Nach VERA: Philologen entfachen Streit um Gemeinschaftsschulen („Komplettversagen der Schulart“)

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STUTTGART. Viele Achtklässler in Baden-Württemberg, das offenbaren die aktuellen VERA-Ergebnisse, verfehlen im Rechtschreiben und Rechnen die Mindeststandards. Augenfällig sei dabei das besonders schwache Niveau der Gemeinschaftsschüler – sagt der Verband der Gymnasiallehrer.

Der Philologenverband teilt gerne aus – jetzt gegen die Gemeinschaftsschulen. Illustration: Shutterstock

Achtklässler in Gemeinschaftsschulen haben nach Darstellung des Philologenverbands bei den jüngsten Tests noch schlechter abgeschnitten als vergleichbare Kinder auf Gymnasien, Real- und Werkrealschulen. Die sieben Prozent der Gemeinschaftsschüler, die auf Gymnasialniveau unterrichtet würden, erreichten bei den jüngsten Vergleichsarbeiten (VERA) ein klar schwächeres Level als Schüler an Gymnasien, sagte Ralf Scholl, Landeschef des Philologenverbandes, in Stuttgart.

Ähnlich sehe es bei den mindestens 41 Prozent der Gemeinschaftsschüler aus, die auf Realschulniveau unterrichtet würden. Auch auf dem untersten Level schnitten die Gemeinschaftsschüler etwas schlechter ab als Kinder auf Real- und Werkrealschulen. Scholl sagte dazu: «In meinen Augen ist das ein Komplettversagen der Schulart Gemeinschaftsschule.» Unterstützung erhielt Scholl von FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke. Die Resultate der Gemeinschaftsschüler seien «der Beleg dafür, dass die Bildungspolitik von Grün-Schwarz gescheitert ist – und zwar krachend».

«Die Pauschalität des Angriffs auf die Arbeit der Gemeinschaftsschulen ist entschieden zurückzuweisen»

Kultusministerin Theresa Schopper hielt dagegen. Man müsse auf breiter Ebene gegensteuern, weil die Ergebnisse über alle Schularten hinweg nicht zufriedenstellend seien. «Jetzt aber einen Kampf der Schularten zu führen, wäre absurd», sagte die Grünen-Politikerin am Montag am Rande eines Schulbesuchs in Ludwigsburg. Die Gemeinschaftsschulen hätten sich seit ihrer Gründung vor zehn Jahren als «sehr gute Schulart» etabliert.

Die SPD-Schulexpertin Katrin Steinhülb-Joos argumentierte, die Zahlen der Vergleichsarbeiten seien über die Schularten hinweg «nicht direkt miteinander vergleichbar». In den Gemeinschaftsschulen lernten Kinder und Jugendliche mit unterschiedliche Leistungsniveaus miteinander, was mehr Zeit in Anspruch nehme. Diese Komplexität werde durch die Tests nicht abgebildet, das wisse auch Scholl. «Daher ist die Pauschalität des Angriffs auf die Arbeit der Gemeinschaftsschulen entschieden zurückzuweisen», sagte die SPD-Frau.

Bei den am Freitag vorgestellten Vergleichsarbeiten hatte sich herausgestellt, dass die Achtklässler im Südwesten über alle Schulen hinweg während der Pandemiejahre bei den Englischkenntnissen zwar aufgeholt haben, in ihren Deutschfähigkeiten aber deutlich abgesackt sind. 32 Prozent erreichten die Mindeststandards in Mathematik für den mittleren Schulabschluss noch nicht, 19 Prozent erreichten diese Standards in Orthografie nicht und 13 Prozent im Lesen.

Der Chef des Philologenverbandes erklärte, es falle auf, dass eine deutlich höhere Zahl von Achtklässlern in der Gemeinschaftsschule, die auf dem Niveau von Real- und Werkrealschule unterrichtet werden, bei der Rechtschreibung unterhalb des Minimalniveaus blieben. Überhaupt zeigten die Vergleichsdaten aus den vergangenen vier Jahren, «dass die Schüler an den Gemeinschaftsschulen nicht mehr lernen als die jeweils direkt vergleichbaren Schüler an den Werkrealschulen, Realschulen und Gymnasien, sondern deutlich weniger». Scholl sieht darin einen «Offenbarungseid der Schulform Gemeinschaftsschule».

«Sind da die Noten in den Mittleren Reife-Zeugnissen der Gemeinschaftsschulen vielleicht deutlich besser als die tatsächlich gezeigten Leistungen?»

Die damalige grün-rote Landesregierung hatte die Gemeinschaftsschule im Schuljahr 2012/2013 in Baden-Württemberg eingeführt. Hier soll die individuelle Förderung im Zentrum stehen, zudem sollen Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Lerngruppen mit- und voneinander lernen. Lehrkräfte verstehen sich demnach als Lernbegleiter. Scholl monierte, das Land investiere seit zehn Jahren massiv in diese Schulart, ohne die Resultate ordentlich zu überprüfen.

Nach diesen Test-Ergebnissen müsse man sich fragen: «Sind da die Noten in den Mittleren Reife-Zeugnissen der Gemeinschaftsschulen vielleicht deutlich besser als die tatsächlich gezeigten Leistungen?» Der Philologenverband forderte deshalb, dass die Leistungen aller Schülerinnen und Schüler – auch an den Gemeinschaftsschulen – im Abschlussjahrgang jeweils noch einmal mit einem möglichst bundesweit normierten Test bewertet werden müssten. Nach Angaben des Kultusministeriums gibt es im Südwesten über 300 öffentliche und private Gemeinschaftsschulen.

FDP-Fraktionschef Rülke erklärte: «Schon seit über einem Jahrzehnt wird das bis dahin vielseitige und leistungsdifferenzierte Schulsystem Stück für Stück unterwandert und muss ideologischen Konzepten der Grünen weichen.» Wenn an den Gemeinschaftsschulen die Leistungen sich nun als besonders schwach herausstellten, müssten Konsequenzen gezogen werden. News4teachers / mit Material der dpa

Sind die Grundschullehrkräfte schuld am Leistungsabsturz? Philologen: „Schluss mit unbrauchbaren Methoden“

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447
2 Monate zuvor

Schon pikante Vorwürfe – angesichts der Tatsache, dass die Herren vom Gymnasium jede Niveauabsenkung, NGO-Zeitverschwendungsmode, FFF usw. alles genau so brav mitmachen wie alle anderen auch… UND DAZU noch die Abinoten inflationieren, als ob es kein Morgen gäbe.

Aber über andere Schulformen lästern, während der krasseste Skandal in so manchem gymnasialen Lehrerzimmer ist, dass Marie-Lena die Annabella „doofe Kuh“ genannt hat. Srsly… Philologen, was ist aus euch geworden 🙁

Last edited 2 Monate zuvor by 447
Küstenfuchs
2 Monate zuvor
Antwortet  447

Ein substanzieller Beitrag zur Diskussion ist das nun aber auch nicht!

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Aber ein notwendiger. (Ohne die Probleme an GS kleinreden zu wollen)

Ron
2 Monate zuvor

„Die Gemeinschaftsschulen hätten sich seit ihrer Gründung vor zehn Jahren als «sehr gute Schulart» etabliert.“ Scheinbar zeichnet eine gute Schule heutzutage aus, dass sie schlechte Lernergebnisse erzeugt. Und dann kommt es aus den Reihen der Grünen noch schlimmer: „In den Gemeinschaftsschulen lernten Kinder und Jugendliche mit unterschiedliche Leistungsniveaus miteinander, was mehr Zeit in Anspruch nehme.“ Es wird also sogar zugegeben, dass die Schüler nichts lernen, weil sie als unfreiwillige Sozialarbeiter missbraucht werden. Ideologie statt Wissen.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Auf der Seite der „schlauen“ Landesregierung im „schlauen“ Ländle steht das so:
„Die Gemeinschaftsschule ist eine leistungsstarke (!) und sozial gerechte Schule. Dabei steht die individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen im Zentrum. Die Schüler lernen miteinander und voneinander in gemischten Lerngruppen, mit intensiver (!) individueller Förderung. Lehrerinnen und Lehrer verstehen sich als Lernbegleiter. Sie können jedem Kind so (!) eine optimale Entwicklung ermöglichen.“

Quelle:
https://www.baden-wuerttemberg.de/de/bw-gestalten/schlaues-baden-wuerttemberg/schule/gemeinschaftsschule-faq/

So soll es uns wieder und wieder eingehämmert werden. Aber wenn das Ergebnis von VerA 8 schon die optimale Entwicklung mit der individuellen Förderung repräsentiert, dann sieht es ja wirklich mau aus. Offenbar funktioniert das nicht so wie gedacht. In der DDR hieß es offiziell: „Der Sozialismus siecht“ (ääh: siegt).

Povlssen
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Hallo Carsten60,

du sprichst mir aus der Seele. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die o.g. Werbespots leider nur Werbespots sind. Sogenannte Mentorengespräche finden oft nach folgendem Dialog statt:
Mentor: „Ist bei dir alles OK?“ – Schüler: „Ja!“ – Mentor: „OK.-dann tragen wir das so ein und sehen uns in drei Wochen wieder!“

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Letztendlich ist es eine Frechheit, lernwillige Schüler zur Sozialisierung von Problemschülern zu missbrauchen.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

@ Ron:
Von sozialem Lernen, das für den sozialen Zusammenhalt in einer Gesellschaft wichtig ist, scheinen Sie noch nichts gehört zu haben. Schade.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Und das soziale Lernen ist an der Gemeinschaftsschule erfolgreich(er)? Für Mathe und Deutsch reicht es nicht, aber mündige und tolerante Absolventen sind trotzdem zu erwarten? Oder deshalb? Oder wie?

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

@ Lera:
Ich hatte auf den polemischen Beitrag von Ron reagiert und nicht soziales Lernen gegen Kompetenzen in Deutsch und Mathe ausgespielt

Mia
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Soziales Lernen setzt Lernwillige voraus. Auch die starken Schüler dürfen sich entwickeln. Sie als Puffer anzusehen bzw. zu verwenden kommt niemanden zu Gute.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

@ Mia:
Wer sieht denn die starken Schüler als Lernpuffer an. Nicht ich, sondern Ron.
Bitte genauer lesen, bevor Sie dem Falschen antworten.
Übrigens: Nicht nur Soziales Lernen setzt Lernwillige voraus, sondern jegliches Lernen. Daher gehört es auch zu den Aufgaben von Schule mit den Schülern an der Lernmotivation zu arbeiten.
Aber das muss ich einer Lehrerin (?) wohl kaum sagen.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Können Sie mal bitte erklären, warum soziales Lernen, Toleranz, Erziehung zur Demokratie, rhythmisierter Unterricht, Ganztag usw. nicht auch in den herkömmlichen Schulformen möglich sein sollen? All das wird als der Inbegriff der Vorzüge der Gemeinschaftsschulen angepriesen. Mir leuchtet das nicht ein. Man kann das entweder prinzipiell in jeder Schule machen, oder aber gar nicht aufgrund von unüberwindlichen Schwierigkeiten.
Ach so: von Schwierigkeiten bei der Umsetzung der hehren Schulreformen reden Schulreformer und Ministerialbürokraten natürlich gar nicht erst. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Nachteile haben danach nur die herkömmlichen Schulen, bei den integrativen Schulformen werden dagegen nur die Vorteile gepriesen.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

@ Carsten60:
Nein, kann ich nicht, habe ich auch nicht gesagt. Natürlich kann soziales Lernen in jeder Lerngruppe stattfinden, sollte es auch. Mein Kommentar bezog sich auf die Vorurteile von Ron

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Herr Möller, wie oft verlassen Sie denn Ihre universitäre Wirkungsstätte und treffen sich zwecks sozialem Zusammenhalts unserer Gesellschaft mit dem Pflasterer und der Krankenschwester? Das alles ist doch ein Fantasiekonstrukt.

Besorgter Bürger
2 Monate zuvor

Ich kann da nichts von „Austeilen“ (Bildunterschrift) erkennen.
Fakten der Studie wiederzugeben ist in Ordnung.
Wenn eine Schulart dann nachweislich schlechter abschneidet – was soll man dann sagen?
Dass es trotzdem eine ganz tolle Schulform ist und alles bestens läuft?

Das ist die Schulform mit der besten Ausstattung.
Aber sie schneidet am schlechtesten ab!
– – upps – –
Jetzt hab ich wohl auch aus Versehen „ausgeteit“.

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Lobbyverband halt

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

… und ich dachte, je heterogener, desto besser?

Ist mehr Verschiedenheit etwa doch nicht per se eine Bereicherung?

Hmm….

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@ Redaktion:
Danke, stimme voll zu!

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

„… was hat das mit Heterogenität zu tun?“
Wie bitte: An den Gemeinschaftsschulen ist die Schülerschaft doch nicht heterogen? Aber wird nicht genau das immer als Argument PRO Gemeinschaftsschule angeführt? Dort gebe es „gemischte Lerngruppen“, und es werde jeder „intensiv individuell gefördert“, weiter oben steht der Link („schlaues Baden-Württemberg“), wo das wörtlich zu finden ist.
Was heißt denn bitte „gemischte Lerngruppen“? Gibt es da nicht den Unterricht auf den drei unterschiedlichen Niveaus G, M, E, alles immer in einer einzigen Klasse?
Und „Vielfalt macht schlau(er)“ ist ein Slogan auf der Homepage des Kultusministeriums in Baden-Württemberg.

Ça me fatigue
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Das ist so nicht ganz richtig, Carsten60. Nur manche Fächer werden in Niveau A, B und C bzw. E und G unterrichtet. Das sind meistens die Hauptfächer Mathe, Englisch, Deutsch ab der 6. oder 7. Klasse. Eines der naturwissenschaftlichen Fächer wie Physik, Chemie oder Biologie wird oft deutlich später aufgeteilt. Der Rest findet im Klassenverband statt.

Außerdem muss man kooperative und integrative Gesamtschule unterscheiden.

Im ersten Fall werden die Klassen nach einer gewissen gemeinsamen Zeit (5. und 6. Klasse) nach den drei Niveaus neu zusammengesetzt.

Im zweiten Modell bleiben die Klassen in ihrer ursprünglichen Zusammensetzung bestehen und werden nur in bestimmten Fächern anders zusammengelegt. Ein Schüler kann also z.B. in Mathe den Hauptschulkurs besuchen und in Englisch den Gymnasialkurs. Verbessert er sich im Laufe der Zeit in Mathe, so kann er in der Realschulkurs aufgestuft werden. Bei Verschlechterung (Minderleistung im Zeugnis) wird man abgestuft.

Gegen Umstufungen können Eltern Einspruch einlegen, dieser muss von der Schule befolgt werden, wenn es die erste Abstufung ist. Die zweite Abstufung in Folge ist obligatorisch.

Auch die koop. Gesamtschule ist durchlässig in ihren Zweigen, dort ist man aber immer mit allen Fächern im selben Niveau.

Das ist ein großer Unterschied in jeder Hinsicht. Der Organisationsaufwand ist viel größer im integrativen Modell, denn es kann passieren, dass einzelne SuS einen individuellen Stundenplan haben (es müssen ja auch alle freiwilligen Angebote mit eingearbeitet werden). Auch die Anforderungen an die LuL ist in den Fächern, die im Klassenverband unterrichtet werden, viel höher, da hier wirklich alle Niveaus nebeneinander sitzen. Sobald Fächer in Kurse mit verschiedenen Niveaus aufgeteilt werden und die Eltern von ihrem Einspruchsrecht Gebrauch machen, sind auch diese Kurse am Anfang sehr heterogen.

Das größte Problem ist, dass in „schwachen“ Familien die Kinder entscheiden, nicht die Eltern. Die Entscheidungen haben in den seltensten Fällen mit „Lernwillen“ zu tun, sondern mit Gruppendynamik … wohin gehen die Freunde?

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn zur Gemeinschaftsschule sowieso nur die Schwächeren gehen, dann können wir uns dieses Konstrukt doch auch ersparen und zur 3 bzw. 4-Gliedrigkeit zurückkehren.

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

„Das zu verschenken, kann sich eine „Bildungsrepublik“ eigentlich nicht leisten.“

Liebe Redaktion, die Zeiten, in denen wir eine Bildungsnation waren, sind 30 Jahre her. Wir sind maximal noch Durchschnitt mit Tendenz nach unten. Zudem stellen wir gerade fest, dass wir kaum noch Bewerber für klassische Lehrberufe bekommen. Wir leiden als Land an einer (Schein-)Überakademisierung, bei der immer mehr Jugendliche hohe Bildungsabschlüsse erwerben und studieren. Dies wird u.a. dadurch erreicht, dass abgeforderte Niveaus exponentiell sinken. Heutigen Jugendlichen ohne Intellektuellen-Gen würde ich z.B. empfehlen, Heizungsbauer zu werden. Ein ehrbarer und mittlerweile sehr auskömmlicher Beruf, der mit eigener Firma reich machen kann.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

@ Ron:
Was sind denn „Intellektuellen-Gene“ ? Sie scheinen mit Ihren Erkenntnissen weiter zu sein, als die Wissenschaften der Genforschung und Kognitionsforschung. Welch eine Arroganz.

Gehtsnoch
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Na aber genau deshalb sind die GMS doch deutlich besser ausgestattet und haben die Ganztagesressource auch noch.

Warum um Himmels Willen werden die Leistungen der (sozial) schwächeren SuS dann nicht wenigstens etwas ausgeglichen?
Warum schneiden die realschulempfohlenen Kinder der GMS schlechter ab als die Realschüler? Und daß die „normalen“ Realschüler aus sozial stärkeren Familien kommen, wie dies bei den Gymnasiasten ja angenommen wird, wird man schlecht behaupten können. Wurde eigentlich der sozio-ökonomische Hintergrund der Schüler irgendwie berücksichtigt bzw. erhoben.
Falls nicht, können Sie, liebe Redaktion, doch gar keine valide Aussage dazu tätigen.

Ça me fatigue
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Nein, das ist nicht so. Es gehen auch oft einseitig begabte SuS, die eben keine Empfehlung für das Gymnasium bekommen, auf die IGS. Es kommen auch viel SuS, die wegen diverser Probleme in der Grundschule schlechte Noten haben (Mobbing, Schüchternheit, noch sehr kindlich …) oder welche, die eben ein bisschen mehr Anlauf brauchen. All das kann man aufholen.
Es braucht aber bessere Bedingungen als wir im Moment haben!

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

„Je heterogener, desto besser“
Das wird nicht von Ihnen behauptet, sondern von zahlreichen Funktionären und auch Bildungswissenschaftler und natürlich Politikern. „Vielfalt macht schlau“ war z.B. ein Slogan. Leider scheint das nie konkret nachgewiesen worden zu sein.

Was bitte soll die Formulierung „im Schnitt Kinder aus sozial schwächeren Familien“ bedeuten? „Im Schnitt“ deutet doch nicht auf Homogenität hin. Die Gemeinschaftsschulen wollen doch gerade Kinder aus sozial schwächeren Familien besonders fördern, oder? Und gerade Baden-Württemberg ist insgesamt gesehen sozial nicht schwach, es ist möglicherweise das reichste Bundesland.

Es entsteht schon der Eindruck, die Gemeinschaftsschulen sollen hochgelobt werden nur aufgrund der Erwartungen, die man an sie hat, nicht aufgrund erwiesener Tatsachen.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Nur die Heterogenität fehlt, da das Drittel der Gymnasialempfohlenen eben nicht an der Gemeinschaftsschule vorhanden ist. Reelle Zusammensetzung, ein Drittel Integration-SuS, die überwiegend in DAZ unterrichtet werden, ein Drittel SuS mit anerkanntem bzw. vorhandenem, nicht attestierten Förderbedarf, ein Drittel Kandidaten auf einen HA oder HSA, vor allem dann, wenn es parallel noch Realschulen gbt.
Ansosmten 50% SuS mit Förderbedarf einschließlich DAZ, 30% Hauptschulklientel und 20% HS/Rs-Empholene und RS empfohlene.

Die Spitze – Leistungsspitze – sind einige bedingt gymnasialempfohlene SuS, bei denen sich die Eltern bewusst gegen ein GY entschieden haben.

Pälzer
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Geht es um Gemeinschaftsschule in BW oder um Gesamtschule in NRW?

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

„Es geht — grundsätzlich — um integrierte Schulformen.“
Richtig, und die Diskussion ist entsprechend grundsätzlich und — wie sie ja hier auch sehen — durchaus kontrovers. Die Lehrer in der Praxis sehen das offenbar meist anders als die Theoretiker, wozu ja nicht nur Bildungsforscher sondern auch Bildungsjournalisten gehören. Beispiele finden sich hier genug. Ich kenne die anderen Diskutanten nicht persönlich, eine Verschwörung scheint es jedenfalls nicht zu sein.
Die Redaktion sollte nachforschen, auf welchen Grundlagen die Hochschätzung der Gemeinschaftsschulen eigentlich basieren. Das scheint mir argumentativ ziemlich dünn zu sein, meist Wunschdenken. Gerade empirisch scheint es da nichts zu geben, immer nur Argumente GEGEN etwas, aber nicht FÜR etwas.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

@ Carsten60:
Nach Ihrer Argumentation, müssen sich immer nur integrative Schulformen rechtfertigen. Das gegliederte selektive Schulsystem ist bei Ihnen und dem „Bildungsbürgertum“ sakrosankt („hat sich seit dem vor-vorletzten Jahrhundert bewährt“). Es muss sich nicht rechtfertigen für frühe fehlerbehaftete Selektion von 10-jährigen Kindern, die zudem noch sozialindiziert ist. Es muss sich nicht dafür rechtfertigen, dass die Abschulungen von Gymnasien die Aufstiege bei weitem übersteigen. Und dies auch zu Zeiten, als die Übertritte nach der Grundschule verbildliche Empfehlungen voraussetzten oder sogar durch Aufnahmeprüfungen geregelt waren. Die rund 20% Risikoschüler, die nicht nur bei PISA-Tests sondern auch in vielen anderen Untersuchungen (z.B. VERA) gefunden werden, interessieren natürlich Gymnasial-Klientel nicht. Und so weiter und so weiter…

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Wenn bei einer aktuellen Erhebung herauskommt, dass Schüler einer integrierten Schulart deutlich weniger lernen als Schüler im gegliederten System, sollten die Verfechter dieser Schulart sich nicht beleidigt in die Ecke stellen und verlangen, dass sich doch bitte mal andere rechtfertigen sollen.
Hören Sie damit auf, immer neue Nebenkriegsschauplätze aufzumachen. Es geht um die Lernergebnisse! Und die sind an der Gemeinschaftsschule schlechter. Wenn Sie zur Rechtfertigung dieser schlechten Ergebnisse auf die schwierigere Klientel verweisen, geben Sie letztlich allen Recht, die von Anfang an nicht geglaubt haben, dass sich alle Probleme schon irgendwie in Luft auflösen, sobald man möglichst unterschiedliche Menschen zu einer Lerngemeinschaft erklärt. Sie führen mit diesen Ausreden die ursprüngliche Begründung der neuen Schulform selbst ad absurdum. Entweder profitieren alle Schüler vom gemeinsamen Lernen oder eben nicht. Sie wollen jetzt beides: Alle lernen gemeinsam ist super wegen Peer teaching und Lernen durch Lehren, und weil die Lernergebnisse doch nicht so super sind, verweisen Sie darauf, dass es ja auch schwierig ist mit all den Risikoschülern.

Ist das noch wissenschaftsbasiert (was ja Ihr Anspruch ist) oder eher ideologiegetrieben?

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

@ Lera:
Bei der Vera-Untersuchung ist nicht herausgekommen, dass die Schüler an einer GMS weniger lernen. Das ist aus der Anlage von VERA nicht zu ermitteln. Wie ich bereits @ Pfälzer geantwortet habe:
„VERA ist nicht geeignet, solche Vergleiche anzustellen, da in VERA weder der soziale Hintergrund noch die Vorleistungen vor dem VERA-Test erhoben werden. Solche Vergleiche des PhV ließen sich nur machen, wenn es eine Längsschnitt und nicht wie bei VERA eine Querschnittsuntersuchung wäre. Also der Lernzuwachs der gleichen Schüler über mehrere Schuljahre gemessen würde.
VERA soll Rückmeldung über die jeweilige Lerngruppe geben, um daraus Schlussfolgerungen für den weiteren Unterricht zu erhalten.“
Hier wird wohl deutlich, wer nicht „wissensbasiert“ arbeitet
Beste Grüße
Gerd Möller

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Wenn die Lernergebnisse – wie Sie sagen – nicht schlechter sind, was genau rechtfertigen Sie dann mit dem Verweis auf die Risikoschüler?
Ich hab‘s: Falls jemals eine Erhebung durchgeführt werden sollte, die Ihren Ansprüchen genügt, und falls diese dann rausfindet, dass die Lernergebnisse schlechter sind, DANN wäre die Gemeinschaftsschule aber trotzdem richtig super.

PS: Ich kenne den Unterschied von Quer- und Längsschnitt. Haben Sie eine Längsschnittstudie? Arbeiten Sie an einer? Nein? Vielleicht nehmen wir dann erstmal, was wir haben. Sie dürfen natürlich gerne darauf hinweisen, dass Sie noch auf den ultimativen Goldstandard-Beweis warten wollen, bis Sie sich (selbst)kritische Fragen stellen.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

@Lera.
Warum stellen Sie mir solche polemischen Fragen. Ich habe lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass die Bewertung des PhV aufgrund des Designs der Studie nicht zulässig ist. Mehr nicht. Und ich habe auch nicht den unzulässigen Umkehrschluss angewandt, dass VERA zeige, dass die Lernergebnisse nicht schlechter seien. Solche Aussagen gibt VERA nicht her.
Aber VERA zeigt sehr wohl, wie der Stand der Lerngruppe bezüglich der Standards ist. Hieraus können (könnten) die Lehrkräfte Rückschlüsse ziehen, was zukünftig zu tun sein sollte. Nicht mehr und nicht weniger.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Ja, das hat mich eben nicht überzeugt. Warum sollte eine punktuelle Leistungserhebung ohne Sozialausgleich GAR KEINE Aussagen zum Lernerfolg zulassen? Mir scheint, Sie bauen da recht hohe Hürden auf, über die absehbar keiner springen kann und wird.

Welche Rückschlüsse ziehen Sie eigentlich aus VERA? Abgesehen jetzt mal von mehr Sozialpädagogen 😉

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Herr Möller, steigen Sie einfach mal von Ihrem universitären Theorieansatz herunter in die Wohlfühlwelten der realen heutigen Schule mit ihren echten Problemen.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Wo soll ich was vom „vor-vorletzten Jahrhundert“ und „bewährt“ geschrieben haben? Natürlich hat sich das Schulsystem weiterentwickelt, es ist z.B. das Schulgeld weggefallen, das es noch bis 1945 gab. Man hat ja bewusst alles Unsoziale aus dem System rausgenommen. Jeder soll seine Chance haben, aber er muss sie auch nutzen.
Nebenbei bestätigen Sie die Feindschaft gegen die „Bildungsbürger“ sowie die „Gymnasial-Klientel“, die die Redaktion bei einem anderen Thema gerade gestern bestritten hat. Das ist ein Hauch von „chin. Kulturrevolution“.
„Die fehlerbehaftete Selektion“: Die Gemeinschaftsschulen im Ländle kranken doch gerade daran, dass die allermeisten guten Schüler an den Gymnasien sind. Warum ist das so, wenn die Selektion so „fehlerbehaftet“ ist? Offenbar halten sich die Fehler in Grenzen. Jedes System produziert irgendwelche Fehler, auch Noten sind nie wirklich gerecht.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie möchte mit der Kulturrevolution wohl von den anderen Punkten ablenken. Da steht „ein Hauch von“, und das meint (aus demselben Geist heraus) eine gewisse grundsätzliche Feindschaft gegen alles, was gebildet oder intellektuell ist. Diese Feindschaft sehe ich bei zahlreichen Äußerungen über die „Gymnasial-Klientel“ hier durchschimmern, auch von Herrn Möller. Um Mord geht es nicht. Auch in der DDR förderte man die Arbeiter-und Bauernkinder, indem man die Kinder der bürgerlichen Leute bewusst benachteiligte.
Nicht vergessen: in Berlin sind die Gymnasialklassen um ca. 30 % größer als die an anderen Schulformen. Dennoch möchten die Grünen und vor allem die Linkspartei die Gymnasien am liebsten abschaffen, weil sie gegen die „Gymnasial-Klientel“ eingestellt sind. Wie steht eigentlich die Redaktion zur „Gymnasial-Klientel“?

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Herr Möller: Sie irren, das herkömmliche System ist nicht „sakrosankt“. Es darf kritisiert werden, und das geschieht ja auch ständig aus allen Rohren von Parteien und ihren Stiftungen, von der GEW usw. Es hat Nachteile, aber auch Vorteile.
Aber Sie können nicht außer Kraft setze, dass „große“ Reformen wohlüberlegt sein müssen und sich insofern unter einem Zwang der Rechtfertigung stehen. Niemand will eine Reform, die scheitert, wir hatten schon genug Reform-Murks. Daher ist es Sache der Reformer, NACHZUWEISEN und nicht nur wiederholt nachzubeten, dass ihre Reform unterm Strich irgendwas VERBESSERT. Und davon ist nichts zu sehen. Irgendetwas bis auf weiteres beizubehalten muss nicht so detailliert gerechtfertigt werden, man kennt das ja mit Vor- und Nachteilen. Aber das andere kennt man eben NICHT, oder man kennt nur die Eiapopeia-Sprüche von Lobbyisten dazu. Wie finden Sie denn die Sprüche auf der Homepage des Schulministeriums in BaWü zur Gemeinschaftsschule? „Salbungsvoll“ scheint ir noch eine freundliche Beschreibung zu sein.
Viele Risikoschüler gibt es auch in manchen Ländern, die ein einheitliches System haben, sogar in Kanada gibt’s 13 % mit gänzlich anderen Einwanderern. Also ist das kein starkes Argument. Frankreich und Schweden sind auch keine ermutigenden Beispiele für die großen Erfolge einheitlicher Schulsysteme.
Anders gesagt: Schulreformer mit einer „großen“ Reform haben eine hohe Verantwortung, und ich sehe nicht, dass die wahrgenommen wird. Die Parteigenossen wirken leichtfertig und kopflos mit ihren hektischen Reformen. In BaWü haben sie Peter Fratton hofiert, der ist das Gegenteil von solider Bildungswissenschaft. Was passiert denn, wenn nach der Reform sich kaum etwas bessert, aber der PISA-Mittelwert absackt? Ich würde das erwarten.
Auf die Spitze getrieben: Eine „große“ Schulreform ausschließlich mit dem Hauptnachteil des Übergangs beim herkömmlichen System begründen zu wollen, ohne ALLE Vor- und Nachteile in die Waagschale zu werfen, ist Betrug am Volk.

Gehtsnoch
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Wenn das integrative System helfen würde, die 20 % der Risikoschüler zu senken, wäre doch gar nichts dagegen zu sagen – im Gegenteil, das wäre großartig.

Leider sehe ich beim integrativen Modell, also z.b. der GemS gerade keine Verbesserung – und zwar weder der Risikoschüler noch aller anderen.

Der vermeintliche Vorteil, daß „4 von 5 Gesamtschulabiturienten die Hochschulreife erlangten, obwohl sie keine Gymnasialempfehling hatten, wie die Redaktion weiter oben anmerkt, kann doch nicht darüber hinwegtäuschen, daß Abitur an einer GesS oder GemS eben qualitativ nicht gleichzusetzen ist mit einem Abi am G8 Gymnasium.

Vor allem nützt es den SuS überhaupt nichts, die Offenlegung möglichst weit nach hinten zu schieben.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Gehtsnoch

Ihre Argumentation trägt doch nur, wenn ihre „Annahme“ stimmt, dass das Abitur an einer GEsS oder GemS qualitativ nicht gleichzusetzen ist mit einem Abi am Gymnasium

gehtsnoch
2 Monate zuvor
Antwortet  Gehtsnoch

Ich grüße den Trittbrettfahrer, dem sogar ein wenig Phantasie auf eigene Nicknames abhanden kam.

Pälzer
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber die Konzepte von GmS und GesS sind anders, z.B. innere vs. äußere Differenzierung, oder?

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Das (Abitur ohne Gymnasialempfehlung) ist eher ein Zeichen von einem sehr einfachen Abitur. Haben die Gymnasialempfehlung als volle oder auch als eingeschränkte Gymnasialempfehlung definiert? Wie gut war deren Abitur mit welchen Abiturfächern?

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

@ Georg.
Sie machen es sich mal wieder sehr einfach: Behaupten so locker, dass „das Abitur ohne Gymnasialempfehlung ein Zeichen von einem sehr einfachen Abitur“ sei. Woher haben Sie denn diese Weisheit?
Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Thematik ist das nicht. Wie meistens bei Ihnen.

Maja
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Wo haben Sie denn diese Weisheit her?

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  Maja

Auch, wenn Gerd Möller es nicht wahrhaben möchte, wurden die Anforderungen für das Abitur in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter abgesenkt. Man muss nur die Lehrpläne oder die Abituraufgaben von z.B. heute, von 2000, 1980, 1960 miteinander vergleichen.

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Aufgaben von damals. Die zentral gestellten Aufgaben sind zwar oftmals ein gewisses Risiko, aber zumindest in den Naturwissenschaften, den gleichen Lehrplan vorausgesetzt, mit einem Wiederholungsfaktor versehen. In Sowi und Erdkunde muss man Quellen sinnentnehmend lesen können, in den Sprachen ist die Aufgabenstellung ohnehin immer dieselbe, nur der zugrundeliegende Text ist anders.

Es geht ja auch um die vor 20 Jahren erheblich anspruchsvolleren Lehrpläne, die durch die Abiturprüfungsaufgaben abgedeckt wurden. Das spricht ebenfalls für damals.

Last edited 2 Monate zuvor by Georg
Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Durch den Erwerb eines erweiterten Realschulabschlusses braucht es keine Gemeinschaftsschule, um auch später noch auf Abitur umzuschwenken.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Vier von fünf GeSa-Abiturienten heißt, dass 80% der Abiturienten an GE die AHR erreichen, obwohl sie keine Gymnasialempfehlung am Ende der GS hatten.
Dieser Prozentsatz sagt aber nichts aus über die Relation der Gesamtschüler (m/w/d) die die AHR erreichen zur Zahl der Gesamtschüler des gleichen Einschulungsjahrganges.
Also wieviele SuS des Abijahrganges x-9 haben die GE am Ende der SekI mit einem anderen Abschluss als der FOR-QE verlassen bzw. verlassen müssen.

Liegt diese Quote Abiturienten des Jahrganges x zu den Anmeldungen 9 Jahre zuvor über 30%, scheint das Gesamtschulsystem doch erfolgreich zu arbeiten.
Liegt sie hingegen unter 30% dann ist die GE ein Flopp.

BTW da es immer weniger HS und RS gibt kommen in die GOSt einer GE auch kaum noch Absolventen dieser Schulformen, es können allenfalls SuS von SekS von außen zu den eigenen SuS mit FOR-Q hinzustoßen. Das erhöht natürlich die Abiturientenquote bezogen auf diejenigen, die bereits ab der 5. Klasse an der GE waren.

Gehtsnoch
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Spätestens, wenn ein GMS-Abiturient sich für ein MINT-Fach oder Jura einschreibt, zeigt sich, wieviel Stoff fehlt.
Schon in den ersten Seminaren fallen die Wissensunterschiede eklatant auf.
Diese Lücken müssen dann entweder mit viel Zusatzaufwand gefüllt werden oder die Studierenden geben nach kurzer Zeit auf. Wäre es nicht für alle sinnvoller, wenn der Schongang etwas früher rausgenommen würde?

Mia
2 Monate zuvor
Antwortet  Gehtsnoch

Hier sollte man fair bleiben. Ich würde bei weitem nicht jedem Abiturienten aus einen Gymnasium anraten, sich für ein MINT-Fach oder für Jura einzuschreiben. Würden Sie solch einen Ratschlag erteilen?

Gehtsnoch
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

Sie haben natürlich Recht, dasselbe gilt nur leider auch für z.B. Design-Studierenden: wenn grundlegende Wissenslücken in Geschichte bestehen, können Farben, Formen und Schnitte nur mühselig zugeordnet werden.
Schon in den ersten Seminaren und Übungen sind Studenten mit Wissenslücken ganz klar erkennbar – der Unterschied ob sie von einem humanistischen Gym oder einer Gesamtschule kommen ist eklatant.

Da nützt es überhaupt nichts, wenn überall „allgemeine Hochschulreife“ auf dem Abschluss steht. Am allerwenigsten den Studierenden. Die haben es nämlich deutlich schwerer.

Wo liegt der Sinn?

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Gehtsnoch

Das ist insofern Unsinn, da man ja auch geprüft wird. Meistens durch Zentralabitur. Wer in Mathe an einer GemS eine sehr gute Prüfung absolviert, dürfte nicht schlechter sein als Menschen, die dieses an einem Gymnasium erreichen.

Gehtsnoch
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Stimmt leider nicht: das Zentralabitur z.b. in Mathe ist für Schüler eines sehr leistungsorientierten Gyms nicht besonders anspruchsvoll.
Wichtiger aber ist: es werden an einem leistungsorientierten Gym sehr viel mehr Themen durchgenommen, die an der Gesamtschule/ Gemeinschaftsschule gar nicht Gegenstand im Unterricht sind. Später im Studium fällt das den Studierenden auf die Füße.
(Die Stundentafel in Mathe würde gekürzt)

Mia
2 Monate zuvor
Antwortet  Gehtsnoch

Bislang kannte ich nur die Unterschiede zwischen G8-Gymnasien und G9-Gymnasien. Jetzt kommen noch leistungsorientierte Gymnasien (und auch nicht leistungsorientierte Gymnasien?) dazu. Wäre schön, wenn alles so schön einfach einzureihen wäre. Dann bräuchte dann gar keine Einstellungstests mehr. Man nimmt unter den Bewerbern einfach die besten Gymnasiasten. Funktioniert nicht zwingend, wie z.B. bei Eibstellungstests im gD.

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

Man kann Mathe nach Lehrplan oder studierbefähigend unterrichten. In nrw kommt man beispielsweise ohne einen einzigen Beweis aus.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Gehtsnoch

Mann, Mann, Mann. Sie schreiben doch selbst “ … an einem sehr leistungsorientierten Gymnasium“, was bedeutet, dass es eher die Ausnahme ist. Ich habe an meiner Schule auch unterschiedlich starke Profilklassen in Englisch. Mit der einen kann ich „Macbeth“ im Original lesen, mit der anderen in der „No Fear“-Version.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die Vornoten sind aber selbst bei den Stadtteilschulen in HH besser als an den Gymnasien, solche Berichte gab es. Zentral ist beim Abitur nur der schriftliche Teil. In BaWü wird der Grundkurs in Mathe aber grundsätzlich nur mündlich geprüft. Da haben Sie doch schon die Diskrepanz. Mündliche Prüfungen kann man nicht in ganz Deutschland „vereinheitlichen“, die Vornoten auch nicht.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Das lässt in den Augen der Fanboys sicherlich nur den Schluss zu, die einzige Schulform, in der lernwillige Schüler nicht permanent von Kevin aufgefordert werden, ihre mudda zu ***, aufzulösen. Ich denke, das wird die Bildungsrepublik richtig nach vorne bringen.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Ich gehe davon aus, dass Sie an einem Gymnasium waren?
Und was macht Sie nun tatsächlich besser, der Sie mit Vorurteilen schlimmster Art nur um sich werfen, als Kevin?
Nichts, richtig.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ja, war ich, daher kenne ich ein gutes Lernklima zumindest noch aus meiner Erinnerung.

Besser als Kevin bin ich unter anderem, weil ich niemanden auffordere, seine mudda zu ***.

Vorurteile sind Urteile, die sich als unwahr herausstellen. Dies trifft hier nicht zu, da ich Kevins tagtäglich erleben darf und sie wollen schon meistens, dass man seine… sie wissen schon.

So, die persönliche Ebene würde ich dann gerne wieder verlassen, Sie Humanismus-Experte.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Sie machen es nicht besser, denn Sie scheinen immer noch nicht verstanden zu haben, dass es um junge Menschen geht. Und wenn ich dann noch berücksichtige, dass Sie Grundschullehrer sind, bin regelrecht erschüttert. Sie sollten einen anderen Beruf ausüben.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ja, das höre ich gelegentlich, vor allem von Menschen, denen die Argumente ausgehen, nie jedoch von meinen Schülern, die mich und meinen Stil sehr schätzen.

Schaffen Sie es dann jetzt, mich nicht weiter persönlich anzugehen?

Vielleicht lässt Sie Ihr Sozialpädagoge ja mal an den Boxsack.

Falls Sie inhaltlich noch etwas auf der Pfanne haben, lassen Sie es mich gerne wissen.

Ale
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Hallo,
ich glaube nicht, dass die Kritik an die Kollegen mwd an den Gemeinschaftsschulen gerichtet ist sondern an den Schultyp. Es ist eine Form der „Gleichmacherei“, d.h. individuelle Stärken der Schüler werden systembedingt nicht mehr gut gefördert. Vielmehr stehen die Kollegen vor einer „Leistungsdifferenz“ der Schüler (vlg. Einzelhandels- und Verkäuferausbildung: Abiturient mit 1,x Abschnitt und Schüler ganz ohne Abschluss) die kaum noch zu Hänlden ist.
Aber ich habe in den Einstiegsklassen leider auch den Eindruck, dass die Gesamtschüler viel Schwächer zu uns kommen als „klassische“ Realschüler oder Schüler der Berufsfachschulen. Und nochmals: das geht nicht gegen die Kollegen mwd vor Ort.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Gleichmacherei und hohes Differenzierungsangebot (Fachleistungs- und Neigungsdifferenzierung) ist aber schon ein Widerspruch.
DAs die Inklusionsquote von Gemeinschafts-/Gesamtschulen ungleich höher ist als die GY spielt anscheinend keine Rolle in der Diskussion.

Walter
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Warum auch? Angeblich ist Inklusion doch etwas total Förderliches und Gerechtes, wovon alle Kinder profitieren.
Sie deuten einen Nachteil von Gemeinschafts-/Gesamtschulen durch mehr Inklusion an. Das entspricht aber nicht dem offiziell genannten Wert von Gesamtschulen.
„Eine Schule für alle“ ist doch laut Begründung total modern, fortschrittlich und allen anderen Schulformen überlegen, sozusagen ein Lernparadies für alle Schüler.
Warum jetzt also bemängeln, dass ihr Gesamtschul-Status in der Diskussion keine Rolle spielt? Sind Gemeinschafts- und Gesamtschulen etwa doch nicht so fortschrittlich und leistungsfähig wie von polit-ideologischen Vertretern immer behauptet?

Faktensammler
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter

Des Pudels Kern präzise auf den Punkt gebracht!

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Walter

Nur, wenn man dieses System nicht benachteiligt, indem Lehrkräfte sogar mehr arbeiten müssen als Lehrkräfte an Gymnasien.
So, wie diese Schulform von der Politik gehandlet wird, kann man nur von Sparmaßnahmen sprechen.

Ale
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Vielleicht irre ich mich jetzt, aber laut KM BW gibt es folgende Wahlmöglichkeiten:

  • Französisch in Klasse 6
  • Technik oder AES in Klasse 7

Dem gegenüber stehen die Berufsfachschulen: Wirtschaft, Gesundheit und Pädagigik sowie gewerblich technisch. Mit teilweise noch mehr Differenzierung. Die Differenzierung innerhalb eines Faches nach Leistung funktioniert mWn nur Semioptimal. Weil „Kleinklassen“ die man hierfür brauchen würde, nicht gewünscht sind. So haben wir dann doch wieder die „großen“ Klassen, in dem die Lehrkraft die unmögliche Aufgabe der individuellen Förderung übernehmen muss. Das klappt leider nicht.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Ale

NRW
Fachleistungsdifferenzierung ab Klasse 7 in E5 und M, ab Klasse 7 in D;
Neigungsdifferenzierung ab Klasse 7 im Wahlpflichtfach. Ab Jhg. 9 wird eine der Naturwissenschaften (Chemie oder Physik) fachleistungsdifferenziert unterrichtet.
Die Wahlmöglichkeit besteht zwischen Arbeitslehre (Technik und Hauswirtschaft im epochalen Wechsel bis Jhg. 8, Spezielisierung auf TC oder HW ab Jhg. 9; Naturwissenschaften, Darstellen&Gestalten, Spanisch oder Französisch.

Ab dem 9. Jahrgang haben die SuS an SekS und GE so gut wie keinen „gemeinsamen“ Klassenunterricht mehr, Ausnahmen sind Gesellschaftslehre, Kunst/Musik, die beiden Naturwissenschaften, die nicht fachleistungsdifferenziert angeboten werden, und Sport sowie TC/HW außerhalb des Wahlpflichtberiches.

Ale
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Hier geht es aber um BW oder?

Anne
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn von „„Komplettversagen“ die Rede ist, bedeutet das noch lange nicht, dass der Philologenverband „Kolleginnen und Kollegen mit pauschalen Vorwürfen überzieht“.

Die Vorwürfe gelten ganz klar dem Konzept „Eine Schule für alle“ und nicht den Lehrkräften an Gemeinschaftsschulen, die sich aufreiben, um die Fehler eines falschen Konzepts auszubügeln. Sie sind gezwungen, gegen Windmühlenflügel zu kämpfen, und diese Tatsache kritisiert der Philologenverband.
Es entfachen wohl eher die Leute einen Streit zwischen den Lehrkräften, die behaupten, dem Philologenverband ginge es bei der Gemeinschaftschule nicht um Kritik an einem falschen Bildungskonzept, sondern ums Abwatschen von Kollegen.

Snafu
2 Monate zuvor

Die beste Ausstattung ist ja doch sehr relativ.
Was es benötigt um eine gute Durchmischung in der Schülerschaft zu erreichen, wären mehr Gymnasiallehrkräfte an Gemeinschaftsschulen – das würde vermutlich auch das Leistungsniveau anheben.
Ich hebe Mal, ausgehend von „meiner“ Schule hervor:
Wir sind in unserem Schulamtsbezirk eine von zwei Gemeinschaftsschulen, die dieses Schuljahr ausreichend Deputatsstunden zur Verfügung haben (wirklich „tolle“ Ausstattung bei den vielen anderen, auf die das nicht zutrifft).
Wir sind ein Kollegium mit ca. 45 Lehrkräften (von denen etwa 35 fast ausschließlich in der Sekundarstufe unterrichten), davon sind 2 ausgebildete Gymnasialkräfte, und 4 weitere sind so jung, dass sie tatsächlich Lehramt Sekundarstufe studiert haben, die übrigen haben alle Lehramt für Grund- und Hauptschule studiert. Viele stecken zwar im Hola, aber die Grundlage ist eben doch „Förderung der Schwächsten“.
Also die beste Ausstattung für mehr Leistung ist das nicht unbedingt. Wobei meine Kolleginnen und Kollegen nen exzellenten Job machen, denn unsere VERA8 Ergebnisse sind besser als der Durchschnitt der Gemeinschaftsschule und das spiegelt sich auch in den Abschlüssen wider.

Ich habe meine eigenen schulpflichtigen Kinder mit bestem Gewissen bei uns auf der Schule – trotz Gymnasialempfehlung.
Denn was ich an Herabwürdigung von Kindern, die nicht Schema F entsprechen, sondern vielleicht nur sehr ruhig und zurückhaltend sind, an Oberflächlichkeit, an fehlender Beziehungsarbeit bei einem Teil meiner Kinder an verschiedenen Gymnasien erlebt habe, lässt mich nur sagen:
Wer seine Kinder liebt, tut ihnen solche Lehrkräfte (von wenigen Ausnahmen abgesehen) nicht an.
Ich verschmerze es, dass meine jügeren Kinder nicht „Kleider machen Leute“ lesen, das selbst mein Vater in den 50ern schon öde fand, ich in den 90ern nicht interessanter und mit dem eines meiner Kinder 60 Jahre, nachdem Opa es gelesen hatte, auch noch gequält wurde. Ich verzichte auf Lehrer, die meinen Kinder vor der Klasse sagen „na, das kannste dann deiner Mutter heute Mittag Mal erklären, Grundschullehrerinnen wissen nicht, was … ist (war irgendein grammatikalisches Konstrukt, von dem auch ich Mal in der Schule gehört hatte, das aber garantiert außer für Germanisten und Angeber, für niemand wichtig ist).
Ich gönne meinen Kindern lieber Lehrkräfte, die ihnen zuhören, sie ermutigen, sie bestärken und auch fördern, z.B. wenn mein Fünftklässler den Zugriff auf alle Schul-iPads bekommt, weil er freiwillig dem IT-Beauftragten hilft, die Geräte aufzusetzen, neue Programme zu installieren etc.
Solch eine gute Lehrer-Schüler -Beziehung und so viel Vertrauen habe ich bei keinem meiner Großen am Gymnasium erlebt(und ja, dieses Vertrauen genießt nicht nur das „Kollegenkind“ sondern auch andere Schüler).
Eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung sehe ich am Gymnasium nicht gefördert – ist ja auch nicht nötig, wird bei VERA ja nicht erforscht.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Snafu

Herzerwärmend.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Snafu

Woher haben Sie denn die Weisheit (jenseits persönlicher anekdotischer Erlebnisse), dass die „ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung“ an Gemeinschaftsschulen so viel besser als an allen anderen Schulformen sein soll? Ich glaube, auch in Schloss Salem und in Waldorfschulen wirbt man mit einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung, in humanistischen Gymnasien wurde sie als ganz selbstverständlich propagiert mit Verweis auf die Antike. Was dann tatsächlich praktiziert wird, hängt leider immer von den jeweiligen Lehrern und Schulleitern ab. Das aber kann an Gemeinschaftsschulen nicht anders sein.

Hilfe
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Keine Ahnung und davon ganz viel. Nix neues bei Carsten also.

Das sie hier überall Feine des Gymnasiums ahnen, selbst aber gegen alles agieren, was nicht Gymnasium ist, lässt nur einen Schluss zu: Der Troll trollt und freut sich. Peinlich!

Georg
2 Monate zuvor

„In den Gemeinschaftsschulen lernten Kinder und Jugendliche mit unterschiedliche Leistungsniveaus miteinander, was mehr Zeit in Anspruch nehme.“

Wieso ist das in Kombination mit den schlechten Ergebnissen nicht das Todesurteil für Gemeinschaftsschulen jeder Art? Herr Möller, wo ist mein Denkfehler?

Lehrerin
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Wenn eine unabhängige Untersuchung ein solches Ergebnis bringt, dann sollte es von Seiten der Politik Konsequenzen geben. Aber die momentan in BW regierenden Grünen wollen das einfach nicht sehen: Was nicht sein darf, das kann nicht sein… Ideologie!
Aber mit Zahlen und Fakten lässt sich nun mal nicht diskutieren!
Jeder Wähler der Grünen sollte sich überlegen, was er von den Landtagsabgeordneten hält, die sich so der Realität verweigern… und nicht nur in diesen Fällen.
Ich habe sie nicht gewählt!

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

@Lehrerin:
Aber mit Zahlen und Fakten lässt sich nun mal nicht diskutieren!“
Immer wieder diese nichtssagende Trivialität von Ihnen! Daher nochmals: Aussagen auf der Basis von empirischen Befunden sind abhängig vom gewählten Untersuchungsdesign. Und die Aussagen des PhV sind durch die Anlage der VERA-Untersuchung nicht gedeckt.
Vielleicht schauen Sie sich mal die Beschreibung und das Ziel von VERA an.

Pälzer
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Sind die Gemeinschaftsschulen Ganztagsschulen? dann haben die doch mehr Zeit pro Woche, oder?

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Pälzer

Ganztagsschulen sind hochproblematisch, weil bei ihnen die Binnendifferenzierung in Form von aufgegebenen Hausaufgaben größtenteils wegfällt. Zudem gehen Schüler ohne ausgeprägtes Gruppen-Gen in Ganztagsschulen unter.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Pälzer

Nein. Wie kommen Sie darauf? Die Anzahl der Stunden ist doch gleich, sie sind nur anders verteilt. Es gibt eine Mittagspause.
Oh Mann, und so diskutiert man hier! Und Upvotes gibt es auch noch.

Rüdiger Vehrenkamp
2 Monate zuvor

Gemeinschaftsschulen bleiben für mich eine ideologiegesteuerte Schulart von grün-rot, die „einfach etwas anders machen wollte“, ohne wirklich einen Gewinn zu bringen. BaWü war mit seinem dreigliedrigen Schulsystem im bundesweiten Bildungsranking auf den vorderen Plätzen. Dann kamen Kretschmann und Stoch und die Talfahrt begann. Nicht alle neuen Besen kehren gut. Meine Kinder gehen auf eine Realschule und wir sind alle sehr zufrieden damit.

Kritischer Dad*NRW
2 Monate zuvor

„BaWü war“ die gute alte Zeit.

480 Realschulen gibt es in Baden-Württemberg, seit sechs Jahren kann man dort auch den Hauptschulabschluss machen

Hirschlgruber
2 Monate zuvor

An den Gemeinschaftsschulen in BaWü wurden Lehrer zu Lernbegleitern. Das seit Jahrtausenden bewährte Modell der Wissensvermittlung „Vormachen und erklären, dann nachmachen und einüben“ wird bzw. wurde an den Gemeinschaftsschulen mit „Selbsterarbeitung, der Lehrer steht nur noch als Helfer bereit“ ad absurdum geführt. Als man dies erkannte, sollten auf einmal nur noch selbstständig arbeitende Kinder an die Gemeinschaftsschulen empfohlen werden.

Was die Lehrkräfte von der GMS halten zeigt sich am Anteil der Lehrerkinder, die an dieser Schulart eingeschult werden. Meiner Erfahrung nach tendiert der Anteil (inklusive GMS-Lehrkräften) gegen null. Dazu gibt es keine Statistik (habe nachgefragt), ein Schelm, wer daraus etwas ablesen wollte.

Tom
2 Monate zuvor

Pandemie, Unterrichtsausfälle, Lehrermangel, grosse Schulklassen, Auflösung von Doppelspitzen, verfehlte Inklusion und Integration… Die Aufzählung liese sich sicherlich fortsetzen. Wenn es in Einzelfällen nicht die bildungsnahen Elternhäuser gäbe, wären vermutlich die Ergebnisse noch schlechter ausgefallen.
Aber selbst das Niveau auf den Gymnasien lassen nach. Sind dort nicht erst Goethe und Schiller aus dem Lehrplan verbannt worden? Alles in allem ist es eine Frage der veranschlagten Haushaltsmittel. Kürzungen bleiben nicht ohne Folgen.

DerechteNorden
2 Monate zuvor

Die Wahrheit ist, dass es an Gemeinschaftsschulen viel mehr Kids mit anerkannter Legasthenie gibt. Ganz einfach, weil dort niemand mit LRS aussortiert wird.
Tatsache ist, dass VERA LRS nicht berücksichtigt. Sogar die Expert*innen vom IQSH, die wir zu einer VERA-Fortbildung im Hause hatten, bestätigten das.

Ich rege mich jedes mal neu auf, denn ich habe richtig schlaue Kids in Englisch, deren Legasthenie ihnen jedes Mal zum Verhängnis wird. Im 8.Jahrgang können junge Menschen ihre LRS noch nicht ausreichend kompensieren.
Der Hinweis war, dass man da irgendwelche Statistiken habe. Jedoch würden die nicht bei den Endergebnissen zum Tragen kommen. Man müsste quasi VERA-Ergebnisse von Schüler*innen mit anerkannter LRS ermitteln und diese dann als Richtwert für die Betroffenen nehmen.

Tigrib
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wer wird wo mit LRS aussortiert?

Ottilie
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wenn man bei VERA wirklich objektiv wissen will, wie es um die Kompetenzen im Lesen und Schreiben bestellt ist, dann DARF man ja gerade eben das Ergebnis nicht durch einen LRS-„Ausgleich“ verfälschen.

Last edited 2 Monate zuvor by Ottilie
DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Ottilie

Dann darf sich aber nicht der Philologenverband hinstellen und die VERA-Ergebnisse als Beleg bringen, oder? DAS ist ziemlich unfair, nicht wahr?
Eine LRS ist etwas, was Menschen, die unter ihr leiden, gegenüber solchen ohne LRS benachteiligt.
Wenn es an einem Schultyp viel mehr Legastheniker gibt, schneidet dieser Schultyp natürlich schlechter ab.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Rechnen können die Downvotees also auch nicht.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„mehr Legastheniker“
Hat dieses Argument je eine Rolle bei Vergleichstests gespielt, etwa IGLU oder PISA? Niemand hat sich darum geschert, ob es in Finnland mehr oder weniger Legastheniker gibt als hierzulande. Jetzt plötzlich wird dieses Argument aus dem Hut gezogen, nur weil es gerade passt.

Tom
2 Monate zuvor

Meinte natürlich „lässt nach“

Lera
2 Monate zuvor

Jetzt wird wieder überlegt werden, wie man das Abbild der Wirklichkeit im Sinne der Ideologie verändern kann.

Wenn VERA die Gemeinschaftsschulen derart blamieren kann, muss natürlich VERA „angepasst“ werden!

Vielleicht so: Da Lernen an der Gemeinschaftsschule per se gaaaanz viel soziale Kompetenzen beinhaltet („isch **** deine mudda“), wird pauschal eine Notenstufe abgezogen. Wäre ja nur fair.

Oder wir machen mehr so qualitative Studien und fragen Kevin, mit welchem Gefühl er (gelegentlich) zur Schule geht. Hauptsache die Lernergebnisse sind weiterhin zu 100% sch… egal.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Lesen Sie mal meinen VERA-Erfahrungsbericht. Danke!

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Hab ich gelesen – LRS ist schuld daran, dass die an sich tolle Schulform nicht abliefert.

Sehe ich ehrlich gesagt nicht so, das ist allenfalls ein kleiner Teil der Erklärung.

Weit wichtiger ist der Mythos „Heterogenität (um jeden Preis) hilft (allen immer) beim Lernen“.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Das sehe ich nicht so. Ich arbeite an einer GemS mit äußerer Differenzierung auf drei Niveaus in E, M, D und ab Klasse 9 inden Naturwissenschaften, was ich sinnvoller finde. Binnendifferenzierung funktioniert insbesondere in den Fremdsprachen gar nicht.
Meine Gymnasial-Kids mit schwerer Legasthenie sitzen in den Gymnasialkursen. Bei VERA schneiden sie aber zum Teil so schlecht ab, dass sie selbst auf Basisniveau nur im unteren Mittelfeld landen.
GemS werden benachteiligt, weil sie wie Sparmaßnahmen betrieben werden.
In SH waren H-/RS-Klassen vor der Reform recht klein. Jetzt sind alle Kids zusammen in größeren Klassen …
Wie gesagt, es werden weniger Lehrkräfte als vorher gebraucht.
Der größte Witz ist, dass es trotzdem nicht genügend Lehrkräfte gibt.
Lange Rede, kurzer Sinn, GemS könnten sehr gut funktionieren, wenn man sie den Realitäten entsprechend betreiben würde. Nicht die Schulart ist schlecht, sondern die Politik.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich glaube, es gibt hier gar keinen Dissens, da die Schulart ja gerade das Ergebnis von Politik ist.

Warum wird erst die äußere Differenzierung in Form des gegliederten Systems aufgegeben, wenn man dann sowieso innerhalb der neuen Schulform wieder äußerlich differenziert? Damit die Schüler zusammen Sport und Kunst haben? Wirklich?

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Wir machen das seit 51 Jahren so.
Warum finden Sie, dass junge Menschen bereits nach der 4. Klasse keinen Kontakt mehr zu anderen, die keine Gymnasialempfehlung haben, haben sollen?
Meine Schule bietet beides: äußere Differenzierung und die Gemeinschaft aller Kinder. Es wäre schön, wenn die Politik das mehr befördern könnte.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Was sollen Spekulationen über Kontakte mit anderen, die eine oder keine Gymnasialempfehlung haben, mit dem Thema „VerA 8“ zu tun haben? Das ist einfach ein empirischer Test, der sich an sog. „Bildungsstandards“ orientiert. In den Gymnasien gibt’s zudem längst genug Kinder ohne Gymnasialempfehlung, der Elternwille macht’s möglich. Und in B-Neukölln gibt’s ein Gymnasium mit ca. 95 % Migrantenanteil.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

@Carsten60:
„In den Gymnasien gibt’s zudem längst genug Kinder ohne Gymnasialempfehlung, der Elternwille macht’s möglich. Und in B-Neukölln gibt’s ein Gymnasium mit ca. 95 % Migrantenanteil.“

Dürfen die Migranten in B-Neukölln nicht auf das Gymnasium, @Carsten60? Schämen Sie sich eigentlich nicht, wenn Sie solche Sprüche ablassen?

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Also ich lese immer, dass der Übergang nach Klasse 4 deshalb so schlecht ist, weil da bestimmte Leute (gerade auch Migranten) systematisch benachteiligt werden. In der Statistik sieht das dann aber anders aus. Da gibt es an den erliner Gymnasien auch viele Schüler, die von Zuzahlung befreit sind.
Aber Sie predigen weiter, wie ungerecht das alles ist. Ich wette: nichts würde besser durch die Einführung eines einheitlichen Schulsystems.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Carsten60, Sie kommen ständig mit Einwürfen, die sich auf etwas anderes beziehen als meine Reaktion auf einen Vorpost.

Damit Sie verstehen, was ich meine: Was hat der Migrantenanteil in Neuköllner Gymnasien damit zu tun, dass meine Schule seit 51 Jahren eine Dreierdifferenzierung betreibt?

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Was meinten Sie denn mit „keinen Kontakt mehr zu anderen, die keine Gymnasialempfehlung haben“ ? Wer hatte das überhaupt so behauptet? Ich habe angemerkt, dass viele Gymnasiasten keine Gymnasialempfehlung haben und insofern diesen Kontakt ermöglichen. Haben Sie noch nie gehört, dass angeblich gerade talentierten Migrantenkindern die Gymnasialempfehlung verweigert wird? Aber die ist ja nicht mehr verbindlich. Also warum redeten Sie oben über die Gymnasialempfehlung? Was hat die mit den drei Niveaus zu tun? Herr Möller meint doch immer, die Empfehlung sei sehr fehlerhaft. Da kann es doch nicht sein, dass die mit Gymnasialempfehlung immer nur auf E-Niveau unterrichtet werden, die anderen aber nicht, oder sehe ich das falsch? Es wird halt alles neu gemischt, und genau das soll doch der große Vorzug sein.
Ein bisschen mehr Logik sollte doch sein.

Lehrerin
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

In BW sind die Klassen in GMS kleiner, die Sachkostenzuschüsse weitaus höher als an den Schulen des gegliederten Systems, die meisten Schulbauten viel besser ausgestattet, und trotzdem kommt nichts Besseres raus.
Und die Vergleiche der Schularten, die auf geleichen Niveaus arbeiten, sind aus den offiziellen Zahlen erstellt. Nur die Grafiken ansehen, sie sind eindeutig: https://www.phv-bw.de/pressemitteilung-des-phv-bw-zu-den-ergebnissen-von-vera-8/ !
Mit Zahlen kann man nicht diskutieren, die stehen da!

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

Sorry, aber wie vergleicht man denn da? Man könnte meine Schule nehmen, wenn man GemS mit HS, RS und Gymnasien vergleichen wollte, andere GemS, die binnendifferenziert oder nur auf zwei Niveaus differenziert unterrichten, nicht.
Oder haben die GemS in Ba-Wü auch alle eine äußere Dreier-Differenzierung in Mathe, Deutsch und Englisch?

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

@Lehrerin:
Mit Zahlen kann man nicht diskutieren, die stehen da!“
Aber über die Interpretation von Zahlen sehr wohl. Muss man sogar, denn Daten allein können nicht sprechen.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Sie meinen wohl: Die Interpretation von Statistiken muss unbedingt von Parteipolitikern genehmigt werden, ob man diese Information dem Volke überhaupt zumuten darf. Im Bildungsbereich sind das dann die „Amtschefs“ der KMK, also meist Staatssekretäre.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

So ein Quatsch, @Carsten60

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Wer sonst ist denn nun autorisiert, Statistiken „amtlich“ zu interpretieren? Irgendwo las ich, dass das IQB sogar die genauen Abgrenzungen der Kompetenzstufen von der Amtschefskommission genehmigen lassen muss, denn die ist sozusagen das Kontrollgremium für das IQB mit seinen Tests (inkl. VerA). Das betrifft dann auch die Prozentzahlen in den einzelnen Stufen. Also sind die sehr wohl ein Politikum, ich wundere mich, dass Sie das für Quatsch erklären. Die Politik bestimmt doch heute sogar, welche Statistiken überhaupt erhoben bzw. veröffentlicht werden dürfen. Statistiken über das Schwänzen gab es lange, lange angeblich nicht.

Ron
2 Monate zuvor

An den Gemeinschaftsschulen gibt es so viele Arbeitsgruppen, multiprofessionelle Teamsitzungen (trööt), Planungs- und Steuergruppen, dass das Unterrichten teils zur Nebenbeschäftigung wird. Besonders wenn dann noch Ganztag und Inklusion ernst genommen werden.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Es gibt keine multiprofessionellen Teams. Schön wär’s!

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das sind die Sitzungen um 17 Uhr, zu der der Klassenlehrer nun Fachlehrer, Schulpsychologen, Sozialarbeiter und Vertrauenslehrer einberuft, weil Kevin ein Kaugummi unter den Tisch geklebt hat. Früher durfte man das als Lehrer mit dem Übertäter selber in zwei Minuten aushandeln, heute gibt es dann Sozialverträge, Hilfsangebote, Gesprächspläne und ein ganz langes Protokoll mit Festsetzung der periodischen Evaluationsgespräche.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Das hat nichts mit Gemeinschaftsschulen zu tun, denn das ist inzwischen überall so.

Außerdem passt Ihr Post nicht zu meinem, denn ich schrieb ja, dass es keine solchen Teams gibt.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Es gibt keine multiprofessionellen Teams“
Und woher wollen so viele Leute wissen, dass die einen ganz großartigen Effekt haben? Warum werden die überall gefordert? Gibt’s dazu wenigstens mal eine Studie?

Pälzer
2 Monate zuvor

Mich wundert, dass hier im Artikel so viel von „Meinung“ und „Darstellung“ gesprochen wird. Wozu macht man denn Vergleichstests, wenn nicht zur Ermittlung objektiver Ergebnisse?? Stimmt das nun, was die Philologen über die Ergebnisse sagen, oder ist es falsch? Schneiden die oberen/mittleren/unteren Drittel an den Gemeinschaftsschulen schlechter ab als die vergleichbaren Klassen? oder nicht? Wir bitten um Daten.

Lehrerin
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Man sollte sich unbedingt genauer ansehen, wie Schüler mit (angeblich) gleichem Niveau gegeneinander abschneiden, z. B. Schüler vom G-Niveau an GMS gegen G-Niveau an Realschulen
oder an WRS, oder GMS-Schüler im M-Niveau gegen Realschüler, die auf dem üblichen M- Niveau unterrichtet werden. Das kann man aber alles nur den Zahlentabellen im VERA-Bericht entnehmen. Und nun hat der Philologenverband diese Ergebnisse nebeneinander grafisch dargestellt, denn das IBBW hat diese Veranschaulichung (warum wohl??!) nicht gemacht. Da sieht man den Unterschied mit einem Blick, es gehen einem die Augen über!!!
Die Grünen und Co. wollen das einfach nicht wahrhaben, deshalb ist es nicht augenfällig gezeichnet, sondern in den Tabellen versteckt.
Und das angebliche E-Niveau an GMS gegenüber dem Gymnasium – da brauchen wir gar nicht darüber reden, hier werden die Eltern einfach ( bewusst!) belogen, wenn das als gymnasial verkauft wird.
Alles Gelaber vom KM soll verschleiern, dass an den GMS
Vieles im Argen liegt – ist halt das Lieblingskind , Ideologie eben!!
Fakten will niemand zur Kenntnis nehmen und schon gar nicht Konsequenzen ziehen, obwohl die Schüler in BW seit 10 Jahren immer schlechter werden.
Es begann mit der Abschaffung der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung, und seither gehen wir so weiter ….

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

Auch Sie haben es nicht richtig dargestellt.
Der E-Bereich an den meisten GemS ist eben nicht gymnasial, wenn es nur Zweierdifferenzierung gibt.
Wir haben eine Dreierdifferenzierung. Raten Sie! Genau!

Lehrerin
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

In BW haben die GMS drei Niveaus.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

Äußere oder Binnendifferenzierung? Doch, das macht einen großen Unterschied, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

In Baden-Württemberg nur innere Differenzierung, alles andere ist „out“. Das ist angeblich doch der große Vorteil der Gemeinschaftsschulen gegenüber den klassischen Gesamtschulen. In BaWü stehen die drei Niveaus G, M, E so im Bildungsplan 2016. Einfach mal reinsehen.

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

An den Gesamtschulen in NRW gibt es eine Zweierdifferenzierung, bei der die Erweiterungskurse offiziell auf einem mit den Gymnasien vergleichbaren Niveau gelehrt werden sollen. Die Realität sieht freilich anders aus.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Das kenne ich von der Schule, an der ich vorher gearbeitet habe. Ja, das ist der größte Quatsch. Ich bin sehr froh, dass das an meiner Schule nicht so gehandhabt wird. Unsere Gymnasialkurse sind vom Niveau her vergleichbar mit Gymnasialklassen. Um auf die Eingangsthese, dass die VERA-Ergebnisse ein Komplettversagen der Schulart bezeugen, zurückzukommen: Allerdings haben wir sehr viele schlaue Kids, die unter schwerwiegenden LRS leiden, was ja bei VERA leider nicht berücksichtigt wird.

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Dann kann es in den Gymnasialkursen an Ihrer Schule nicht viele Realschüler aufgrund der fehlenden zweiten Fremdsprache ohne Chance auf eine Oberstufenzulassung geben. Das ist in NRW der Fall. Viel schlimmer finde ich aber, dass es in NRW möglich ist, mit Mathematik auf Hauptschulabschlussniveau die Qualifikation für die Oberstufe zu erhalten. Vom Lehrplan sieht das in den Stufen 9 und 10 grob gesagt die einfachere Hälfte des gymnasialen Lehrplans 8-9 (G8) vor.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Das geht bei uns nicht.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

Und dann gibt es noch den Trick, dass die Leistungen, die für den MSA als „Mindeststandards“ gelten, beim Hauptschulabschluss bereits als „Regelstandards“ (also eine Stufe besser) gelten, entsprechend bei den Niveaus. Damit werden diese Standards und ihre Erfüllung bewusst verschleiert. Die Mindeststandards wurden übrigens nie von der KMK beschlossen. Sie sind eine Art Fata Morgana. Kaum jemand kennt sie genau. Die Regelstandards dagegen stehen auf der Homepage der KMK, aber nur für bestimmte Fächer.
Zyniker könnten sagen: diejenigen, die die drei Schulformen abschaffen wollen, haben selber den größten Wert darauf gelegt, drei Niveaus in der Einheitsschule zu definieren. Damit haben sie sich selbst widerlegt, denn In welchem anderen Land gibt es diese drei offiziellen Niveaus mit drei oder mehr Abschlüssen? Gibt’s sowas im gelobten Finnland? Warum eigentlich reichen die Schulnoten für diesen Zweck nicht aus?

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

@Carsten60:
Finde ich auch falsch, dass die KMK keine Mindeststandards beschlossen hat, entgegen der Empfehlung der sog. Klieme-Kommission.
Dass es für die Vergabe verschiedener Abschlüsse aber unterschiedliche Anforderungen gibt, ist nicht „zynisch“, sondern nur folgerichtig. Auch am Gymnasium gibt es am Ende 10. Klasse unterschiedliche Anforderungen für die Erteilung von verschiedenen Abschlüssen für die Schüler, die die Schule nach der 10. Klasse verlassen. Und sie unterscheiden sich auch von den Versetzungsbedingungen in die Klasse 11.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Aber alles geschieht mit dem Hinweis auf internationale Gepflogenheiten. In welchem Land gibt’s denn so viele Schulabschlüsse wie in Deutschland? Und in welchem Land unterrichtet man ganz offiziell auf drei verschiedenen Niveaus in ein und derselben Schulklasse? Wozu macht man denn diesen Eiertanz? In Fernost regelt man das — nach meiner Kenntnis — durch die Zuordnung von Punkten (also Noten bzw. Testergebnisse).

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

„Und in welchem Land unterrichtet man ganz offiziell auf drei verschiedenen Niveaus in ein und derselben Schulklasse?“
Finnland, Dänemark, Schweden … to name but a few.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Und wie viele verschiedene Abschlüsse gibt’s da? Wir haben:
Hauptschulabschluss,
erweiterter Hauptschulabschluss,
mittlerer Schulabschluss,
erweiterter mittlerer Schulabschluss,
Fachhochschulreife,
fachbezogene Hochschulreife,
allgemeine Hochschulreife (Abitur).
Und dann wird immer geschimpft, ohne ein Abitur könne ja niemand was werden, diese Leute wären für ihre ganzes Leben abgestempelt

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich bin nur die Botin. Bitte erschießen Sie nicht mich.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

„unterschiedliche Anforderungen für dieselbe Kompetenzstufe“
Das verschleiert aber in den globalen Statistiken einiges. Auch bei VerA werden meist nur die Kompetenzstufen angegeben, aber eigentlich sind nur die KMK-Regelstandards so definiert, dass man sie nachlesen kann. Also sollte bei VerA 8 normalerweise Stufe III den Regelstandards entsprechen, bei einem Teil der Schüler (der dann nicht explizit angegeben wird) ist das aber anders: da wird Stufe III als „Regelstandards plus“ angesehen. Und das ist dann auch noch bei Deutsch und Englisch unterschiedlich (Tabellen 3 und 4 in dem VerA 8 – Bericht für BaWü). Wer soll da noch durchblicken? Oder soll inzwischen niemand mehr durchblicken?
Spötter sagen: da zelebriert eine elitäre Priesterkaste etwas, das von den normalen Leuten niemand mehr verstehen soll, das Volk soll nur das glauben, was dann die Zeitungen dazu schreiben. Und die Journalisten lesen den Bericht nicht, sondern notieren nur das, was irgendwelche „Priester“ oder Politiker in einer Pressekonferenz dazu sagen.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

„Vergabe verschiedener Abschlüsse“
Dann erklären Sie uns doch mal, warum in den Tabellen 3 und 4 für Deutsch und Englisch unterschiedliche Zuordnungen vorgenommen werden und in Englisch etwa für den Hauptschulabschluss die Stufe Ib als Mindeststandard gilt, die eigentlich schon „unterm Strich“ ist.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Pälzer

@ Pfälzer:
Was der Philologenverband sagt ist empirisch nicht belegt (nur eine leichtfertige Meinung ohne Beleg).
VERA ist nicht geeignet, solche Vergleiche anzustellen, da in VERA weder der soziale Hintergrund noch die Vorleistungen vor dem VERA-Test erhoben werden. Solche Vergleiche des PhV ließen sich nur machen, wenn es eine Längsschnitt und nicht wie bei VERA eine Querschnittsuntersuchung wäre. Als der Lernzuwachs der gleichen Schüler über mehrere Schuljahre gemessen würde.
VERA soll Rückmeldung über die jeweilige Lerngruppe geben, um daraus Schlussfolgerungen für den weiteren Unterricht zu erhalten.

Lehrerin
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

VERA soll messen, ob die Standards in Kl. 8 erreicht werden – und nicht, was ein Schüler individuell seit einem vorherigen Zeitpunkt dazu gelernt hat! Wenn es nicht dem erforderlichen Stand entspricht, gibt es für diese Schüler Material zum Üben – habe oft genug selbst VERA-Erhebungen gemacht. Also ist es ein Bestimmen, wie weit die Schüler der Klasse die erwünschten Kenntnisse und Fähigkeiten haben.
Und wenn die Werbung der GMS stimmen würde, dass auch auf „gymnasialem Niveau“ unterrichtet wird – genau das wird den Eltern der 4. Klassen regelmäßig erzählt – dann müsste sich das eben auch nachweisbar zeigen! Tut es aber nicht…
Der KM-GMS-Slogan „Vielfalt macht schlau“ ist eine unbewiesene hohle Phrase, und eigentlich war es laut Propaganda erwünscht, möglichst heterogen zu sein. Wenn das jetzt eine Entschuldigung für den Rückstand sein soll, dann stimmt das Konzept nicht. Den Lehrkräften wird kein Vorwurf gemacht, sondern der Ideologie!

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

Herr Möller hat offenbar noch nie etwas davon gehört, dass die PR-Experten der Schulministerien routinemäßig und professionell „leichtfertig“ unbewiesene Behauptungen ins Internet stellen (z.B. „Vielfalt macht schlau“, die „Gemeinschaftsschule ist leistungsstark“, „die starken ziehen die schwachen mit“), um die Parteileute an der Spitze ins rechte parteipolitische Licht zu rücken (hier: Frau Schopper von den Grünen). Nur hier im Forum darf keiner unbewiesene Behauptungen formulieren, die dem zuwiderlaufen. Unbewiesene Behauptungen im Sinne der Ministerien darf natürlich jeder hinausposaunen — auch ohne jede Begründung.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

Bis zum SekI-Abschluss gibt es aber – zumindest hier in NRW – nur zwei Niveaus

  • das für den Hauptschulabschluss
  • das für den Mittleren Schulabschluss

Den Hauptschulabschluss gibt es einmal als HA nach Klasse 9, wenn die 10-jährige Vollzeitschulpflicht erreicht ist, und zum Zweiten als HSA (erweiterter Hauptschulabschluss nach Klasse 10).
Den Mittleren Schulabschluss (MSA, vormals Realschulabschluss) gibt es in den Varianten MSA inkl. Fachoberschulreife und MSA inkl. FOR-Q, wobei dies die Fachoberschulreife einschließlich des Qualifizierungsmerkmales ist, der zum Besuch einer gymnasialen Oberstufe berechtigt. Der Q-Vermerk kann in der Form QE (Versetzung in die Einführungsphase (EF)) oder QQ (Versetzung in die Qualifizierungsphase (Q1)) vergeben werden. Der FOR-QQ führt somit zu einem Abi nach mindestens 12 Schulbesuchsjahren.

Soweit die formalen Voraussetzungen. Wie man sehen kann, gibt es entsprechend der APO-SI, die ja auch für GY gilt, überhaupt kein Gymnasialniveau. Letzteres ist eine Erfindung der Gymnasien.

Btw ein Gymnasiast, der in allen Fächern ausreichende Leistungen erreicht, ist zum Besuch der GOSt berechtigt. Der Notenspiegel für Gesamtschüler sieht da deutlich anders aus. Und der Abschluss einer zweiten Fremdsprache bis zur 10. Klasse, ist auch an GY keine Pflicht.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Herr Möller: Erhebt denn PISA die Vorleistungen? Das Ranking bei PISA hängt weder von Vorleistungen noch von dem sozialen Umfeld ab, es ist eine Momentaufnahme. VerA ist ein anderes Konzept, aber die Testitems sind jedenfalls ähnlich, und die Kompetenzstufen sind im Prinzip dieselben.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

@Carsten60:
was wollen Sie denn damit sagen?

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Also, Hermeneutik ist wirklich nicht Ihre Paradedisziplin, oder? Was gibt es hier bitte nicht zu verstehen?

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

@Lera:
Dann sagen Sie es doch mir, meinetwegen mit hermeneutischer Deutung , Carsten 60 macht es ja nicht.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Sie stellten die Behauptung auf, dass jegliche Vergleiche der Lernergebnisse zwischen Schularten aufgrund der Untersuchungsanlage von VERA unzulässig seien.

Carsten entgegnete, dass Vergleichsstudien wie PISA ebenfalls keine Vorleistungen erheben, aber dennoch herangezogen werden, um die Leistungsfähigkeit von ganzen Schulsystemen anhand einer punktuellen Leistungserhebung zu vergleichen.

Für mich liegt der Schluss nahe, dass er sich dafür interessiert, ob Sie da einen Widerspruch erkennen.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Aus dem Bericht von VerA 8 2022, Seite 13 oben:
„VERA liefert zuverlässige Informationen darüber, wie — zum jeweils aktuellen Erhebungszeitpunkt — die Leistungen von Klassen und Schulen (!) im Vergleich zu den jeweiligen Schul- und Landesverteilungen zu bewerten sind.“
Es geht also ausdrücklich um einen Vergleich, was auch das Kürzel VerA besagt. Und dass das Teil des allgemeinen Monitorings ist, steht jeweils am Fuße jeder Seite. Längsschnittstudien gibt es separat, z.B. BIJU. Da haben die Gesamtschulen nicht gut abgeschnitten, das war aber wohl vor Jahrzehnten in NRW.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Gerd Möller

„Was wollen Sie denn damit sagen?“
Ich will damit sagen, dass die PISA-Ergebnisse wie heilige Kühe behandelt werden auch im internationalen Vergleich, die VerA-Ergebnisse sollen aber angeblich nicht geeignet sein, um Vergleiche anzustellen. PISA erfasst ebenfalls nicht den vorherigen Stand und ist ebenfalls keine Langzeitstudie. Aber selbstverständlich berufen sich alle darauf, nicht wahr?
VerA hat zwar andere Ziele (habe ich doch gesagt), aber aus dem Gesamtergebnis kann man schon was sehen, zumindest, wie jammervoll die Situation ist, nicht nur bei den Gemeinschaftsschulen, auch insgesamt. Wie viele erfüllen denn die Regelstandards in Mathematik? Gerade mal 45 %. Neckisch wäre es ja, die Ergebnisse in Beziehung zu der Schulempfehlung zu stellen. Da wird’s Abweichungen geben, aber wie viele und wie starke?
Last not least: Der PhV übertreibt manchmal, aber die GEW übertreibt ja auch. Das ist so im Funktionärsstaat. Haben Sie jemals versucht, unrichtige Behauptungen der GEW aufzuspießen?

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor

„VERA bleibt in erster Linie ein Instrument der Unter-
richts- und Schulentwicklung, das den Schulen zeigt, wie
groß der Anteil der Schülerinnen und Schüler ist, die auf
dem Weg zum angestrebten Abschluss noch ein weites
Stück zu gehen haben. Zugleich zeigen die Landeser-
gebnisse, dass eine kleine Spitzengruppe bereits in
Klasse 8 den Optimalstandard erreicht und somit für
ihren weiteren Bildungsweg bestens vorbereitet ist.“

https://ibbw-bw.de/site/pbs-bw-km-root/get/documents_E2114417189/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/Dienststellen/ibbw/Systemanalysen/Bildungsberichterstattung/Ergebnisberichte/VERA_8/Ergebnisse_VERA8_2022.pdf

In der Breite also noch ein weiter Weg zu gehen, außer für die kleine, bestens vorbereitete Spitzengruppe. Jetzt weiß ich das auch mal.

Dürfte ich mal eine Prognose abgeben, was rauskäme, machte man VERA mit der Gesamtbevölkerung? Nein? Echt jetzt? Schade, hätte volle Bock drauf gehabt.

Schattenläufer
2 Monate zuvor

Der alte fehlglaube, dass man Kaltblüter durch gemeinsame Haltung mit Vollblütern zu Rennpferden machen könnte.

Jeder Bauer weis, das das nicht stimmt. In der gemischten Herde laufen die Vollblüter nur langsamer.

Doppelt schade. Die Vollblüter schöpfen ihr Potential nicht aus. Die Kaltblüter, die eigentlich für andere Aufgaben nützlich wären, sollen etwas erreichen, was sie nicht können.

Leider sind die Grünen und die SPD mehrheitlich keine Pferdezüchter und versuchen verbissen auf einem rheinischen Kaltblut das Derby zu gewinnen.

Genug von Pferdezucht.
Zurück zur Schule. 🙂

War ne gute Idee mit den Gemeinschaftsschulen. Genau wie der Kommunismus in der Wirtschaft. Hat aber den gleichen Fehler. Es funktioniert in der Praxis eben nicht.

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Mir leuchtet das ganze Konstrukt der Förderung um jeden Preis auch nicht ein. Erst versucht man gute Realschüler so zu hypen, dass sie mit Mühe die reduzierten Anforderungen des Gymzweiges schaffen und danach folgerichtig minderqualifiziert die Studiengänge der Unis verstopfen. Dann stellt man fest, dass man die ganzen mittelbegabten und teils unglücklichen Absolventen gar nicht braucht und stattdessen verzweifelt nach Menschen sucht, die in der medizinischen Versorgung, in Kindergärten, im Handwerk und in der Industrie arbeiten. Das ganze Vorgehen scheint mir doch arg von einem gewissen intellektuellen Dünkel durchzogen zu sein. Man ist scheinbar nur ein vollwertiger Mensch, wenn man studiert hat. Das ist einfach Quatsch.

GSinSH
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Oh,oh,Oh! Sakrileg!
Immerhin haben die SuS dann doch eine „Allgemeine“ Hochschulreife! Mit der sie dann zwar nur eingeschränkt studieren können, aber z.B. Facility Managment ist noch ohne NC! Früher war diese Mischung aus Hausmeister und Gebäudeverwalter noch ohne Studium zu schaffen, aber was sagt uns das?

Last edited 2 Monate zuvor by GSinSH
Ulrich Hammerla
2 Monate zuvor
Antwortet  GSinSH

Nur weil sich Hausfrauen als „domestic engineer“ und Hausmeister als „facility manager“ bezeichnen, werden sie dadurch nicht dem Anspruch von „engineering“ oder „management“ gerecht.
Ein akademischer Facility Manager ist zB für Gewerbeimmobilien mit hunderten von Läden und Büros zuständig, das geht über Hausverwaltung und Hausmeisterei weit hinaus.
Lehrer scheinen tatsächlich keine Ahnung von dem Berufsleben zu haben, auf das sie vorbereiten sollen. Oder sind Sie keiner?

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Ulrich Hammerla

An GemS sind wir viel vielfältiger als diese Foristen. Außerdem machen wir richtig viel Berufsorientierung und halten uns nicht per se für schlauer als alle anderen.

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Berufsorientierung ist an Gesamtschulen noch viel wichtiger als an Gymnasien, weil an ersteren ein großer Teil die Schule nach dem mittleren Abschluss in Richtung Berufsausbildung verlässt, während an letzteren die allermeisten an der Schule mit dem Ziel des Abiturs bleiben.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Ja? Und was ist daran schlecht, dass wir das machen?

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nix. Warum fragen Sie?

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nichts, im Gegenteil. Ihre Kritik an den Gymnasien schlägt in diesem Punkt nur ins Leere, worauf ich hingewiesen habe.

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nichts. Es sind halt unterschiedliche Zielsetzungen der Schulformen.

Jolander
2 Monate zuvor

Das Gezeter der Gymnasien ist durchsichtig. Es handelt sich ja um ihre Konkurrenz.

Die Gemeinschaftsschulen stehen aber nur deshalb teilweise schlechter da, weil nebenher weiterhin Gymnasien existieren und die meisten Eltern dann ihre Kinder doch lieber dahin schicken, selbst wenn sie die Idee der Gemeinschaftsschulen befürworten. So bleiben für die Gemeinschaftsschulen nur die, die früher an Haupt- und Realschulen gingen.

Mia
2 Monate zuvor
Antwortet  Jolander

Die Gymnasien stehen zu solchen Bildungseinrichtungen wie Salem, Louisenlund, … in Konkurrenz. Genau dort schicken die Eltern ihre Kinder hin, wenn sie es sich leisten können… So manches herkömmliches Gymnasien ist bereits von der einen oder anderen Gemeinschaftsschule überholt worden. Und dann gibts da auch noch die große Sehnsucht zur Rückkehr zu G9…

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Jolander

Man kann das auch umgekehrt sehen: die Gemeinschaftsschulen sind bewusst als Konkurrenz gegen die Gymnasien gegründet worden, eigentlich mit der impliziten Absicht, die Gymnasien dadurch auszutrocknen. Immerhin haben die Gymnasien eine mindestens 300-jährige Tradition. Sie abzuschaffen, würde vorher (!) sehr genaue Erörterungen erfordern, dass und warum die neue Schulform so viel besser sein soll. Wenn sich z.B. die durchschnittlichen Leistungen durch eine solche Maßnahme nur nicht verschlechtern, genügt das nicht. Niemand will ein Reform-Chaos wegen einer Nicht-Verschlechterung, es müsste schon eine Verbesserung sein. Auch in anderen Ländern mit einheitlichen Gesamtschulsystemen ist nicht alles nur gut, schauen Sie nach Dänemark, Schweden, Norwegen. Und selbst bei Finnland bröckelt der Nimbus. Mit frommen Wünschen alleine ist eben keine gescheite Politik zu machen.

Lehramtsaussteiger
2 Monate zuvor

Es gibt in Deutschland eine Gesamtschule. Sie heisst Grundschule.

Kritischer Dad*NRW
2 Monate zuvor

Gesamtschulen sind weiterführende Schulen. Mit Ihren Worten: Daher setzen sechs.

dickebank
2 Monate zuvor

Die PRIMUS-Schulen in NRW zählen allerdings auch zum Gesamtschulkapitel.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Ja, dafür wird viel Werbung gemacht. Im Internet stieß ich als erstes auf die Primusschule Schalksmühle, die Homepage weist auf die Herbstferien, die Weihnachtsferien und die Brotbacktage hin, viel mehr sieht man nicht. Nichts gegen Brotbacken, aber sowas wird beim Monitoring nie getestet. Als „besonderes Profil“ wird angegeben:
„Wir lernen individuell und handlungsorientiert in optimaler Lernumgebung mit Knowhow und Vernetzung von KiTa bis Sek II.“
Die neue Schülersprache? An vollmundigen Sprüchen fehlt’s niemals. Aber ob die Wirklichkeit da mithalten kann?

dickebank
2 Monate zuvor

Nee, Berufsschule.