Gebauer: Schüler bekommen Zeugnisse – wie, das entscheidet die Schule

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DÜSSELDORF. Wie bekommen die Schüler im Distanzunterricht ihre Halbjahreszeugnisse? Nach Angaben von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) haben die Schulen Entscheidungsspielraum in dieser Frage in der kommenden Woche. Die Schulen könnten die Zeugnisse auf dem Postweg versenden oder eine Abholung an den Schulen anbieten, wie sie am Montag mitteilte. Mit Zustimmung der Eltern sei auch eine elektronische Übermittlung mit späterer Aushändigung möglich.

Entscheidung delegiert: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Foto: MSB

«Das vergangene Schulhalbjahr hat fast vollständig im Präsenzunterricht stattgefunden. Daher gibt es Zeugnisse», erklärte Gebauer. Damit könne Schülern auch in Zeiten der Pandemie ein Stück Normalität gegeben und Lernerfolg dokumentiert werden. Nach Angaben des Ministeriums ist der 29. Januar als Zeitpunkt der Aushändigung der Halbjahreszeugnisse vorgesehen. An den Grundschulen ist demnach die Aushändigung im Zeitraum vom 25. bis 29. Januar möglich.

Die Regeln zum Distanzunterricht gelten während des verlängerten Lockdowns in der Corona-Pandemie in NRW vorläufig bis Ende Januar. dpa

Gebauer will Präsenzunterricht nach dem 31. Januar – teilweise jedenfalls. Wissenschaftler warnen: In Schulen finden Infektionen statt

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45 KOMMENTARE

  1. Besten Dank, aber Zeugnisse dokumentieren in erster Linie das Welt- und Menschenbild desjenigen, der diese Dokumente ausstellt. Menschen ungefragt zu dokumentieren, sie zu bewerten und ihre Leistungen und ihr Verhalten mit Noten zu betiteln war auch schon vor der Pandemie übergriffig und hat so manchem jungen Menschen das Selbstbild beschädigt. Schön wäre doch, wenn wir die Erkenntnisse der Pandemie dafür nutzen könnten, einen durch und durch wertschätzenden Blick auf junge Menschen zu entwickeln, der sie nicht als bloße Leistungserbringer sieht, sondern einfach als schätzenswerte Menschen an sich.

    • Das Leben besteht nicht nur aus Selbstbild, sondern auch aus Fremdbild … wir werden wahrgenommen und auch der – geschätzte – junge Mensch wird bewertet.

      Die schlampige Zeit der deutschen Politiker mit gefälschten Dissertationen ist vorbei. Leistung zählt wieder. Nachweisbar.

      Ein entgrenztes Ich bin ok- du bist ok ist schwammig und schafft Unsicherheit. Und ist es nicht selbst unter Freunden oder Ehepartnern moralische Pflicht, einander auch mal zu kritisieren?

    • Dann schlagen sie bitte eine Alternative vor. Bedenken Sie aber, dass alles außer den Notenzeugnissen für Lehrer mehr Arbeit macht und von den Personalern noch weniger ernst genommen wird als die Notenzeugnisse. Ferner wird es dann eine Flut an Aufnahmeprüfungen geben. Übrigens müssen alle Arbeitnehmer Leistung erbringen, wenn sie bei einer Firma anfangen oder dort bleiben wollen. Mit schätzenswerten Menschen kann keine Firma in der freien Wirtschaft Geld verdienen.

    • Liebe #Julia Perkuhn#l!
      Sie sprechen mir aus der Seele!!! Wann wachen die Ministerien und Schulen endlich auf und beenden dieses schreckliche Schubladendenken!!!

    • An etlichen Gemeinschaftsschulen sind Noten sowie Sitzenbleiben bis Klasse 8 oder 9 bereits abgeschafft. Aber haben Sie schon was von den pädagogischen Erfolgen dort wahrgenommen? Oder finden die vorwiegend auf den Web-Seiten der Schulministerien (und der Schulen selbst) statt?

      • Woran bemessen Sie denn „pädagogische Erfolge“ – Schüler zu qualifizierten Abschlüssen zu führen, die im gegliederten System ohne schulische Hilfestellung sonst keine Chance gehabt hätten, oder Schüler zum Abitur zu bringen, die von zu Hause aus jede Unterstützung (samt außerschulischer Nachhilfe im Bedarfsfall) bekommen?

        • Ich meine nicht formale Abschlüsse, sondern das, was die Leute tatsächlich können. In Berlin ist man sehr erfinderisch im Verändern der „Spielregeln“ für den MSA oder den Übergang in die Oberstufe. Mit weicheren Kriterien bekommen mehr Leute mehr Abschlüsse. Die Frage war aber, ob das Abschaffen der Noten sich positiv auf die tatsächlichen Kompetenzen (so heißt das heute ja) ausgewirkt hat. Und davon hört man wenig. Julia Perkuhn sprach oben ja auch nicht von Leistung, sondern von „schätzenswerten Menschen“. Aber was soll das mit den Abschlüssen direkt zu tun haben? Sind die Leute letztlich nur „schätzenswert“ mit bestimmten formalen Abschlüssen und wegen eben dieser Abschlüsse?

          • Wen fragen Sie das? Natürlich kommt es auf beides an – auf echte Kompetenzen, aber eben auch auf die Chance, einen qualifizierten Abschluss zu bekommen. Und diese Chance hängt eben auch von den Lebensumständen eines Kindes ab wie von den Bildungschancen, die ein Schulsystem ihm einräumt.

            Früher hatten auch Menschen ohne Schulabschluss ein Auskommen. Deshalb konnte es sich das Schulsystem leisten, „Ausschuss“ zu produzieren. Das ist aber längst vorbei – was schlicht damit zu tun hat, dass einfache Arbeiten automatisiert wurden und die Anforderungen im Beruf entsprechend wuchsen. Das kann ein Bildungssystem, das ja kein Selbstzweck ist, nicht ignorieren. Mit Appellen an die Wirtschaft, doch auch Unqualifizierte einzustellen, ist es dabei nicht getan – die Politik ist in der Pflicht, die Bedingungen für die Bildung uu verbessern. Davon kann aber leider seit Jahrzehnten keine Rede sein.

          • Lieber Bernd, Chancengleichheit ist etwas anderes als Ergebnisgleichheit. Es ist die Politik, die durch Abkehr vom Leistungsprinzip zunächst das Abitur selbst, spätestens durch die Bologna-Reformen auch das weltweit geschätzte deutsche Ausbildungs- bzw. Hochschulsystem abgeschafft hat. Etliche aktuelle Bachelor-Absolventen übernehmen Aufgaben, für die in früheren Jahren eine Ausbildung genügt hat. Aktuell vermutlich auch noch, jedoch stellt ein Arbeitgeber im Zweifel den Bachelor ein. Die Bedingungen würden verbessert werden, wenn die Politik sich ernsthaft auf den Wissenschaftsstandort Deutschland besinnt und wieder harte Leistungsbedingungen für ein Abitur einführt. Die Abschlüsse dürfen nicht verschenkt oder nur durch Reduktion der Anforderungen auch für eigentlich dafür nicht geeignete Menschen erreichbar werden.

          • Sorry, lieber Carsten60, in Ihren Ausführungen sind mir zu viele pauschale Behauptungen enthalten, die – ich weiß – gerne von Konservativen kolportiert, dann aber nie belegt werden. Letztlich steckt dahinter die ewige Leier: Früher war alles besser.

            Nein, war es nicht – ich habe Kinder in Schule, Ausbildung und Studium und weiß, wovon ich spreche. Eine Ausbildung ist ein gutes Fundament, qualifiziert aber praktisch immer nur in den Bereichen, mit denen sich der Ausbildungsbetrieb beschäftigt. Ein Bachelor-Studium qualifiziert viel breiter. „Wieder“ harte Leistungsbedingungen sollen eingeführt werden? Wenn ich mir zum Beispiel die Fremdsprachenkenntnisse heutiger Abiturienten anschaue und die mit denen vor 30, 40 Jahren vergleiche – da liegen Welten zwischen. Meine älteren Kinder sprechen fließend Englisch und Französisch, passabel Spanisch und Niederländisch. Sie sind international ausgerichtet. Als ich mit Abitur aus der Schule kam, hatte ich Hemmungen, in London nach dem Weg zu fragen, weil der Unterricht sich weitgehend auf das Übersetzen von Shakespeare beschränkte.

            Das können Sie durchdeklinieren: Sprachwissenschaftler stellen fest, dass Kinder heute mehr Rechtschreibfehler machen – allerdings mit einem sehr viel größeren Wortschatz. Dazu kommt, dass heute viel mehr Kinder auch nicht-deutschsprachigen Elternhäusern kommen, was die Ausgangsbedingungen natürlich verändert. Usw. usw.

            Das bedeutet nicht, dass politisch nicht mehr getan werden müsste, um die Förderung in den Schulen zu verbessern. Das tut Not. Aber nicht, weil die Förderung früher besser gewesen wäre (es wurde mehr aussortiert) – sondern schlicht weil die Herausforderungen gewachsen sind. Mit einer Abiturientenquote von 20 Prozent und einer Studierendenquote von 5 Prozent, mit Latein, Altgriechisch und vertieften Kenntnissen über den alten Fritz kann ein international ausgerichteter Wirtschaftsstandort wie Deutschland nun mal nicht mehr bestehen.

          • Ich habe (im Gegensatz zu Georg) keine einzige „Behauptung“ aufgestellt außer, dass man in Berlin sehr erfinderisch ist mit der Veränderung der Spielregeln, was Abschlüsse und Übergänge in die Oberstufe betrifft. Und das ist so: Eine „5“ in Deutsch oder in Mathematik ist dabei kein Hindernis mehr, und das bei ohnehin gnädig verteilten Noten. Und bei zwei Fünfen zählen auch Musik, Kunst, Theater und Sport als Ausgleich. Und das wurde sogar in dem Bericht der Köller-Kommission zu den Berliner Schulen kürzlich festgestellt und bemängelt: Da steht sinngemäß, dass in den Sekundarschulen der zahlenmäßig verstärkte Übergang in die Oberstufe (politisch ausdrücklich erwünscht) von gesunkenen Leistungen begleitet wurde. Wohlgemerkt: nach den Kriterien der empirischen Bildungsforscher, also der neuen Halbgötter.
            Julia Perkuhn hat oben genau diesen Ansatz kritisiert: warum soll man sich an Leistung orientieren? Dazu hatte ich nur angemerkt, dass Noten und Sitzenbleiben schon teilweise abgeschafft sind und dass das alleine auch nichts erkennbar verbessert hat, jedenfalls sehe ich das nicht. Mit Anekdoten aus der eigenen Familie ist dem Problem ohnehin nicht beizukommen, das belegt gar nichts. Da kann jeder was erzählen. Bernd sollte sich lieber mal mit den Ergebnissen der Tester von PISA & Co beschäftigen. Englisch wird da kaum mal getestet.
            Und wer den Wirtschaftsstandort Deutschland mit seinen weichen Kriterien bei Schulabschlüssen preist, sollte sich mal den Wirtschaftsstandort Japan/Südkorea ansehen mit dem dortigen Leistungsdruck auf Schüler, der sich dann in vorderen PISA-Plätzen niederschlägt. Übrigens mit besonders viel privatem Nachhilfeunterricht und mit harten Aufnahmeprüfungen für die führenden Hochschulen, in Japan bereits mit Aufnahmeprüfungen für die besonders begehrten Grundschulen.

    • Schulen sollen auf das Leben vorbereiten. In Schulen sind Fehler und auch mal ein schlechtes Zeugnis erlaubt, später nicht mehr. Das Leben besteht nicht nur aus In Watte packen, kein wunder das mittlerweile so viele Kinder psychisch labil sind.

      Wertschätzung geht übrigens auch unabhängig von der Leistung. Lehrer und auch viele Schüler können das sehr gut trennen, schade dass manche Eltern der Meinung sind, dass man Kinder nicht kritisieren darf, so bekommt man Tyrannen.

  2. Habe ich aus dieser Nachricht von Fr Gebauer herausgelesen, dass die Schulen in NRW über den 31.1. weiterhin auf Distanz laufen werden?? Wenn es mit dem 1.2. in Präsenz weitergehen würde – womit ich tatsächlich bei der gewohnt unbelehrbaren und ignoranten Kultusministerin gerechnet hatte – dann könnten die Zeugnisse ja auch mit 2 oder 3 Tagen Verzögerung ausgegeben werden…für unsere Schule würde eine nostalgische Zustellung nämlich fast 2000.- Euro kosten …. und Geld dürfen Schulen doch eigentlich nicht kosten.

    • Wir werden sehen. Es hängt von der (Un-) Belehrbarkeit der KMK und speziell Gebauer ab, ob und ggf. wie lange es weiterhin Distanzunterricht geben wird. Irgendwann stehen Klassenarbeiten und Vorabitur an, was meiner Meinung nach nur in Präsenz stattfinden kann. An der Schule selbst sehe ich nicht das Problem, beim Schulweg in den Bussen schon eher.

      Post Versand von Zeugnissen würde ich aber nicht machen, da sehr teuer und mit Versandrisiko verbunden. Gegen eine persönliche Abholung durch die Eltern spricht meiner Meinung nach nichts, wenn sie das Zeugnis unbedingt bis Ende Januar brauchen.

      • Zahlt aber der Schulträger, da es sich um einen Verwaltungsakt des Schulträgers handelt, das mit dem Dienstsiegel der Stadt gesiegelt ist. Kann der Schule folglich egal sein. Dass eine Postzustellungsurkunde ein exorbitantes Porto bedingt, kommt doch dem Hauptaktionär der Post zugute. Also rechte tasche, linke Tasche – was soll’s?

      • Entschuldigung, aber die Gesichtsmasken, die in den meisten Klassenräumen der einzige Schutz sind, passen kaum einem Kind richtig. Vor allem an den Seiten, wo man dicht an dicht sitzt, geht die Atemluft raus.Trotz nachweislicher Studien, z.B. aus Österreich, dass Schulen am Infektionsgeschehen maßgeblich mit beteiligt sind, wird das hier immer noch geleugnet. Lieber setzen wir unsere Kinder den Gefahren auf Schulweg UND in der Schule aus. Unfassbar! Jedes infizierte Kind, jedes weitere Ansteckungsrisiko, ist zu viel. Eine Freundin sagte letztens zu mir, unbegreiflich, dass man nicht das Online Lernen und Unterrichten als Chance und Geschenk für die Vorbereitung auf Zukunft und Leben sehen kann. Ein Segen, dass die Technik diese Option bietet, online RICHTIGEN Unterricht zu machen, und den Kindern mit den Video Optionen auch ein Gemeinsam- statt Einsamkeitsgefühl gibt. Sogar Unterricht wäre möglich, ein Teil präsent in Klassenräumen, wenn Betreuung oder Lernen zu Hause nicht möglich ist, ein Teil zugeschaltet. Das müsste auch diejenigen gutheißen, die Präsenz durchsetzen wollen zum uns allen wichtigen Bildungszweck
        Nutzt die Chancen und zahlreichen Möglichkeiten, statt dauernd alt eingefahrene Wege zu gehen, die der Situation nicht angemessen sind.

    • Ehrlich nicht, Schüler und Schülerinnen der Klasse 10 müssen sich am 31. 01 zu Beratungen begehen oder haben Vorstellungsgespräche, dadurch brauchen sie ihr Zeugnis und was ist wenn der distanzunterricht verlängert wird? Ich finde man sollte einen Termin machen am 29. Januar und dann in Abständen das Zeugnis aushändigen, weil die Ausbildungstellen sind eh schwierig zu finden und oft haben die auch keine Geduld

        • … so, so, also ich habe auch am 31.02. eines jeden Jahres nichts weiter vor:)

          Kann einer Zehtklässlerin vielleich irgendwer mitteilen, dass man sich üblicherweise so im September/Oktober – also nach Abschluss der 9. Klasse für das folgende Ausbildungsjahr bewirbt. Die Bewerbungen werden dann in den Personalabteilungen zunächst gesichtet und es erfolgen dann ggf. die Einladungen zu persönlichen Gesprächen ab Februar. Dabei ist dann das Halbjahreszeugnis der 10. Klasse einschließlich der Abschlussprognose vorzulegen. Solte es zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages vor Ablauf des letzten Schuljahres kommen, erhält der zumeist eine Klausel, dass das Ausbildungsverhältnis nur bei Erreichen des Schulabschlusses zustande kommt, der in der Stellenausschreibung als Mindestqualifikation gennant worden war.
          Wird also die FOR zur Bedingung gemacht und es wurde nur der HSA zuerkannt, dann kommt der Vertrag nicht zustande.

          Btw die meisten Prüfungsaufgaben bei den ZP10 in Mathe sind Stoff des neunten Jahrganges. Und die Vorbereitung auf die ZP10, die im zweiten Halbjahr des 10. Schuljahres beginnt, sollte man auch im „Lernen auf Distanz“ alleine hinbekommen. Es gäbe auch noch die Möglichkeit sich zu lerngruppen zusammen zu schließen und sich virtuell über die Aufgaben auszutauschen.

  3. Ich frage mich wieviel noch passieren muss bis mal ruhe einkehrt wegen Schule oder nicht Schule bin vor 2 1/2 Jahren aus der Schweiz mit meiner Tochter jetzt 16 J. Nach Deutschland gezogen.
    Ich habe noch nie ein unselbstänigeres Land erlebt als da. Ihr erzieht eure Kinder zu unselbständigen Plagen denben ihr mit 30 noch den Hintern putzen müsst werdet endlich WACH und lasst sie leben und mir dem fertig werden was das Leben an sie stellt. Nur so werden sie ERWACHSEN.
    Übrigens habe auch einen 27 Jährigen Sohn der wurde wie die Tochter erzogen . Er ist seit er 16 ist selbständig . Schulisch und beruflich bedingt bei uns kann man nicht mal schnell seine Ausbildung nebenan erlernen.
    Meine Tochter geht auf jeden FALL bis Ende März nicht in die Schule habe sie nicht auf die Welt gebracht damit sie von euch umgebracht wird.
    Es ist meine Tochter KLAR.

      • Ich sehe das ähnlich. Ich pendle seit 6 Jahren täglich in die Schweiz zur Arbeit. Manchmal denke ich, es ist kein Nachbarland sondern eine andere Welt. Vor allem wenn Kollegen von der Qualifikation und Motivation der Schweizer Lehrer erzählen. Ich schäme mich etwas von meiner Erfahrung mit den deutschen Lehrern zu berichten.

    • Ist es verboten, zurück in die Schweiz zu ziehen wenn es einem dort besser gefällt?
      Und wird in der Schweiz keine Rechtschreibung gelehrt?

      Witzig übrigens auch, dass Sie erst eine Tirade über Unselbständigkeit ablassen und dann darauf pochen, dass Sie das Sagen über Ihre Tochter haben. Merken Sie eigentlich nicht, dass Sie sich komplett selber widersprechen?

      Davon abgesehen, stimme ich Ihnen zu, dass es besser wäre, wenn die Schulen noch länger geschlossen bleiben.

  4. Was soll dieses ständige hin und her. Wiedermal die Entscheidung an die Schulen abgeben, anstatt eine einheitliche Lösung zu finden. Es sollte mal langsam eine Entscheidung fallen da mit den ZAP’s, Abi und Co ist. Die Halbjahreszeugnisse sind eh nach dem wenigen und absolut chaotischen Unterricht nicht aussagekräftig. Denn denn versäumten Unterricht durch zuprügeln ohne Rücksicht auf Verluste ist kein Unterricht.

  5. Wird hier wirklich der ZeignusVESAND diskutiert? Es sollte eher diskutiert werden nach welche Kriterien Zeugnisse fuer dieses und naechstes Halbjahr erstellt werden koennen
    So viele SuS haben die letzten Pruefungen mit mangelhafter Vorbreitung wegen Corona machen muessen dass i h es unmoeglich finde die Noten standardmaessig au geben
    Und il naechsten Halbjahr?
    Wie soll da die Benotung stattfinden?
    Darueber sollte besser endlich mal nachgedacht werden.
    Lieber endlich mal AGIEREN statt immer nur zu reagiere
    Ein normaler Unterricht kann ja aufgrund der neuen Mutationen gar nicht stattfinden. Es sind nun vorwiegend Jugendliche und Kinder infiziert ….

    • Genau das habe ich auch gedacht!
      Wieder einmal unnützes Gerede von Seiten Gebauers. Als ob die Schulen nicht schon längst entschieden hätten, wie sie die Zeugnisse übergeben/versenden.
      Inhaltlich kann ich bei Frau Gebauer eigentlich nie den Ansatz von Arbeitsprozessen, Reflexion, Planen oder Handeln erkennen.
      Den Job könnte man bei solch einer Arbeitsweise genausogut ersatzlos streichen.

  6. Ich denke, dass Zeugnisse am Ende eines Schuljahres ausreichend sind. Diese sollten keine Zensuren enthalten, sondern Kindern ihre Stärken vermitteln und ihnen einen Einblick über bereits Geleistetes geben. Zeugnisse dürfen kein Druckmittel zum Lernen sein und nicht vergleichbar mit anderen machen. Es sollte dem Kind Mut geben und Motivation für eigenständiges und kreatives Lernen sein.

    • Stimmt! Wir wollen ja nicht, dass ein Kind sich nach dem Lesen eines Zeugnisses so niedergemacht, wertlos und als Belastung für alle empfindet wie so mancher Lehrer hier nach dem Lesen der Beiträge!

  7. Frau Perkuhn, Sie sprechen mir aus der Seele!!!!
    „Übergriffigkeit“ und „Wertschätzung“ geben das Spannungsfeld wieder, in dem sich Schüler und Lehrer immer wieder befinden.
    Ab sofort muss hier dringend umgedacht werden…

    Durch diese Art von Notengebung werden junge Menschen lediglich als Objekte des Lernens „bewertet“- das löst extreme seelische Verletzungen aus. Ist sogar im Hirn messbar (s. G. Hüther)

    • Falsch die starken seelischen Probleme kommen daher, weil viele Eltern es versäumt haben, ihren Kindern den Umgang mt Misserfolgen beizubringen. Wenn es dann nicht in der Schule auftreten würde, dann würde das maximal verschoben auf den Job.
      Schule soll auf die Zeit nach der Schule vorbereiten, 7nd da läuft es nochmal ne ganze Nummer anders ab. In Schule gibt es übrigens auch Werrtschätzung unabhämgig von Noten, und das können viele Kinder auch trennen.

    • Wenn Sie Recht haben wollen, dann müssten Sie auch diese standardisierten Tests angreifen, durch die den Leuten Kompetenzstufen zugeordnet werden (was ist das anderes als verkappte Noten?). Aber unser ganzes Schulsystem basiert mittlerweile darauf, die KMK hat eigens das IQB gegründet, um diese Zuordnung von Kompetenzstufen vorzunehmen. Von der Seele der Kinder ist in diesem System in der Tat nicht mehr die Rede. Wer aber diese Kompetenzstufen nicht gut findet, sollte nicht mit PISA-Punkten argumentieren, auch nicht damit, dass diese Punkte (also der angebliche Bildungserfolg) mit der sozialen Herkunft korrelieren und also Deutschland als sozial ungerecht nachweisen. Genau darauf basiert aber die Feststellung dieser „Bildungsungerechtigkeit“ in Deutschland. Denn gerade diese Tests wie PISA, IGLU usw. bewerten die Individuen nur als „Objekte des Lernens“, wie Sie selbst formulieren.

  8. Mein Sohn steht kurz vor dem Abitur. Wie soll das aussehen. Zentralabi? Obwohl jedes Bundesland anders agiert und die Digitalisierung von Kommune zu Kommune anders fortgeschritten ist? Ich bitte darum, auch hier die Schulen wieder selber die Abituraufgaben stellen zu lassen. Diese Entscheidung muss jetzt her, damit geplant werden kann.

  9. Wie soll man da Noten geben. Oder ein Zeugnis? Meine Tochter war in diesem Halbjahr mehr Zuhause als in der Schule. Homeschooling Das ist nicht Schule.

    • Lehrer sind fachkräfte für Lernen und Lehren, sie können durchaus entscheiden, was auch mit Ausfällen möglich gewesen wäre und was nicht. Nicht der Lehrplan macht die Noten u nd auch nicht die Bezirksregierungen sondern der Lehrer, und dieser macht auch die Klassenarbeiten und weiß ganz genau, was man erwarten kann und was nicht.

      Ich frage mich ja manchmal auch, warum Lehrer eigentlich immer für so dumm gehalten werden, dass man immer der Meinung sein muss, dass die nichts können. Liebe Eltern, das ist Job der Lehrer und die meisten wissen sehr genau, was sie tun. Wer jetzt ein schlechtes Zeugnis bekommt, hätte es auch so bekommt.
      Einzige Ausnahme bilden hier zentral gestellte Prüfungen.

      • Warum so kompliziert? Das deutsche Notensystem hat sechs Notenstufen, die exakt der Anzahl der Flächen eines Würfels entsprechen. Fällt die „Sechs“ darf auf Wunsch des KuMis ein zweites Mal gewürfelt werden. Enthält ein Zeugnis mehr als zwei „Fünfen“ muss auf Beschluss der Zeugniskonferenz ein Losverfahren einsetzen, dass über eine Versetzung entscheidet. Gelost wird aber erst nach Abpfiff der Nachspielzeit, in der die Nachprüfungen abgenommen werden.

  10. Mein Großer muss tatsächlich auch Sport betreiben. Sie müssen zb. mit einer vorgegebenen App laufen gehen.
    Er sitzt täglich vor dem Rechner entweder per Videokonferenz mit Lehrern oder für Teamwork. Es ist zwar nicht das, was er im Normalfall leisten muss, aber sie bekommen ihren Unterrichtsstoff auch zugeteilt und dementsprechend gibt es Hausaufgaben.
    Es ist wie es ist, wir können es nicht ändern, aber jammern hilft am Wenigsten weiter. Das Wichtigste ist, dass wir gesund bleiben.

    • Ich denke auch, dass es wichtig ist, den Kindern Mit zu machen.
      Wir sollten neue Methoden annehmen und ausprobieren, statt immer wieder zu beklagen, dass jetzt alles doof ist.

      Praktische Aufgaben aus dem Fach Sport bieten die Chance, sich körperlich zu fordern.

      Ich sehe das als gute Möglichkeit, Stress abzubauen und ausgeglichener zu sein.
      Mein Sohn, der seit November im Distanzunterricht lernt, hat schon verschiedene solcher Aufgaben gelöst.
      Fußballübungen, Choreographien, usw. einstudiert, per Handy gefilmt und der Lehrerin geschickt.

      Für uns war das ein großer Spaß.

      Wir müssen alle neue Wege gehen!

  11. Ich möchte gerne wissen wie die Kinder betonten werden werden können wenn sie kaum in der Schule sind und nur von zuhause lernen können

    • Indem das ganze Halbjahr zählt und nicht nur die letzten zwei Wochen…… das war übrigens vor Corona auch schon so, nur mal so als Tipp.

  12. Der Präsenzunterricht in diesem Schuljahr dürfte wohl noch strafrechtliche Folgen haben. Also nutzen wir die Krise etwas vollkommen Neues zu schaffen und nicht länger auf Anweisungen zu warten.

  13. Seit Wochen halte ich mich fern von „Außenkontakten“ bzw. versuche diese so gering wie möglich zu halten. Weil unserer Stadt das Verschicken der Zeugnisse zu teuer ist, muss ich nächste Woche 30 Eltern treffen, um ihnen das Zeugnis persönlich zu übergeben. Soviel zum Thema Kontaktbeschränkungen!

  14. Auf dem „Papier“ sieht es wohl für Frau G. so aus, dass der Präsenzunterricht „fast vollständig“ stattgefunden hat. Dem widerspreche ich. Kollegen aus Risikogruppen, zu denen ich leider gehöre, hatten zwar Anwesenheitspflicht, saßen aber oft sinnlos von Schülern isoliert im Büro rum, und die betroffenen Klassen saßen mit Aufgaben betraut (zum Teil unbeaufsichtigt) rum. Das nenne ich nicht Präsenzunterricht, aber sie waren ja da!! Leistungsnachweise z.B. in Form von Klassenarbeiten? Noten auf Basis einer Klassenarbeit vom Oktober? Eine zweite gab es nicht mehr, da die Schule zu war? Ich sollte Noten geben für Schüler, die ich nie gesehen habe! Das ist doch alles ein Witz!

  15. Warum lässt man die Schüler durchgehend vom 1ten Schuljahr bis zu den Abschulklassen nnicht ein halbes Jahr wiederholen um dass bis jetzt gelernte zu vertiefen. Die Kinder könnten durchaus ein halbes Jahr im Kindergarten bleiben, was wiederum den 2jährigen ganz gut täten, wenn sie noch ein halbes Jahr zu Hause bleiben könnten.

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