Kultusminister setzt weiter auf offene Fenster („Niemand muss sich Sorgen machen“)

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HANNOVER. Nach den Sommerferien sollen Niedersachsens Schulen in einen geregelten Alltag finden. Kultusminister Tonne will Lerndruck rausnehmen und Unterstützungsangebote schaffen – und setzt vor allem auf Präsenzunterricht.  Vielen reichen seine Pläne aber nicht aus. Zumal er in puncto Gesundheitsschutz vor allem auf ein Mittel baut, das Schulschließungen im laufenden Schuljahr nicht verhindert hat: offene Fenster.

So sieht das „Lüftungskonzept“ der KMK aus, das in Niedersachsen gilt – auch im Winter. Foto: Shutterstock

Niedersachsens Schulen sollen nach den Sommerferien mit Präsenzunterricht und Schutzmaßnahmen ins neue Schuljahr starten. Die Testpflicht wird (nur noch?) bis Ende September beibehalten und die Maskenpflicht gilt weiter – bei einer Inzidenz über 35 auch während des Unterrichts, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag in Hannover sagte. Schulen sollten sich außerdem weiterhin regelmäßig ans Lüften halten, also die Fenster aufreißen.

«Es steht für mich ganz oben auf der Agenda, dass die Bildungs- und Abschlusschancen unserer Schülerinnen und Schüler gewahrt und vergleichbar bleiben zu den Vorjahren. Niemand muss sich Sorgen machen um sein Kind», versicherte Tonne. «Das nächste Schuljahr bietet große Chancen, die Auswirkungen der Pandemie aufzuarbeiten und die Schülerinnen und Schüler ankommen zu lassen.» Deshalb beginne das Schuljahr mit einer prüfungsfreien Phase, die für Projekte und für das Wiederholen von Unterrichtsstoff genutzt werden könne.

Der Minister sprach von veränderten Rahmenbedingungen, die für das kommende Schuljahr gelten würden. Das Impfen sei dabei ein wichtiger Faktor. Mindestens 86 Prozent der Lehrkräfte hätten bereits eine Erstimpfung erhalten. Wenn sich die Infektionslage allerdings mit der befürchteten vierten Welle möglicherweise verschlechtert, sind Einschränkungen im Schulbetrieb weiter denkbar. Vorstellbar seien tägliche Schnelltests oder Maskenpflicht auch im Unterricht. Vier Wochen und zwei Wochen vor dem Schulstart ist jeweils eine Lageeinschätzung geplant.

«Minister Tonne hat es versäumt, seine ablehnende Haltung gegenüber Luftreinigern und Belüftungssystemen zu überdenken»

Eine Herausforderung ist laut Tonne das Ab- und Ausgleichen von Lernständen der Schülerinnen und Schüler. Dafür würde jede Schule ein Sonderbudget erhalten. Mit dem Geld sollen Schulen unter anderem Unterstützungsangebote finanzieren können, bei denen etwa Lehramtsstudierende, pensionierte Lehrkräfte und Nachhilfelehrer hinzugezogen werden können. Luftfilter ersetzen nach Angaben von Tonne keine einzige Maßnahme. Lüften könne nicht durch mobile Geräte ersetzt werden. Diese könnten auf mittel- und langfristige Sicht gesehen an einzelnen Schulen, aber nicht flächendeckend eingesetzt werden.

Der bildungspolitische Sprecher der FDP, Björn Försterling, nannte den Plan des Kultusministers ernüchternd. «Minister Tonne hat es zudem erneut versäumt, seine ablehnende Haltung gegenüber Luftreinigern und Belüftungssystemen zu überdenken und die Ausstattung der Schulen über das Bundesprogramm hinaus zu unterstützen».

Hintergrund: Die Bundesregierung hat ein Förderprogramm aufgelegt, aus dem seit vergangener Woche auch raumlufttechnische Anlagen für Kita-Gruppenräume und Klassenzimmer mit bis zu 80 Prozent bezuschusst werden (mobile Luftfilter allerdings nicht), wie News4teachers berichtet.

Die GEW warf dem SPD-Politiker vor, er ignoriere den notwendigen Bedarf an Investitionen für Personal, Ausstattung und Räumlichkeiten. «Es fehlen noch immer feste Zusagen des Ministers, wie die bestehenden Mängel bei Personal, Ausstattung und Räumlichkeiten kompensiert werden sollen. Schöne Worte reichen schon lange nicht mehr», sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth.

«Gerade mit Blick auf die Delta-Variante braucht es mehr Antworten, um Kinder und Jugendliche besser schützen zu können»

Grünen-Fraktionschefin Julia Willie Hamburg bezeichnete den Plan als unverständlich. «Gerade mit Blick auf die Delta-Variante braucht es mehr Antworten, um Kinder und Jugendliche besser schützen zu können. Hierzu sollte die Impfdebatte dringend erneut eröffnet werden, denn das Virus sucht sich die Wege zu den Ungeimpften.» Zudem bräuchten die bereits jetzt strapazierten Schulen noch vor Ferienbeginn Planungssicherheit.

Der Philologenverband Niedersachsen bemängelte den von Tonne vorgestellten Plan, weil er Lernrückstände nicht behebe. «Die Lücken müssen geschlossen werden, sonst potenzieren sich die Probleme in den Folgejahren, gerade bei denjenigen, die in der Pandemie auf der Strecke geblieben sind», erklärte der Verband. News4teachers / mit Material der dpa

„Frische Luft ist gesund“, schreibt ein Kultusminister – Lehrer und Schüler sitzen im Winter wieder bei offenen Fenstern in ihren Klassen

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41 KOMMENTARE

  1. Jetzt erst sehe ich den kleinen Verständnisfehler, der hier so viele Spannungen auslöst:

    Tatsächlich kann man eindeutig sagen, dass das Lüften in den Schulen hervorragend war. In den Zeiten des vollständigen Fernunterrichts hat es beim Lüften der Klassenzimmer eine hervorragende Quote von null Ansteckungen in Schulen gegeben. Ich glaube, das wurde hier immer falsch verstanden.

    • Habe gehört, dass bei der Meldestelle der Stadt Hannover der Antrag eines Herrn Grant Henrik Tonne eingegangen ist.
      Als Begründung für diesen Antrag soll zum einen der etwas umständliche Name des Antragstellers sein – zum anderen ärgert sich der Antragsteller, dass seine Arbeitleistungen in herabwürdigender Weise mit dem eigentlichen Wortsinn seines Nachnamens in Verbindung gebracht wird.
      Der beantragte neue Namen soll diese Missstände beseitigen und somit das Lenen des Antragstellers wieder angenehmer gestalten. Dem Antrag wird gemäß den Wünschen des Antragstellers stattgegeben.
      Er heißt ab jetzt kurz und unmissverständlich „Niemand“.

  2. Ja, der neue Brief unserer Kultustonne hat mich mal wieder herzlich, hysterisch, verzweifelt… (bitte hier Passendes einfügen) lachen lassen. Zum Glück kommen die Schreiben nur noch elektronisch, ansonsten würde sogar die PapierTonne spontan die Farbe von Blau zu Grün wechseln.
    Die Selbstbeweihräucherung dieses Herrn ist kaum erträglich und jedes Mal droht er sofort das nächste Schreiben mit neuen überaus durchdachten, natürlich höchst sinnvollen, einfach umzusetzenden und absolut gesundheitschützenden und -förderlichen („Lüften ist gesund!“) Maßnahmen und Vorgaben an.
    Unter „prüfungsfreier Phase“ versteht er wahrscheinlich, dass er die jetzt kurz VOR den Ferien beschlossenen Maßnahmen nach den Ferien erst einmal nicht weiter hinterfragen und erst dann andere ergreifen wird, wenn das Kind (schon wieder) in die Tonne, ähh den Brunnen gefallen ist.
    Ich bin gespannt, mit welchen tollen Überraschungsmaßnahmen er uns nächste Woche (?) Eine Freude machen wird, die dann in den Ferien wie eine dunkle Wolke über den Köpfen aller (Schul-)Beteiligten hängt.

    • Aber er hat uns doch gestern auch schon eine Freude gemacht, indem das Ministerum kurzerhand noch die Bemerkungen auf den Abschlusszeugnissen der Förderschüler geändert hat.
      So langsam nervt es mich tierisch, dass
      1. immer alles auf den letzten Drücker kommt, von Planung keine Spur
      2. Es geht zuerst wahlmpfmäßig am die Medien und dann an die Schulen. Immerhin habe ich heute all diese Dinge aus der HAZ erfahren. Eine offizielle Mitteilung vom Arbeitgeber steht noch aus.
      Laut HAZ sollen im September keine Klassenarbeiten geschrieben werden. Das beträfe dann die ersten 4 Wochen des Schuljahrs. Ne klar, ich schreibe immer sofort mit den neuen Fünftklässlern eine Englischarbeit. Die Orientierungsphase an der neuen Schule lasse ich immer weg und Klassenbildung brauche ich ja nicht unterstützen.

      Allerdings hat unsere Schulleitung/Personalrat gestern abgedeutet, dass ab 14 Tage nach der zweiten impfung eventuell keine Testskits mehr ausgegeben werden sollen. Mal sehen, was da noch auf sich warten lässt.

      • Also ich schreibe immer in der ersten Stunde nach den Ferien die erste Klassenarbeit, dann ist sie schon mal weg! Machen Sie das etwa anders? Selber Schuld! 😉

        Unser lieber, hochqualifizierter Kultuskönig weiß das natürlich und möchte mir das zukünftig untersagen. Dass eine Klassenarbeit zunächst einmal im Unterricht gründlich vorbereitet und der Stoff dafür in die Köpfe der lieben Kleinen diffundieren muss, hat er ja nur kurzzeitig vergessen. Ansonsten weiß er ja ganz genau, wie es in den Schulen abläuft!

        Ehrlich, den September zur prüfungsfreie Phase zu erklären, entspannt das nächste Schuljahr doch total! Da haben wir doch reichlich Zeit alles, was in 1,5 Jahren an Stoff verpasst wurde und auch noch alle sozialen Probleme, locker aufzuarbeiten.

        Sollten wir das nicht schaffen, liegt’s doch nur an uns faulen, überbezahlten und mit viel zu viel Freizeit ausgestatteten Leerkräften! (Kein Schreibfehler, so fühle ich mich und wenn man der allgemeinen Meinung über unseren Berufsstand glauben darf, sind wir das ja auch!)

        Vorsicht: Ironie enthalten!

  3. So rein statistisch betrachtet ist die Wahrscheinlichkeit, dass 16 Personen , die gleichzeitig den 16 Kultusministerien der Bundesrepublik vorstehen, parallel eine Luftfilter-in-Klassenraum-Phobie entwickeln, nahezu Null. Mathematisch gesehen finde ich diesen Umstand interessant, allein: was schlussfolgert man daraus?
    Und wieso hat Herr Tonne immer noch nicht begriffen, dass
    A) Lüften im Sinne von Luftaustausch ein Temperaturgefälle zwischen Innen- und Außenbereich oder aber starken Wind zwecks Erzeugung von Durchzug benötigt und
    B) es nie um Luftfilter vs. Lüften ging, sondern beste Ergebnisse im Sinne der Virenminderung in der Luft nur in Kombination beider Verfahren erreichbar sind?
    Fragen über Fragen…
    In Bezug auf die Basalkenntnisse unserer KultusministerInnen bin ich im Bereich der Fremdscham angekommen….

  4. In den Grundschulen in Niedersachsen gilt die Maskenpflicht im Unterricht bei einem Inzidenzwert von über 35 nicht. Die Kinder sitzen also dann ungetestet, ohne Maske, ohne Abstand und ungeimpft bei offenem Fenster. Das ist das tolle Hygienekonzept von Herrn Tonne für die Grundschule. Das Virus wird’s freuen. Es kann sich so wieder munter in der Bevölkerung verbreiten. Die Linie der Geiz-ist-geil-Politik unseres (und der anderen) Kumis wird uns dann wohl die vierte Welle bescheren und wieder alle mitreißen. Hauptsache man selbst sitzt gut geschützt und geimpft im Homeoffice.

  5. So viele unschuldige Menschen verunglücken und kommen zu Schaden.
    Man fragt sich, wo das Karma ist, wenn man es braucht.
    Beginnen wir also ein weiteres Jahr voll Ignoranz und politischer Inkompetenz. Hat ja schon 1 ½ Jahre funktioniert. Hauptsache keiner muss sich Sorgen machen um die Bildungschancen.
    Denkt dran, es kann jedem ein Angebot gemacht werden! Und 80% bezahlt der Bund. Allerdings von Baumaßnahmen, die frühestens in einem Jahr umgesetzt werden könnten.
    Wieder Geld gespart, dass man an anderer Stelle verschwenden kann.

    Frische Luft ist gesund!
    Wir sollten 80% der Minister an die frische Luft setzen.
    Ob das aber gesund für die wäre…?

  6. @MeinSenf:

    „bitte hier Passendes einfügen.“

    Meine aktuelle Gefühlslage:
    Vor mir auf dem Terrassentisch liegt eine Heckenschere, die ich Minuten vorher im Garten benutzt hatte.
    Diese habe ich gerade (wie paralysiert) ziemlich lange angestarrt.

    • @ Mein Senf, @ Mary-Ellen

      bitte hier Passendes einfügen:

      …hat mich mal wieder herzlich, hysterisch, verzweifelt in mein letztes heiles Sofakissen beißend lachen lassen. Und nun sind sie alle (!) kapputt.

      So geht es zumindest mir. Keine heilen Kissen mehr da!

      Und liebe Mary-Ellen, ich hoffe du selbst bist noch heile und die Heckenschere wieder an ihrem angedachten Ort! Um Himmels Willen! 🙂

    • @Mary-Ellen

      Ich hoffe, du bleibst uns hier noch ein bisschen erhalten! Die Heckenschere bitte nur im Garten benutzen!

      Obwohl ich mich inzwischen manchmal auch dabei erwische, abends im Bett zu liegen und mir zu wünschen, dass meine Pulsadern im Schlaf einfach plötzlich aufplatzen mögen. Zum Glück habe ich keine Hecke!

      Spaß beiseite: Der Job war noch nie einfach, aber die Pandemiezeit hat mich an den Rand meiner Kräfte gebracht. Ich denke, so geht es vielen von uns! Ich hoffe, dass niemand dem Verlangen nach der schnellen Erlösung nachgibt!

      • @MeinSenf:

        Oh nein!!!
        Was meine oben beschriebene Konzentration auf mein Gartenwerkzeug betrifft:
        Ich hatte in meiner gelegentlich ausbüxenden Phantasie in keiner Weise an eine unsachgemäße Handhabung zu MEINEM Nachteil gedacht! 😉

  7. „Lüften könne nicht durch mobile Geräte ersetzt werden. “

    Da hat er sogar recht… ABER:

    Das Lüften verfolgt zwei Ziele. Zum einen muss Frischluft zugeführt werden, damit der CO2-Pegel im Raum nicht zu weit ansteigt. Zum anderen wird virenfreie Luft benötigt. Lüften kann bei günstigen Temperaturverhältnissen das erste Ziel erreichen. Das zweite Ziel ist fast nie erreichbar, weil der Luftdurchsatz meist viel zu klein ist. Luftfilter können das erste Ziel prinzipbedingt nicht erreichen (weil sie kein CO2 ausfiltern), das zweite hingegen schon, wenn sie genug Durchsatz haben.

    Von daher: Ja, Lüften muss man trotzdem, wenn man einen Luftfilter hat. Das musste man übrigens sogar VOR Corona, denn dem Hörensagen zufolge haben die Menschen auch da bereits geatmet.

    Bezüglich Corona gilt aber: Lüften ersetzt eben NICHT den Luftfilter! Man kann beim Lüften gar nicht garantieren, dass man stets den nötigen Mindestdurchsatz an Luft erreicht.

    Vielleicht sollten die KM sich das nochmal erklären lassen. Vielleicht helfen einfache Schaubilder.

    • Wie stellen Sie sicher, dass der Luftfilter bei geöffnetem Fenster die Raumluft ansaugt und nicht die virenfreie Außenluft?

      • @Klaus
        Die Luft muss genau dann gefiltert werden, wenn die Fenster geschlossen sind.

        Warum sind Sie so feindlich gegenüber Luftfiltergeräten?

        Möchten Sie nicht auch, dass Kinder geschützt werden?

        • @Koogle
          Ich vermute, man kann von ihm eine große Anlage kaufen und einbauen lassen – oder sein Fachwissen bewundern.

        • Ich unterrichte lieber nach 5-20-5. Ist sicherer als Luftfiltergeräte. Dass die ganze Raumluft gleichmäßig vom Luftfiltergerät angesaugt wird ist eine Wunschvorstellung, im Klassenraum gibt zahlreiche Totgebiete wo der Luftfilter nicht wirken kann.

          Ist aber egal, wenn ich einen Luftfilter in der Klasse habe, mache ich trotzdem die ganze Zeit das Fenster auf.

      • Hallo Klaus,
        die anderen haben es ja schon vor Monaten erklärt, ich will’s nur schnell wiederholen. Sie haben in Allem recht und ein perfektes Fachwissen. Wenn alles toll wäre, würde man es genau so vor Jahren gemacht haben, wie sie unermüdlich schildern. Weil aber schon lange und gerade noch immer in Schulen sehr viele Menschen quasi ohne verlässlichen Schutz zusammenkommen und zusammenkommen müssen, ist alles hilfreich, was ein klein wenig mehr an Sicherheit bringt. Und wenn dann der mobile Luftfilter im konkreten Zimmer möglichst weit weg vom offenen Fenster doch leider auch – ganz unfachmännisch – Frischluft ansaugt, statt nur die Aerosol-belastete Luft durchzuziehen, dann sei es so. Von mir aus dürften sie gerne überall die echten Top-Anlagen berechnen, einbauen, programmieren und warten, so wie es echte Profis heute natürlich können und machen. Mich fragt aber keiner und die rund 1000 Leute, darunter mächtig viele Kinder und Jugendliche, die im selben Schulgebäude tätig sind, auch nicht.
        Haben Sie schnelle Tipps, die uns helfen?

      • Auf wen bezieht sich das?

        Man braucht keine großen Physikkenntnisse, um zu erkennen, dass Temperaturunterschiede der „Antrieb“ des Luftaustauschs bei Fensterlüftung sind. Wenn es drinnen und draußen fast gleich warm ist (Sommer), dann wird kaum ein Austausch stattfinden. Einzige Ausnahme ist starker Wind aus der richtigen Richtung, aber das garantiert keinerlei Mindestdurchsatz.

        Genau das ist aber das wesentliche Problem: Infektionsschutz braucht einen Mindestvolumenstrom an virenfreier Luft (aus dem Filter oder von draußen), und zwar immer. Genau den kann man aber mit Fensterlüftung niemals garantieren, ohne Gebläse o.ä. in die Fenster einzubauen.

  8. Ich les nur die Überschrift und weiß sogleich,es kann nur für die….ähm von Herrn Tonne sein.Jedesmal derselbe Sch….!Unfassbar arrogant und selbstherrlich.

  9. Wenn ich die Überschrift schon lese,weiß ich,von wem das kommt.Boah.Arrogant und selbstherrlich,ich könnte nur noch kotzen.Es ist unfassbar,dass NICHTS für den Infektionsschutz an Schulen getan wird,besonders für die Kinder,die nicht geimpft werden können.Lieber lässt man die Kleinsten ihre ganzen ersten Schuljahre mit Maske bei offenem Fenster in vollen Klassen hocken.Ich bin stinkwütend.Und die Testpflicht gerade zum Herbstanfang aussetzen,dass man sein Kind schön in die 4.Welle stecken MUSS!Ich kann nur sagen,infiziert mein Kind sich nachweisbar in der Schule,gibts richtig Alarm.

    • Nicht nur Alarm würde ich machen, sondern alle möglichen rechtlichen Grundlagen dazu nehmen. Das heißt konkret:
      – Strafanzeige gegen jeden der vorsätzliche Körperverletzung betreibt, heißt für mich der Vorsatz ist seit über einem Jahr gegeben und Körperverletzung allemal. Denn steht nicht im Strafgesetzbuch das jeder dazu verpflichtet ist, wenn er Kenntnis von einer bevorstehenden Straftat hat, verpflichtet ist diese abzuwenden ansonsten macht das Wissen davon einen selber zu Straftäter????
      Würde ich mal nachdenken drüber! Und was steht im Grundgesetz über körperliche Unversehrtheit??? Es wird echt Zeit und das soll keine hetze sein, das die Eltern ihre Kinder schützen, gegen Widerstand und gegen jede Drohung die von Seiten der KM, Schulamt und Schule kommen. Die sind gar nicht interessiert Gesundheitsschutz zu gewährleisten, war schon all die Jahre vor Corona so gewesen. Heute kluge Entscheidung (natürlich nicht!!) von MP bouffier aus Hessen:

      Die Maskenpflicht gilt nur im Schulgebäude, auf den Fluren bis zum Sitzplatz in der Klasse, dann darf die abgenommen werden.???????
      Haben die es immer noch nicht kapiert?? In Innenräumen bei voller klassenbesetzung so etwa 15-20 oder mehr Schüler ohne Maske? Gelüftet wird wahrscheinlich auch nicht zu anstrengend nur noch Kopf schütteln.
      Ich finde das unverantwortlich und fahrlässig. Meine Tochter hat sich erst 2019 mit einem Virus in der Schule infiziert und ist lebensgefährlich erkrankt und dann kam Corona und glaubt mir, weder die Schulleitung noch die Lehrer oder jemand anderen hat das interessiert im Gegenteil es gab viele sehr miese und erbärmliche Ignoranz was Gesundheitsschutz angeht.
      Bitte schützt eure Kinder und kämpft für deren Sicherheit und ihre Gesundheit egal wie viel Steine ihr in den Weg gelegt bekommt, denn nach den Sommerferien geht es genauso erbärmlich weiter für die Kinder und diese sind nicht geimpft. Zum Glück ist mein Kind dann nicht mehr in der Schule, aber eure Kinder gebt nicht auf, denn jedes Leben zählt. Ich weiß nur eins: ich will mit solchen Leuten die sowas billigend in Kauf nehmen nichts mehr zu tun haben die sind für mich das letzte.

  10. Der Rahmenhygieneplan wurde schon angepasst, damit im Winter bloß kein umfangreiches Lüften erfolgt, sondern nur ein Lüftchen.

    Ansonsten sollte man auf die neue Schulbuchliste lange Unterbekleidung, Handschuh, Mütze, Schal und Wolldecke schreiben, damit die Materialien im Herbst auch vorhanden sind.

  11. Ich weiß gar nicht, was ihr wollt: „Schulen sind keine Treiber der Pandemie.“ Habe ich im letzten Jahr gelernt. Lasst den Drosten mal reden, der hat doch eh keine Ahnung. Und: „Lüften ist gesund.“ Ein phantastischer Aufdruck für ein T-Shirt.

    Mein oberster Dienstherr, Herr Tonne, lässt mich seit langer Zeit nur noch sprach- und fassungslos zurück.

  12. Frieren durch konsequentes 20-5-20 Lüften ist nahezu ausgeschlossen. Das hat Prof. Dr. Hitzefrei der Universität Frischluft in einer Studie in den Monaten von Mai bis Juni 20 festgestellt. Es wurden in diesem Zeitraum keine ernsthaften Temperaturgefälle während des Lüftens festgestellt. Sogar das konsequente Dauerlüften beeinträchtigte das Lernklima dabei in keinster Weise. Daraus schloss Prof. Dr. Hitzefrei, dass ständiges Lüften eine angemessene Methode im kompletten Schuljahr ist.
    Die Studie ist bisher noch nicht veröffentlicht.

  13. Niemals hätte ich gedacht, dass die Politik so verlogen ist und die effektiven Maßnahmen zum Schutz meiner acht Enkel, wie zum Beispiel Luftfilter im Klassenzimmer ignoriert !

    Lüften, lüften, lüften und nochmals lüften im Frühling, Sommer, Herbst und Winter!

    „Frische Luft ist gesund!“

    – ist alles was in Beamtenstuben mit Installierten Luftfiltern aus dem Hut gezaubert wird.

    Das ist Propagandapolitik aus der untersten Schublade!
    Meine acht Enkel müssen sich tagtäglich einem potenziellen Virus aussetzen. In der Kita ungeschützt und in der Schule mit Maske und LÜFTEN!

    Ich bin extrem unentspannt und hochexplosiv aufgewühlt!!!

    Auf Biegen und Brechen die Schulen und Kitas offen halten bei der bevorstehenden vierten Welle und dieser suboptimalen Politik!!!

    Wenn frische Luft so gesund ist, dann sollen die bereits installierten Luftfilter in den Beamtenstuben sofort abgebaut und in den Schulen installiert werden!

    Jawoll !

  14. …Bis Ende September bleibt die Testpflicht bestehen, auch die Aufhebung der Präsenzpflicht…
    Danach halten sich die Kultusminister wieder die Hände vor die Augen, ignorieren das Infektionsgeschehen unter den Schülern. Es wird wieder alles auf Null gestellt. Was soll das? Will man uns komplett zermürben und veräppeln?
    Sehr schön, der letzte Satz aus dem Schreiben:

    „Ich wünsche euch viel Kraft und Energie für den „Endspurt“ bis zu den Sommerferien! Alles
    Gute und bleibt bitte gesund!“

    Vielen Dank für die guten Wünsche!
    Wenn der Wunsch nach Gesundheit so groß und ernst gemeint ist, dann muss auch zukünftig danach gehandelt werden.
    Unfassbar….

  15. Ich gebe zu bedenken, dass auch für Lehrkräfte der Arbeitsschutz gilt. 19 Grad ist die vorgeschriebene Raumtemperatur. Wenn die Temperatur dauerhaft unter 19 Grad liegt, hat der Arbeitgeber für sofortige Abhilfe zu sorgen.
    Im letzten Jahr haben wir (Pandemie, alles neu…) die Zähne zusammengebissen.
    Wir haben letztes Jahr bei 13, 14, 15 Grad im Klassenraum, mit Jacken, Mütze, Wolldecke Unterricht gemacht.
    Ich werde das meinen Schüler/innen nicht noch einmal zumuten.
    Liebe Lehrer/innen, führt im Herbst eine Woche ein Temperaturprotokoll, weist die Schulleitung auf die Verstöße gegen den Arbeitsschutz hin, sprecht euch mit Eltern und Schülerrat ab- und dann schickt die Kinder z.B. vorzeitig nach Hause, wenn es zu kalt im Klassenraum ist!
    Keinem Arbeitnehmer würde man es zumuten, wochenlang in eiskalten Büroräumen zu arbeiten. Aber mit den Kindern und den viel zu braven Lehrkräften kann man es machen.
    Das ist günstiger als mobile Luftfilter einzubauen. Aber wir lassen das zu.

    • Diese Temperaturangaben sind aus den Richtlinien der Berufsgenossenschaften, haben also gesetzescharakter, aber nur wenn der Arbeitnehmer auch über diese versichert ist. Das ist auch klar, dass ein Sachbearbeiter andere Richtlinien hat wie der Forstarbeiter. Die Arbeitsstättenverordnung ist nur eine Empfehlung. Machen Sie sich einfach schlau bei welcher Berufsgenossenschaft sie als Beamte oder Angestellte versichert sind, dann ist alles klar. Sollten Sie nicht versichert sein, dann hat sich jegliche Diskussion erübrigt. Für Firmeninhaber gilt die Vorgabe auch nicht, denn die sind nicht über eine Berufsgenossenschaft versichert, sondern nur ihre Angestellten. Es wäre auch noch schöner wenn sich eine BG um Leute kümmert, die keine Beiträge bezahlen. Da würde ich als zahlendes Mitglied auf die Barrikaden gehen.

    • Alles schön und gut, habe ich letztes Jahr schon gemacht. Antwort: Grundschüler dürfen nicht nach Hause geschickt werden, dann müsste ich halt im Raum für Bewegung sorgen (ich vermute, es war Kniebeugen und Klatschen gemeint).
      Für Grundschüler gibt es in unserer Stadt übrigens auch kein hitzefrei, wir saßen letztens schon morgens um 8.00 bei 31 Grad Innentemperatur.

  16. Die Kultusminister behandeln die Schüler und Lehrer nach wie vor als „Dummchen“, als ob vor der Coronazeit noch nie einer auf die Idee kam, zu lüften! Diese erhabenen Damen und Herren sollen sich mal 6 Stunden in eine 28-Schüler-starke Klasse begeben, den Mief überlebt man nicht ohne Lüften. Fakt ist, dass unsere Regierung auf ganzer Linie versagt hat und jetzt mit derartigen Allgemeinplätzen die große Weisheit vorgaukeln und vom eigentlichen Versagen ablenken möchte. Impferei, Testerei verlaufen immer noch chaotisch, Behördenstauwelle wo man hinschaut, lieber werden Impfdosen vernichtet als dass man sie flexibel einsetzt. Luftfilter und Klimaanlagen wären schon vor Corona in den Klassenzimmern indiziert gewesen. Aber man hat sogar an den Fenstern gespart, deren Sonnenblenden (die guten alten Vorhänge wurden ja aus Brandschutzgründen entfernt, wie schön!) meist nicht funktionieren und viele Fenster sich nicht öffnen lassen, da man sonst den Griff in der Hand hat oder das Fenster ganz aus den Angeln geht. Bei geöffneten Fenstern (die ragen schon mal 1-2 Meter ins Klassenzimmer) haben die Schüler auf der Fensterseite sprichwörtlich „ein Brett (Glas) vor dem Kopf“, der Aufmerksamkeit des Schülers sehr zuträglich, ganz zu schweigen von der Gefahrenlage, sich hier an den Kanten erheblich zu verletzen.
    Oh wie beneide ich die Damen und Herren KuMi in ihren wohlklimatisierten und luftgereinigten Edelbüros mit einer Rundumausstattung, von der ein Lehrer nicht mal träumen kann. Und somit werden fernab der Realität aus dem bequemen Ledersesselchen Entscheidungen getroffen, die kein Arbeitnehmer sonst hinnehmen würde. Alles ist gut, denn wenn so ein „hohes Tier“ mal zu Besuch kommt, muss man sich schier überschlagen, damit nur die besten Seiten der Schulen gezeigt werden. Man sollte endlich mal Tacheles reden, denn es geht um Schüler, nicht um Objekte.

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