Sachsen stellt knapp 1.200 Lehrer neu ein – Piwarz: Verbeamtung wirkt

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um neuen Schuljahr sind in Sachsen 1184 Lehrer neu eingestellt worden. «Unsere Maßnahmen zur Lehrergewinnung zeigen Wirkung. Der Anteil der grundständig ausgebildeten Lehrkräfte nimmt zu und die Quote der Seiteneinsteiger sinkt», sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) am Freitag.

„Verbeamtung macht konkurrenzfähig“: Sachsens Kultusminister Christian Piwarz. Foto: Sächsisches Kultusministerium / Ronald Bonss

Der Anteil der Seiteneinsteiger liege aktuell bei rund 15 Prozent, so Piwarz. Vor Jahren betrug dieser Wert noch mehr als 30 Prozent. Von den sächsischen Referendaren, die ihre Ausbildung 2021 erfolgreich beendet hatten, wurden 652 nun in den Schuldienst übernommen. Im Vergleichszeitraum 2020 waren es 548. Insgesamt neu eingestellt wurden damals 1043 Lehrer.

Besonders erfreulich sei, dass auch Lehrkräfte aus anderen Bundesländern im Tauschverfahren nach Sachsen gekommen seien. «Das zeigt, die Verbeamtung macht Sachsen wieder konkurrenzfähig auf dem bundesweiten Lehrermarkt», betonte Piwarz. Insgesamt kamen zum neuen Schuljahr 42 Lehrkräfte aus anderen Bundesländern im Tauschverfahren nach Sachsen. Im Gegenzug verließen 17 Lehrkräfte den sächsischen Schuldienst. Vor der Verbeamtung sei das Saldo immer negativ für Sachsen ausgefallen.

Im neuen Schuljahr, das am 6. September beginnt, werden an Sachsens Schulen aller Voraussicht nach mehr Mädchen und Jungen unterrichtet: Die Schülerzahl steigt um gut 6000 auf etwa 494 500. Den größten Zuwachs verbuchen die öffentlichen Schulen. dpa

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3 KOMMENTARE

  1. „Insgesamt kamen zum neuen Schuljahr 42 Lehrkräfte aus anderen Bundesländern im Tauschverfahren nach Sachsen. Im Gegenzug verließen 17 Lehrkräfte den sächsischen Schuldienst.“

    Ist das nicht ein bisschen schöngeredet? Sachsen hat nun einen „Gewinn“ von 25 Lehrern durch die Verbeamtung? DESWEGEN hat sich die Verbeamtung gelohnt, die Millionen kostet bzw. noch kosten wird (Pensionen).

    Und warum gehen 17 Lehrer trotz Verbeamtung weg? Weil sie nicht verbeamtet werden wollen? Wenn sie aber aus ganz anderen Gründen weggehen, woher weiß man dann, dass die anderen nur wegen der Verbeamtung nach Sachsen gekommen sind und nicht auch aus diesen anderen Gründen?

    PS: Es werden seit ein paar Jahren auch wieder mehr Lehrer ausgebildet.

    • Und wer sagt, dass die 25 Lehrkräfte, die zusätzlich nach SN gekommen sind, eine volle Stelle innehaben?
      Sind dei 17 Lehrkräfte poltisch Verfolgte, die SN verlassen und in einem anderen Bundesland um Asyl gebeten haben, evtl. GEW-Mitglieder, die nicht mehr in „national-befreiten-Zonen“ unterrichten wollten?

    • Da für Männer der Lehrer-Beruf unattraktiv ist und der größere Teil der Kollegien weiblich ist, ist das wohl auf die Bemühungen der Gleichstellungsbeauftragten zurück zu führen, dass wieder mehr „Lehrer“ ausgebildet werden:)

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