Rektor zeigt sich entsetzt: Jubelnde Schüler verbrennen Regenbogenfahne auf dem Schulhof

8

FREUDENBERG. An einer Schule im nordrhein-westfälischen Siegerland hat nach Angaben der Schulleitung eine johlende Menge eine brennende Regenbogenfahne gefilmt, die einer Schülerin entrissen worden war. In einer Mitteilung auf der Schulhomepage der Gesamtschule Freudenberg berichtete der Schulleiter Reto Stein über den Vorfall und verurteilte das Verhalten «aufs Schärfste».

Offenbar hat die Debatte um eine Beleuchtung des Münchner Fußballstadions in Regenbogenfarben ausgestrahlt. Foto: Shutterstock

„Heute kam es an unserer Schule zu einem Vorfall, der das Kollegium, die Schulleitung und mich fassungslos macht. Wir glauben nicht, dass es klug wäre, solche Vorfälle zu verschweigen. Nur wenn wir darüber sprechen, können wir Fehlverhalten unserer Schüler*innen zukünftig verhindern“, so schreibt der Schulleiter auf der Homepage der Schule.

So sei die Fahne einer Schülerin entrissen und angezündet worden. «Als wäre dieses Ereignis nicht schlimm genug, hat sich eine jubelnde Menge von Schüler*innen um die brennende Fahne versammelt und dies sogar noch gefilmt», hieß es weiter.

«Wir sind enttäuscht, dass Schüler*innen unserer Schule so handeln.» Dies sei nicht das, wofür die Schule eintrete. An der Schule sei kein Platz für Intoleranz oder Gewalt, es seien alle Menschen willkommen, egal welcher Herkunft und sexueller Orientierung, betonte Stein. Der Vorfall solle zum Anlass genommen werden, die Aufklärungs- und Präventionsarbeit zu verstärken. dpa

Sexuelle Vielfalt, ein Reizthema an Schulen – der Konflikt schwelt weiter

Anzeige


8 KOMMENTARE

  1. Bei manchen Schülern scheint die Regenbogenfahne ähnliche Reaktionen auszulösen, wie etwa eine Mohammed-Karikatur.
    Da wird es doch hoffentlich keine Schnittmenge geben?

  2. Leider zeigt das, dass die nach außen verkündete Weltoffenheit und Toleranz nicht von jedem in Deutschland wirklich gelebt wird. Was Schüler denken, ist (mindestens bis zur Pubertät) maßgeblich von ihren Elternhäusern geprägt und manches überdauert anscheinend dann auch die Phase der Selbstfindung (Pubertät).

  3. Anerkennenswert von der Schulleitung, diesen Vorgang öffentlich zu machen. Es gibt auch Schulen, in denen alles unter den Teppich gekehrt wird, um dem Ruf der Schule nicht zu schaden.

  4. In der Tagesschau ist die Überschrift zum Attentat von Würzburg (von einem psychisch gestörten Islamisten) heute: „gelähmt und erschüttert“. Das trifft es: Wir sind gelähmt, unserem Staatsgebilde fällt nichts mehr ein, wie man solche Dinge verhindern könnten, auch solche Verabrennungen von Fahnen, auch israelfeindliche Demonstrationen usw. Konsequenzen gibt es nicht, es werden nur Kerzen aufgestellt, Gottesdienste veranstaltet, Reden gehalten usw. Das (letztlich eben doch akzeptierte) Benehmen der Leute ist zerfranst wie nie zuvor, und das schon in den Schulen. Jeder sieht: Egal was ich mache, es hat keine wirklichen Konsequenzen. Man verhätschelt regelrecht die Täter (arme psychisch kranke), ernsthafte Bestrafungen sind Mangelware, für die Opfer gibt es keine Entschädigungen. Das Faustrecht des Stärkeren setzt sich wieder durch, wie seinerzeit bei den Neandertalern.
    Welche Leute waren das eigentlich, die die Regenbogenfahne verbrannt haben? Rechtsextremisten? Schwulenfeindliche Muslime? Oder sollte das gar ein Jux von Halbstarken sein?

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here