Schneller wieder in Arbeit: GEW-Chefin fordert Verkürzung der Quarantäne für Lehrkräfte

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) plädiert für eine Verkürzung der Corona-Quarantäne für Lehrkräfte. «Vor den Ferien befanden sich an einigen Schulen eine hohe Anzahl der Beschäftigten in Quarantäne, weswegen teilweise Distanzunterricht stattfinden musste», sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Daher würde sie es begrüßen, wenn geimpfte und genesene Beschäftigte ohne Symptome die Quarantäne durch einen PCR-Test verkürzen könnten.

»Der Präsenzunterricht sollte flächendeckend fortgesetzt werden»: Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Foto: GEW

Die Corona-Variante Omikron könnte zu weitreichenden Ausfällen von Personal in kritischen Bereichen des öffentlichen Lebens führen. In Bund und Ländern wird deshalb diskutiert, Quarantänefristen für Berufsgruppen wie Polizei und Feuerwehr – und möglicherweise Lehrkräfte – zu verkürzen.

Unter dem Druck steigender Omikron-Zahlen wollen Bund und Länder am Freitag unter anderem darüber beraten. Am heutigen Dienstag berät der Expertenrat der Bundesregierung die Lage. In seiner ersten Stellungnahme hatte er vor Weihnachten vor einer «explosionsartigen Verbreitung» von Omikron und «hohen Risiken für die kritische Infrastruktur» gewarnt, wenn sehr viele Beschäftigte, die für die Grundversorgung nötig sind, gleichzeitig in Quarantäne seien.

«Es kann nicht sein, dass Kinder und Jugendliche wieder wochenlang von zu Hause aus unterrichtet werden»

Die Kultusminister der Länder wollen am Mittwoch über das weitere Vorgehen sprechen. Die GEW-Chefin bekräftigte die Forderung, die Schulen grundsätzlich offen zu halten. «Der Präsenzunterricht sollte flächendeckend fortgesetzt werden», sagte Finnern. «Es kann nicht sein, dass Kinder und Jugendliche wieder wochenlang von zu Hause aus unterrichtet werden.» In Einzelfällen und je nach Infektionslage auch regional lasse sich aber auch Distanzunterricht nicht ausschließen.

Finnern forderte regelmäßige PCR-Tests an Schulen, damit Präsenzunterricht sicher möglich bleibe. «Alle sollten zu Beginn am besten täglich getestet werden, auch genesene und geimpfte Schüler», sagte sie. Außerdem sei es wichtig, dass die Maskenpflicht im Klassenraum bestehen bleibe.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit einer schnellen Entscheidung über eine Verkürzung der Quarantänefristen. Sollte kritische Infrastruktur zur Versorgung der Bevölkerung aufgrund von Quarantäne an die Grenzen geraten, könnten verkürzte Quarantänezeiten erforderlich sein, sagte ein Sprecher seines Ministeriums.

«Hier darf nicht dergestalt verfahren werden, dass man Menschen, wenn sie noch ansteckend sind, arbeiten lässt»

Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, mahnt in der Debatte allerdings zu Vorsicht. «Hier darf nicht nach dem Opportunitätsprinzip dergestalt verfahren werden, dass man Menschen, auch wenn sie noch ansteckend sind, arbeiten lässt, weil wir sonst nicht genug Leute haben», sagte Montgomery der «Passauer Neuen Presse“. «Wenn wissenschaftlich nachgewiesen werde, dass bestimmte Menschen nach vier oder fünf Tagen nicht mehr so ansteckend seien, dann hielte ich eine kürzere Quarantänezeit für richtig – sonst nicht.»

Der Berliner Virologe Prof. Christian Drosten, der auch Mitglied im Expertenrat ist, sagte hingegen zuletzt im Deutschlandfunk, mit einer Freitestung könne man Infizierte nach der Selbstisolationszeit durchaus auch nach weniger Tagen als bislang wieder als nicht-infektiös betrachten. Er gehe davon aus, dass es auch bei der Quarantäneregelung künftig Verkürzungen geben könne, auch wenn dann «einige wenige Fälle» übersehen werden könnten. Die Diskussion, dass man gesamtgesellschaftlich nicht mehr alle Übertragungen «verhindern können will und muss», gebe es schon länger, man habe sich aber nie dazu entschlossen. «Da muss ich eben immer noch ein ‚wenn‘ vorausschicken, weil das noch nicht gesichert ist, aber wenn Omikron wirklich eine verringerte Krankheitsschwere im Großen und Ganzen hat, dann finde ich es sehr sinnvoll, in diese Richtung zu gehen», sagte Drosten.

Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Prof. Thomas Mertens, hält eine Fünf-Tage-Quarantäne aus virologischer Sicht für zu kurz. Denn es gebe eine Reihe von Fällen, bei denen Menschen auch nach fünf Tagen die Infektion weitergegeben hätten, so Mertens zum SWR. Er hält deswegen mindestens sieben Tage Quarantäne für angemessen.

Heute gilt grundsätzlich: Bei engem Kontakt zu einer positiv auf Corona getesteten Person soll man für zehn Tage in häusliche Quarantäne. Diese kann mit einem negativen Antigen-Schnelltest auf sieben Tage verkürzt werden, mit einem negativen PCR-Test auf fünf Tage. Die Entscheidung über die Quarantäne liegt beim zuständigen Gesundheitsamt. Wenn das überlastet ist und sich zunächst nicht damit befasst, soll man selbstständig zuhause bleiben. Zu unterscheiden ist davon die Isolierung: Wer selbst infiziert ist, soll 14 Tage nach Symptombeginn in Isolierung – vollständig Geimpfte fünf Tage, wenn sie danach symptomfrei und negativ PCR-getestet sind. News4teachers / mit Material der dpa

„Die fehlende Wertschätzung der Arbeitgeber ist total enttäuschend“: GEW-Chefin Maike Finnern im Interview

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76 KOMMENTARE

  1. Der gigantische Schaden für eine Schülerschaft ist groß belegt die Universität Mannheim. Das Aufholprogramm wird als ungenügend bezeichnet und soll nur einer bestimmten sozialen
    Schicht zur Verfügung gestellt werden. Dabei hat die Bildungsnot alle sozialen Schichten getroffen egal welcher Herkunft. Die G8 Schulen tragen enormen Schaden von der andauernden Corona Welle.https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheimer-psychologe-raet-zu-praesenzunterricht-100.html

  2. An der Präsenzpflicht hät Frau Schopper in BW eisern fest und der Unterricht findet in voller Klassenstärke fest. Die Durchseuchung erhält wweiter ein Freischein und die ansteckende Variante kann sich an den Schulen wie ein Buschfeuer verbreiten. Offen halten ohne jeglichen Gesundheitsschutz und auf kostern der Lehrer wird das Schulleben am laufen gehalten. Augen zu und durch.https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/praesenzunterricht-schule-bw-100.html Quarantäne wird auch noch gekürzt um Bildung zu ermöglichen.Bildung vor Gesundheit und Long Covid schweigt man weiterhin Tod.

  3. Die Schulen bleiben so lange wie möglich offen. Das kann auch heißen: noch für ein paar Tage. Denn mal sehen, wie lange die PCR-Test-Kapazität fürs Freitesten der Lehrkräfte reicht. Oder ob die Selbsttests zur „Kontrolle“ des Infektionsgeschehens für SuS schon vorher ausgehen. Solche Vorschläge müssen im Falle eines Falles einfach auch praktisch funktionieren. Gibt es schon Vorschläge, wie man schlagartig die Zahl der Kinderbetten in Krankenhäusern massiv hochfährt? Wäre vielleicht an der Zeit, solche zu entwickeln … weil: naja, wir haben ja auch keine ausreichenden PCR-Pool-Kapazitäten für die Kitas und in diesem Bereich explosionsartig zunehmende Hospitalisierungsraten zu erwarten.

  4. Vielleicht bin ich zu doof und verstehe es nicht. Wenn aktuell die Labore in Deutschland schon an der Belastungsgrenze arbeiten und demnächst die Infektionszahlen 4-5mal so hoch sind, welche geheimen Labore machen dann die ganzen PCR-Tests???
    Aber schön, dass jede/r noch mal etwas zu der Idee (Theorie!) von der verkürzten Quarantäne sagen möchte. Und die GEW hätte mir hier auch wirklich gefehlt…

    • @LehrerinKaren
      „welche geheimen Labore machen dann die ganzen PCR-Tests???“
      Das gibt prima Projektwochen an den Schulen. ( Weiterführende Schulen haben sogar Chemie-Räume!)
      Die jüngeren Kinder können solange etwas malen. ( Offene Fenster beim Lüften, Bremsscheiben, … )
      ( Ironie )

    • Man liest aus anderen Ländern, dass dort auch veterinärmedizinische Labore einbezogen werden. Bei uns hat das offenbar die Menschenärztelaborlobby erfolgreich verhindert!

      Dabei führen die Veterinäre längst auch schon vereinzelt Tests bei Tieren durch, wie mir eine befreundete, im Labor tätige Tierärztin schon vor vielen Monaten berichtete! Die können das also und Probe ist Probe, ob nun vom Affen oder Menschen!

  5. Ich kann nicht verstehen , dass die GEW noch ein einziges Mitglied hat … Eine Gewerkschaft muss sich für den Schutz ihrer Organisierten einsetzen , nicht für deren schnellstmögliche Verfütterung an ein Virus , von dem derzeit aus nachvollziehbaren Gründen behauptet wird , dass es keine schweren Verläufe produziert . Was so sicher nicht ist . Außerdem sollten Infizierte nicht zu früh wieder unter Menschen gehen , man schönt damit nur kurzfristig die Statistik . Und auch Frau Finnern scheint zu glauben , dass Jugendliche und Kinder nur in der Schule glücklich sind . Vielleicht sollte sie mal ein Gruppen – Selfie mit Herrn Fischbach machen …

  6. Also Lehrer sind moderne Sklaven, sie sollen arbeiten bis sie tot umfallen.

    Sie haben kein Leben, keine Familie, keine Kinder, also sie haben gar nichts, nur die Schule und ihre Schüler.

    • @Monika, BY
      „Also Lehrer sind moderne Sklaven, sie sollen arbeiten bis sie tot umfallen.
      Sie haben kein Leben, keine Familie, keine Kinder, also sie haben gar nichts, nur die Schule und ihre Schüler.“

      In diesem Beitrag ersetzen wir ergänzend zur Lehrer- aus Muttersicht „Lehrer“ durch „Schüler“, „Kinder“ durch „Eltern / Großeltern“, „Schüler“ durch „Lehrer“, denn die Schüler sind dieser Durchseuchungsmühle nicht minder ausgesetzt, was mir hier bisweilen ein bisschen zu sehr unter den Tisch fällt.

      Lehrer haben Dienstpflicht. Das gilt jedoch für die Schüler wegen der in Deutschland grundsätzlich bestehenden Präsenzpflicht, derzeit nur in wenigen Bundesländern zeitweilig ausgesetzt, bei uns in RLP natürlich nicht, leider ganz genauso. Nein, auch meine Familie hat keine Wahl.

      Selten, dass alle (Zwangs-)Mitglieder der Schulgemeinschaft, die in Normalzeiten durchaus eher divergierende Ansichten haben, dermaßen im selben Boot sitzen, sinkender Kahn, den die Ratten nur deswegen nicht längst verlassen haben, da sie, die Kumis, seit jeher vom rettenden Ufer aus zugucken durften, von wo aus sie ihre Entscheidungen fällen, die überwiegend darin bestehen, das Ganze auszusitzen und dabei als reality-TV-Ersatz genauestens zu beobachten, damit ihnen beim Aussitzen nicht langweilig wird. Idealerweise wird dann perspektivisch die Pandemie irgendwann von selbst vorbei sein. Blubb und weg.

  7. «Es kann nicht sein, dass Kinder und Jugendliche wieder wochenlang von zu Hause aus unterrichtet werden»

    Ja, das konnte sein und sollte sein.

    Diese Kinder haben doch ihre Familie, ihre Eltern, Erziehungsberechtigte auch oder?

    Und draußen wütet Pandemie.

    Haben sämtliche Eltern ihre Kinder an der Welt für jemanden anderen gebracht?

    Das ist dann etwas ganz neues.

  8. Es reicht, liebe GEW.
    Ihr seid sowas von Lichtjahren entfernt von den Sorgen und Nöten eurer Mitglieder, dass die Mitgliedschaft unter keinem Aspekt mehr einen Sinn macht.
    Mein Kündigungsschreiben geht gleich auf die Post.

      • @Mika
        „Und Schokolade! Ich will Schokolade! Jetzt!“
        Nach zweimaligem Hingucken: Fehlt da angesichts dieses dringenden Bedürfnisses im Nicknme nicht ein „l“ (kleines Ell), oder wäre das zu viel Schleichwerbung?

  9. Schneller wieder in Arbeit: GEW-Chefin fordert Verkürzung der Quarantäne für Lehrkräfte

    Verkürzte Quarantäne!

    Jeder der da mitspielt müsste im Falle von auftretenden Problemen bis hinzu Berufsunfähigkeit wegen erwiesener Dummheit jegliche Leistungen gestrichen bekommen.

    Wer durch das unverantwortliche und vorsätzliche (nicht fahrlässige) Handeln der KMK eine Corona-Infektion erleidet der sollte sich wenigstens so weit auskurieren, bis selbst die letzten Symptome weg sind.

    – kein auch nur leichtes Fieber mehr
    – keine anhaltende Müdigkeit
    – kein Husten
    – kein Kopfweh

    Jeder der sich in der Schule Corona fängt, sollte im Nachgang erst mal an sich selbst denken.

    Wer unterrichtet dann die SuS und stellt die Bildungsgerechtigkeit sicher???

    Mir egal!

    Soll doch die Frau mit der seltsamen Sauerkrautfrisur den Unterricht übernehmen. Der ist doch soooooo dringend nötig.
    Oder ihre Kollegen, die anderen Bonzen von der GEW.
    Noch besser geeignet wären natürlich die Mitarbeiter der Kultusministerien oder die Minister der KMK persönlich. Die Schulen sind ja sicher.
    Eine weiter Alternative wären natürlich auch die Kinderärzte. Die sind ja studierte Menschen und zusätzlich in der Lage die wissenschaftlich hochwertigen Hygienepläne ein zu halten.

    Ich werde im Falle einer Infektion den Schulsystem auf jeden Fall so lange fehlen, bis ich mir sicher bin, dass ich keine späteren Folgen habe.
    Ein bis zwei Wochen Quarantäne.
    Weitere 2-3 Wochen bis Müdigkeit und sonstige Folgen so weit abgeklungen sind, dass ich sicher bin nichts zurückbehalten zu haben.
    Falls es mir doch nicht 100% gut geht. Arzt, Reha.

    Jeder bekommt das was er bestellt.

    Die KMK bestellt Präsenzunterricht um jeden Preis.
    Wenn der Preis dann aus 2 bis 12 Wochen Krankheit mit Abwesenheit von der Schule oder länger besteht. Pech gehabt.

    Ach übrigens, wer noch Mitglied in der GEW ist und da Beiträge zahlt, der sollte eh mal einen Arzt aufsuchen. Mit den stimmt auf jeden Fall was nicht.

    • Schattenläufer- Genauso! Und im Fall des Falles- ich würde noch ne Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung an meinen obersten Dienstherrn Herr GHT obendrauf packen…..

  10. Warum kann man diese Äußerung nicht einfach anders tätigen:

    Wenn es so wichtig ist, dass Lehrkräfte in den Schulen sind und die Notbetreuung oder ggf. Präsenzunterricht für Kleingruppen oder alle SchülerInnen übernehmen sollen,
    dann sollte man doch – gerade als Gewerkschaft – fordern, dass dafür die notwendigen Voraussetzungen und Schutzmaßnahmen sofort vorab getroffen werden:
    – tägliche, kostenfreie PCR-Testungen für alle Lehrkräfte im Schulgebäude, damit der Lehrbetrieb abgesichert wird, durchgeführt durch externes Personal,
    – gestellte hochwertige FFP2-Masken für das gesamte Personal (sollte Standard sein),
    – Personal für Notbetreuungen, um Kollegien zu entlasten, aber die Betreuung in den Schulen gewährleisten zu können,
    – Personal für die Kommunikation mit Eltern/ Kindern in Quarantäne
    – Betreuungspersonal für Kinder von Lehrkräften, damit diese für den Unterricht zur Verfügung stehen,
    – Impfaktionen an jeder Schule innerhalb der nächsten 2 Wochen in den Räumen der Schule.

    Kann dies nicht gewährt werden, ist ein Präsenzunterricht unter den gegebenen Bedingungen zu riskant und damit nicht möglich.

    Alternativ kann Schule – wie anderes – unter 2Gplus in Präsenz stattfinden, also nur noch mit Geimpften/ Genesenen + Testzertifikat (außerschulisch zu erbringen).

    • Dem stimme ich zu, das wäre eine angemessene Gewerkschaftsforderung durch die würden sich Lehrkräfte vertreten fühlen.

  11. „«Es kann nicht sein, dass Kinder und Jugendliche wieder wochenlang von zu Hause aus unterrichtet werden»“

    Ganz genau! Ich habe das mehrmals hinter mir und zwischendurch auch.

    Fazit: Schimpf und Schande, Undankbarkeit, unbezahlte Mehrstarbeit, Schuldzuweisung in meine Richtung, Kinder, die nichts können, wollen oder was auch immer. Lehrer sind doof, Lehrer sind schuld, Lehrer sind unfähig uws. Wir können ja nicht mal richtig lüften – sonst gäbe es wohl schon längst kein Corona mehr. (Ich habe gerade die Wut-Kappe auf!)

    Leute, bleibt zu Hause. Lasst euch länger krankschreiben, erholt euch! Auch von der psychischen Belastung des Schrecks – ist nicht ohne!

    Nicht nur die Kids haben psychische Probleme davongetragen – ich muss die Kids täglich im Präsenzunterricht anlügen – das macht auch was mit mir und dem Vertrauensverhältnis zu den Kids.

    Nun ist die Durchseuchung der Lehrkräfte das Ziel der GEW. Danke. Hier läuft was schief – sehr sogar.

    Schutz ist das Ziel – nicht ein Messer in den Rücken und eine Bombe unter den Stuhl.

  12. Es stellt sich bei der verkürzten Quarantäne in Schulen die Frage nach der Notwendigkeit und der strafrechtlichen Folgen für Lehrer, die Schüler und Kollegen infizieren.
    Es handelt es sich beim Schulbereich nicht um einen kritischen Bereich der Infrastruktur und es gibt Alternativen, den Distanzunterricht.

    Wer im Schulbereich verkürzte Quarantäne fordert, ist intellektuell und moralisch deformiert.
    Man ist mit Omikron bis zu 12 Tage infektiös.
    Wer infektiöse Lehrer unterrichten lässt, macht sich strafbar. Sollte sich meine Frau wegen eines Kollegen anstecken, der noch infektiös in die Schule geht, würde ich alle juristischen Möglichkeiten ausloten. Das ist fahrlässige Körperverletzung.
    Jeder Lehrer sollte sich bewusst sein, dass er hier mit dem Feuer spielt.

    • Lieber Xy,

      den meisten Kolleginnen und Kollegen ist es jetzt schon egal, ob sie andere anstecken oder nicht.
      Beispiel: Das Kind einer Kollegin wurde in der Schule positiv getestet. Während auf das Ergebnis des PCR-Tests gewartet wurde, kam besagte Kollegin weiter in die Schule und zwar mit einer selbstgenähten Stoffmaske. Dann war der PCR-Test des Kindes auch positiv. Kollegin kam weiter in die Schule. Man könnte meinen, dass sie zum Schutz der anderen auf FFP2-Maske gewechselt wäre. Fehlalarm. Sie kam weiterhin mit ein und derselben Stoffmaske in die Schule bis sie dann auch Symptome entwickelte und schließlich positiv getestet wurde. Nach 10 Tagen ließ sie sich dann freitesten und kam wieder mit dem Stofflappen arbeiten und keiner sagt etwas.

      • Dem Gesundheitsamt ist es inzwischen auch egal. Eine Kollegin wurde positiv getestet (ihr geht es trotz zweifacher Impfung seit Wochen richtig schlecht), aber NIEMAND aus der Schule, weder Kinder noch LK, wurde als Kontaktperson eingestuft (die Corona-App hat das anders gesehen und auf rot geschaltet, aber das interessiert weder das Amt noch die SL, Hauptsache, der Laden läuft irgendwie weiter).

      • Die Dummheit scheint auch bei Lehrern verbreitet.
        In diesem Fall ist die Schulleitung darauf hinzuweisen, dass sie die Verantwortung trägt. Dilettanten. Gefährliche Dilettanten.
        Was sind das nur für Schulleitungen?
        Würden sich Kollegen in der Firma so rücksichtslos verhalten, wäre das ein Kündigungsgrund.
        Und an Schulen dürfen die Intelligenzgeminderten unter den Lehrern machen, was ihnen gefällt?
        Jeder, der sich wegen so einer Dummheit von Kollegen ansteckt, sollte das strafrechtlich prüfen lassen.

  13. GEW heißt doch Gemeinschaft von erbärmlichen Witzfiguren, oder? ODER?

    Ich bereue jeden einzelnen Cent, den ich diesem Verein in den Rachen geschmissen habe. Zum Glück bin ich vor über 2 Jahren schon ausgetreten.

    • Wen vertritt Frau Finnern eigentlich? Ich empfinde es als Frechheit, ungeprüft und ohne Lösungsmöglichkeiten (z.b. Notfallplanung / Handlungsempfehlung für SL orientiert an zur Verfügung stehender Personalbesetzung, von oben abgesegneter Umgang mit Fehlzeiten der SuS und „abgespeckte“ Lerninhalte / Leistungsbewertung, Forderung nach Luftfiltern, ….) diese leere Forderung nach Präsenzbeschulung auszusprechen.
      GEW, nein Danke!
      Aber leider habe ich eine Kündigungsfrist von 5 Jahren, 2023 darf ich dann raus. (Nach zwanzig Jahren Mitgliedschaft und meiner Inanspruchnahme einer Rechtsberatung bei der ich im Endeffekt die gesamte Kommunikation mit dem Dienstherren selbst verfasst habe, muss ich leider den Verein weiter bezahlen.
      Und wenn ich wählen dürfte, wer die Kohle bekommt: 2 PCR-Tests beim Anbieter meiner Wahl, wenn ich mir Sorgen um die Gesundheit meiner Kontakte mache).

    • In der Tat. Bevor die sowas fordert, sollte sie sich erstmal darum kümmern, dass Schulen tatsächlich sicher werden. Überhaupt, fragt die Dame sich nicht, wie es den Mitgliedern bzw. Beitragszahler*innen ihrer Gewerkschaft gerade geht?

      • Also ich bin Beitragszahler und ich bin zufrieden. Die GEW-Forderung nach kürzerer Quarantäne unterstütze ich. Natürlich sind damit nicht Lehrer gemeint, die krank im Bett liegen, sondern solche, die gar keine Symptome haben! Das ist doch logisch. Hier wird wieder mal viel Wind um nichts gemacht.

  14. An alle Lehrer und Lehrerinnen,

    ich bin ein besorgte Mutter und habe meinen 11 Jahre alten Sohn von Februar bis Juli 2021 daheim beschult. Er kam dieses Schuljahr in die 5 Klasse und die letzten 2 Monate habe ich ihn wieder daheim beschult. Er hat nur die Schularbeiten mitgeschrieben und er ist gut in der Schule. Er ist ein sehr fröhliches Kind und trotz fehlendem Präsenzunterricht weit davon entfernt psychisch krank zu sein.

    Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass manche den Mut, die Leistung und das Engagement der Lehrer und Lehrerinnen in dieser schweren Zeit nicht schätzt. Meine kleine Familie wurde von den für uns zuständigen Lehrerinnen respektiert, unterstützt und geschützt. Das werde ich Ihnen nicht vergessen.
    Für mich sind Lehrer und Lehrerinnen meine Helden und Heldinnen. Dafür kann ich allen nur aus ganzem Herzen Danke sagen.

  15. Die GEW, wie sie hinter ihren Beitragszahlern steht. Nicht. Wie viele Beweise braucht es noch, dass die GEW die Lehrer in die Pfanne haut?

  16. Haha, warum nicht gleich Think Big: in den Schulen und Betreuungseinrichtungen gibt es keine Quarantäne mehr und mit milden Symptomen geht der Präsenzunterricht trotzdem für alle weiter! Bin ich die Einzige, die denkt, dass eigentlich alle Verantwortlichen genau das denken? Wetten, dass in den nächsten Wochen irgendeiner von ihnen es aussprechen wird?

  17. Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, glaubt nicht, dass Präsenzunterricht an allen Schulen weiter durchgängig möglich sein wird.
    04.01.2022 – 12:20:46
    „Wir müssen uns ehrlich machen“, sagte sie dem Portal „Business Insider“. Es werde Schulen geben, die auf Distanz unterrichten müssen, sei es durch eine hohe Zahl an Corona-Infektionen oder Quarantäneanordnungen in der Schülerschaft oder unter den Lehrern.

    https://www.ad-hoc-news.de/wissenschaft/die-chefin-der-gewerkschaft-erziehung-und-wissenschaft-gew-maike/62293205

    • Ja, jetzt faselt sie von „Wir müssen uns ehrlich machen“ – und was folgt daraus für Finnern: Ihre Kolleg*innen sollen solange unterrichten bis so viele krank sind, dass Schulen zumachen müssen. Weil einfach kaum einer mehr da ist, der nicht krank sein wird. KuK und die ihnen anvertrauen SuS schützen, hört sich anders an. Nach dem Motto: Turbokapitalismus muss bedingungslos weiter laufen. Wer unter die Räder kommt, für denen haben GEW und MPs dann allenfalls ein kollektives Kerzlein im luftgefilterten Büro übrig.

  18. @Ulrike
    Ich frage mich nicht nur wie ältere und/oder vorerkrankte LuL eine „milde“ Omikronerkrankung durchstehen, wenn schon weitaus jüngere und bisher putzmuntere KuK aktuell damit über 1 Woche elendig flach liegen, sondern wie es den Kids mit Vorerkrankungen z.B. in der GS geht, die vermutlich noch nicht ihre 2. Impfung bekommen geschweige denn geboostert sind, und überhaupt keinerlei Abstand in der Klasse zu ihren Klassenkamerad:innen halten können, die oft nicht mal Willens oder in der Lage sind, eine medizinische Maske korrekt zu tragen!?
    Von mir bekäme jedes „dauererkrankte“ Kind mit Eltern wie Ihnen alles Nötige an Infos und Material und hoffe so sehr, dass gaaaanz viele Eltern es ihnen nachmachen!
    Und ich hoffe, dass KuK, die eine Infektion durchmachen, gesund wiederkommen und nicht meinen, sie müssten sich in die Schule schleppen, damit um jeden Preis Präsenzunterricht stattfinden kann! Das ist die Gesundheit schon wert und wer sucht, der findet hoffentlich auch einen anständigen Arzt!

  19. Ich finde es gut, dass in die (meist unnötig verhängten) Quarantänen nun etwas Bewegung rein kommt. Es geht als mehr Richtung Normalität und das ist überfällig, denn immer mehr wird klar, dass Corona ein Teil unseres Lebens geworden ist und bleibt und wir uns nicht jahrelang zuhause einschließen können. Insbesondere Kindern sollte man das langsam ersparen. Ich weiß, für hier ist das eine unpopuläre Meinung, viele Eltern und auch Lehrer sehen das jedoch wie ich.

    Die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule, die zudem fast alle für geöffnete Schulen plädieren, bleiben auch meine Helden. Das meine ich nicht ironisch, sondern ich sehe, wie sie sich täglich abmühen, den Kindern so viel Normalität wie möglich zu geben und sie nicht in Angst und Panik vor einer Infektion zu versetzen. Einige von ihnen haben Corona selbst hinter sich und es unbeschadet überstanden.

  20. Ich sehe diese Gewerkschaft als Verräter der Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und der gesamten Elternschaft. Wer dort noch Mitglied ist, dem ist nicht mehr zu helfen.

    Das schreib ich hier schon seit Beginn der Pandemie. Diese Lowperformer- endlich zeigen die ihr wahres Gesicht. Würde mich nicht wundern, wenn die ordentlich geschmiert worden wären.

  21. Eine Riesenwelle rast auf Deutschland zu. Und was wird beschlossen? Kinder bleiben am Strand spielen, die haben ja Schwimmfluegel. Was ich nicht verstehe. Einerseits wird von der Apokalypse gesprochen (also fast schon), andererseits kann es, laut viele Minister und Praesidenten aller Art, nicht so schlimm sein. Wer luegt hier?

  22. Ich bin ausgetreten – habe mich schon lange nicht mehr vertreten gefühlt. Frau Finnern hat mir den Rest gegeben.

  23. Na, hier wird wieder mal heftig gegen die GEW geschossen. Nach dem Motto: Was ich immer schon mal sagen wollte. Wo bitte sind die Alternativen?

    Die Aussage der GEW hat durchaus Sinn. Es ist ja verständlich, wenn die Quarantäne z.B. für Lehrer verkürzt wird. Sie beträgt derzeit 2 Wochen, selbst wenn der Lehrer keine Symptome hat, also NICHT erkrankt ist. Menschen mit geringen Symptomen sind nachweislich deutlich kürzere Zeit ansteckend und Menschen ohne Symptome erst recht. Da sitzt man dann u.U. zuhause und hat gar nichts weiter außer 2 Wochen zusätzliche Ferien.

    Wer hingegen erkrankt ist an Covid-19, der soll natürlich zuhause bleiben, solange er Beschwerden hat.

    • Nein, als LK sitzt man dann 2 Wochen zu Hause und erteilt Distanzunterricht, arbeitet also voll weiter. Kann man nicht von jedem in Quarantäne behaupten.

    • Und ich würde mal behaupten, die meisten, die hier „schießen“, wissen auch warum. Ich bin schon vor Jahren aus der GEW ausgetreten. Da ging es um die illegale Mehrarbeit in Niedersachsen. Da hat die GEW sich so lange still verhalten, bis der Protest der Personalräte (!!!) nicht mehr zu überhören war. Und dann ist die GEW auf einen Zug aufgesprungen, der schon gut in Fahrt war.
      Und: Ich muss mir keine „Alternative“ überlegen, ich bin weder in einem politischen Gremium, das hier zu entscheiden hat, noch bin ich ein gewählter Interessenvertreter.
      Die Quarantäneverkürzung ist doch eine Illusion. Welche Lehrkraft wird denn bei Inzidenzen von 500 oder mehr innerhalb von 1-2 Tagen einen PCR-Termin bekommen und auch noch das Ergebnis. Und mal ehrlich: Wer wird sich darum reißen, so schnell wieder zurück in die Schule zu kommen, wenn da schon die halbe Belegschaft mit Infektionen ausgefallen ist.
      Ich würde von der GEW keine Phrasendrescherei erwarten, sondern konstruktive und vor allem realistische Forderungen zum Arbeits-und Gesundheitsschutz.
      Obwohl…ich merke gerade, von der GEW erwarte ich nichts mehr.

  24. Welche Quarantäne?

    Es wurde an unserer Schule seit der Epidemie kaum eine Lehrkraft in Quarantäne geschickt.

    Vor den Impfungen musste ein Kollege/eine Kollegin eine bestimmte Anzahl an Stunden in einer Klasse gewesen sein, was so gut wie nie der Fall war. Nach den Impfangeboten galt, Geimpfte gehen nicht in Quarantäne. Also im Endeffekt keine Lehrkraft mehr, denn fast alle sind geimpft.

    Nun sind inzwischen sehr viele geboostert. Für sich, ihre Familien, die SchülerInnen, deren Familien usw.

    Und der Dank? Niemand redet darüber, dass über 800 000 Lehrkräfte (ohne ErzieherInnen) nun beim letzten Aufbegehren der Epidemie mit nachlassendem Booster verheizt werden.

    Denn AHA-L an Schulen ist nicht. In jeder Hinsicht nicht. Das erste A (Abstand) der AHA-L-Regel ist an Schulen und in Bussen sogar de facto ausgesetzt.

    Milderes Omikron? Da möchte ich gerne mehr wissen. Im gestrigen NDR-Corona-Update wurden dankenswerterweise Begriffe wie moderater und milder Verlauf kurz erläutert.
    Meine Befürchtung, dass Lehrkräfte und Erziehende verheizt werden, bestätigt sich, denn „mild“ und “ moderat“ im landläufigen Sinn trifft’s bei Covid nicht. Nach wie vor nicht.

    Und die GEW? Quatscht über Dinge, die ich getrost den ArbeitgeberInnen und Dienstherrn überlassen würde. Leider redet die GEW nicht über das selbstverständlich hingenommene fehlende erste A. Leider redet sie wieder nicht über besondere Schutzmaßnahmen vulnerabler KollegInnen. Keiner redet an den meisten Schulen über die KollegInnen mit Grunderkrankungen. Hat Omikron hier die Bedingungen verändert?

    Ich brauche keinen „Burgfrieden“. Ich brauche „Gewerkschaften“, d. h. eine Vertretung, die mich in meinem „Gewerk“ gegenüber denjenigen unterstützt, die meine Arbeitsbedingungen festlegen.

    Ich seh mich schon bei der 4. Impfung. Für die werde ich wieder viel nachfragen und anstehen müssen. Ich. Schade, ich möchte gar nicht soviel „ich“. Ein „Wir“ gibt es in unserer Berufssparte wohl nicht.

  25. GEW als Mitarbeitervertretung heißt doch, die Gewerkschaftsmitglieder im HPR dürfen sich in der Lobby des Ministeriums die Beine vertreten, während alle anderen Lehrkräfte zusätzlich zum eigenen Unterricht auch noch erkrankte Kolleg*innen vertreten.

  26. Thema verfehlt, 5.

    Für eine Gewerkschaftschefin sollte der Gesundheitsschutz an allererster Stelle kommen, lange vor einer Optimierung, wie man auf Kosten eines erhöhten Risikos für die Beteiligten das irrsinnige Experiment „Präsenzunterricht in der Omikronwelle“ weiterführen kann.

    Der Gesundheitsschutz für ALLE Betroffenen ist umso höher, desto mehr LuL und SuS in Quarantäne sind. „Weniger Kontakte“ ist der wirksameste Schutz und genau das passiert, wenn viele in Quarantäne sind. Wenn man schon nicht bereit ist, präventiv Gesundheitsschutz zu realisieren (das heisst nicht zwingend Distanzunterricht… man könnte ja auch auf Luftreinigungssysteme und deutlich verkleinerte Klassen setzen), dann sollte man den Betroffenen wenigstens diesen Schutz gönnen.

  27. Ich verstehe nicht, warum die GEW sich hier wieder einmischt, es gibt keinen Grund dazu und der Vorschlag fällt auch eher nicht i den Bereich einer Personalvertretung.

    Es ist doch ganz einfach: Wenn Quarantäne verkürzen, dann für alle Menschen und nicht berufsabhängig. Solche dämlichen Vorschläge sorgen dafür, dass das Misstrauen in der Bevölkerung weiter wächst. Entweder brauchen wir die Quarantäne oder wir brauchen sie nicht, da wird es wohl kaum berufliche Unterschiede geben.

    Die GEW möchte ich erneut an ihre Aufgaben einer Gewerkschaft erinnern. Ebenso, wie sich andere Berufgruppen immer in de;Job der Lehrer einmischen (ärztevertreter, elternvertreter….), sollte auch die GEW bei ihren Aufgaben bleiben. Es hätte also erst dann Sinn gemacht, etwas zu sagen, wenn dieser Vorschlag von ausserhalb gekommen wäre, weil es dann uns als Personal betrifft, vorher irgendwelche Vorschläge für Sonderbehandlungen zu machen halte ich für absolut unangemessen.

    • Mischt sich die GEW nicht ein, wirft man ihr vor, nichts zu tun.
      Mischt sich die GEW ein, wirft man ihr vor, sich einzumischen.

      Merkst was?

      Die GEW hat nicht nur Mitglieder mit Meinungen, wie man sie hier zuhauf lesen kann (wobei die ja angeblich alle keine GEW-Mitglieder mehr sind bzw. ab demnächst). Warum soll die GEW diese Leute also vertreten??? Das ist auch unlogisch.

  28. Anders als beim medizinischen Personal gehe ich bei Lehrern nicht davon aus, dass sie sich nach 5 Tagen freitesten wollen. Sie wollen doch sicher nicht ihre Schutzbefohlenen gefährden.
    Oder doch?
    So betrachtet ist die Quarantänediskussion bei Lehrern obsolet, wenn man von einem Minimum an Verantwortungsbewusstsein ausgehen kann.

    • Das erlebe ich anders, meine Kollegen in Quarantäne wollen sich freitesten und schnell wiederkommen. Freitesten bedeutet doch auch, dass man kein Covid-19 hat !!! Inwiefern gefährdet man dann seine Schutzbefohlenen? Das ist doch unlogisch.

    • Ich fürchte nur, LK werden keine Wahl haben, die müssen sich freitesten. Wobei bei der Überlastung der Labore das Ergebnis wohl eh erst an Tag 7 da sein wird…

  29. Karl Lauterbach sieht das doch genauso wie die GEW und plant eine kürzere Quarantäne!! Ist das Vorhaben dann somit „geadelt“?

    „Lauterbach nannte insbesondere Krankenhäuser, Altenpflege, Polizei, Feuerwehr sowie die Wasser- und Stromversorgung. Für diese Bereiche seien neue Quarantäne- und Isolationsregeln nötig. Auch die Bereiche Schule und Reisen müssten bedacht werden.“
    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/coronavirus-in-deutschland-lauterbach-plant-verk%C3%BCrzung-der-quarant%C3%A4ne-f%C3%BCr-wichtige-berufe/ar-AASnB5l

    • Herr Drosten wiederum schlägt nun vor, dass Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne müssen. Also die GEW liegt doch voll auf Linie….

      „Drosten plädiert für Abschaffung der Quarantäne bei Kontaktpersonen … Auch für eine Verkürzung der Isolationsfristen für Infizierte etwa auf nur eine Woche zeigte Drosten sich offen, wenn sie in essentiellen Branchen wie etwa der Medizin arbeiteten, milde Verläufe aufwiesen und negative Schnelltests zum Ende der Erkrankung vorlegen könnten.“
      https://www.tagesspiegel.de/wissen/nur-infizierte-sollen-sich-isolieren-drosten-plaediert-fuer-abschaffung-der-quarantaene-bei-kontaktpersonen/27946026.html

      Warum wettert man hier gegen die GEW? Die sagt doch nichts anderes als Drosten und Lauterbach?

      • Schulen gehören nicht zur kritischen Infrastruktur. Es verärgert, dass die Definition Kritis verwässert wird.
        https://www.lsi.bayern.de/kritis/index.html

        Es gibt Alternativen wie den Distanzunterricht und der Staat bricht nicht zusammen, wenn Unterricht digital erfolgt.
        KH, Feuerwehr retten Leben. Schulen hingegen fördern Infektionen, schaden also demzufolge der Kritis und führen dort zu Ausfällen (Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern).
        Die verkürzte Quarantäne ist keine Lösung, sondern nur schlechte Schminke.

        • Die Schulen sind in der Tat nicht kritisch. Kritisch ist die Kinderbeaufsichtigung und die leistet am einfachsten die Schule.

  30. Gerade sagt Minister Lauterbach in ARDextra, dass man nach 7 Tagen nicht mehr ansteckend ist. Also dann ist es doch auch richtig, die Quarantäne nach 7 Tagen zu beenden – noch dazu mittels PCR-Test!

    • Aber in NRW dürfen genesene Kinder 8 Wochen nicht am schulischen Pooltest teilnehmen, weil der immer noch positiv sein könnte…

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