Eltern zeigen Unverständnis: Brauchen Schulen jetzt auch noch Rosenmontag frei?

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DÜSSELDORF. Die Planung vieler Schulen, trotz des schon wochenlang eingeschränkten Unterrichts demnächst rund um Rosenmontag schulfrei zu geben, hat Frust in der Elternschaft ausgelöst. Der Unmut in den Familien sei verständlich, viele Eltern hätten schon jetzt für die schulische Betreuung ihrer Kinder daheim einen Großteil ihres gesamten Jahresurlaub aufgebraucht, sagte die Vorsitzende der Landeselternkonferenz, Anke Schaar, am Mittwoch.

Karneval fällt in diesem Jahr aus – trotzdem machen viele Schulen frei. Foto: Shutterstock

Viele Schulen hätten den Rosenmontag am 15. und den darauffolgenden Dienstag aber schon vor langer Zeit als bewegliche Feiertage beschlossen und dies mit dem Kommunen abgestimmt. Über Kritik seitens der Eltern hatte auch das «Westfalen-Blatt» berichtet. Schaar erläuterte, dass Schulen zwar Beschlüsse zu beweglichen Feiertagen kurzfristig ändern könnten. «Auch Eltern können die Schulen bei Dringlichkeit um die Einberufung einer Schulkonferenz bitten.» Unter den aktuell schwierigen Bedingungen wäre das aber ein besonders hoher Aufwand.

Es gibt laut Landeselternkonferenz auch einige Schulen, die nun doch auf die eingeplante karnevalsfreie Schultage verzichten wollten. Angesichts der großen Herausforderungen im gesamten Schuljahr, in dem keine Rückkehr zur Normalität zu erwarten sei, stellt sich Schaar zufolge die Frage, ob einige wenige Tage «den Kohl noch fett machen.»

GEW: «Wir haben jedes Verständnis für die Stresssituation in den Familien» – aber…

Nach bisheriger Beschlusslage von Bund und Ländern gilt der aktuelle Lockdown bis zum 14. Februar; viele hoffen daher ab dem 15. Februar auf eine schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte den Schulen bereits vor mehreren Wochen empfohlen, auf Karnevalsferien zu verzichten. Die Tage könnten dafür genutzt werden, Unterrichtsinhalte nachzuarbeiten. Zu normalen Zeiten legen Schulen oft bewegliche Feiertage auf einen oder mehrere Karnevalstage ab Weiberfastnacht.

Bei der Lehrergewerkschaft GEW hieß es am Mittwoch: «Wir haben jedes Verständnis für die Stresssituation in den Familien.» Dennoch sehe man keinen Anlass, wegen einem oder wenigen schulfreien Tagen an Karneval «an lange bestehenden Regelungen etwas zu ändern, die die Schulen ja mit den Kommunen synchronisiert haben». dpa

Neun von zehn Lehrern klagen über hohe Belastung im Distanzunterricht

 

 

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190 KOMMENTARE

  1. Ausserdem brauchen vielleicht auch die Lehrer jetzt einmal eine kleine Verschnaufpause!
    Ich habe seit Wochen den Kopf von Montag bis Sonntag in der Schule und bekomme,,trotz mehrmaliger Zeitvorgabe für das Abgabeende von Aufträgen, teilweise bis Mitternacht noch „dringende“ Rückfragen, von welchen erwartet wird, dass diese noch zeitnah beantwortet werden!
    Wenn nicht geantwortet wird kommt eine weitere Mail oder Frage über die Cloud, ob die Frage nicht angekommen ist!

    • Ich gebe dir voll und ganz Recht! Es ist unglaublich, mit welcher Selbstverständlichkeit gerade von Lehrern erwartet wird, dass sie übermenschliches leisten… Unsere Arbeit wird einfach nicht wertgeschätzt bzw. überhaupt als anstrengend wahrgenommen! Weder die KMs noch die Schulleitungen, die Eltern oder die Gesellschaft haben ein Gespür dafür, wann Schluss ist. Was soll ich bitte noch alles machen?! Ich habe jetzt schon keine freien Tage mehr (nein, auch keinen Sonntag…), arbeite mehr als 60h/Woche und das alles jetzt schon seit Wochen! Und zum Thema „Elternkontakte“ hätte ich auch ein paar schöne Geschichten!

      Außerdem ist nicht nur bei Lehrern nach 6-8 Wochen die Luft echt raus, sondern auch bei den Schülern. Beide Seiten brauchen dann einfach mal wieder ein paar Tage zum Durchschnaufen – bzw. wir Lehrer um die nächsten 6-8 Wochen so vorzubereiten, dass wir halbwegs ohne Burnout durchkommen.

      Allerdings verstehe ich nicht, wieso ausgerechnet die GEW so handzahm daherkommt! Wieso reden die sich damit raus, dass die freien Tage „mit den Kommunen synchronisiert“ sind? Wieso stellt sich da niemand hin und sagt: „Stop! Die Lehrer können nicht mehr und haben sich die paar Tage frei jetzt echt verdient! Und den Eltern war seit langem klar, dass an diesen Tagen keine Schule stattfindet! Außerdem: den Stoff, der bisher fehlt, in 2-4 Tagen aufzuholen, ist mehr als utopisch! Ende der Diskussion!“

      Dieser Vorschlag kann wirklich nur von Leuten kommen, die keine Ahnung von dem Job haben. Und genau die sollten dann einfach mal den Mund halten!

      • Das, was Lehrerinnen und Lehrern nicht wertgeschätzt wird, ist das ständige Selbstmitleid und das kreischen um Bewunderung! Übrigens würde ich von Lehrern auch noch erwarten, dass sie rechnen können. Zwischen den verlängerten Weihnachtsferien und dem Rosenmontag (viele Schulen gehen ja auch bereits am Donnerstag vorher in welche auch immer) Ferien liegen exakt 5 !!!!! Wochen.

        • Lieber Anonymous,
          ich hatte eigentlich ganz allgemein gesprochen, als ich 6-8 Wochen schrieb. Ich entschuldige mich hiermit und korrigiere meine Aussage: Wir sind schon nach 5 Wochen total durch! Wer hätte das bei dem derzeitigen Arbeitsklima, das einem auch hier in den Kommentaren entgegenschlägt, vermuten können?! Der Job muss wohl noch stressiger sein, als mir bewusst war. Zum Glück haben Sie meine Grundposition ja erkannt und durch Ihre Korrektur entsprechend untermauert! *Sarkasmus off*

          Auch wenn Sie mir fehlende Rechenkenntnisse ankreiden, korrigiere ich im Gegenzug mal nicht Ihre Rechtschreibung und Grammatik (ich bin übrigens Deutschlehrerin und die erste, die zugibt, dass Mathe nicht ihre starke Seite ist). Mein Tag hat nämlich auch nur 24h, die ich besser nutzen möchte. Des Weiteren möchte ich gar nicht bewundert werden, schon gar nicht von Leuten wie Ihnen. Allerdings verbitte ich mir, dass Sie hier wie der Blinde von der Farbe reden! Sie haben offensichtlich keinerlei Bezug zu diesem Beruf, sonst würden Sie nicht solche Aussagen tätigen. Von Bewunderung sind wir in der heutigen Zeit meilenweit entfernt und das, was Sie als „Selbstmitleid“ verstehen, ist der verzweifelte Aufschrei nach grundlegendem Arbeitsschutz und halbwegs machbaren Aufgabenbereichen!
          So, und jetzt höre ich auf mit meinem „Selbstmitleid“ und gehe spazieren. Ich habe nämlich heute meine 41h/Woche gearbeitet, für die ich bezahlt werde. Und jede weitere Stunde „schenke“ ich den Steuerzahlern, also Ihnen! Herzlichen Glückwunsch zu Weihnachten/Ostern/Geburtstag! Wie gesagt, ich will keine Bewunderung oder Dankbarkeit, aber ein Ende des ewigen Hau-den-Lehrers wäre wirklich schön. Von einigen Personen kann man aber offensichtlich nicht mal das erwarten…

        • @Anonymous

          „kreischen um Bewunderung“ = ???

          Vielleicht meinen Sie „heischen“?

          Immerhin rechnen Sie gerne.

          Wenn Sie das nächste Mal ins Glashaus gehen, nehmen Sie sich exakt 5 !!!!! Steinchen zum Werfen mit und 1 ! Duden.
          (Oder Ihr digitales Endgerät, da können Sie auch unerkannt 😉 sämtliche Portale zum Lernen durchgoogeln und sich auch von Zeit zu Zeit hier bemerkbar machen.)

          Übrigens haben Sie meine volle Bewunderung für Ihren schönen Beitrag.

        • Die Ferien waren nicht für die Lehrer verlängert.
          Außerdem gab es auch in den Ferien genug zu tun. Zum Beispiel Abgaben nachzusehen und detaillierte Rückmeldungen zu geben. Beratungsgespräche führen und Unterricht vorzubereiten. Sich weiter mit der Plattform – die ich nicht mit allen Funktionen nutzen kann (ist kompliziert) – beschäftigen und verschiedene Sachen mit Kollegen ausprobieren. Vielleicht hatten meine Schüler so lange Ferien, ich nicht.
          Das ist kein Selbstmitleid und kein Kreischen um Bewunderung, sondern eine Feststellung 😉

        • Die ganzen Leute, die hier neidvoll auf die Lehrer schimpfen – warum macht ihr den Job nicht, wenn das alles so paradiesisch ist? Zu dumm? Zu geldgeil? Oder mit „den Blagen“ nichts zu tun haben wollen (höre ich immer mal)? Leute, wir haben Lehrermangel! Ran an die Buletten!

        • Ach so, dann wissen jetzt ALLE, dass Sie in solchen Tagen für Ihren Job ( vorausgesetzt ist vorhanden) genau Null Komma Nichts tun. Das ist bei Lehrern anders. Erstaunlich,dass es immer noch Leute gibt,die davon ausgehen,dass sich Unterricht von allein vorbereitet und Zeugnisse von selber schreiben. Und das sind nur 2 Beispiele von vielen. Es sollte keiner, wirklich keiner mehr Lehrer werden. Dann hat sich das mit den ach so unendlichen Ferien ja erledigt und anonymus ist glücklich, den Nachwuchs IMMER daheim zu haben. Dann entfällt auch das völlig ahnungslos basierte Meckern. Das spart Nerven.

      • Ein durchatmen für alle wäre sinnvoller als Lernstoff nach zuarbeiten. Es ist so viel auf der Strecke geblieben, dass ich nicht glaube das dass alles nach gearbeitet werden kann. Weder von den Schülern noch von den Lehrern! Von den Eltern, die dies betreuen ganz zu schweigen. Als Mama von einer 6 Klässlerin mit noch zwei kleinen Kindern, habe ich sehr auf die freien Tage gefreut. Ein bitten an die Schule, doch wirklich mal an alle zu denken, also an die Lehrer, Schüler, Eltern, wurde vehement abgelehnt! Und das bei Waldorf, unverständlich…..

      • 60h Woche über einem längeren Zeitraum nehm ich keinem ab. 6 Tage die Woche 10h reine (!) Arbeitszeit. Da belügt man sich schnell selbst und vergisst die viele anders genutzte Zeit zwischen Arbeitsbeginn und fallendem Stift oder Powerknopf. Hin und Rückweg, Pausen, Staubsaugen, Abendbrot und Abdriftem im Netz sind keine Arbeitszeit. Klar ist das schwer in einem Beruf, der kein klares 8 bis 17 Uhr Modell mit 1h Pause hat und viel selbst organisiert abläuft. Da vergisst man schon mal den Einkauf und die Joggingrunde nach Unterrichtsschluss und ist dann frustriert dass man um elf noch sitzt. Den 60h Mythos gibt es seit ich arbeite. Solche Wochen gibt’s, ohne Frage, Fakt ist aber, dass das keiner effizient kontinuierlich über Jahre macht.

        • Nein, kontinuierlich über Jahre macht das niemand. Aber der Fernunterricht braucht etwa 3-4x soviel Vorbereitungszeit und korrigieren müssen (fächerbedingt) die Kolleg*innen ja auch noch, denn die Klausuren wurden ja noch geschrieben, kurz vor Notenschluss. Ich hab die ersten 3 Wochen meine Zeiten aufgeschrieben: ich kam keinen Tag unter 10h Arbeit, mitunter waren es auch 12-13h. Die vielen kleinen Emails und der „Stift zwischendurch“ (Kontakte und Rückfragen mit Kollegen) sind da noch nicht mal mit eingepreist. Den andren ging es nicht anders (ich dachte ja zwischendurch, ich mach etwas falsch bei dem Arbeitsvolumen).
          Mittlerweile hab ich einen saftigen Tinnitus und schlafe nicht mehr durch. Das ist kein Gejammer, das sind Fakten.

        • Das stimmt. Bisher hatte ich auch im normalen Präsenzunterricht Wochen, wo ich auf 60h Arbeitszeit gekommen bin. Die hat man immer, beispielsweise während der Korrektur der Abschlussprüfungen oder kurz vor den Zeugnissen. Wie gesagt, unter normalen Umständen ist der Beruf zwar anstrengend, aber mit etwas Mehrarbeit – zu der wir als Beamte ja gesetzlich verpflichtet sind – durchaus zu schaffen.

          Seit Beginn des Distanzunterrichts führe ich allerdings ein sehr detailliertes Arbeits-Tagebuch, um mich genau vor diesem Fehler in der Selbstwahrnehmung zu schützen. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich derzeit 60h/Woche arbeite! Und ja, da sind die ganzen „Pausen“ nicht drin! Ich arbeite JEDEN Tag, auch samstags und sonntags, weil da nämlich die abgegebenen Aufgaben der Woche gesichtet und rückgemeldet werden wollen und die Eltern da auch eher Zeit für ein Gespräch haben. Genauso war es übrigens im Frühlings-Lockdown letztes Jahr.

          Das Problem ist ja genau, dass man dieses Pensum nicht lange durchhält! Deshalb sind die paar freien Tage wirklich wichtig für uns Lehrer. Und deshalb sind die meisten von uns – nämlich die, die ihren Job erst nehmen – auch echt am Limit.

          Übrigens: Ich rechne meine Pausen zwischen den Stunden (auch in der Schulzeit) durchaus als Arbeitszeit. Denn wenn ich da mal vom Brot abbeißen kann, bin ich schon froh! Lehrer sein ist halt nicht nur vor der Klasse stehen, sondern auch Absprachen und Konferenzen und Kopieren und und und. Und das ist sehr wohl Arbeitszeit!

        • Ganz genau yx!

          Das ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. 60 Stunden Woche, Schwachsinn. Niemals Netto!!!
          Da wird jeder Scheiss mitgezählt, das Telefonieren zwischendurch, Waschmaschine anstellen, Hund Gassi, etc..
          Mir kommen die Tränen, aber nicht vom Lachen.
          Armes Deutschland

    • So sieht es aus. Dauerbetrieb hier, dazu noch eigene Kitakinder und Schulkinder zuhause, Distanzunterricht nach Stundenplan. Das Jahr hat gerade erst angefangen und wir Lehrer sind schon durch.

    • Genaus so ist es, das ist auch meine Erfahrung. Die To-do-Liste, die ich analog führe (weil ich digital den Überblick verlieren würde), wird mit jedem Tag länger statt kürzer.

      • Kann mich dem oben geschriebenen nur anschließen. Mittlerweile wird man per Mail, Teams, im Chat, per WhatsApp und Telefon von morgens bis Abends zu den unchristlichsten Zeichen permanent in Anspruch genommen. Dazu kommen ständige Konferenzen mit begrenztem Mehrwert und von heute auf morgen Distanzunterricht in Vollzeit.

        Bitte versteht mich nicht, es ist das gute Recht von Schülern fragen an den Lehrer zu stellen etc., aber es ist mittlerweile erschreckend wie unselbstständig und hilfebedürftig der Großteil der Berufsschüler sind.

        • „Bitte versteht mich nicht, es ist das gute Recht von Schülern fragen an den Lehrer zu stellen etc., aber es ist mittlerweile erschreckend wie unselbstständig und hilfebedürftig der Großteil der Berufsschüler sind.“
          Habe auch „erwachsene“ Schüler. Immer wieder spannend, wie unselbstständig und auch unmotiviert die (meisten) sind.
          Meine schreiben auch zu allen Zeiten und wenn dann nicht innerhalb von 2 Stunden eine Antwort kommt, dann kommt die nächste Nachricht direkt hinterher. Sie selbst stellen sich aber oft „tot“, wenn man etwas von ihnen will, z.B. dass sie am Unterricht teilnehmen oder Aufgaben abgeben.

          • Ich rede wie als ein Alleinunterhalter gegen eine Wand, bis einer aus Mitleid mit mir mal ja sagt…

    • Liebe Karin, es ist toll, dass Sie sich so engagieren und auch nachts um 12 noch verpflichtet fühlen ihre Schüler zu unterstützen. Machen Sie sich nicht kaputt. Kommunizieren Sie den Eltern und Kindern ganz klar was Sie brauchen, nämlich auch eine abgrenzbare Freizeitphase wie jeder. Legen Sie für sich fest wann Sie keine Mails beantworten und kommunizieren Sie das. “ Liebe Kinder liebe Eltern, stellt Eure Frage, bitte bis xx damit ich sie direkt beantworten kann. Ab Xx rechnet mit einer Antwort erst am nächsten Tag.“ Das ist bei allem Engagement gleichzeit effiziente Arbeitsorganisation und Selbstschutz. Besprechen Sie mit Kollegen und Schulleitung eine gemeinsame Strategie.

    • Ehrlich gesagt frage ich mich, warum Sie um diese Uhrzeiten noch anfragen bearbeiten? Könnte der Grund sein, dass Sie sich selbst nicht an die zeitlichen Vereinbarungen halten, zu denen den Schülerinnen und Schülern die Zusendung ihrer Arbeitspakete zugesagt ist? Zumindest hören wir das regelmäßig von Schülern wie Eltern.

    • @KARIN: Bis Mitternacht? Jetzt mal ernsthaft: Warum lassen Sie sich das bieten? Setzen Sie GRENZEN! – Das können im Übrigen nur SIE selbst tun; niemand kann es Ihnen abnehmen.

    • Ich stimme Ihnen zu 100 Prozent zu. Allerdings werden diese üblicherweise vor Schuljahresbeginn verbindlich geplant und dann zu Schuljahresbeginn den Kindern und Eltern mitgeteilt. Eine willkürliche Verschiebung zum jetzigen Zeitpunkt, wie an vielen Schulen geschehen, ist völlig unsensibel uns unangemessen.

      • Dass so jemand wie Sie von unsensibel und unangemessen spricht, ist schon der Witz an sich. Ist das ein neuer OKA?

        Bitte verschonen Sie uns mit dem ganzen Bullshit. Davon haben wir in den letzten 30 Jahren schon genug bekommen und die KMs haben es tatsächlich geschafft, da noch einen oben drauf zu setzen.

        Ich würde Ihnen gerne meine wirkliche Meinung geben, aber dann wird der Kommentar definitiv nicht freigeschaltet.

    • Die meisten Arbeitnehmer haben ca 5 Wochen Urlaub im Jahr. Schulferien sind ca. 12 1/2 Wochen. Wenn Lehrer von diesen 12 Wochen ohne Unterricht ca. 7 Wochen arbeiten, reicht das nicht aus? Oder anders gefragt, kommen Lehrer nicht auf 5 bis 6 Wochen frei im Jahr, so wie andere auch?
      Oder wie sonst kommen sie darauf, dass bewegliche Feiertage zum Urlaub der Lehrer gehören?
      Das ist keine Kritik sondern einfach eine Verständnisfrage. Hat mich immer schon mal interessiert wie das mit Unterrichtsfreien Tagen geregelt ist.
      Meine Tante ist Geundschullehrerin und sagt, sie arbeitet ca 40 Stunden die Woche mit allen Vor- und Nachbereitungen eingerechnet. In den Ferien ist die durch Konferenzen und Vorbereitungen maximal 4 Wochen beschäftigt, also bleiben ihr noch über 8 Wochen zur Erholung…dazu dann noch bewegliche Feiertage etc.
      Also 40 Stundenwoche plus mehr als 8 Wochen Erholung bei gutem und abgesichertem Gehalt ist jetzt nicht soo schlecht.
      Oder ist es so unterschiedlich von Lehrer zu Lehrer, wieviel die arbeiten?

      • „Oder wie sonst kommen sie darauf, dass bewegliche Feiertage zum Urlaub der Lehrer gehören?“
        Es sind _Ferientage_.
        Und wer sagt, dass dann alle Lehrer (komplett) frei machen?

      • @ Frage Warum sind Sie dann nicht Lehrer geworden, wenn das sooo doll ist mit dem Urlaub? Warum haben wir Lehrermangel, wenn der Job minimaler Aufwand maximales Gehalt impliziert??? Es ist ein Knochenjob, wie der ganze Chat hier zeigt: Vorurteile, Unterstellungen, dauernd im Kreuzfeuer der Eltern, Schüler, die man wie rohe Eier behandeln muss, immer mehr psychisch auffällige Kinder , Klassen mit über 30 Schülern wegen Lehrermangel etc etc.Wenn es wieder mehr Lehramtsanwärter gäbe, kleinere Klassen, wäre das für alle von Vorteil. Ich mag meine Schüler und meinen Job, aber es wird immer schwieriger den Anforderungen gerecht zu werden, insbesondere, da sich die Eltern immer mehr einmischen. Das sieht man ja jetzt auch in dieser Schulöffnungsdiskussion in der Pandemie. Bei Merkel haben sich heute dutzende Eltern ausgeheult, die am Limit sind, was bestimmt wieder die Öffnung von Schulen forcieren soll. Uns fragt keiner, wie es uns dabei geht. An einem normalen Schultag mit 120 Haushalten auf engstem Raum und kaum Schutz, trifft ja nur die faulen Lehrer, haben eh zuviel Urlaub.

      • Auf jeder Party und ähnlichen Anlässen führe ich die gleiche Diskussion, die einfach immer gleich endet. Und im Endeffekt können nur Leute mitreden, die auf beiden Seiten gearbeitet haben.

        Bei meinem letzten Job (einfachstes IT-Gedudel) hatte ich eine 40-Stunden-Woche im Büro. Da hab ich meinen Jahresurlaub nie wirklich „gebraucht“. Als Lehrer reichen mir die Ferien in etwa so, um den ganzen Mist aus dem Jahr abzufangen. Das ist ein Hochleistungsjob, was ein paar Menschen – wie wohl auch Sie – einfach nicht verstehen oder nicht akzeptieren wollen.

        • So sieht es aus. Ich bin damals nach einem eher 50 bis 60 Std Job nach Hause und hatte frei!

          Hier ist in der Schule immer was zu tun. Bis zu den Ferien kann man bei vielen Kollegen dem Zerfall zugucken.
          Dazu kommt, dass es keine echte Pause gibt, nicht einmal bei einer Freistunde.
          Jeder normale Arbeitnehmer hat ein Anrecht auf mind. 30 Minuten. Die längste Pause ist max 25 Minuten. Da bleibt nach den Gesprächen mit Schülern (die nach dem Pausenklingeln) oder noch Eintragungen im Klassenbuch nix über.

          Gemütlich eben einen Kaffee holen?
          Eben einfach mal arbeitsam den Bildschirm anstarren und Gedanken schweifen lassen? Also tun, als wenn man Mails gewissenhaft liest?
          Eben mal kurz aufs Klo?
          Eben mal ist einfach nicht.
          Es gibt keine echten Pausen.

          Es ist eine unglaublich Anstrengung non stop auf 100% zu arbeiten. Alles im Auge zu haben:
          Oh, Karl arbeitet nicht mit, mal fragen, wo das Problem ist
          Claudia hat ihren Schreibblock vergessen
          Michael kann kaum deutsch und muss unterstützt werden, damit er die Aufgaben versteht.
          Tom flext grade vor Viola wie eine Testosteronballon herum und lenkt sie grade ab.
          Peter zerreißt grade Pauls Aufgabenblatt, als ich versucht habe, Michael den Text zu erklären.
          Nichts, was nicht mal passiert ist, einschliesslich eines Blutbades mitten im Klassenzimmer … Jugendliche machen manchmal echt den letzten Sch&%€§.

          Danach ist man tot. 6 bis 8 Unterrichts-Std. ohne nennenswerte Pause ist anstrengender als ein 10 Zeit-Std.-Tag im Büro. Ich habe den Vergleich. Und der Job war auch stressig (Projektarbeit).

          Jeder einzelne Ferientag der LuL ist voll verdient. Doch auch wenn man in der teuersten Zeit seinen Urlaub antreten muss, ich mache den Job gerne.
          Ich bin für meine Klasse da, gebe Impulse, dass sie selbst Lerngruppen bilden mit Hilfe ihrer Handyapps. Ich helfe Ihnen auch selbst Lösungen zu entdecken. Ich liebe die Herausforderungen und hin und wieder angenehmen Überraschungen in der Entwicklung der Heranwachsenden.

          Trotzdem ist es ein Knochenjob, wenn man ihn ernst nimmt. Und es gibt da die altbekannten Kollegen, wie in jedem anderen Job auch. Wie gesagt, ich kenne beide Welten.

          • @BK-Lehrkraft

            Sie sprechen mir aus der Seele.
            Denn Vergleich habe ich auch, da ich erst einige Jahre in der kaufmännischen Schiene tätig war.
            Lebensmittelgroßhandel.
            Trotz Preiskampf und Terminterror rund ums Jahr (irgendeine Saison oder Aktion ist immer) und der Position zwischen Produktion und Einzelhandel waren immerhin kurze Pausen drin. Das waren manchmal auch nur 10 Minuten, aber es waren „echte“ 10 Minuten! Die hatten absolut nichts mit dem Job zu tun. Wie Sie schon schrieben, konnte man da gedanklich mal ganz woanders sein, bei schönem Wetter mal 10 Minuten vor die Tür – und zwar dann, wenn man es wirklich braucht!

            Wer diesen Unterschied nie erlebt hat, KANN sich kein ernst zu nehmendes Urteil erlauben, DARF es aber natürlich, ist doch klar.
            (Der letzte Absatz war ironisch gemeint …)

  2. Der Rosenmontag kann ruhig frei sein . Er ist einer der vier beweglichen Ferientage , die an anderer Stelle abgezogen werden . Auch Lehrer brauchen mal einen zusätzlichen Tag zur Erholung . Das Distanzlernen ist sehr fordend und mit ständiger Verfügbarkeit verbunden : Morgens um 5 die erste Anfrage , abends um 23.30 die letzte . Und die Eltern glauben , dass wir Ferien haben .

    • Gehen Sie mit Ihrem PC ins Bett? Und warum dürfen Schülerinnen und Schüler im Home-Office nicht zu den Zeiten arbeiten, die ihnen angenehm sind? Ist es nicht eine ziemliche Hybris immer erreichbar sein zu wollen, und sich dann aber zu beschweren, obwohl man sich einfach nicht abgrenzen kann?

      • Das Problem ist, dass wir als Lehrer natürlich die Kinder unterrichten wollen. Bei vielen Familien gibt es aber nicht für jedes Kind einen PC, sondern vielleicht nur einen pro Familie. Wenn die Eltern dann selbst im Home-Office sind, dann können die Kinder nur sehr früh oder spät mit uns in Kontakt treten. Und wenn dann nicht geantwortet wird, dann ist für diese Kinder ein Tag verschenkt, an dem sie nicht lernen können. Oder wir Lehrer sind halt faul und kümmern uns nicht, weil man ja wohl erwarten kann, dass man sich auf die persönlichen Umstände jedes Kindes einstellt. Wir sind ja schließlich auch nur zu Hause und machen nichts…

        • Ich bestelle nicht, das dies stressig ist aber alles was ich gelesen habe könnt danach, dass es völlig chaotisch abläuft und das liegt an einem selbst. Klare Grenzen wann man erreichbar ist müssen sein. Dazu sollte man vielleicht auch Mal wieder zum telefin greifen anstatt stundenlang zu schreiben.das geht einfach schneller und spart Zeit ein. Ich habe überall Lehrer in der Familie und im Freundeskreis aber Effizienz gehört leider nicht zu ihren Stärken. Man muss an die neue Situation aber auch erst gewöhnen. Das lernt keiner von heute auf morgen. Ich kann daher nur dringend anraten Grenzen zu setzen und sich straff zu organisieren, sonst geht man kaputt wie viele hier schreiben.

      • Lieber Anonymous , ich habe mich nicht beschwert , sondern lediglich festgestellt , dass die Schüler davon ausgehen , dass man früh um fünf und abends um halb 12 ihre Fragen beantwortet . Tut man es nicht , gibt es Beschwerden . Keine Telefonnummer kennen Eltern so gut wie die der Schulleitung . Da wird gnadenlos genörgelt . Und ein bisschen bleibt immer hängen . Das ist doch der , der die Schüler mit ihren Aufgaben alleine lässt …

  3. Zeit, diesen Wahnsinn zu beenden. Nehmt den Druck raus, für Schüler, Lehrer und Eltern. Hier kann man nur noch versuchen Basiswissen zu vermitteln, mehr nicht.

  4. Hut ab vor den Kollegen, die in Präsenz sind und gleichzeitig Distanz managen.
    Was das bedeutet, interessiert viele Eltern leider nicht.

    • Japp, eine Knochenmühle. Drei Lerngruppen in Präsenz, 5 in Distanzunterricht. Jeweils an die 30 Kinder. Wenn man es gut machen will, frisst einen das nach und nach auf. Dazu kommen ja noch die eigenen Kinder.

      • @Carabas: „Wenn man es gut machen will, frisst einen das nach und nach auf.“ – Die Antwort auf Ihr Problem findet sich in Ihrer eigenen Aussage: Wenn die verfügbare Arbeitszeit nicht dafür ausreicht, es gut zu machen, dann muss es eben anders reichen. Grenzen Sie sich ab! Achten Sie auf sich! Bleiben Sie REALISTISCH in Ihren Erwartungen an sich selbst!

    • Vielen Dank! Ich bin jeden Tag in der Schule und mache Notbetreuung nach Stundenplan. Also arbeite ich einfach doppelt…. Das will auch niemand hören oder verstehen. Denn die Schüler sitzen ja da und arbeiten ganz ruhig.an muss sich mit denen nicht beschäftigen oder irgendwas. Man kann ja währenddessen die Homeschooling Dinge erledigen. Auf seinem privaten Gerät mit privatem Internet, versteht sich ja von selbst. Bei mir gibt es nämlich kaum eine Internetanbindung, geschweige denn Geräte… Was im Übrigen dazu führt, dass viele Schüler eben nicht digital arbeiten können. Ist eben etwas blöd auf einem Dorf komplett ohne Internet…

      • Bei uns in der Schule sind keine Lehrer für die Notbetreuung eingesetzt und bei Mangel an sonstigem schulischem Personal Lehrer mit Fächern, die wegen des abgespeckten Stundenplans derzeit weniger Stunden haben. Bei uns findet beispielsweise kein Sport statt. Ist im Homeschooling auch unnötig. Der Klassenlehrer hat uns Links von der Schule für Sportvideos bei YouTube und Co geschickt um die Kids fit zu halten, aber Sport als Fach findet nicht statt. Bei meinem Sohn gibt es auch keinen Distanz- Musikunterricht. Finde ich auch nicht schlimm, das kann man auch später lernen.

        Was ich sagen will, falls überhaupt mal Lehrer in der Notbetreuung sind, sind dies Jene, die im Moment fächerbedingt weniger Distanzunterricht anbieten.

        Mich wundert, das andere Schulen das anders handhaben?
        Als Schule würde ich wenn nicht genug Personal für die Notbetreuung da ist und auch keine Lehrer verfügbar sind, schauen welche Stunden man für die Schüler im Distanzunterricht kürzen kann und Lehrer sie in der Notbetreuung eingesetzt werden, diesbezüglich entlasten.

        Sind wir mal ehrlich, viele Eltern haben eh eine Doppelbelastung mit Job und Kind zuhause. Da würde es sogar Sinn machen, den Onlineunterricht so zu raffen, dass man die Schüler bis lockdownende nur“ in den Hauptfächern plus Naturwissenschaften und Gesellschaftslehre unterrichtet. Nebenfächer wie Sport, Musik, Kunst, Religion, Technik u.a. sind nicht unwichtig, kann man aber besser nachholen als die andern oder notfalls den Lehrplan kürzen.
        Dann wären alle entlastet.

        • Bei uns wird die Notbetreuung ausschließlich über die Lehrkräfte abgedeckt. Welches „sonstige schulische Personal“ soll es denn sonst regeln. Unsere Notbetreuung „platzt auch förmlich aus allen Nähten“.
          Da müssen alle stets und ständig neben dem Distanzunterricht morgens im Einsatz sein. Wir beschränken uns in der Grundschule schon auf die Hauptfächer. Dennoch ist es ein wahnsinniger Aufwand mit dem Erstellen von Arbeitsplänen, Kopieren und den Korrekturen der ganzen Arbeitsergebnisse in der Woche darauf.

  5. Und die Schüler*innen arbeiten dann also auch bis Ostern nonstop?
    Blickt das noch jemand, ich dachte, alle wären so komplett am Anschlag …

    • Bayerin hier. Jupp, wir machen durch bis Ostern und singen (nicht jugendfreies Gefluche). Steht bei uns schon länger fest.

  6. Wegen Rosenmontag rum jaulen? Ich bin froh um jeden Tag, wo meine Tochter im HS ist! Egal, was für Kraft es kostet! Im Bekanntenkreis meiner Tochter 8 Corona Fälle!
    Und meine Mutter dran gestorben!
    Bei uns läuft HS gut. Und die Lehrer schaffen das auch, gute Gemeinschaft!
    Ich bin um jeden Tag froh, wenn meine Tochter HS und ich HO habe. Egal, was für Stress. Sie hat Asthma, ich Herzproblem.
    Ich bin wie gesagt um jeden Tag hier Zuhause froh.
    Es geht ums Überleben!
    Und irgendwer macht sich Sorgen um Rosenmontag… Geht’s noch???

  7. Da ich ganz normal in der Schule sitze (wenn auch nur mit halber Gruppe) und Nachmittags noch Videokonferenzen haben so wie erhöhten Aufwand mit vor und Nachbereitung von Lernpaketen, brauche ich die Erholung! Ich habe außerdem selbst noch Kinder die im Homeschooling meine Betreuung brauchen. Wie wäre es, wenie Gemeinden mit den Kinderhorten und Nachmittagsbetreuungen hier die Ferienbespaßung übernehmen.
    Ich habe langsam wirklich die Faxen dick mich zwischen meiner Kultusministerin und den Eltern zerreiben zu lassen.

    • Am besten machen das noch die Erzieher, neben Notbetreuung mit übervollen Gruppen, selbst Risikopatienten und keine Möglichkeit bei der Arbeit Abstand halten zu können.
      Aber ist ja nur Kinderbespassung.
      Wir arbeiten auch durch, die nächsten Ferien haben Kindergärten an Ostern.
      Aber macht ja nichts, ist ja nur Kinderbespassung

  8. Bei allen Verständnis, aber auch wir Eltern müssen uns von Montag bis Sonntag mit Dingen rumschlagen, die manchmal unsere Möglichkeiten übersteigen. Neben unserem Job und den alltäglichen Krams, sollen wir unseren Kindern beibringen , wofür andere Menschen lange studiert haben. Wir sind doch größtenteils gar nicht in der Lage das zu stemmen was sonst in der Schule unterrichtet wird. Das heißt nicht, dass wir blöd sind aber wir sind eben nicht dementsprechend ausgebildet um alles aufzufangen. An jedem Tag, an dem meine Kinder nicht zur Schule gehen, verpassen sie Dinge, die wichtig für ihr weiteres Leben sind. Daher bin in für eine schnelle Öffnung der Schulen. Auch an Karneval und bestenfalls auch mit gekürzten Ferien. Freizeit hatten die Kinder genug, denn homeschooling funktionierte hier gar nicht. Monatelange Arbeit muss nachgeholt werden.

    Zum anderen, wer bis Mitternacht noch auf Mails reagiert, ist ein wenig selbst schuld. Das meiste kann sicherlich bis zum Folgetag warten. Hier warten wir teilweise tagelang auf Rückmeldung vom Lehrer.

    • @Cornelia: Eas ist das den bitte für eine Logik? Natürlich müssen sie 24/7 für ihre Kiddies da sein. Das steht so im Vertrag… 🙂
      In meinem Vertrag steht davon nix. So eine Gkeichsetzung der Verantwortunc von Lehrern und Eltern ist ja nur geil….
      🙂 🙂 🙂
      Hahahahaha. Tag gerettet, Humor aktiviert. Corona ist echt der beste Katalysator für hanebüchenen Unsinn.
      😉 😉

    • Sie haben so was von Recht! Nur an einer Stelle möchte ich widersprechen: wer um Mitternacht E-Mails bearbeitet, der ist KOMPLETT selbst schuld. Schülerinnen und Schüler sind sicher nicht dafür verantwortlich zu machen, wenn Lehrerinnen und Lehrer sich nicht abgrenzen können.

      • @Anonymous

        Wer sich so gut auskennt, zu ganz vielen Posts so tolle sinnstiftende Antworten schreibt und das in diesem Kasernenhoftonfall, arbeitet wahrscheinlich auch selbst im Bildungsbereich – aber in der Abteilung „Kultus- und Stussministerium“?
        Dann dient Ihr Nickname wohl dem Arbeitsschutz in eigener Sache?

        Sie könnten aber auch „FidK“-Star sein …

        Ja, vielleicht eher „FidK“, Ihre Idee mit der Hybris brachte mich darauf … Immer seinen faden oder notfalls sinnfreien (Not ist oft?) Senf dazu geben wollen, sich einfach nicht abgrenzen können, immer zeigen dass man überall seine „Duftmarke“ hinsetzen muss …

        „Und warum dürfen Schülerinnen und Schüler im Home-Office nicht zu den Zeiten arbeiten, die ihnen angenehm sind?“
        Und wann arbeiten Sie? (Wo Sie doch hier so fleißig sind, zur schönsten Homeoffice-Zeit …)

        Und Sie haben auch so was von Recht!
        Leider keine Ahnung vom Lehrerberuf.
        Aber Recht haben ist sowieso schöner?
        Dann haben Sie doch die Hauptqualifikation für ein glückliches Lehrerleben!
        Wann dürfen wir Sie in unseren Reihen begrüßen?

    • Also sorry, um meine Kinder bei den Schulaufgaben zu betreuen, braucht hier keiner studiert zu haben. Erstens machen sie ihre Schulaufgaben selbst, zweitens haben sie didaktisch super aufbereitete Schulbücher, in denen sie nachlesen können und Internet zum Googlen, Gruppenchats mit Mitschülern, Lernvideos von den Lehrern usw.
      Und wenn sie wirklich mal was nicht verstehen, ist es SCHULSTOFF. Den hat man als Erwachsener in der Schule gelernt, nicht in der Uni. Schon klar, dass man wissen muss, was man tut, wenn man den Unterricht plant, aber das wird ja auch von ausgebildeten Lehrern getan.
      Und wie armselig ist es, bei den Lehrern rumzuheulen, dass man neben seinem Beruf einen Familienalltag hat. Schonmal dran gedacht, dass das für jeden zutrifft, natürlich auch für Lehrer?
      An jedem Tag, ob meine Kinder zur Schule gehen oder mal eine Zeil lang nicht, lernen sie viele Dinge, die wichtig sind für ihr Leben. Sie lernen ähnlich viel für die Schule und haben für anderes eher mehr Zeit. Wir sind auch froh, wenn sie wieder freier leben können, aber die Panik verstehe ich nicht.

    • Liebe Cornelia,

      ad: „…, verpassen sie Dinge, die wichtig für ihr weiteres Leben sind.“

      Nur Gesundheit ist doch die Basis, für einfach – alles!!!

      Wenn Sie bisher noch nicht das „Glück“ (oder „Pech“) hatten, diese Lebenserfahrung/Lebensweisheit am eigenen Leib erfahren zu haben, dann danken Sie Gott – oder Ihrem Schicksal.

      Wenn in Ihrer Familie eine(r) Ihrer Lieben als Folge von Corona schwer erkranken sollte und vor Ihren Augen verzweifelt um Luft ringt, später evtl. mit Langzeitfolgen zu leben hat, dann werden S i e völlig hilflos dabeistehen.

      „Das habe ich nicht gewollt. Wenn ich gewusst hätte, … .“ Hilft dann nix!

      Und was ist, wenn der Todeskampf verloren ginge? Wenn es „kein weiteres Leben“ mehr gäbe?
      Wenn das Corona-Virus auch vor I h r e r Familie nicht Halt machte, seinen Blutzoll a u c h bei I h n e n fordern würde?

      Denn Sie h a b e n gewusst, nur bewusst die Augen vor den Fakten, der Realität, verschlossen. Späte Einsicht bringt Tote aber nicht zurück. Sie käme zu spät.

      Sie kennen sicher die Worte „Wer nicht hören will, muss fühlen“.
      Möge es Ihnen erspart bleiben!!

      Ich zeichne kein Horrorszenario als Selbstzweck. Ich bin Realistin – und ich hänge an meinem Leben und dem meiner Lieben.
      Auch an dem der SchülerInnen und KollegInnen!

      Jede(r) (Langzeit)Erkrankte, jede(r) Tote ist einer zuviel!

  9. Es ist Krise… sich dann auch noch über einzelne Tage aufzuregen, zeigt doch deutlich, wie egoistisch alle sind. Es ist auch gar nicht angebracht ständig die Lehrer zu naschen. Sie haben in dem kompletten vergangenen Jahr unzählige Allgemeinverfügungen ( hab bei der 13. aufgehört zu zählen) umgesetzt. Und zwar spontan ! Teilweise kamen die am Wochenende und sollten Montag stehen. Doppelbelastungen, durch Wechsel- und Distanzunterricht, auch Lehrer haben Familien. Echt, irgendwann muss auch mal gut sein mit Forderungen.

  10. Liebe KollegInnen,
    bitte jetzt nicht reflexartig anfangen zu erklären, dass LuL am Limit sind, was wir alles machen usw.
    Diejenigen, die sich hier positionieren, wollen ihre Vor(ur)teile erhalten und pflegen.
    Wir müssen uns nicht rechtfertigen. Genießen wir die freien Tage!
    Btw- Neid ist immer noch die größte Form der Anerkennung.

    • Bin als Ingenieur in einer auskömmlichen, digitalisierten Branche mit flexiblen Arbeitszeit- und Homeoffice-Modellen tätig.

      Wenn mein beruflicher Werdegang erfolglos verlaufen wäre, habe ich immer spaßeshalber den Quereinstieg als Gymnasiallehrer für Mathe und Physik als Rückfallebene erwogen. Ich beneide niemanden…

      Und für alle gilt: „Niveau sieht von unten aus wie Arroganz“

      VG
      .. vom Mond

      • Haben Sie auf dem Mond als Ingenieur nichts besseres zu tun als auf einem Lehrerforum Ihre offensichtlich latenten Minderwertigkeitsgefühle durch herablassende Kommentare zu lindern?

        Wenn’s hilft

        • Wo sollen die Minderwertigkeitskomplexe Ihrer Meinung nach herkommen? Ich schaue hier lediglich über den Tellerrand. Würde Ihnen ggf. auch helfen…nehme Ihnen und den Kollegen den Frust schon nicht weg… lieber Alex!

          • Woher die in ihrem Fall kommen kann und will ich nicht beurteilen.
            Danke für Ihre Sorge um den Erhalt unseres Frusts. Darauf haben Sie zwar nicht den geringsten Einfluss aber es ist bezaubernd, dass ein bedeutender und sehr erfolgreicher Mondingenieur mit Rückfallplan sich solche Mühe macht. 😉

  11. Den Schülern geht es nicht anders!
    Mein Sohn ist heute vor lauter Erschöpfung bei den Aufgaben eingeschlafen!!
    Es kann doch nicht sein, dass das Pensum derart hoch gefahren wird, dass sich der komplette Tag nur um Schule dreht.
    Gerade jetzt sollte ein Kind auch mal nach draußen gehen dürfen, um den Kopf frei zu bekommen.
    Videokonferenzen am Vormittag und Aufgaben nachmittags, die gut und gerne 2 bis 3 Wochen füllen, aber nach 5 Tagen spätestens eingeschickt werden müssen.
    Es ist kein Wunder, dass die Schüler da die Lust verlieren und über den Aufgaben einschlafen!
    Ich höre immer nur, dass Lehrer überfordert sind. Kinder sind es dito.

  12. Erreichbarkeit – 24/7, gerne am Wochenende, auch nachts halb zwei Uhr, “Hilfe mein Notizbuch lädt nicht mehr“… Innerhalb von 12 Monaten habe ich neue Berufe erlernt, Tontechniker, Kamerafrau, Regisseurin, Post production. Ich habe gelernt was XLR-Anschlüsse sind, Audio-interface, TRS, TRRS, Capture-Card, um nur die wichtigsten Dinge zu nennen… Nebenbei ein Wechsel von Mebis auf Teams bzw. Aixconcept… Digitalen Unterricht aufzubereiten bedeutet einen unvorstellbaren, erheblichen Mehraufwand. Faschingsferien? Ja bitte, Verschnaufpause für alle, Schüler und Lehrer!

    • @Kerstin: Die wichtigsten Fähigkeiten, die ich erlernt habe:
      1. Die Anzeige meiner Telefonnummer beim Angerufenen zu unterdrücken.
      2. Meine Telefonnummer UNTER KEINEN UMSTÄNDEN herauszugeben.
      Selbstverständlich reagiere ich umgehend auf Emails – gegebenenfalls auch mit zeitnahem Rückruf. Seitdem hat sich das Szenario, am Wochenende von einer Mutter aus dem Bett geklingelt zu werden – mit der Begründung, sie habe ja sonst nie Zeit – erledigt.

      • Das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand. Berufliche Kommunikation mit privaten Medien. Leider nicht zur Seepferdchenprüfung zugelassen….

  13. Das sehe ich genauso wie Karin, auch wenn ich keine Lehrkraft bin. Die Lehrer, die ich kenne, bereiten Distanzunterricht UND Präsenzunterricht bis tief in die Nacht hinein vor, weil beinahe täglich eine neue Idee von „ganz oben“ kommt! Man muss auch mal an die älteren Lehrkräfte denken, die sich nicht alle mit den digitalen Möglichkeiten auskennen und trotzdem diese Art des Unterrichts anbieten müssen, was sicherlich mal nicht eben nebenbei aus dem Ärmel geschüttelt werden kann. Keine dieser Mehrarbeitsstunden können abgefeiert werden- WANN denn?!
    Es gibt einige Eltern, die ihre Kinder in Schule und Kitas schicken, obwohl sie zu Hause betreut werden könnten… Lehrer UND Erzieher sind täglich gefährdet, sich auf der Arbeit mit Corona zu infizieren. In der Liste der priorisierten Personen, die eine Impfung erhalten dürfen, sind sie ganz weit hinten.
    Jetzt mal ganz ehrlich: Kann man diesen Leuten nicht mal 1 – 2 freie Tage gönnen, an denen sie *ohne Maske* durchatmen können?
    Diesen täglichen Druck und die Unsicherheit muss man erst mal, bei 150%igen Einsatz, aushalten können, ohne die gute Laune gegenüber seinen Schützlingen und die Liebe zum Beruf zu verlieren. Von meiner Seite: Hut ab gegenüber allen Pädagogen! Haltet bitte durch.

  14. Das sehe ich auch so! Bei uns in RLP wurde im Januar bereits das schriftliche Abitur geschrieben und viele Kollegen jonglieren mit der weitaus aufwändigeren Vorbereitung des Fernunterrichts und den Abi-Korrekturen und kriechen dabei auf dem Zahnfleisch. Ich würde die Karnevalstage schlichtweg dazu benötigen den Arbeitsstau etwas zu verringern und mündliche Abi-Prüfungen vorzubereiten, um mal irgendwie einen Silberstreif am Horizont zu sehen.

  15. Wir brauchen doch überhaupt nicht mehr frei, hatten wir ja nun seit März letzten Jahres. Schickt doch die Kids auch am Wochenende in die Schule, gerne 24/7. In den Ferien lernen wir dann auch noch. Kinder fühlen sich ja sowieso nur in der Schule wohl, da stehen wir natürlich gerne parat. Dann bekommen sie auch endlich wieder Mal was Gutes zu Essen in der heimeligen Schulmensa. Endlich wieder Mal arbeiten, ich freu mich schon so.

  16. „Lehrergewerkschaft GEW hieß es am Mittwoch: «Wir haben jedes Verständnis für die Stresssituation in den Familien.» Dennoch sehe man keinen Anlass, wegen einem oder wenigen schulfreien Tagen an Karneval «an lange bestehenden Regelungen etwas zu ändern, die die Schulen ja mit den Kommunen synchronisiert haben».“ – ein Hohn auf alle Werktätigen in Deutschland, die sich für Beamtengehälter und -pensionen den A… aufreisen, auch in Coronazeiten und für die 50 bis 60 Stundenwochen(ohne Überstundenbezahlung und Beamtensonderkonditionen), bei 30 Urlaubstagen im Jahr, zur Normalität gehören und sich derzeit nur so nebenbei noch um die Bildung ihrer Kinder kümmern.
    Und für pädagogische Tage und Weiterbildungen wird dann zusätzlich Unterrichtszeit abgezweigt. – Aber machen wir ruhig weiter so – die nächste Pisastudie freut sich – aber dann lags ja an der Coronakrise. Armes Deutschland !!! Wann wird der Beamtenstaat endlich ausgemistet und das Bildungssytem grundlegen reformiert!?

    • Es geht doch nichts über wertschätzende Kommentare. Ein von Bildung gestresster will den Beamtenstaat ausmisten. Dieses Vokabular kennt man ja schon von den braunen, die sich jetzt blau angemalt haben und von den netten Montagsdemonstranten aus Dresden.
      So ein Lehrerforum eignet sich so gut, um endlich Mal seinen ganzen Hass und Frust auf die faulen Beamten raus zu lassen.
      Neid ist auch ein Zeichen von Anerkennung. Für ihr nächstes Leben habe ich einen Tipp: Augen auf bei der Berufswahl! Ich grüße Sie mit einem herzlichen Schweigeeinhorn.

    • Ein kleiner Hinweis für den Bildungsgestressten , bei dem offensichtlich die Vorurteile besser ausgeprägt sind als das Wissen : Inzwischen nimmt die Zahl der Angestellten im Öffentlichen Dienst immer weiter zu , da sie billiger sind . Darüberhinaus beträgt der Urlaub für Lehrer 25 Tage . In der letzten Woche der Sommerferien sind Konferenzen und Nachprüfungen . Beneidenswert , dass Sie mehr Urlaub haben als die von Ihnen publikumswirksam Gescholtenen …

    • Wenn man sich um seine Kinder nur so nebenbei kümmert und davon dann werweißwie gestresst ist, stimmt vielleicht was mit den Prioritäten nicht.

      • Dafür ist das Gehalt noch mehreren Berufsjahren auch doppelt so hoch, wie das einer Krankenschwester oder eines Sozialbeiters. Von den Dynamiken träumen 90 Prozent der Arbeitnehmer….

    • Komisch, beim Sportfest, Schulfest, Weihnachtssingen, Weihnachtsbasteln, Ausflügen, Wandertagen, Klassenfahrten, Kinotagen etc. höre ich nie Protest, dass da wertvolle Unterrichtszeit abgezwackt und Stoff versäumt wird…

      Geht es vielleicht gar nicht um Bildung?

      Geht es vielleicht wieder mal um Betreuung?

      —> Damit haben Schulen NICHTS zu tun. Politische PR-Floskeln wie „Verlässlichkeit“ und „Ganztag“ ändern daran nichts. Fakt ist: Schulen sind Bildungseinrichtungen und für die Betreuung sind in erster Linie SIE zuständig. Ich finde dieses Anspruchsdenken, dass da gefälligst jemand da zu sein hat, der einem die Kinder abnimmt, ohnehin absurd – obwohl natürlich die Politik da leider Begehrlichkeiten aus Opportunismus geweckt hat.

    • @Ein Bildungsgestresster
      Können Sie mir mal das Formular für die Bezahlung der Überstunden von Lehrern und das für die Beamtensonderkonditionen rüberwachsen lassen? Wäre echt nett! Bin seit 25 Jahren dabei und hab von sowas noch nie was gesehen oder gehört. Wird Zeit, sich mal die unverdienten Pfründchen zu sichern….

    • Diejenigen Politiker, die gern den Beamtenstatus von Lehrern abschaffen würden, sollten erstmal erklären, wie hoch ihre Begeisterung für einen 5-wöchigen bundesweiten Streik aller Lehrer (nach dem Vorbild der Lokführer) wäre. Schließlich könnten Lehrer auch für was anderes als Gehaltserhöhungen streiken, z.B. Verbesserungen der Rahmenbedingungen, kleinere Klassen usw. Und das Wort „Lehrergewerkschaft“ bekäme plötzlich einen ganz neuen Sinn.

    • @Ein Bildungsgestresster

      Lieber (Ein) Bildungsgestresster,

      Sie hatten bei der BerufsWAHL genau diese Möglichkeit – sich entscheiden. Auch für das Lehrertum, auch für eine Verbeamtung.

      Wir haben das auch gehabt – und ganz ehrlich, ich habe schon oft bereut, nicht im Angestelltenverhältnis zu sein. Da kann ich jederzeit kündigen – ich habe noch zwei andere Berufe, die gerade jetzt gut gebraucht werden. Nun, kündigen geht jetzt nicht mehr.

      Was mir das Ministerium jedes Jahr unterjubelt und aufbürdet, würde kein Arbeitgeber durchkriegen.
      Und damit sind wir beim Kern des Problems – wir werden nicht als Arbeitnehmer (völlig falscher Begriff, wenn Sie mich fragen) gesehen, sondern als moderne Leibeigene. Das ist dann ein riesengroßer Nachteil des Beamtentums – das kann ich Ihnen sagen

      Das „Gejammer“ hier hängt mit dem schon viel zu oft erwähnten fehlenden Arbeitschutz zusammen, der fehlenden Fürsorgepflicht usw.
      Ich bin der festen Überzeugung – seit Jahren kleine Klassen, seit Jahren viele Lehrkräft – und die Gesellschaft sähe unter Corona anders aus. Mit kleinen Klassen würden wir nicht ständig in LD, raus LD spielen. Das haben unser KuMis verbockt. Seit Jahren.

      Was bitte, werfen Sie uns vor? Wir sollen Präsenzunterricht machen? Ja, KuMis und Eltern, tun wir. Gefährdet durch zig Schülern im einzigen Schulbus, zig Maskenlosen aus etwa, wenns gut läuft, bis zu 150 Haushalten pro Tag. Damit verstoßen wir gegen die Auflage – max. 2 Personen – Kinder sind ausgenommen, die Treiber der Pandemie sind ja auch die KuMis und die sind nicht im Klassenraum.

      Sie wären nicht bildungsgestresst, wenn wir die kleine Klassen hätten.
      Sie wären nicht bildungsgestresst, wenn wir mehr Lehrkräfte hätten.
      Sie wären nicht bildungsgestresst, wenn unsere KuMis ihren Job machten.

      Eigentlich müssste man sich jeden Tag selbst anzeigen. Mich wundert, dass das noch kein anderer gemacht hat. Da käme jede Menge Stimmung in die Bude!

  17. Zwei Anmerkungen:
    1. Die Eltern, die ihre Kinder wirklich alle nötigen Aufgaben machen lassen und das Distanzlernen ernst nehmen, auch vom zeitlichen Umfang, diese Eltern sind sehr froh über die Tage, denn sie pfeiffen aus dem letzten Loch. Die Tage könnte können dann endlich nochmal genutzt werden, etwas mit der Familie zu unternehmen.

    2. Wer sich das kurze Halbjahr anschaut kann nicht ernsthaft der Meinung sein, dass man diese Tage verschieben soll. Wohin denn? Vor die Sommerferien?

  18. Also langsam frage ich mich ob jetzt alle verrückt werden. Ist arbeiten tatsächlich wichtiger als das eigene Kind? Ich habe feststellen müssen, dass nicht nur Lehrer sondern auch deren Schüler die wenigen freien Tage Tage redlich verdient haben. Es ist kein Spaß für die Kinder online zu lernen, im Gegenteil es stresst total. Auch für die Lehrer und Lehrerinnen kann ein paar Tage Verschnaufpause nur gut sein. Bleibt einfach alle mal auf dem Teppich, sonst haben wir tatsächlich lauter Kranke, aber psychischer Natur. Es ist übrigens auch nicht der Fall dass im Fernunterricht weniger Stoff vermittelt wird, die die Schüler haben es gerade gar nicht leicht….

  19. Es haben nicht alle Schulen geschlossen oder gar nur notbetreuung. Die Förderschulen und Kitas sind offen obwohl diese Kinder vorbelastet sind. Denkt mal an diese Lehrer Pfleger usw
    Diese haben viel größere kontaktnahe Risiken . Scheint kein zu interessieren

  20. Habe 17 Klassen und dort 22 Fächer.
    Leider hat der Tag nur 24 Stunden.

    Die SuS können in den freien Tagen auch mal verschnaufen oder nacharbeiten.

    Zudem wurden die Beweglichen Ferientage mehr oder minder an diesen Tagen aufgedrückt. Würden diese Tage wegfallen, würden alle Schulen ihre Feiertage hintun, wo es ihnen grade passt. Die Abgestimmtheit der meisten Schulen ginge somit flöten.

    Distanzunterricht bedeutet immer noch Unterricht, und nicht Ferien…
    Durch die Umstellung fallen reichlich neue Aufgaben an. Alleine die Einzelbetreuung mancher SuS, die mit den digitalen Medien nicht klar kommen, ist ziemlich zeitintensiv. Meinen SuS hilft da kaum einer der Elternteile. Einige SuS sind in eigener Wohnung mit begrenztem Internetanschluss, heisst, sie bekommen nicht immer alles digital.

    Es ist endlos. Wir Lehrer haben uns die zwei Karnevalsfeiertage verdient. Und ich finde, die SuS auch.

    • @BK-Lehrkraft

      Es sind Ferientage. Für Lehrkräfte und SuS. Die sind zur Erholung da. Ich drücke ganz doll die Daumen, dass die Verschnaufpause stattfindet.

      Wir an meiner Schule (SH) haben unsere beweglichen Ferientage um das Zeugnis herum gelegt. Montag und Dienstag nach Zeugnisausgabe waren frei.

      Und es war eine Wohltat.

      Kein Laptop, kein Handy, kein Telefon, keine zusammenbrechende ViKo, einfach Ruhe.

      Meinen Schülern hat die Pause auch gut getan. Verdummt ist in der Zeit auch niemand. Sie brauchten Luft zum Atmen.

      Erstaunlicherweise fanden auch die Eltern die Tage erholsam. Kein Kind zum AB-Ausfüllen anhalten, morgens wecken für die ViKo, ABs herunterladen, mittags hochladen….

      Das entspannt uns alle.

  21. Genau, Lehrer wie Schüler brauchen die paar Tage zum Verschnaufen. Denn da muss offiziell keiner was versenden, bearbeiten, hochladen….
    An allen anderen Tagen, die offiziell nicht mit Ferien betitelt sind, kann momentan noch weniger abgeschaltet und erholt werden. Man ist von Montag bis Sonntag immer für alle da und erreichbar. Die Anspannung kann gar nicht mehr herunter gefahren und entspannt werden.
    Und meine Rückmeldung von Eltern ist sogar teilweise genau so, dass man Ferientage braucht. Damit der Stress herausgenommen wird und es Erholung gibt und man die Kids nicht ständig ermahnen, gängeln und motivieren muss.

  22. Nicht mehr Feiertage.
    Weniger Feiertag, Streichung des ein oder anderen Ferientages oder Einführung von Samstagsunterricht zur Kompensierung der Defizite aus der Corona-Zeit wäre das richtige Signal.
    Gleiches gilt für die Wirtschaft, um die Coronaschulden abzubezahlen.

    • Vollkommener Schwachsinn, die meisten Kinder sind jetzt schon an Ganztagsschulen. Es muss auch ein Leben ausserhalb der Schule geben. Übrigens sind die Kinder, die ihren Distanzunterricht ordentlich gemacht haben dem normalen Lehrplan nicht wirklich zurück, warum sollen diese bestraft und die faulen, die zu Hause nichts machen belohnt werden?

    • Wer in der Coronazeit Defizite aufbaut, tut vielleicht einfach zu wenig? Kinder, die mitarbeiten, haben keine Lerndefizite, die nicht richtig mitarbeiten, werden das auch am Rosenmontag nicht tun. Der Wirkungsgrad von etwas Erziehungsarbeit wäre da sicher höher.

  23. Ich arbeite momentan 60-70 Stunden die Woche. Von Samstag aus gerechnet hätte ich von Mittwoch bis Freitag freimachen können, wenn man von einer normalen 40 Stunden Woche ausgeht, die waren Dienstagabend um 22:00 Uhr voll. Ja, momentan schreibe ich meine Arbeitsstunden auf. Gleichzeitig denken die Eltern wohl, wir Lehrerinnen und Lehrer bereiten einen Tag die Aufgaben für die Woche vor und machen dann frei. Jedenfalls, wenn man die Emails vieler Eltern betrachtet. Jeden Tag (Grundschullehrer) Online Unterricht von 8:00 Uhr bis 10:30 Uhr, Unterrichtsvorbereitungen, zahllose Korrekturen, weil die Selbstkontrolle (die nur teilweise gefordert wird) überhaupt nicht funktioniert, Materialsammlung, Wochenplanbesprechung, telefonische Erreichbarkeit bis 13:00 Uhr, was bis 18:00 Uhr versucht wird, Emails beantworten. Dazu kommt die Notbetreuung mit 15 Kids in einem Raum, wo die Hälfte die Maske ständig unter der Nase trägt, wenn da eine(r) die Corona-Mutation hat, haben es alle. Nicht zu vergessen die Online Fortbildungen für Microsoft Teams, digitale Bildung etc. Ich muss sagen, ich bin ganz nah an der Grenze der Belastung. Dazu kommt unser miserables Standig in der Gesellschaft, das noch dadurch verschärft wird, dass die Faschingsferien abgeschafft werden hier in Bayern. Noch weniger Erholung, aber es wird ja vermittelt, das wäre ja ok. Hatten ja eh die ganze Zeit frei…
    Der Lehrermangel kann keinen mehr wundern, bei solchen Bedingungen. Sorry, das musste mal raus, wenn ich sowas wie hier oben schon wieder lese.
    Und ja, ich weiß, die Eltern sind auch an der Grenze der Belastung. Ich habe mich bei ihnen schon mehrmals bedankt für ihren Einsatz. Zurück kam: nix.
    Gleichzeitig, und das muss ich natürlich dchon relativierend sagen, bin ich froh, dass mein Job sicher ist. Mein Beileid an alle Berufszweige, die momentan Existenzängste haben.

  24. Für uns Schüler ist die Zeit momentan auch besonders stressig. Ich bin in der Oberstufe und wir bekommen so viele aufgaben, dass wir von morgens bis abends am Schreibtisch sitzen. So eine kleine Pause tut da auch mal ganz gut.

    • @Nils: Kann ich mir gut vorstellen – aber was wäre die Alternative, zumal in der Oberstufe: auf die Abiturvorbereitung verzichten, in der Hoffnung“, dass das Abitur sowieso nicht stattfindet? – Aber die Pause zwischendurch ist dann natürlich auch wohlverdient!

  25. Die Lehrer an der Schule meiner Kinder haben auf die SchilfTage verzichtet!
    Sehr gut!
    Ich möchte mal wissen was passieren würde wenn die Kitas schliessen würden um Teamfortbildunngen zu machen!
    Die Lehrer in Schleswig Holstein müssen auch ohne Ferien über Rosenmontag klar kommen!
    Ach ja und wenn ich in den Beiträgen lese die Lehrer unter euch müssen homeschooling und die eigenen Kinder unter einen Hut bekommen Frage ich mich warum nutzt ihr nicht die Notgruppen!

    Ich lese immer die Kitas sind zu- darüber mache ich mich kaputt! 50% Auslastung sprechen eine andere Sprache- und auch wir versorgen die Familien zu Hause, führen Eltern und Seelsorge Gespräche und haben keine 12 Wochen unterrichtsfreie Zeit( Ferien und Urlaub sage ich an dieser Stelle mal nicht)
    Es hat sich ein Vollzeitjob unter Pandemie Bedingungen zu einem Vollzeitjob und darüber hinaus entwickelt! Das istvsichet dramatisch- aber ich bin mir meiner Verantwortung für meine künftigen pensionszahöer bewusst und mache es sehr gerne!

    Bitte hört doch mal auf zu Heulen!!!

    • Hallo Mirka,

      vielen Dank für diesen deutlichen Kommentar!

      Mir ist auch schon aufgefallen, dass aktuell der Reflex, „Ferien sind kein Urlaub“ gar nicht mehr so oft zu hören ist. Mittlerweile scheint hier ein gewisser Realismus eingekehrt zu sein. In der internen und externen Diskussion spricht man neuerdings von überlasteten LuL die die Ferien ausschließlich zur Erholung nutzen. Was alle Welt längst wusste, wird jetzt mehr oder weniger offen zugegeben: in den Ferien läuft nix an Vorbereitung.

      Damit relativieren sich auch einige Rechnungen hier. 60 h-Wochen sind dann nur noch halb so schlimm, wenn man alle zwei Monate für mindestens 2 Wochen in die Ferien geht. Und dazu noch die vielen verlängerten Ferien hinzukommen. Aber es sind auch nicht nur Mathelehrer hier vertreten…

      • Was heißt hier 60- Stunden- Woche? 5 halbe Tage, 12 Wochen Ferien und jetzt Corona- frei. Selbst schuld, wer sich`s nicht bequem macht!

    • @Mirka: Also die Kita meiner Kinder hatte damals ständig pädagogische Tage, ab denen die Erzieherinnen Sitzung hatten und an denen der Kita Betrieb ausfiel. Wie soll es auch anders möglich sein, wenn eine Betreuung von 7 bis 16 Uhr stattfindet. Wann sollen ihrer Meinung nach Besprechungen stattfinden?

    • Die beweglichen Ferientage sind keine zusätzlichen Ferientage – sie sind nur einfach beweglich, d.h. die Lage im Kalender ist flexibel.
      Diese Ferientage sind also Teil der Ferien. Mirka, was Sie fordern würde dann für Sie in Schleswig-Holstein bedeuten, dass Ihnen bzw. Ihren Kindern entsprechend viele Ferientage abgezogen werden.
      Ich hoffe sehr, dass Sie nicht „heulen“, wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber den Ihnen tariflich/vertraglich zustehenden Urlaub kürzt.

    • @Mirka: „Ach ja und wenn ich in den Beiträgen lese die Lehrer unter euch müssen homeschooling und die eigenen Kinder unter einen Hut bekommen Frage ich mich warum nutzt ihr nicht die Notgruppen! “ – „Ach, Lehrkräfte dürfen in ALLEN Bundesländern die Notbetreuung nutzen? Das war mir neu…

    • @Mirka

      ich bin Lehrkraft aus SH und wir hatten unsere Verschnaufpause direkt nach der Zeugnisausgabe. Zwei Tage zum Durchatmen, runterfahren, entspannen – war für Lehrkräfte, Schüler (die nicht verdummten) und – wer hätte das gedacht!? – die Eltern sehr notwendig.

      Mir habbe mit Fasching nicht sooo viel am Hut.

  26. Hallo zusammen,

    leider lese ich in vielen Aufzählungen der Kommentare immer nur von LuL und bestenfalls von SuS. In der Wahrnehmung vieler scheinen die Eltern keine Rolle zu spielen, sondern vielmehr als Feindbilder auserkoren zu sein.

    Wir als vollzeitberufstätige Eltern mit zwei Kinden freuen uns auch über jeden freien Schultag. Wir können uns dann einmal „voll und ganz“ der beruflichen Tätigkeit widmen und haben an solchen „Feiertagen“ einmal keine Doppelbelastung. Ansonsten gehen gerade Eltern die hier oft angegebene Belastung im Umfang von 60 Stunden „gerne mit“. Mit der Aussicht auf 30 reine Erholungstsge pro Jahr

    Insofern würde ich gerne sagen, dass wir alle in einem Boot sitzen. Auch wenn mich die Kommentare hier im Forum oft daran zweifeln lassen. Ich rede mir dann immer ein, dass der wirklich engagierte und proaktive Anteil der LuL keine Zeit für solche Eskapaden hier hat und der Querschnitt der Beiträge nicht repräsentativ sein kann. Man muss in dieser Zeit auch noch Träume haben…

    • Wer als Eltern vollzeitberufstätig ist- sein/ihr Problem. Lehrer ist ein Job. PUNKT. 40 h pro Woche- Punkt. Eltern sein ist 24/7- Verantwortung. PUNKT. Und Lehrer sind keine Betreuungskräfte, damit Eltern Zeit haben- wofür auch immer.

  27. „Dennoch sehe man keinen Anlass, wegen einem oder wenigen schulfreien Tagen an Karneval «an lange bestehenden Regelungen etwas zu ändern, die die Schulen ja mit den Kommunen synchronisiert haben».“

    Da kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln. „lange bestehende Regelungen“ als Argument für so einen Punkt in diesen Zeiten.
    Ich glaube auch, dass für die meisten Schüler und Lehrer eine Pause notwendig und verdient ist.
    Wenn der Lockdown verlängert wird ist es sowieso egal, aber sollte man nicht mal darüber nachdenken, Ferientage vorzuziehen, um die Belastung des Fernunterricht für alle Beteiligten zu reduzieren und Präsenzunterricht auch zu machen, wenn er möglich ist…

  28. Seit Anbeginn der Pandemie, hatte ich persönlich wie viele andere Erzieher keine Pause.
    Erst arbeiten, dann nach Hause Hausaufgaben machen und Haushalt. Wir haben in der Zeit keine Lehrer gebraucht.
    Im ersten Lockdown hieß es, die Schüler können sich nicht verschlechtern. Meine große Tochter hat sich viel Mühe gegeben, hat viel recherchiert. Sie sollten z. B. etwas über das Mittelalter schreiben, sie hat ein Dossier vom Mittelalter von 25 Seiten geschrieben. Es war den Lehrern scheinbar zu viel.
    Zu viel Arbeit es zu lesen, zu viel Informationen die sie selber nicht kannten oder sonst was. Denn sie wurde schlechter benotet. Und das obwohl meine ehem. Kollegen an einer Schule wo ich gearbeitet habe es quergelesen haben und meinten dass dies mehr als eine 1 wäre. Genau dasselbe hatte sie mit Bio. Alles über Viren und Bakterien. Es war den Lehrern schlichtweg zu viel Arbeit dies durchzulesen. Da es ebenfalls knapp 20Seiten waren.
    Ich persönlich habe mittlerweile einen Hals auf Schule und viele Lehrer die von Pädagogik null Ahnung haben.
    Wenn es in Deutschland erlaubt wäre, würde ich meine Kinder selber unterrichten. Denn das bleibt komischerweise alles hängen.
    Beruf kommt von Berufung!!
    Ich tue dies als Erzieher! Und ich kenne viele Lehrer die eine Umschulung zum Erzieher gemacht haben und kläglich versagt haben da sie dachten unser Job wäre easy.
    In meiner Arbeit geht es sehr viel um Partizipation, was in der Schule wieder gar nicht gefragt ist. Hat ein Kind was nicht verstanden und möchte nachfragen, wird es als dumm dahin gestellt.
    Ich muss echt was verpasst haben, denn zu meiner Zeit wurde es solange erklärt bis es jeder verstanden hatte.
    Es wird immer Kinder die geben die dann trotzdem nicht so gute Noten schreiben, allerdings gibt es sowas wie Prüfungsangst.
    Hatte ich als Kind und sogar jetzt noch auch.
    Ich lese überall wie arm dran die Lehrer doch sind und sie haben es so schwer.
    Sorry Liebe Lehrer, ihr seid nicht die einzigsten!
    Wir leben technisch gesehen hinter dem Mond und die Kids dürfen es jetzt ausbaden.
    Wo sind denn die ganzen IPads die bestellt werden sollten oder Laptops?
    Wurden von den wenigsten Schulen bestellt!
    Mir kam zur Antwort, oh da müssten wir ja mindestens 2-3 Systemadministratoren einstellen.
    Das geht nicht.
    Wieder was verpasst?
    Es hat angeblich nicht jeder Lehrer einen Laptop, hm wieder was verpasst!?
    Denn meine, wie tausende von Kindern, müssen auch den der Eltern nutzen oder ihren eigenen um sich Programme zu laden die sie nur für diese Zeit brauchen. Da wird der Rechner auch zugebombt bis oben hin.
    In Neuseeland, ging es komischerweise. Jedes Kind bekam einen Schulrechner.
    In Deutschland undenkbar.
    Was nicht nur die Pandemie betrifft, ein lernen wie es sein sollte gibt es nicht. Nur friss oder stirb.
    Dinge die einfach auch grundlegend falsch beigebracht werden. Ein Beispiel aus meiner Arbeit (Hort), da erzählte der Lehrer der auch Rektor war, den Kindern (Grundschule) der böse böse Indianer hat dem armen Cowboy das Land geklaut.
    Ich bin dann in die Schule und habe nachgehakt.
    Oh was hat mich der Rektor versucht mich runter zu putzen.
    Sein Pech war nur, Freunde von mir sind Indianer.
    Und bei meinen Kindern erlebe ich täglich dasselbe. Englischlehrer die ich als nativspeaker nicht verstehe.
    Aber der Lehrer war drei Jahre in den Staaten.
    Viele Worte kennen die sie gar nicht kennen oder sagen sie gibt es nicht.
    Biologie, Lehrer die ebenfalls keine Ahnung haben, Chemie etc genauso.
    Simples Beispiel, Cotton Candy, Bullshit, Head over….. gibt es nicht oder ist falsch.
    Sorry aber es nervt mich nur noch an.
    Setzt eure Energie dafür ein, dass das Schuljahr ausgesetzt wird und lasst euren Frust nicht an den Schülern aus.
    Und hört auf zu Jammern!
    Kein Berufsstand jammert so viel wie ihr!

    Ich bin gefrustet!

    • Passend zu ihrer anekdotischen Geschichte über Lehrer kann ich Ihnen auch anekdotische Geschichten aus allen Kindergärten in denen ich bisher hospitiert habe oder wohin meine eigenen Kinder gehen berichten. Sie haben viel mit Kaffetrinken, Hinternbreitsitzen und Unaufmerksamkeit zu tun . Trotzdem fände ich es anmaßend, generell darauf zu schließen, dass Sie auch so arbeiten. Umgekehrt gilt das auch.

      Die ganzen iPads die bestellt wurden sind bestellt worden und die Schulen warten auch darauf. Ob Sie es jetzt glauben oder nicht: die Geräte die im März bestellt wurden sind diese Woche bei uns angekommen. Und wir sind bei den Ersten dabei
      Ich nehme an in Neuseeland haben die Lehrer die Geräte auch nicht selbst gekauft.

      Sie haben tatsächlich einiges verpasst, denn aus Datenschutzgründen sollten Privatgeräte nicht genutzt werden. Ist das bei Ihnen in der Kita anders?

      Da Sie ja scheinbar ein Universalgenie sind und in wirklich allen Fächern besser bewandert als sämtliche Lehrer, muss ich Sie inständig bitten: hören Sie auf über Lehrer zu jammern und satteln Sie um. Dann können Sie täglich 25seitige, mittelklassige, Dossiers durchlesen, benoten und sich danach anpampen lassen, Systeme administrieren und einfach alles besser machen. Und wenn Sie den Geldbrunnen gefunden haben können sie allen Schülern iPads bestellen, die durch ein Raumzeit-Portal sofort in ihren Händen erscheinen.

    • @Nicole

      Viele Lehrer unterrichten fachfremd.
      Der Grund: Lehrermangel.

      Ihr Unmut ist verständlich, doch von Seiten der Lehrerschaft nicht zu ändern. Da muss wer anders ran.

    • Ich auch! Von so viel Unverstand! Ich will echt nicht ins Detail gehen, aber wieso die LuL daran Schuld haben, dass die Laptops bisher nur leere Versprechen waren, ist mir schleierhaft. Und ja, ohne Systemadministrator geht es nicht. Und da kann nicht der SU-Lehrer gemeint sein. Und ja: es heißt „einzige“ und nicht „einzigste“. „Einzig “ ist nicht steigerungsfähig. Sie haben leider auch ein persönliches Problem mit LuL und da könnte man sich auch mal fragen, ob man nicht auch eigene Anteile an solch einer vernichtenden Wahrnehmung des Gegenübers hat. Vorsicht mit verallgemeinernden Urteilen bei mangelhafter Kenntnis der realen Situation. Oder: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die ………. halten.

    • @Nicole: „Beruf kommt von Berufung!!“ – Also ich dachte immer, Berufstätigkeit kommt von Geld verdienen wollen?

    • @Nicole: „Ich muss echt was verpasst haben, denn zu meiner Zeit wurde es solange erklärt bis es jeder verstanden hatte.“ – Na, daraus lässt sich doch logisch schließen, dass Sie offensichtlich alles verstanden haben und eigentlich gar nichts verpasst haben können?

      Allerdings würde ich das heute nicht mehr so machen wollen wie von Ihnen propagiert – das könnte schon ein seeehhhhhrrr langer Schultag werden mit vielen Überstunden für die Lehrkraft, und die Eltern wundern sich spätestens am frühen Nachmittag, wo ihre Kinder denn bleiben, und wenn man als Lehrkraft dann sagt: „Ich musste noch mal was erklären, bis es alle verstanden hatten, und das hat halt etwas oder auch ein paar Stunden gedauert“ – dann wird man wohl kaum auf allzu viel Verständnis hoffen dürfen…

    • @Nicole

      „Setzt eure Energie dafür ein, dass das Schuljahr ausgesetzt wird und lasst euren Frust nicht an den Schülern aus.“

      Unsere Energie ist tiefestens im Keller – schon unter inzwischen als normal geltenden Umständen.

      Wenn Corona vorbei ist – in 100 Jahren, wenn das so weiter geht – kommen Sie eine Woche mit mir mit! Dann werden Sie merken, an welchen Stellen der Energieausfluss ist.

      Außerdem sind wir die einzigen, die bereits seit Jahren kleine Klassen fordern – was übrigens auch im Sinne von Eltern und Schülern sein sollte, wohl aber nicht ist. Auf uns hören die KuMis nicht, Eltern unterstützen dieses Anliegen, das ihren Kindern zugute kommt, leider auch nicht. So wichtig ist das optimale Lernklima und die optimale Vorbereitung der Kinder ihren Eltern also nicht, es sei denn, wir haben Corona.

      „Und hört auf zu Jammern!“ Gerne! Luftfilter, kleine Klassen, Arbeitsschutz, deutlich mehr Personal und die Jammerei hört auf – at once. I`m convinced. I promise.

      „Kein Berufsstand jammert so viel wie ihr!“ Dürfen sie gerne, jeder Berufsstand darf das. Nur sind wir vielleicht auch einfach die besseren Jammerer. Nur kein Neid, mit ein bisschen Übung bekommen das alle anderen Berufsstände auch hin.

      „Ich bin gefrustet!“ – Das glaube ich gern.

      Wenden Sie sich an die KuMis, die könnten, wenn sie wollten.
      Wenden Sie sich an die Harz-Kurz-Urlauber, die munter Viren verbreiten.
      Wenden Sie sich an die Eltern, die ihre Kids in die Notbetreuung schicken, nur weil sie es dürfen. (KuMis ansprechen)

      Vielleicht haben Sie Glück. Wir haben es nicht. Schule jetzt auf ist der Weg in einen Dauerlockdown mit tausenden von Toten, die vermutlich nicht mal ein Krankenhaus von innen sehen werden, weil bereits die Triage angewandt wird – in der Haut dieser armen Ärzte möchte ich bestimmt nicht stecken – aber vielleicht ist es gut, wenn tatsächlich aus Dummheit einfach alles zusammenbricht. Das Gesundheitssystem geht in die Knie – die arbeiten schon lange über Limit. Vermutlich fehlt ihnen die Kraft zum Jammern.

      Schulen auf – auch gut für Leute, die „einfach so“ operiert werden müssen.
      Schulen auf – auch gut für Leute, die einen Unfall haben. Glatteis kann nicht jeder.
      Schulen auf – auch gut für Leute, die an die Dyalyse müssen.

      (Das ist böse und ich weiß das.) Mir bleibt nur Galgenhumor, verzeiht.

  29. Natürlich wird der eine Urlaubstag nichts ändern und der Aufwand ist nicht gerechtfertigt. Allerdings halte ich das dogmatische Festhalten an freien Tagen, gerade wenn dieser Wunsch von Kollegen kommt, für dünnes Eis.
    Meine Eltern sind Lehrer und viele meiner Freunde auch, ich bin selbst Pädagoge, habe für mich aber die Entscheidung getroffen nicht an staatlichen Schulen zu arbeiten. Für meine Eltern war das Lehrersdasein wirklich Berufung. Sie haben für jede Klasse individuelle Vorbereitung gemacht und saßen oft sehr lange. Dennoch hatten meine Brüder und ich sie jeden Sommer 5 Wochen für uns. Das ist der Jahresurlaub von vielen Arbeitnehmern. Auch in den anderen Ferien, und so ehrlich müssen Sie zu sich sein, wird nie täglich und erst recht nicht 8-10 Stunden am Stück, wie in den meisten Berufen, gearbeitet.
    Klar wird der Beruf schon ohne Corona immer anspruchsvoller, einfach weil Kinder, Eltern, die Politik und die Gesellschaft sich nicht gerade zum Guten entwickeln (können), aber das wird auch bezahlt, nämlich mit ca. einem doppelten oder höheren Nettolohn wie im Pflegebereich und andere Berufen, die aktuell ebenfalls über sich hinauswachsen. Auch andere Berufe arbeiten seit Jahren 50h und mehr die Woche, jetzt erst recht. Und dazu haben Lehrer eine Sicherheit von der vor allem in der aktuellen Situation viele nur träumen können.
    Und dazu kommt, dass schon immer und jetzt erst recht nicht alle Lehrer mit Engagement glänzen. Schon seit Jahren höre ich von meinen Eltern und befreundeten Lehrer, dass sie immer wieder ausbaden und abpuffern, was Kollegen nicht machen oder gemacht haben. Das lässt sich real festmachen, wenn Klassen übernommen werden oder mehr Vertretung als eigener Unterricht ist. Krankschreibungen sind an der Tagesordnung, oft wegen des fordernden Berufes, aber es gibt eben auch etliche schwarzen Schafe, die man dann im Theater oder im Freizeitpark mit Enkeln trifft.
    Und das ist jetzt noch viel schlimmer, wir haben zum Bespiel für unsere Kinder Aufgaben für 6 Wochen bekommen, die wir selbst strukturieren, begleiten und korrigieren. Und dann wird sich über einen Urlaubstag weniger echauffiert. Eigentlich kann man nur hoffen, dass der laute, wütende, jammernde und arrogante Prozentsatz hier, der nicht in der Lage ist über den Tellerrand zu schauen, nicht mit dem Gro an tollen und Engagierten verwechselt wird…

    • … 50 Stunden und mehr arbeiten auch andere, ja.
      Deren Überstunden werden allerdings auch bezahlt.
      Und die, bei denen das nicht der Fall ist, arbeiten in einer anderen Gehaltsklasse.
      Bitte auch die ganze Wahrheit erzählen!

      • Quatsch, viele Arbeitsverträge haben eine überstundenklausel. 10 Prozent sind mit Gehalt abgegolten. Und das hat nichts mit hohem Gehalt zu tun. Ich kenne mich in dem Bereich gut aus. Und ausgezahlt wird sehr selten. Viele Firmen haben nicht mal ne Zeiterfassung. Vor allem in Firmen mit unter 100 Beschäftigten riskiert man seinen Job, wenn man das überhaupt thematisiert und wird komisch angeschaut, wenn man vor 19 Uhr geht. Von Führungspositionen abgesehen verdienen sind die Lehrer gehaltsmässig im Vergleich gut aufgestellt. Sicherheit entsteht durch den beamtenstatus. Wie viele Schulen haben das Problem, dass sie unmotiviertes Personal mitschleppen müssen. Und der Wirtschaft oder freien Bildung undenkbar…

        • yx, Sie schreiben Unsinn. Außertariflich (AT) mit inkludierten Überstunden lässt sich ein AN meist nur mit einem Jahresgehalt Ü100TSD brutto aufdrücken, da es sich sonst nicht rentiert. Es gibt in allen Firmen Zeiterfassung, schon aus rechtlichen Gründen. In Klitschen, die ihre Mitarbeiter ausbeuten, mag das anders sein. Das ist aber kein Maßstab.
          Im Gegensatz zu Ihnen arbeite ich selbst seit 20 Jahren in der freien Wirtschaft.

      • Bei 2500 brutto sind ausgezahlte Überstunden eher eine rettung. Aber selbst das kommt selten vor. Und vergessen sie nicht, dass es in den meisten berufen keine dynamiken im Gehalt gibt…
        Ich habe das Gefühl die Selbsteinschätzung geht an der Realität vorbei…
        In privaten Bildungseinrichtungen sind Dozenten fast täglich von 7.45 bis 15 Uhr im Unterricht. Freitag mal 13 Uhr Schluss und wenns gut kommt 1 oder 2 Lücken inder ganzen Woche im Stundenplan zur Vorbeteitung. Das ganze mit 28 Tagen Urlaub und 2800 brutto. Glauben Sie mir, viele würden gern in staatliche Schulen wechseln… Ich habe alle Respekt vor dem Lehrerberuf und wollte es selbst für mich nicht, ich vermisse aber hier und da etwas Erdung.

        • yx,
          warum sind Sie nicht im Schuldienst, wenn es so traumhaft ist? Ich sehe das sehr pragmatisch. Es gibt ein Studium, ein Referendariat und eine Staatsnote. Jeder hat die Chance.

    • @yx Es ist nicht verboten sich, wenn man krank geschrieben ist, in der Öffentlichkeit zu zeigen, es kommt auf den Krankheitsgrund an. Burnout wäre im Moment ein echter Grund, Dinge zur Erholung zu tun, auch mit Enkeln!

  30. Ich finde die Reaktion der Eltern verständlich. Das ist genauso wie die glorreiche Idee mancher Politiker, einen „Ausgleichstag“ zu gewähren, wenn Feiertage 2021 auf ein Wochenende fallen. Die meisten Leute sitzen doch schon die ganze Zeit zu Hause und die Arbeitgeber, die schon genug Existenzsorgen haben, sollen das nun auch noch bezahlen?

    Klar, es gibt Branchen, Firmen, Personen, auf die das alles nicht zutrifft, aber dann muss man das auch entsprechend differenzieren.

  31. Die Kinder brauchen frei! Mindestens 5 Stunden vor dem Computer von Montag bis Freitag plus Mittagschule plus Hausaufgaben…. Kinder brauchen Ferien, sonst droht bald eine Burn-out-Welle, bei denen, die es genau nehmen. Auch Familien brauchen eine schulfreie Zeit, um den Druck herauszunehmen.

  32. Natürlich. Seit Wochen machen wir uns einen schönen Lenz.

    Dieses Lehrer-Bashing könnte mal aufhören. Alle, die so klug daherreden und -schreiben, können gerne einmal eine Woche unter Normalbedingungen übernehmen, von den momentanen ganz zu schweigen. Schauen wir mal, ob es dann immer noch so klingt.

    • Es gibt kein Lehrer bashing, nur eine Reaktion auf die Eltern verachtende Arroganz in manchen Kommentaren. Ich kenne nur Leute die Respekt vor dem Beruf haben, sich aber sehr wundern was hier geschrieben wird. Die lauten werden wie immer gehört und prägen das Bild. Bedanken sie sich dort.

  33. Hier wird ein Problem verkannt. Da es sich bei den beweglichen Ferientagen um einen Schulkonferenzbeschluss handelt, hätten sämtliche Eltern die Möglichkeit gehabt, über die jeweiligen Schulkonferenzen einen Änderungsbeschluss herbeizuführen.

    Warum ist dies nicht passiert?
    Der Grund dürfte ganz einfach folgender sein: Es gibt für die lautstark ins Feld geführte Position, die Karnevalstage nicht frei zu geben, keine Mehrheit unter den Eltern. Dann hilft nur noch laut schreien, und dann findet man sein Medienecho.

  34. Ich verstehe die Eltern zu gut. Aber es schwingt wieder der Vorwurf mit, dass sich Lehrer und Schulen nicht ihrer Verantwortung stellen. Diese Unterstellung ist unfair und falsch. Lehrer mit Kindern müssen ebenso wie alle anderen Eltern doppelt ran! Trotz aller Widrigkeiten und Unfertigkeiten: fast jeder gibt alles! Vielleicht kann man das mal in den Blick rücken….

  35. „Nach bisheriger Beschlusslage von Bund und Ländern gilt der aktuelle Lockdown bis zum 14. Februar; viele hoffen daher ab dem 15. Februar auf eine schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht.“

    Viele sind hochgradig naiv.

    Seit Dezember hat sich in Sachen Infektionsschutz an Schulen NICHTS getan. Neu dazugekommen ist das Wissen, dass B117 zunehmend aktiv ist in DE.

    Was wird wohl passieren, wenn man jetzt bei Inzidenzen um 50-100 (unser Stadtkreis liegt bei 155!) die Schulen wieder so aufmacht, wie man es im November mit „strengen Hygienevorschriften“ (also Häkelmaske unter dem Kinn und unzureichendes Lüften) getan hat?

    Die Inzidenzen werden noch ein wenig weiter sinken (die KM feiern das dann als Erfolg, auch wenn es nur die Nachlaufzeit der Meldungen und der Infektionen ist), dann werden allmählich wieder viele Infektionen in die Familien durchschlagen und ca. 2-3 Wochen später steigen die Inzidenzen dann wieder (die KM werden sagen, dass irgendwer Parties feiert). Noch ein wenig später geht es dann steil nach oben und die KM werden sich mit Händen und Füßen gegen den dritten Lockdown stemmen. Wenn der dann endlich kommt, sind wir jenseits von 100K Toten und haben die nächste vermeidbare Schleife hinter uns.

    Wir brauchen endlich ein KONZEPT! Nicht Fahren auf Sicht von Woche zu Woche mit unsinnigen „Hoffnungen“ auf irgendwelche Lockerungen. Nicht vom Best-Case ausgehen und vom Worst-Case überrascht werden, sondern für den Worst-Case planen und sich über den Best-Case freuen.

    Ich habe dieser Tage begonnen, mündliche Hochschul-Prüfungen für den Zeitraum Juli-September zu planen. Ich plane diese selbstredend ONLINE. Falls es dann doch in Präsenz geht, ist der Wechsel leicht, aber alle Beteiligten haben frühzeitig Planungssicherheit.

  36. Ich versteh um ehrlich zu sein überhaupt nicht, warum es denn da eine Diskussion geben kann, ob die Ferien gestrichen werden. Meine Kinder sitzen fast wie in der Schule von morgens um 7:30 bis mittags um 12:00/13:00 an ihren Aufgaben, dann wird kontrolliert und nachmittags (wie Hausaufgaben) die Aufgaben berichtigt… wir freuen uns alle auf die offiziellen Ferien. Und die Lehrer kann ich auch gut verstehen dass die am Stock gehen, wenn ich das bei uns anschaue (Grundschule) werden die Lehrer seit März letzten Jahres permanent belästigt… und das wirklich von Montag bis Sonntag teilweise bis in die späten Abendstunden wird in teams geschrieben und Fragen gestellt… noch dazu hängen die Lehrer bald täglich in der Schule wegen Notbetreuung… und dann hört man bei der Materialübergabe sry so blöde Fragen von anderen Eltern zu den Lehrern wie “ aber was wenn mein Sohn nicht weiß wie die Aufgabe geht, was soll ich dann machen “ Entschuldigung es ist die Grundschule, erkläre es deinem Kind, aber nichtmal das schaffen die Eltern teilweise…… Sowas darf aber ein Lehrer nicht sagen, also kam prompt das Angebot, das Kind könne immer in der Schule anrufen und nachfragen, die Lehrer erklären gerne wie die Aufgaben funktionieren…

  37. Ehrlich?
    Ich bin Mutter einer Schülerin im 4. Schuljahr. Seit Mitte November bis auf 13 Tage war das Kind nicht in der Schule und das ist gut so. Sie hat zuhause gut zu tun im Distanzunterricht und ich auch. Ich bin froh das der Rosenmontag frei ist. Wir brauchen auch mal den Tag zum durchatmen und die Lehrer auch.

  38. Wir gehen davon aus, dass die GS in NRW ab 15. wieder in den Präsenzunterricht müssen, und auch, wenn alle Lehrer hier gleich laut aufschreien: Was bitte gibt das für ein Bild, den Präsenzunterricht gleich mit 2 freien Tagen zu starten?? Zumal hier der komplette öffentliche Dienst und auch private Firmen ihre Mitarbeiter zur Arbeit beordert haben und die Eltern damit wieder ein Betreuungsproblem kriegen. Unsere Stadt hat gemeinsam mit allen Schulen beraten, dass diese freien Tage verschoben werden – wohlgemerkt, sie entfallen nicht, sie finden nur zu anderer Zeit statt. Damit konnten die Kollegen und die Eltern gut leben.

    • Corona Party, yeah yeah, Corona Party, yeah. Am besten Rosenmontag mit einer Polonaise durch alle Klassenzimmer, immer schön am Vordermann festhalten und alle ganz laut singen.
      Frau Gebauer steht in der Tür und verteilt an alle Bützchen. Helau und Alaaf

      • Ich habe nichts von Karnevalsparty oder gar Polonaise geschrieben, sondern davon, dass wir von Unterricht ausgehen. Wenn wir Glück haben, lässt uns Frau Gebauer in den Wechselunterricht gehen, wenn ich allerdings die aktuelle Öffnungswahndiskussion verfolge, könnte es sogar auf volle Präsenz rauslaufen. Wie auch immer – unsere Ferientage sind verschoben, aber fallen nicht aus.

  39. So ein paar wirklich freie Tage hätten sich Schüler als auch Lehrer und Eltern verdient. Meine SchülerInnen schuften bis zum Umfallen. Wenn ich in deren Gesichter sehe: blanke Erschöpfung, von Jahrgang 5 bis 10.

    Ich bin gesundheitlich sehr vorbelastet, konnte im Präsenzunterricht aber damit ganz gut umgehen. Aber jetzt bin ich vollkommen am Ende meiner Kraft.

    Wenn jetzt noch Wechselunterricht dazu kommt, weiß ich echt nicht mehr, wie ich das rein körperlich schaffen soll.

  40. Wow, der Lehrermangel in D dürfte Geschichte sein bei den ganzen Neidern hier. Traut euch, werdet Lehrer, dann dürft ihr vormittags Recht haben und nachmittags frei.. wie? Ihr wollt gar nicht Lehrer werden? Gut, dann hört auf über einen anderen Berufsstand zu urteilen. Und nein, nur weil ihr mal in der Schule wart, seid ihr nicht qualifiziert den Lehrberuf zu beurteilen.

    Die Eltern, die jetzt ihren Kindern noch mehr Arbeit aufdrücken wollen, kann ich nur sagen: es sind Kinder/Jgdl.! Am Computer sitzen, stundenlang teils monotone Aufgabenformate ohne die Arbeitsatmosphäre des Klassenraumes und ohne die Freude der Pause mit den Freunden abarbeiten, sind kein Zuckerschlecken für Kinder/Jgdl. Immer mehr Kinder erkranken an psychischen Störungen was zum großen Teil an den eigenen Eltern liegt, weil sie Druck ohne Ende machen. Der kleine Peter muss es ja mal besser haben als man selbst und Professor werden. Diese Heuchelei nervt einfach nur. Seid doch wenigstens mutig genug zuzugeben, dass ihr von euren eigenen Kindern einfach nur genervt seid.

  41. Ich vermisse ein bisschen die Wertschätzung.

    Ich arbeite jeden Tag mehr als 10 Stunden und ermögliche meiner Klasse vollen Onlineunterricht mit Videochat. Wir sind trotz Corona voll im Zeitplan.

    Lasst mir meine freien Tage oder gebt mir mehr Geld.

    Aber Mehrarbeit und dafür weniger Ferientage? Nö.

    • Und zwischendurch um 10 Uhr, 15 Uhr, 19 Uhr und was weiß ich was wann hier lesen und kommentieren – ohne selbst wertschätzend zu sein. Scheint Ihr freier Tag gewesen zu sein ….möchte nicht erleben, wie Sie an stressigen Tagen unterwegs sind.

      • Es gibt mehrere Menschen mit gleichem Vornamen. Sie könnten den auch als Namen eingeben. 🙂
        Und wie ich meine Arbeitszeit nach dem Präsenzunterricht verteile ist meine Entscheidung.

        • @Hier kommt Alex … Nummer 1 – x

          Egal, wie viele Ihr seid oder sein möchtet:
          Wenn versehentlich mal 2 Leute unter demselben Namen schreiben, kann das mal passieren.
          (Es sind ja nicht alle täglich dabei, haben also nicht immer den aktuellen Stand, wer hier so unterwegs ist.)

          Aber diese blöden Spielchen nach Art von unter einem „gekaperten“ Nickname schreiben hatten wir hier schon.
          Brauchen wir aber nicht mehr.

          • @Pit2020

            „Egal, wie viele Ihr seid oder sein möchtet:“

            Danke, ich habe herzlich gelacht!

  42. Nicht nur Lehrer/innen sind vielleicht durch, auch die Eltern. Auch viele Eltern haben einen Beruf, wo sie derzeit Überstunden machen müssen, denn nicht überall ist Lockdown und man kann vielleicht zu Hause in Ruhe Homeschooling machen. Ich denke jeder Tag, wo die Kinder wieder in die Schule gehen können ist wertvoll. Im Übrigen ist bei meinem Arbeitgeber zum Beispiel der Tag zur Förderung der Betriebs Gemeinschaft und in diesem Jahr das Rosen montags frei auch einfach ausgefallen, obwohl es zum Teil schon geplant war. Viele Menschen müssen im Moment viel Leisten.

  43. Hallo. Ich finde es, ehrlich gesagt, befremdlich, wie in etlichen Kommentaren alle Eltern über einen Kamm geschoren werden. Bei uns sind wir beide berufstätig, bekommen keinen Urlaub und müssen alles trotzdem stemmen. Wir schaffen das, mit viel Aufwand, gerade so und haben nirgendwo Puffer. Meine Anfragen an die Lehrer halte ich so gering wie möglich, und versuche, den Lehrkräften so viel wie möglich Arbeit und nachfragen zu ersparen. Weil ich weiß, was sie leisten! Und das zu schätzen weiß!
    Bei uns im Bayern fallen die Ferien aus, stattdessen gibt es Schule. Für Lehrer UND Eltern UND Schüler ist das schlecht, keine Erholungsphase, um danach weiter bis an die eigenen Grenzen zu ackern. Toll. Und dann werden die Eltern wieder alle in ein Klischee gepackt… Danke dafür,
    Das wollte ich nur mal los werden.

    • @Kati Mende: „Meine Anfragen an die Lehrer halte ich so gering wie möglich, und versuche, den Lehrkräften so viel wie möglich Arbeit und nachfragen zu ersparen. Weil ich weiß, was sie leisten! Und das zu schätzen weiß!“ – DANKE dafür – das empfinde ich als sehr rücksichtsvoll.

      „Und dann werden die Eltern wieder alle in ein Klischee gepackt…“ – Das sieht in diesen Forumbeiträgen zugegebenermaßen häufig danach aus. Nach meiner Erfahrung wissen Lehrkräfte Eltern in aller Regel aber durchaus differenziert einzuschätzen.

  44. So, nachdem auch dieser Thread in einem Lehrerforum endgültig vom meckernden Anteil der Eltern übernommen wurde, können wir ihn gleich schließen.

    • @S.

      Danke. Der Spruch war gut! Ich habe herzlich gelacht und mache mich jetzt in Richtung Elternsprechtag/abend per Telefon auf.

      Schönen Abend und bleibt gesund!

    • Was ist News4teachers?

      „News4teachers ist eine Nachrichten- und Diskussionsseite, die sich mit seriösen Berichten, Analysen und Kommentaren an pädagogische Profis und die an Bildungsthemen interessierte Öffentlichkeit richtet. Die Redaktion sichtet täglich die Meldungen aus Politik, Forschung und Gesellschaft. Auf die Seite gelangt alles, was für die Bildung wichtig ist. News4teachers bietet also einen aktuellen Überblick über die relevanten Informationen für Lehrer, Erzieher, Schüler und Eltern. Und zwar: unabhängig und überparteilich.“

      Als ausschließliches Lehrerforum sieht sich News4teachers selber nicht.

      Auch wenn es allen LuL weh tun muss: es gibt auch andere Sichtweisen.

      • Stimmt, das sehe ich genauso. Natürlich gibt es immer mehre Sichtweisen, darunter sind viele falsche und eine richtige – nämlich meine.

  45. Meine 9jährige hat sich gefreut. Juhuu, Ferien, kein Homeschooling den ganzen Tag, endlich mal frei. Für die Kids ist das auch alles sehr fordernd. Ich freue mich jetzt einfach auch – trotz Homeoffice. Die Alternative wäre ja wahrscheinlich ohnehin nicht der Schulbesuch, sondern das häusliche Arbeiten.

  46. Guten Abend, ich lese schon länger hier immer mal wieder die Artikel und Kommentare und finde es sehr schade, wie wenig hier oft differenziert wird. Ich glaube gerne, dass es für die Lehrer aktuell eine große Umstellung ist, die Kraft und Arbeitsaufwand kostet, danke, an alle die unsere Kinder nicht im Stich lassen! Lehrer sind für viele Kinder auch Bezugspersonen, die gerade in Krisen für sie auch ansprechbar sein wollen. Ich arbeite als Ärztin Vollzeit in einem Krankenhaus. Ja, den Beruf habe ich mir selbst ausgesucht, das weiß ich und er ist nach wie vor der einzige Beruf, denn ich machen möchte. Trotzdem waren es seit März anstrengende Monate. Als die Pandemie ausbrach, bekamen wir sofort 6 Monate Urlaubssperre. Da ich kurz vor dem Urlaub stand, habe ich bis zum August 9 Monate durchgearbeitet. Silvester, Neujahr und Pfingsten frei, Weihnachten und Ostern gearbeitet. Ich habe keine Kinder und kann mich voll auf meinen Beruf konzentrieren. Trotzdem war ich oft sehr erschöpft. Durch Quarantäne-Zeiten und Krankheit hatten wir viele Ausfälle. Bei uns hatte ca. jeder Dritte Corona. Ich glaube, das Risiko ist nicht vermeidbar. Bei uns sind viele Ärztinnen tätig und gerade in der Pflege arbeiten fast nur Frauen. Die Pflegekräfte erhalten nicht soviel Lohn und ich glaube nicht, dass sie nur arbeiten, um das Zweitauto und den Urlaub finanzieren, sondern weil sie zum Haushalt der Familie ihren Teil beisteuern. Klar, auch sie hätten sich einen anderen Beruf aussuchen können. Aber vielleicht lieben auch sie ihre Arbeit, genau wie ich. Die 500€ pro Vollzeitstelle haben viele Pflegekräfte gar nicht bekommen, wie mittlerweile bekannt ist. 500 € wollen wir ihnen für ihren Einsatz samt Corona-Infektion nicht gönnen??? Seien Sie ehrlich, sind nicht viele von Ihnen froh, dass Sie gerade nicht Pflegekraft sind? Zweimal wurde diesen Menschen an einem Freitag Nachmittag mitgeteilt, dass ab Montag die Schulen auf unbestimmte Zeit geschlossen sind. Ich finde es verständlich, wenn da einige Panik bekommen, wie jetzt noch so schnell die Kinder untergebracht werden sollen. Und nein, dabei geht es nicht darum, dass sie ihre Kinder nicht betreuen wollen. Mehr Zeit mit ihren Familien hätten Sie alle in den letzten Monaten gerne gehabt!!! Ich finde das schade, dass hier oft erwähnt wird, dass Lehrer jetzt unbezahlte Überstunden machen, dass Ihnen im letzten Frühjahr als die Schulen lange zu waren aber auch nichts abgezogen wurde, gehört dann aber auch dazu. Bezüglich der Rosenmontagsfrage kann man es ja aufrechnen, wie viele freie Tage sind normalerweise im Schuljahr vorgesehen und wie viele gab es bei der Pandemie. Dann lässt sich doch schnell ausrechnen, wo wir stehen. Zu kleinlich? Finde ich auch! Ich denke, wir kommen am besten durch Die Zeit, wenn wir für das Verantwortung übernehmen, für was wir uns einmal bereit erklärt haben. Bei uns haben zwei Ärztinnen gekündigt, weil sie sagen, sie wollen sich um die Schulbildung ihrer Kinder kümmern. Dass reißt in einer kleinen Klinik, wie unserer schon ein Loch. Ich hoffe nicht, dass viele Kollegen nachziehen, was aber nur funktioniert nicht, wenn sich alle Berufsgruppen ihrer Verantwortung bewusst sind. Mensch Leute, wir haben eine weltweite Krise, da geht es doch nicht darum, ob irgendein freier Tag irgendwann mal abgesprochen war. So einiges war für 2020 und 2021 anders abgesprochen. Nur das Virus hat sich nicht daran gehalten. Lasst uns nicht aufrechnen, wer wann mehr oder weniger gemacht hat, sondern alle unser Möglichstes geben, mal über unsere Grenzen gehen, aber auch zugeben, wenn wir nicht mehr können. Nicht jeder ist zur gleichen Leistung fähig. Gerade wir, Menschen in Berufen mit viel Verantwortung für andere seien es Kinder oder Kranke sind gerade jetzt gefordert unsere „Klienten“ nicht im Stich zu lassen. Wir sollten verstehen, dass die Krise jeden von uns vor andere individuelle Probleme stellt, die für Aussenstehende vielleicht nicht nachvollziehbar sind. FAIRVERSTÄNDNIS kann uns allen helfen für uns und für andere zu sorgen. Ich wünsche jedem von uns, dass er am Ende der Pandemie sagen kann: „Ich habe mein Bestes gegeben.“ Alles Liebe von einer Nicht-Lehrerin und Nicht-Mutter. Lasst uns zupacken, auf dass wir es bald geschafft haben!!!

  47. Ich bin allgemein froh, dass ich keine Pflegekraft und nicht im Gesundheitsbereich tätig bin und sehr damit einverstanden, dass Pflegekräfte besser entlohnt werden sollten.
    Nicht einverstanden bin ich damit dass die Schulen geschlossen gewesen wären. Es gab, zumindest bei uns, immer eine Notbetreuung mit Fernunterricht und auch mit der Unterstellung es hätte in der Zeit des ersten Lockdowns kein Lehrer gearbeitet bin ich nicht einverstanden. Wir haben alles Mögliche gemacht von Aufgaben-Heimservice bis Seelsorge.

    Im Gegenteil. Stellen Sie sich vor sie dürften ihre Patienten von heute auf morgen nur noch aus der Entfernung behandeln. Wäre das dann Urlaub für Sie?

    Wenn Sie nicht kleinlich sein wollen, dann rechnen Sie sicherlich auch nicht die Abenden und Wochenenden mit ein an denen die Lehrer auf unbestimmte Zeit das umsetzen müssten, was Freitags entschieden wurde und montags ihr Personal beeinträchtigt hat?

    Ich bin sehr einverstanden, dass jeder sein Bestes tut. Das tun sehr viele Lehrer aber auch sehr viele Ärzte, Pfleger und Eltern tagtäglich.

    Nur bei den Lehrern klatscht keiner, wenn sie jeden Tag 100 Kontakte relativ ungeschützt haben müssen.
    Bei Lehrern wird nur kritisiert. Ist halt so.
    Das Schutzmaterial und die digitale Ausstattung kauften wir uns übrigens bis vor wenigen Wochen selbst. Müssen sie das auch machen?

    Es gibt jetzt immerhin pro Lehrer bei uns an der Schule jetzt 2 Ffp2 Masken, ein unnützes Faceshield und 2 Alltagsmasken mit Waschanleitung(!).

    Was mich allerdings sehr stört ist die unterschwellige Unterstellung wir würden nicht zupacken oder unser Bestes geben.

  48. Ich möchte einfach nur mal DANKESCHÖN sagen an all die Erzieher.innen und Lehrer.innen, die täglich an vorderster Front stehen und viele ihre Gesundheit riskieren um sich um unsere Kinder zu kümmern, zu betreuen, ihnen etwas beizubringen und und.. Vielen lieben Dank, dass sie weiterhin Ihren Job so gut machen, ohne wirklich planen zu können und oft am Limit arbeiten.
    Ich möchte Ihnen hier einfach meinen RESPEKT zollen und meine große Anerkennung ob Ihrer Leistung zeigen.
    VIELEN HERZLICHEN DANK!!!!!

  49. Also, wir haben an Rosenmontag keinen Unterricht und bisher sind ale heilfroh. Die Schüler bedauern, dass der Dienstag dieses Jahr nicht auch frei ist. Von den Eltern hat sich auch keiner beschwert.
    Es ist für alle eine sehr aufreibende Zeit und wir wünschen uns sehr, dass sie bald vorbei geht. Der freie Tag hilft mir dabei, meinen Bearbeitungsrückstand bei den Rückmeldungen zu den Aufgaben der Schüler endlich aufzuholen. Die sind nämlich alle sehr fleißig und laden mir alle täglich ihren Kram hoch, sie nehmen auch am Online Unterricht und allen Fragestunden Teil und sie fragen nach Erklärvideos, die ich auf YouTube hochlade, die sich die Schüler dann teilweise mehrfach anschauen, und sie schreiben auch fleißig Mails. Ich hab also gut zu tun, die Schüler sowieso auch und die Eltern erst Recht. Ich denke, wirklich frei wird dieser eine Tag für niemanden werden. Nur, dass keine neue Arbeit dazu kommt.

  50. Ich glaube, bei diesem Thema kann man sich einfach nur aufreiben.
    Dabei wäre das Ganze so einfach: Ich möchte pro Woche geregelt ca. 40 Stunden für die Schule arbeiten (wie jeder andere Arbeitnehmer auch). Gerne gebe ich dafür ein paar Ferientage ab, damit die Rechnung stimmt. Dann muss aber auch klar sein, dass ich meine Klausuren mehr als sechs Wochen auf dem Schreibtisch habe. Wenn wir Lehrer anfangen würden, nach Stechuhr zu arbeiten, würden viele ziemlich dumm aus der Wäsche schauen.
    Dann würden aber auch die 24 Stunden Rundumbetreuung im Schullandheim zur Arbeitszeit gehören, Nachtschichtzulage inklusive.
    Wenn ich in einem Büro arbeite, darf ich das Ablegen der Akten usw. in die Arbeitszeit hineinrechnen. Wenn wir Lehrer das auch noch tun würden, wäre das Schuljahr rein arbeitstechnisch gesehen Ende April für uns beendet, weil wir keine Stunden mehr übrig hätten.
    Lassen Sie uns einfach sachlich bleiben! Wer den Lehrerberuf nur von außen kennt, kann einfach nicht mitreden. Ich sage ja auch z. B. zu keiner Altenpflegerin, dass sie nur 40 Stunden arbeite. Was sie in diesen 40 Stunden tun muss, ist absolut nicht vergnügungssteuerpflichtig.

  51. Hallo zusammen,
    Ich hatte bereits am 3.2. einen Kommentar zum Thema geschrieben und wollte nun einmal nachschauen, ob es mittlerweile noch ein paar Äußerungen zum Thema gab.
    Das, was ich gelesen habe, hat mich teilweise unglaublich traurig gemacht.
    Es wurde sich zum Teil untereinander angegriffen und es ging nicht mehr um die Sache als solches und zwar um ein oder zwei freie Tage, wie viele richtig gesagt haben, nicht nur für Lehrer.
    Ich selbst bin Erzieherin und habe 20 Jahre in unterschiedlichen Einrichtungen, auch in Schulen, gearbeitet und bin durch einen sehr traurigen persönlichen Umstand seit über einem Jahr im Homeoffice tätig. Ich arbeite für einen Träger, der Schulbegleitung für beeinträchtigte Kinder anbietet. Warum ich das erzähle, was ich am 3.2. erst vermeiden wollte: Ich habe das Privileg, Homeoffice (mit wenigen Außenterminen) haben zu können und somit, als Risikopatient, ein viel geringeres Ansteckungsrisiko habe. Meine Stelle werde ich nicht verlieren und ich darf alle anfallenden Überstunden abfeiern. Unsere Tochter ist erwachsen. Für all das bin ich sehr dankbar. Daher lege ich jetzt meinen Fokus nicht auf mich selbst, sondern sehe ALLE die, Freunde und Fremde, die teilweise nicht mal EINEN der Vorteile genießen können. Das sind natürlich nicht nur Lehrer. Die Pfleger, Ärzte, Erzieher, Eltern, Einzelhändler, Frisöre, Gastronomen und alle die, die täglich ihre Gesundheit riskieren und ggf. ihre Existenz verlieren, die die einfach keine Nerven mehr haben und einen riesigen Spagat machen, verdienen nun einfach unsere Beachtung und Hilfe. Auch wenn es im Kleinen ist. Auch wenn es nur mal ein lieber Kommentar hier ist.
    @Mama von Sophia hat es getan und ich bin mir sicher, dass sich einige Menschen darüber gefreut haben!
    Was hat dieses kleine Virus mit der Gesellschaft angestellt? Wir alle sind sehr dünnhäutig; aus den unterschiedlichsten Gründen. Wir können Stress gerade nicht mit einem netten Essengehen mit Freunden oder im Fitnessstudio kompensieren. Einfach mal shoppen gehen, die beste Freundin umarmen und ohne darüber nachzudenken den Sommerurlaub zu buchen. Im Vergleich zu armen Ländern sind das Luxusproblemchen. Aber es macht trotzdem was mit uns, nämlich dass vielerorts ein Egoismus aufkommt. Neutral gesehen hat hier keiner „gejammert“, sondern aus seinem Berufsleben berichtet und Aufzählungen seiner Tätigkeiten und Einschränkungen aufgelistet, was stellenweise bissig kommentiert wurde. Andere Berufswahl? Hätte vorab jemand von der Pandemie gewusst, hätte sich so manch einer anders entschieden. Aber leider hatte keiner die Glaskugel zu Hause.
    Lasst uns alle zusammenhalten und Kompromisse finden. Uns gegenseitig wieder sehen! Nur so können wir gemeinsam diese Zeit überstehen und irgendwann wieder gemeinsam einiges geschafft bekommen. Unsere Eltern / Großeltern haben nur so nach dem Krieg wieder von vorne anfangen können – mit Zusammenhalt. Gott sei Dank können wir unsere Situation nicht damit vergleichen, weil wir, die hier schreiben, alle ein Dach über dem Kopf, warme Kleidung und genügend Nahrung haben.
    Entschuldigt bitte den Monumentaltext, aber ich musste das einfach mal als Appell und nicht als Angriff (!) loswerden, da es schon lange nicht mehr um den Rosenmontag ging…

  52. Flatternthecurve,
    Mit Schule u. Kita habe ich durch meine Kinnder Kontakt ,beruflich nicht. Was mich bzgl. einiger Kommentare hier im Forum immer wieder wundert ist, wie distanzlos einige Schreiberlinge den Arbeitsplatz Schule meinen beurteilen zu dürfen. Wenn eine Ärztin jetzt z. B. schreibt “ das Ihnen im letzten Frühjahr als die Schulen lange zu waren aber auch nichts abgezogen wurde…“dann wundere ich mich zusätzlich über die mangelde Kenntis der Schulsituation im Frühling.In den Schulen in meinem Umfeld war nach der Notbetreuungszeit Wechselunterricht. Abgesehen davon, haben bundesweit alle Abschlussjahrgänge im Frühling u.Frühsommer ihre Prüfungen absolviert. Wer glauben sie hat sie darauf vorbereitet?
    Wenn 2 Ärztinnen, gekündigt haben,weil sie sich“ um die Schulbildung ihrer Kinder kümmern wollen“ ist das sicherlich ein Verlust für eine kleine Klinik,aber glauben sie es werden weniger Ärztinnen kündigungsbereit sein, wenn sich die Kliniken durch eine evtl. 3 Welle ,mitverantwortet durch Schule u. Kitaöffnungen, nochmals füllen? Vor einiger Zeit,gab eine Politikerin in einem Interview zu bedenken, dass während der ersten Welle über 4000 Pflegekräfte gekündigt hätten.Wegen der hohen Infektionsgefahr u.der enormen Arbeitsbelastung ja auch nachvollziehbar. Daher auch danke, für ihre engagierten Hinweise auf die Situation der Klinikmitarbeiter, insb. der Pflegenden.

  53. @Frage

    Ja, ist es. Von Lehrer zu Lehrer gibt es einen unterschiedlichen Arbeitsaufwand.

    Sport und Musik ist im Allgemeinen nicht so korrekturaufwendig. Diese KuKs sind aber sehr häufig mit der Schul-Band oder dem Chor unterwegs, die Sportler nehmen an Turnieren Teil. Nicht jetzt bei Corona.

    Hingegen ist Kunst sehr vorbereitungsintensiv. Man sollte auch alles schon einmal selbst gemalt, gezeichnet, gestaltet haben. Fachfremd interessant und schön, aber irgendwie auch der Horror, wenn man weder über das Know-how verfügt und auch ansonsten ziemlich talentfrei ist.

    Die Sprachen an sich sind sehr korrekturaufwendig. Das auch jetzt. Hier werden auch Klassenarbeiten geschrieben, die ebenfalls korrigiert werden müssen.

    Physik, Biologie, Chemie – Papierunterricht ist weniger aufwendig. Versuche hingegen müssen gut vorbereitet sein. Es gibt aber auch gute Filme.

    Mathematik – kann auch sehr vorbereitungsintensiv sein. Vor allem bei SuS, die weder Zahlen-, Raum- noch Größenverständnis haben und viel Material zum Anfassen und Begreifen benötigen.

    Dann ist immer die Frage (liebe Frage), in welcher Klassenstufe man eingesetzt ist.

    Außerdem kommt hinzu, ob man die Fächer unterrichtet, die man studiert hat oder fachfremd unterrichten muss. Das sind die sog. Neigungsfächer. Da ist man materiallos, muss sich reinarbeiten – man sollte schon etwas mehr wissen als seine SuS – und ob man von den KuKs Unterstützung bekommt.

    Wenn die Frage jetzt nach Lehrerfortbildungen kommt – prima. Vorm neuen Schuljahr war alles so ziemlich klar, wer wo in welchem Fach und dann kommt es anders. Habe ich mich auf Mathe in 5 und 7 vorbereitet, mache fachfremd Religion in 10 und kommt dann doch Deutsch in 6 und 9, sowie Geschichte in 8 heraus, sind die FoBis oft belegt oder werden im zweiten Halbjahr angeboten oder nicht für meine Klassenstufe.

    Wer nur seine zwei Fächer macht, ist meistens klar im Vorteil. Wer nur eine Deutschklasse hat, hat weniger zu tun als jemand mit fünf Deutschklassen.

    Ja, Unterricht ist nicht gleich Unterricht.

  54. Ich kann nicht verstehen, dass sich hier einige aufregen, weil übee die paar Karnevalstage, die Schulen geschlossen bleiben.
    Unsere Lehrer haben es verdient, mal ein bisschen ausspannen zu können. Sie leisten überdimensional viel, seit es diese Corona Pandemie gibt.

    Ich bin übrigens an unserer Schule im Schulelternbeirat die Vorsitzende.
    Wir haben im Herbst 2019 ein Zusammenschluss in unserem Schulzentrum gehabt, da die Schülerbeförderung, für das gesamte Schulzentrum gilt.
    Daraus hervorgegangen ist, dass wir unsere beweglichen Ferientage, auf die Zeit um Karneval legen.
    Es wurde so vom gesamten Schulzentrum festgelegt.
    Lasst unsere Lehrer mal ein paar Stunden zur Ruhe kommen.
    Ich weiß persönlich, was sie seit fast einem Jahr leisten.

  55. Übrigens, es werden bewegliche Ferientage immer für zwei Jahre abgeschlossen.
    Genauso lange ist man auch in einem Schulelternbeirat, gewählt!

  56. Hallo, ich möchte mich auch gern zu Wort melden. Ich weiß, dass die Lehrer und Lehrerin nicht wertgeschätzt werden. Ich bedanke mich erstmal bei den Lehrkräften für ihre Zeit und Mühe unseren Kinds den Weg zubereiten. Doch als Mutter/ Vater ist es wirklich nicht leicht den Lehrer zu ersetzen. Wir sind in den letzten Wochen/ Monaten auch an unsere Grenzen gekommen. Es wir verlangt, dass man nach dem Vollzeitjob dann noch zuhause die Schule ersetzen muss.

    Es gibt leider nicht so viele Eltern die den ganzen Tag zuhause sein können um mit den Kids das Homeschooling zu machen.

    Mich ärgert es einfach nur, dass man viel zu wenig Infos bekommt vom Kultusministerium und wir/ Eltern/ Lehrkräfte alle immer auf den heißen Kohlen sitzen. Es weiß glaube ich jeder, dass die Schulen nicht öffnen werden wie gewohnt.

    Aber die Leidtragenden sind nicht wir Erwachsenen sondern unsere Kinder die das Sozialeumfeld nicht mehr haben.

    Ich hoffe nur, das alles bald wieder ins normale kommt, so weit es möglich ist.

    • Die Bundesregierung hat kürzlich die Anzahl der Kinderbetreuungstage für berufstätige Eltern, wegen der Pandemie verdoppelt,d.h. pro Elternteil u. Kind können aktuel 20 Tage genommen werden. Und haben sie mal in der Coronaschutzverordnung ihres Bundeslandes nachgesehen, mit wievielen Kindern sich ihr Kind auch jetzt noch treffen darf. Bei uns in den nördlichen B.-Ländern ist es meist erlaubt, dass ein Kind ein anderes aus einem anderen Haushalt treffen kann.

  57. Danke, wir Hort Erzieher sind seit der Pandemie, auch voll im Einsatz. Trotz eigener Kinder arbeiten viele Vollzeit und müssen Arbeit und Hausaufgaben und Distanz Unterricht meistern. Wir sind dankbar für ein paar freie Tage. Ausserdem finde ich es toll, das manche Eltern sehen wie anstrengend Hausaufgabenbetreuung sein kein, wir betreuen 25 Kinder mit verschiedenen Ressourcen und werden angepöppelt wenn die Kinder ihre Hausaufgaben nicht in der Einrichtung vollenden und manche Jammern bei einem Kind.

  58. „Verlängerte Ferien“ ,eine Frechheit das so zu betiteln!!! Meine Tochter hatte am 16.und 17.12 normalen Unterricht nach Stundenplan eben nur daheim und am 18.12.auch,bis zur dritten Stunde!

    Wir haben in Hessen keine Ferien über Fasching aber trotzdem ärgere ich mich über eine solche Aussage. Weiter muss ich sagen,dass ich froh wäre, wir hätten frei über die Faschingstage. Die Lehrer,die Schüler und die Eltern brauchen/bräuchten eine Pause!!!Homeschooling ist nicht zu vergleichen mit Unterricht in der Schule,sondern um einiges anstrengender und das für alle Beteiligten!!!

  59. Bei uns in Thüringen war gerade eine Woche Winterferien und die war für Kind und Eltern wirklich nötig, um mal durchzuschnaufen, mal noch was zu wiederholen und ein paar abgabepflichtige Dinge noch fertig zu stellen. Insofern verstehe ich nicht, dass man sich gegen ein paar ruhigere Tage so auflehnt.

  60. An all die, die über die Lehrer meckern. Warum haben Sie nicht diesen Beruf gewählt? Neidhammel. Ich möchte kein Lehrer sein.
    Meine Kinder haben den ganzen Tag ordentliches Homeschooling. Sie werden online unterrichtet. Meine Kinder kommen in der Oberstufe auf eine 30 Stunden Woche und da sind die Hausaufgaben und das Lernen noch nicht dabei. Sowohl die Schüler als auch die Lehrer haben sich den Rosenmontag, die Pfingstferien und alle Freizeit verdient.

  61. Guten Morgen,
    puuuuh, bin ganz schön erschrocken, wie schlecht hier einige Lehrer über ihren eigenen Beruf sprechen… schade, dass Sie Ihren Job so schrecklich finden. Hier in NRW wurde vor Weihnachten gesagt, dass die Schulen ein paar Tage eher schließen und dafür die freien Tage an Karneval ausfallen. Nur deshalb war ich verwundert, dass nun Rosenmontag doch frei ist. Mein Chef vergisst leider nie, wenn er mir Urlaubstage schon gegeben hat und gibt sie mir dann doppelt.
    Dass die Lehrer sich über eine kurze Pause an Karneval freuen, ist völlig legitim, ich frage mich nur, ob das im Umkehrschluss heißt, in allen Branchen wo jetzt an Rosenmontag normal gearbeitet werden muss, haben die Menschen keine Pause nötig?
    Die Lehrer brauchen eine Pause und bekommen sie – viele andere brauchen eine Pause und bekommen sie halt nicht. Ich glaube es würde Ihnen psychisch besser gehen, wenn Sie die Privilegien Ihres Berufes mehr schätzen würden, dann würden Sie sich nicht so viel Ärgern und wären weniger gestresst. Ich möchte keine Lehrerin sein – aber ich hoffe, dass die die es sind, Ihren Job gerne machen. Gezwungen wurde niemand von uns. Wir gehören zu den Glücklichen, die sich ihren Job ausgesucht haben.

    • Und wer denkt an die Kinder/Jugendlichen? Ist denen schlichtweg nicht Mal ein verlängertes Wochenende zu gönnen? Die schuften die ganze Zeit und brauchen auch einmal eine Pause zum durchschnaufen.

    • Flattenthecurve,
      „Die Lehrer brauchen eine Pause und bekommen sie…“ Nicht nur die Lehrer, sondern auch viele Eltern! In vielen Kommentaren ist dieser Wunsch seitens vieler Eltern doch geäussert worden.

      Wollen sie sich nicht noch mal in Ruhe die Kommentare durchlesen?

      Mit der Behauptung von Privilegien der Schulbeschäftigten ist das immer so eine Sache, wenn dieses von Menschen unterstellt wird, die weder durch Beruf noch durch Elternschaft Einblick in das Schulleben haben. Meine Kinder bekommen ihre Arbeiten meist nach den Wochenenden oder Feiertagen zurück, und was denk ich mir da als Mensch der halbwegs in Zusammenhänge denken kann? Wer hat das wohl alles wann korrigiert? Ausgelagertes Korrekturunternehmen? Na?

      • Wir müssen alles selbst korrigieren, aber diesmal gibt’s einmal die Woche ein Aufgaben Paket, das letzte mal war es eins im Monat.

        • Wenn ihre Kinder eine Klassenarbeit schreiben oder in der Vergangenheit geschrieben haben, werden oder sind diese von Ihnen korrigiert worden?

          Zu Aufgabenpakete die verschickt werden,kann ich mich nicht äussern,da bei uns täglich digitales Lernen stattfindet.

    • Sorry, aber Frau Gebauer darf den Lehrern keine Ferientage streichen. An den Tagen, an denen die Kinder im Dezember zusätzlich frei hatten, hat sie nämlich für die Lehrer Dienstpflicht angeordnet. Der sind wir durch Notbetreuung etc. nachgekommen. Wir hatten also keine zusätzlichen freien Tage, also darf uns auch keiner gestrichen werden (dass bayerische Lehrer das so ohne weiteres hinnehmen, verstehe ich sowieso nicht). Alternativ hätte sie das als Überstunden bezahlen müssen, das will im Ministerium auch keiner.

  62. Nachem ich hier 177 Kommentare gelesen habe stelle ich mir eine Frage:
    „Zeitmanagement“ kennt jemand schon?

    Niemand muss 24/7/365 erreichbar sein, außer der Rettungsdienst, Bereitschaft auf Abruf etc..

    Mit den Pausen zwischen den Präsenzunterrichtseinheiten klappt das doch auch schon. Und die hat nicht jeder Arbeitnehmer. Am Fließband oder im Akkord garantiert nicht.

    Nachrichten der Lehrkraft am Sonntag um 23:37 h für die Eltern zur Info interessieren mich bis zum nächsten Morgen nach dem ersten Morgenkaffee zumindest nicht. Und die kommen seit dem Distanzunterricht regelmässig, meist am Wochenende zu solchen Zeiten.
    Wäre es so etwas wie lebenswichtig oder Notfall gewesen hätte man auch zu dieser Zeit bei mir noch anrufen können.

  63. @Stina

    Kinderbetreuungstage
    Das heißt bei einem Kind 20 Tage.
    Das heißt, bei zwei Kindern 40 Tage.
    Das heißt, bei drei Kindern 60 Tage.

    Denn es heißt ja „pro Kind“ – oder bin ich auf dem falschen Dämpfer?

    • Riesenzwerg,
      Ich habe es so verstanden: Je Elternteil u. Kind 20 Tage, Elternpaare haben also pro Kind 40 Tage. Mit 2 Kindern haben Elternpaare Anspruch auf insg. 80 Tage. Wenn weitere Kinder betreut werden müssen, erhöht sich der Anspruch nochmal um 10, also auf insgesamt 90 Tage.
      Alleinerziehende können die Betreuungstage die sich Eltern teilen, allein für sich beanspruchen d. h. pro Kind 40 Tage….
      Konnten Eltern vor der Pandemie, Kinderbetreuungstage im Krankheitsfall eines Kindes beantragen, können sie diese Tage aktuell während der Pandemie, auch in Anspruch nehmen ,wenn Kinder wegen pandemiebedingter Schul u. Kitaschließungen zu Hause betreut werden müssen,auch wenn die Einrichtungen einen Notbetrieb anbieten.

      • @Stina

        Vielen Dank für die Erklärung.

        Dann bin ich jetzt echt mal böse (oder nostradamisch)
        – wir sind für den nächsten LD gerüstet.
        – alle Eltern können locker ihre Kinder betreuen.

        Fazit: Schulen auf!

  64. Um hier Mal für alle einzuspringen:

    Sicht der Lehrer, Schüler und Eltern: Der online Unterricht ist stressig!

    Die Lehrer müssen ihre Lehrplan Auflagen einhalten und Noten machen, müssen ihren Job und die Familie unter einen Hut bekommen.

    Die Schüler pünktlich ihre Abgaben machen und größtenteils alleine (also ohne Hilfe seitens der überforderten Lehrer oder der überforderten Eltern) sich den Stoff selbst aneignen, was bei vielen, gerade Pupertärende, zu Einsamkeit, ein Gefühl von Hilflosigkeit und Depressionen führt.

    Die Eltern müssen ebenso wie wahrscheinlich viele Lehrer momentan Job und Familie vielleicht sogar Zuhause unter einen Hut bringen. Oder müssen gerade ihren Jahresurlaub (der vielleicht für Weihnachten oder den Hochzeitstag und die langen Sommerferien (für die Betreuung der Familie) eingeplant war) dafür opfern, dass sie nun in dieser Zeit ihre Kinder betreuen können, weil sie keine Möglichkeit auf Home-Office haben.

    Es ist für ALLE schwirig.
    Können wir uns darauf einigen?

    Danke

    • Angelina,
      Wer muss denn aktuell seinen Jahresurlaub für Kinderbereuung aufgrund von eingeschränkten Betrieb an Schule u. Kita opfern?
      Bitte machen sie sich ein Bild von dem was uns Eltern, wegen der Pandemie für 2021, an Kinderbetreeuungstagen zusteht, z.B. unter www. bundesregierug de. Kinderkrankengeld: Anspuch wird verdoppelt.
      Die Kinderbetreuungstage sind verdoppelt worden.

  65. Ich bewundere die Lehrkräfte/ Schulleitung, immerhin wird auf euren arbeiten der ganze Mist den die Bockig Kleinkindpolitiker veranstalten aus getragen!
    Keine Berufsklasse hat es seit 1 Jahr leicht und es sind in jeder Situation die Kinder die am Schluss alles ausbaden müssen!
    Eine einheitliche Regelung vieler Sachen wäre gerade im Bildungsbereich schön, aber wie “MUTTI MERKEL“ gestern so schön sagt Bildungsbereich = Kolonialismus!
    Wenn ein Kind etwas will und wir sagen lange genug “NEIN“ was macht es?
    Es wäre schön wenn jeder von uns mehr Verständnis für die Berufsklasse des anderen hätte!
    Für Rechtschreibung/ Mathe fehler entschuldige ich mich hiermit im voraus!!!

  66. Guten Tag zusammen,

    niemand hat gesagt das Lehrer u/o Beamter sein leicht ist. Und ihr seid wirklich zu bedauern das eure Zunft so kurz vor dem „ZUSAMMENBRUCH“ steht. Das treibt mir förmlich die Tränen in die Augen. Nein, halt, das liegt doch nur an der Zwiebel die ich gerade schneide…. Wenn ihr so wie ich und viele andere Menschen in unserer Gesellschaft in der freien Wirtschaft arbeiten würdet, würde sich wohl niemand beschweren weil er sonst ganz schnell ohne Arbeit dastehen würde. Ich fahre, als Servicetechniker, jede Woche, bundesweit, auf Montage. Ich fange morgens um 06:00 Uhr an und bin nie vor 22:00 Uhr im Hotel. Will sagen, meine Wochenarbeitsleistung liegt bei 80 Stunden. Und das jede Woche im Jahr!!! Aber ich wage es nicht mich zu beschweren. Das was ich leiste ist nichts im Gegensatz zu dem was meine Frau leistet. Jeden Tag im Jahr!!!! Meine Frau kümmert sich derweil um unseren Nachwuchs. Das heißt, sie geht halbtags arbeiten, führt den Haushalt, versorgt unsere zwei Kinder, übernimmt euren Job und versucht unsere Kinder best möglich zu beschulen. Daraus ergibt sich eine Wochenarbeitsleistung von 168 Stunden, meine Frau arbeitet also 24 Stunden täglich und 7 Tage in der Woche. Insbesondere meine Frau und meine Kinder haben keine Gewerkschaft die für sie spricht. Stattdessen beißen hier alle die Zähne zusammen anstatt rumzuheulen!!!!! Dann könnt auch ihr euren Beitrag leisten, verdammt!!!!!!!

    • Herr Artmann, lassen wir die Lehrer*innen hier aus dem Spiel. Es bleibt das Problem an dieser Entscheidung, dass es politisches Schöngetue ist oder quasi eine Scheinlösung. Kein Schüler wird durch diese Tage besser in seiner schulischen Laufbahn werden. Vielmehr fehlt den Klassen dadurch Erholung. Daran lässt sich m.E. nicht zweifeln.

      Warum wird dann sowas dennoch beschlossen? Weil es echte Lösungen oder zumindest eine echte Bearbeitung der Probleme nicht gibt, der Aufwand und die Tragweite werden scheins gescheut. Und dieses einfache „Kunststück“ nun soll eben dieses Arbeiten an Lösungen vorgaukeln.
      „Die Tage könnten dafür genutzt werden, Unterrichtsinhalte nachzuarbeiten.“ Das ist so weit weg von jeder Realität, wie es mit Elan und Lernmotivation von Schülern in diesen Tagen nach mehreren Wochen Fernunterricht aussieht.
      Gleichzeitig tönt es aus den KuMis seit Wochen, wie geplagt und überfordert Schüler und Eltern mit dem Fernlernen sind – und deswegen streicht man die paar Erholungstage? Erklär mir das einer ohne die Worte „Politik“ und „Schein“.

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