Elternverbände fordern Lehrer und Schüler auf, Thermometer-Fotos aus Klassenräumen zu posten

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DÜSSELDORF. Elternverbände in Nordrhein-Westfalen haben Schüler und Lehrkräfte aufgerufen, Fotos von Thermometer-Anzeigen aus dem Unterricht unter #kältesteKlasseinNRW auf Instagram oder Twitter zu posten. Ermittelt werden soll so „der kälteste Klassenraum“ im Land.

Schülerinnen und Schüler sitzen in der Kälte. Foto: Shutterstock

„Das Schulministerium vertritt seit nunmehr zwei Jahren die Auffassung, dass es genügt, entgegen dem wissenschaftlichen Rat vom RKI zur Bekämpfung von COVID-19, durch häufiges Lüften der Klassenräume die Viruslast zu verringern. Luft-Filteranlagen für Schulen hält das Ministerium in Räumen, in denen Fenster geöffnet werden können, nicht für notwendig“, so heißt es in einer Pressemitteilung der Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW (LEiS-NRW) sowie der Landeselternkonferenz NRW.

Die Folge: Durch das häufige Lüften kühlt die Raumtemperatur ab – Berichte von Lehrkräften (die News4teachers gesammelt hat) belegen, dass die Vorgaben des Arbeitsschutzes dabei oftmals unterschritten werden. Diese Erfahrung haben auch Elternvertreter gemacht. „Als meine Tochter mir im  Dezember ein Bild des Thermometers in ihrer Klasse neben ihrem Sitzplatz mit -0,3 Grad zeigte, merkte ich, dass die Vorgaben des Landes für winterliche Temperaturen ziemlich gewagt sind“, meint der stellvertretende Vorsitzende der Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW, Steffen Bundrück.

Um einen Ein- und Überblick zu gewinnen, wie es um die Temperaturen in den Klassenräumen der Schulen gestellt ist, haben sich die veranstaltenden Verbände vorgenommen, im Rahmen eines Wettbewerbs die Temperaturen ermitteln zu lassen. Zu gewinnen gibt es auch etwas: Je einen Klassensatz Fleece-Decken und Taschenwärmer.

Weitere Informationen zu der Aktion.

„Ich hatte auch schon Schnee auf dem Lehrertisch“: Das „Lüftungskonzept“ der KMK im Winter – unzumutbar!

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Tina+2
8 Monate zuvor

Sehr gute Aktion, bitte macht fleißig mit, liebe Lehrkräfte und Schüler.
Das, was Politiker von Kindern verlangen, hat mit Menschenwürde und gesunder Umgebung nicht mehr das Allergeringste zu tun!
Kinder stundenlang in eiskalten Räumen zur Durchseuchung zu zwingen, ist Folter und das Gegenteil des Rechts auf körperliche Unversehrtheit!

LM
8 Monate zuvor

Meine Tochter zeichnet seit 24.10.2021 die Temperaturen im Unterricht per Bluetooth-Thermometer auf (Schule in MV). Bisheriger Tiefstwert wurde am 9.12.2021 erreicht:
11°C um 12:14 Uhr

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor

„Zu gewinnen gibt es auch etwas: Je einen Klassensatz Fleece-Decken und Taschenwärmer.“
Also Humor haben die. Und sicher ist, dass die Preise weggehen wie warme Semmeln.

Jan aus H
8 Monate zuvor

Wie war das… unter 18C endet der Unterricht?

Großes Thermometer auf den Tisch stellen und bei Unterschreiten von 18C stehen alle auf und gehen nach Hause.

Die KMK werden sicher behaupten, dass das an den LuL liegt, die nicht richtig lüften. Dabei kann man ohne weiteres ausrechnen, dass KMK-gerechtes Lüften nicht ausreicht, um die Virenkonzentration mit Delta oder Omikron ausreichend weit zu senken, eine Auskühlung aber auch nicht verhindert werden kann.

Was die KMK nämlich übersieht: Der „Motor“ des Luftaustauschs per Fenster sind Temperaturunterschiede. Je kälter es wird, desto länger muss man beim nächsten Mal lüften… das ganze wird also zunehmend schlimmer. Dazu kommt, dass keine Heizung dafür ausgelegt ist, die für den Infektionsschutz nötigen Luftwechsel auszugleichen.

Das geht nur mit Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung oder mit der Kombination aus weniger Lüften und Luftreiniger.

Lehrer mit Seele
8 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Jetzt erwarten Sie aber was. Unsere Politiker können nicht mal 1+1 rechnen und nun erwarten Sie von ihnen den Kaminzugeffekt zu verstehen?

Verdammt mutig und ambitioniert.

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor
Antwortet  Lehrer mit Seele

Was sollen sie tun, wenn der Kamin eh schon zugeffekt ist?

laromir
8 Monate zuvor

Scheint, dass die KMK einfach nicht in Deutschland, sondern auf einer tropischen Insel wohnt. Exotische Ideen gibt es ebenfalls genug. Und jetzt noch jegliche Quarantäne für alle weg. Läuft. Wie war das noch, nach hinten und bergab…Aber läuft

gehtsnoch
8 Monate zuvor

Als meine Tochter mir im  Dezember ein Bild des Thermometers in ihrer Klasse neben ihrem Sitzplatz mit -0,3 Grad zeigte, merkte ich, dass die Vorgaben des Landes für winterliche Temperaturen ziemlich gewagt sind“,

Scheinbar im eigenen zu Hause noch nie selbst bei Frostgraden draußen mittels geöffneter Fenster gelüftet. Selbst mit Bilddokumentation, so weltfremd kann doch kein Mensch sein.

Susanne
8 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Woher sollen die KuK auch wissen, was beim Lüften passiert? Bin mir sicher, das die dafür auch Angestellte haben und daher gar keine Erfahrungen haben. Wie mit allem anderen.

Frostbeule
8 Monate zuvor

Sehr gute Aktion!
Ich mache auf jeden Fall mit!
Heute war ich als Lehrerin mit Unterhemd,Thermoskiunterwäsche,Langarmshirt,Pullover,Jacke und gefütterten Schuhen vor der Klasse. Nach vier Unterrichtsstunden mit Stoßlüften alle 20min für 5 min war ich wieder so durchgefroren. Die veralteten Heizungen schaffen auch auf Stufe 5 keine Wärme im Raum. Meine Schüler zittern zum Teil so, dass man die Schrift nicht mehr lesen kann.Fänd es gut,wenn die politischen Entscheider eine Woche unter diesen Umständen arbeiten würden.Dann würde vielen vielleicht ein Licht aufgehen…

Indra Rupp
8 Monate zuvor

Werte Lehrkräfte, ich habe da mal eine Beschwerde!
Das Wetter gefällt mir garnicht… Vor allem bei euch auf dem Schulhof! Wisst ihr, wie oft es da regnet? Da wird man ja ganz nass! So geht’s nicht weiter. Und jetzt noch das Lüften. Ihr könnt doch nicht so kaltes Wetter herein lassen. Das Wetter muss wärmer werden! Was habt ihr eigentlich gelernt? Ihr fühlt euch wohl für garnichts mehr zuständig?
Zumindest die Lehrkräfte für Verwandlung sollten das doch wohl auch die Reihe kriegen. Werden die Arbeitsblätter nass, können die Kinder nicht ihre Zag’s bestehen. Ich werde mich bei der Schulleitung beschweren und wenn das nicht hilft, das Ministerium einschalten.
Ich sage nur “ Finite Incantatem“…

Marie
8 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich fürchte, uns hilft nur noch „Expecto Patronum“.

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Marie

😉 Ich musste so lachen. Vielen Dank! 🙂

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Leider bin ich nach Terminplan erst im Mai fürs Gut-Wetter-Machen eingeteilt, da weht dann mal eine anderer Wind, aber das sag ich euch!

Indra Rupp
8 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

20 Grad, leichte Brise bitte und nicht gleich von O auf 30 wie die letzten Jahre, Dil!

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Aber, aber, aber … genau das war doch immer mein Markenzeichen!

Biene
8 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Wenn Sie den Mai haben, Kollege Uhlenspiegel, hat uns die KMK womöglich vertauscht, ich sollte im Mai dran sein, bin aber im Juli dran!
Habe gehört der Juli soll dieses Jahr wie 2018 werden: Heiß und Trocken, ideal für Wein, Weib und Gesang ;-P

Ironie und Sarkasmus enthalten

Sauer
8 Monate zuvor

In der Grundschule meiner Tochter durften die Kinder keine Winterjacken beim Lüften im Klassenraum tragen, lediglich Strick- oder Fleecejacken durften sich im Klassenraum befinden. Aus brandschutztechnischen Gründen, laut Schulleitung. Meine Tochter saß direkt am Fenster. Leider haben wir keine Temperaturaufzeichnungen. Aber bei – 5 bis – 10 Grad war das ein Unding!!!

Jan aus H
8 Monate zuvor
Antwortet  Sauer

„Aus brandschutztechnischen Gründen, laut Schulleitung.“

Da ist sie wieder… die Allzweckwaffe des Brandschutzes.

Nun überlegen wir mal, wie wahrscheinlich ist es, dass in einem Raum, in dem niemand mit Feuer hantiert, sich eine Jacke entzündet, die jemand angezogen hat! Diese Wahrscheinlichkeit vergleichen wir mit der, dass sich in der Klasse ein Kind so mit Corona infiziert, dass es Spätfolgen gibt (entweder beim Kind direkt oder bei den Angehörigen, eventuell auch Todesfolgen unter den Angehörigen).

Na?

Die Sache mit den Jacken ist so „brandgefährlich“, dass sie sofort verboten wird, über Corona hingegen macht man sich keine Gedanken und lässt die SuS sogar in der Klasse die Masken abnehmen zwecks Frühstück oder gemeinsamer Testerei oder was auch immer.

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor
Antwortet  Sauer

Ah ja, traumhafte Begründung – also gut, woll’n mer mal:
Klamotten stellen vielmehr eine Brandlast auf den Fluren dar, zudem die Flure i.d.R. Fluchtwege sind. Oder hat die Schule eine separate Garderobe wie in der Oper? – Diese Darstellung kann man ja mal der Schulleitung schicken. Es könnte ihr helfen, einen Überblick über die diversen Sicherheitsvorgaben zu bekommen.

PS: Nicht die Machart der Jacken entscheidet über ihre Entflammbarkeit, sondern ihre Materialien und „erlaubte“ Fleecejacken sind ebenso aus (v.a.) Polyester und ggf. Anteilen von Polyamid wie sonstige „unerlaubte“ Winterjacken mit synthetischer Wattierung aus Polyester-„Wolle“ zwischen zwei Stoffschichten Polyamid. Das Ganze spräche im Übrigen für Aramid-Bekleidung aus der Formel Eins oder für Natur-Wolle/Loden, möglicherweise auch noch für 100% Baumwolle/Segeltuch, aber bitte von sehr dichter Webart, da diese Textil-Materialien nicht oder schwer entflammbar sind.

PPS: Spontane Selbstentzündung von SuS wird hier der Einfachheit halber mal nicht betrachtet.

Tina+2
8 Monate zuvor
Antwortet  Sauer

Ganz ehrlich – spätestens da wäre ich öffentlich auf die Barrikaden gegangen. Bürgermeister, örtliche Zeitung, Kinderschutzbund, Elternrat, Bürgerrechtler oder was auch immer.

Ich muss da mal was loswerden
8 Monate zuvor
Antwortet  Sauer

Das nenne ich Folter und Erpressung und noch NIE hat ein Kultusminister zu diesen Missständen, die Sie hier so beschreiben Stellung bezogen.

Frierende Lehrerin
8 Monate zuvor

Als Preis wäre doch ein Luftfilter anstelle von Fließdecken und Taschenwärmern viel sinnvoller. Zumal die Taschenwärmer nach einmaligem Gebrauch ja auch wieder abkühlen. Total verrückt das alles…

W.
8 Monate zuvor

@Frierende Lehrerin
Sinnvoll wäre das auf jeden Fall.
Und darum leider nicht möglich! Es würde wahrscheinlich wieder von irgendeinem Amt verboten, weil das Gerät nicht geprüft wurde. Brandschutz und das übliche BlaBla.

Aber wer weiß: Vielleicht verstoßen am Ende sogar die Taschenwärmer (auf Gel-Basis) gegen den Brandschutz? 😉

Mogli83
8 Monate zuvor

Wir haben Lüftungsanlagen und die bringen genau: 0. Lüften müssen wir auf Grund des hohen CO2 Gehaltes trotzdem, dafür haben wir auch Messgeräte. Wenn man die Lüftungsanlagen voll aufdreht, sind sie zu laut, um Unterricht zu machen.

Jan aus H
8 Monate zuvor
Antwortet  Mogli83

Vermutlich wurde diese Lüftungsanlage nach einer europaweiten Ausschreibung vom billigsten Anbieter installiert… billig war er, weil sie die nötigen Luftdurchsätze nur auf dem Papier bringt, aber nicht in echt.

A.H.
8 Monate zuvor

Gute Idee.

Maca
8 Monate zuvor

Ich sitze als Integrationshelferin täglich mit in der Klasse. Es ist definitiv eine Zumutung. Die Fenster sind fast den ganzen Tag auf, man friert und schafft es gar nicht sich zu erwärmen. Da holt man sich den Tod, aber nicht, aber nicht Covid. Die netten Leute, die so einen Schwachsinn beschlossen haben, sitzen bestimmt in einem warmen Büro.

Koogle
8 Monate zuvor

Da die Schulen keine Frischluftwärmetauscher eingebaut haben, bleiben jetzt nur mobile Lösungen :

Mehrere Heizlüfter pro Klassenzimmer.
10kw insgesamt sollten es mindestens sein.

Ein paar Ventilatoren die gegen die Heizkörper blasen, helfen dass es schneller etwas wärmer wird.

Oder jeder Schüler bringt einen Haarfön mit.

Jan aus H
8 Monate zuvor
Antwortet  Koogle

Da fliegen aber sämtliche Sicherungen… oder das alte E-System der Schule geht in Flammen auf. In jedem Fall wäre der Präsenzunterricht zumindest für den Tag beendet… die Idee hat also Potential.

TeacherMom
8 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Lieber Jan, Dil und alle anderen. 😀
Auch wenn die Sache nicht lustig ist…., habt ihr doch wohl ein paar Menschen in dieser scheinbar aussichtslosen Lage ein dickes Grinsen aufs Gesicht gezaubert… Danke dafür.

Aber mal zum Thema:
Die Idee vom Autoren ist nicht schlecht, auch wenn das KMK als einzige den Zauberspruch kennt, sich ‚taub zu zaubern‘..

Aber mal nen Einwurf:
Was wäre denn jetzt ehrlich mal so schlimm daran, Wechselunterricht während der Wellen umzusetzen, anstatt die Risiken der Infektionen durch Überbesetzung der Klassen in Kauf zu nehmen?
Wenn Omikron ordentlich um sich greift, dann sind doch die Klassen eh nur noch ‚halb besetzt‘ und Lehrer fehlen dann auch..
Wo ist da also der Unterschied?
Kann ich euch sagen:
Beim Durchseuchen ist die Hälfte der Klassen mind. 1 Woche in Quarantäne, wobei man nicht weiß, wieviele Kinder davon wiederkommen werden….. Die andere Hälfte erfriert im besten Falle an offenen Fenstern…
Bei Wechselunterricht bleiben im besten Falle alle gesund, einschließlich Lehrer, im schlimmsten Falle ist die Hälfte der halben Klasse 1 Woche in Quarantäne, während die andere Hälfte diese 1 Woche im Homeschooling ist. Danach wird getauscht.
Und zwar solange, bis es wärmer wird.

Auf jeden Fall besser als Durchseuchung mit ungewissem Ausgang und frierenden und krank werdenden Schülern und Lehrern, die dann ja eh ausfallen und zuhause sind…

Es gibt durchaus Eltern, die sich da für ihre Kinder engagieren und die Lehrer so unterstützen würden/könnten.

Und noch eins:
Risikogruppen zugehörige Kinder durchseuchen lassen zu müssen ohne Rücksicht auf Verluste, grenzt schon an ‚Mutwilligkeit der Ansteckung mit evtl. Todesfolge‘ …

Wenns das KMK so festsetzt, muss es dann aber auch die volle Haftung bzw Konsequenzen dafür tragen. ‍♀️

Sekmeth
8 Monate zuvor
Antwortet  Koogle

Selbst in unserem jüngst sanierten (!) Schulgebäude wird es durch das Lüften nicht mehr richtig warm. Die Heizkörper unter den Fenstern sind zwar erfreulicherweise bullig heiß, kommen aber gegen 0 Grad durchs Fenster alle fünf Minuten nicht an. Und wenn das selbst bei gedämmte Fassaden, funktionierenden Heizkörpern so ist, will ich gar nicht wissen, was ich alles anziehen müsste, um in einer der vielen nicht so modernen Schulgebäude in diesem Land nicht zu frieren. Dazu kommt, dass die Kinder ja auf ihren Plätzen festgewachsen sind. Gruppenarbeit, Galeriegang, an die Tafel kommen, ist ja alles nicht machbar wegen Infektionsgefahr. Experimente sowieso nicht. Aber Präsenzunterricht geht ja über alles. Dabei könnte man in Distanz mit den vielfach unter großer Mühe eingeführten Lernplattformen im Warmen und ohne Risiko ÖPNV und Massenvirenschleuder Schule erholt lernen. Dass der Unterricht unter Coronabedingungen kein wirklich guter Unterricht mit Methodenvielfalt und hoher Lernzeit sein kann, ist Lehrern längst klar. Aber Lernlücken entstehen nur durch Distanzunterricht? Das ist der blanke Hohn. Wir verlieren jede Woche allein durch Tests rund eineinhalb Unterrichtsstunden. Dazu kommen die alle 20minütigen Unterbrechungen durch das Lüften, Jacken anziehen, Decken ausbreiten. Aber die Kernlehrpläne kürzen, überarbeiten gar? Nein, das geht ja nicht!

Sekmeth
8 Monate zuvor
Antwortet  Sekmeth

Alle 20 Minuten für 5 Minuten Stoßlüften meine ich natürlich.

Koogle
8 Monate zuvor
Antwortet  Sekmeth

@Sekmeth

Wenn die Heizkörper heiẞ sind, helfen Ventilatoren dass die Wärme schneller an die Raumluft abgegeben wird.

Dazu reicht eine niedrige oder mittlere Stufe des Ventilators auf den Heizkörper gerichtet.

Aus 20 Minuten Aufheizzeit werden so 5 Minuten.

Frage ist nur, ob die Heizung stark genug ist, die Heizkörper wieder aufzuwärmen.

Ich würde es einfach mal ausprobieren.
Unterricht in Kälte ist eine Zumutung.

Annette
8 Monate zuvor

Ich arbeite in einem Kindergarten und unsere Gruppe ist in der ersten Etage. Da die Fenster wenn sie zum Stoßlüften nicht weiter gesichert sind wird jedes Lüften zu einer sehr spannenden Zeit

Deml
8 Monate zuvor

Eines unserer Kinder, welches normal Hitze hat und in kurzen Sachen trainiert oder Zuhause herumläuft, ging schon mit langer Skiunterhose unter der Hose in die Schule… dazu die Winterjacke angelassen bis 14 uhr!!! Es würde gar nicht mehr warm werden können… einfach unzumutbar!!! Kein Erwachsener würde sich das gefallen lassen!

Wo leben wir eigentlich? Da gehts um möglichst viel Bildung… Digitalität und und… aber wo bleibt hier bitte die Nachrüstung??? Wir leben doch in Deutschland… in keinem armen Land… aber andere Dinge sind wohl wichtiger…werden gesehen…geändert

Eine Zumutung für alle Kinder und Jugendliche so eine Situation

Lanayah
8 Monate zuvor
Antwortet  Deml

Doch, auch Erwachsene lassen sich das gefallen, Lehrerinnen und Erzieher zum Beispiel.

Marvin
8 Monate zuvor

Wenn man RICHTIG lüftet, werden keine 0°C erreicht. 3-5 Minuten lüften, 20 Minuten heizen. Ich bin an einer Grundschule und garantiere, dass diese Temperaturen bei mir nicht erreicht werden. Ich bin auch kein Fan davon, aber das ist aktuell unsere einzige Möglichkeit. Wenn ich jedoch sehr, wie viele meiner Kolleg*innen Lüften und wie die Eltern so drauf sind, passt der Artikel gut ins Bild.
Diese Thermometersache naja. Wenn ich hier Zuhause Lüfte und das Thermometer auf die Fensterbank lege, geht auch dort die Temperatur runter, dann kann man das Thermometer aber auch direkt nach draußen legen.
Richtiges Lüften, anscheinend so schwierig und dennoch simple Physik.

Jan aus H
8 Monate zuvor
Antwortet  Marvin

Der Infektionsschutz bei Corona erfordert MINDESTENS 6 Luftwechsel pro Stunde. Das schafft keine Heizung, den dadurch verursachten Wärmeverlust wieder auszugleichen. Dafür ist sie gar nicht ausgelegt.

Elternteil
8 Monate zuvor
Antwortet  Marvin

Wenn ich alleine zu Hause in einem Zimmer sitze, geht das CO2 auch nicht so schnell aus. Mein Haus ist gedämmt und kühlt durch einige Minuten Lüften nicht aus.
Trotzdem würde ich nie so anmaßend sein und anderen erzählen, sie seien zu dumm zum Lüften, wenn ich noch nie unter denselben Bedingungen lüften musste.
Meine Kinder sitzen mit 30 anderen in recht kleinen Klassenzimmern. Dämmung schlecht. CO2-Ampeln schlagen nach weniger als 20 Minuten an. Bis sie grün werden, sind mehr als 3 bis 5 Minuten vergangen. Wände haben keine Wärme gespeichert.
Ich nehme an, bei Ihnen herrschen dieselben Bedingungen oder erklären Sie hier einfach so alle anderen für zu doof?

Maren
8 Monate zuvor
Antwortet  Elternteil

Ich möchte das unterstützen, ich unterrichte nur noch mit Co2 Gerät. In einem sehr großen Klassenraum mit 30 Sus passt es mit 20 Minuten.In dem anderen Klassenraum, auch 30 Sus, lüfte ich nach 12, dann nach 11 oder 10 Minuten.
Wind spielt eine Rolle, Nässe auch.
Und ich komme manchmal in Klassenräume, da piept es direkt los, Zahlen deutlich über 1000. Dann weiß ich, dass der Kollege vor mir 45 Min gar nicht gelüftet hat…

Tina+2
8 Monate zuvor
Antwortet  Marvin

@Marvin:
Dummerweise sitzen aber nicht alle Kinder in der hintersten Ecke des Raums sondern auch welche direkt neben dem Fenster. Und die sitzen im eiskalten Luftstrom!

Richtiges nachdenken, anscheinend so schwierig.

Kathrin
8 Monate zuvor
Antwortet  Marvin

Ich kann mir Ihren Post nur damit erklären, dass Sie mit einer/m Kultusminister/in verschwägert sind, Marvin. Die bezichtigen uns LuL ja auch, dumm und unfähig zu sein. Dass eine Lehrkraft hier mit anekdotischer Evidenz argumentiert, ist mehr als naiv. Das empfinde ich als zynisch.
Schön für Sie, dass Sie nicht frieren müssen, für viele andere KuK und deren SchülerInnen geht es morgen wieder in den Eiskeller…

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Marvin

Stoßlüften!

Nicht Fensterchen auf Kipp;)

Hellus
8 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Das setzen Sie mal in einer Klasse Pubertierender um. Sobald man sich umgedreht hat, ist hinter einem das Fenster wieder zu, dazu Genöhle und stundenlange Diskussionen. An Unterricht kaum noch zu denken.
20 – 5 – 20 klappt vielleicht bis Klasse 6, evtl. noch am Gymnasium, aber in den restlichen Klassen eben nicht.

Jennifer Tack-Glöckner
8 Monate zuvor

Da kann ich prima mithelfen, gestern hatten wir den neuen Niedrigrekord diesen Winter bei exakt 14,1 Grad. Gemessen an der Eingangstür, also weit weg der Fenster… Ich mache ab und zu für mich selbst Bilder, weil ich einfach nicht begreifen kann wie man uns Lehrer und die Schüler sehenden Auges unter solch unzumutbaren Bedingungen arbeiten lassen kann, Luftfilter werden kategorisch abgelehnt wegen angeblichem Vorgaukeln falscher Sicherheit (und uns damit Blödheit unterstellt), während die Entscheidungsträger und Politiker in ihren warmen Büros behaglich in ihre Sessel furzen… Ich komme jeden Tag durchgefroren nach Hause, dann gehe ich im kalten mit meinen Hunden Gassi und danach sitze ich erstmal zwei Stunden in einer Wolldecke eingewickelt auf der Coach mit heißem Tee und bibbere mich warm. Danke für Nichts und das nach zwei Jahren Pandemie

Tina+2
8 Monate zuvor

Warum gaukeln Luftfilter eigentlich in Behörden und im Landtag keine falsche Sicherheit vor? Wird der Landtag auch noch alle paar Minuten zusätzlich stoßgelüftet?

Adiemus
8 Monate zuvor

Ich kann nicht verstehen, warum sich Eltern und Lehrer und nicht zuletzt die Schülerschaft sich
nicht wehren gegen solch unhaltbaren Zustände.

Wann gehen wir endlich ALLE auf die Straße!!

Und wenn sich nichts ändert- wann geht endlich niemand mehr in die Schulen!

Gitta Meichsner
8 Monate zuvor
Antwortet  Adiemus

Hallo Adiemus,
diese Frage, warum sich die Kräfte nicht bündeln und ALLE gemeinsam handeln, stelle ich mir auch immer wieder. In meiner Schule konnten Eltern ihr Kind von der Präsenzpflicht abmelden, aber in Anspruch genommen haben es 0 von 670! Die LuL, die Aktionen organisieren würden, wären vermutlich schnell „weg vom Fenster“ und würden in die Ecke der „bösen Buben“ gestellt. Wer als LuL gegen das System offen auftritt, würde vermutlich auch schnell abgestraft werden. Die meisten LuL diskutieren zwar in den Lehrerzimmern und sind z. T. wütend…, aber passiert denn hier auf dieser Plattform etwas anderes? Ich lese die Kommentare aufmerksam, aber es geht nie über das Benennen /Bejammern der Probleme hinaus. Mir ist noch nicht ein vernünftiger Vorschlag untergekommen, wie man das trotz Administration hinbekommen könnte, dass sich etwas bewegt! Bei dem Artikel zu den Äußerungen des Dr. der Ärztekammer habe ich z. B. vorgeschlagen, dass doch jeder seine Meinung dort hin schicken sollte, also Direktreaktreaktion an den Sender der Botschaft umzusetzen, statt im Forum zu schimpfen! Reaktion hier – keine. Würde ja auch Arbeit machen und man könnte nicht anonym bleiben!
Ich bin schon sehr lange im Schuldienst und war bei jedem Streik auf der Straße. Trotzdem hat sich herzlich wenig bewegt, selbst wenn die Gewerkschaften dahinter standen, weil selbst dann LuL den A… nicht hochkriegen und für ihre Rechte auf die Straße gehen! (Gehaltseinbuße wollte man nicht, aber die erkämpften Gehaltserhöhungen hat man dann gerne mitgenommen). Und da liegt für mich der Grund : Vielen ist die Jacke näher als die Hose! Wenn man sich irgendwo ausgekotzt hat, geht es einem besser, war man ja schon im Widerstand, ist „laut“ gewesen, hat an die Anderen appelliert! Warum soll man da Ärger von „Oben“ riskieren? Und am Beispiel der 13jährigen Schülerin sieht man, dass Widerstand die Obrigkeit auf den Plan ruft, aber nicht die Solidarität der anderen SuS in der Schule, die nämlich einfach ihren Stuhl nehmen und sich dazu setzen könnten! Und die Studenten, die sich schützend vor ihre Einrichtung in Dresden gestellt haben, um ein Zeichen gegen die „Spaziergänger“ zu setzen, bekamen Ärger mit der Polizei, weil sie ja gegen die Corona – Verordnung verstoßen haben!
Ja, ich würde mir auch mehr Courage und aktives gemeinsames Tun wünschen, aber ich habe auch begriffen, dass es wenig Sinn macht, solange solange sich alle mit Meckern begnügen! Wir haben früher mal gelernt, dass man jeden Finger einzeln brechen kann, eine Faust aber nicht. Obwohl jeder das begreifen kann, passiert es nicht, macht jeder Finger eben weiter sein Ding. Die große Mehrheit hält lieber still, fühlt sich als „Opfer“ und erduldet alles. Ach ja, und dann gibt es ja noch die Beamten, die dürfen nicht „unartig“ sein, weil….

Indra Rupp
8 Monate zuvor
Antwortet  Gitta Meichsner

Hallo, Gitta. Ja, ich habe auch schon meine Vorschläge gemacht, wie man sich als Schule mit der 13jährigen solidarisieren kann, auch richtig mit Plan und passendem Tag ect. Jetzt muss ich erstmal meine Schule dafür hoch kriegen…

Frosty the Snowman
8 Monate zuvor
Antwortet  Adiemus

(Verbeamtete) Lehrer dürfen nicht streiken…

Riesenzwerg
8 Monate zuvor

aber demonstrieren und remonstrieren.

Ist aber leider beides sinnlos.

Zu wenige beim Demonstrieren,
keine Rückmeldung beim Remonstrieren.

So sieht`s aus.

Tobias Schramm
8 Monate zuvor
Antwortet  Adiemus

@ Adiemus @ Gitta Meichsner @ alle Interessierten

Ich möchte etwas Konkretes tun, um den Gesundheitsschutz in Schulen und Kitas und sonstigen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche zu verbessern.

Ich arbeite gerade mit Unterstützung meines Anwalts an einem Entwurf für ein Volksbegehren „Für den bestmöglichen Gesundheitsschutz in Schulen und Kitas und sonstigen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Bayern“, möchte aber eine Vernetzung mit allen Bundesländern erreichen und möglichst alle anderen Bundesländer auch „mit ins Boot holen“.

Ich suche Unterstützung bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung des Volksbegehrens. Unterstützung, Hilfe und Mitarbeit in jeglicher Form ist jederzeit willkommen.

Sehr gerne würde ich mich hier mit Lehrerinnen und Lehrern, sonstigem pädagogischen Personal und auch interessierten Eltern und Schülerinnen und Schülern und allen weiteren interessierten Personen vernetzen.

Sind Sie dabei?

Bitte weitersagen!

Vielen Dank.

Es grüßt Sie ganz herzlich

Tobias Schramm

TeacherMom
8 Monate zuvor
Antwortet  Adiemus

Theoretisch ja eh möglich, da die Schulpflicht ja noch ausgesetzt ist, oder?
Also wieso nicht?

Einige viele Eltern müssen aber auch arbeiten gehen und sind froh, dass die Schulen offen sind. Aber was wäre, wenn nicht?
Das würde Kettenreaktionen auslösen, die wie beim Domino in einer Halle ein mächtig herrliches Klatschmuster am Boden ergeben würde!

Ob das KMK dann aufwacht, ist dennoch fraglich…

ab
8 Monate zuvor

Lieber Autoren,
ist die Quelle zu „entgegen dem wissenschaftlichen Rat vom RKI zur Bekämpfung von COVID-19 […]“ öffentlich verfügbar? Wir versuchen als Elterninitiative Luftreiniger in unserer Grundschule aufzustellen . Mit Hinweis auf die S3-Leitlinie (https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/027-076.html) werden vom Schulträger immer wieder Gründe gegen unser Vorhaben gefunden.

Indra Rupp
8 Monate zuvor

Mal ein Kompromiss von mir :
Wenn sich bald eventuelle Schulschließungen abzeichnen, der richtige Winter wie in den letzten Jahren im Februar kommt und viele aber finden, dass Distanz der Psyche der Kinder schadet, dann machen wir das so :
Kinder brauchen Kontakte, aber nicht hunderte! Und nicht zwangsweise ganztags und drinnen. Es werden also soziale Gruppen zusammen gestellt, die sich regelmäßig zum Austausch draußen treffen und hiermit kann auch ein Teil Unterricht erledigt werden. ZB Sport, Sachkunde, soziales Lernen, Ethik ect.
Der Restunterricht findet in Distanz zu Hause im warmen statt. Das Kinder psychisch verenden , wenn sie ihre Klasse /da reicht auch die halbe Klasse nicht 5x sondern nur 3x pro Woche und nur draußen für ein paar Stunden sehen, ist unlogisch.
Alles andere sind dann die Probleme der Erwachsenen, die arbeiten gehen müssen aber nicht der Kinder, die immer als Argument herhalten müssen.
Und im Gegensatz zu privaten Treffen wären diese Treffen draußen ja „kontrollierter“ und deshalb die Abstandsregeln besser einzuhalten.
Dann bleiben noch diejenigen, für die es schon immer eine Zumutung war, Zuhause zu sein und auf die konzentriert sich die ganze Notbetreuung, bei der dann auch nicht umbedingt Lehrkräfte anwesend sein müssten.

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Als die erste Phase Fernunterricht damals lief, sprach ich mit Schulleitung und Kollegen, dass wir doch am wichtigsten mit den SuS arbeiten sollten, auch in reduzierter Präsenz, die es am wichtigsten brauchten wegen geringem Alter, geringer Selbstständigkeit, geringem Leistungsniveau, geringer Unterstützung daheim, schlechter digitaler Austattung, schlechter Erreichbarkeit usw. – Und dann? Dann waren wir kurz darauf und recht flott am allermeisten damit beschäftigt ein „gaaanz normales“ Abitur durchzureißen mit den (quasi) erwachsenen SuS. – Und dann kamen auch schon bald die Meldungen über scheinbar massive, flächendeckende Verwahrlosung nahezu aller SuS landauf landab. – Und dann? Dann kamen kurz darauf und recht flott die Rufe nach Lückenfülltaktiken, die man bei sooo vielen, v.a. leistungsschwachen, abgehängten, zuhause schlecht unterstützten (usw. usw.) SuS angab. – Und dann … dann war plötzlich heute und wie es ist, das sieht man ja.

Welchen Reim macht man sich drauf?
Auf Sicht fahr’n: auf, auf, auf!

Gitta Meichsner
8 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ganz meine Meinung, liebe Indra! Wir haben in unserer Schule die Erfahrung gemacht, dass der Wechselunterricht den Kindern gut getan hat. Das Lernen in kleinen Gruppen war effizienter und die „Lücken“ überschaubar. Meine damalige Klasse 10 hat ihren Abschluss ordentlich gemacht, da sie trotz „Lockdown“ für die anderen Schüler im Wechselunterricht da sein konnte. Und als dann der Wechselunterricht auch für die anderen Klassen wieder möglich war, haben die Schüler das Fehlen der halben Klasse nicht als Problem empfunden,man hat ja auch noch ein Handy und ein Leben außerhalb der Schule! Herr Lauterbach hat mal in einer Sendung dazu referiert, dass bei Wechselunterricht 3/4 der Infektion unterbunden werden. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum das jetzt plötzlich niemanden mehr interessiert und alle KM so tun, als wäre das Wechselmodell eine Katastrophe für die Bildung der Kinder!

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Gitta Meichsner

Unsere Schüler waren begeistert vom Wechselunterricht.

Kleine Kurse/Klassen, kleine Lücken und größere waren besser zu schließen.

Die Störungen nahmen deutlich ab, jeder hatte sein Arbeitsmaterial dabei…… war vorher nie dagewesen.

Der Kontakt zu den Kids und Jugendlichen war – möglich! Für jeden war mehr Zeit da, mehr Ruhe und dadurch mehr Hilfe und die Beziehung wurde intensieviert – ja, ging auch bei Abstand und Maske!

KEINER wollte wieder (unabhängig von Corona!) in diese großen MassenKlassen.

TeacherMom
8 Monate zuvor
Antwortet  Gitta Meichsner

Das sehe ich genauso. Denn Wechselunterricht wird ja irgendwie wie ein Tabuthema von der Regierung totgeschwiegen – Gründe gibt’s keine.

Denn soviel Arbeit kann Wechselunterricht nicht machen, wenn man das Modell einführt und auch dabei bleibt – zum Schutz aller Anwesenden.

Es wäre wirklich ein Kompromiss, wie auch der oben genannte Vorschlag von Indra.
Wieso hört das KMK nicht auf derartige Vorschläge und versucht mal, daran zu wachsen und es umzusetzen, wenn es doch schon so oft mit seinen Festsetzungen auf Grund gelaufen ist?

Man müsste wirklich mal eine Landesweite Umfrage starten und die ans KMK schicken!

TeacherMom
8 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Hey, das nenn ich mal Vorschlag.
Wenn da die Schulen mitgehen und mal wirklich mit ihren Schülern und den Eltern zusammenarbeiten auf einer Basis, die wirklich (wenigstens für eine Weile) eine echte Alternative zum Wechselunterricht wäre (!), dann wäre ich sofort dabei.

Die Idee ist wirklich nicht schlecht.

Frosty
8 Monate zuvor

Interessant, dass letztes Jahr noch keine/r gefroren hat?
Da haben wir schon 13,6° gemessen….hat nur niemanden interessiert…
Naja, besser spät als nie…

@ab: Luftreiniger verhindern das Lüften allerdings nicht.

Tina+2
8 Monate zuvor
Antwortet  Frosty

Nee, letztes Jahr hat keins der Kinder gefroren und niemand hat sich aufgeregt.
*mitderHandvordieStirnschlag*

Jan aus H
8 Monate zuvor
Antwortet  Frosty

„Luftreiniger verhindern das Lüften allerdings nicht.“

Aber sie reduzieren es auf ein Maß, das man auch sonst anwenden würde.

Die CO2-Ampeln zeigen allerdings schonungslos, dass viele Klassenräume gar nicht dafür gedacht sind, dass sich da so viele Menschen drin aufhalten. Sonst dürften die CO2-Ampeln bei „normalen“ Lüften nicht anschlagen. Tun sie aber oft.

Wenn das nicht wieder unter den Tisch gekehrt wird, wäre das eine große Aufgabe für nach Corona: Alle Klassenräume in DE so umbauen (Lüftungssysteme), dass sie den Anforderungen der ASR A3.6 Lüftung genügen. Das ist eine technische Regel für Arbeitsstätten und genau so etwas sollte eine Schule auch sein und darum danach behandelt werden. Das könnte man mit einer Übergangsfrist von vielleicht drei bis fünf Jahren machen… danach werden dann alle Klassenräume gesperrt, die die seit vielen Jahren geltenden Anforderungen nicht erfüllen. Zudem sollte auch bei den Eltern ein Problembewusstsein aufgebaut werden, dass sie nämlich darauf bestehen, dass der Ort, an dem sich ihre Kinder viele Tage am Tag aufhalten, den in der Arbeitswelt üblichen Regeln genügt.

Alla
8 Monate zuvor
Antwortet  Frosty

Fragt sich eigentlich niemand, warum vor der Pandemie an vielen Schulen die Fensterflügel aus Sicherheitsgründen abgeschlossen, zugenagelt oder verriegelt waren?
Gab es bis vor 16 Monaten noch kein CO2? Damals reichten doch die Lüftungsklappen, um ein gesundes Unterrichtsklima herzustellen! Wir haben vorher nie bei so niedrigen Temperaturen in den Räumen sitzen müssen!

Wurden wir die ganzen Jahre über ver..scht und wissentlich an Leib und Leben geschädigt?
Ich wurde jetzt 42 Dienstjahre lang gezwungen, bei viel zu hoher CO2 Konzentration zu unterrichten! Kann ich einen Schadensersatz gerichtlich geltend machen?
Und wie ist es mit den Generationen von CO2- geschädigten Schülern?
Kann mich mal jemand aufklären?

Jan aus H
8 Monate zuvor
Antwortet  Alla

„ASR A3.6 Lüftung“ heißt das Zauberwort. Das sollte für ALLE Arbeitsplätze gelten, also auch für die Schule. Einfach die Schulleitung höflich, aber bestimmt, auffordern, dass sie sich an geltendes Recht halten (das ist vollkommen unabhängig von Corona).

Wenn ein privater Betrieb sich solche Verstöße leisten würde, wäre da bestimmt ganz schnell irgendein Amt da und würde den Laden dicht machen.

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Frosty

HÄ?

Winterschlaf gehalten?

Ramona Minuth
8 Monate zuvor

„Luft-Filteranlagen für Schulen hält das Ministerium in Räumen, in denen Fenster geöffnet werden können, nicht für notwendig….“

Da fragt man sich doch ernsthaft, warum die Schulen in Ländern, mit denen die Bundesrepublik Deutschland diplomatische Beziehungen pflegt, kurz nach Beginn der Coronapandemie mit eben solchen Luftfilteranlagen ausgerüstet worden sind? Sind unsere hier lernenden Kinder neben Kindern von Diplomaten und Kindern von Botschaftern etwa Kinder zweiter Klasse?

Alla
8 Monate zuvor
Antwortet  Ramona Minuth

Diese Auslandsschulen sind auch Vorzeigeschulen in den Ländern. Sie sind Werbeträger für Deutschland und sind deshalb um eine gute Ausstattung bemüht.
Außerdem stehen sie in Konkurrenz zu den einheimischen Schulen und zu den anderen Auslandschulen (z.B. von Frankreich).
Schulgeld kosten sie auch. (Der deutsche Staat oder deutsche Firmen übernehmen dieses für die Kinder ihrer Entsandtkräfte)
Je mehr auch einheimische Kinder sich auf die Auslandschule bewerben, umso höher das Ansehen des betreibenden Staates.
Ich habe als Diplomatenkind meine gesamte Kindheit und Jugend ( im vorigen Jahrhundert) an solchen Schulen verbracht und habe z.B. keinen Stundenausfall erlebt! Wer bei uns „Abitur“ machte, bekam ohne Aufnahmeprüfung einen Studienplatz auch an der besten Uni des Landes.
Den Ruf darf man sich nicht kaputt machen!

Berger
8 Monate zuvor

Ich verstehe nicht das man fuer alles demonstriert. Aber ist fuer unsere Kinder schon einer vor den schulen gesichtet worden. Es wird einfach alles hingenommen. Danke

Chorleiterin
8 Monate zuvor

Ja, sind sie…..sehen Sie doch…..
Meines Erachtens sollte man erstmal damit anfangen die Abstände einhalten zu können, also ab sofort Wechselunterricht, so lange der Einbau von Luftfilteranlagen verwehrt wird.
Aber diese „Corona- in Schulen- Verleugner“ werden das Problem das dritte Mal aussetzen und weissagen, dass die Pandemie sowieso bald zu Ende ist und es sich nicht mehr lohnt, in die Gesundheit der Kinder und Lehrer zu investieren…

Privat
8 Monate zuvor

Die Aktion ist mega. Nützt nur nix, da das kein Kumi interessiert. Im Sommer knapp 30 Grad gemessen. Kein hitzefrei. Im Winter ist es dem Lehrer zu kalt. Wird eben nicht aller 20 Minuten gelüftet. Entweder frieren und davon Erkältung bekommen oder schön kuschelig und davon Corona bekommen. Dazwischen gibt es nichts. Hauptsache Schule auf. Ausserdem zeigen die Thermometer in der Schule eh nur das an, was man sich gerade wünscht. Alle Minister sollten ab sofort ihr sicheres Büro mindestens 4 Wochen gegen ein Klassenzimmer tauschen. Laut ihren Aussagen ist die Schule ja ein sicherer Ort und die Maßnahmen ausreichend. Besser geht’s doch nicht, oder?

Gitta Meichsner
8 Monate zuvor

Ganz meine Meinung, liebe Indra! Wir haben in unserer Schule die Erfahrung gemacht, dass der Wechselunterricht den Kindern gut getan hat. Das Lernen in kleinen Gruppen war effizienter und die „Lücken“ überschaubar. Meine damalige Klasse 10 hat ihren Abschluss ordentlich gemacht, da sie trotz „Lockdown“ für die anderen Schüler im Wechselunterricht da sein konnte. Und als dann der Wechselunterricht auch für die anderen Klassen wieder möglich war, haben die Schüler das Fehlen der halben Klasse nicht als Problem empfunden,man hat ja auch noch ein Handy und ein Leben außerhalb der Schule! Herr Lauterbach hat mal in einer Sendung dazu referiert, dass bei Wechselunterricht 3/4 der Infektion unterbunden werden. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum das jetzt plötzlich niemanden mehr interessiert und alle KM so tun, als wäre das Wechselmodell eine Katastrophe für die Bildung der Kinder!

LEA
8 Monate zuvor

Die Lehrerin meines Kindes im RLP machte die Fenster bisher gar nicht erst zu. Die Kinder saßen quasi dauerhaft im Kalten.
Es ist einfach absolut unverantwortlich und eine bodenlose Frechheit, wie die Kinder behandelt werden

Anne
8 Monate zuvor
Antwortet  LEA

In der NRW-Verordnung findet sich dazu diese interessante Regelung: „Zur Vermeidung von über Aerosole vermittelten Infektionen ist eine DAUERHAFTE oder mindestens regelmäßige Durchlüftung mit kurzen Lüftungsintervallen sicherzustellen.“ Dauerhaft heißt dann eben, Fenster nicht mehr zu.

alter Pauker
8 Monate zuvor

Was mich extrem nervt ist das unsinnige Gerede in Bezug auf die, ach so modern gewordenen, CO² Ampeln – als wäre es erst seit Corona ein Problem. „Fenster auf “ hieß es auch schon früher, spätestens wenn ich/man als LehrerIn merkte, dass die Schüler „müde“ wurden. Heute berufen sich viele auf den „Ampelzwang“.
Aber zumindest konnte man bei der Gelegenheit für einen Teil der Industrie den Absatz von einem Haufen Elektronik-Kram ankurbeln.
Mal ehrlich KuK, waren bei Ihnen die Fenster immer geschlossen, egal wie es im Raum „dicke Luft“ hatte und es, kam man von außen in ein Zimmer, wie im Büffelstall roch? Kaum, denke ich. Mein Studium ist zwar fast 5 Dekaden her, aber das Lüften von Klassenzimmern war damals schon ein Thema.
Bis heute gilt die Regel „kleiner Raum+viele Schüler = Lüften ist häufig nötig. Sogar ganz ohne Corona.

dickebank
8 Monate zuvor

Wenn man als Betriebssystem z.B. Linux nutzt, muss man doch gar kein „Window“ öffnen …
Bei nachlassendem Umsatz bei Microsoft muss es zwangsläufig Luftfilder geben, denn dann fehlt doch das Geld für die Chips in den Boostern – oder verwechsele ich da was? Die bei telegram sind da nicht so informiert:)

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Endlich jemand, der meine Sprache spricht! Dankeschööön.

Icke
8 Monate zuvor

Hey, da habt Ihr noch Glück das für euch um 12 .00-14.00 Schluss ist .In Berlin ,wo die Hortbetreuung an den Schulen stattfindet geht’s für mich bis 16.30 munter weiter. Das heißt am Vormittag Unterrichtsbegleitung in ausgekühlten Räumen . Nachmittags sieht es nicht anders aus und dann noch die Hofaufsichten. Ich denke die Politikergilde setzt auf schleichende Klimaerwärmung und hilft mit den vielen geöffneten Fenstern etwas nach. Denn wenn draußen nicht mehr so kalt,dann drinnen auch wärmer.

Walther Heitbrink
8 Monate zuvor

Es lüftet ja nicht die KMK, sondern die Lehrkräfte. Die dann zitternde Schüler vor sich haben. Also, wie dumm und autoritätshörig muss man sein, um Kinder zu quälen, nur weil eine Vorgabe dazu anstiftet?

Kathrin
8 Monate zuvor

Das hat nichts mit Dummheit zu tun, sondern mit der Wahl zwischen Pest und Cholera. Es wäre mir furchtbar, wenn ich in meinen Unterrichtsstunden nicht alles täte, damit die Kinder sich nicht infizieren, und dann ein Cluster entstehen würde. Luftfilter gibt es nicht, bleibt nur Lüften. Ich habe im letzten Winter übrigens remonstriert wegen Verletzung des Arbeitsschutzes.

Tobias Schramm
8 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin

Gibt es eigentlich irgendwo zugängliche Statistiken über Anzahl der Remonstrationen, vielleicht sogar nach Themengebieten?
Das wäre ja mal wirklich interessant…

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor

Ich bin dumm, drum frag ich rum: Wie vermeiden Sie dann Ansteckungen? Auch durch Ignorieren? Oder durch zu kurzes Denken?

Ich muss da mal was loswerden
8 Monate zuvor

Bitte mit den Fotos die Twitter-Threads der Kultusminister füllen!

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor

Sind die alle auf Twitter? Da bin nicht mal ich … ja, nicht mal … naja gut, ich bin auch nicht „in“ … aber ich kenn mich „out“.

Tobias Schramm
8 Monate zuvor

Super Idee! 🙂

Nicole
8 Monate zuvor

Ich sitze als I-Helferin in der Grundschule mit im Kühlschrank. Denn anders kann man es nicht nennen. Die meisten Schüler/innen ziehen ihre Winterjacken an. Wir Erwachsenen ziehen die Jacken kaum noch aus und sind so schon dick angezogen. Die Toiletten (die ja eh so schon eine Zumutung sind. Alt, schmuddelig, stinkend (was nichts mit den Geschäften der Kinder zu tun hat ..), sind noch viel kälter, da die Fenster da dauerhaft offen sind. Wasser gibt es nur kaltes, warum sollten Schulen auch mit Warmwasser versorgt werden? Dies ist echt heftig, da ja ständig die Hände gewaschen werden sollen. Warm wird es uns in der Schule jeden Falls nicht.
Ich möchte jeden Politiker zu gerne in diesen Zeiten, wenigstens eine Woche zur Schule gehen lassen. Vielleicht würde auch dann (auch generell) was ändern.

Pitti
8 Monate zuvor

Hab eine Idee, das Präsent wird von Frau Gebauer persönlich überreicht in einer Schule ohne Maske. Yep, das hätte was…………..

m.m.s.d.
8 Monate zuvor

Es gibt doch eine Arbeitsstättenrichtlinie. Diese gilt zwar nicht fuer Schüler jedoch für Lehrer. Da müsste eigentlich auch geregelt sein, dass gewisse Temperaturen in Klassenräumen, nicht unter-, überschritten werden dürfen oder?
Gibt es hierzu bisher Recherchen etc. liebe @Redaktion?