Wie viele zusätzliche Schüler kommen? KMK-Präsidentin Prien für Flüchtlingsregister

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Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Karin Prien (CDU), hat sich für eine schnelle zentrale Erfassung der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge aus der Ukraine ausgesprochen. Momentan fehlt zum Beispiel noch der Überblick, wie vielen geflüchteten Schülerinnen und Schüler Unterricht an Schulen ermöglicht werden muss.

Immer mehr Familien flüchten aus der Ukraine. Foto: Janossy Gergely / Shutterstock.com

«Natürlich wäre ein Register ein sinnvoller Weg», sagte die schleswig-holsteinische Bildungsministerin am Dienstag im ARD-«Mittagsmagazin» und erwähnte in dem Zusammenhang auch Sicherheitsgründe. Sie finde es empörend zu hören, wie viele Frauen von Menschenhändlern unter Vorspiegelung falscher Tatsachen angesprochen würden. Prien rief die Menschen auf, sich sehr schnell vor Ort registrieren zu lassen.

Die CDU hatte bereits am Montag ein «Schutzregister» mit einer zentralen Erfassung der aus der Ukraine geflohenen Frauen und Kinder sowie der sie aufnehmenden Menschen in Deutschland gefordert. Die Helfer sollten sich bei ihrem Ordnungsamt oder ihrer nächsten Polizeidienststelle unbürokratisch in ein solches Register eintragen lassen können, sagte CDU-Generalsekretär Mario Czaja. In Polen funktioniere das gut. «Es wird registriert, wer wo unterkommt und wo wer unterkommt.»

Prien sagte, man werde es sehr kurzfristig ermöglichen, ukrainische Lehrkräfte und pädagogisches Personal einzustellen. Zudem sollen Schülern, die vor dem Abschluss stehen, Angebote gemacht werden, damit sie diesen nach dem ukrainischen Schulsystem machen könnten – etwa über Online-Unterricht in der Ukraine. «Die Situation ist eben anders als in 2015, 2016.» News4teachers / mit Material der dpa

Ukrainische Konsulin lehnt Integration der Flüchtlingskinder ins deutsche Schulsystem ab – zu schlecht, zu fremd

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2 Monate zuvor

Wieso ist so ein Register nicht selbstverständlich und längst verwirklicht?