Einfach unfassbar, dass die Menschen so wenig Mut haben um ihre wertvollste, ihre eigene Familie zu schutzen. Das ist keine Demokratie mehr. Nicht mal Kommunisums. Wir erleben gerade jetzt eine reine Diktatur in der mitte Europas. Die wahre Folgen dessen, fürchte ich, werden wir erst nach Pandemie erleben. Sobald Corona aus ist, sind wir rauß aus Europa. Hier haben wir nichts mehr zu suchen. Wir fühlen uns einfach schreklcih, entauscht, verraten, aber die Familie, eigene Kinder geben uns Kraft. Diejnige, die bahaupten, dass für das Kind die Schule und unter den Gleichältrigen zu sein in der Mitte einer tödlicher Pandemie wichtiger sei, als ohne eigene Eltern zu bleiben, sollte gar keine Entscheidugen treffen dürfen, nicht mal über sich selbs.

  23. Und noch etwas. Diese ewige Argumentation über ängstliche, fast psychisch kranke Kinder, die nicht in der Schule sitzen, sonder zu Hause lernen, kann ich sehr schwer nachvollziehen. Ja, sicherlich, die Welt geht unter wegen eines Jahres. Unsere Kinder waren nie selbsbewusster, als jetzt seit die Beide zu Hause sind. Klar, sie sind seit Monaten entweder von Klassenkammeraden oder Lehrer nicht fertig gemacht. Die Töchter hat neulich so eine Buchvorstellung vor ihrer ganzen Klasse online abgeliefert, dass wir uns fragen mussten, ist das tatsächlich unseres Kind. Stark, presänt, selbstbewust, kein winziges Zögern. Der Sohn ebeso. Immer noch zu offen und zu zugänglich gegenüber den anderen. Ja er hat Angst. Vor Spinnen. Wegen seiner Mutter. Als er noch klein war, beobachtete meine Reaktion.

    Aber trozdem werde ich froh, sie wieder unter ihren Freuden zu sehen. Das ist aber hier kein Thema.

  24. Käufliche amtsärzte, Politiker, Richter. Toll was sollen unsere Kinder lernen. Hoffe das die Bevölkerung sich das für die nächste Wahl merkt,was hier abgeht.

  25. Aktuell 09.12.2020: Leopoldina-Empfehlungen, mehr kann man dazu nicht sagen. Leere Worthülsen, mit denen Richter unhaltbare Zustände zu rechtfertigen versuchen, weil bessere „Lösungen“ nicht in Sicht sind.

    Das System Schule muss individuell – koste es was es wolle – passend gemacht werden, da es per se unflexibel ist. Individuelle Konsequenzen werden damit dem „allgemeinen Lebensrisiko“ zugerechnet.

    Aufffallend das beredte Schweigen in der Presse: es werden kaum noch Infektionen an Schulen und Kitas gemeldet, dabei sprechen die Zahlen fast überall eine ganz andere Sprache. Wir hatten gestern in unserem E-Mail-Postfach eine Mitteilung des Gesundheitsamtes, Eltern mögen doch bitte Kinder mit jeglichen Erkältungssymptomen dringlich zu Hause lassen, es sei in den letzten zwei Wochen zu einer Häufung von Infektionen in Kitas und Schulen gekommen. Sonst müssten die armen Kinder Weihnachten in Quarantäne verbringen …

    Auch in anderen Punkten kein Wort: Wer z. B. betreut quarantänepflichtige /o. infizierte Kinder, wenn die (alleinerziehenden) Eltern selbst erkrankt sind und für die Kinder nicht mehr sorgen können? Oma Opa dürften es ja wohl weniger sein…

    Was, wenn Eltern (egal ob leicht oder schwer erkrankt) nach Corona unter dem relativ häufig auftretenden Post Covid Syndrom leiden und für die Kinder nicht mehr sorgen können?

    Was, wenn nach einer Welle im Bereich der Schulen die Lehrer (durchschnittlich auch nicht mehr jung) langfristig mit einem gewissen Prozentsatz ausfallen?

    Und noch ein weniger bedachter Nebeneffekt dieser Rechtsprechung: Krankenhäuser und ITS laufen umso schneller voll, wenn Risikopatienten mittelbar dem Infektionsdrehkreuz Kita/Schulbesuch ausgesetzt werden. Da alle staatlichen Maßnahmen darauf abzielen, genau das zu vermeiden, konterkariert diese Rechtsprechung auch auf überindividueller Ebene das Ziel der Lock down-Maßnahmen.

    Laut internationalen Studien ist es NICHT möglich, den R-Wert bei geöffneten Schulen unter 1 zu bringen. Wer glaubt, dass uns das offiziell im November geglückt sein könnte, wird derzeit eines Besseren belehrt. Just Anfang November gab es neue Maßgaben für Tests, so dass es lediglich ein optischer Effekt war, egal was das RKI dazu als Mutmacher-Meldung verkündet hat …

  26. Da die Pandemie ja offensichtlich weiterläuft, auch wenn 75% weniger Kontakte durch aktuelle Schliessungen stattfinden, scheint wohl das Problem bei den anderen 25% zu liegen. Wie groß ist eigentlich der Anteil der Schüler/Lehrer Kontakte innerhalb der 25%?

  27. Die Familie tut mir wahnsinnig leid!!!

    Nicht nur, das sie ein schwerkrankes Kind haben und dort staendig in Sorge sind, NEIN!!!!, jetzt wird sogar von seiten eines Gerichtes so ein unfassbares, schlimmes Urteil gefaellt und die Familie ist gezwungen, um Leben zu retten, sich zu trennen????

    So weit darf es nicht kommen!!!!

    Es sollte individuell zu Wohle der Familie entschieden werden und nicht um den Willen der Kultusminister *innen durch zu setzen.

    DIESES VORGEHEN IST UNMENSCHLICH und krankmachend fuer die Psyche aller, was dem Virus noch zusaetzlich in die Karten spielt.

    Einfach nur noch traurig dieses Vorgehen!!!!

  28. Es sind nun zwei schwierige Monate vergangen und ich hoffe, die Familie konnte ohne Coronainfektion die Zeit gesund überstehen.

    Nehme an, es handelt sich um NRW. Wie haben sich denn die Dinge so entwickelt, und wie sind die frischen Zeugnisse der Geschwisterkinder mit unentschuldigten Fehlstunden und Leistungsvergleich zum vorletzten Zeugnis ausgefallen?
    Meine Frage dazu zielt auf die Loyalität der Schulen zu diesem in meinen Augen unmenschlichen Fall ab.

  29. @Monika, BY vom 8. Dezember 2020 um 20:17

    „Wir sind so eine Familie, seit März gehen unsere Kinder nicht in der Schule nur Probe und SA schreiben sie. Leistung der Beiden ist super. Grundschule und Gymnasium in München. Die Gymnasium bereitet uns gar keine Probleme, Grundschule schon, sehr große sogar. Trozdem bleiben die Kinder zu Hause und lernen weiter zu Hause und alles läuft prima, sogar viel besser als erwartet und von vielen angenommen. Aber im Fall irgendwelches mögliches Gerichtsverfahrens sind wir bereit schon längst bis zum Verfassungsgericht und daruberhinaus zu gehen, nämlich bis zum Europäischen Gerichtshof.“

    FRAGE:
    Mich würde einfach dazu interessieren wie die Schule(n) letzlich mit dem Halbjahreszeugnis auf die Fehlzeiten (Fernbleiben vom Präsenzuntericht) reagierten.

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