Abitur ist angelaufen: Große Sorge vor Infektionen in der Prüfungsphase

33

DRESDEN. Pauken ist in diesen Tagen angesagt. Die Abiturienten in Niedersachsen haben gestern den Anfang gemacht, morgen starten die Prüfungen in Brandenburg sowie Hessen und am Freitag stehen für die Abiturienten in Sachsen die ersten Klausuren an. Vieles ist in der Corona-Krise anders. Vor allem die Sorge, dass Infektionen in der Prüfungsphase auftreten, treibt Lehrkräfte und Schüler um. Wie gehen die Betroffenen damit um?

Bei den schriftlichen Prüfungen müssen keine Schutzmasken getragen werden (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Abitur in Pandemie-Zeiten: Bücher wälzen, Stoff wiederholen, lesen – die Prüfungsvorbereitung von Joanna Kesicka sieht nicht anders aus als die von Abiturienten in den vergangen Jahren. Und dennoch ist in diesem Jahr einiges anders. «Wir mussten uns zum Großteil selber kümmern», sagt die 19-Jährige aus Löbau. Im Dezember seien die Abiturienten mehrere Wochen zu Hause gewesen, auch danach mussten viele wegen Quarantäne am heimischen Schreibtisch lernen. «Das ist gerade für Prüflinge und Abiturienten tragisch.»

Am Freitag stehen für tausende Abiturienten in Sachsen die ersten Prüfungen im Fach Religion an – später folgen Fächer wie Deutsch (30. April) und Mathe (4. Mai).

«Wir haben es uns nicht ausgesucht, in der Pandemie Abitur zu machen. Dafür haben wir es gut gemeistert»

Das selbstständige Lernen ist vielleicht das Wichtigste, was die Abiturienten in der Corona-Krise gelernt haben, sagt Kesicka. Fragen wurden über Videos im Internet oder durch den Austausch mit Mitschülern geklärt, auch über Videokonferenzen mit Lehrern. «Das war gerade auf dem ländlichen Raum aber nicht immer an der Tagesordnung», sagt Kesicka, die auch Vorsitzende des Landesschülerrates ist.

Schulen und Kultusministerium wirft sie Versäumnisse bei der Digitalisierung vor. Im Sommer 2020 habe man es versäumt, sich auf die zweite Welle vorzubereiten. «Wir haben es uns nicht ausgesucht, in der Pandemie Abitur zu machen. Dafür haben wir es gut gemeistert.»

Der sächsische Lehrerverband sieht den Abiturjahrgang auch in Corona-Zeiten für die Prüfungen gerüstet. Es habe genügend Gelegenheiten zum Austausch mit den Lehrern über verschiedene Kanäle gegeben, sagt Verbandsvorsitzender Jens Weichelt. Die Abschlussklassen hätten bis auf wenige Wochen Präsenzunterricht gehabt. «Sie hatten eigentlich am wenigsten unter den Schulschließungen zu leiden.» Das Abitur sei «absolut vollwertig und anspruchsvoll» und werde entsprechende Anerkennung bei Universitäten und Unternehmen finden, so Weichelt. Er verwies zudem auf verschiedene Maßnahmen, die helfen sollen, die Nachteile und Schwierigkeiten für diesen Jahrgang auszugleichen.

So sieht das Kultusministerium für Abiturienten 30 Minuten mehr Zeit für sämtliche Prüfungen sowie das mögliche Ausweichen auf einen Zweittermin vor. Die Zweit- und Drittkorrekturen finden an der jeweiligen Schule statt. Das soll eine faire Benotung sichern, falls Inhalte coronabedingt nicht ausreichend behandelt werden konnten.

«Keine Frage, die Abiturienten hatten schwierige Lernbedingungen», sagte der Vorsitzende des sächsischen Philologenverbandes, Thomas Langer. Einen Grund, von einem «Corona-Jahrgang» zu reden, sieht er aber nicht. «Die Prüfungen finden alle statt, sind bundesweit anerkannt.» In den vergangenen Monaten hätten Schüler und Lehrer schon Erfahrungen mit Prüfungen unter Corona-Bedingungen sammeln können – mit Abstand, Desinfektion und Hygienekonzepten. Darauf könne nun im Abitur zurückgegriffen werden. Wenn die Tische weit genug auseinanderstehen, müssten die Abiturienten auch keine Maske während der Prüfung tragen, betonte Langer.

«Ungewissheit ist ein stetiger Begleiter dieses Abi-Jahrgangs»

Trotz allem: «Ungewissheit ist ein stetiger Begleiter dieses Abi-Jahrgangs», sagt etwa Abiturient Arthur Tritschel von der Dresdner Waldorfschule. Ungewissheit, unter welchen Bedingungen das Abitur stattfinde oder was etwa passiere, wenn man in der Prüfungszeit in Quarantäne gehen müsse. Auch die Frage, was danach passiere, treibe viele Abiturienten um. «Da geht auch der Ansporn etwas verloren, da viele kein Ziel haben, auf das sie hinarbeiten können», so der 19-Jährige.

Auch Joanna Kesicka ist ein wenig nervös, wenn sie an ihre erste Prüfung Ende April im Fach Deutsch denkt. Das Schlimmste wäre, sagt Kesicka, wenn die Prüfungen kurzfristig ausfielen. «Das darf nicht passieren.» Das Abitur wird in diesem Jahr anders sein, so Kesicka. «Wir sind ein Jahrgang, der einen Stempel bekommt, ein Corona-Jahrgang.» Dennoch ist es ein Abitur und ein Abschluss. Damit, sagt die 19-Jährige, fühlt sie sich gerüstet für Zukunft. Von Christiane Raatz, dpa

Abitur in Niedersachsen

Zum zweiten Mal hat am Montag das Abitur in Niedersachsen unter Corona-Bedingungen begonnen – eine Testpflicht für die Schülerinnen und Schüler gibt es dabei nicht. Alles habe reibungslos geklappt und sei ohne Startschwierigkeiten losgegangen, hieß es etwa aus dem Gymnasium in Mellendorf in der Region Hannover. Die erste schriftliche Klausur mussten die Schülerinnen und Schüler im Fach Geschichte schreiben.

Rund 32.000 Prüflinge an mehr als 450 Schulen nehmen in diesem Jahr am Abitur in Niedersachsen teil. Am Dienstag steht Kunst auf dem Programm, am Mittwoch folgt Chemie. Mit den möglichen mündlichen Nachprüfungen zieht sich die Abi-Phase bis Ende Juni hin. Angesichts der andauernden Corona-Krise gelten strenge Hygieneregeln. Eine Testpflicht besteht zwar nicht, allerdings gab es den dringenden Appell, das Testangebot an Klausurtagen zu nutzen.

Das Abitur unter den erschwerten Bedingungen sei nach bisherigen Kenntnissen am ersten Tag gut angelaufen, hieß es am Montag aus dem Kultusministerium in Hannover. Dieser Eindruck beziehe sich sowohl auf die Organisation und Aufgabenstellung als auch auf den Appell, sich zu Hause auf eine mögliche Covid-19-Infektion zu testen, sagte ein Ministeriumssprecher.

«Wir sichern faire Prüfungen zu, keiner muss Nachteile wegen Corona befürchten»

In vergangenen Jahr waren die Abschlussprüfungen an Niedersachsens Schulen wegen der Pandemie um rund drei Wochen verschoben worden. Für dieses Jahr hatte die Kultusministerkonferenz der Länder beschlossen, dass die Abiturientinnen und Abiturienten in Deutschland ihre Prüfungen trotz der Pandemie ablegen sollen.

«Wir sichern faire Prüfungen zu, keiner muss Nachteile wegen Corona befürchten», hatte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) vor dem Start betont. Er sprach von einem «möglichst normalen Weg des Endes der Schulkarriere», der auch der beste Weg sei, um einen Corona-Makel zu verhindern. Insgesamt schreiben die Schülerinnen und Schüler vier Prüfungen, davon drei in einem Fach auf erhöhtem Anforderungsniveau. Dazu kommt eine mündliche Prüfung.

Für die Entscheidung, das Abi trotz Corona durchzuziehen, gab es auch Kritik. «Die Prüflinge waren wohl noch nie so unterschiedlich vorbereitet wie 2021», sagte der Schülerratsvorsitzende Florian Reetz. Er forderte, dass darauf reagiert werden müsse, wenn Ergebnisse regional unterschiedlich ausfielen. Der Schulleitungsverband Niedersachsen (SLVN) warnte: Sollten in der Prüfungsphase Corona-Fälle auftreten, drohe ein inhaltlicher und juristischer Rattenschwanz. dpa

Dritte Welle – GEW: Abiturprüfungen notfalls ausfallen lassen

Anzeige


33 KOMMENTARE

  1. „Das Schlimmste wäre, sagt Kesicka, wenn die Prüfungen kurzfristig ausfielen.“

    Das Schlimmste wäre, wenn sich jemand bei der Prüfung infiziert und infolge dessen dann Familienangehörige sterben.

    Ich verstehe nicht, wie man eine Prüfung über das Leben und die Gesundheit von Menschen stellen kann und den Ausfall einer Prüfung als den Worst Case darstellen kann.

    Auch die Abiturient*innen haben nichts davon, wenn sie zwar ihr Abi haben, aber „dank“ LongCovid oder multiorganischer Schäden nicht mehr in der Lage sind, mit dem Abi irgendwas anzufangen.

  2. Wenn sie so eine Angst davor haben, daß jemand während der Prüfungsphase sich in Quarantäne befindet und dann nicht an den Prüfungen teilnehmen kann, frage ich mich, warum sie es nicht so gemacht haben wie die IHK bei den Lehrabschlußprüfungen?
    Da hatten wir im Berufskolleg die Ansage, daß alle Azubis in den letzten 3 Wochen vor den Prüfungen nicht mehr in die Schule kommen dürfen, eben um genau den Fall zu vermeiden, daß ein Azubis positiv ist und dann für alle anderen Azubis die Prüfungen ausfallen, weil sie eine Quarantäne-Verfügung haben.

    An den Berufskollegs kann man ja auch das Abitur ablegen und da habe ich mich in den letzten Tagen nur noch gewundert, warum die Klassen in voller Besetzung bei uns anwesend waren in der einen Woche nach den Osterferien.

    Aber ok, ich habe jetzt die dritte Quarantäne hinter mir, weil irgendeiner meiner Schüler/Azubis positiv getestet wurde. So langsam weiß ich wie das Spiel läuft.

    • Politisch gewollt – die Schulen machen zu, nur nicht für die Anbschlussklassen.
      Mir auch unbegreiflich, dass die SuS der Abschlussklassen in den Präsenzunterricht gehen (müssen). Gerade diese SuS sind soweit, dass sie sich in Ruhe auf die Prüfungen vorbereiten können.

  3. @Chris
    „… daß alle Azubis in den letzten 3 Wochen vor den Prüfungen nicht mehr in die Schule kommen dürfen, eben um genau den Fall zu vermeiden, daß ein Azubis positiv ist und dann für alle anderen Azubis die Prüfungen ausfallen, weil sie eine Quarantäne-Verfügung haben.“

    Sind die Azubis in den 3 Wochen vor der Prüfung auch von zu Hause ausgezogen und haben im eigenen Wohnwagen auf dem Campingplatz – Oh Pardon, geht ja gar nicht – bzw. im Schrebergarten im Zelt übernachtet?
    Nicht dass die Berufskollegs-Azubis sich noch bei der kleinen Schwester, die in der Abschlussklasse in Präsenz ist, zu Hause angesteckt haben!

    Es sind immer noch 75% der Corona-Infektionen einem DIFFUSEN Anstekungs-Geschehen zuzuordnen.
    Daher ist solch eine Pseudoquarantäne völlige Augenwischerei, wenn die Azubis auch noch den ÖPNV auf dem Weg zur Prüfung nutzen und die Prüfungen sich über mehrere Tage hinziehen – man hat immer noch die Chance, das Virus einzufangen.

  4. Die Maßnahme, dass Prüflinge vor der Prüfung einige Wochen (bei uns hier sind es nur zwei statt der oben genannten 3) nicht in den Präsenzunterricht gehen sollen, ist sicher sinnvoll. Allerdings ist damit ja nicht garantiert, ob in der Zeit keine Ansteckung außerhalb der Schule passiert. Verpflichtende Selbsttests als Zugangsvoraussetzung zur Prüfung (Egal ob Abi oder andere) sind nicht vonnöten. Falls ein infizierter Prüfling dann symptomfrei stundenlang im Zimmer sitzt, kann das mehr als heikel werden für alle Beteiligten. Auch mit einem freiwilligen, positiv ausgefallenen Selbsttest vorher könnte ich mir vorstellen, dass einige SuS die Prüfung deswegen nicht sausen lassen, in Quarantäne gehen und einen PCR-Test nachschieben, wenn sie selbst keine Krankheitsanzeichen zeigen, sondern trotzdem die Prüfung lieber ablegen wollen….aber vielleicht bin ich auch mittlerweile zu misstrauisch geworden…

    • Selbsttests vor den Prüfungen sind bei uns generell nicht vorgesehen, weder zuhause noch in der Schule. Hintergrund ist wohl, daß manche Angst vor „falsch positiven“ Tests haben. Also was passiert, wenn der Schüler/Azubi den Schnelltest macht, dieser positiv ist, der Schüler deshalb zum PCR-Test gechickt wird und der dann negativ ist?

      Dann ist der Schüler gesund, hat aber wegen des ersten falschen Schnelltests an der Prüfung nicht teilgenommen.

      Klar können sich die Schüler/Azubis auch daheim vor der Prüfung anstecken. Aber wenn ich sehe was bei uns in derSchule abgeht, wage ich mal zu behaupten, daß das Risiko sich in der Schule anzustecken wesentlich höher ist als sonstwo, zumal dank der Schnelltests ja auch noch alle Schüler die Masken im Raum abnehmen.

      –> https://depositonce.tu-berlin.de/bitstream/11303/12578/5/kriegel_hartmann_2021.pdf

      Die Grafik auf Seite 2 sagt alles.

  5. Oh mein Gott wie furchtbar, die Schüler müssen Abitur schreiben. Sind das die Jugendlichen die sich nachmittags ohnehin treffen und sich Abends am Strand ins Koma saufen? Sollen sie wenigstens ihren Abschluss machen. Nur die die ohnehin schlechte Karten haben zu bestehen, wollen das das Abi ausfällt. Und ihr Lehrer werdet es überleben mit Maske 5 Stunden Aufsicht zu schieben. Denkt an eure Kollegen in Frankreich, Schweiz und Schweden. Die jammern nicht so wie ihr. Und jetzt mal ein Link an die Panikfraktion, Eltern wie Lehrer.

    https://dgpi.de/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021/

    • @Petra

      Bevor man große Töne schwingt und andere diskreditiert, sollte man sich selbst erst einmal KORREKT informieren:

      „Abitur-/Abschlussprüfungen abgesagt – Ein Malus fürs Leben?
      Andere Länder sind trotz möglicherweise ähnlicher Bedenken genau diesen Weg
      gegangen: 2020 wurden die Abiturprüfungen in Frankreich und den Niederlanden
      abgesagt. Die Abschlussnote ergab sich aus dem Durchschnitt der in der Oberstufe
      erbrachten Leistungen. In diesem Jahr gehen Großbritannien und Schweden genauso vor.

      Absage der Abschlussprüfungen – in folgenden europäischen Ländern:
      2020 – Frankreich, Niederlande, Großbritannien
      2021 – Großbritannien, Schweden

      https://www.freiheit.org/de/chaos-um-abschlusspruefungen-erschuettert-das-britische-schulsystem
      und
      https://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-grossbritannien-streicht-abschlusspruefungen-an-schulen-a-47842e35-c5b8-420b-89ab-43ecfac0672a
      und
      https://www.n-tv.de/politik/Dritte-Welle-zweiter-Abiturstreit-article22470936.html

      @Petra
      „Nur die die ohnehin schlechte Karten haben zu bestehen, wollen das das Abi ausfällt.“

      Zu den verleumderischen Sätzen im Vorfeld, erspar‘ ich mir jegliche Äußerungen.
      Zu Ihrem Satz:
      Dass NUR SuS mit ’schlechten Karten‘ sich wünschen, dass das Abi ausfallen möge, kann ich für unsere Familie Folgendes sagen:
      * Es gibt Familien, in denen die/ein Elternteil(e) Risikopatient(en) sind/ist, die eine Impfberechtigung haben, allerdings noch auf der Warteliste zur Impfung stehen
      UND deren Kinder sind SuS mit einem pi x Daumen ‚EINSER‘-Abiturschnitt, die sich jedoch aus Gründen der Vorerkrankungen innerhalb der Familie gewünscht hätten, dass das Abitur auch auf Grundlage der Vorabinoten hätte vergeben werden können.

      OHNE jetzt mit Sorgen vor dem Eintrag des Virus in die Familie, die Abiturprüfung abzulegen.

    • „Und jetzt mal ein Link an die Panikfraktion, Eltern wie Lehrer.“

      Thema verfehlt.

      Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder an Corona sterben, ist sehr, sehr gering – das ist richtig. Dass sie Folgeschäden davontragen, ist schon wahrscheinlicher.

      Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass die SuS das Virus in die Familie tragen und dann die Eltern auf der ITS oder dem Friedhof landen. Ob das wohl so toll für die SuS ist?

    • Hallo Petra, ich sag’s zu anderen nie gern, aber Ihnen sag ich’s doch einmal:
      Ich kenne SuS in Klasse 5, die würden sich für andere in der Klasse schämen, wenn sie solche Aussagen bringen. Und ich kenne 7. Klässler, die Sie im logischen Schlussfolgern und Verstehen komplexer Zusammenhänge in der Pfeife rauchen würden.
      Das glauben Sie mir natürlich nicht, Sie sollten es aber. Denn diese Kinder werden eines Tages über Ihr Freud oder Leid im Leben mitentscheiden. Und Sie sollten sich von ganzem Herzen wünschen, dass diese Kinder dann in der Zukunft nicht so denken und handeln, wie Sie hier vormachen.
      Und auch das werden Sie mir nicht glauben, das glaube ich Ihnen.

  6. An Petra
    Wieso erdreisten Sie hier sich so etwas über junge Menschen zu schreiben und zu urteilen!
    Ich finde es absolut unverschämt von Ihnen.
    Die meisten machen sich Sorgen und Gedanken um Prüfungen und den weiteren Werdegang.
    Wie dummfrech von Ihnen so zu urteilen.

    • An Petra, oes …und Konsorten,
      Warum treibt ihr euch hier im Forum herum, wenn doch alle so doof sind.
      Nur um zu stänkern, zu provozieren?
      Am besten ihr gründet eine Selbsthilfegruppe“ Die einzig wahren Erleuchteten“

      • Ich habe an anderer Stelle die folgenden Worte auch schon geschrieben. Damit verabschiede ich mich aus dem Forum , weil die Selbstbeweihraeucherung in diesem Forum zu extrem wird und nur eine Meinung geduldet wird.
        Jeden Tag verhungert alle 10 Sekunden! ein Kind bis zum Alter von 5 Jahren, also ueber 3 Millionen JEDES Jahr, nicht insgesamt.
        Dafuer gibt es eine Impfung : Essen.
        Das interessiert seit Jahrzehnten niemanden.
        Und wird auch keinen interessieren, weil damit kein Geld zu machen ist wie mit Masken und Impfungen.
        Niemand will verharmlosen, nur einmal sagen, dass es auch andere Todesursachen gibt.
        Die Zahlen des Verhungerns werden steigen, egal.
        Aber ein Patient mit Corona auf der Intensivstation, und jeden Tag immer wieder der Medienterror.
        Immer wieder. Und nochmal Corona. Corona. Corona.
        Filmt doch mal ein Kind, das verhungert.
        Oder an Krebs verfault.
        Bringt kein Geld.
        Also egal. Mal nachdenken.

        • Da brauch gar nicht nachdenken.
          Das alles was sie anführen, Erkrankungen, Kinderarmut etc. ist nichts was wir verharmlosen, nichts wo wir nicht ebenfalls der Meinung sind, dass da mehr getan werden muss. DAS hat nichts mit anderer Meinung, es ist ein komplett anderes Thema. Sicher genauso immens wichtig, wie z.B. auch der Klimawandel und anderes. Im Übrigen ist jedes Menschenleben, das gerettet werden kann es wert. Jedes einzelne. Hier in diesem Forum geht es aber um etwas anderes.
          Corona aber ist eine weltweite Pandemie, die ALLE Menschen betrifft, und wohingegen jeder einzelne etwas zur Eindämmung tun kann.
          Wir diskutieren und tauschen uns hier über entsprechende Themen aus.
          Die wahrlich ernsten Themen, die Sie ansprechen, relativieren und minimieren aber Corona nicht.
          Fakt ist, Sie wollen es einfach nicht verstehen.
          Wahrscheinlich muss erst ein von ihnen geliebter Mensch sterben
          Ab in die Selbsthilfegruppe ,
          Tschautschau…

        • oes,
          das hat die Verharmloser vor Corona nicht interessiert und auch nach Corona niemanden interessieren. Das ist Relativierung. Nichts weiter.

        • …an Krebs verfault…. geht´s noch?

          Diese Aussage zeigt ihr geistiges Niveau und dass Sie keinerlei Ahnung haben, wie Kinder an Krebs sterben und auch sonst generell anscheinend wenig Ahnung….ich habe viele Kinder an Krebs sterben sehen, aber keines ist verfault!!!!

          So eine Aussage ist ein Schlag ins Gesicht aller Eltern, die ein Kind verloren haben.

          Und TSCHÜSS, solche Menschen wie Sie werden hier im Forum wirklich nicht benötigt!!!!

        • Durch Covid-19 werden noch mehr Menschen in den Hunger getrieben! Corona verstärkt die Probleme, den Hunger in der Welt besiegen zu können! Der Generalsekretär der Welthungerhilfe spricht davon, dass zwischen 80 und 130 Millionen Menschen zusätzlich durch die Auswirkungen von Covid-19 in den Hunger getrieben würden. ZUSÄTZLICH zu den ca. 700 Millionen hungernden Menschen auf der Welt!

          Auch das ist ein Grund, nicht länger trotzig „gegen den Strom zu schwimmen“.

        • Ach Gottchen, nun tun Sie doch nicht so, als würden Sie sich um verhungernde oder an Krebs erkrankte Kinder auch nur einen Furz scheren. Ihnen gehts nur darum, Corona zu relativieren, wie schon Ihre verächtliche Wortwahl gegenüber diesen Kindern zeigt.

    • @oes:
      Es ist eben nicht die Wahrheit, was Petra schreibt. WunderSAM stellt gut dar, dass andere Länder, die sich laut Petras Aussage nicht „so anstellen“, in Wirklichkeit die Prüfungen abgesagt haben.

      Ebenso ist es eine Verleumdung sehr, sehr vieler Jugendlicher/junger Erwachsener, dass sie Corona-Regeln bzgl. Treffen brechen und genauso geschmacklos ist der Vorwurf des kollektiven Komasaufens am Strand.

      Dass es viele weitere ungelöste Probleme, Risiken und Ungerechtigkeiten weltweit gibt, ist vollkommen richtig. Ich verstehe aber Ihre Darstellung nicht, warum eine „gelassenerer“ Umgang mit Corona und hier speziell in Schulen, eine bessere Gangart wäre. Dadurch wäre doch kein anderes Problem bearbeitet oder gar aus der Welt geschafft.

  7. Niemand hier hat jemals behauptet, daß wir die Schulen schließen müssen, weil so viele Kinder an Corona sterben würden. Es geht darum, daß Kinder das Virus in die Familien tragen und so zur Weiterverbreitung in der ganzen Bevölkerung beitragen.
    Wenn Schulen und Kitas angeblich so sicher sind, warum gehen dann die Infektionszahlen nicht runter. Die Geschäfte, Restaurants, Kinos etc. etc.,
    sind doch alle zu. Bleiben nur: Arbeitsplatz, Schulen, Kitas und ein paar Verrückte, die heimlich Party machen.
    Die Intensivmediziner flehen seit Wochen nach härteren Maßnahmen. Und trotzdem stellen sich immernoch welche hin und sagen trotzig: „Nö.“
    Wenn ihr glaubt, das hier ist alles nur Panikmache von ein paar faulen Lehrern, was sagt ihr dann dem Personal auf den Intensivstationen: „Panikmache! Ihr seid bloß zu faul zum Arbeiten.“
    Ich bin auch oft hin und her gerissen, weil mich das alles langsam nervt und ich gerne mal wieder unbeschwert leben würde, aber wenn ich dann im Fernsehen die Berichte aus den Krankenhäusern sehe, wenn ich die Apelle der Intensivmediziner höre, dann läßt mich das natürlich nicht kalt und ich komme zu dem Schluß, daß wir eben immernoch viel zu leichtfertig mit dem Virus umgehen. Vor allem in den Kitas und Schulen.

    • @Marion
      Sie haben Recht.
      Schön, dass Sie nochmals versuchen zu erklären, zu vermitteln, zu mahnen.
      Leider ist es bei manchen Menschen zu spät, es wird nichts mehr nützen.
      Da ist das Gedankenkarussell zu verwoben, verschoben, verrutscht…
      Das sind hoffnungslose Fälle, die schlagen und treten um sich, weil sie mit der Situation gar nicht klar kommen.
      Lassen wir sie brummen….

        • Ja, die wahre Pandemie entsteht schon länger in Köpfen.

          [Hinweis an Coronaniedlichmacher: Diese Aussage ist doppeldeutig, aufgepasst!]

        • Ich hab’s auch schon oft genug versucht…Auf allen Seiten sind die Menschen wütend und vergreifen sich im Ton. Corona hat die Gesellschaft schon längst gespalten…..

  8. Corona-Jahrgang? Stempel? Möglichst normaler Weg des Endes der Schulkarriere?

    Es wird wirklich Zeit, aus dem althergebrachten vergleichenden Leistungsdenken herauszugehen und anzuerkennen, was passiert ist. Die jetzigen Abiturienten und andere Abschlüssler haben mit ihren Lehrer(innen) ein Wunder vollbracht! Sie bringen sich unter den schwierigsten Bedingungen, die je eintreten könnten, zu einem unflexiblen, starren Ausbildungsziel! Nein, das ist wahrlich nicht vergleichbar mit allem, was bisher dagewesen ist! Es ist so viel mehr!

    Ich glaube, es gibt nach dem intensivmedizinischen Personal keine Personengruppe, die stolzer auf sich sein könnte als die jetzigen Abschlüssler und ihre Begleiter(innen).

    Und ich behaupte sogar, dass die Jugend, die als große Verlierer der Pandemie immer wieder bezeichnet werden, gestärkter agieren wird denn je; sie wird gestärkt aus der Krise gehen … mit einem Bewusstsein für die Gesellschaft und das Leben, das bisher noch nie in diesem Ausmaß dagewesen ist. Die Schulpolitiker(innen) in dieser Pandemie haben sich mit ihrem Agieren in dieser Pandemie selbst ans Messer geliefert, denn sie bedenken nicht, dass Schulkinder in der Pandemie ein politisches Bewusstsein aus einer Opferposition heraus entwickeln, das in Fleisch und Blut verankert sein wird. Ich hoffe, ich lebe noch lang genug, um zu verfolgen, wie die „alten Eisen“ nach und nach auf den Schrotthaufen gelegt werden von den Gepeinigten aus „alten Zeiten“. – Bis dahin bleibt nur ein passendes Kreuzchen auf dem Wahlzettel. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, aber es nährt sich!

    • Ich hoffe nur, dass Ihre Worte auch von den Personalentscheidern beherzigt werden, damit diese die schlechten Noten ausblenden und „die vollbrachten Wunder“ beachten. Nach meinen Infos ist doch gar kein Stoff liegen geblieben, im Gegenteil, die meisten Lehrer sind in ihrer Thematik weit voraus, als wenn es ein normales Schuljahr gewesen wäre.
      Bitte berücksichtigt auch „die vollbrachten Wunder“ an der Grundschule, wenn Schulempfehlungen erstellt werden. Nicht dass eines von den „Wunderkindern“ in der Werkrealschule endet, obwohl das Gymnasium angebracht wäre. Da sollten die Lehrer als Entscheider mit gutem Beispiel vorangehen.
      In den Firmen, in denen ich unterwegs bin, sind die entscheidenden Stellen heuer eher vorsichtig, wenn Ausbildungsstellen und Studiumsplätze vergeben werden. Da heisst die Devise zur Zeit: Weniger ist mehr. Ich glaube Lehrer können sich gar nicht vorstellen welche exorbitanten Kosten entstehen, wenn man sich ein faules Ei in der Berufsbildung einfängt und man auch noch feststellen muss, dass man von der vorangehenden Bildungseinrichtung hereingelegt wurde. Aber Garantie ist ja nicht drauf, zwecks Umtausch oder Nachbesserung.

      • Wo sind Sie denn stehengeblieben? Zeitgemäße Personaler orientieren sich niemals nur an Noten. Und Studienplätze werden nach ihren eigenen Regeln vergeben. Selbst die NC-Quoten variieren innerhalb von Stadtgrenzen.

        Auch sonst enthält Ihr Kommentar viele Unterstellungen und negative Glaskugelbehauptungen und jede Menge Skurrilität (von betrügender Bildungseinrichtung (Hä?) über Menschennachbesserung /-umtausch (wie menschenverachtend das klingt!) bis hin zu „faulen Eiern“ (damit meinen Sie ein Kind in Ausbildung?). Eigentlich muss man zu soviel provozierendem Dünnpfiff schweigen. Nicht ärgern, nur wundern. Misanthropen gibt es überall!

        • Na, wenn Sie das so sehen, dann ist ja alles in Ordnung und wir könnten die nächsten Jahre so weiter machen. Dann holen wir Südkorea und China auch wieder ein. Meine Erfahrungen gehen in eine andere Richtung. Dann müsste es ja einen Spitzenjahrgang geben, die Zahlen der Berufseinsteiger im Herbst wird es zeigen. Dann sollten die Lehrer diese Qualifikation auch in den Zeugnissen vermerken.

  9. @ Andreas
    Die Befristung der Notbremse ist auf Ende Juni festgesetzt. Aber auch Sie können wie jeder Einzelne dazu beitragen, dass die Infektionszahlen schneller gesenkt werden, sodass es bereits früher wieder zu Präsenzunterricht im Allgemeinen kommt. Zauberworte: Kontaktbeschränkung und AHA-L und regelmäßig testen lassen, damit auch Sie sich rechtzeitig isolieren können. 😉 Die Abschlussklassen sind ja aber doch sowieso in Präsenz auf „Teufel komm raus“.

    Die Lehrer können da nichts vermerken, aber jeder Bürger der BRD hat die Pandemie erlebt (auch die Menschen in Ausbildungsbetrieben) und kennt die unwürdigen Zustände, in denen die Abschlüssler zu „business as usual“ gezwungen wurden. Die Pandemie macht mit uns allen was. Wer unter diesen Umständen „funktioniert“, dem gehört einfach besondere Anerkennung ausgesprochen. So, denke ich, gebührt diese gerade auch den Kindern, die gewaltsam desillusioniert wurden durch diese unheile Welt, die sich gerade schonungslos zeigt und die wenig Rücksicht auf sie genommen hat. Das ist ganz schön viel Zumutung und erzwungene Reifung auf einmal. Man muss es auch nicht extra ausweisen, das ist drin in den Köpfen. ICH würde sehr gerne jemanden einstellen, der sich da erfolgreich durchgebissen hat. Wie die Arbeitsmarktlage sich coronabedingt entwickelt, bleibt abzuwarten. Da kann ich nichts zu sagen an dieser Stelle. Bis zum August/September könnte die Lage aber durchaus wieder entspannt sein (wenn keine Escapemutation wütet). Hoffen wir es!

Schreibe einen Kommentar zu Petra Antwort abbrechen

Please enter your comment!
Please enter your name here