GEW: Viele Lehrer nutzen ihre neuen Dienstlaptops nur als Briefbeschwerer

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BERLIN. Die GEW begrüßt, dass die Digitalisierung der Berliner Schulen voranschreitet und endlich auch Lehrkräfte Dienstgeräte erhalten – aber: „Nachdem wir Lehrkräfte uns während eineinhalb Jahren Pandemie im Distanzlernen oft mit unseren eigenen Geräten behelfen mussten, scheint es der Senatsverwaltung jetzt kurz vor den Ferien nicht schnell genug gehen zu können. Damit die Geräte auch einen Mehrwert für unsere Arbeit haben, müssen allerdings offene Fragen zum Datenschutz, zur Barrierefreiheit, zur Haftung und zur Erreichbarkeit geklärt sein“, erklärt Anne Albers, Leiterin des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der Berliner GEW.

Laut GEW sind bezüglich der neuen Lehrer-Laptops noch viele Fragen offen. Foto: Shutterstock

Die Gewerkschaft kritisiert, dass die Einbeziehung der Beschäftigtenvertretungen sehr verspätet erfolgt und immer noch unvollständig ist. „Die Personalräte im Schulbereich haben immer wieder kritisiert, dass die Senatorin mit ihrem Schulungskonzept kaum sinnvolle Angebote macht, sondern überwiegend auf das ‚Selbststudium‘ der Kolleg*innen setzt. Zusätzliche Zeit bekommen sie dafür bisher nicht. So wird die Chance verschenkt, dass die Kolleg*innen sich fundiert einarbeiten können. Es braucht jetzt zusätzliche Studientage zu Beginn des neuen Schuljahres, damit die Kolleg*innen an den Schulen ihre pädagogische Planung mit den neuen Endgeräten und Apps umstellen können“, fordert Albers.

„Wir haben Rückmeldungen, dass viele Kolleg*innen die neuen Endgeräte zurzeit als Briefbeschwerer benutzen. Es wäre sinnvoller gewesen vor der Auslieferung und der Inbetriebnahme wichtige Verfahrensfragen zu klären, zum Beispiel wie schulspezifische Software für die mobilen Dienstgeräte bereitgestellt werden kann“, sagt Udo Mertens, Leiter des Vorstandsbereichs Beamten-, Angestellten- und Tarifpolitik der GEW. „So hat es den Anschein, als ob die Senatorin den Kolleg*innen nach diesem sehr herausfordernden und anstrengenden Pandemie-Jahr zum Dank nicht mal eine Verschnaufpause in den Sommerferien gönnt. Jetzt sollen sie sich im Selbststudium mit den Geräten vertraut machen. Das ist das Gegenteil von Wertschätzung. Viele Kolleg*innen sind frustriert“, so Mertens.

Mertens kündigt an: „Wir werden unsere Mitglieder beraten, bei der Nutzung der Geräte im Blick zu haben, dass wesentliche Fragen der Haftung, des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und der Verhinderung der Entgrenzung der Arbeitszeit noch ungeklärt sind. Die schulischen Personalräte werden darauf achten, dass in einer Dienstvereinbarung diese Fragen im Sinne der Kolleg*innen geregelt werden.“ News4teachers

Am Bedarf vorbei: Lehrerverband kritisiert vom Land beschaffte Dienst-Endgeräte

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69 KOMMENTARE

  1. Same here – die Laptops sind sehr eingeschränkt in der Funktionalität, vor allem ist die Stadt zu geizig, die passenden digitalen Stifte mitzuliefern, die für viele Dinge notwendig wären – das sollen wir dann selbst kaufen (ohne selbst ein Gerät zu besitzen, an dem man die dann nachher noch verwenden kann).
    Problem für überstrapazierte Distanzunterricht-Lehreraugen (viele von uns tragen starke Brille) Die Bildschirme der Tablets sind viel zu klein – ich habe zwei sehr große Screens übereinander hier vor mir stehen, um wirklich arbeiten zu können (z. B. gleichzeitig mit Zoom und dem entsprechenden Material, das präsentiert wird, auf dem gezeichnet und geschrieben wird). Ich habe das Dienst-Tablet unter diesen Umständen verweigert.
    Der Berg kreiste und gebahr ein Mäuslein!

    • Die Lehrerinnen die das mit den neuen Endgeräten nicht hinbekommen können ja in den Sommerferien üben…den Rest rausschmeissen…!

      • Da versteht wohl jemand nicht, worum es geht. Ich als Lehrer nutze schon lange Hardware, die ich mir von meinem eigenen Geld angeschafft habe, mit digitalen Schulbüchern darauf, die ich mir ebenfalls selbst gekauft habe, in Verbindung mit einem Office Paket (letzteres habe ich von der Schule).
        Dieses nutze ich auch weiter. Was soll ich mit einem Gerät, auf dem alles, was ich für meinen Unterricht brauche nicht läuft und ich alles mögliche nicht darf/gesperrt ist?

  2. „Jetzt sollen sie (die Lehrkräfte) sich im Selbststudium mit den Geräten vertraut machen. Das ist das Gegenteil von Wertschätzung. Viele Kolleg*innen sind frustriert“, so Mertens“.

    Dieser Berufsstand verkauft sich mehr als nur peinlich, wenn er nicht in der Lage ist ein Notebook ohne Fortbildung einzuschalten.

    In Berlin gibt es das „Surface GO 2“ für jede Lehrkraft – ich freu mich drauf!

  3. Die Frage ist halt, was das für Geräte sind und wie sie im Unterricht produktiv eingesetzt werden können. Billige Laptops sind leistungsschwach, schwer und klobig. Ohne dauerhaft vorhandenen Beamer im Raum zudem nicht als Präsentationsmaschine zu gebrauchen.

    An meiner Schule gab es iPads und mittlerweil auch in jedem Raum Apple TVs. Für produktive Arbeit sind die Geräte zwar nicht geeignet, jedoch als Präsentationsmaschine hervorragend und für die Admins sehr einfach fernzuwarten. Wir Lehrer wurden nur gebeten, die Apps und das Betriebssystem selbstständig aktuel zu halten, wenn die automatische Aktualisierung mal haken sollte.

      • Als Administrator von 120 IPads kann ich Ihnen sagen, dass die Nutzer (in den meisten Fällen) keine Apple-ID erhalten – damit würde dann das Chaos erst beginnen. Wenn meine Kollegen eine spezielle App benötigen, kaufe ich diese und weise diese ihren IPads zu – dies dauert keine 5min. Alles online und kabellos per MDM-Management – ein Traum. Zu Beginn der IPads an Schulen vor vielen vielen Jahren musste man dies noch per USB-Kabel machen…. Was für ein Graus!

      • Die eigentliche Wartung läuft extern. Wir dürfen aber über eine eigene Apple-ID beruflich benötigte Apps installieren, kostenpflichtige auf eigene Kosten. Eine Hülle mussten wir jedoch selbst kaufen. Die kosten aber nicht die Welt.

        • Wir haben immerhin eine Hülle bekommen, sogar mit Tastatur, aber leider ist bei uns die gleiche Kindersicherung, wie bei den Schülern eingebaut. You tube kann ich schon mal nicht nutzen!

        • Auf unseren IPads können wir auch keine Apps selbst installieren, das muss über das Medienzentrum gehen. Damit ist es auch nicht möglich, selbstfinanzierte für die Schule sinnvolle Apps wie z.B. Goodnotes auf dem IPad zu haben, denn das Medienzentrum spielt nur kostenfreie Apps auf! Außerdem ist die Sinnhaftigkeit von IPads in einer Schule ohne WLAN ohnehin fraglich. Beamer oder Technik wie AppelTV sind auch nicht vorhanden. Dazu kommt das Verbot Schülerdaten, wie Notizen oder Fotos auf den Geräten zu speichern. Was ich damit dann eigentlich so in der Schule tun soll, weiß ich leider nicht genau.
          Ich nutze mein IPad aber nicht als Briefbeschwerer, sondern als Fernsehersatz und kann jetzt im Bett meine Lieblingsserie schauen. Vielleicht war das ja auch der eigentliche Plan des KuMi: Einfach mal was zur Entspannung der Lehrer tun, indem man ein Gerät zur Verfügung stellt, mit dem nicht für die Schule arbeiten kann!

      • Lieder können wir keine Apps warten bzw. selbst aufspielen – und es gab einen massiven Drohbrief seitens der Stadt für die, die das Gerät auch für den Privatgebrauch gehackt hatten oder es wollten – Wir müssen umständlich die beruflichen Apps vorher bestellen, die wir haben wollen (weiß man das vorher schon so genau?), die werden dann Zentral aufgespielt, und dann ist das Ding sozusagen versiegelt.

    • Wie definieren Sie „produktives Arbeiten“? Ich finde solche pauschalen Aussagen absolut fehl am Platze, da man nicht für alle Schulsysteme und Schularten solche Aussagen treffen kann.

      • Jeder der mit iPads arbeitet kann ein Lied davon singen, dass man mit diesen Geräten nicht produktiv arbeiten kann, z. B. Arbeitsblätter erstellen, Excellisten erstellen, Präsentationen erstellen, öffnen von 3- 4 Fenstern gleichzeitig, fehlende Maussteuerung, gruselige Dateiverwaltung usw.

        Zum Präsentieren am Beamer sind sie aber ganz gut. Einige Apps sicher auch ganz brauchbar.

        • Genau – und zum Präsentieren hatten wir vorher schon ausreichend Infrastruktur – meines Erachtens verschwendetes Geld!

        • Ich nutze mein IPad Pro seit vielen Jahren beruflich und möchte es nicht mehr missen – die von Ihnen angesprochenen Punkte stimmen aus meiner Sicht größtenteils (Präsentationen erstelle ich gerne mit dem iPad, Arbeitsblätter und Excel sind jedoch ein Graus auf diesem Gerät) – dazu nutze ich weiterhin meinen alten Windows-Laptop. Für alle anderen Dinge (Videoschnitt, Grafikbearbeitung, Unterrichtsalltag mit GoodNotes, Ausfüllen und Erstellen von Tafelaufschrieben, Livestreams im Physikunterricht auf den Beamer usw. ist das Gerät großartig.

          Wenn ich hier lesen muss, dass viele Kollegen ein iPad bekommen haben ohne die Möglichkeit, sinnvolle Apps auf zu spielen, kann man sich nur an den Kopf langen. Ebenso ist ein iPad ohne Stift leider wie ein Auto mit drei Rädern – nur bedingt nutzbar im Schulalltag. Dies in Kombination mit Klassenzimmern ohne Apple-TVs ist dann wohl der Supergau. Daran merkt mal wieder, dass die Verantwortlichen einfach keinen Bezug zur Schulwirklichkeit haben.

  4. „wesentliche Fragen der Haftung, des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und der Verhinderung der Entgrenzung der Arbeitszeit noch ungeklärt sind“ – ebenso auch Datenschutz, Softwareauswahl und -erwerb, Wartung, Administration, Malware- und Hackingschutz usw., Netzwerklösung und Cloudbasierung, Datenspeichermedien und -orte und hierbei auch mehrfache wasserdichte Datensicherungsprozesse … also all das Zeug, das vermutlich selbst jeder Handwerker und Kleinbetrieb seit Jahren oder Jahrzehnten schon professionell hat und anwendet bzw. von Fachleuten für sich machen lässt.

  5. Oh, seid ihr in Berlin schon weit. Bei uns in Sachsen-Anhalt haben nur einzelne Fachberater einen Dienstlaptop bekommen. Als Briefbeschwerer können wir aber weiterhin unsere Locher nutzen. Aber Spaß vorbei, an unserer Schule ist wenig vom Personalrat zu merken, ob in der Hochphase der Pandemie oder aktuell.
    Der Satz: „Die schulischen Personalräte werden darauf achten, dass in einer Dienstvereinbarung diese Fragen im Sinne der Kolleg*innen geregelt werden.“ Lach, lach! Geregelt wurde bisher nur die weitere Anrechnungsstunde wöchentlich, die sie für ihre „tolle“ Arbeit erhalten. Aber sicher ist die neue Vereinbarung schon in Arbeit!? Oh je, bin ich gefrustet!!

    • Und da Schulen keine Treiber der Pandemie sind, brauchen auch in Schulen befindliche Geräte keine Treiber bzw. es werden keine Geräte benötigt, die Treiber benötigen. In einer Pandemie soll man ja auch Treiber vermeiden.
      So ist, denke ich, die Herangehensweise in meinem Bundesland – an meiner Schule zumindest gibt’s bislang keine dieser ominösen Treiber benötigenden Lehrer-Geräte.
      Aber wir brauchen die auch nicht: zum Briefe beschweren (gibt es echt noch Briefe, die beschwert werden müssen? Und wie beschwere ich eine Email?) können wir ja auch Lehrbücher nehmen.

    • @Dil Uhlenspiegel: Doch, natürlich – wie bereits der Überschrift zu entnehmen: Die Verbreitung von Briefbeschwerern in Berliner Schulen nimmt seit der Lieferung der ersten Dienstlaptops ganz offensichtlich exponentiell zu.

  6. Unsere Dienstgeräte dürfen wir laut Senatsverwaltung noch nicht einschalten. Es gab dazu ein Schreiben an die Schulleitungen.
    – Ein Lehrer aus Berlin.

  7. Ich werde das iPad nicht nutzen. 1. Es sind keine hilfreichen Apps installiert. 2. Es können keine eigenen Apps installiert werden. 3. Ich kann meine Dienst-Mails nicht abrufen. 4. Die Nutzungsbedingungen erinnern an Big Brother…
    Für so einen Mist Gelder freizugeben ist ein Skandal. Jetzt muss ich mir doch etwas Eigenes kaufen.

  8. Das Surface Go 2 liegt tatsächlich im Schrank, weil ich damit nichts machen kann. Mich nämlich nichtmal anmelden, weil wir keine Mail-Adresse vom Senat haben. Wir können die Dinger also nicht nutzen, selbst wenn wir es wollten.

  9. Die Wahrheit ist auch, dass 99% aller Lehrer bereits einen Laptop haben, den sie für dienstliche Belange nutzen. Den neuen braucht fast niemand und gibt dann nur den alten (oder gar den neuen) innerhalb der Familie weiter und wie man hier lesen kann, ist auch wieder alles nicht gut genug und es wird wieder genörgelt und gemeckert.

    Hier hat die GEW um Ausgaben von rund 500 Millionen gekämpft, die anders besser ausgegeben worden wären.

    • Und was genau ist verkehrt daran, wenn ich mein privat angeschafftes und unterhaltenes Gerät privat in der Familie weitergebe? An jemanden, der durch Homeschooling dringend Bedarf hat?
      Weil mein Mann einen Dienstwagen nutzen darf bedeutet das ja auch, dass das Familienauto für uns anderen flexibler zur Nutzung steht.

      • Weil Sie Ihr Gehalt auch für das bekommen, was Sie dienstlich zu brauchen meinen. Und weil Lehrer nun wirklich keine Notleidenden waren und sind – weder vor der Pandemie noch jetzt. Und weil es den Eindruck der Vorteilsnahme vermittelt: sich Dienstlaptops finanzieren zu lassen und die eigenen privat weiterreichen.

        • What? Ich bekomme mein Gehalt, um damit meinen Arbeitsplatz auszustatten? Und ich Dummie dachte, das wäre das Äquivalent für geleistete Arbeit… Na das erklärt so manches! Hätte mir das mal früher wer gesagt, dann hätte ich doch glatt die undichten Fenster reparieren und Waschbecken in den Klassenraum einbauen lassen.
          Man Busenfreundin ( meine übrigens nicht), sowas muß einem doch mal bei Arbeitsantritt gesagt werden! Güldet das eigentlich für alle Berufe oder nur für Lehrkräfte?

          • @WiMoKa

            Gute Frage am Ende!
            Güldet nur für Berufe, wo man die dafür hilfreichen Körperteile möglichst weit oben hat …
            Natürlich meine ich das „Dachstübchen“, dort wo 1 wichtiges Teil wohnt. Genau, es ist das Hirn. Wird das 😉 benutzt, wird manches besser – u.U. auch ein Post.
            🙂

        • Falsch! Benutzen Sie etwas Ihr Gehalt, um davon Ihre berufliche Ausstattung zu finanzieren? Wenn ein Finanzbeamter einen Computer vor sich stehen hat, und darum herum sogar ein Arbeitszimmer mit Schreibtisch und Stuhl, hat der das dann alles selbst angeschafft??? Wenn ich sowas lese, steigt in mir ein Gefühl hoch, das man durchaus WUT nennen kann. Vorteilsnahme? Schlagen Sie diesen Begriff mal nach!

          • Nun ja, wenn Sie diesen einer Person schenken in der Hoffnung, diese möge Sie bevorzugt behandeln, dann ist das schon Vorteilsnahme dieser Person. Ich fände es allerdings ziemlich vermessen, nicht den eigenen PC zu verschenken, sondern das Dienstgerät. Von daher kann ich die Argumentation der Busenfreundin immer noch nicht ganz nachvollziehen.

    • ‚Es ist alles nicht gut genug‘ – weil es nicht gut genug IST!
      Warum immer dieses Bashing? Wir Lehrer wissen doch selbst am Besten, was für unsere Arbeit hilfreich wäre!

    • „Die Wahrheit ist auch, dass 99% aller Lehrer bereits einen Laptop haben.“

      Dazu hätte ich bitte eine Quelle. Alle Lehrer, die ich kenne (und das sind so einige), haben keine Dienstlaptops. Die gehören alle zu dem übrigen 1%?

      Bei uns ist noch nicht einmal die Rede von Dienst-Laptops!

  10. Von mir auch mal ein Lob an dieser Stelle. Wir haben alle ein Surface Go bekommen, war im HOmeschooling super, denn dann konnte man parallel mit zwei Geräten arbeiten, denn ein Gerät hatte ja eh schon jeder. IN der Schuele sind viele Zimmer mittlerweile mit Beamer ausgestattet. Fortbilden und Anregungen finden kann man sich dank youtube ja unkompliziert.
    Bei aller neuer Technik muss man aber abwägen, welche traditionelle Arbeitsweise auch ihren Vorteil hat und Stromverschwendung ist auch nicht gerade sinnvoll.

      • Nur das man eben weder Strom verschwenden noch sparen kann.
        Es kann nur das „verbraucht“ werden, was gerade angeboten wird.
        „Stromverbrauch“ ist physikalischer Unsinn, da Energie nicht „verbraucht“ sondern lediglich umgewandelt werden kann. Aus der elektrischen Energie für den Beamer werden eben Licht und Wärme.

  11. Welche Dienstgeräte…. Wir haben gar keine. Seit 2 Wochen auch kein Internet, WLAN oder schnödes Telefon in einem der Schulgebäude, d. h. auch keinen Drucker usw. Heute sollte immerhin ein Techniker mal schauen…

  12. Eben… Ich kenne persönlich keine Kollegen, die ein Dienstlaptop oder Tablet bekommen hätten. Im Gegenteil, auch die Computeranlage der Schule funktioniert schon die zweite Woche nicht mehr. Jetzt sollen wir sogar die privaten Geräte mitbringen, um den Unterricht zu streamen. Dies wurde im Kollegium allerdings nicht nur von mir verweigert.
    Die gewünschte Ausstattung für das eigene Klassenzimmer müssen wir seit jeher selbst anschaffen. Das bedeutet zum Beispiel: Wer im Klassenraum eine Wanduhr aufhängen möchte, muss diese selbst kaufen. Oder Seife für das Waschbecken…
    Von jeglichen Dienstlaptops sind wir nicht nur gefühlt meilenweit entfernt!

  13. Ich gehöre zu den „Glücklichen“, die ein Dienst-IPad bekommen haben, aber ich weiß nicht so genau, was ich damit soll. Wir haben zwar eine Tastatur für das IPad, aber keine Programme, mit denen ich Unterricht vorbereiten oder Berichte schreiben könnte. Wobei Schülerdokumentation mit diesen Geräten direkt schon ausdrücklich aus Datenschutzgründen verboten wurde. Selbst Programme aufspielen können und dürfen wir nicht, noch nicht mal, wenn wir die selbst bezahlen würden. Die Möglichkeit die digitalen Versionen von Schulbüchern zu nutzen hätte ich gut gefunden, denn ich schleppe mich mit den Büchern für die unterschiedlichen Klassen immer halb tot. WLAN gibt es in der Schule nicht und Beamer oder digitale Tafeln haben wir auch nicht. Ich bin also etwas ratlos, was ich mit dem Teil anfangen soll. Vielleicht könnten die Kumis darüber mal bei der nächsten Videokonferenz philosophieren. Da kommen vielleicht sinnvollere Ideen als lüften, lüften, lüften heraus!

    • „Wobei Schülerdokumentation mit diesen Geräten direkt schon ausdrücklich aus Datenschutzgründen verboten wurde.“ IN NRW: aus Datenschutzgründen ist der Privat-PC nicht erlaubt. Alles, was mit Daten von Schülern zu tun hat, muss auf dem Dienstgerät erledigt werden. Aus diesem Grund haben wir uns auch gegen tablets entschieden. Die Vorstellung, auf dem winzigen Teil Zeugnisse schreiben zu müssen, ging gar nicht, zumal es das von uns genutzte Programm nicht als App gibt. Dienstgeräte sind allerdings noch nicht bei uns angekommen, daher dürfen wir „netterweise“ unsere privaten Geräte weiter nutzen, mussten dafür aber bei der SL eine ellenlange Erklärung unterschreiben.

  14. Wo muss ich hinziehen um einen überflüssigen Dienstlaptop zu bekommen?
    Bei uns in Ba-Wü ist der Segen dieser Verteilung noch nicht angekommen. Allen KuK meiner Schule wäre es lieber, das Geld für die unseligen Geräte in Luftfilten für die Klassenzimmer anzulegen.
    Aber, wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe: Bei und in Baden-Württemberg kann man nichts, wenn es um Schule geht, außer schwäbisch!

  15. Ich hatte große Hoffnungen, als in berlin die Nachricht kam, dass wir die Diensttablets (Surface) abholen können und dass es jetzt auch offizielle Dienstemails geben solle.

    Die Ernüchterung war erst einmal groß, dass die Email ein wilder Mix aus Buchstaben und Zahlen ist, den ich so wahrscheinlich nie an Eltern und Schüler*innen ausgeben kann. Mal schauen, ob da noch eine Info kommt, wie diese Dienstmails sinnvoller benannt werden können. Ich bin lieber der 5. Berliner Michael. M***** als Lh51XuV17@sen…

    Die Tablets selbst sind technisch ok, ein Stift soll noch irgendwann nachgeliefert werden, damit das Tablet auch sinnvoll genutzt werden kann.

    Mein Problem ist schlichtweg, dass ich die Schulapps nicht installieren darf. Unsere Schule nutzt, wie viele andere in Berlin auch, Teams… Wir haben eine Lizenz erworben und Server, die in Deutschland stehen… Aber nein, wir dürfen es nicht installieren, sondern es gibt 14 Apps zur Auswahl… Paint, Gimp, Geogebra… Ein Lautstärkemesser… Smart und Promethean Software für Smartboards.

    Ich kann nur hoffen, dass das Appangebot sich ausbaut und wir wenigstens die gleiche Appauswahl erhalten wie die Schüler*innen, die ein IPad erhalten haben.

    Bis dahin nutze ich lieber meinen Laptop weiter, da habe ich wenigstens die selben Apps drauf wie meine Schüler*innen, da ich dort selbst entscheiden kann, was rauf kommt.

    • Die „Zahlen“- E-Mail ist nur für den Austausch mit dem Senat gedacht !!!

      Für Eltern gilt immer noch die Schul-Mail (die vorhanden sein müsste).

      Da noch kein Office gekauft wurde (ich hoffe, das kommt noch) muss Open Office genutzt werden und Thunderbird für den E-Mail Empfang.

      Thunderbird hängt sich bei mir aber immer auf und friert ein.
      Ich hätte gern die Möglichkeit Outlook zu nutzen.

      Außerdem stellt Open Office Excel- und Word-Dateien, die mit Office 365 erstellt wurden, nicht richtig da.

      Alles zum Mäusemelken.

  16. In Schleswig- Holstein werden vier mögliche Endgeräte zur Auswahl zur Verfügung gestellt, die alle nicht den neuesten Standards entsprechen z.b. ein MS Surface mit schlechtem Prozessor, dass noch nicht Mal Videokonferenzen richtig laufen oder mehrere zu bearbeitende Dateien parallel geöffnet sein können. Die Größe erwähne ich lieber gar nicht.
    Jetzt soll es endlich was geben und das ist dann Schrott, landet in der Schublade oder hält keine 2 Jahre.
    Wertschätzung, Zukunftsorientierung, Professionalität kann man sich leider nur wünschen :-/

    • „z.b. ein MS Surface mit schlechtem Prozessor, dass noch nicht Mal Videokonferenzen richtig laufen oder mehrere zu bearbeitende Dateien parallel geöffnet sein können.“

      Absoluter Unsinn!

      Schon die allererste Surface-Generation ist dazu ohne Probleme in der Lage gewesen und die aktuellen Versionen (und ich bin mir mit 100%iger Wahrscheinlichkeit sicher, dass keine Surface der 1. Generation angeboten werden) sind ebenfalls immer überdurchschnittlich im Vergleich zu Konkurrenzprodukten und spielen deshalb auch in der vierstelligen bzw. oberen dreistelligen (je nach Ausstattung und sogar noch ohne Tastatur und Stift) €-Preisklasse.

      Wenn Sie keine Ahnung von Computern haben, dann zelebrieren Sie ihre Unwissenheit bitte nicht auch noch so öffentlich!

    • Hab recherchiert:
      Bei den Lehrergeräten handelt es sich um Surface Pro 7, unklar ist nur ob in der Ausstattung mit Intel Core i5 oder i7… aber in der Liga, in der Sie spielen (wenn Sie schon von einem „schlechtem Prozessor“ reden), wäre ein i5 mehr als ausreichend. Dazu 8 GB RAM und 256 GB SSD, inklusive Type Cover und Stift…

      Ich würde mir die Finger nach so einem (Dienst)Gerät ablecken.

      • Nein.
        Es ist ein Surface Go 2 !!!! Nix mit Pro!

        Intel® Core™ m3-Prozessor der 8. Generation, 1.1 Ghz, 2 Kerne
        Arbeitsspeicher: 8 GB (lächerlich!)

  17. Ohne Administrator-Rechte für bestimmte Funktionen ist das Surface eben fast nur noch ein Briefbeschwerer.

    Das Surface Go kommt nur mit einem USB-C Anschluss daher (einziger Anschluss!).
    Will man aus der Not eine Tugend machen und kabellose Verbindungen nutzen, um per Bluetooth und WLAN Drucker anzusteuern oder Datein von PC zu Surface zu verschieben, stößt man schnell auf das Problem, dass man WLAN nicht dafür nutzen kann, da die entsprechenchenden Administrator-Rechte fehlen. Nicht mal die (Heim)Netzwerkverbindungen kann man sich anzeigen lassen, da das Erkennen der Netzwerkverbindungen nur mit Administrator-Rechten eingeschaltet werden kann.

    Also soll man jetzt wieder „Kabelsalat“ anschaffen. Passende Adapter für den USB -C Anschluss ?

    Wir mussten die Treiber für die Drucker in der Schule per Image-Tool installieren, weil keine Rechte vorhanden waren, Druckertreiber zu installieren.

    So wird das nix!

    Und den Stift gab es bisher auch noch nicht.

  18. Es wäre ja schön, wenn man das Surface im Unterricht nutzen könnte. Zum Beispiel, indem man es (kabellos) mit dem Smartboard verbindet und mit dem entsprechenden Stift (nicht vorhanden) „Tafelanschriften“ tätigt oder Dateien (Bilder, Dokumente) am Smartboard öffnen könnte.

    Wie man das Surface (kabellos) mit dem Smartboard verbindet ? (Keine Ahung)
    Außerdem fehlt der Stift für Tafel- bzw. Smartboardanschriften.

    Wenn man das Surface nur kabelgebunden am Smartboard nutzen kann, ist es witzlos. Da kann man genauso gut den Rechner im Klassenzimmer nutzen, der mit dem Smartboard verbunden ist.

    Der Voreil wäre halt, dass man Dateinen vom Surface direkt ans Smartboard werfen könnte. Nutzt man den vorhandenen (sehr alten) PC im Klassenraum, muss man die Datein immer erst vom USB-Stick laden (und zuhause entsprechend vom PC auf den USB Stick). Alles sehr umständlich.

    Das Surface wäre daher für „over the air“ Verbindungen ideal. Kein Kabelsalat mehr. Kein Dateinen hin-und herschieben mehr.

    Zuhause am heimischen PC die Dateinen im entsprechenden „Freigabeordner“ ablegen und im Klassenraum per Wlan ans Smartboard übertragen. Es könnte so schön sein. Wenn das „wenn“ nicht wäre.

    Das Gerät ist vorhanden. Der Nutzen nicht (keine Adminrechte um die entsprechenden Verbindungen einzurichten).

    Was nützt einem ein abgeschlossenes Fahrrad, wenn der Schlüssel fehlt? Ohne Schlüssel kann man damit nicht fahren.

    Gilt auch für die Installation von nötiger Software.

    Anmerkung:
    Die erste „Bekanntschaft“ mit dem Admin-Problem macht man umgehend. Man öffnet den vorinstallierten Firefox Browser und… stellt fest, dass die Version veraltet ist und ein update gemacht werden muss (Startseite vom Senat wird nicht angezeigt, unsichere Verbindung). Man will also das Update machen – und stellt fest: GEHT NICHT, weil keine Admin-Rechte vorliegen. Also installiert man die neuere Version separat. Endresultat: Man hat zwei mal Mozilla Firefox installiert. Die altere Version kann nicht deinstalliert werden – keine Admin-Rechte! Auch die gültige Version von Firefox hat eine voreingestellte, nicht änderbare Startseite (die vom Senat) und eingeschränkte Funktionen.

    Lösung: Tor Browser installiert!

    Besonders lächerlich: Man kann nicht mal „Verknüpfungen“ vom Desktop löschen. Das sind nur Verknüpfungen! Man deinstalliert ja keine Programme.

    Ich habe auf meinen Rechnern nur – und zwar nur – den Papierkorb auf dem Desktop.

    Die Eingeschränktheit bei der Nutzung macht einen regelrecht wütend.

    Tipp:
    Wenn bei Microsoft entsprechende Apps nicht vorhanden sind, kann man auch die Software (also nicht in App-Format) so runterladen und installieren (z.B. den Tor Browser).

    Das Surface kann auch Software, die nicht als „Application“ daher kommt.
    Zumal die „App-Versionen“ häufig einschränkungen haben. So ist z.B. die App-Variante vom VLC Player nur halb so gut, wie die grundständige Software von VLC.

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