Start Aus den Verbänden Eltern zeigen Unverständnis: Brauchen Schulen jetzt auch noch Rosenmontag frei?

Eltern zeigen Unverständnis: Brauchen Schulen jetzt auch noch Rosenmontag frei?

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DÜSSELDORF. Die Planung vieler Schulen, trotz des schon wochenlang eingeschränkten Unterrichts demnächst rund um Rosenmontag schulfrei zu geben, hat Frust in der Elternschaft ausgelöst. Der Unmut in den Familien sei verständlich, viele Eltern hätten schon jetzt für die schulische Betreuung ihrer Kinder daheim einen Großteil ihres gesamten Jahresurlaub aufgebraucht, sagte die Vorsitzende der Landeselternkonferenz, Anke Schaar, am Mittwoch.

Karneval fällt in diesem Jahr aus – trotzdem machen viele Schulen frei. Foto: Shutterstock

Viele Schulen hätten den Rosenmontag am 15. und den darauffolgenden Dienstag aber schon vor langer Zeit als bewegliche Feiertage beschlossen und dies mit dem Kommunen abgestimmt. Über Kritik seitens der Eltern hatte auch das «Westfalen-Blatt» berichtet. Schaar erläuterte, dass Schulen zwar Beschlüsse zu beweglichen Feiertagen kurzfristig ändern könnten. «Auch Eltern können die Schulen bei Dringlichkeit um die Einberufung einer Schulkonferenz bitten.» Unter den aktuell schwierigen Bedingungen wäre das aber ein besonders hoher Aufwand.

Es gibt laut Landeselternkonferenz auch einige Schulen, die nun doch auf die eingeplante karnevalsfreie Schultage verzichten wollten. Angesichts der großen Herausforderungen im gesamten Schuljahr, in dem keine Rückkehr zur Normalität zu erwarten sei, stellt sich Schaar zufolge die Frage, ob einige wenige Tage «den Kohl noch fett machen.»

GEW: «Wir haben jedes Verständnis für die Stresssituation in den Familien» – aber…

Nach bisheriger Beschlusslage von Bund und Ländern gilt der aktuelle Lockdown bis zum 14. Februar; viele hoffen daher ab dem 15. Februar auf eine schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte den Schulen bereits vor mehreren Wochen empfohlen, auf Karnevalsferien zu verzichten. Die Tage könnten dafür genutzt werden, Unterrichtsinhalte nachzuarbeiten. Zu normalen Zeiten legen Schulen oft bewegliche Feiertage auf einen oder mehrere Karnevalstage ab Weiberfastnacht.

Bei der Lehrergewerkschaft GEW hieß es am Mittwoch: «Wir haben jedes Verständnis für die Stresssituation in den Familien.» Dennoch sehe man keinen Anlass, wegen einem oder wenigen schulfreien Tagen an Karneval «an lange bestehenden Regelungen etwas zu ändern, die die Schulen ja mit den Kommunen synchronisiert haben». dpa

Neun von zehn Lehrern klagen über hohe Belastung im Distanzunterricht

 

 

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LehrerHessen
5 Jahre zuvor

Also, wir haben an Rosenmontag keinen Unterricht und bisher sind ale heilfroh. Die Schüler bedauern, dass der Dienstag dieses Jahr nicht auch frei ist. Von den Eltern hat sich auch keiner beschwert.
Es ist für alle eine sehr aufreibende Zeit und wir wünschen uns sehr, dass sie bald vorbei geht. Der freie Tag hilft mir dabei, meinen Bearbeitungsrückstand bei den Rückmeldungen zu den Aufgaben der Schüler endlich aufzuholen. Die sind nämlich alle sehr fleißig und laden mir alle täglich ihren Kram hoch, sie nehmen auch am Online Unterricht und allen Fragestunden Teil und sie fragen nach Erklärvideos, die ich auf YouTube hochlade, die sich die Schüler dann teilweise mehrfach anschauen, und sie schreiben auch fleißig Mails. Ich hab also gut zu tun, die Schüler sowieso auch und die Eltern erst Recht. Ich denke, wirklich frei wird dieser eine Tag für niemanden werden. Nur, dass keine neue Arbeit dazu kommt.

Annette
5 Jahre zuvor

Ich glaube, bei diesem Thema kann man sich einfach nur aufreiben.
Dabei wäre das Ganze so einfach: Ich möchte pro Woche geregelt ca. 40 Stunden für die Schule arbeiten (wie jeder andere Arbeitnehmer auch). Gerne gebe ich dafür ein paar Ferientage ab, damit die Rechnung stimmt. Dann muss aber auch klar sein, dass ich meine Klausuren mehr als sechs Wochen auf dem Schreibtisch habe. Wenn wir Lehrer anfangen würden, nach Stechuhr zu arbeiten, würden viele ziemlich dumm aus der Wäsche schauen.
Dann würden aber auch die 24 Stunden Rundumbetreuung im Schullandheim zur Arbeitszeit gehören, Nachtschichtzulage inklusive.
Wenn ich in einem Büro arbeite, darf ich das Ablegen der Akten usw. in die Arbeitszeit hineinrechnen. Wenn wir Lehrer das auch noch tun würden, wäre das Schuljahr rein arbeitstechnisch gesehen Ende April für uns beendet, weil wir keine Stunden mehr übrig hätten.
Lassen Sie uns einfach sachlich bleiben! Wer den Lehrerberuf nur von außen kennt, kann einfach nicht mitreden. Ich sage ja auch z. B. zu keiner Altenpflegerin, dass sie nur 40 Stunden arbeite. Was sie in diesen 40 Stunden tun muss, ist absolut nicht vergnügungssteuerpflichtig.

Kerstin
5 Jahre zuvor

Hallo zusammen,
Ich hatte bereits am 3.2. einen Kommentar zum Thema geschrieben und wollte nun einmal nachschauen, ob es mittlerweile noch ein paar Äußerungen zum Thema gab.
Das, was ich gelesen habe, hat mich teilweise unglaublich traurig gemacht.
Es wurde sich zum Teil untereinander angegriffen und es ging nicht mehr um die Sache als solches und zwar um ein oder zwei freie Tage, wie viele richtig gesagt haben, nicht nur für Lehrer.
Ich selbst bin Erzieherin und habe 20 Jahre in unterschiedlichen Einrichtungen, auch in Schulen, gearbeitet und bin durch einen sehr traurigen persönlichen Umstand seit über einem Jahr im Homeoffice tätig. Ich arbeite für einen Träger, der Schulbegleitung für beeinträchtigte Kinder anbietet. Warum ich das erzähle, was ich am 3.2. erst vermeiden wollte: Ich habe das Privileg, Homeoffice (mit wenigen Außenterminen) haben zu können und somit, als Risikopatient, ein viel geringeres Ansteckungsrisiko habe. Meine Stelle werde ich nicht verlieren und ich darf alle anfallenden Überstunden abfeiern. Unsere Tochter ist erwachsen. Für all das bin ich sehr dankbar. Daher lege ich jetzt meinen Fokus nicht auf mich selbst, sondern sehe ALLE die, Freunde und Fremde, die teilweise nicht mal EINEN der Vorteile genießen können. Das sind natürlich nicht nur Lehrer. Die Pfleger, Ärzte, Erzieher, Eltern, Einzelhändler, Frisöre, Gastronomen und alle die, die täglich ihre Gesundheit riskieren und ggf. ihre Existenz verlieren, die die einfach keine Nerven mehr haben und einen riesigen Spagat machen, verdienen nun einfach unsere Beachtung und Hilfe. Auch wenn es im Kleinen ist. Auch wenn es nur mal ein lieber Kommentar hier ist.
@Mama von Sophia hat es getan und ich bin mir sicher, dass sich einige Menschen darüber gefreut haben!
Was hat dieses kleine Virus mit der Gesellschaft angestellt? Wir alle sind sehr dünnhäutig; aus den unterschiedlichsten Gründen. Wir können Stress gerade nicht mit einem netten Essengehen mit Freunden oder im Fitnessstudio kompensieren. Einfach mal shoppen gehen, die beste Freundin umarmen und ohne darüber nachzudenken den Sommerurlaub zu buchen. Im Vergleich zu armen Ländern sind das Luxusproblemchen. Aber es macht trotzdem was mit uns, nämlich dass vielerorts ein Egoismus aufkommt. Neutral gesehen hat hier keiner “gejammert”, sondern aus seinem Berufsleben berichtet und Aufzählungen seiner Tätigkeiten und Einschränkungen aufgelistet, was stellenweise bissig kommentiert wurde. Andere Berufswahl? Hätte vorab jemand von der Pandemie gewusst, hätte sich so manch einer anders entschieden. Aber leider hatte keiner die Glaskugel zu Hause.
Lasst uns alle zusammenhalten und Kompromisse finden. Uns gegenseitig wieder sehen! Nur so können wir gemeinsam diese Zeit überstehen und irgendwann wieder gemeinsam einiges geschafft bekommen. Unsere Eltern / Großeltern haben nur so nach dem Krieg wieder von vorne anfangen können – mit Zusammenhalt. Gott sei Dank können wir unsere Situation nicht damit vergleichen, weil wir, die hier schreiben, alle ein Dach über dem Kopf, warme Kleidung und genügend Nahrung haben.
Entschuldigt bitte den Monumentaltext, aber ich musste das einfach mal als Appell und nicht als Angriff (!) loswerden, da es schon lange nicht mehr um den Rosenmontag ging…

Stina
5 Jahre zuvor

Flatternthecurve,
Mit Schule u. Kita habe ich durch meine Kinnder Kontakt ,beruflich nicht. Was mich bzgl. einiger Kommentare hier im Forum immer wieder wundert ist, wie distanzlos einige Schreiberlinge den Arbeitsplatz Schule meinen beurteilen zu dürfen. Wenn eine Ärztin jetzt z. B. schreibt ” das Ihnen im letzten Frühjahr als die Schulen lange zu waren aber auch nichts abgezogen wurde…”dann wundere ich mich zusätzlich über die mangelde Kenntis der Schulsituation im Frühling.In den Schulen in meinem Umfeld war nach der Notbetreuungszeit Wechselunterricht. Abgesehen davon, haben bundesweit alle Abschlussjahrgänge im Frühling u.Frühsommer ihre Prüfungen absolviert. Wer glauben sie hat sie darauf vorbereitet?
Wenn 2 Ärztinnen, gekündigt haben,weil sie sich” um die Schulbildung ihrer Kinder kümmern wollen” ist das sicherlich ein Verlust für eine kleine Klinik,aber glauben sie es werden weniger Ärztinnen kündigungsbereit sein, wenn sich die Kliniken durch eine evtl. 3 Welle ,mitverantwortet durch Schule u. Kitaöffnungen, nochmals füllen? Vor einiger Zeit,gab eine Politikerin in einem Interview zu bedenken, dass während der ersten Welle über 4000 Pflegekräfte gekündigt hätten.Wegen der hohen Infektionsgefahr u.der enormen Arbeitsbelastung ja auch nachvollziehbar. Daher auch danke, für ihre engagierten Hinweise auf die Situation der Klinikmitarbeiter, insb. der Pflegenden.

Riesenzwerg
5 Jahre zuvor

@Frage

Ja, ist es. Von Lehrer zu Lehrer gibt es einen unterschiedlichen Arbeitsaufwand.

Sport und Musik ist im Allgemeinen nicht so korrekturaufwendig. Diese KuKs sind aber sehr häufig mit der Schul-Band oder dem Chor unterwegs, die Sportler nehmen an Turnieren Teil. Nicht jetzt bei Corona.

Hingegen ist Kunst sehr vorbereitungsintensiv. Man sollte auch alles schon einmal selbst gemalt, gezeichnet, gestaltet haben. Fachfremd interessant und schön, aber irgendwie auch der Horror, wenn man weder über das Know-how verfügt und auch ansonsten ziemlich talentfrei ist.

Die Sprachen an sich sind sehr korrekturaufwendig. Das auch jetzt. Hier werden auch Klassenarbeiten geschrieben, die ebenfalls korrigiert werden müssen.

Physik, Biologie, Chemie – Papierunterricht ist weniger aufwendig. Versuche hingegen müssen gut vorbereitet sein. Es gibt aber auch gute Filme.

Mathematik – kann auch sehr vorbereitungsintensiv sein. Vor allem bei SuS, die weder Zahlen-, Raum- noch Größenverständnis haben und viel Material zum Anfassen und Begreifen benötigen.

Dann ist immer die Frage (liebe Frage), in welcher Klassenstufe man eingesetzt ist.

Außerdem kommt hinzu, ob man die Fächer unterrichtet, die man studiert hat oder fachfremd unterrichten muss. Das sind die sog. Neigungsfächer. Da ist man materiallos, muss sich reinarbeiten – man sollte schon etwas mehr wissen als seine SuS – und ob man von den KuKs Unterstützung bekommt.

Wenn die Frage jetzt nach Lehrerfortbildungen kommt – prima. Vorm neuen Schuljahr war alles so ziemlich klar, wer wo in welchem Fach und dann kommt es anders. Habe ich mich auf Mathe in 5 und 7 vorbereitet, mache fachfremd Religion in 10 und kommt dann doch Deutsch in 6 und 9, sowie Geschichte in 8 heraus, sind die FoBis oft belegt oder werden im zweiten Halbjahr angeboten oder nicht für meine Klassenstufe.

Wer nur seine zwei Fächer macht, ist meistens klar im Vorteil. Wer nur eine Deutschklasse hat, hat weniger zu tun als jemand mit fünf Deutschklassen.

Ja, Unterricht ist nicht gleich Unterricht.

NEU
5 Jahre zuvor

Ich kann nicht verstehen, dass sich hier einige aufregen, weil übee die paar Karnevalstage, die Schulen geschlossen bleiben.
Unsere Lehrer haben es verdient, mal ein bisschen ausspannen zu können. Sie leisten überdimensional viel, seit es diese Corona Pandemie gibt.

Ich bin übrigens an unserer Schule im Schulelternbeirat die Vorsitzende.
Wir haben im Herbst 2019 ein Zusammenschluss in unserem Schulzentrum gehabt, da die Schülerbeförderung, für das gesamte Schulzentrum gilt.
Daraus hervorgegangen ist, dass wir unsere beweglichen Ferientage, auf die Zeit um Karneval legen.
Es wurde so vom gesamten Schulzentrum festgelegt.
Lasst unsere Lehrer mal ein paar Stunden zur Ruhe kommen.
Ich weiß persönlich, was sie seit fast einem Jahr leisten.

NEU
5 Jahre zuvor

Übrigens, es werden bewegliche Ferientage immer für zwei Jahre abgeschlossen.
Genauso lange ist man auch in einem Schulelternbeirat, gewählt!

Klara
5 Jahre zuvor

Hallo, ich möchte mich auch gern zu Wort melden. Ich weiß, dass die Lehrer und Lehrerin nicht wertgeschätzt werden. Ich bedanke mich erstmal bei den Lehrkräften für ihre Zeit und Mühe unseren Kinds den Weg zubereiten. Doch als Mutter/ Vater ist es wirklich nicht leicht den Lehrer zu ersetzen. Wir sind in den letzten Wochen/ Monaten auch an unsere Grenzen gekommen. Es wir verlangt, dass man nach dem Vollzeitjob dann noch zuhause die Schule ersetzen muss.

Es gibt leider nicht so viele Eltern die den ganzen Tag zuhause sein können um mit den Kids das Homeschooling zu machen.

Mich ärgert es einfach nur, dass man viel zu wenig Infos bekommt vom Kultusministerium und wir/ Eltern/ Lehrkräfte alle immer auf den heißen Kohlen sitzen. Es weiß glaube ich jeder, dass die Schulen nicht öffnen werden wie gewohnt.

Aber die Leidtragenden sind nicht wir Erwachsenen sondern unsere Kinder die das Sozialeumfeld nicht mehr haben.

Ich hoffe nur, das alles bald wieder ins normale kommt, so weit es möglich ist.

Stina
5 Jahre zuvor
Antwortet  Klara

Die Bundesregierung hat kürzlich die Anzahl der Kinderbetreuungstage für berufstätige Eltern, wegen der Pandemie verdoppelt,d.h. pro Elternteil u. Kind können aktuel 20 Tage genommen werden. Und haben sie mal in der Coronaschutzverordnung ihres Bundeslandes nachgesehen, mit wievielen Kindern sich ihr Kind auch jetzt noch treffen darf. Bei uns in den nördlichen B.-Ländern ist es meist erlaubt, dass ein Kind ein anderes aus einem anderen Haushalt treffen kann.

Sunny
5 Jahre zuvor

Danke, wir Hort Erzieher sind seit der Pandemie, auch voll im Einsatz. Trotz eigener Kinder arbeiten viele Vollzeit und müssen Arbeit und Hausaufgaben und Distanz Unterricht meistern. Wir sind dankbar für ein paar freie Tage. Ausserdem finde ich es toll, das manche Eltern sehen wie anstrengend Hausaufgabenbetreuung sein kein, wir betreuen 25 Kinder mit verschiedenen Ressourcen und werden angepöppelt wenn die Kinder ihre Hausaufgaben nicht in der Einrichtung vollenden und manche Jammern bei einem Kind.

Anonym
5 Jahre zuvor

“Verlängerte Ferien” ,eine Frechheit das so zu betiteln!!! Meine Tochter hatte am 16.und 17.12 normalen Unterricht nach Stundenplan eben nur daheim und am 18.12.auch,bis zur dritten Stunde!

Wir haben in Hessen keine Ferien über Fasching aber trotzdem ärgere ich mich über eine solche Aussage. Weiter muss ich sagen,dass ich froh wäre, wir hätten frei über die Faschingstage. Die Lehrer,die Schüler und die Eltern brauchen/bräuchten eine Pause!!!Homeschooling ist nicht zu vergleichen mit Unterricht in der Schule,sondern um einiges anstrengender und das für alle Beteiligten!!!

AChazz
5 Jahre zuvor

Bei uns in Thüringen war gerade eine Woche Winterferien und die war für Kind und Eltern wirklich nötig, um mal durchzuschnaufen, mal noch was zu wiederholen und ein paar abgabepflichtige Dinge noch fertig zu stellen. Insofern verstehe ich nicht, dass man sich gegen ein paar ruhigere Tage so auflehnt.

OStD Taft
5 Jahre zuvor

Ich sehe gar nicht ein, auch nur einen freien Tag zu opfern. Beschimpfungen von Lehrerhassern lassen mich völlig kalt.

Silvia
5 Jahre zuvor

An all die, die über die Lehrer meckern. Warum haben Sie nicht diesen Beruf gewählt? Neidhammel. Ich möchte kein Lehrer sein.
Meine Kinder haben den ganzen Tag ordentliches Homeschooling. Sie werden online unterrichtet. Meine Kinder kommen in der Oberstufe auf eine 30 Stunden Woche und da sind die Hausaufgaben und das Lernen noch nicht dabei. Sowohl die Schüler als auch die Lehrer haben sich den Rosenmontag, die Pfingstferien und alle Freizeit verdient.

Flattenthecurve
5 Jahre zuvor

Guten Morgen,
puuuuh, bin ganz schön erschrocken, wie schlecht hier einige Lehrer über ihren eigenen Beruf sprechen… schade, dass Sie Ihren Job so schrecklich finden. Hier in NRW wurde vor Weihnachten gesagt, dass die Schulen ein paar Tage eher schließen und dafür die freien Tage an Karneval ausfallen. Nur deshalb war ich verwundert, dass nun Rosenmontag doch frei ist. Mein Chef vergisst leider nie, wenn er mir Urlaubstage schon gegeben hat und gibt sie mir dann doppelt.
Dass die Lehrer sich über eine kurze Pause an Karneval freuen, ist völlig legitim, ich frage mich nur, ob das im Umkehrschluss heißt, in allen Branchen wo jetzt an Rosenmontag normal gearbeitet werden muss, haben die Menschen keine Pause nötig?
Die Lehrer brauchen eine Pause und bekommen sie – viele andere brauchen eine Pause und bekommen sie halt nicht. Ich glaube es würde Ihnen psychisch besser gehen, wenn Sie die Privilegien Ihres Berufes mehr schätzen würden, dann würden Sie sich nicht so viel Ärgern und wären weniger gestresst. Ich möchte keine Lehrerin sein – aber ich hoffe, dass die die es sind, Ihren Job gerne machen. Gezwungen wurde niemand von uns. Wir gehören zu den Glücklichen, die sich ihren Job ausgesucht haben.

KaGe
5 Jahre zuvor
Antwortet  Flattenthecurve

Und wer denkt an die Kinder/Jugendlichen? Ist denen schlichtweg nicht Mal ein verlängertes Wochenende zu gönnen? Die schuften die ganze Zeit und brauchen auch einmal eine Pause zum durchschnaufen.

Stina
5 Jahre zuvor
Antwortet  Flattenthecurve

Flattenthecurve,
“Die Lehrer brauchen eine Pause und bekommen sie…” Nicht nur die Lehrer, sondern auch viele Eltern! In vielen Kommentaren ist dieser Wunsch seitens vieler Eltern doch geäussert worden.

Wollen sie sich nicht noch mal in Ruhe die Kommentare durchlesen?

Mit der Behauptung von Privilegien der Schulbeschäftigten ist das immer so eine Sache, wenn dieses von Menschen unterstellt wird, die weder durch Beruf noch durch Elternschaft Einblick in das Schulleben haben. Meine Kinder bekommen ihre Arbeiten meist nach den Wochenenden oder Feiertagen zurück, und was denk ich mir da als Mensch der halbwegs in Zusammenhänge denken kann? Wer hat das wohl alles wann korrigiert? Ausgelagertes Korrekturunternehmen? Na?

Koh
5 Jahre zuvor
Antwortet  Stina

Wir müssen alles selbst korrigieren, aber diesmal gibt’s einmal die Woche ein Aufgaben Paket, das letzte mal war es eins im Monat.

Stina
5 Jahre zuvor
Antwortet  Koh

Wenn ihre Kinder eine Klassenarbeit schreiben oder in der Vergangenheit geschrieben haben, werden oder sind diese von Ihnen korrigiert worden?

Zu Aufgabenpakete die verschickt werden,kann ich mich nicht äussern,da bei uns täglich digitales Lernen stattfindet.

Marie
5 Jahre zuvor
Antwortet  Flattenthecurve

Sorry, aber Frau Gebauer darf den Lehrern keine Ferientage streichen. An den Tagen, an denen die Kinder im Dezember zusätzlich frei hatten, hat sie nämlich für die Lehrer Dienstpflicht angeordnet. Der sind wir durch Notbetreuung etc. nachgekommen. Wir hatten also keine zusätzlichen freien Tage, also darf uns auch keiner gestrichen werden (dass bayerische Lehrer das so ohne weiteres hinnehmen, verstehe ich sowieso nicht). Alternativ hätte sie das als Überstunden bezahlen müssen, das will im Ministerium auch keiner.

gehtsnoch
5 Jahre zuvor

Nachem ich hier 177 Kommentare gelesen habe stelle ich mir eine Frage:
“Zeitmanagement” kennt jemand schon?

Niemand muss 24/7/365 erreichbar sein, außer der Rettungsdienst, Bereitschaft auf Abruf etc..

Mit den Pausen zwischen den Präsenzunterrichtseinheiten klappt das doch auch schon. Und die hat nicht jeder Arbeitnehmer. Am Fließband oder im Akkord garantiert nicht.

Nachrichten der Lehrkraft am Sonntag um 23:37 h für die Eltern zur Info interessieren mich bis zum nächsten Morgen nach dem ersten Morgenkaffee zumindest nicht. Und die kommen seit dem Distanzunterricht regelmässig, meist am Wochenende zu solchen Zeiten.
Wäre es so etwas wie lebenswichtig oder Notfall gewesen hätte man auch zu dieser Zeit bei mir noch anrufen können.

Riesenzwerg
5 Jahre zuvor

@Stina

Kinderbetreuungstage
Das heißt bei einem Kind 20 Tage.
Das heißt, bei zwei Kindern 40 Tage.
Das heißt, bei drei Kindern 60 Tage.

Denn es heißt ja “pro Kind” – oder bin ich auf dem falschen Dämpfer?

Stina
5 Jahre zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Riesenzwerg,
Ich habe es so verstanden: Je Elternteil u. Kind 20 Tage, Elternpaare haben also pro Kind 40 Tage. Mit 2 Kindern haben Elternpaare Anspruch auf insg. 80 Tage. Wenn weitere Kinder betreut werden müssen, erhöht sich der Anspruch nochmal um 10, also auf insgesamt 90 Tage.
Alleinerziehende können die Betreuungstage die sich Eltern teilen, allein für sich beanspruchen d. h. pro Kind 40 Tage….
Konnten Eltern vor der Pandemie, Kinderbetreuungstage im Krankheitsfall eines Kindes beantragen, können sie diese Tage aktuell während der Pandemie, auch in Anspruch nehmen ,wenn Kinder wegen pandemiebedingter Schul u. Kitaschließungen zu Hause betreut werden müssen,auch wenn die Einrichtungen einen Notbetrieb anbieten.

Riesenzwerg
5 Jahre zuvor
Antwortet  Stina

@Stina

Vielen Dank für die Erklärung.

Dann bin ich jetzt echt mal böse (oder nostradamisch)
– wir sind für den nächsten LD gerüstet.
– alle Eltern können locker ihre Kinder betreuen.

Fazit: Schulen auf!

Riesenzwerg
5 Jahre zuvor

Mit A B S T A N D DER Artikel mit den meisten Kommentaren.

Angelina
5 Jahre zuvor

Um hier Mal für alle einzuspringen:

Sicht der Lehrer, Schüler und Eltern: Der online Unterricht ist stressig!

Die Lehrer müssen ihre Lehrplan Auflagen einhalten und Noten machen, müssen ihren Job und die Familie unter einen Hut bekommen.

Die Schüler pünktlich ihre Abgaben machen und größtenteils alleine (also ohne Hilfe seitens der überforderten Lehrer oder der überforderten Eltern) sich den Stoff selbst aneignen, was bei vielen, gerade Pupertärende, zu Einsamkeit, ein Gefühl von Hilflosigkeit und Depressionen führt.

Die Eltern müssen ebenso wie wahrscheinlich viele Lehrer momentan Job und Familie vielleicht sogar Zuhause unter einen Hut bringen. Oder müssen gerade ihren Jahresurlaub (der vielleicht für Weihnachten oder den Hochzeitstag und die langen Sommerferien (für die Betreuung der Familie) eingeplant war) dafür opfern, dass sie nun in dieser Zeit ihre Kinder betreuen können, weil sie keine Möglichkeit auf Home-Office haben.

Es ist für ALLE schwirig.
Können wir uns darauf einigen?

Danke

Stina
5 Jahre zuvor
Antwortet  Angelina

Angelina,
Wer muss denn aktuell seinen Jahresurlaub für Kinderbereuung aufgrund von eingeschränkten Betrieb an Schule u. Kita opfern?
Bitte machen sie sich ein Bild von dem was uns Eltern, wegen der Pandemie für 2021, an Kinderbetreeuungstagen zusteht, z.B. unter www. bundesregierug de. Kinderkrankengeld: Anspuch wird verdoppelt.
Die Kinderbetreuungstage sind verdoppelt worden.

Familienmanagerin
5 Jahre zuvor

Ich bewundere die Lehrkräfte/ Schulleitung, immerhin wird auf euren arbeiten der ganze Mist den die Bockig Kleinkindpolitiker veranstalten aus getragen!
Keine Berufsklasse hat es seit 1 Jahr leicht und es sind in jeder Situation die Kinder die am Schluss alles ausbaden müssen!
Eine einheitliche Regelung vieler Sachen wäre gerade im Bildungsbereich schön, aber wie “MUTTI MERKEL“ gestern so schön sagt Bildungsbereich = Kolonialismus!
Wenn ein Kind etwas will und wir sagen lange genug “NEIN“ was macht es?
Es wäre schön wenn jeder von uns mehr Verständnis für die Berufsklasse des anderen hätte!
Für Rechtschreibung/ Mathe fehler entschuldige ich mich hiermit im voraus!!!

Stefan Artmann
5 Jahre zuvor

Guten Tag zusammen,

niemand hat gesagt das Lehrer u/o Beamter sein leicht ist. Und ihr seid wirklich zu bedauern das eure Zunft so kurz vor dem “ZUSAMMENBRUCH” steht. Das treibt mir förmlich die Tränen in die Augen. Nein, halt, das liegt doch nur an der Zwiebel die ich gerade schneide…. Wenn ihr so wie ich und viele andere Menschen in unserer Gesellschaft in der freien Wirtschaft arbeiten würdet, würde sich wohl niemand beschweren weil er sonst ganz schnell ohne Arbeit dastehen würde. Ich fahre, als Servicetechniker, jede Woche, bundesweit, auf Montage. Ich fange morgens um 06:00 Uhr an und bin nie vor 22:00 Uhr im Hotel. Will sagen, meine Wochenarbeitsleistung liegt bei 80 Stunden. Und das jede Woche im Jahr!!! Aber ich wage es nicht mich zu beschweren. Das was ich leiste ist nichts im Gegensatz zu dem was meine Frau leistet. Jeden Tag im Jahr!!!! Meine Frau kümmert sich derweil um unseren Nachwuchs. Das heißt, sie geht halbtags arbeiten, führt den Haushalt, versorgt unsere zwei Kinder, übernimmt euren Job und versucht unsere Kinder best möglich zu beschulen. Daraus ergibt sich eine Wochenarbeitsleistung von 168 Stunden, meine Frau arbeitet also 24 Stunden täglich und 7 Tage in der Woche. Insbesondere meine Frau und meine Kinder haben keine Gewerkschaft die für sie spricht. Stattdessen beißen hier alle die Zähne zusammen anstatt rumzuheulen!!!!! Dann könnt auch ihr euren Beitrag leisten, verdammt!!!!!!!

KnechtRuprecht
5 Jahre zuvor
Antwortet  Stefan Artmann

Herr Artmann, lassen wir die Lehrer*innen hier aus dem Spiel. Es bleibt das Problem an dieser Entscheidung, dass es politisches Schöngetue ist oder quasi eine Scheinlösung. Kein Schüler wird durch diese Tage besser in seiner schulischen Laufbahn werden. Vielmehr fehlt den Klassen dadurch Erholung. Daran lässt sich m.E. nicht zweifeln.

Warum wird dann sowas dennoch beschlossen? Weil es echte Lösungen oder zumindest eine echte Bearbeitung der Probleme nicht gibt, der Aufwand und die Tragweite werden scheins gescheut. Und dieses einfache “Kunststück” nun soll eben dieses Arbeiten an Lösungen vorgaukeln.
“Die Tage könnten dafür genutzt werden, Unterrichtsinhalte nachzuarbeiten.” Das ist so weit weg von jeder Realität, wie es mit Elan und Lernmotivation von Schülern in diesen Tagen nach mehreren Wochen Fernunterricht aussieht.
Gleichzeitig tönt es aus den KuMis seit Wochen, wie geplagt und überfordert Schüler und Eltern mit dem Fernlernen sind – und deswegen streicht man die paar Erholungstage? Erklär mir das einer ohne die Worte “Politik” und “Schein”.