Die KMK schweigt zum Skandal um vertuschte Studienergebnisse – und erklärt stattdessen die Schulen für sicher

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BERLIN. Die Kultusminister der Länder sind in dieser Woche zu einer Sondersitzung zusammengekommen – warum, das bleibt nach dem im Anschluss veröffentlichten Beschluss allerdings ein Rätsel. Aus dem KMK-Papier ergeben sich keinerlei Konsequenzen für den Schulbetrieb im bevorstehenden neuen Schuljahr. Behauptet wird, einmal mehr, die Schulen seien sicher. Zum Vertuschungsskandal um brisante Studienergebnisse, der zuvor bekannt geworden war, gibt es keine Erklärung. Eine Analyse.

Die KMK gibt – mal wieder – ein bemerkenswertes Bild ab. Illustration: Shutterstock

Die KMK stand massiv unter Druck zu tagen. Die letzte Sitzung von Deutschlands nominell wichtigstem bildungspolitischen Gremium fand im Juni statt. Die nächste war erst für den Herbst geplant. Angesichts der steigenden Infektionszahlen und der Delta-Variante schrieb zum Beispiel der „Spiegel“: „Wäre es für die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder nicht angebracht, demnächst zu einer Sondersitzung zusammenzukommen, um auf die Fragen, die man jeden Tag in der Zeitung lesen kann, endlich Antworten zu finden? Vielleicht gleich im Kanzleramt wie im letzten September? Andernfalls könnte man zu dem Schluss kommen, dass es die Kultusministerkonferenz mangels Kreativität und Durchsetzungskraft vielleicht gar nicht braucht.“

Auch FDP-Chef Christian Lindner forderte die KMK auf, außer der Reihe zu tagen. „Ein neuerlicher Lockdown und Schließungen von Schulen bei einer möglichen vierten Welle müssen ausgeschlossen werden“, befand Lindner bereits im Juni. Die KMK und die Bundesregierung sollten „noch im Juli zusammenkommen, um eine Strategie zu beraten“. Der nächste Termin im Oktober sei „viel zu spät“. Im Zentrum der Beratungen müssten „die Ausdehnung der Lolli-Tests, Hygienekonzepte, Luftreiniger und Impfangebote stehen“. Bereits über den Sommer könne man die Logistik dafür vorbereiten.

Von einer Strategie der Kultusminister kann nach dem Beschluss keine Rede sein – noch immer nicht

Nun hat die KMK tatsächlich in dieser Woche außerplanmäßig getagt und dabei offenbar auch über drängende Themen gesprochen, sie jedenfalls mal erwähnt. Von einer Strategie der Kultusminister kann aber nach dem Beschluss keine Rede sein. Denn der hat – mal wieder – keinerlei Konsequenzen. Die Ergebnisse waren – einmal mehr – so belanglos, dass über das Spitzentreffen kaum in Medien berichtet wurde.

Den Tenor gab KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD), Frau des SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, vor: „Die Voraussetzungen für den Präsenzunterricht sind gut und gänzlich andere als vor einem Jahr. Das Schulpersonal hat Impfangebote erhalten, Test und Hygienekonzepte stehen und sind erprobt“, erklärte sie. „Die Inzidenzen sollten eine andere Gewichtung bekommen. Kinder und Jugendliche haben durch Wechselunterricht und Schulschließungen im vergangenen Schuljahr einen ganz erheblichen Beitrag zum Schutz der Erwachsenen geleistet. Jetzt ist es wichtig, dass möglichst viele Erwachsene sich solidarisch zeigen und sich impfen lassen. Damit die Schülerinnen und Schüler einen normalen Schulalltag haben können.“ Aha.

Im Beschluss heißt es dann: „Die Kultusministerkonferenz stellt fest, dass der Start in das neue Schuljahr 2021/22 durch die Länder umfassend vorbereitet wurde und bekräftigt ihren Beschluss vom 10. Juni 2021 zum ‚Schulischen Regelbetrieb im Schuljahr 2021/2022‘.“ Seinerzeit hatte die KMK beschlossen, dass alle Schulen nach den Sommerferien „dauerhaft im Regelbetrieb (…) mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden“ besucht werden sollen. Durch welche Maßnahmen das neue Schuljahr durch die Länder denn „umfassend“ vorbereitet wurde, sodass gewährleistet ist, dass der Regelbetrieb auch tatsächlich stattfinden kann? Kein Wort dazu.

Stattdessen heißt es: „Kontinuierlichem Präsenzunterricht muss im Schuljahr 2021/2022 in der Gesellschaft höchste Priorität eingeräumt werden. Vollständiger Präsenzunterricht am Lern- und Lebensort Schule mit allen damit verbundenen Möglichkeiten ist Grundlage zur individuellen Persönlichkeitsentwicklung und zugleich eine zentrale Voraussetzung, um die vielfältigen, auf den Weg gebrachten Unterstützungsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche sowohl im Rahmen des Aktionsprogramms ‚Aufholen nach Corona‘ als auch durch die zahlreichen landesseitigen Lernfördermaßnahmen und Förderinstrumente zur Bekämpfung pandemiebedingter Rückstände wirksam umzusetzen.“ Im Klartext: Es gibt zu Präsenzunterricht seitens der Kultusminister keinen Plan B – auch nach anderthalb Jahren Pandemie nicht.

Was passiert, wenn die Inzidenzen in einer vierten Welle wieder drastisch steigen sollten? „Aus Sicht vieler Expertinnen und Experten erscheint die alleinige Orientierung an der Inzidenz (für bestimmte Altersgruppen) aufgrund der Impfquote und bestehender Testkonzepte an Schulen nicht mehr als einziger Bewertungsmaßstab. Die Gesundheitsbehörden sollten angemessen, transparent und einheitlich reagieren. Schulschließungen sollten möglichst vermieden werden und möglichst wenige Schülerinnen und Schüler von Quarantänemaßnahmen betroffen sein“, so beschließt die KMK.  Heißt: Ob und wie die vierte Welle durch die Schulen läuft, entscheiden – wenn überhaupt – die Landesregierungen Pi mal Daumen.

Was ist mit Corona-Tests in Schulen? „Darüber hinaus werden je nach Infektionsgeschehen die Testangebote an Schulen im kommenden Schuljahr fortgesetzt, um potentielle Infektionsketten möglichst frühzeitig zu unterbrechen beziehungsweise ein Bild über das Infektionsgeschehen zu erhalten.“ Wohlgemerkt: „… je nach Infektionsgeschehen“. Thüringen hat bereits angekündigt, die Tests in Schulen streichen zu wollen – und erst dann wieder aufzunehmen, wenn das Infektionsgeschehen es nötig mache (was aber nur schwer zu erkennen ist, wenn nicht getestet wird). Der Thüringer Weg ist mit dem KMK-Beschluss gedeckt. Von einer Verbesserung der Tests, wie sie Wissenschaftler fordern – weg von den unzuverlässigen Schnelltests hin zu PCR-Pooltests –, ist hingegen keine Rede.

Was ist mit Impfungen von Über-12-jährigen-Schülern in Schulen, für die Impfstoffe ja zugelassen sind? „Erwachsene tragen durch ihre Impfung maßgeblich dazu bei, das Infektionsgeschehen auch bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren. Darüber hinaus können auch 12- bis 17-Jährige eine Impfung nach umfassender ärztlicher Beratung in Anspruch nehmen. Die Freiwilligkeit der Annahme dieses Impfangebotes darf dabei nicht in Frage gestellt werden.“ Das war’s, was der KMK dazu einfällt.

Wie steht’s mit mobilen Luftfiltern? „Um die Aerosolkonzentration in den Unterrichtsräumen zu mindern, wird in regelmäßigen Abständen während des Unterrichts und in den Pausen quergelüftet. Die gleichzeitige Anwendung von Lüftung und Beachtung der je nach Infektionsgeschehen geltenden Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen ist ausreichend wirkungsvoll für den Infektionsschutz. Qualitätsgeprüfte, mobile Luftfilter können ergänzend eine zusätzliche Wirkung entfalten“, so hat die KMK beschlossen. Kein Wort dazu, wie sich die Kultusminister die Ausstattung der Schulen vorstellen, nachdem der Bund ein Förderprogramm dafür aufgestellt hat.

„Wir vermissen unterschiedliche Szenarien, die klar beschreiben, was die KMK bei welcher Pandemieentwicklung zu tun gedenkt“

VBE-Chef Udo Beckmann hält die Ergebnisse der Sitzung denn auch für völlig unzureichend. „Dass der Schulstart durch die Länder umfassend vorbereitet wurde, wie es die KMK in ihrem Beschluss bewertet, kann so nicht uneingeschränkt gelten. Weder wird für alle Ländern eine notwendige mindestens zweiwöchige Sicherheitsphase nach den Sommerferien, wie vom VBE gefordert, verpflichtend festgeschrieben, in der inzidenzunabhängig mindestens zweimal wöchentlich getestet wird und das Tragen von Masken und das Halten von Abständen im Schulgebäude obligatorisch ist, noch sind rechtzeitige und ausreichende Anstrengungen beim Thema Luftfilter bzw. -anlagen unternommen worden.“ Von flächendeckend versprochenen Sofortmaßnahmen bei der Digitalisierung ganz zu schweigen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz wachse, wie das RKI gerade bestätigt hat, schneller und früher als voriges Jahr um diese Zeit und dies insbesondere bei den 10- bis 34-Jährigen. „Wir vermissen weiterhin unterschiedliche Szenarien, die klar beschreiben, was die KMK bei welcher Pandemieentwicklung zu tun gedenkt. Weiterhin auf Prinzip Hoffnung zu setzen, reicht nicht aus“, sagt Beckmann. „Auch die Bewertung durch die KMK, dass Schulen sichere Orte sind und Präsenzunterricht stattfinden kann, so wünschenswert dies ist, kann so nicht bedingungslos und inzidenzunabhängig gelten.“

Der VBE-Bundesvorsitzende hätte gerne auch Auskunft zum jüngsten Vertuschungsskandal gehabt, über den News4teachers aktuell berichtet. Im vergangenen Jahr hatte die KMK eine Studie bei der Universität Köln und dem Helmholtz-Zentrum zum Infektionsrisiko in Schulen in Auftrag gegeben, brisante Zwischenergebnisse der Untersuchung aus Januar und März aber erst in dieser Woche – nachdem Journalisten dazu recherchiert hatten – unkommentiert auf ihre Homepage gesetzt. Beckmann: „Die KMK ist hier eine klare Antwort schuldig, wieso diese Ergebnisse nicht früher veröffentlicht wurden, – im Beschluss findet sich dazu kein Wort, – und wie die hohe Wirksamkeit von Schulschließungen bei der Eindämmung der Corona-Pandemie, ein Ergebnis der Studie, bewertet wird, vor allem aber, welche Handlungsmaßnahmen auf Basis dieser Erkenntnis von der KMK ergriffen oder nicht ergriffen wurden.“ Auch dazu seitens der Kultusminister: kein Wort. News4teachers

Hier geht es zum vollständigen Beschluss der KMK.

Nach Corona: Mit diesen Kultusministern ist kein Staat mehr zu machen

 

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80 KOMMENTARE

  1. Wer braucht die KMK noch? Und wofür?
    Wissenschaftliche Erkenntnisse interessieren sie nicht, im Gegenteil, diese werden von ihr so umgedeutet, dass sie zur infektionsverbreitenden Strategie passen.
    Die Kultusminister erweisen sich inzwischen als wahre Treiber der Pandemie mit ihrer Offenhaltungsstrategie ohne Schutzkonzepte für die ihnen Anvertrauten.
    Ich hab’s früher schon mal geschrieben: deren Wissenschaftsfeindlichkeit und Ignoranz erzeugen in mir Fremdscham.

  2. Alle zum Teufel jagen.
    Durchseuchung der Kinder ist KEINE OPTION.
    In Deutschland werden anscheinend die unfähigsten Menschen Minister. Und die aller unfähigsten KM.
    Mehr fällt mir dazu wirklich nicht mehr ein!

  3. So stelle ich mir einen „Bananenstaat“ vor … sorry, nix gegen Bananen…
    Ernst nehmen kann man die doch alle nicht mehr.

    Jeder „hergelaufene“ Lehrer könnte die Pandemie in den Schulen besser managen als die KMK.

    Als Mindeststandard nach den Ferien sähe ich
    1. Luftfilter (ja, plus Lüften, blöd sind wir Lehrer nicht, auch die Kinder nicht)
    2. Tests (zu Hause, bevor einer in den Bus steigt)
    3. Wechselunterricht in den ersten zwei, drei Wochen (Abstände sind das Mindeste, was man den Kindern zugestehen sollte)
    4. Masken innen (auf dem Schulhof reicht vielleicht auch Abstand)

    Bei den derzeitigen Inzidenzen, die man gegenüber dem Vorjahr ja locker mal zwei rechnen kann, wenn man bedenkt, dass die Hälfte der Bevölkerung geimpft ist und sich die Zahlen dann im Wesentlichen auf 100.000 Ungeimpfte beziehen, sehe ich ohne diese Maßnahmen keinerlei Chance auf ein halbwegs „normales“ Schuljahr.
    Ob wir nun aufstampfen und sagen, wir WOLLEN aber wieder Normalität für die Schüler, interessiert ein Virus nach wie vor nicht.
    Könnte es sich freuen, würde es sich sicherlich über die bisherigen Zustände in den Schulen freuen – ideale Bedingungen überzuspringen und zu mutieren.

    Wenn jetzt schon nichts unternommen wird, was bleibt dann nach für die Zeit nach der Wahl zu erwarten?
    Vermutlich nicht nur Stillstand, sondern Rückzug in eine Höhle?
    Gibt es noch irgendwo Atombunker, in die sich die KM zurückziehen könnten, falls sie irgendwann dann doch noch der geballte Zorn von Eltern und Schülern trifft???

    • Geballter Zorn der Eltern und der Schüler?

      Die wollen es doch noch mehr als die KMs. Dann sollen sie es eben haben. Lassen wir es geschehen.

      Ich friere mir den Hintern aber nicht mehr ab. Wenn es zu kalt wird und eine angemessene Temperatur nicht erreicht werden kann, muss ich einfach nach Arbeitsschutzverordnung die Arbeit niederlegen. LuL müssen dann halt mal auf ihr Recht beharren. Anders gehts nicht!

      • DAS von einer Le(e)hrkraft nach 1,5 Jahren Pandemie… WIR haben unseren Sohn seit März 2020 nicht mehr In die Schule geschickt – von den LuL kam immer nur „das DÜRFEN wir nicht, das KÖNNEN wir (den SuS) NICHT (antun)!!!“ Wir als Eltern hätten uns diese Unterstützung von LuL, sowie Schulleitungen gewünscht. Hätten diese auf den (auch) ihnen zustehenden Arbeits-und Gesundheitsschutz bestanden und bei Nicht-Erfüllung die Arbeit verweigert, wäre das deutsche Schulsystem, so wie es von den 16 KuMi’s schon seit Jahren und Jahrzehnten in den Dreck gefahren wurde, NICHT länger aufrecht erhalten werden können !!! Jetzt die wenigen Eltern, die sich durch *Organisationen* wie FidK und InFam vertreten fühlen, als „die Eltern“ hin zustellen, derentwegen die LuL ihre Gesundheit auf’s Spiel setzen MÜSSEN, ist mMn. Jammern auf hohem Niveau !!!
        Und kommen Sie jetzt nicht mit der alten Leier, verbeamtete LuL „dürfen“ nicht streiken… Hätten sich die Lehrkräfte in D solidarisch zusammengeschlossen, hätten die Einzelnen keine Sanktionen zu fürchten gehabt, da unser (Rechts-) Staat deren im Grundgesetz festgelegten Anspruch auf Unversehrtheit NICHT hätte ignorieren oder sämtliche Lehrkräfte suspendieren können. Ansonsten müsste jeder solche Fall vor dem Arbeitsgericht landen.

        • Ich jammere nicht! Ich mache ab sofort nur noch! Das Fordern nach Arbeitsschutz wird hier als „Jammern auf hohem Niveau“ bezeichnet. Also der Arbeitsschutz, der jedem anderen Arbeitnehmer in Deutschland zusteht. Nicht mehr nicht weniger. Bei Lehrern soll das „hohes Niveau sein“?! Werte Frau Mama- Jammern tun meiner Meinung nach alle anderen, und zwar nur, damit wir uns ja nicht zusammenschließen. Denn wenn das tatsächlich geschieht, haben alle ein riesiges Problem! Also kommen Sie mir nicht mit so einem FidK-Dreck!

          • Natürlich steht „der Arbeitsschutz“ JEDEM zu – auch den LuL!!! Diese hätten ihn aber bereits im vergangenen Jahr für sich und die ihnen anvertrauten SuS einfordern MÜSSEN, anstatt zu „jammern“, dass sie gezwungen sind, sich (ohne Schutz durch ihren „Arbeitgeber“) einem gesundheitsgefährdenden Virus aussetzen zu MÜSSEN. Und ich persönlich könnte nicht weiter von FidK-Kreisen entfernt sein, als ich es bin…

          • @Defence
            Das Hauptproblem m. M. nach: Lehrer schließen sich nicht zusammen, sind in der Regel Einzelkämpfer und feige (nur nicht bei irgendwem unbeliebt machen), Mitgliedschaft in einer Lehrergewerkschaft wird oft als unnütze Geldausgabe gesehen (die Gewerkschaften haben allerdigs auch alles dafür getan, diese Meinung zu bestärken, v. a. in den letzten 1,5 Jahren). Versucht man für irgendetwas Mitstreiter zu finden, steht man schnell alleine da, auch wenn vorher viele KuK der Meinung waren, das etwas getan werden müsste. Also immer weiter wie bisher und das nutzen die KuMis schamlos aus. Ich habe es aufgegeben auf gemeinsame Aktionen meiner Kollegen zu hoffen. Noch ein Jahr bis Ende mit 63, nur noch Dienst nach Vorschrift, nicht mehr und nicht weniger.

          • Wurde versucht. Genauso, wie Eltern ihre Kinder nicht in die Schule hätten schicken sollen bei 10 Grad im Klassenzimmer.

            Wir haben Arbeitspflicht, die Schüler haben Anwesenheitspflicht.

            Wir fühl(t)en uns unseren Schülern verpflichtet, und haben dabei uns selbst aus den Augen verloren. Das uns vorzuwerfen, ist ziemlich unnett.

            Aber ich werde auch sofort krank sein, wenn ich wieder bei Kälte im Zug stehe.

            Irgendwann ist einfach Schluss.

            Kopp in den Sand
            Ohne Verstand
            =
            Kultusministerkonferenz

            Ich bin sicher, die haben am meisten darüber gesprochen, wie sie auf die Studien reagieren sollen, und haben beschlossen, dass sie gar nicht reagieren, wie vorher auch.

            Die Schulen sind sicher, yeah!

            Psychologen wissen, dass geglaubt wird, was stetig wiederholt wird.

        • mama07, Sie machen sich es sehr einfach, darüber zu urteilen, was man sich in anderen Jobs leisten darf oder nicht. Was hätten denn die LuL tun sollen, was sie nicht dürfen, Ihrer Meinung nach?

          • mama07, zum Thema Arbeitsschutzmaßnahmen einfordern: In BY schafft es nichtmal der Ministerpräsident / Kultusminister, Luftfilter in alle Klassenzimmer zu bringen (trotz Ankündigung), weil viele Kommunen sich schlicht weigern. Und die LuL, die bei sowas nichts zu melden haben, die immer nur KMS-Bestimmungen ausführen müssen, sollen da was erreichen?

        • Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind vor einer Pandemie geschützt wird, werden Sie gefälligst selber aktiv. Lehrer werden miserabel bezahlt, um das1x1 zu lehren,. Alles andere ist Job der Eltern. Dafür gibt es Elterngeld, Kindergeld und. mssive Steuerfreibeträge. Machen Sie Ihren Job!!!!!!

          • Es bringt doch gar nichts, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Auch ich bin eine Mutter, die gegen alle Wiederstände ihre Kinder zu Hause gelassen hat und sich selbst um Unterrichtsmaterial und das Lernen gekümmert hat. Dafür gab es sehr wenig Verständnis und wenig Unterstützung. Wir haben uns das Unterrichtsmaterial (Arbeitsblätter usw. von Klassenkameraden/innen besorgt, haben alle Aufgaben erledigt und diese dann z.T. per Mail z.T. über die Mitschüler/innen den Lehrkräften zukommen lassen, um nachzuweisen, dass zu Hause gearbeitet wird) selbst besorgt und nur durch die Klassenarbeiten, bei denen Anwesenheitspflicht war, haben unsere Kinder eine Rückmeldung bekommen. Aber uns war auch klar, dass die Lehrkräfte nicht gleichzeitig Präsenzunterricht und Distanzunterricht erteilen können und haben nichts erwartet.
            Die Pandemie hat/ bringt uns alle an Grenzen und man weiß langsam schon selbst nicht mehr, wie man am besten für sein Kind entscheiden soll. der Kampf für den Gesundheitsschutz ist einfach nur anstrengend. Den Städten fehlt Geld für die Luftfilter und gespendete Filter dürfen nicht aufgestellt werden, es gibt unter Eltern und Lehrer/innen Menschen, die meinen man solle sich nicht so anstellen, es gibt die, die ihre Kinder nur betreut haben wollen und die, die ihre Kinder am liebsten dauerhaft zu Hause unterrichten würden und es gibt super engagierte Lehrer/innen und solche, die nur Dienst nach Vorschrift machen.
            Aber eins wird doch immer deutlicher: Unsere Schulsystem muss neu gedacht werden, um zukunftsfähig zu sein. Da sollten alle am Schulleben Beteiligten ihre Energie reinstecken, statt sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Fest steht doch eh, dass es weder die Eltern noch die Lehrkräfte gibt.
            Und noch eine Sache, es heißt immer, dass wir Erwachsene uns impfen lassen sollen, um auch die Kinder zu schützen. Wir haben uns, als die Priorisierung aufgehoben wurde, sofort um einen Impftermin gekümmert und erhalten die zweite Impfung erst 14 tage nach Ferienende, so dass wir erst einen Monat nach Schulbeginn den vollen Impfschutz haben. Und ich bin mir sicher, dass es anderen Eltern auch so geht. Aber für die Politiker sind die Eltern ja egal. Man kann sich ja impfen lassen, dass es aber dauert, bis man den Schutz hat, wird leider vergessen…
            Deshalb wissen wir noch nicht, wie das Schuljahr für unsere Kinder starten wird. Ob wir sie den ersten Monat zu Hause lassen können? Keine Ahnung, wie das rechtlich ist, es war schon vor den Ferien eine Grauzone. Was tuen wir sozial unseren Kindern an, wenn wir wieder die einzigen in der Schule sind, die so handeln? haben die Lehrenden dafür noch Verständnis, wo ja überall propagiert wird, dass wer noch nicht geimpft ist, selber Schuld ist?
            Auch bei uns Eltern ist es nicht so einfach…

          • Vielem und vielen kann man ja hier durchaus zustimmen- aber dass LuL miserabel bezahlz werden??? Das stimmt defintiv nicht!!!

          • Augen auf bei der Berufswahl- das wussten Sie doch vorher oder hätten es wissen können.

            Davon abgesehen- von „miserabel“ kann wirklich keine Rede sein bei verbeamteten LuL. Und für die ohne Urkunde s. o.

          • Nein, nicht nur Grundschullehrer. Bei Lehrkräften der Sek I sieht das auch nicht anders aus.

          • @dickebank. STIMMT!
            @Julia.Ich bin Grundschullehrer, arbeite wie jeder Grundschullehrer heute als als Sonderschullehrer. Was sollte ich bei der Berufswahl gewusst haben?????

          • Wenn die Quoto der Kinder und Jugendlichen bei 42% eines Schülerjahrganges liegt, dann sind 58% der Kinder und Jugendlichen an anderen Schulformen. Lassen wir einmal die gesamte SekII bei der Betrachtung außen vor, da die berufsbildenden Schulen grundsätzlich Schulen der SekII sind, und betrachten lediglich die SekI und die Primarstufe, dann bleibt festzuhalten, dass der überwiegende Teil der Lehrerschaft unterhalb von A13/E13 eingruppiert sein muss. Dies auch vor der Tatsache, dass die Klassenfrequenzen an GS deutlich niedriger sind als in der SekI. Ausgenommen sind natürlich die Sonderpädagogen im Grundschul- und sekundarschulbereich. Zieht man die Funktionsstellen in diesen bereichen noch ab, bleibt einTeil der Berufsgruppe „Lehrer“, der bei ca. 60% der gesamten Lehrerschaft liegen dürfte. Und dieser Teil hat aufgrund der bestehenden Regelungen einen Anspruch auf Höhergruppierung, da der Masterabschluss verbunden mit dem erfolgreich bestandnen 2. StEx Grundvoraussetzung für die Übernahme in die Laufbahngruppe II, zweites Einstiegsamt ist.

            Wenn in NRW rund 200.000 Lehrkräfte gelistet werden, dann umfasst die Gruppe der GS- und SekI-Lehrkräfte, die zu mindestens A12/E11 beschäftigt sind, 120.000 Personen. Gehen wir von einer Stufendifferenz von mindestens 450 Euro je Monat aus, dann spart Herr Lienenkemper hier in NRW in jedem Haushaltsjahr 120.000 mal 450 mal 12 – also annähernd 650.000.000.000 Euro. – Oder umgerechnet 650 Mrd. Euro. Glaubt hier wirklich jemand ernsthaft, dass es in NRW in absehbarer Zeit zu einer Regelung „A13 für alle“ kommen wird? Das wird nicht einmal bei den Neueinstellungen passieren, auch dann nicht, wenn die versorgung mit Lehrkräften an GS und SekI-Schulen wegen fehlenden Nachwuchses komplett zusammenbricht.

        • Mama07,
          volle Zustimmung. Es gibt immer noch Lehrer, die Präsenz in einer Pandemie für eine gute Idee halten. Das Studium hätte man sich bei diesen Lehrern sparen können.
          Viele haben aber aus konditionierter Angst heraus, alles umgesetzt, was an idiotischen Vorschlägen kam. Da stellen sich erwachsene Menschen mit Thermohosen im Winter vor offene Fenster und bringen Kindern Decken mit statt auf guten Distanzunterricht, Kleingruppen und Luftfilter zu bestehen.
          Auch die Durchseuchung der ungeimpften Kinder wird man hinnehmen. Denn was will man schon machen? Viele Lehrer sind wie Knetmasse, frei formbar und wenn sie gebasht werden, wehren sie sich nicht, sondern leisten noch mehr.

          • Da schicken Eltern ihre Kinder bei unzumutbaren Temperaturen im Klassenraum mit Thermohosen in die Schule und geben ihnen eine Decke mit anstelle auf gutem Distanzunterricht, Kleingruppen und Luftfiltern zu bestehen.
            Anstelle sich endlich dafür einzusetzen, dass die Schulen ihrer Kinder pandemiesicher ausgestattet werden und andernfalls ihre Kinder einfach nicht hinzuschicken, nehmen sie die Anordnungen auf Präsenzunterricht einfach hin…
            Ach xy, Lehrer und Eltern sind alle nur Menschen, und die meisten versuchen, ihren Job unter diesen beschissenen Bedingungen so gut als möglich zu machen. Bitte, lass uns nicht Eltern und Lehrer gegeneinander ausspielen.

          • Xy, genau das habe ich geschrieben und dafür angefeindet. Frage mich gerade, was an Mamas Kommentar so toll sein soll, andere als Le(e)hkörper zu bezeichnen.

            „ Geballter Zorn der Eltern und der Schüler?

            Die wollen es doch noch mehr als die KMs. Dann sollen sie es eben haben. Lassen wir es geschehen.

            Ich friere mir den Hintern aber nicht mehr ab. Wenn es zu kalt wird und eine angemessene Temperatur nicht erreicht werden kann, muss ich einfach nach Arbeitsschutzverordnung die Arbeit niederlegen. LuL müssen dann halt mal auf ihr Recht beharren. Anders gehts nicht!“

            Ich empfinde es eher als ein weiteres Bashing gegen Lehrer! Vielleicht etwas subtiler, aber es ist ein Bashing!

            Zum Thema: Ich glaube, dass viele Kolleginnen und Kollegen auch bald nicht mehr können. Wir werden sehr hohe Ausfälle haben. Viele Lehrerinnen und Lehrer sind schon über ihrem Limit. Wie sollen sie noch so ein Schuljahr stemmen?

      • Ich sehe es wie „Mama07“,

        Sie haben als Lehrkraft nicht nur das Recht sondern die Plicht einer Remonstration. Wenn es für Ihr Gewissen so Unrecht ist das Sie sich bei diesen Temperaturen im Klassenzimmer einen abfrieren, wie soll es dann den Schülern in Ihrer Obhut gehen? Da wäre es Ihre Fürsorgepflicht den Schülern gegenüber in Remonstration zu gehen und solche Anordnungen zu verweigern. Ich als Elternteil würde Ihnen das nicht übel nehmen, zumal wir unser Kind zu jener Zeit ohnehin zu Hause unterrichtet haben.

        Schließt euch mit uns Eltern zusammen und gemeinsam reißen wir den KMs den Hintern auf! Wenn es um unsere Kinder geht, dann verstehen Eltern keinen Spaß mehr. Daher ist es umso wichtiger für uns Eltern zu wissen auf welcher Seite Ihr Lehrkräfte steht. Denn wenn ich mir hier diese ganzen Kommentare auf diesen Seiten so durchlese ist für mich nicht so ganz klar auf welcher Seite die Lehrkräfte stehen.
        Aber eigentlich denke ich das wir auf der gleichen Seite stehen sollten und vermutlich tun wir das sogar, nur redet keiner mit dem anderen…

        • Haben Sie eigentlich ansatzweise Ahnung vom Schulapparat????
          Remonstrationen hat es unzählige gegeben. Es folgt routinemäßig die Ablage P und ein Gespräch beim Schulamt/Bezirksregierung, in der kräftig eingeordnet wird.
          Dass Eltern, die offensichtlich keine Ahnung haben, jetzt den Lehrern die Schule für für eine grottenschlecht Schulpolitik geben, ist einfa h nur non schäbig!! Gehen Sie auf die Straße, hoch vom Sofa, und hören Sie auf, auf die ebenso betroffenen Lehrer einzuprügeln!!! Das ist einfach nur noch beschämend!!!!

          PS: Es gibt zahlreiche Gesetze, die für den Schulbereich ausgesetzt sind! Fragen Sie den Schulträger doch mal nach den Vorschriften, die die zugelassene Personenzahl im Verhältnis zur Raumgrößen vorgeben. Gibt’s für alle öffentlichen Gebäude, außer….
          Fragen Sie mal nach den Raumplänen für Schulen, gab es mal, dort stand drin, wieviel Räume, Fachräume und welche, Sporthallen, etc. Es an Sachen geben muss. Na los, runter vom Sofa!

          Und halten Sie den Mund, wenn Sie keine Ahnung haben.

          • Em8l, danke.

            Aber bitte nicht den Mund halten, sondern gerne Diskutieren ohne polemisch zu werden. Als „Le(e)hrkörper“ möchte ich hier nicht betitelt werden.

        • @WiMoKa ich als Mama habd sowohl Eltern als auch Schulleitung bezüglich Eigeninitiative,Luftfiltern,etc etc angesprochen und angeschrieben,und was kam als Resonanz?Nüscht.Hauptsache,alle in Vollpräsenz.

  4. Jawohl! Und daher gilt:

    Ich achte nur noch auf mich und meine Lieben, sobald die Inzidenz in den SuS-Altersgruppen vor Ort steigt.
    D. h.: Unterricht vorne am offenen Fenster stehend, Aufsicht in der Pause nur draußen (Sollen die vielen KollegInnen machen, die Coronamaßnahmen für nicht so wichtig erachten. Die gibt es nämlich zuhauf.), kein Aufenthalt in Räumen und Gängen, wo ich anderen zu nahe komme, Verweigerung von Konferenzen, die die coronabedingten Auflagen nicht einhalten usw.

    Liebste KMK: Mein Blick richtet sich sehr wohl noch eine längere Zeit auf Inzidenzen. Denn ich arbeite nun genau dort, wo diese hoch sein werden. Mein Impfschutz wird im Herbst Woche für Woche sinken und ich gehöre zu einer der Risikogruppen. Das nehme ich ernst!

    Dss Ende vom Lied wird sein: Die Schulen schließen dann doch wieder. Die Zeit bis dahin muss ich mir am nächsten sein und die KMK als realsatirisches Zuckerl im schnöden Coronaalltag abhaken.

    • „Dss Ende vom Lied wird sein: Die Schulen schließen dann doch wieder.“

      Genau das wird passieren… aber leider erst wieder, wenn sich die Toten nicht mehr wegdiskutieren lassen und die ITS wieder an ihre Grenzen stossen.

      Ich weiss nicht, wie die KMK auf die Idee kommt, dass Geimpfte nicht mehr schwer erkranken oder sterben können. Ein Blick auf die Statistiken belegt das Gegenteil. Natürlich ist der Anteil der schwer Erkrankten und Toten unter den Geimpften viel geringer als unter Ungeimpften, aber wenn man die Pandemie ungebremst laufen lässt und quasi beliebige Inzidenzen als normal ansieht („nicht mehr das Maß der Dinge“), dann erreichen wir logischerweise wieder sehr hohe Zahlen.

      Angenommen, die Sterberate unter Geimpften sinkt auf 1/20. Dann wird die 20fache Anzahl von Infizierten die gleiche Anzahl an Opfern bringen wie im letzten Jahr…

  5. Schon am Donnerstag auf unserer 1. Lehrerkonferenz und erst recht, nachdem unsere Bildungsministerin Frau Ernst gefühlt jeden Tag mehr Blödsinn erzählt, beglückwünsche ich mich selber dazu, dass dies mein letztes Dienstjahr ist.

    • Geht mir genauso, obwohl anderes BL und damit andere KuMi, aber ansonsten kein Unterschied. Kennst du einen, kennst du alle. Noch ein Jahr gesund überstehen!

        • Ich hab schon letztes Jahr im September gekündigt und bin froh nicht mehr weiterhin unter solchen Bedingungen unterrichten zu müssen.

          • @Riesenzwerg:

            Auf keinen Fall! Das bin ich erstens n4t „schuldig“ , zweitens seid Ihr hier mir ans Herz gewachsen (Ausnahmen gibt’s überall 😉 ) und drittens werde ich vermutlich irgendwann Enkel haben, denen ich was Besseres wünsche als diese Dilettantenparade in Form der „Horrible – Sixteen“!!!!!

        • Glückwunsch! Schampus zum Anstoßen – ich bin dabei. Brauche aber in Anbetracht dessen, was uns im neuen Schuljahr erwartet, auch noch was Stärkeres… 😉

          • Das bringe ich dann mit, entweder pur oder auch als Mixgetränk 😉
            Hab ja auch noch einen auszugeben…

  6. Was mich nach wie vor zutiefst erschreckt:
    Wie können sich 16 Personen aus unterschiedlichen Parteien in ihrer unfassbaren Ignoranz und Tatenlosigkeit regelmässig so einig sein ????
    Da kann doch was nicht stimmen !!!
    Normal wäre doch, noch dazu im Wahlkampf, dass sich verschiedene Lager bilden würden. Von mir aus in „wir öffnen alles, weil Corona vorbei ist“ und auf der anderen Seite „Luftfilter und tägliche Tests und Masken“. Aber Fehlanzeige. Diese Einstimmigkeit macht mir seit 1,5 Jahren wirklich Angst und lässt mich komplett resignieren……

    • Das Kultusministerium ist traditionsgemäß dasjenige, welches mit Personen besetzt wird, die man aus koalitionstechnischen Gründen mit einem Ministerposten versorgen muß, und denen man anderes nicht zutraut. Sprich: Bildung kann jeder (kommt mir bekannt vor), und besser da als auf einem „wichtigen“ Posten wie z.B. Innenmister. In der Krise zeigt sich, wie fatal diese Negativauslese ist…

  7. Ich verstehe die Diskussion um den Inzidenzwert nicht. Die Bezugsgröße bleibt gleich. Geimpfte erkranken weniger. Also deutet erhöhte Inzidenz erst recht auf ein verstärktes Infektionsgeschehen bei Ungeimpften mit folgender Belastung des Gesundheitswesens hin. Aber wer nicht testet oder zum Arztbesuch verpflichtet, der wird davon nichts merken. Also alles gut, ihr KMs. Weiter so!

  8. Wie witzig – die scheinen in einer Zeitschleife gefangen zu sein. Blind, taub, leider nicht stumm – kreatieflos, verantwortungslos, menschenverachtend, Fürsorgepflicht verletzend wie eh und je.

    Nun denn – bei uns kein Abstand, kein Lüften, viele Kinder in einem Raum – aber mit Maske, wenn die Lehrkraft anwesend ist. Natürlich nicht, wenn die Lehrkraft den Raum wechseln muss. So sind dann natürlich auch alle Schulbegleitungen gefährdet. Tolles Konzept, die Durchseuchung muss wohl sein.

    Wenn Eltern das wollen – sie sind die Wähler.

    Im Lehrerzimmer – voll hoch acht – nur noch Maske, wenn man dran denkt….

    Dann will ich kein Gejammer hören, wenn die bekannten Folgen eintreten.

    KuMis raus – die haben genug verbockt. Schafft sechzehn neue Stellen für das Geld (für d a s Geld gingen vermutlich mindestens drei Kollegen pro Schule!) (Bei den Gehaltsdimensionen bin ich vorstellungsmäßig raus – können auch zehn sein).

    Wer jetzt noch an ein KuMi-Wunder glaubt – Hände hoch und feiern!

    Ich schüttel nicht mal mehr den Kopf.

  9. Und das müssen wir alle machen!

    Raum kann nicht nach Verordnung quergelüftet werden? Beschwerde bei der Schulleitung? Bringt dies nichts- Beschwerde bei der Schulbehörde mit Bitte um Weiterleitung. Bringt dies auch nichts- zu Hause bleiben!

    Zu kalte Temperaturen- Mitteilung an die Schulleitung. Keine Nachbesserung? Mitteilung an die Schulbehörde und sofortige Niederlegung der Arbeit.

    Am besten noch durch einen Anwalt absichern.

    Fertig! Wenn das nur alle machen würden, wären wir jetzt einen ganzen Schritt weiter und man könnte nicht mit uns machen, wonach einem gerade ist.

    Wir haben diesen Kindern und uns gegenüber auch eine Verantwortung. Wir können ja auch von den paar umsichtigen Eltern nicht alles erwarten.
    Auf die Lehrerverbände können wir lange warten. Die haben sich alle auf die Seite der KMs gestellt. Das bisschen Kritik, ist mehr Schein als sein. Fordern tut man anders. Da hätte mehr Druck sein müssen. Die Gewerkschaften sind die noch viel größeren Versager dieser Pandemie!

    Und glaubt mir: Niemanden schert es, wenn ihr infiziert seid und an Langzeitsymptomen leidet. Die KMs werden sich trotzdem vorne hinstellen und behaupten, dass die Schulen sicher sind. Und wenn es noch 100 Kolleginnen und Kollegen trifft. Selbst wenn sie sterben. Es juckt keinen. Sie werden den Safety-Tanz tanzen und noch dabei lachen- wie vor kurzem erst live im Tv (Flutkatastrophe) zu sehen war.

  10. Ach so – der nächste Digitalhomeofficehybybridunterricht findet ohne mich statt – trotz eines Dienstgerätes.

    Meine Frei- und Erholungszeit stecke ich nicht in
    lustige Fortbildungen aller Art, weil ihr es erneut verbockt.

  11. @Unerträglich

    Der Teufel will die doch auch nicht!

    Aber man fragt sich schon, was wir verbrochen haben, um mit derart ignoranten und inkompetenten Vorgesetzten gestraft zu sein ….

    Allerdings frage ich mich auch seit laaaangem, … , was die KuMis da mitzureden haben. Das ist in erster Linie ein Problem, das die Gesundheit betrifft – aller Menschen übrigens (liebe KuMis).

    Das gehört in die Hände der Gesundheitsminister und Punkt. Die sagen Schule zu, dann Schule zu. KuMis klären und sagen, wie Schule zu dann zu regeln ist.

    Ich bin Lehrkraft und sage meinem Autoschrauber auch nicht, wie der Vergaser zu reparieren ist. Nicht meine (Kern-)Kompetenz.

    Ach übrigens – für die Wissenschaftsleugner – Rauchen gefährdet auch nicht die Gesundheit. Entsprechende Aufkleber auf Verpackungen gibt rs nicht, niemand muss bei einem Kneipenbesuch draußen vor der Tür rauchen und Werbung diesbezüglich wurde auch nicht aus dem Programm genommen

  12. „Den Tenor gab KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD), Frau des SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, vor: „Die Voraussetzungen für den Präsenzunterricht sind gut und gänzlich andere als vor einem Jahr. Das Schulpersonal hat Impfangebote erhalten, Test und Hygienekonzepte stehen und sind erprobt“, erklärte sie.“

    Tja, da hat die Gute sich wohl ein wenig vertan oder etwas vorschnell reagiert.

    Die Inzidenzen sind zwar höher als letztes Jahr, dafür steigen sie aber schneller und deutlich früher. Aber das ist für uns alle Neuland – oder wie?

    Die Konzepte sind dahin, denn die Zeichen stehen immer noch auf Öffnung, Freiheit und Verleugnung.

    Nur noch zwei Wochen Maske – wird nicht reichen – trotz der vielen Geimpften und Genesenen.

    Das sagt der Nostra-Riesen-Damus-Zwerg.

    Und er sagt: Es werden wieder einige KuMis sehr überrascht tun, wenn die Zahlen noch mehr steigen.

    Zahlen: Damit ist kein Geldausgeben gemeint. Ich meine die Inzidenzen – ihr erinnert euch? Das sind die Werte, die ganz, ganz klein werden müssen.

    In zwei Kreisen in SH drehen die Gesundheitsämter bereits am (Teufels-)Rad.

    Mehr muss nicht sein. Ganz ehrlich.

  13. Ich kann mich den bisherigen Kommentatoren nur anschließen! Ergänzen möchte ich noch die Frage, ob das Lüftungskonzept (in meinem Bundesland BW alle 20 Minuten) auch Berücksichtigung im Lehrplan findet? Eine Reduktion der Unterrichtszeit müsste eigentlich mit einer Reduktion der Lerninhalte einhergehen. Ansonsten würde die seit Corona so hoch gehaltene „Bildungsgerechtigkeit“ nicht erfüllt, da die Schüler aus bildungsfernen Haushalten erneut abgehängt werden.
    So würden wir uns dann eine Gruppe von nicht ausbildungsfähigen Menschen heranziehen, denen allen wir unmöglich jeweils einen Posten als Kultusminister anbieten können?!

  14. Die Politik und KM haben den Schulen, Schulleitungen, Lehrern, Schülern und deren Eltern viel Leid und einen großen Scherbenhaufen hinterlassen.https://www.sueddeutsche.de/kultur/zeugnistag-bayern-pandemie-note-ungenuegend-piazolo-homeschooling-digitalunterricht-1.5366317?reduced=true&fbclid=IwAR17BnpaIIMcBavLsSAVzDCzkCG-tgR3D1hpAt_We03kIn74RhsU2OvfHf4 Die Schüler haben keine Lichtblicke und weiterhin kein tragendes Konzept der Bildungslücken in einer angemessenen Zeit aufzuarbeiten.Diese Unfähigkeit auf Handlungsunfähigkeit der Politiker und KM ist ein Armutszeugnis für eine heranwachsende Generation die in einer schweren Entwicklungskrise sind. Die Last die den Kindern und Jugendlichen zugemutet wird ist eine große Belastung für die Schulen und Familien. Die Notlage der Bildungsschere im Klassenverband ist eine Zumutung für die Lehrer die Ihren Ansprüchen auf eine faire Bildungszeit in der Pandemie sich selbst als Lehrer nicht gerecht werden können und den Schülern. In BW ist die Bildungsnot der G8 Schulen auf ein G7 gesunken und dies hat die große Lernlücken nochmals verstärkt. Die Augenwischerei die Herr Kretschmann als ehemaliger Lehrer von sich gibt, ist nicht vertretbar und bringt die Schüler in Ihrer jetzigen Bildungsnot nicht weiter. Frau Schopper spricht nur von etwaige Lernrückstände und untergräbt die Not der G8 Schüler, die ein G7 Schuljahr hinter sich haben. Die Ehrlichkeit der etwaigen Lernrückstände wird von KM Frau Schopper nicht anerkannt und nicht mit einer Ernshaftigkeit tragende Aufarbeitung der Lern-Defiziete geschaffen fürs neue Schuljahr. Das Rückenwindprogramm für G8 Schüler bei einem verkürzten Schuljahr bedeutedt noch mehr Streß und Leistungsdruck. Dieses Rückenwindprogramm ist reine Augenwischerei und reines Blendwerk den Schulen und der Schülergeneration gegenüber. Die Schüler haben eine große Sehnsucht nach Stabilität auf Ihrem weiteren Entwicklungsweg und faire Lernprozesse in einer angemessenen Zeit erfahren zu können. Die ausgebremste Entwicklungszeit hat nicht nur große Auswirkungen auf die Rückstände gehabt, sondern es hat viele Kinder und Jugendliche in eine schwere Lebenskrise versetzt. Es sind zwei Lebensbereiche die aufgearbeitet werden müssen und dies ist von Ärzten, Kliniken, Psychologen mit aller Klarheit an die Politik und KM gesendet worden mit viel Nachdruck. Die Appelle und Mahnungen finden kein Gehör bei den veranwortlichen und übergehen die Hilferufe von anderen Menschen in Ihren Fachgebieten und lassen kein Überdenken des falschen Konzeptes zu. Es sind viele Kinder und Jugend liche in Ihrer persönlichen Entwicklung schwer erkrankt und es braucht ein Dorf von Menschen die zur Gesundung beitragen. Psychologen und Kliniken die schon über viele Monate überlastet sind und die Hilferufe der Kinder und Jugendliche anerkannt haben und um ein Umdenken für den Leistungsdruck bitten, der für viele eine Dauerbelastung und zu einer Überforderung geworden ist. Die Verantwortlichen Frau Schopper und Herr Kretschmann schlagen keinen neuen Bildungsweg ein um dieser außergewöhnlichen Lebensphase gerecht zu werden oder sich neu aufzustellen in der Bildung. Ein Aufholjahr bzw auf G9 umzudenken um somit der Bildunszeit mehr Zeit einzuräumen und der persönlichen Gesundung und Entfaltung zu stabilisieren wird schamlos ohne jegliches Gewissen nicht wahrgenommen. Die Belastung ist für die ganze Familie eine schwere Last geworden und die eigenen Kinder nicht glücklich zu erleben, ist für Eltern kaum mehr auszuhalten die Mißstände der Lernlücken.https://www.phv-bw.de/zumeldung-des-phv-bw-zur-pressemitteilung-der-initiative-buendnis-g9-jetzt-fuer-ein-corona-aufholjahr-durch-g9-an-den-gymnasien/

    • Es geht noch nicht ums Aufholen. Es geht noch immer darum, dass klug verhindert wird, täglich das Murmeltier grüßen zu lassen.

      Wichtiger als Programme, die auf wackligen Füßen stehen, außer wir bieten sie auch fordernd und fördernd digital an, sind durchdachte und von Seiten der Schulen auch ernsthaft umzusetzende Distanzkonzepte, die sofort greifen, sobald die SuS-Inzidenz steigt.

      Wir brauchen ein Bekenntnis zu pandemietauglichen Lösungen, die ehrlich auf den Tisch kommen und zwar JETZT. Wir werden es nicht bekommen. Nicht nur aufgrund der Kumikasperl. Sie spiegeln nur wider.

      Es gibt viele, viele VerliererInnen. Sie verlieren, weil eine Präsenzideologie verhindert, VerliererInnen während einer Pandemie zu vermeiden. Und das seit fast eineinhalb Jahren.

      Schreibt die SZ darüber auch so ausführlich?

  15. Das konnte man heute in der Internetpräsenz des Tagesspiegels (Berlin) lesen:

    „Der zehnjährige Amir erzählt, wie er die Corona-Lockdowns bisher erlebt hat und was er sich für das neue Schuljahr wünscht.

    Amir Ali (10): „Für mich war der Lockdown wirklich schlimm. Das war keine coole Zeit, ich war traurig, dass ich nicht in die Schule konnte.

    Manchmal bin ich sogar allein Fußball spielen gegangen und habe den Ball einfach gegen unsere Hauswand gepasst. Wegen Corona konnte ich ja nicht einmal meine Freunde treffen. Wenn das Wetter schlecht war, habe ich mit dem Handy gespielt oder mit meinem besten Freund aus der Arche gezockt, aber nur online.

    Und ich musste natürlich trotzdem für die Schule lernen. Wir haben sogar einen Plan mit Aufgaben bekommen, die wir machen mussten.

    Fürs neue Schuljahr habe ich nur einen Wunsch: bitte keinen Lockdown!“

    (leider ist das ein Vortext zu einem Bild, das ich nicht hierher verlinken kann)

    • Wie schrecklich! Alleine Fußball spielen zu müssen ist wirklich das allerschlimmste, das einem Kind passieren kann.

      Ahja- und die Langeweile! Ganz ganz schlimm!

    • Umso wichtiger, dass die Kultusminister endlich aus dem Knick kommen und in jedem Klassenzimmer und Kitaraum Luftfilter stehen, die Gruppen verkleinert werden und alle Maßnahmen getroffen werden, welche eine Infektion vermeiden! Ich bin es leid, dass ewig so getan wird, als komme man mit „Augen zu und durch, mal bitte nicht so anstellen“ durch die Pandemie!

    • Dann wünsche ich dem kleinen Ali aus vollstem Herzen, dass ihn niemals schwerere Schicksalsschläge treffen mögen als die oben beschriebenen!

    • @fabianBLN

      „„Für mich war der Lockdown wirklich schlimm. Das war keine coole Zeit.“ sagt der kleine Pit, älter als 10 Jahre.
      „Und ich musste natürlich trotzdem für die Schule arbeiten. Wir haben sogar Aufgaben und Arbeiten gestellt, die wir oft ‚coronatauglich umbauen‘ und dann auch noch korrigieren mussten. Ganz zu schweigen von dem ganzen ministerialen Erlass-Unfug, von dem immer mehr auf uns nach „unten“ durchgereicht und regelrecht ‚heruntergetreten‘ wird“ fügt Pit hinzu.
      „Da hatte ich eigentlich gar keine Zeit für ein Hobby oder gar für meine Freunde. Gerne hätte ich meinen Fussball gegen die Hauswand gepasst, notfalls alleine. Aber ich musste viel mehr arbeiten im Lockdown. Und wenn man das irgendjemandem erzählt, dann wird es nicht geglaubt oder man wird als Jammerlappen beschimpft! Das ist ganz, ganz schlimm, was Isolation und sich ständig ändernde Bedingungen und die mangelnde Wertschätzung oder gar Häme für die meine Berufsgruppe und meine Generation bedeutet!“
      Pit fügt noch hinzu: „Fürs neue Schuljahr habe ich nur einen Wunsch: Mach‘ bitte irgendjemand, dass es schnell vorbeigeht. Bitte!!! Aber ich weiß natürlich, dass das nicht wirklich kommen wird – genau so wenig wie Luftfilter oder der Gesundheitsschutz, der allen anderen Arbeitnehmern gewährt wird oder – hahaha -, genau so wenig wie Wertschätzung und Respekt kommen wird!“

    • Ob er nicht mehr Fussball spielen mit Freunden vermisst hat als den Schulbesuch?

      Nur so eine Vermutung.

      Schule wird eigentlich nur vermisst wenn sämtliches anderes Entertainment wegfällt.

  16. „[…] Dass die Zahlen [in GB] nun wieder zu steigen beginnen, führen Experten auf eine rapide Zunahme der Fälle in eher jungen Bevölkerungsschichten zurück. Auch von den rund 5000 Covid-Patienten in den Krankenhäusern entfallen 20 Prozent der schwer Erkrankten auf die Gruppe der 18- bis 34-Jährigen, die Mehrzahl nicht geimpft. Entsprechend steigern Regierung und Wirtschaft ihre Bemühungen, etwaige Impfvorbehalte in der jüngeren Generation weiter abzubauen.“

    https://www.welt.de/politik/ausland/article233006991/Kampf-gegen-Corona-Die-Inzidenz-steigt-wieder-und-London-reagiert.html

    Und bei uns???? Wo ist endlich der notwendige Infektionsschutz? Und mehr wirksame Werbung für Impfungen?

    • Die wirksame Werbung für Impfungen ist genau ‚da‘, wo sie es vor Monaten für MNS und co. auch war: Entweder gar nicht vorhanden oder viel zu spät, viel zu tendenziös!

  17. Mensch Kultusminister, die Schulen sind ohne AHA-L und echter Unterbrechung von Infektionsketten durch Quarantänemaßnahmen und zuverlässig funktionierenden PCR-Tests nicht sicher. Können sie gar nicht sein. Weiß jeder, der zu Homeoffice und 1,50 m Abstand und Kontaktbeschränkungen in den letzten anderthalb Jahren aufgerufen wurde. Weiß jeder, der seinen Laden dicht machen musste. Wissen also alle.

    Was soll das Affentheater?

    Benennt es doch wie es ist: Durchseuchung unserer Bevölkerungsgruppe, die mangels Impfstoff noch nicht geimpft werden kann oder ab 12 Jahren mangels Stiko-Empfehlung noch nicht wirklich soll. Jeder Schüler, der erkrankt oder positiv getestet wird, bleibt mal kurz zuhause. Alle anderen weiter im Text.

    Ach, so eine bewusste Durchseuchung mit Teilnahmezwang wie z.B. durch Schulbesuchspflicht, also ohne Einverständniserklärung der Eltern oder der zu Durchseuchenden, ist in der BRD nicht verboten und mit dem Grundgesetz vereinbar? Wo findet man die Grundlage im Gesetz dazu? Was sagt der Ethikrat dazu?

    Nur, weil manche Maßnahmen wie der Abstand in den Schulen bei Vollpräsenz nicht möglich sind, heißt es nicht, dass sie nicht nötig sind! Die Abstandsregelung hat nun schließlich anderthalb Jahre allgemeingültg überall in der Gesellschaft (außer phasenweisse in den Schulen) unser Leben in der Pandemie bestimmt.

    Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Gerade in den Schulen mit all den ungeimpften Kindern nicht.

    Wir wollen KEINE Durchseuchung, wir wollen SICHEREN Schulbesuch!

    • „Ach, so eine bewusste Durchseuchung mit Teilnahmezwang wie z.B. durch Schulbesuchspflicht, also ohne Einverständniserklärung der Eltern oder der zu Durchseuchenden, ist in der BRD nicht verboten und mit dem Grundgesetz vereinbar?“

      Genau das ist das Problem… diesen Ansatz drückt man einfach durch, während man auf der anderen Seite immer wieder betont, dass Impfen ja auf jeden Fall freiwillig sein soll.

      Impfung – freiwillig
      Infektion – per Zwang

      Passt das zusammen? ALLE Daten, die bislang vorliegen, zeigen, dass die Impfung wesentlich weniger Risiko beinhaltet als die Infektion. (es sei denn, man ist Stiko und hat noch nicht verstanden, dass die Infektion kein seltenes und unwahrscheinliches Ereignis ist, sondern in den Schulen ein ziemlich wahrscheinliches)

  18. Das Schuljahr ist in BB gestartet. In den Schulen Test und Maskenpflicht, sonst alles wie immer.An den Herbst will Keiner denken.Immerhin sind Luftfilter irgendwie im Gespräch…wirken wie ein Trailer zu einem Film,der ständig verschoben wird und der dann einfach per Upload premiert. So stelle ich mir das mit den Filtern auch vor. Wird dann am Ende ein Staubsauger sein 》Ironie off《
    Die Kitamäuse kommen grad aus dem Fliegerurlaub zurück und wollen eingekuschelt im Arm vom Urlaub erzählen. Test, Maske, Abstand…Lüften? Ach was..unser Hygienekonzept funktioniert doch bestens…Händewaschen ist der wahre Schutz. Nur wer dreckige Hände hat, kann sich anstecken. Oder????

  19. Ich verstehe inzwischen Eltern und Lehrer nicht mehr. Die Studie liegt auf dem Tisch, in anderen Ländern erkranken bereits Kinder und selbst bei einer milden Infektion wird ein kleiner Prozentsatz an Kindern Langzeitfolgen davontragen. Ungeimpfte werden sich infizieren, daran führt kein Weg vorbei. Ist es uns das als Gesellschaft wirklich wert, dass wir alle ungeimpften Kinder einer Infektion aussetzen, nur damit der Schein der Normalität aufrechterhalten wird?
    Ist es so schlimm, wenn es bis zur Kinderimpfung weiter Distanzunterricht gibt?
    Oder wenigstens die Aussetzung der Präsenzpflicht.
    Einige Familien verzweifeln gerade, weil sie ihre Kinder nicht mehr zuhause lassen dürfen.
    Kinder werden erkranken, einige werden sterben und wofür?
    Ich verstehe es wirklich nicht mehr.
    Wir sind zu einer Gesellschaft geworden, die ihre Kinder nicht mehr schützt.

    • Sie verstehen Eltern und Lehrer nicht mehr, ich verstehe die Politik nicht mehr, warum sie Eltern und Lehrer in diese Situation zwingt.

      • Die Politik ist auf den Wahltermin fixiert, leider liegt er zu früh vor der Winterwelle,
        sonst würden die Parteien vorsichtiger agieren. Jetzt glaubt man noch davonzukommen und der Wählerzorn juckt nicht mehr, wenn die Wahlen gewonnen sind. Die Wählerstimmen der Querdenker konnte man mit dieser unvorsichtigen und laxen Schulpolitik auch noch absahnen.

    • Und wenn man dann Artikel wie diesen liest, fragt man sich, wie sicher alle an Schule Beteiligten, auch ErzieherInnen und Kitakinder, überhaupt vor Ansteckung und Erkrankung sein können. Ich befürchte, in geschlossenen Räumen hat auf Dauer keiner eine Chance, einer Infektion zu entgehen, egal, ob geimpft oder nicht. Bei den Geimpften dauert es vielleicht etwas länger, aber ein Schuljahr ist lang, der Herbst und Winter sind es auch. Das Virus wird genügend Gelegenheit bekommen, sich in den Schulen und Kitas auszutoben. Die Erleichterung, endlich geimpft zu sein, hat nicht lange vorgehalten. In Thüringen sollen die Tests abgeschafft werden (zu teuer), Maskenpflicht? Luftfilter? Man fühlt sich nur noch hilflos ausgeliefert.

      • Leseratte- bis dato hat mir die Impfung ein Gefühl der Sicherheit verschafft. Warte jetzt noch auf die 2. Impfung meiner 12-Jährigen Ende August. Dann starten wir in das neue Schuljahr. Mir graut es mittlerweile vor den ganzen Einschulungsveranstaltungen an meiner BBS. Alle erstmal Alle ungetestet in Empfang nehmen. Wieder 8h fast durchgehend mit FFP2. Trotz Impfung. Die ersten 2 Wochen soll ja erstmal “ Wohlfühklima“ laut Herrn Tonne hergestellt werden. Bis zum 27.09. keine Klassenarbeiten. Es geht einfach so weiter. Trotz Remonstrationen. Irgendwie will ich da nicht mehr mitmachen. Aber wie?

        • Die Großveranstaltung Einschulung,wozu mein dann Drittklässler zwecke Schulveranstaltung gezwungen werden soll(ob das so rechtens ist,hundert Menschen ohne Maske in der Turnhalle?)nicht zu vergessen.Aber Diskotheken schließen Dank Inzidenz kurz vor 50 hier schon wieder.

    • Ganz einfach: ein GroßTeil der Eltern plappert unreflektiert den Sch… von sicherer Schule und den Kindern ohne Erkrankung nach. Je länger man das macht, um so schneller glaubt man den Blödsinn auch. Und es beruhigt…
      Und mal ganz ehrlich: wenn wir Lehrer wirklich in einer konzertierten Aktion auf die Barrikaden gehen und unsere Arbeit verweigern würden, dann würde uns aber wirklich eine ganze Nation an den Hals springen “wie können die nur die armen Kinder so gnadenlos im Stich lassen” “Bildungsgerechtigkeit” “Kindswohlgefährdung” und und und… habt ihr das schon vergessen? Als ob jedes Kind zu Hause vernachlässigt wird und nur in der Schule sicher aufgehoben ist. Im Frühjahr geisterte der Quatsch jeden Tag durch die Medien. Es wird immer alles passend gemacht. Und wie die Situation an den Schulen wirklich ist interessiert niemanden. Denn sonst müssten die Eltern ja handeln, das ist anstrengend.
      Also bleibt alles wie es ist.

      • @Rike

        „Ganz einfach: ein Großteil der Eltern plappert unreflektiert den Sch… von sicherer Schule und den Kindern ohne Erkrankung nach.“
        Das passiert auch schon seit Monaten.
        Warum funktioniert das?

        Die meisten Menschen sind darauf konditioniert, von Kindesbeinen an:
        Ist eine Situation irgendwie „doof“, dann gibt es ein „Trösterchen“, irgendein kleines Zückerli zum Trösten und vor allem zum Ablenken.
        Derzeit ist es mal wieder die kleine Sommerfreude mit einem bisschen „Feiern“ und Verreisen.
        „Feiern“ und Verreisen, also MUSS doch alles wieder gut sein?!
        Oooooh! Aber das sind ja nur 2 Sachen …? – Nummer 3 folgt womöglich in Herbst und Winter! …

        „Aber das sind ja gleich 3 Sachen!“ hat noch in den frühern 80er Jahren die Mutti in der Ü-Ei-Werbung entgeistert gesagt, als das Kind mehrere Mitbringsel wollte, weil Mutti mal alleine wegging. Aber dann hatte die schlaue Mutti eine kluge Idee … Sie kannte ja Werbung.)
        Die Werbung hat mit dieser Dauer-Berieselungs-Taktik seit Jahrzehnten großen Erfolg, so sehr, dass immer mehr Plunder gekauft wird und sich viele Leute wegen unnötigem Konsum – manchmal sogar sehenden Auges – hoch verschulden. (Oft bleibt der ganze Kram unbenutzt, die manchmal viel zu kleinen Wohnungen werden davon zugemüllt, dann wird es irgendwo (!) entsorgt, das kann auch gerne im Wald oder im nächsten See sein.) Das alles ist blanker Irrsinn, die Folgen zeigen sich deutlich auch in der Natur, und die tritt ja mittlerweile oft zurück und trifft uns dabei ganz empfindlich.

        Auch die mangelnde Impulskontrolle (zum Wohle des Wunsches nach weiterem Konsum) kann konditioniert werden, man muss nur oft genug ran.
        Die Folgeprobleme sind vielfältig, schädigendes Verhalten zeigen derart konditionierte Menschen 24/7, weil sie nicht mehr anders können, denn sie stellen nicht einzelne Handlungen oder Verhaltensweisen sondern gleich sich selbst als ganze Person in Frage, und dann werden sie wieder „bockig“ und brauchen … genau: Ein Trösterchen.

        Was könnte diese Problematik/Situation mit ewig gleichem Ansatz ändern?
        Richtig: Nachdenken. Aber das ist anstrengende und irgendwie „doof“.
        Und hier beißt sich halt die Katze in den Schwanz!
        Wie Sie schon bemerken: „Also bleibt alles wie es ist.“

        Ein Lied, zwo, drei: „Alles im Lot auf’m Boot – alles in Butter auf’m Kutter …“
        🙁

        • Pit 2020:

          Sehr gute Beschreibung! Ich sehe es genauso! Auch mangelnde Frustrationstoleranz vieler spielt eine große Rolle in dem ganzen Reigen.
          Ich persönlich kann mich auch über Kleinigkeiten freuen, komischerweise existiere ich vergleichsweise zufrieden auch ohne Auto und ohne Urlaub.
          Manche in meinem Bekanntenkreis fragen sich immer wieder schockiert, wie ich das aushalte.
          Hm….ich würde sagen: gut!

  20. Vor genau einem Jahr stieg die tägliche Neuinfektion gerade wieder über 1000. Es wurde gerätselt, ob eine zweite Welle vermeidbar ist. Es wurde kritisiert, dass aus den Fehlern der ersten Welle nichts gelernt wurde. Ich höre mir seit einem Monat alte Podcasts von vor einem Jahr an…..Sie sind absolut aktuell. Bisher läuft dieses Jahr genau parallel zu 2020. Man weiss ja, wie das dann weiterging.

    • @Lanayah

      „Man weiss ja, wie das dann weiterging.“
      Ja, leider.
      Groundhog Day in Punxsutawney, das Murmeltier grüßt täglich, 365 Tage lang.
      Und dann gleich von vorne.
      Ewiger Ringelpietz.
      So viel Dummheit.
      🙁

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