Hasso-Plattner-Institut will Lehrkräftefortbildungs-Plattform an KMK übertragen

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Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) möchte seine Lehrkräftefortbildungs-Plattform «Lernen.Cloud» nicht länger selbst betreiben, sondern in die Hände der Kultusministerkonferenz (KMK) der Bundesländer legen. Das kündigte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel am Mittwoch auf einer Fachtagung in Potsdam an. «Unsere Ende 2019 eingerichtete Plattform Lernen.Cloud wollen wir nicht dauerhaft weiterbetreiben», sagte Meinel. Im Juni hatte das Institut bereits die Verantwortung für den Regelbetrieb seines größeren Projektes «HPI Schul-Cloud» an die Bundesländer Niedersachsen, Brandenburg und Thüringen übertragen.

Ob das klappt? Die KMK soll den Service für Lehrkräfte übernehmen. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Der E-Learning-Experte stellte in Aussicht, auf der Plattform «Lernen.Cloud» für jedes Bundesland einen eigenen Kanal mit spezifischen Onlineangeboten zur Lehrkräftefortbildung zu schaffen. «Wir werben im Gespräch mit den Landeskultusministerien und der KMK sehr für diese Kooperation», sagte Meinel. Gerade auf dem Feld moderner digitaler Lehrkräfte-Fortbildung rechne er mit hoher Bereitschaft der Bundesländer zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Nach Angaben des HPI nutzen derzeit mehr als 28.500 Pädagoginnen und Pädagogen die Plattform. Sie sollte vor allem den Lehrkräften dabei helfen, die Funktionen der HPI Schul-Cloud kennenzulernen und anwenden zu können. Auf der Tagung berichtete Prof. Dirk Richter von der Universität Potsdam von Studien, nach denen Online-Fortbildungen für Lehrkräfte solchen mit persönlicher Begegnung vor Ort «generell weder überlegen, noch unterlegen» seien. Herausfordernd seien allerdings die Aspekte Kommunikation und Technikprobleme. Das bestehende Angebot könnten Online-Fortbildungen sinnvoll ergänzen, da sie «mehr Lehrkräfte erreichen sowie zeit- und ortsunabhängig sind», sagte der Wissenschaftler. dpa

Hier geht es zu der Fortbildungsplattform.

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