Lauterbach: Öffnung der Kitas und Grundschulen im Januar möglich – wenn…

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BERLIN. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet zunächst noch keine Besserung der Corona-Lage. «Wir werden jetzt die schlimmsten drei Monate der gesamten Pandemie mit hohen Infektions- und Todeszahlen vor uns haben», sagte er der «Rheinischen Post». Ab April sei aber durch eine Kombination aus besserem Wetter und mehr verfügbarem Impfstoff ein Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Unter bestimmten Bedingungen befürwortet er eine Wiedereröffnung der wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Kitas und Grundschulen ab der zweiten Januarhälfte.

Ist selbst ein studierter Mediziner und Epidemiologe, der in Harvard promoviert hat: Karl Lauterbach. Foto: Karl Lauterbach

«Voraussetzung wäre, dass alle anderen Klassenstufen geteilt würden und wechselnd Präsenz- und Digitalunterricht erhalten. Oder der Präsenzunterricht ganz ausgesetzt wird», sagte Lauterbach der Düsseldorfer «Rheinischen Post». «Wenn alle Schulen wieder aufmachen wie vor den Ferien, laufen wir Gefahr, dass wir selbst den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche trotz Lockdowns gar nicht erst erreichen werden», warnte er. «Daher wäre das ein großer Fehler.» Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder ab zwölf Jahren genauso ansteckend seien wie Erwachsene.

Der Neuinfektionswert von 50 ist die von Bund und Ländern vereinbarte Zielmarke. Darunter gilt die Pandemie als beherrschbar. Derzeit liegt der Wert im bundesweiten Schnitt über 140. dpa

Nach dem Corona-Tod eines 38-jährigen Lehrers: Lauterbach fordert von den Kultusministern, endlich RKI-Empfehlungen einzuhalten

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68 KOMMENTARE

  1. Wieso müssen wir Grundschuleltern uns, unsere Kinder und unsere Lehrer opfern damit alle anderen Schulformen zuhause bleiben dürfen? Wir Familien sind genauso gefährdet wie alle anderen Eltern auch und unsere Kinder können genauso LongCovid-Schäden davontragen!

    Ohne eine Aussetzung der Präsenzpflicht halte ich es für kriminell, die Schulen wieder zu öffnen.

  2. Warum machen wir es nicht wie andere Länder, die die Schulen ganz schließen, um die Bevölkerung zu schützen. Thailand vor ein paar Tagen als Beispiel.
    Distanzunterricht bis Februar für alle. Und man könnte viele Leben retten.
    Aber das will man offensichtlich nicht.

  3. Häh? Ich dachte, Herr Lauterbach hätte es verstanden. Anscheinend aber doch nicht.

    Auch Grundschüler sind ebenso infektiös wie alle anderen, man hat sie nur noch weniger getestet als ältere SuS. Das gleiche gilt für Kita-Kinder: Hier gibt es die Daten der AOK, über die N4T berichtet hat. Wenn die Kita-Kinder sich nicht anstecken würden, gäbe es ja wohl kaum einen Grund, warum Kita-Erzieher so oft betroffen waren.

    Das ganze kommt mir wie die Neuauflage des Herbstmärchens vor. Da hieß es: „SuS sind kaum betroffen und stecken kaum jemanden an.“ Jetzt, wo das zweifelsfrei wiederlegt ist, wird ausgewichen auf: „Ja, aber die Kinder unter 12 sind kaum betroffen und stecken kaum jemanden an.“ Das ist Blödsinn! Es ist lediglich das Ergebnis der Teststrategie der letzten Zeit. Je kleiner das Kind, desto öfter ist es symptomfrei. Wenn man symptomfreie Personen nicht testet, dann findet man auch keine infizierten Kinder. Ganz klar.

    Wenn man das so macht und GS und Kitas öffnet nach dem Lockdown, dann passiert genau das gleiche wie im Oktober/November. Die Zahlen werden erst langsam und dann immer schneller ansteigen. Dabei wird es am Anfang eine Verzögerung geben, weil das Virus ja erst via Eltern in die Runde derer kommen muss, die dann auch getestet werden. Das ist das beste Rezept für eine dritte Welle.

    Wenn Präsenzunterricht, dann SICHERER Präsenzunterricht (und kein weiteres Wegdiskutieren der Gefahren): Abstand (halbe Klassen), Luftfilter, Plexiglaswände, wirksame Masken. Zu teuer? Dann will man anscheinend doch keine Präsenz. Alles andere im Lockdown hat deutlich mehr gekostet als das flächendeckend kosten würde.

    • Kinder sind auf Grund ihrer kürzeren Infektionsdauer durch Covid-19 weniger ansteckend als ältere Mitmenschen. Die Krankheitsverläufe bei Covid-19 nehmen mit zunehmendem Alter der Erkrankten an Krankheitsdauer und Krankheitsschwere zu.
      Kinder weisen im Gegensatz zu 60jährigen keine oder nur geringe Syptome auf, und entsprechend der schnelleren Elimination des Covid-19-Virus durch ihr besser organisiertes Immunsnsystem sind Kinder geringer an der Verbreitung des Covid-19-Virus beteiligt !
      Wir sehen gerade bei älteren Patienten um 80 Jahren mit einer altersbedingten bedingten Immunsupression deutliche längere und schwerere Krankheitsverläufe durch Covid-19, sodass das Virus in dieser Altersgruppe bessere Möglichkeiten findet innerhalb des Infizierten zu mutieren und sich dem Immunsystem durch Mutationen bei fehlendere Elimination des Virus anzupassen.

      • AvL – Sachlich, logisch – aber die Lücke fein übersprungen:
        Datenbasis sind als krank erfasste Kinder, für sie stimmen die Aussagen – aber von diesen hochzurechnen auf ALLE Kinder? Mannomann! Wenn man weiß, dass die Weitergabe auch durch symptomfreie Personen erfolgen kann – und wenn man weiß, dass die Kontaktnähe-, dauer und -häufigkeit in den frühen Lebensjahren wesentlich höher sind als bei Erwachsenen? Und wenn man die erklärte Ablehnung von Tests für symptomfreie Personen – erst recht für Kinder bedenkt – und zuletzt das höchstpolitisch erklärte Eingeständnis zur Kenntnis nimmt, dass die Kontaktaufklärung gerade mal mit 25% erfolgreich ist – bei ERKANNTEN Virusträger*innen – dann, werte/r AvL sollten Sie doch bitte nochmal starten mit einem zweiten Versuch -ök?

        • Zweifeln sie unsere Beobachtungen der altersabhängigen Infektionsverläufe, deren Infektionsfähigkeit, der länger dauernde abgeatmete Viruslast und der Infektionsdauer der an Covid-19 Erkrankten ab.
          Sie können sich diesen Erkenntnissen bei der Entscheidungsfindung zu Infektionsfähigkeit nicht verschließen, nur weil diese ihren Wunschvorstellungen nicht entsprechen.
          Die Infektiosität ist beim Infizierten gerade in den ersten 5 Tagen nach der Infektion am größten, allerdings finden wir bei multimorbiden und immunsuprimierten Patienten über einen sehr viel längeren Zeitraum eine sehr hohe Viruslast, die gleichfalls für die Betreuenden eine hohe Infektionsgefahr bei Raumatmung darstellt. Es fehlen zudem Raumluftfilter und mit Gummirahmen abgedichtete FFP-3 Masken, also bleibt in vielen Fällen nur das Lüften. “ Bleiben sie gesund,“ können sie den Kollegen in dieser Situation entgegenrufen.
          Wir warten weiter auf die Impfstoffe für gefährdete Personen im Nahkontakt, gerade für die Risikogruppen, die aus der Sicht des Virus mit mittelalterlich anmutenden Verkleidungen dem Virus entgegentreten.

  4. Und in den Grundschulen sollen wir weiter mit bis zu 30 Leuten bei 5 bis 15 Grad C unterrichten? Ich kenne bisher auch keine Studie, die nachweist, dass jüngere Kinder unter den jetzigen Bedingungen in der Schule weniger ansteckend sind.

    • Melusine, aber nur, weil Sie so eine Studie nicht kennen, heißt das ja nicht, dass es solche Studien nicht gibt. Googeln Sie mal. Es wurden wiederholt Studien veröffentlicht, die besagen, dass Grundschulkinder weniger ansteckend sind, auch wenn das umstritten ist.

      Karl Lauterbach sagt ebenfalls, dass Kinder ab 12 Jahren genauso ansteckend seien wie Erwachsene, also Kinder unter 12 Jahren nicht.

      • Toll, und die 3 infizierten Kolleginnen und der Pädagogische Mitarbeiter an meiner Schule haben sich natürlich nicht bei ihren Schülern angesteckt ? Stimmt nicht, auch wenn Sie gerne etwas anderes glauben möchten. Kinder sind ansteckend, haben bei uns Lehrerinnen und ihre Eltern und Geschwister angesteckt .

      • „dass Kinder ab 12 Jahren genauso ansteckend seien wie Erwachsene“, daraus schlussfolgern alle, Kinder unter 12 wären weniger ansteckend. Rein logisch wäre es aber auch durchaus möglich, dass sie sogar ansteckender sind als Erwachsene. Das hat aber noch keiner untersucht, da Kinder in GS und KiTa selbst bei Symptomen nicht getestet werden. Die „12“ ist halt die magische Zahl, ab welcher Eltern keinen Anspruch mehr auf Kindkranktage haben…

        • Sehr richtig. Und nur darum wird an dieser These festgehalten.Ab 12 können Kinder alleine zuhause bleiben.In unserer Kita wurde in dem ganzen Coronajahr nicht ein einziges Kind getestet.Das ist kein Zufall.Im ersten Lockdown galten jüngere Kinder als hoch gefährlich,grade weil sie wenig symptomatisch sind.Toll,dass man sie dann im Sommer getestet hat,als Corona im Urlaub war.Hätte man zu dieser Zeit in Pflegeheimen getestet,wären alte Menschen auch als ungefährdet eingestuft worden.Man hat dem Druck der Eltern und Arbeitgeber mehr Bedeutung gegeben,als den Kindern,ihren Familien und ihren Betreuern,denen ein Recht auf Schutz versagt bleibt…in jeglicher Hinsicht.

        • @Marie
          Weil gerade jüngere Patienten sehr viel schneller das Virus als Erwachsene aus ihrem Körper eliminieren, sind diese weniger Infektionsfähig als ältere Kinder. Der frei Zugang zu außerhäuslichen Personenkontakten ist dieser Personengruppe unter 10 Jahren weitgehend verwehrt, so die Eltern ihren Führsorgepflichten in der Pandemie gewissen erfüllen.
          Und gerade im Grundschul- und Kitabereich verhalten sich Kinder sehr viel disziplinierter als ältere Kinder und pubertiernde Jugendliche, die sich gerne Regeln widersetzen.

      • Stimmt leider nicht. Die Untersuchungen in Wien haben klipp und klar gezeigt, dass alle gleichermaßen infiziert sind, egal wie alt:
        Die Studie ist unter folgenden Stichworten zu finden
        „Ergebnisse der Erstuntersuchung der Schul-SARS-CoV-2-Monitoringstudie“ (PDF, 74 KB)
        So kommt es auch, dass Erzieher*innen jede Berufsgruppe stellen, die mit Abstand am meisten an Covid-19 erkrankt ist, wie die AOK zeigen konnte.

      • Die einzige aussagekräftige Studie im Grundschulbereich ist die REACT1 Studie in Grobritannien, weil sie Asymptomatische erfasst. Und da haben die Grundschüler mittlerweile die ab 12 jährigen schon überholt, Ansatzweise kann man auch die österreichische Gurgelstudie Aufschluss geben, obwohl nicht die ganz jungen Grundschüler mit erfasst wueden- und hier zeigt sich eine ganz ähnliche Situation.
        Wenn man dagegen nur Google bemüht ohne die richtigen Suchbegriffe stößt man auf den ganzen Lobbyfinanzierten Mist, der sich aus PCR Testungen von symptomatischen Kindern speist. Da Kinder sechsmal häufiger unentdeckt blieben (im Frühjahr) und ab Herbst auch bei Symptomen dank neuer Teststrategie fast gar nicht mehr getestet wurden, sind diese Zahlen nicht zu gebrauchen.

  5. Nach den Daten der AOK waren Erzieher/innen am häufigsten wegen Corona krankgeschrieben. Auch Herr Lauterbach folgt mit seinen Vorschlägen nicht den Empfehlungen des RKI. Ich hatte vorm Lesen des Artikels gehofft, die Voraussetzungen für das Öffnen von KiTas und Grundschulen sei der Einsatz von Arbeitsschutzmassnahmen, also Raumluftfilter, Plexiglas, FFP2-Masken. Leider bleibt es dabei, zugunsten der Betreuung Erzieher/innen, Kinder und ihre Familien und LuL ohne Arbeitsschutz zu gefährden. Schade, von Herrn Lauterbach hätte ich mehr erwartet, aber er ist eben auch nur ein Politiker.

    • @Lanayah, in den letzten Wochen konnte man bei news4teachers wiederholt Kommentare (nicht Artikel!!!!) lesen, in denen dazu aufgerufen wurde, sich absichtlich krankschreiben zu lassen. Wenn nur ein kleiner Teil der Erzieher/innen und Lehrer/innen diesen Aufrufen gefolgt sind, wäre vielleicht schon erklärbar, warum sie nach den Daten der AOK am häufigsten wegen Corona krankgeschrieben sind. (Sind Lehrer nicht meist verbeamtet? Sind Beamte bei der AOK?)

      • Sehr geehrter Alexander3,

        die Erhebung der AOK bezieht sich ausdrücklich auf Corona-Diagnosen – wir gehen mal davon aus, dass bei niemandem Corona diagnostiziert wird, der „sich krankschreiben lassen“ will. Da lägen andere Diagnosen näher. Hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2020/12/von-wegen-kitas-sind-sicher-von-allen-berufsgruppen-sind-erzieher-am-staerksten-von-krankschreibungen-wegen-corona-betroffen/

        Herzliche Grüße
        Die Redaktion

      • In dem verlinkten Artikel steht „von einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose“ und „Krankmeldungen mit Bezug zu Covid-19 waren unter den jüngeren Beschäftigten bis zu 19 Jahren am häufigsten“ usw.

        Es ist nicht klar, was damit genau gemeint ist. Betrifft das nicht auch Krankmeldungen von bis zu 3 Tagen, für die im öffentlichen Dienst Beschäftigte keine Arztbescheinigung brauchen, heißt, es hat sich jemand krankgemeldet? Und wie viele Krankmeldungen aufgrund unklarer Erkältungssymptome stecken dahinter, wo jemand vorsorglich zuhause gelassen wurde? Also all jene mit Erkältungssymptomen, die nicht getestet wurden, von denen manche Covid-19 hatten, aber viele auch nicht. Ich bin selbst so ein Fall.

        • Es kann sich nicht um eine telefonische Krankmeldung von bis zu drei Tagen handeln – niemand mit einer Corona-Diagnose wird nur für drei Tage krankgeschrieben. Herzliche Grüße Die Redaktion

  6. Grundschullehrer sind LEHRER.

    Grundschullehrer sind KEINE BETREUER.

    Liebe Politiker, Eltern, liebe Gesellschaft,
    wenn ihr ein BETREUUNGSPROBLEM habt:

    Vielleicht hilft da was von ratiopharm oder fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    IN JEDEM FALL haben Grundschulen NICHTS damit zu tun.

    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

    • Lera: Da mögen Sie Recht haben, aber das ist gegen die offiziellen Verlautbarungen der Bildungspolitik, unterstützt von der sog. „Bildungswissenschaft“. Selbstverständlich verdanken die vielen Ganztagsschulen ihre Existenz der Intention, die Kinder auch am Nachmittag noch zu BETREUEN. Und besonders viele Grundschulen sind Ganztagsschulen, im Land Berlin gilt das offiziell für ALLE. Da wird dann die „Qualität der Betreuungsangebote“ betont usw. Also müssten Sie sich mal an diejenigen wenden, die sowas erzählen: Ganztagsschulverband, Bildungswissenschaft, Schulministerien, Landesinstitute für Schulentwicklung, politische Parteien (die gewählt werden, nicht die permanente Opposition), die GEW usw. usw.

    • Lera und Cartsen60 – die „sog. Bildungswissenschaft“ braucht keine Politik, sie weiß selbst wovon sie redet: vom LERNEN – und von den biologischen, sozialen und didaktischen Bedingungen, die es fördern oder ausbremsen oder blockieren. Die Unterscheidung von Lehren und Betreuen hat dabei nur die Bedeutung, die sich aus dem Vermittlungsauftrag von LehrINHALTEN ergibt – durchaus unverzichtbar. Aber lernende Kinder „eignen sich Neues an“ – und brauchen dafür Lehrer*innen UND Betreuer*innen IN EINER PERSON !
      Wenn SIe das verweigern möchten – dann erledigen Sie Ihren Job nur zur Hälfte. Das gilt übrigens auch für Eltern, die sich mit „irgendwie betreuen“ zufrieden geben.
      Zweiter Versuch bitte . ök?

      • Die „Bildungswissenschaft“ mag zwar wissen, wovon sie redet, aber sie braucht viel Geld: ganze Institute mit zahlreichen Mitarbeitern (immer geleitet von Psychologen) und natürlich Geld für Auftragsstudien, natürlich auch für standardisierte Tests. Daher ist die Bildungswissenschaft eine Art von Symbiose mit politischen Institutionen eingegangen zum gemeinsamen Vorteil. Der Tross derer, die sich davon ernähren, wird immer größer. Und weil alles keinen messbaren Erfolg gebracht hat, muss man natürlich noch mehr Studien finanzieren und noch mehr Institute dieser Art gründen. Und wenn bestimmte bildungspolitische Entscheidungen ein Flop sind, dann wird die Bildungswissenschaft durch diese Symbiose regelrecht daran gehindert, das herauszufinden und/oder zu publizieren. So ist jede Schulreform per definitionem ein Erfolg. Wenn dieser (noch) nicht feststellbar ist, dann bekräftigt man, man müsse halt weitere Anstrengungen unternehmen, aber jedenfalls: weiter so, weiter so.

      • Die Eltern meiner Schüler mussten nichts tun, wie sonst auch, außer nei Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Ich konnte beschulen und wehre mich als Lehrerin mal hier. Dann sucht bessere Schulen für eure Kinder (mit Ausstattung). Oder beschwert euch über die fehlenden Investitionen in das Bildungssystem seit 30 Jahren?, aber nicht bei den Lehrern.

      • Wenn Sie Ihrem Kind ein ärztlich verordnetes Medikament verabreichen, das Rezept vorher in der Apotheke abholen und sich evtl noch von der Apothekerin beraten lassen:
        Sind sie dann Arzt?
        Haben Sie dann „seinen Job“ gemacht?

        • Auch Lehrer sind Eltern!
          „Euren Job gemacht…“ empfinde ich persönlich als Frechheit! Es gehört weit mehr dazu, als mit dem eigenen Kind Zuhause ein paar Aufgaben zu machen!
          Auch Lehrer müssen übrigens während des Homeschoolings der Klasse(n) ihre eigenen Kinder Zuhause betreuen und deren Unterricht begleiten! Und dürfen dazu dann noch in die Notbetreuung gehen.
          Ich fordere den Respekt ein, den Sie als Elternteil auch gerne haben wollen! Ich schere auch nicht alle Eltern über einen Kamm und pauschalisiere! Denn da gibt es durchaus solche und solche, wie bei Lehrern und in jedem anderen Beruf.

      • Als ob ihr unseren Job machen könnt. Das wird echt langsam lächerlich dein Lehrer Bashing. Die Verantwortung tragen unsere Dienstherren. Schule ist die Verwaltung des gewollten Mangels, mehr nicht. Wir können aus Wasser keinen Wein machen, auch wenn das schön wäre.

  7. Wünschenswert sicherlich für Grundschul- und Kitakinder und ihre Eltern…
    Leider ist eine Pandemie kein Wunschkonzert!
    Für realistisch halte ich dieses Vorgehen nicht.
    Die Zahlen sind dazu allgemein viel zu hoch!

    Solange noch diskutiert wird, ob die Impfung überhaupt vor Übertragung schützt, kann man es m.E. nicht verantworten, IRGEND JEMANDEN ohne absolute Not in eine Gemeinschaftseinrichtung ohne wirksamen Schutz zu zwingen!

    Den wirksamen Schutz hätte man im März veranlassen müssen, dann wär er vielleicht jetzt da. Obwohl, die Digitalausstattung… naja, reden wir lieber nicht davon, bringt nichts.

    Ich hoffe auf ein Einsehen aller und eine Entscheidung, dass Präsenzunterricht erst wieder erlaubt wird, wenn die Zahlen wirklich kontrollierbar sind!
    Nicht als schnell-schnell Entscheidung für jede Schule einzeln oder jeden Landkreis und wieder ohne Schutzmaßnahmen, wenn der Inzidenzwert gerade mal unter 50 rutscht und eine Woche später gleich wieder hoch.
    Schulen waren immer und sind weiterhin ideale Umschlagplätze für alle Infektionen, die so allgemein umgehen. Das darf man jetzt nicht mehr riskieren.

    Dieses Hin und Her muss für alle Beteiligten ein Ende haben.
    Wir brauchen klare und langfristige Regeln. Auch für die Grundschulen.
    Vielleicht sogar gerade für die jüngeren Kinder (und all ihre Kontaktpersonen), denn bei den Jüngsten sucht niemand nach einem Virus, wenn sie keine eindeutigen Symptome haben.
    Bisher wollte man ja auch lieber Nichts finden!

    Eine Aufhebung der Präsenzpflicht allein reicht nicht aus. Viele Eltern könnten ihre Kinder unterbringen, tun es aber nicht. Das haben wir vor Weihnachten gesehen.
    Allein mit Aufhebung der Präsenzpflicht ist keinem geholfen, zumal mancherorts dann Klassen zusammengelegt wurden, um Lehrkräfte für Distanzunterricht frei zu bekommen.

    Klar fehlen Lehrer, aber nicht erst jetzt!
    Und jetzt ist nicht die Zeit, an dieser Baustelle rumzuflicken!
    Sowas darf m.E. nicht wieder passieren – genauso wenig wie Präsenzpflicht für Lehrkräfte in Lehrerzimmern, Konferenzräumen etc. Da muss es ganz klare Regeln geben, für alle Bundesländer gleich, für alle Schulformen, alle Lehrkräfte, alle Schulleitungen.
    Da darf es m.E. keinen Auslegungsspielraum mehr geben, der letztlich dazu führt, dass doch wieder Infektionsketten entstehen können.

    • „Eine Aufhebung der Präsenzpflicht allein reicht nicht aus. Viele Eltern könnten ihre Kinder unterbringen, tun es aber nicht. Das haben wir vor Weihnachten gesehen.“

      Letztlich muss man das bisher gelebte Modell umdrehen und das Fernbleiben von der Schule als Standardfall definieren. Ebenso, wie bisher jemand, der sein Kind nicht in die Schule schicken wollte, eine gute Begründung brauchte, bräuchte man die dann, um das Kind in die Schule zur NOTbetreuung schicken zu dürfen. Die Maßstäbe müssen dabei streng sein, denn nur mit sehr kleinen Gruppen lässt sich (da die KMK monatelang nichts für den Infektionsschutz getan hat) der gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsschutz für die LuL realisieren.

      Ein „wir nehmen Infektionen in Kauf“ darf es nicht länger geben! Wir haben einen Impfstoff (wenn auch anscheinend zu wenig, um in DE rasch genug Leute zu impfen) und jede einzelne Infektion steigert das Risiko, dass es eine Mutation gibt, die entweder ansteckender oder tödlicher oder beides ist oder sich von den existierenden Impfstoffen nicht beeindrucken lässt (das wäre der Worst Case, denn dann wären wir wieder am Anfang). Dazu kommt, dass jede einzelne Infektion in der Folge den Tod von Menschen verursachen kann.

    • Wie Sie richtig schreiben, ist noch nicht bekannt, ob die bisher verfügbaren Impfstoffe vor einer Übertragung schützen. Angenommen dies ist nicht der Fall und es gelingt nicht, einen solchen Impfstoff zu entwickeln. Wie lange hielten Sie es in einem solchen Fall für gerechtfertigt, auf Präsenzunterricht zu verzichten? Gibt es für Sie dabei eine Grenze oder können Sie sich dies auch für immer vorstellen?

      • Zahlen runter, bis die Verfolgbarkeit durch die Gesundheitsämter realistisch und sichergestellt ist.
        Außerdem Schutz für Schüler und Lehrer. Abstand durch geteilte Gruppen mindestens. Die Lüftungsgeräte waren ja zu teuer.
        Es ist unzumutbar, unter den Umständen wir im Dezember Unterricht zu machen.
        Alles andere wird uns immer wieder in einen neuen Ausnahmezustand bringen, denn die Intensivstationen werden immer wieder überlastet werden, Kinder und ihre Familien müssen dann mit noch viel mehr fertig werden als mit hakelndem Distanzunterricht…

        • kanndochnichtwahrsein – Sie haben so einen guten Start hingelegt mit Ihren konkreten Maßnahmepunkten – und seitdem arbeiten Sie sich ab daran, von irgendwoher den Befreiungsschlag erleben zu dürfen, Entlastung vom Extremdruck, den engagierte LuL doppelt spüren, refektierte LuL wie Sie dreifach. Ich verstehe das! Und respektiere es!
          Aber nach all den EInsichten, die Sie auch hier formuliert haben, sehe ich keine Chance dafür: „Ich hoffe auf ein Einsehen aller und eine Entscheidung, dass Präsenzunterricht erst wieder erlaubt wird, wenn die Zahlen wirklich kontrollierbar sind! Nicht als schnell-schnell Entscheidung für jede Schule einzeln oder jeden Landkreis und wieder ohne Schutzmaßnahmen, wenn der Inzidenzwert gerade mal unter 50 rutscht und eine Woche später gleich wieder hoch.

          Dieses Hin und Her muss für alle Beteiligten ein Ende haben.
          Wir brauchen klare und langfristige Regeln. Auch für die Grundschulen.“
          Mein Ansatz für emotional tragbare Erwartungen liegt
          (a) im bewussten Blick auf die Zeit nach dem letzten Impftag in D – wenn es um Auswertung geht – und um die rechtsverbindlichen Regeln für eine nächste Pandemie, und (b) in der Bereitschaft, vor Ort nach den „Willigen“ zu suchen, die das Notwendige SELBST tun – und die erzwungenen Defizite samt ihren Verursachern klar benennen, dazu auch das, was sie SELBTS samt den anderen „Willigen“ derzeit NICHT leisten können = Pandemiespezifisch definierter „Dienst nach Vorschrift“.
          (a) ist Konzeptarbeit – (b) der steinige Weg, aktiv zu bleiben – und nicht allein. Ein unschätzbarer Vorteil dabei – die mediale Öffentlichkeit vor Ort und die Sozialen Medien, die sehr schnell sehr große Reichweiten erreichen. Nichts tangiert Politiker*innen mehr – der Herr Senator Rabe aus HH bekommt es zu spüren….
          Ihnen wünsche ich gutes Gelingen und jeden Tag noch eine andere >willige“ Person als Mitstreiter und Mitstreiterin – ök?

  8. Die 3. Quarantäne kann kommen, da die Grundschulen von Kindern besucht werden die keine Symptome haben, aber ihr Umfeld anstecken. Ich habe dazu keine Lust und bald auch keine Nerven mehr.
    Herr Lauterbach immer als Mahner in den Medien zu sehen und zu lesen. Aber hier weiß ich nicht was er denkt.
    In meinen Augen ist er zu optimistisch

  9. Wenn Erzieher und Grundschulpädagogen so wichtig sind, dass Kinder nicht zuhause bleiben dürfen, warum erhalten dann die Erzieher und Grundschullehrer nicht auch sofort eine Impfung? Anscheinend gibt es ja neben Pflegern, Ärzten und Kassierern diese absolut unverzichtbare, äußerst systemrelevante Gruppe.
    Außerdem: Ich kenne einige rüstige 80-jährige, die sich schützen können (zuhause bleiben, Lebensmittel liefern lassen…), die von selbst sagen, dass es wichtigere Menschen gibt, die zuerst geimpft werden sollten.

  10. Heute ist der beste Maßstab: Kinder unter 12 Jahren.
    Nächste Woche dann vielleicht ab 155 cm Körperlänge/ -größe und dann doch besser idealer BMI oder gar Notenschnitt 3,2 …

    Kinder- und Jugendärzte schreien auch schon wieder nach offenen Schulen.
    Ständige neue Besserwisserei zehrt an den Nerven aller Beteiligten.
    Die verlässliche Grundlage ist seit langem da: Schule auf nur bei Inzidenzzahl unter 50/100.000 Einwohner und Basta.

  11. Muss man jetzt GAR NICHT verstehen, wenn der Twitter-Account von Herrn Lauterbach vom 01.01.2021 zugrunde gelegt wird:
    https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1345040555911372800?s=20

    Im Artikel ‚The Mutated Virus Is a Ticking Time Bomb‘
    http://www.theatlantic.com/science/archive/2020/12/virus-mutation-catastrophe/617531/

    findet man folgende Berechnung zu steigenden Todesfallzahlen für die leichter übertragbare Virusvariante aus UK:
    „Kucharski compares a 50 percent increase in virus lethality to a 50 percent increase in virus transmissibility. Take a virus reproduction rate of about 1.1 and an infection fatality risk of 0.8 percent and imagine 10,000 active infections—a plausible scenario for many European cities, as Kucharski notes. As things stand, with those numbers, we’d expect 129 deaths in a month. If the fatality rate increased by 50 percent, that would lead to 193 deaths. In contrast, a 50 percent increase in transmissibility would lead to a whopping 978 deaths in just one month—assuming, in both scenarios, a six-day infection-generation time.“

    … und dann die Aussage von Herrn Lauterbach am 02.01.2020
    https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1345319139456536576
    „Schule setzt Präsenz zunächst weiter aus, maximal Ausnahme für Kita und Grundschule denkbar.“

    Was für ein Widerspruch?
    Die Haltung von Herrn Lauterbach ist logisch nicht nachvollziehbar.
    Irgendetwas passt hier ganz und gar nicht mehr, ….

    • Lieber Rennachim,

      welcher Lehrerverband, bitte?

      Geben Sie bitte die genaue Quelle an, wo das nachzulesen ist!

      Ansonsten ist Ihre Aussage nur eine unbewiesene Behauptung!

      Ich glaube nämlich überhaupt nicht, dass irgendwelche LehrerInnen oder eine ihrer Standesvertretungen solche Forderungen erheben!!!

      Vielleicht sind Sie einer Fake News aufgesessen?

      Oder die „Information“, auf die Sie sich beziehen, wurde völlig aus dem Kontext gerissen, aus dem Zusammenhang gerissen oder nur teilweise, d.h. unvollständig also falsch!!!, wiedergegeben.

      Ich bin nun sehr gespannt auf Ihre Antwort!

      • Hab dazu gerade das gelesen:

        „Verbände wollen baldige Präsenz
        Die Kultusminister beraten sich schon am Montag. Berlins Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte Heimunterricht bis 17. Januar ins Gespräch gebracht. Andere wollen eine frühe Rückkehr zum Präsenzunterricht. Unterstützung dafür kommt von Verbandsseite. Der Deutsche Lehrerverband und die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin forderten, über „zusätzliche Gesundheitsschutzmaßnahmen“ zu erreichen, dass „unsere Schulen so bald wie möglich für eine Rückkehr zum Unterrichtsbetrieb bestmöglich vorbereitet sind“. Eine Verlängerung der Ferien bis Ende Januar lehnen sie ab. Unter Bildungsaspekten wie „psychosozialen Gesichtspunkten“ sei die Rückkehr zum Präsenzunterricht „das Beste für Kinder und Jugendliche“.
        https://www.tagesspiegel.de/politik/heimunterricht-wechselunterricht-digitalunterricht-die-ideen-fuer-die-schulen-bei-der-lockdown-verlaengerung/26763936.html

        Ich frage mich, wie diese „zusätzlichen Gesundheitsschutzmaßnahmen“ aussehen sollen. Fallen plötzlich Luftfilter und ffp2- Masken vom Himmel? Unser Kreis hat jetzt eine Inzidenz über 400. Trotz der verzögerten Feiertagsmeldungen. Bin mal gespannt, was da entschieden wird. Ein „Weiter so“ kann eigentlich nicht sein.

        • Außerdem fordert doch niemand von einer Verlängerung der Ferien. Distanzunterricht ist doch keine Freizeit, weder für Lehrer noch Schüler.

  12. Herr Lauterbach hatte bisher Weitsicht erwiesen. Nun nicht mehr. Mir tun die Erzieher und Grundschullehrer leid. Da bin ich ja froh, dass ich in Sek2 arbeite. Eigentlich fassungslos. Wo bleibt der Schutz für Lehrer und Erzieherinnen? Fassungslos. Ich gehe definitiv zum Anwalt und das sollten alle tun. Mal was anderes als Krankschreibung. Abgesehen von den eiskalten Klassenzimmern, die keiner erwähnt. Wissen die, was sie den Schülern und Lehrern antun? Alle Minister, die Präsenzunterricht wollen, stellt euch bitte mal in ein Klassenzimmer. Über Temperaturen wird ja lustigerweise nicht diskutiert. Sollte doch auch mal öffentlich gemacht werden. Dieser Aspekt ist m.E. zu kurz gekommen.

    • Ich bin Erzieherin und ich ertrage diese fortwährende Tragödie nur der Kinder wegen,die glücklich sind,in die Kita zu dürfen.Es wird vertuscht und sich Statistiken bedient,die ein Hohn sind.In den ganzen Monaten wurde nicht ein Kind unserer Kita getestet.Wir sollen lüften und Hände waschen…dafür gibt es einen mehrseitigen Hygieneplan.Mehr Schutz wird nicht in Frage gestellt.Kinder beherrschen keine Niesettikette ,sie brauchen körperliche Nähe und ihre sprudelnde Aussprache ist entwicklungsbedingt. Tatsache ist,es gab Fälle bei Grosseltern,sogar tödlich.Wie man so sicher sein kann,dass Kinder keine Gefährdung darstellen,ist unbegreiflich und die Tatsache,dass nicht alles unternommen wird,dahingehend sicher zu sein,ist fahrlässig.

  13. Ich arbeite als Erzieherin. Keine der geforderten Hygieneregeln kann ich einhalten.
    Abstand ist unmöglich da Kinder den Körperkontakt einfordern. Desinfizieren aller berührten Gegenstände ist ebenfalls nicht machbar. Das Stoßlüften in der ersten Etage zu gefährlich und das tragen von Alltagsmasken bei den Kindern nicht umsetzbar und bei den Erwachsenen nicht gewünscht.
    Jetzt sind meine Kollegin und ich positiv getestet.
    Die Kinder haben keine Symptome und bleiben ungetestet.

    • „Die Kinder haben keine Symptome und bleiben ungetestet.“

      …und stecken ihre Eltern und Geschwister an, die das dann wieder in die Schulen oder anderen Kitas tragen. Die Eltern tragen es ebenfalls weiter und schon haben wir die dritte Welle produziert.

      Ehe man sich gezielt dem Erzeugen der dritten Welle widmet, sollte man identifizieren, was die zweite Welle vorangetragen hat und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Es gab mehr als genug Warnungen und es gibt technische Ansätze, die das Schutzniveau deutlich erhöhen (zumindest in den Schulen, in Kitas ist Abstand in der Tat schlecht umsetzbar).

    • Ich hoffe sehr, dass Sie die Krankheit unbeschadet und gut überstehen. Ich wünsche Ihnen alles, alles Gute!
      Es ist aus meiner Sicht verbrecherisch, was hier in Deutschland gerade geschieht!

    • Gute Besserung! Ich bin auch Erzieherin und verstehe nicht,wie ein KM so fahrlässig agieren darf.Wie kann man sich auf eine im Sommer erstellte Studie berufen und dies als Grundlage zur Gefährdungsbeurteilung abbuchen?Im Sommer wäre jede Studie harmlos ausgefallen.Natürlich tauchen in der Statistik kaum Kinder U12 auf…sie werden ja auch nicht getestet..nicht ein einziges von über 160 in der ganzen Zeit.Die Tragweite dieser Fehleinschätzung ist unverantwortbar.Aber was wird schon passieren?im schlimmsten Fall gibt ein KM sein Amt auf und lebt mit seiner Prämie.Man müsste sie in die Kitas schicken….schutzlos,nicht ernst genommen und ungewürdigt.

  14. Ich bin selbst in einem Kindergarten tätig und habe ein Mann zu Hause der zur Risikogruppe gehört. Ich verstehe diese ganze Diskussion nicht. Natürlich tut es den Kindern nicht gut wenn sie nicht die Schule oder Kita besuchen können aber ich Frage mich trotzdem mit welchem Maß wird hier gemessen? Was bringt den Kindern die Bildung wenn wir sie auf Teufel komm raus durchsetzen trotz der hohen Zahlen ? Wenn sie nach dieser Pandemie ohne Vater ,Mutter oder Großeltern weiter leben müssen da diese geopfert wurden um unsere Schulen und Kitas wieder zu öffnen? Ich finde es außerdem unmöglich das man uns Erzieher ganz ohne Schutz, da wir ja bekanntlich bei unserer Arbeit keinen Mundschutz tragen,gleich wieder dieser Gefahr aussetzt um uns anzustecken.Wir bekommen nicht einmal eine Gefahrenzulage gezahlt trotz das wir gezwungen werden uns das antun. Beamte die in Einsätze müssen hingegen schon. Ich bin sehr endtäuscht von unserer Kultusministerin Eisenmann und auch von Ihnen Herr Lauterbach.Aber keine Sorge meine Stimme bekommen sie bei den Wahlen schon mal nicht .Dies wahr vielleicht nicht die letzte Pandemie und ich bin ja nicht Lebensmüde! Wir brauchen Politiker die ihren gesunden Menschenverstand einsetzten und die nicht nur Karriere Geil sind. Lerndefizite kann man korregieren. Schwerkranke tragen Spätfolgen davon und sind ihr Leben lang gezeichnet und Tote kann man nicht wieder zum Leben erwecken.Also schalten Sie doch bitte endlich einmal ihren Kopf ein, bevor sie handeln und am Dienstag eine Entscheidung treffen. Ich hoffe es wird kommenden Dienstag eine Entscheidung geben die Leben rettet.Alles andere wäre sehr Verantwortungslos und Egoistisch.

  15. Ich lese so gut wie nie etwas über die Kitas und Erzieherinnen. Bei uns ist es selbstverständlich, dass wir unsere Gesundheit herhalten, ohne Abstand und wer möchte, Dauermaske tragen. FFP2 Masken möchte der Arbeitgeber uns nicht organisieren, wir aber seit Monaten die komplette Tagesstruktur neu. Alle paar Wochen neue Selbsterklärungen, neue Vorgehensweisen.
    Die Eltern und Erzieher werden ohne klare Aussagen im Regen stehen gelassen. Wer will, kann sein Kind bringen, eben auf eigene Verantwortung. Denn wenn man sich anschaut, wer sein Kind bringen darf, sind es im Prinzip alle. Man kann nur dankbar sein, wenn Eltern ein Einsehen haben und es irgendwie möglich machen, ihre Kinder anders zu betreuen.
    Wir werden im Regen stehen gelassen und nie mit bedacht. Danke dafür.

    • Sie haben vollkommen recht. Erzieher*innen werden „geopfert“. Mehr kann man dazu nicht sagen. Es ist ungeheuerlich und menschenverachtend, was hier geschieht. Sie haben meine volle Solidarität.

  16. Bildung und Gesundheitsschutz müssen unter einen Hut gebracht werden! Es geht darum qualitativen Online-Unterricht anzubieten mit dem man die Möglichkeit erhöht die Schule offen zu lassen! In welchem Fall haben die Kinder denn mehr Nachteile, wenn sie Wechselunterricht (Präsens -und Onlineunterricht) haben oder eingesperrt in Quarantäne zuhause sitzen!?!

    Zitat Marina Weisband:“In der Pandemie sind die Klassen am besten gefahren, die auch sonst relativ selbstständig gearbeitet haben, relativ fachübergreifend, relativ digital. Schlechter ging es denen, die sehr auf Kontrolle, Prüfungen und starre Unterrichtskonzepte gesetzt haben. Aber ersteres sind sowieso merkmale zeitgemäßen und effektiven Lernens. Das Schulsystem muss sich schon lange auf diesen Weg machen. Das jetzt vorzubereiten ist also eine sehr lohnende Investition.“

    Sehen wir es als Chance das Unterrichtskonzept zu modernisieren!!
    Veränderung braucht Flexibilität und keinen Altersstarrsinn!

    Viele Kinder und Jugendliche werden erst gar nicht getestet. Einige KinderärztInnen meinen dazu: Bei Kindern ist es meistens ein normaler Infekt, bleiben Sie einfach ein paar Tage zuhaus..
    Und das mit Halsschmerzen, 40,6 Fieber und Durchfall!
    Es wäre interessant zu wissen wieviele Kinder und Jugendliche mit diesen Erkältungssymptome nicht getestet wurden!

    Ich bin Mutter und Erzieherin,
    ich habe Angst zur Arbeit zu gehen,
    Kein Mindestabstand und soviel Körperflüssigkeiten wie sonst nirgends!
    Soll dies der erste Virus sein mit dem uns die Kinder nicht anstecken können?!? Lächerlich!
    Meinem Kind schreibe ich eine Entschuldigung, dann geht es nicht in die Schule, fertig!
    Schade, dass es dadurch Unterricht verpasst weil kein Online- Unterricht angeboten wird!

    Bitte unterschreiben und weiterleiten :

    Bitte unterschreiben und weiterleiten:

    https://www.openpetition.de/petition/unterzeichner/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

  17. Gute Besserung! Ich bin auch Erzieherin und verstehe nicht,wie ein KM so fahrlässig agieren darf.Wie kann man sich auf eine im Sommer erstellte Studie berufen und dies als Grundlage zur Gefährdungsbeurteilung abbuchen?Im Sommer wäre jede Studie harmlos ausgefallen.Natürlich tauchen in der Statistik kaum Kinder U12 auf…sie werden ja auch nicht getestet..nicht ein einziges von über 160 in der ganzen Zeit.Die Tragweite dieser Fehleinschätzung ist unverantwortbar.Aber was wird schon passieren?im schlimmsten Fall gibt ein KM sein Amt auf und lebt mit seiner Prämie.Man müsste sie in die Kitas schicken….schutzlos,nicht ernst genommen und ungewürdigt.

  18. Kitas geschlossen? Das ich nicht lache. Die Kitas bleiben weiter geöffnet. Wir müssen alles organisieren, mit wieviel Schutz? 0%.
    Jetzt Mal ganz ehrlich. Ich möchte nicht wissen wie viele Eltern sich jetzt in den Ferien wirklich an die Maßnahmen gehalten haben..denn wenn man es Mal ganz ernsthaft betrachtet werden alle trotzdem genug Besuch gehabt haben, nur eben auf mehrere Tage hin…somit können wir uns wieder aufs neue wappnen und hoffen nicht angesteckt zu werden.
    Dann heißt wieder alles abdecken was möglich ist, was ja der Normalzustand ist. Alle Kinder dürfen ja auch kommen.
    Ich als Mutter von 2 Schulkindern darf dann wieder schauen wo ich meine Kinder lasse, denn es gibt keine Betreuung danach. Nein…es gibt ja nicht genügend Kinder die diese Betreuung benötigen.

    Es ist alles ein ewiges hin und her. Wir haben dieses Problem nun fast ein Jahr lang und hätten schon so etliche Notfallpläne von der Regierung ausgearbeitet bekommen können, aber selbst jetzt noch wird sich von einem Strohhalm zum nächsten gehangelt.

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