Verbände schlagen Alarm: „Der Lehrkräftemangel ist das größte Problem des Bildungssystems in Deutschland“

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BERLIN. Der alljährlich erscheinende OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick“ ist ein dickes Datenbündel. Entsprechend vielfältig sind die Schlussfolgerungen, die sich aus dem in dieser Woche wieder erschienenen Papier ziehen lassen. In einem Punkt sind die Lehrerverbände einig: Deutschland gibt zu wenig Geld für die Bildung aus. Darunter leiden vor allem förderbedürftige Schülerinnen und Schüler. Als weiteres Thema beschäftigt die Verbände der Lehrermangel. Wir haben die Reaktionen gesammelt.

Der Altersdurchschnitt in den deutschen Kollegien ist vergleichsweise hoch – in absehbarer Zeit werden deshalb viele Junglehrer benötigt. Foto: Shutterstock

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) macht sich dafür stark, mehr Geld für Bildung auszugeben. Der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) müsse deutlich wachsen. „Mit den bisher eingesetzten Mittel schaffen wir es in Deutschland bis heute nicht, für Chancengleichheit zu sorgen“, sagte Anja Bensinger-Stolze, GEW-Vorstandsmitglied Schule, zu der aktuellen Studie „Bildung auf einen Blick 2021“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Dies werde insbesondere am Beispiel der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund deutlich. Ihre Lesekompetenz sei fast 20 Prozent geringer als bei Kindern und Jugendlichen ohne Migrationshintergrund. Damit liege Deutschland unter dem OECD-Schnitt. „Zugewanderte Schülerinnen und Schüler brauchen mehr Förderung und Unterstützung, um ihre sprachlichen Fähigkeiten zu entwickeln. Dafür müssen die Länder entsprechende Programm auflegen“, betonte Bensinger-Stolze.

„Trotz nomineller Zuwächse bei den Bildungsausgaben investiert Deutschland immer noch zu wenig Geld in Bildung. Der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben von 4,3 Prozent des BIP liegt weiterhin deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 4,9 Prozent“, stellt Bensinger-Stolze fest.

„Wir sind eine hoch entwickelte Industrienation – und wollen es auch bleiben“

In die gleiche Kerbe schlägt der VBE. „Die OECD-Studie zeigt erneut auf, dass insbesondere die Abhängigkeit des Bildungserfolgs vom sozioökonomischen Status und dem Migrationshintergrund in Deutschland noch immer stark ist. Da hilft es auch wenig, sich damit herauszureden, dass wir im OECD-Schnitt liegen. Wir sind eine hoch entwickelte Industrienation und wollen es auch bleiben. Dafür sind wir, auch aufgrund des demographischen Wandels, auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Wir können es uns schlicht nicht leisten, diejenigen, die aus ökonomisch schlechter gestellten Elternhäusern kommen, nicht mitzunehmen. Die Lehrkräfte können die mittlerweile enorme Bandbreite an individuellen Bedarfen aber nur auffangen, wenn sie in ihrer Arbeit von multiprofessionellen Teams unterstützt werden. Dazu gehören Sozialarbeiterinnen und Logopäden genauso wie Psychologinnen, Schulgesundheitsfachkräfte und Sonderpädagogen. Die Kultusministerien sind gefordert, die Schulen fit zu machen für das Lernen von morgen“, fordert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE).

Der OECD-Bericht zeigt ihm zufolge auch, dass der Lehrkräftemangel in Deutschland weiter ein Problem bleibt. Im OECD-Durchschnitt sind rund 35 Prozent der Lehrkräfte älter als 50 Jahre und werden in den nächsten Jahren aus dem Arbeitsleben ausscheiden. In Deutschland gibt es an den Grundschulen (36 % Deutschland, 33 % OECD-Schnitt) und den Schulen der Sekundarstufe 1 (43 % Deutschland, 36 % OECD-Schnitt) sogar signifikant höhere Werte als im OECD-Durchschnitt.

„Die Herausforderungen, die Schule bewältigen soll, werden wir mit der knappen Ausstattung nicht bewältigen können“

Der VBE-Bundesvorsitzende mahnt: „Schon jetzt kann der Bedarf kaum gedeckt werden. Die Zahlen beweisen, dass wir in den nächsten zehn Jahren mit vielen Abgängen rechnen müssen. Deshalb gilt es, jetzt zu reagieren. Der Lehrkräftemangel ist das größte Problem des Bildungssystems in Deutschland. All die Herausforderungen, die Schule bewältigen soll, werden wir mit der knappen Ausstattung an Personal und Ressourcen nicht bewältigen können. Das Schaffen von Studienplätzen bei gleichzeitiger Verbesserung der Studienbedingungen sind dabei nur zwei Möglichkeiten, wie der Personalbestand erhöht werden kann.“

Das sieht auch die GEW so. „Wir müssen den dramatischen Lehrkräftemangel an Grundschulen, der uns insbesondere während der Pandemie auf die Füße fällt, konsequenter als bisher bekämpfen“, sagt Bensinger-Stolze mit Blick auf die Altersstruktur der Lehrkräfte im Primarbereich. Dafür sei es dringend notwendig, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und alle voll ausgebildeten Lehrkräfte in allen Bundesländern nach A13 (Beamte) und E13 (Angestellte) zu bezahlen. Nur so werde der Lehrkräfteberuf für junge Menschen bei der Berufswahl wieder attraktiver.

Der Philologenverband lobt unterdessen die eigene Klientel – die Gymnasiallehrerinnen und -lehrer. Trotz schwieriger Umstände während der Corona-Pandemie hätten insbesondere Deutschlands Gymnasiallehrkräfte an den Gymnasialen Oberstufen dafür gesorgt, dass die Schulen im Sekundarbereich II deutlich weniger Tage geschlossen bleiben mussten als in anderen Ländern. Auch das geht aus „Bildung auf einen Blick 2021“ hervor.

Während im OECD-Durchschnitt die Schulen im Sekundarbereich II zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 20. Mai 2021 101 Tage geschlossen blieben, war dies in Deutschland nur 83 Tage der Fall. „Das haben wir vor allem unseren engagierten Gymnasiallehrkräften zu verdanken, die unter schwierigsten Bedingungen alle Facetten des Unterrichts – Präsenz-, Wechsel- und Distanzlernen – ermöglicht haben“, betont die Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing. „Obwohl die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen erst in Impfgruppe 3 statt in Impfgruppe 2 priorisiert wurden, haben sie vor allem für die Abiturjahrgänge fast ohne Unterbrechung Präsenzunterricht ermöglicht.“

Gleichwohl mahnt der Philologenverband die Kultusminister, die Aufholmaßnahmen nach Corona ernsthaft zu verfolgen und nach den durchgeführten Lernstandserhebungen zügig weitere Maßnahmen zu unterstützen. Bestandteile eines solchen Maßnahmenpaketes sollten sein:  an die Lehrpläne angebundene Förder- und Unterrichtsangebote in kleineren Klassen, freie Lernzeiten in der Woche mit verlängerten schulischen Öffnungszeiten, Unterstützungsangebote durch Lehramtsstudierende oder zusätzliche Lernzeit in Schuljahren in einem Gymnasium mit zwei Geschwindigkeiten. News4teachers

Schleicher fordert, Lehrerberuf attraktiver zu machen (aber nicht mit mehr Gehalt)

 

 

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36 KOMMENTARE

  1. Die Mogelpackung bleibt Mogelpackung! Es stehen an den Schulen keine Lehrer zur Verfügung
    für das Förderprogramm. Die Lehrer sind mit Ihren Stunden ausgelastet und es laufen auch wieder die AG`S an den Schulen an. In BW haben G8 Schulen schon einen langen Schultag und haben dann noch Lernzeit, Hausaufgaben, Nachbereitung- und Vorbereitungszeit zu leisten. Dann wären bei Zusatzstunden die Schüler bis am Abend an der Schule und dies würde noch vermehrt Druck und Stress auslösen. Die Mogelpackung des Förderprogramms können Stundenten auch nur zu gewissen Zeiten anbieten, wenn Sie nicht in der Uni sind. Dies muss auch zur Zeitplanung des Stundenplans an den Schulen passen. Für G8 Schulen nicht vertretbar und für den weiteren Lebensweg an der Schule eine totale Überlastung für die Schülerschaft. Die Feizeit was bei G8 Schulen schon sehr wenig ausgelebt werden kann, würde dann ganz auf der Strecke bleiben und kein soziales leben in der Gemeinschaft möglich machen. Die Pandemie hat alle sozialen Schichten getroffen und die Lernrückstände haben alle Schüler unterschiedlicher Art, egal welcher Herkunft.

  2. Wir hatten am Berufskolleg auch viele Abschlussklassen.
    Ich denke das Engagement haben die meisten in der Kinder- und Schulbetreuung während der Pandemie gezeigt, nicht nur „vor allem die Gymnasiallehrkräfte“ „vor allem für die Abiturjahrgänge“.
    Es haben ALLE daran gearbeitet, ein möglichst geordnetes Schuljahr hinzulegen. Und es war für ALLE Stress, die Schüler in ihren jeweiligen Abschlüssen zu unterstützen.

    Immer diese Herauspickerei. Die Welt besteht nicht nur aus Gymnasien, sondern AUCH aus Gymnasien.
    So gut wie ALLE haben versucht das Beste aus der Situation zu machen – vor allem für die jeweiligen Schüler.

    • Danke für den Kommentar.

      Die jeweiligen SchülerInnen benötigen unterschiedliche Möglichkeiten und Maßnahmen, Oberstufe ist nicht Grundschule Klasse 1/2 und sicher auch nicht Abschlussklasse in den BBS oder an den SekI-Schulen.

      • Natürlich benötigen unterschiedliche Schulformen unterschiedliche Möglichkeiten und Maßnahmen. Allerdings führen die beruflichen Schulen FOS/BOS auch zur Studienberechtigung und das meist innerhalb von nur ein bis zwei Schuljahren. An den Berufsschulen sind je nach Berufsfeld auch oft mehr als ein Drittel der Klassen „Abschlussklassen“. Am GYM sind dagegen vermutlich nur ca. 10% „Abschlussklassen“. Da kann man die Aussage des Philologenvertreters schon als „gewagt“ auffassen. Unsere Azubis wurden übrigens das ganze Schuljahr von ihren Berufsschullehrern nach Stundenplan unterrichtet, entweder in Präsenz oder online in Distanz/Hybrid. Je nachdem was Gesundheitsamt und KM vorgegeben hatten.

    • Ich vermute mal, dass an den beruflichen Schulen die Anzahl der Abschlussklassen auch in Relation zu den Gesamtklassenzahlen deutlich höher ist, als an Gymnasien. Ob die Vertreter des Philologenverbandes überhaupt auf dem Schirm haben, dass sich die Sekundarstufe II nicht nur aus Gymnasien zusammensetzt, kann ich nicht beurteilen.

      • So ist es. Hauptschulabschluss nach Klasse 10, Realschulabschluss (FOR), Fachabi, jede Menge Ausbildungsklassen (duales System). Die Schule war voll seit den verlängerten Weihnachtsferien.

        • @Klugscheisser
          Genau, bis zu den 2 Tagen vorgezogenen Weihnachtsferien, war reguärer Unterricht und nach den Ferien hatte ich von 27 Std. benau 19 Std. weiterhin in Präsenz, da alles Abschlussklassen waren!
          Der Rest wurde Online beschult!
          So in meinem Berufsschulzentrum!
          Das war die Realität im Berufsschulbereich! Von wegen 3/4 Jahr kein Unterricht o.ä. Aussagen! , welche man oft hört.

  3. Komischerweise fällt dieser an Schulen mit der Besoldung nach A13 und/oder homogenerer Schülerschaft i.d.R. deutlich geringer aus…
    Ohne A13 für grundständig ausgebildete Grund-, Haupt- und Realschullehrer wird das mit der Beseitigung des Lehrermangels bei gleichzeitiger Sicherung der Qualitätsstandards nichts…

    • Wobei A13 am BK auch die Ausnahme ist. Schnell steigt man dort in A14 auf. Am Gymnasium ähnlich. In NRW hatten 2012 etwa die Hälfte der Kollegen am Gymnasium oder BK A14 oder mehr.
      Während an der GS oder Sek1 100% drr Kollegen dauerhaft auf A12 sitzen.

      Hach ja, die schöne zwei Klassengesellschaft der Lehrer…..

      • Und dazu kommt noch der Unterschied zwischen Angestellten und Beamten … Jeden Monat 500 Euro Unterschied . Bei exakt gleicher Arbeit . Und dann der Ruhestand : Die Angestellten mit niedriger Rente , die Beamten kriegen ihr Geld weiter . In voller Höhe .

        • @Klaus Lehmkuhl
          Letzter Satz absoluter Quatsch, betr. Beamten!
          Nicht zu vergessen, von der Pension geht weiterhin in voller Höhe die private Krankenkasse und die Pflegebeiträge ab, dies weiterhin in voller Höhe , nicht angepasst an die Rente!
          Dieser Betrag liegt bei 500 – 1000 Euro je nach Abschluss!
          Also dies bitte noch wegrechnen!
          Ausserdem wird die Pension voll versteuert, so weit ich weiß! Da muss ich aber noch einmal nachlesen!

          • Volle Krankenkassenselbstzahlung? Aha.

            “ Pensionäre profitieren von der Beihilfe

            Der weitaus größte Teil der Beamten ist privat krankenversichert und bleibt es nach der Pensionierung. Ein Wechsel in die GKV ist praktisch ausgeschlossen. Der müsste bis spätestens zum 55. Lebensjahr erfolgt sein und wäre nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

            An sich wird das Versicherungsverhältnis durch den Wechsel vom aktiven Dienst in den Ruhestand nicht berührt. Dennoch gibt es eine wichtige Änderung: bei Pensionären leistet die Beihilfe mehr. DerBeihilfesatz steigt in der Regel auf 70 Prozent. Das bedeutet im Umkehrschluss: es wird nur noch eine 30 Prozent-Absicherung benötigt. Der PKV-Tarif ist entsprechend anzupassen, was normalerweise kein Problem darstellt. Entsprechend sinkt der Beitrag – eine willkommene Entlastung!”
            Aus https://www.wissen-private-krankenversicherung.de/pensionaere-in-pkv

            Man darf sich übrigens auch als Beamter gesetzlich krankenversichern.

            Rente wird auch besteuert.

            Letzendlich werden Angestellte schlechter bezahlt und sind schlechter abgesichert bei Langzeiterkrankungen. Mach in Zeiten Corona einungutes Gefühl.

          • @Klugscheissen ( Name lässt weit schließen)19.9. Stellungnahme zu K. Lehmkuhl
            Ich habe nur erwähnt , dass beim Beamten von seiner ausgezahlten Pension, weiterhin seine im aktiven Dienst selbst eingezahlten Beiträge zu seiner Privaten Krankenkasse , noch diese Beträge in gleicher Höhe abzuziehen sind! Diese steigen übrigens jedes Jahr an und dies nicht unerheblich!
            Diese Beitäge also nicht an die Rentenzahlung angepasst werden, wie bei der Rente und dort natürlich vor der Auszahlung schon in Abzug gebracht wurden!
            Da ich drei Kinder habe zahle ich seit dem 3ten Kind schon nur 30 %, was im Moment bei mir 550 Euro sind! Also ändert sich bei mir nichts! an der Höhe des Krankenkassebeitrags!
            Bedeutet:
            Pension vielleicht brutto 2400, 00 Euro !
            Abzug Steuern und weiterhin voller Abzug für Private Krankenkasse/ Pflege,
            Dann liege ich mit meiner Pension , da mir nur mein momentaner Beitrag zur
            Krankenkasse bekannt ist, bei 1850 Euro und davon noch Steuern ab!

            Es ging hier nicht um Beihilfe o.ä. lieber Klugscheisser!

            Rente wird im Gegensatz zur Pension nicht voll versteuert oder bin ich da falsch informiert?

      • @Marc
        ich bekomme als Beamtin mit 27 Std. A 11 (Enstufe ), dies seit mehr als 10 Jahren !
        Was soll ich dazu sagen? Kein Aufstieg möglich, da keine Funktionsstellen angeboten werden, welche A 12 ermöglichen !
        Hier wird oft auf sehr hohem Niveau gejammert!

        • Karin wie ist denn deine Ausbildung?
          Hast du einen Masterabschluss und zweites Staatsexamen? Das erringen nämlich heute fast alle Lehrer, was theoretisch zu A13 führen muss. Lehrer werden aber bewusst verfassungswidrig besoldet.
          Wenn man keinen Master hat, hat man theoretisch kein Anrecht auf höheren Dienst

  4. Es interessiert ja keinen da oben, wer oder was Alarm schlägt. Es interessiert auch keinen da oben, wie es dem ausführendem Fußvolk so tagtäglich geht.
    Ich zu meinem Teil warne alle Praktikanten, Referendare und selbst sehr erfolgreich meine eigenen 3 Kindern davor, heutzutage Lehrer zu werden.
    Ich selbst hatte gedacht, dass ich als Lehrer lehren würde. Heute würde ich diesen Beruf nicht mehr ergreifen, weil ich alles andere tu als lehren…. Ich kann nur von ganzem Herzen abraten.

    • So traurig wie wahr!
      Lehrer sein bedeutet nicht (mehr) Lehrer sein!
      Wer Lehrer ist, fragt sich täglich, wie lange er noch Lehrer sein kann, wie lange er das noch durchhält, was da täglich auf uns zu kommt.
      Es gibt sicher nicht viele Berufe, von denen die ganze Gesellschaft weiß, was dieser Beruf ist – incl. aller denkbaren Vorurteile und Vorverurteilungen – und gleichzeitig GAR NICHTS weiß und auch gar nichts wissen WILL.
      Weiten Teilen der Gesellschaft scheint es zu reichen, dass man Kinder als Sechsjährige in der Schule abgeben, sie in den folgenden 10 bis 13 Jahren möglichst wenig sieht und am Ende mit Abschluss abholen und freilassen kann.
      Wenn das System Schule weiterhin mehr oder weniger bewusst oder auch nur ignorant vor die Wand gefahren wird, funktioniert selbst das o.g. Szenario bald nicht mehr.
      Corona hat dem ganzen nochmal den letzten Stoß versetzt, viele mehr als an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit und Leidensfähigkeit gebracht.

      Auch ich rate niemandem mehr ohne Einschränkung, sich dem auszusetzen, solange es nicht klare, eindeutige und nachhaltige Signale und Taten gibt, die da System wieder auf eine gesunde Basis stellen!
      Wer Lehrer wird und weiß, was wirklich auf ihn zukommt und es trotzdem will, wird es irgendwie aushalten, wie wir alle es aushalten.
      Eine Zeitlang geht sowas gut, irgendwann geht es an die Reserven.
      Das sind nicht nur die persönlichen Reserven des Kollegen, sondern die Reserven des ganzen Systems Schule, das eh seit Jahrzehnten auf Reserve läuft – keine Tankstelle (ohne eine deutliche Geldspritze wird das nichts mehr) weit und breit und nächste Ausfahrt (Wahl) endet erfahrungsgemäß in der Sackgasse „Finanzministerium“ („Wir wollten ja, aber es ist kein Geld da…“) statt an der Tankstelle…
      Die Pandemie gibt dem Ganzen den Rest: Jetzt wird kein Finanzminister, kein Kämmerer mehr mehr Geld locker machen, weil Corona ja so viel kostet und Klima und Hochwasser und das nächste Argument, warum nichts für Bildung über ist, kommt bestimmt demnächst wie gerufen um die Ecke…

      Für die älteren Lehrkräfte bleibt keine Alternative zum Durchhalten, zumal es weder alternative Aufgaben für Lehrer, noch (in den meisten Ländern) ein Altersgeld gibt, das Auswege ermöglichen würde für diejenigen, die nach Jahrzehnten erkennen, dass andere Wege angezeigt wären.
      So bleiben (vor allem in den Schulen, in denen die Schüler nicht alle Abi machen) Menschen in der Schule, die nicht mehr können, es bleiben Menschen in der Schule, die täglich über ihre persönlichen Grenzen gehen, es bleiben diejenigen, die aufgegeben haben und ihren Dienst irgendwie überstehen, es bleiben die, die keine Alternative haben und sich von Vertretungsstelle zu Vertretungsstelle hangeln (ach nee, die bleiben ja nicht…), es bleiben Seiteneinsteiger, die noch Energie und frische Motivation haben und die, die nur auf dem Papier existieren, weil krank oder Elternzeit oder oder oder (und von denen bleiben am Ende auch viele nicht)…

      Armes Deutschland! Bildungsland? Wohl kaum mehr ein Schatten davon…

  5. Fehlende Wertschätzung ist das Problem. Nicht von oben herab diktieren. Ich empfehle es auch keinem mehr Lehrer zu werden. Die Pandemie hat Missstände in Deutschland offengelegt. In soziale Berufe wird nicht investiert, in Bildung schon gar nicht. Aber es geht ja weiter. Warten wir bis die Krankenhäuser mit Patienten vollliegen. Das Personal wird nicht gefragt. Weil nicht gesehen, sondern einfach darüber hinweg gegangen wird von der Politik, keiner hat eine Idee, Wissenschaftler werden nicht gefragt, und die Basis hat keinen Bock mehr. Demzufolge Personalmangel in allen sozialen Berufen mit Kontakt. Bei Lehrern vielleicht weniger, weil etwas bessere Bezahlung. Aber in einer Pandemie mit wechselnden Begründungen zu wenig, um Erzieher, Grundschullehr und Lehrer mit ins Boot zu nehmen. Ohne zu streiten, hier stimmt die Bezahlung vorne und hinten nicht, eine Reform wäre sowas vonnöten. Ohne, dass sich die Berufsgruppen untereinander streiten.

  6. „an die Lehrpläne angebundene Förder- und Unterrichtsangebote in kleineren Klassen, freie Lernzeiten in der Woche mit verlängerten schulischen Öffnungszeiten, Unterstützungsangebote durch Lehramtsstudierende oder zusätzliche Lernzeit in Schuljahren in einem Gymnasium mit zwei Geschwindigkeiten.“

    Wenn wir gerade bei „Wünsch-dir-was“ sind:
    Ich wünsche mir für den Bereich Grundschule
    – eine Zweitkraft als Pädagogische Assistenz in allen Unterrichtsstunden in jeder Klasse der Grundschule, zur Hilfe für Förderung, Integration und Inklusion, die zum Stamm der Schule gehört, nicht von der Beantragung von Eltern und Bewilligung von Ämtern abhängig ist.
    – eine Sonderpädagogin im Unfang einer vollen Stelle für je 4 Klassen.
    – LogopädInnen, ErgotherapeutInnen und PhysiotherapeutInnen, die die Förderung von Kindern mit Einschränkungen unterstützen, ebenfalls unabhängig von Gutachten und Bewilligungen
    – Hausaufgabenhilfe im Anschluss an den Unterricht, die von allen Kindern in Anspruch genommen werden kann und zu der man bestimmte Kinder auch verpflichten kann, unabhängig ob die Schule einen Ganztag (Bewilligung, Bereitschaft des Schulträgers!) umsetzt oder nicht
    – zusätzliche qualifizierte Förderung im Anschluss an den Unterricht – oder integriert als Lernbüro o.a. – um Kindern innerhalb der Schule ein Aufholen und Anschließen zeitnah ermöglichen zu können

    Aber vor allem anderen wünsche ich mir, dass die Lehrkräftestunden erlasskonform bewilligt werden und dann auch zur Verfügung stehen oder mit Lehrkräften ersetzt werden.
    Mit halben Personalstamm kann man nicht die volle Arbeit schaffen.

    • Förderung, Betreuung, Unterstützung, Nachhilfe, Aufholkurse … Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Schüler überbetreut werden sollen, damit sie schon gar keine Eigenverantwortlichkeit mehr entwickeln müssen. Wenn Eltern mich fragen, was sie denn machen sollen, das Kind will einfach nicht lernen: dann lasst es halt mal auf die Nase fallen, nur so lernen sie, dass sie auch in der Pflicht sind. Ach ja ….
      Nun, Inklusion und Integration sind andere Baustellen, es ist eine Frechheit, dass Lehrer nun nebenbei, ohne Vorbereitung und Unterstützung, mit Behinderungen ALLER Art profesionell umgehen müssen, zusätzliche Gespräche mit Eltern und Schülern inbegriffen, auch Krisensitzungen bei Vorfällen, die immer kommen, Flüchtlingsklassen beschulen (Wortlaut unserer Schulleitung: „es kann jeden treffen“), immer mehr LRS Vorgaben berücksichtigen, wobei mir rätselhaft ist, wo die alle auf einmal herkommen. Ich hatte schon Klassen, bei denen ich bei 8-10 Schülern besondere Vorgaben aus psychologischen Gutachten umsetzen musste, inklusive Vorgespräche. Ich musste ständig in meinen Aufgabenkatalog schauen, damit ich da ja nichts falsch mache. Dies bremst A den Unterricht aus und B macht man unbezahlte Überstunden ohne Ende. Dazu kommen noch integrative Aufgaben, d.h. neben meinem Fach auch noch Sorge zu tragen, dass sich die Kulturen untereinander verstehen, was ganz wichtig ist, aber ohne Unterstützung schier unmöglich. Daran hakt es. Leider klopfen sich die Minister immer wieder auf die Schultern, was sie alles geschafft haben … nein, sie haben vorgegeben, und wir mussten umsetzen. Ihr Verdienst ist es sicher nicht und vielleicht sollten sie sich mal mehr Gedanken um die Umsetzbarkeit ihrer Ideen machen.

      • Früher habe ich die Ferien genutzt, um große Unterrichtsprojekte vorzubereiten, seien es kleine Musicals zu einem Unterrichtsthema, Literaturprojekte, Naturprojekte oä.
        Heute wundere ich mich darüber, dass das mal mit einer 2. 3. oder 4. Klasse umgesetzt werden konnte!
        Heute geht es nur noch darum, Themen so zu vereinfachen, dass I-Kinder oder DaZ-Kinder eine Chance haben, mitzukommen!
        AGs werden ausschließlich für die Förderung genutzt, um die vielen benachteiligten Kinder ein wenig aufzufangen oder für Sport.
        Selbst die Museen haben viele pädagogische Angebote für GS-Kinder eingestellt, weil so viele Kinder weder zuhören noch sich an Regeln halten können…..
        Aber selbst der Weg dorthin ist ja schon ein Alptraum, wie jeder, der aus Versehen mal in einen U-Bahn Waggon mit 26 GS-Kindern eingestiegen ist, feststellen kann.

      • Wo soll denn die Überbetreuung sein, wenn es nicht einmal genug Lehrkräfte für den Unterricht der Pflichtstundentafel gibt?

        Es braucht nunmal Lehrkräfte in der Schule.
        Viele Bundesländer scheinen aber schon länger auszuprobieren, mit wie wenig Personal man auskommt und wie viele Lehrkräfte man durch ungeschulte Kräfte ersetzen kann.

        Wer qualifizierten Unterricht haben möchte, braucht qualifiziertes Personal und muss dieses entsprechend entlohnen,
        gleiches gilt für die anderen Aufgaben, die zusätzlich hinzukommen – dafür brauchen Lehrkräfte zusätzliche Zeit und zusätzliche Qualifikation und sollten auch zusätzlich vergütet werden.
        Entweder gibt es entsprechend ausgebildetes Personal dafür oder Zeit, um sich entsprechend einzuarbeiten, und eine monetäre Anerkennung der zusätzlichen Qualifizierung. Da man das alles selbst und nebenher machen muss, muss die Aufgabe als solche entlohnt werden. Es gibt nämlich keine Möglichkeit, sich zeitnah auf immer neue Aufgaben fortzubilden, außer Eigenstudium, was man im Studium gelernt haben sollte.
        Wenn morgen ein Kind mit einem zusätzlichen Bedürfnis in meiner Klasse sitzt, muss ich ab übermorgen etwas vorbereitet haben.
        Wenn morgen digitale Endgeräte in der Schule zur Verfügung stehen (ja, lacht nicht, könnte ja sein), möchte ich sie nächste Woche einsetzen.
        Realistischer: Wenn morgen die Vorgaben zur Hygiene einen gänzlich anderen Unterricht erfordern, muss ich es mir sofort überlegen. – Wenn man für jede Änderung des Hygieneplans jedes Mal 1-3 Schultage zur Umsetzung genutzt hätte, und zwar nicht die Wochenenden, dann würde man im Ministerium vielleicht vorsichtiger werden mit Vorgaben, die in zwei Wochen schon wieder nicht mehr gelten.

        Sinnvoll wäre im Bereich der Inklusion ein zentraler medizinischer Dienst, der einem unmittelbar eine Expertise zur Verfügung stellt, die Hintergründe erläutert und mögliche Hilfen für das schulische Umfeld auflistet.
        Sinnvoll wäre im Bereich der Digitalisierung ein zentraler Dienst, der Möglichkeiten für kleine und große Schulsysteme sammelt, benötigte Ausstattung listet, pädagogische Möglichkeiten aufzeigt und Vor- und Nachteile darlegt und Schulen wie Schulträgern zur Verfügung stellt.
        Ja, das dauert im Ministerium ewig, aber von Lehrkräften wird erwartet, dass sie diese Aufgaben zusätzlich, zeitnah und ohne Ausgleich und Entlohnung erledigen und im Alltag umsetzen, denn gerne sind es doch „die Schulen“, die gesellschaftliche Aufgaben übertragen bekommen. Die Arbeit wird dann im Schulgebäude den Lehrkräften mit einem „macht mal“ vor die Füße gekippt.

        „ Förderung, Betreuung, Unterstützung, Nachhilfe, Aufholkurse … “ bräuchte man in den Schulen, ich verstehe nicht, warum der Zugang dazu nur den gut situierten Familien offen steht. Gerade in den Schulen im Brennpunkt bräuchte man zusätzliche Unterstützung, um Kinder von Beginn an begleiten zu können und aus der Benachteiligung herausbringen zu können.
        Der Flucht der gut situierten Familien an die Privatschulen zuzuschauen, verschärft die Probleme zusätzlich.

        Durch den eklatanten Mangel in den Regelschulen schürt man die Segregation und schafft sich die zukünftigen Probleme sehenden Auges.

  7. „Deutschland gibt zu wenig Geld für die Bildung aus. Darunter leiden vor allem förderbedürftige Schülerinnen und Schüler.“
    Wohl wahr! Z.B. ist die als Menschenrecht getarnte „Inklusion“ neben zu heterogenen und großen Klassen ein beliebtes Sparmodell. „Seht, wie ihr in der Regelschule klarkommt!“, ist billiger als kostspielige Sonderförderung in kleinen Gruppen.

    • Eltern, die es sich leisten können, schicken ihre I-Kinder schon jetzt lieber auf teure Privatschulen. Und dann kriegt man zu hören, dass sie innerhalb kürzester Zeit große Fortschritte gemacht haben. Wundert mich nicht! Kleingruppe mit möglichst homogener Zusammensetzung, immer eine Lehrkraft plus einer pädagogischen Fachkraft im Unterricht, dazu noch Psychologen, Therapeuten und, wenn man den Broschüren glauben darf, schöne Räume mit einer super Ausstattung, sowie weitere Angebote wie therapeutisches Reiten und die Kooperation mit nahegelegenen Biohöfen usw da können wir nicht mithalten.

      In der Regelschule bleiben doch alle auf der Strecke, da nicht mehr sichergestellt werden kann, dass auch nur EIN ausgebildeter Lehrer oder Seiteneinsteiger unterrichtet. Wie oft pendelt ein Lehrer in der Stunde zwischen 2 Klassen hin und her, erklärt hier den Stoff, während in der anderen Klasse eine Praktikantin die Aufsicht übernimmt und dann gibt es einen fliegenden Wechsel.
      Das reibt alle in der Schule auf!

      • Das gilt doch nicht nur für I-Kinder…
        Abgesehen davon: An Privatschulen weht ein anderer Wind. In der Regel sind die LuL nicht verbeamtet, eine echte „Führungsrolle“ der SL ist also möglich. Oft wird auf ein Ganztageskonzept gesetzt (und das wird auch beworben), das Angebote wie therapeutisches Reiten (oder bei nicht I-Bereichen Sport, Musik, Theater,…) einbinden kann, weil die Räume und die Zeiten anders genutzt werden als in einer staatlichen Halbtagesschule. Lustigerweise schicken hier vor allem LuL ihre Kinder auf private Schulen!

    • @Klugscheisser
      Genau, bis zu den 2 Tagen vorgezogenen Weihnachtsferien, war reguärer Unterricht und nach den Ferien hatte ich von 27 Std. benau 19 Std. weiterhin in Präsenz, da alles Abschlussklassen waren!
      Der Rest wurde Online beschult!
      So in meinem Berufsschulzentrum!
      Das war die Realität im Berufsschulbereich! Von wegen 3/4 Jahr kein Unterricht o.ä. Aussagen! , welche man oft hört.

    • @Fr.M.
      Seit letztem Schuljahr haben wir die Aufgabe von der Abteilungsleitung bekommen, als Patin die Verantwortung für Schüler in unseren Klassen zu übernehme !
      Da ich in 4 dieser Klassen bin und diese Klassenstärken zwischen 17 und 30 Jugendlichen haben, werden wir anteilig ( Stundenzahl, Lehrkraftanzahl pro Klasse) mit dieser Aufgabe betraut!
      Für mich heißt das, ich muss mich um ca. 7 – 10 Personen , zusätzlich zu meinem Unterricht und restlichem Deputat (11 Std.) jede Woche noch besonders um deren Sorgen, Ängste, Fragen kümmern! Woche für Woche für Woche!
      Es wird Schüler*innen mit viel Bedarf geben und einige, welche mich nicht benötigen!
      Aber eigentlich habe ich dazu kaum Zeit um dies zu leisten!
      Ist das wirklich Aufgabe der Lehrkraft!

      • Wie gesagt: Die Schließung von Förderschulen, an denen extra ausgebildete Lehrkräfte den Unterricht in kleinen Schülergruppen erteilen, dient der Einsparung von finanziellen und personellen Ressourcen. Preisgünstiger sind Paten und Patinnen, die dazu verdonnert werden, die Verantwortung für Schüler in Regelschulklassen zu übernehmen.
        Gegen Kritik abgesichert wird dieses billige und scheinheilige Inklusionsmodell dann mit der Berufung auf die Würde des Kindes, auf Menschenrecht oder rührselige Appelle an Mitgefühl und Mitmenschlichkeit unter der Behauptung, dass sich Kinder mit Schwächen und Behinderungen nur in Regelschulen angenommen, anerkannt und gefördert fühlten.
        Was wollen oder können Sie gegen Ihre und anderer Lehrer Überlastung tun, wenn Sie nicht in den Ruf geraten wollen, mangelndes Mitgefühl und mangelnde Einsatzbereitschaft für die Ihnen zusätzlich anvertrauten Kinder zu zeigen?
        Die „Inklusion“ steht als Mogelpackung leider in anderen Diensten als den offiziell genannten. Und leider haben das anfänglich zu wenige Menschen durchschaut oder zugegeben. So konnte sie fast ungehindert überall Einzug halten, sehr zum Leidwesen von Schülern und Lehrern.

  8. „Der OECD-Bericht zeigt ihm zufolge auch, dass der Lehrkräftemangel in Deutschland weiter ein Problem bleibt. Im OECD-Durchschnitt sind rund 35 Prozent der Lehrkräfte älter als 50 Jahre und werden in den nächsten Jahren aus dem Arbeitsleben ausscheiden. In Deutschland gibt es an den Grundschulen (36 % Deutschland, 33 % OECD-Schnitt) und den Schulen der Sekundarstufe 1 (43 % Deutschland, 36 % OECD-Schnitt) sogar signifikant höhere Werte als im OECD-Durchschnitt.“

    Das darf man dann gerne mal gegen die Aussagen der KMK stellen,
    im Wissen, dass die Schulen schon jetzt unterversorgt sind.

    • An unserer GS könnten schon 2 Lehrerstellen nicht besetzt werden.
      6 von 13 LK sind über 50 (52, 58, 59, 62, 64 und knapp 66)
      Alles Vollzeitkräfte und weit und breit kein Nachwuchs in Sicht….

  9. Ich schreibe es häufig, ungern und lange: inkompetente und verfehlte Steuerung durch eine Administration, in der nicht der Beste, sondern der mit dem „besten Parteibuch“ in Verantwortung kommt, notdürftig instandgesetzte Räumlichkeiten, Ressourcenmangel und Flickschusterei in allen Bereichen, um nur die Voraussetzungen zu beleuchten. Kann jeden verstehen, der sich das nicht (mehr) antun möchte.

  10. An unserer GS könnten schon 2 Lehrerstellen nicht besetzt werden.
    6 von 13 LK sind über 50 (52, 58, 59, 62, 64 und knapp 66)
    Alles Vollzeitkräfte und weit und breit kein Nachwuchs in Sicht….

    • Ganztags-Gym. NRW knapp 70 LK
      Stand 09/21: 10 LK in Elternzeit, Mutterschutz, dauerhaft erkrankt
      seit letzter Woche bei weiteren 2 Vollzeitkräfte Langzeiterkrankung anerkannt
      4 unbesetzte Vertretungsstellen 2021/2022 seit Monaten „in Bearbeitung“
      2 Stellen seit 08/21 je 25,5 Std. unbesetzt und werden vorerst nicht ausgeschrieben

      Personal-Dezernentin äußert sich lediglich „dann ist das eben so“.

      Aktuell beim MSB nachzulesen:
      „Es ist Ziel der Landesregierung, Unterrichtsausfall so gering wie möglich zu halten.

      Vertretungsunterricht und Unterrichtsausfall sind Phänomene, die sich aber im Schulalltag nicht gänzlich vermeiden lassen: Krankheit, Klassenfahrten, außerschulisches Lernen sowie die Teilnahme an Wettbewerben, Betriebspraktika und Fortbildungen sind die häufigsten Gründe, weshalb Unterricht nicht in der eigentlich vorgesehenen Form stattfinden kann.“

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